Archive for Juli 2011

Dunkelmaterie und Erdwärme

31. Juli 2011

Dan Hooper und Jason Steffen vom Fermilab Center for Particle Astrophysics haben die Hypothese aufgestellt, daß die Teilchen, aus denen sich die (hypothetische) Dunkelmaterie (vielleicht) zusammensetzt, WIMPs (Weakly Interacting Massive Particles, ich habe sie bereits in „Kosmologische Charakteranalyse“ (Teil 1) erwähnt), mit den Atomkernen innerhalb eines Planeten kollidieren und ihren Impuls abgeben. Dadurch könnte so viel Energie freigesetzt werden, daß die Oberfläche des betreffenden Planeten ausreichend warm wird, um auch ohne entsprechende Sonneneinstrahlung Wasser im flüssigen Zustand zu halten. Vielleicht könnte auf dieser Grundlage sogar Leben entstehen.

Zwar würden die WIMPs nur ganz gering mit Materie wechselwirken, doch trotzdem könnte dieser Mechanismus zumindest in einigen Bereichen einer Galaxie, insbesondere im galaktischen Zentrum, funktionieren, wo die Dunkelmaterie genügend dicht ist (sehr viel dichter als in unserer unmittelbaren kosmischen Umgebung). Außerdem müßten diese Planeten weitaus größer sein als die Erde.

Eine ziemlich exotische Idee, aber interessanterweise wurde sie in mancher Hinsicht von Reich vorweggenommen. Reich hat geglaubt, daß die Erdwärme durch orgonotische Prozesse erzeugt wird auf ähnliche Weise, wie Wärme in einem Orgonenergie-Akkumulator spontan entsteht.

In Äther, Gott und Teufel schreibt er:

Das Wärmeniveau lebender Organismen ist gewöhnlich höher als die Temperatur der sie umgebenden Luft, und die Temperatur der Erdatmosphäre ist ständig höher als die viel niedrigere Temperatur des sie umgebenden Weltraums. Beim Orgonakkumulator wird eine konstante Temperaturdifferenz (…) aufrechterhalten. (…) Diese Temperaturdifferenz ist anscheinend eine Folge der Wärme, die sich infolge der Reflexion oder Bremsung der kinetischen Energie der Orgonenergie-Bewegung an den Metallwänden entwickelt. (…) Nach jetziger orgonphysikalischer Auffassung ist die kontinuierliche Differenz (…) eine Manifestation der Orgonenergie-Konzentration im orgonotischen System, sei es ein lebender Organismus, der Planet oder ein Orgonakkumulator. (S. 165f, Übersetzung korrigiert)

Vorher hatte er in seinem Artikel „Orgonotic Pulsation“ ausgeführt, daß die Hitze, die im Orgonenergie-Akkumulator durch die Bremsung der Orgonenergie verursacht wird, der Wärmeentwicklung auf der Sonne und im Erdinneren entsprechen könnte (International Journal of Sex-economy and Orgone Research, Vol. 3, Nos. 2/3, Oktober 1944, S. 148).

Die Dunkelmaterie, die vor allem eingeführt wurde, um die Bewegungsdynamik von Spiralgalaxien zu erklären (ganz ähnlich Reichs Ausführungen in Die kosmische Überlagerung!), ist so ungefähr das Konzept, das in der heutigen Wissenschaft der Orgonenergie noch am nächsten kommt. Daß sie nun sogar herangezogen wird, um die Wärmeentwicklung in sehr großen Planeten zu erklären (bzw. natürlich vorherzusagen!) ist bemerkenswert, weil, wie gezeigt, Reich ganz ähnliche Gedanken bezüglich der kosmischen Orgonenergie hatte.

Natürlich geht es Hooper und Steffen um einen zusätzlichen Mechanismus der Wärmeentstehung, denn allgemein wird die Wärme im inneren von Planeten erstens als gut isolierte Restwärme aus der Entstehungsphase des Planetensystems und zweitens als Resultat des Zerfalls radioaktiver Isotope im Planeteninneren erklärt.

Ganz ähnlich spekulierte auch Reich (mit Blick auf seine Bion-Experimente) zusätzlich über den möglichen Zerfall der Materie im Erdinneren. Ein Zerfall, der durch die aus der Zeit der Erdentstehung stammende und bis heute fortwirkende Hitze bewirkt werde. Die aus diesem Zerfall resultierende Freisetzung von Orgonenergie erzeuge wiederum zusätzliche Hitze bzw. erhielte die Erdwärme aufrecht (ebd., S. 149).

Zum Massaker in Norwegen

30. Juli 2011

Ich will mich gar nicht auf das Niveau der Massenmedien herab bewegen, deren Beschäftigung mit dem Massaker in Norwegen einfach nur abenteuerlich ist. Jene Leute, die uns jahrelang gepredigt haben, daß der islamische Terror nichts mit dem zu tun hat, was die Terroristen gelesen haben (insbesondere dem Koran), insistieren jetzt darauf, die ideologischen Hintergründe von Anders Behring Breivik bis ins Kleinste zu analysieren.

Die Frage kann einzig lauten, welche biosozialen Funktionen durch die Terroranschläge zum Ausdruck kommen. „Biosozial“ bedeutet hier: von der Charakterstruktur der Massenindividuen und vom energetischen Zustand der Gesamtgesellschaft aus gesehen.

Beispielsweise geht es darum, daß sich die Massen sowohl in Amerika und Europa als auch in der islamischen Welt jahrzehntelang von Politikern in die Irre führen ließen, die die Früchte der Arbeit ganzer Generationen systematisch vernichten. Man denke nur an das Wahnsinnsprojekt „Euro“ oder die Einwanderungspolitik in Amerika und Europa. Oder, willkürlich herausgepickt, das Subventionieren von Sonnenenergie – in DEUTSCHLAND!

Statt sich konstruktiv einzubringen, sind die Massen nur zu folgenlosen Wutausbrüchen im Alltag, zu absurden Possen (die diversen „Bürgerbewegungen“ wie „Stuttgart 21“) und zu wirren Gedankenflügen („Verschwörungstheorien“) in der Lage – bis einmal einer ganz austickt wie der norwegische Attentäter. Bei den islamischen Terroristen ist das auch nicht viel anders, die damit konfrontiert sind, daß eine, in ihren Augen, einst großartige Zivilisation vor die Hunde geht.

Mindestens genauso wichtig ist jedoch der zweite biosoziale Faktor, der den modernen Terrorismus bestimmt:

Die westliche Welt befindet sich in einem chronischen Expansionszustand, der in allen möglichen Lebensbereichen zum Ausdruck kommt:

  • als wäre „das hier“ eine fröhliche Gartenparty, zu der jeder Nachbar unterschiedslos herzlich eingeladen ist – Staatsgrenzen existieren praktisch nicht mehr und Leute, die nur zur Last fallen und sogar Schaden anrichten, siedeln sich buchstäblich zu Millionen an.
  • die Medien verkommen zu einem Propagandaforum für eine angeblich „liberale“ Ideologie, die nichts weiter ist als kindlich-magisches Denken, in dem Probleme sich in Luft auflösen, wenn man nicht über sie spricht. Hauptsache man fühlt sich gut und moralisch überlegen.
  • unsere angeblichen „Eliten“ verhalten sich so, als wäre die Wirtschaft ein großes Casino. Fehlentscheidungen der Spitzenmanager sind für diese nicht nur folgenlos, sondern werden mit Boni honoriert. Fehlinvestitionen werden vom Staat abgefangen. Ein „Kapitalismus“ ohne jede wirtschaftliche Sanktion!
  • die „Kultur“ nähert sich immer mehr dem Niveau von Kindergeburtstagen an.
  • die allgemeine Sexualisierung nimmt immer bizarrere Formen an.
  • Gendermainstreaming, die Einordnung der Heterosexualität in die zahllosen „Lebensentwürfe“, der eigene Körper als „Kunstobjekt“, etc. pp.
  • die alles überwuchernde infantile „Esoterik“ und „Spiritualität“ wird immer peinlicher. Der Obskurantismus kleistert immer mehr Gehirne zu. Ein Gutteil der Bevölkerung lebt bereits in einer Märchenwelt.
  • man begegnet kaum noch Menschen, die nicht unter dem Einfluß einer legalen oder illegalen Droge stehen, die ein Gefühl des Wohlbehagens erzeugen soll.
  • ein Land, in dem Figuren wie Drewermann und Käßmann Idole für Millionen sind, in dem man mit einem Bein im Gefängnis steht, wenn man sich gegen Angriffe wehrt („Notwehrexzeß“, „Selbstjustiz“), des, in dem im Affekt Billiarden verbrannt werden (Fukushima-Hysterie), etc. pp.

Quasi wie „alttestamentarische Propheten“ spüren die Terroristen in ihrer Psychose, daß diesem Zustand ein Ende gesetzt werden muß. Oder wie Claudia Roth 2004 sagte: „Gewalt ist immer auch ein Hilferuf.“ – „Babylon muß fallen!“ Und zwar durch einen „terrorisierenden“ Schock, der bis ins Mark geht. „Es mag grausam sein, aber es ist notwendig.“

Tatsächlich kann man das Alte Testament so lesen: ständig versucht Gott sein Volk wachzurütteln, doch es gibt sich weiter den Götzen hin. Nichts, kein noch so harter Schicksalsschlag, kann der chronischen Expansion Einhalt gebieten. Es ist charakteristisch, wie Amerika und jetzt Norwegen auf die Terrorakte reagierten: mit Bekenntnissen zu noch mehr „Multikulturalismus“ und noch mehr „Liberalität“. Man werde nun eine „noch offenere und tolerantere Demokratie“ sein als vorher! Ich glaube, Verrückte könnten mit dem Einsatz von Atomsprengköpfen an das Jüngste Gericht mahnen – und als Antwort käme NOCH MEHR Liberalismus.

Und wenn doch „etwas unternommen wird“, dann so, daß ausnahmslos jeder Bürger betroffen ist und Orwellschen Bürokratien ausgeliefert wird. So tragen sogar die Terrorakte zur krankhaften Expansion bei. Man denke nur einmal daran, wie der „Krieg gegen den Terror“ die amerikanischen Staatsfinanzen endgültig ruiniert hat, weil die USA partout als „Befreier“ auftreten müssen, statt einfach Gegenterror zu verbreiten und an geeigneter Stelle Güter zu konfiszieren, um den Gegner wirklich jeden Cent dieser Aktion bezahlen zu lassen!

Es gibt nur eine Möglichkeit: die liberale Ideologie in allen ihren diversen Ausprägungen muß eingedämmt werden. Wie? Was für eine Frage! Die Linken reagieren absolut hysterisch, wie in Todesangst, auf wirklich jede Erwähnung der Realität. Die Sonne – bioenergetischer Kontakt mit der Realität etwa durch das Sarrazin-Buch – wird die Vampirkultur in ihre Schranken weisen. Auch geht es darum, daß Fehlverhalten wieder Konsequenzen haben muß, das reicht von härteren Strafen für etwa Ladendiebstahl bis zur Möglichkeit, daß auch Großbanken Pleite gehen können, nachdem sie sorglos Kredite vergeben haben. Es geht nicht an, daß sie Gewinne einstreichen und Verluste sozialisieren.

Der Kindergeburtstag muß endlich ein Ende haben. Man kann beispielsweise nur beten, daß die USA am kommenden Dienstag Pleite gehen! Ja, Kinder, man kann nicht „Geld“ einfach drucken und mit den wertlosen Papierfetzen einkaufen, – irgendwann wird „irgendjemand“ dafür die Zeche zahlen müssen!

Um zum Thema zurückzukehren: Man sollte Herrn Breivik, der nach den norwegischen Gesetzen mit Anfang 50 aus seiner „lebenslangen“ Haft entlassen werden müßte, nach einem kurzen Prozeß öffentlich hinrichten. Aber wahrscheinlich werden die „liberal“ gesinnten Menschen angesichts dieses „Justizmordes“ moralisch empörter sein, als angesichts seines Terroraktes, und wahrscheinlich werden sie um ihn herzhafter weinen, als sie um all die von ihm ermordeten Kinder geweint haben…

NACHTRAG: Charles Konia gleichzeitig ebenfalls einen Kommentar zum Massaker in Norwegen ins Netz gestellt. Auf den ersten Blick scheint sich seine Analyse von der meinigen fundamental zu unterscheiden. Die Verbindung beider Herangehensweisen zeigt folgendes Diagramm, das das von Dr. Konia ins Spiel gebrachte soziopolitische Spektrum orgonometrisch aufschlüsselt: die Linke steht für Expansion („irrationaler Zorn gegen ‚das Establishment‘“), die Rechte für Kontraktion („irrationale Angst vor ‚Überfremdung‘“).

Das Ende der Toleranz

14. Juli 2011

Das von James DeMeo entdeckte „Saharasia“ kommt im islamischen Selbstverständnis zum Ausdruck, das der syrische Philosoph Sadik Al-Azm wie folgt umreißt:

Die Vorstellung: Gott auf der Seite der Muslime, die im Besitz der absoluten Wahrheit sind; Machtbewußtsein; der Glaube, Geschichte zu machen, im Mittelpunkt der Welt zu stehen, eine Eroberungszivilisation zu sein. (z.n. Rolf Stolz: Kommt der Islam?, München 1997, S. 254)

Was das konkret bedeutet, kann man heute in Afrika beobachten, das vom Norden her durch langsame Infiltration systematisch islamisiert wird. Aus dem Kontinent der Lebensfreude wird ein Totenhaus. Man schaue sich nur die Berichte aus Nigeria an!

Saharasia ist zunächst einmal die größte und lebensfeindlichste Ansammlung von ineinander übergehenden Wüsten im gemeinsamen Zentralbereich der euroasiatisch-afrikanischen Landmasse. Diese geographische Großwüste geht mit dem einher, was Reich als „emotionale Wüste“ bezeichnet hat. Plastisch, aber auch denkbar inadäquat, kann man sich das etwa so vorstellen, daß wir, wenn wir uns unpäßlich fühlen, auch emotional „unausstehlich“ werden und dabei geradezu lebensfeindliche Tendenzen entwickeln. Entsprechend wurden die Menschen in der lebensfeindlichen Wüste, aus der es, anders als in kleineren ariden Gebieten, kein einfaches Entkommen gab, im Laufe der Jahrtausende zunehmend generell lebensfeindlich, insbesondere extrem frauen- und sexualfeindlich. Sie trugen diese Einstellungen mit sich, als sie in die fruchtbaren Randgebiete Europas, Asiens und Afrikas auswanderten. Ihre Traditionen („Verhaltenscodes“), Religionen und Ideologien machten diese Lebensfeindlichkeit zur „Formel“. Sie verselbständigte sich und wurde dergestalt zu einer Kraft, die ganz unabhängig von der Wüste funktioniert. Heute ist das der Islam, der alles in einem ist: Lebensweise, Religion und politische Ideologie.

Es wäre jedoch falsch den Islam in Bausch und Bogen zu verdammen. Wie Reich Ende der 1940er Jahre schrieb:

Der Gepanzerte schöpft aus seiner eigenen Quelle sekundäre Triebe, die Vorschriften und Anstandsgebräuche gegen sie. Man kann an der Anzahl und Strenge der Anstandssitten und Lebensvorschriften unmittelbar die Art und Intensität der sekundären asozialen Impulse im Menschen ablesen. (Äther, Gott und Teufel, S. 76)

Gesetzescodizes wie der Koran sind in Saharasia unverzichtbar, um angesichts der sekundären Triebe ein gedeihliches Miteinander zu sichern. Ohne Kleidervorschriften und „Anstandsregeln“ würde es beispielsweise zu Massenvergewaltigungen kommen. (Weshalb auch, nebenbei angemerkt, die immer weiter ansteigende Gesetzesflut in westlichen Ländern wirklich alles andere als ein „zivilisatorischer Fortschritt“ ist, sondern darauf hindeutet, daß in der Gesellschaft, bzw. natürlich in den Menschen, etwas grundsätzlich falsch läuft.)

Das Tragische ist, daß derartige Verhaltensregeln nicht nur die Folgen der emotionalen Wüste (letztendlich den Mangel an Empathie = „das Böse“) bekämpfen, sondern selbst das primäre Leben einschränken, selbst eine „Wüstenatmosphäre“ herstellen. Man kann sich kaum etwas „Empathie-loseres“ vorstellen als ein Gesetz, das alle Fälle gleich behandelt!

Im krassen Gegensatz zur „Erobererkultur“ ist im angeblich „imperialistischen Westen“ die „Toleranz“, konkret der Minderheitenschutz, der höchste Wert. Dagegen ist kaum etwas einzuwenden, solange es darum geht konkrete Menschenrechte zu schützen. Die Toleranz verkehrt sich jedoch ins Gegenteil, wenn auch auf Gefühle Rücksicht genommen werden soll. Dies bedeutet nämlich, daß man nicht etwa die eigene emotionale Wüste eingrenzt, sondern ganz im Gegenteil der fremden emotionalen Wüste Tür und Tor öffnet. Die Miesepeter können ihren Terror verbreiten!

Am 13. Juli 2011 berichtete die Ärzte-Zeitung, daß in Großbritannien immer mehr Kliniken und Praxen strikte Kleiderordnungen erlassen, da es zunehmend Patientenklagen darüber gäbe, daß Ärztinnen und Krankenschwestern zu freizügig herumlaufen. Daraufhin wurde ihnen untersagt zu große Dekolletés zu tragen; Tatoos müssen bedeckt werden und Röcke durch Hosen oder lange Kleider ersetzt werden.

Offensichtlich gibt es Menschen, für die auch der geringste Erregungsanstieg unerträglich ist. Bei den nichtigsten Anlässen „ticken sie aus“. Sie sind ständig beleidigt, fühlen sich ständig zurückgesetzt und angegriffen. Ihr Toleranzlevel liegt unterhalb der Grasnarbe! Sie sind wie griesgrämige „Nervenkranke“, die man vor jeder bioenergetischen Erregung schützen muß – auch wenn dadurch unser eigenes Leben unfrei und grau wird. Schließlich ist man ja tolerant! Man opfert der Toleranz seine eigene Lebensfreude – oder wie die Ärzte-Zeitung ihren Bericht überschreibt: „Wider die Wollust in britischen Kliniken“. Als wenn es nicht die natürlichste Sache der Welt wäre, die erotische Lebensfreude gegen eine Umgebung zu stemmen, die von Leid und Tod geprägt ist!

Hier haben wir ein Beispiel für die verheerenden Auswirkungen des mechanistischen Denkens, das unfähig ist die bio-sozialen und bio-historischen Zusammenhänge auch nur zu erahnen und rein abstrakt („blind mechanisch“) die Gefühle einer bestimmten Minderheit schützt, bis diese durch das Pochen auf „ihre Rechte“ jedweder Toleranz ein Ende setzt.

Übrigens halte ich es durchaus für möglich, daß die rezenten Angriffe der Emotionellen Pest gegen Reich insbesondere in England darauf beruhen, daß die sexuelle Revolution das eine Haupthindernis für die „multikulturelle Gesellschaft“ darstellt. Es geht darum, das neuste Projekt der Kommunisten abzusichern, nachdem sie von der „Arbeiterklasse“ schmählich verraten worden sind.

Gewisserweise stehen wir heute, im Zeitalter der Political Correctness, vor der gleichen Situation wie zu Zeiten der Sexpol Anfang der 1930er Jahre, als die Kommunisten anfingen die Hatz auf Reich zu eröffnen!

Ad hominem

13. Juli 2011

Reich hebt (z.B. im Vorwort von Der Krebs) hervor, daß man im sozialen Verkehr nicht die Techniken der charakteranalytischen Individualbehandlung anwenden könne. Es geht nicht an, daß man in aller Öffentlichkeit die angeblichen „charakterlichen Probleme“ von wem auch immer anspricht. Dafür ist in der Arztpraxis Platz, in persönlichen Aufzeichnungen, persönlichen Briefen oder im Austausch mit engen Freunden. In der Öffentlichkeit wirkt es deplaziert wie etwa das demonstrative heftige Austauschen von Zärtlichkeiten zwischen Liebenden an öffentlichen Orten.

Ohne eine gewisse Zurückhaltung ist ohnehin jedes erquickliche soziale Miteinander unmöglich. Das ist schlichtweg selbstevident!

Im sozialen Verkehr hat einzig und allein die Technik der Sozialen Psychiatrie Raum und selbst hier hat Reich seine Schüler davor gewarnt, daß dies nur die am besten ausgebildeten Psychiater ausüben können. Imgrunde nur er selbst! Ich habe mich damit in Reichs „Sozialpsychiatrie“ beschäftigt.

Dabei geht es vor allem um das öffentliche Bloßlegen verborgener Motivationen. Genau dies geschieht ohnehin alltäglich in den Medien, wo ständig über irgendwelche „verborgenen Motive“ spekuliert wird. Teilweise artet das in regelrechte Verschwörungstheorien aus. Dabei reicht bei Politikern doch meist schon der Hinweis, daß es ihnen gar nicht um Sachthemen geht, sondern um die irrationale Motivation als eine bedeutende Persönlichkeit in die Geschichtsbücher einzugehen, die etwa, gegen jeden Sinn und Verstand, Europa mit der Einführung des Euro vereinigt hat.

Nehmen wir mich, Peter Nasselstein, als Beispiel. Es wäre wirklich grotesk, würde man (je nach Photo) auf meine zu dünnen oder zu dicken Lippen hinweisen und aus solchem Zeugs ein „Psychogramm“ meiner Person erstellen. Surreal! Ganz anders sieht die Sache aus, wenn man meine Motive infrage stellen würde – und zwar wohlbegründet: „Geht es ihm wirklich um Sachfragen oder will er nicht vielmehr mit über 900 Artikeln durch schiere Masse auftrumpfen?“ Diskussionswürdig, solange niemand mit „Thesen“ kommt, wie der, daß mich meine Mutter nie beachtet hat und ich deshalb…

Wie grundsätzlich sinnlos derartige Diskussionen sind, wird aus der möglichen Antwort evident: Anscheinend sei mein Kritiker zu gepanzert, biophysisch zu unbeweglich, um nachvollziehen zu können, daß man etwas aus reiner Freude tun könne.

Auf diese Weise werden tiefe orgonomische Wahrheiten in oberflächliches kontaktloses Geschwafel transformiert!

In die Soziale Psychiatrie paßt auch Bakers soziopolitische Charakterologie. Sie macht in der Arztpraxis nur bedingt Sinn, da man sie kaum mit der individuellen Panzerung korrelieren kann – sehr wohl aber im öffentlichen Leben und dies ist auch der Ort, wo der Therapeut ansetzen muß: Aufklärung der Öffentlichkeit über die wahren Motive ihrer angeblichen „Vertreter“.

Umgekehrt macht die individualpsychiatrische Charakterologie im öffentlichen Leben keinerlei Sinn und ist sogar kontraproduktiv. Angemessen ist es allenfalls, wenn es denn angebracht ist, die verborgene Motivation im Alltag bloßzulegen. Etwa in der Anekdote, die Lois Wyvell erwähnt hat. Ein Student hielt auf Orgonon einen sehr komplizierten und „tiefsinnigen“ Vortrag, dem keiner folgen konnte. Worauf Reich trocken fragte, ob der Vortragende überhaupt selbst das verstanden habe, was er da referiert hat. Worauf der Student verzweifelt auf sein unverständliches Manuskript verwies. Es geht hier einfach um den Drang wichtiger, „tiefer“ und gedankenvoller zu erscheinen, als man wirklich ist. Es geht um das Bloßlegen von Kontaktlosigkeit und die Herstellung von Kontakt. Das „Herumpsychologisieren“ oder gar „Herumcharakteranalysieren“ hingegen verbessert in keinem Fall den Kontakt, sondern trägt nur noch weiter zur allgemeinen Kontaktlosigkeit bei.

Egal ob nun jemand ein genitaler, neurotischer oder pestilenter Charakter ist, es wäre angebracht und man könnte sich nicht rechtfertigen, wenn er sich gegen den Hinweis auf seine „charakterlichen Probleme“ aufs allerschärfste verwahren würde! Ganz anders sähe es aus, wenn man seine verborgene Motivation offengelegt hätte: ein genitaler Charakter würde sich darüber freuen, daß ihm geholfen wird noch realitätsgerechter zu funktionieren (denn selbst ein genitaler Charakter kann natürlich nie „perfekt“ und von neurotischen Mechanismen ganz frei sein); ein neurotischer Charakter würde mit Angst reagieren und, wenn er sich dieser Angst stellt, etwas aus dieser Offenlegung seiner unbewußten Motivation machen können, sich also bessern; ein pestilenter Charakter würde aber mit aller Macht und Gemeinheit zurückschlagen, von Unverschämtheit sprechen, seinerseits die Motivation seines Gegenüber in Frage stellen, etc. Auf diese Weise wird das Offenlegen verborgener Motivationen selbst zu einem Instrument der sozialpsychiatrischen Diagnostik. Während der individualpsychiatrische Hinweis auf „charakterliche Probleme“ nirgendwo hinführt, keinen diagnostischen Gewinn bringt und in jeder Hinsicht kontraproduktiv wirkt.

Es kann sogar ausgesprochen pestilent sein. Mich hat mal ein amerikanischer Orgonom heftig zusammengestaucht, als ich im Gespräch eine bestimmte Person in der deutschen Reich-Szene als „schizophren“ abqualifizierte. Das sei unerhört, was mir denn einfalle diesen Begriff zu benutzen, um jemanden schlechtzureden. Er habe viele Schizophrene behandelt, kenne viele, sei mit vielen befreundet.

Das kann man auf jede psychische Erkrankung übertragen: es geht nicht an, herablassend über seine Mitmenschen zu sprechen, weil sie emotionale Probleme haben. Das gilt selbst für Therapeuten. Sie müssen nicht „gesund“ sein und sie sollen keine „Gurus“ sein, nach denen man sich ausrichtet. Es geht schlicht und ergreifend darum, daß sie in ihrer Lehrtherapie soweit ihre eigenen Probleme bewältigt haben, daß diese dem therapeutischen Prozeß nicht im Wege stehen. Natürlich muß auch die Chemie stimmen, aber das ist einzig eine Sache zwischen den beiden Personen (Arzt und Patient) und geht sonst niemanden etwas an.

Daß man sich eine eigene Meinung über seine Mitmenschen bildet und „sich seinen Teil denkt“ ist jedem unbenommen, aber man kann das unmöglich öffentlich machen. U.a. deshalb hat Reich darauf insistiert, daß sein Archiv 50 Jahre nach seinem Tod versiegelt bleibt. Er konnte davon ausgehen, daß nach dieser Frist die meisten seiner Zeitgenossen weit jenseits der 80 bzw. schon lange tot sein würden. Ich kann mir nicht vorstellen, daß er es beispielsweise gutgeheißen hätte, daß der arme Paul Ritter schon vor dieser Frist erfahren hat, was Reich wirklich von ihm hielt. Siehe dazu die für mein Dafürhalten gegen Reichs Intentionen bereits 1983 erschienene Korrespondenz mit Neill Zeugnisse einer Freundschaft.

Und was ist mit dem Kampf gegen die Emotionelle Pest? Die Emotionelle Pest ist dadurch gekennzeichnet, daß die vorgeschobenen Motive nicht mit den wahren Motiven übereinstimmen. Man denke etwa an die propalästinensischen Aktivisten, denen das Schicksal anderer Völker, etwa die Zwangsarabisierung der Berber, vollkommen gleichgültig ist. Sie geben einen Dreck auf die sogenannten „Palästinenser“, tatsächlich wollen sie nur ihren Judenhaß ausleben.

Die Pest arbeitet mit dem, was man im Englischen als „character assasination“ bezeichnet und ungenügend mit „Rufmord“ übersetzt. Hier wird wild drauflos psychologisiert. Es wird grundsätzlich „ad hominem“ argumentiert und charakteristischerweise die geistige Gesundheit in Abrede gestellt. Das fängt auf dem Schulhof an, wo mißliebige Mitschüler als „kaputte Typen“, „Spastiker“, etc. abqualifiziert werden und hört mit dem politischen Mißbrauch der Psychiatrie auf („Schizophrenie“ unter dem Kommunismus).

Ist die Frage nach der Motivation nicht ebenfalls eine öffentliche Bloßstellung? Die Frage nach der Motivlage ist eine Frage nach der moralischen Integrität einer Person. Diese geht offensichtlich die Mitmenschen etwas an. Kann man der Person vertrauen? Ist sie „ganz“ oder ist sie „geteilt“ und sticht einen in den Rücken, wenn man sich von ihr abwendet? Jenseits davon hat die Öffentlichkeit der „biophysische Zustand“ oder die „Charakterstruktur“ dieser Person nichts anzugehen.

Nehmen wir wieder mich als Beispiel. Vor sehr vielen Jahren hatte ich bei xyz „Orgontherapie“. Im Nachhinein mußte ich dann erfahren, daß diese Person anderen „Patienten“ mitgeteilt hatte, daß „Nasselstein ein Schizophrener ist“. Nun, das ist Emotionelle Pest. Wenn ich umgekehrt die fehlende Integrität dieser Person bloßstelle, dann ist das das Gegenteil von Pest, d.h. ich spiele das Spiel der Pest nicht mit.

Übrigens gegen „character assasination“ kann man sich kaum wehren, denn alles was man tut oder bleiben läßt, kann entsprechend der „Diagnose“ interpretiert werden. Hingegen ist nichts leichter als seine eigene Integrität zu beweisen!

ULAS J1120+0641, die kosmische Überlagerung, Quantenmechanik und ORANUR

2. Juli 2011

Daniel Mortlock (Imperial College London) et al. haben in 12,9 Milliarden Lichtjahren Entfernung (was 700 Millionen Jahre nach dem Urknall entspricht) etwas entdeckt, was es gar nicht geben kann: einen Quasar (ULAS J1120+0641), der derartig hell leuchtet, daß er von einem Schwarzen Loch angetrieben werden muß, das die Masse von sage und schreibe zwei Milliarden Sonnen enthält. Und das gerade mal 200 Millionen Jahre nachdem sich überhaupt die ersten Sterne gebildet haben!

Nachdem, so die Astronomen, sich im Urknall Protonen und Elektronen gebildet hatten, vereinigten sie sich zu neutralem Wasserstoff. Mit der Strahlung der ersten Sterne wären jedoch die Elektronen von den Protonen wieder fortgerissen worden, so daß durch diese „Reionisierung“ heute im Universum fast ausschließlich „Wasserstoff“ in Form von einzelnen Protonen und Elektronen vorhanden ist. Der neu entdeckte Quasar schickte sein Licht in einer Epoche zu uns, als, wie die Analyse seines Lichts ergibt, noch immer 10 Prozent des Wasserstoffs nicht ionisiert war.

Es paßt demnach alles hervorragend zusammen – nur mit dem Problem, daß ein solches Objekt vollkommen absurd ist. Wie soll innerhalb von 200 Millionen Jahren solch ein gigantisches Schwarzes Loch entstanden sein? Des Rätsels Lösung ist darin zu suchen, daß uns das Licht derartig weit entfernter Objekte nur im Bereich des Infraroten erreicht. Die Urknalltheorie besagt, daß dies an der extremen Rotverschiebung liegt, also nichts mit dem Objekt selbst zu tun hat. Wenn man jedoch die extreme Langwelligkeit dieses Lichts als dem Quasar selbst zugehörig („intrinsisch“) interpretiert, ändert sich das Bild drastisch. Dann haben wir es nämlich nicht mehr mit einem Effekt der angeblichen Expansion („Explosion“) des Universums zu tun, sondern ganz im Gegenteil mit einem Effekt der Kontraktion („Überlagerung“) der kosmischen Orgonenergie. Reich hat das zumindest ansatzweise in Die kosmische Überlagerung beschrieben:

Quasare (von deren Existenz man zu Zeiten Reichs noch nicht einmal eine vage Ahnung hatte) stehen demnach am Anfang der Entwicklung von Materie. Ich habe das in Überlagerung und Teilung in galaktischen Systemen wie folgt ausgeführt:

Um die Vorgänge in Quasaren (…)verstehen zu können, müssen wir uns zunächst nochmals Reichs Beschreibung der Erzeugung von Massepartikeln aus der Überlagerung von masselosen Orgonenergie-Strömen vergegenwärtigen, wie er sie in Die kosmische Überlagerung beschrieben hat. In der Überlagerung verwandelt sich die Vorwärtsbewegung der Orgonenergie in eine immer enger werdende Kreisbewegung. Entsprechend umrunden die Elektronen, solange die Kondensation der Materie aus der masselosen Orgonenergie noch nicht ganz abgeschlossen ist, den Atomkern in größeren Radien als bei fertiger Materie, was in einer entsprechenden Verschiebung der Spektrallinien zum Ausdruck kommt. (…) Wenn die intrinsische Rotverschiebung eine Folge der Umwandlung von primärer Energie in Materie ist, folglich tatsächlich bei der Entwicklung von Proto-Materie hin zu regulärer Materie so etwas wie eine „Blauverschiebung“ (Schrumpfung der Elektronenbahnen) erfolgt, dann muß die Distanz-Rotverschiebung entsprechend das Ergebnis des umgekehrten Vorgangs sein (eine Streckung der elektromagnetischen Wellen). Man halte sich nur vor Augen, daß das Sternenlicht eine Folge der Quantensprünge zwischen regulären Elektronen-Radien ist. Die Distanz-Rotverschiebung, d.h. die „Streckung“ der elektromagnetischen Wellen, kann dann nichts anderes sein als die tendenzielle Rückkehr der „geschrumpften“ Größendimensionen der normalen Atome, die Resultat der kontraktilen Überlagerung sind, zu den originalen Dimensionen der Orgonenergie-Bewegung. Diese Expansion geschieht aufgrund des Umstandes, daß die sekundäre Energie sich wieder in ihrem ursprünglichen primordialen Kontext befindet. Diese Erklärung vergleiche man mit derjenigen der gängigen Astronomie, die gleich das gesamte Universum expandieren lassen muß, nur um so etwas Simples wie die Rotverschiebung erklären zu können.

Wenn diese Theorie richtig ist, könnte ULAS J1120+0641 uns so nah sein, daß wir für die Leuchtstärke des Quasars keine Energiemenge mehr postulieren müßten, die von einem Schwarzen Loch von zwei Milliarden Sonnenmassen stammt.

Auch der nichtionisierte Wasserstoff würde ins Bild passen, denn es deutet alles darauf hin, daß entgegen der mechanistischen Theorie eben nicht zuerst „Elementarteilchen“ entstanden sind, sondern, wie Reich in Die kosmische Überlagerung nahelegt hat, fertige Atome, die dann erst nachträglich zu „Elementarteilchen“ zerfallen („ORANUR“). Demnach ist es nur natürlich, daß um ein Objekt wie ULAS J1120+0641 herum der Anteil des „Urstoffs“ neutraler Wasserstoff verhältnismäßig hoch ist.

Entsprechend glauben die Urknalltheoretiker, daß am Anfang der Entwicklung, also während und kurz nach dem Urknall die Gesetze der Quantemechanik vorherrschend waren. Von orgonomischer Warte aus betrachtet, ist es jedoch eher umgekehrt: am Anfang stehen verhältnismäßig einfache und vor allem anschauliche physikalische (quasi „biophysikalische“) Prozesse, wie Reich sie in Die kosmische Überlagerung beschrieben hat. Beispielsweise lassen sich große Elektronenbahnen im Atom weitgehend „klassisch“ beschreiben. Es wird erst mit der weiteren „Schrumpfung“ der Materie und ihrem Zerfall unanschaulich und „quantenmechanisch“. Quantenmechanik und ORANUR sind eng miteinander verschränkt.