Mißtrauen und Gutgläubigkeit, Wahrheit und Lüge

Nach einer Studie von Nancy L. Carter und J. Mark Weber enttarnen gutgläubige Menschen Lügen besser als dies mißtrauische Menschen vermögen. Die Forscher luden Studenten zu einem fiktiven Bewerbungsgespräch für einen lukrativen Job ein. Die eine Hälfte sollte während des Bewerbungsgesprächs immer die Wahrheit sagen, die andere Hälfte sollte mindestens drei Lügen in ihre Antworten einbauen. Einer dritten Gruppe wurden die Interviews als Videoaufnahmen vorgespielt und sie sollten entscheiden, welche Bewerber gelogen hatten. Dabei stellte sich heraus, daß nicht etwa jene, die sich durch psychologische Tests als eher mißtrauische Menschen erwiesen hatten, ein besseres Gespür für Lügner hatten, sondern überraschenderweise die Gutgläubigen (neuro aktuell, September 2011).

Wie dieses Ergebnis erklären, das dem gesunden Menschenverstand zu widersprechen scheint? Mißtrauische Menschen, also Menschen, „die den Glauben an das Gute im Menschen verloren haben“, haben sich weitgehend von ihrem bioenergetischen Kern getrennt und haben damit das Gespür für Wahrheit und Lüge verloren. Für sie ist „Wahrheit“ allenfalls ein Ideal, keine lebendige Realität (bioenergetischer Kontakt) mehr. Für Menschen, die einen besseren Kontakt zu ihrem bioenergetischen Kern haben und deshalb sozusagen „in der Wahrheit leben“, sticht die Lüge als störender Fremdkörper hervor; als etwas, das sich der lebendigen Pulsation widersetzt.

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3 Antworten to “Mißtrauen und Gutgläubigkeit, Wahrheit und Lüge”

  1. Manuel Says:

    Endlich mal wieder ein interessanter Artikel – einer, in dem es nicht um Herrn Turner und sein Machwerk geht. Meiner Meinung nach sollte man sich auf das konzentrieren, was die Orgonomie positiv zu bieten hat. Es war auch Reichs Fehler, sich mit den Idioten, die ihn in den Dreck ziehen wollten, überhaupt zu beschäftigen. Je mehr man sich damit beschäftigt, desto mehr wird man selbst verpestet und verDORt und verstrickt sich hoffnunhgslos in Unsinn.

    • O. Says:

      Am liebsten würde ich Manuel absolut Recht geben. Wer sich mit der Pest beschäftigt, bekommt die negativen Energien auch ab und läuft in Gefahr sich darin zu verstricken. Daher sollte man sie streckenweise einfach ignorieren und sie Amok laufen lassen bis sie ihr Hass selber umbringt.

      Doch ihr am Anfang schon kräftig zu begegnen, ihre Motive und Lügen zu enttarnen, hilft für die Zukunft, sie verlieren dann den Mut neue Idiotien zu verbreiten. Läßt man es hingegen zu lange laufen, weil man selbst die Pestreaktion nicht gleich erkennen konnte, muss man später richtig aufräumen. Bevor diese Arbeit nicht geleistet ist, kann man nicht positiv weitermachen, weil es zwischen Halbwahrheiten und Wahrheiten keine Trennung gab.
      Beziehen wir uns nur auf das Positive, was die Orgonomie zu bieten hat, fehlt die Trennung zu dem Dreck der immer zwischen den Zeilen steht. Man kann nicht den ORAC alleine benennen, ohne den Hinweis auf das Oranur zu geben und dies genau zu beschreiben. (Dieses Beispiel war jetzt sicherlich nicht von Manuel gemeint.)

      Die „esoterische Pestszene“ hat immer versucht alles schön darzustellen und hat damit das Negative verschwiegen/ ausgeblendet. Das Ergebnis ist eine Pesttheorie unter falschem Namen. Nun muss man den ganzen Halbwahrheitenbrei ausschütten, auch wenn da mal scheinbar wichtige Erkenntnisse – gute Plagiate – versteckt sein konnten.

      Und erst dann, wenn die unliebsame Arbeit, in der man sich „schmutzig“ gemacht hat, wie ein Eimer Schmutzwasser nach dem Aufwischen ausgeschüttet wird, kann man wieder neu beginnen und – wie Manuel sagt – sich der ursprünglichen Orgonomie positiv zuwenden. Den Vorgang des Säuberns wird man jedoch noch ein paar Mal wiederholen müssen, da der Dreck sich wieder festsetzen wird. Wichtig ist wohl, dass man sein eigenes Ziel nicht aus dem Auge verliert.

  2. Klaus Says:

    Zwischen glauben, dass …, und nicht glauben, dass …, bestehen Abstufungen: Ich glaube, dass …, mehr oder weniger stark, je nachdem, wie viel aus meiner Sicht für … spricht. So kann ich aus guten Gründen vieles offen lassen: Ich habe recht deutliche Erfahrungen mit xxxx und weniger Erfahrungen mit yyy, z. B. Ufos. Aber manches spricht eben auch für diese – ohne dass ich mir ihrer so sicher sein muss wie anderer Sachen. Richtig widersprüchlich, so dass ich das eine ausschließen muss, wenn ich das andere annehme, ist in der Empirie selten etwas. Das wird oft übersehen. Ich kann den ORAC für wirksam halten (etwa der Art all der von Gebauer/Müschenich untersuchten Parameter, wie Körperkerntemperatur), ohne zum Beispiel zu glauben, dass in Heuaufgüssen Bläschen entstehen, die sich zusammenschließen, sich bewegen und schließlich fortbewegen u. a. Aber wenn ich erfahre, dass ich beim Mikroskopieren von SAPA’s eine Bindehautentzündung bekomme und dann versuche, das von mir nun angenommene gewisse Etwas mittels Metall und Kaninchenfell abzuschirmen, und dann merke, dass es eher mehr als weniger in dem Metallgehäuse zu sein scheint, usw. usw., dann spricht schon mal recht viel für das eine wie für das andere. Etwas richtig auszuschließen hängt von recht genauen Formulierungen ab, die kommen erst dran, wenn man schon viele Details geprüft hat.

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