Orgasmusforschung am Institut Curie, Paris

Jonas Ranft und seine Kollegen vom Institut Curie, Paris wandeln auf ähnlichen Pfaden wie einst Reich in den 1930er Jahren. Statt die Zelle von der Genetik und den Mechanismen der biochemischen Signalgebung innerhalb und zwischen Zellen her zu untersuchen, betrachteten die französischen Physiker den Flüssigkeitsdruck innerhalb und außerhalb der Zellen. Dazu versuchten sie zuvor dokumentierte Beobachtungen mit Hilfe eines mathematischen Modells mit zwei Komponenten zu untersuchen.

Auf der einen Seite werden Zellen wie eine sich teilende Flüssigkeit behandelt, die einer Expansion ausgesetzt ist. Auf der anderen Seite ist die Flüssigkeit in den Zellzwischenräumen wie eine ideale Flüssigkeit, die nicht zusammengepreßt werden kann. Dieses Modell wurde entworfen, um die Natur des mechanischen Drucks aufzuhellen, der auf sich teilende Zellen durch ihr Umgebungsgewebe ausgeübt wird. Er wird als homöostatischer Druck bezeichnet.

Zuvor hatte das Team um Ranft ein Modell mit nur einer Komponente entwickelt, in der der homöostatische Druck proportional zum Flüssigkeitsdruck innerhalb der Zelle ist. Wenn dies jedoch der Fall wäre, könnte es sehr große Organismen nicht geben, da die Zellen im unteren Bereich des Körpers den Druck nicht überlebten.

Mit dem dergestalt die Wirklichkeit weit besser beschreibenden Zweikomponenten-Modell, schlossen die Wissenschaftler darauf, daß es der Innenruck der Zellen und nicht der Außendruck der zwischenräumlichen Flüssigkeit ist, der den Grad der Zellteilung beeinflußt. Wenn genauso viele Zellen durch Zellteilung entstehen, wie durch bionösen Zerfall (Apoptose) zugrundegehen, ist der homöostatische Druck ausgeglichen. Entsprechend wird er vor allem durch Zellwucherungen wie insbesondere beim Krebs gestört.

Bemerkenswert an der Arbeit des Institut Curie ist die Bedeutung, die dem steigenden Innendruck („Expansion“) der Zellen für das fundamentale Funktionieren der Organismen zukommt, frei nach Reichs Orgasmusformel „Schwellung → Ladung → Entladung → Enspannung“. Darüber hinaus sind beide Ansätze eng mit dem Krebsproblem verknüpft.

Reich hatte in den 1930er Jahren gezeigt, daß die Spannungs-Ladungs-Vorgänge, die für die Sexualität charakteristisch sind, auch bei der Zellteilung eine Rolle spielen. Bei der Zelle ist der Spannungsdruck gegen die Membran vor der Teilung höher als danach jeweils in den beiden Tochterzellen. Zellteilung ist entsprechend ein orgastischer Vorgang.

In den 1930er Jahren spaltete sich die biologische Forschung: Die „Schulbiologen“ beschäftigten sich fast ausschließlich mit den „nichtlokalen“ Aspekten des orgonotischen Funktionierens, die sich in der genetischen Information und der Signalgebung niederschlagen. Siehe dazu etwa meine orgonometrischen Ausführungen über Biopathien und die Gene. Mit der „lokalen“ orgonotischen Bewegung (Kreiselwelle, Pulsation) hat sich bisher fast ausschließlich die Orgonomie beschäftigt, weshalb die Studie des Institut Curie so bemerkenswert ist.

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Eine Antwort to “Orgasmusforschung am Institut Curie, Paris”

  1. Orgasmusforschung an der University of California « Nachrichtenbrief Says:

    […] Wie bereits vor wenigen Tagen dargelegt, bewegt sich die biomedizinische Forschung nach langer Unterbrechung wieder in ähnlichen Gefilden wie zu Reichs Zeiten, bevor die Genetik alles hoffnungslos überwucherte. […]

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