Künstlich induzierte okulare Panzerung

Sekten und Kulte funktionieren auf der Grundlage von künstlich induzierter Augenpanzerung, d.h. Panzerung, die nicht aus der Kindheit stammt, sondern im Erwachsenenalter der bereits bestehenden „anerzogenen“ Panzerung hinzugefügt wird.

Beispielsweise konnte sich der Marxismus nur deshalb ausbreiten (tatsächlich sah es in den 1970er Jahren so aus, als würde er den gesamten Planeten übernehmen!), weil seine Theorie derartig unbestimmt ist, daß man automatisch „in den Augen weggeht“, wenn man sich mit diesem „dialektischen“ Unsinn beschäftigt, wobei immer das Gefühl bleibt, man habe das ganze nicht wirklich verstanden. Ähnlich sieht es bei christlichen Sekten mit ihren Bibelstudien aus. Es ist schlichtweg unmöglich (außerhalb des kirchlichen Lehramtes) irgendeinen Sinn im „Wort Gottes“ zu finden. Was bleibt ist ein „dissoziativer“ Geisteszustand, in dem man buchstäblich „neben sich selbst steht“. Biophysikalisch ist das die Trennung von Wahrnehmung und Erregung („schizophrene Spaltung“), wie Reich sie im Schlußkapitel der Charakteranalyse beschrieben hat.

Am gefährlichsten sind Sekten, in denen diese „okulare Spaltung“ direkt durch Übungen induziert und verankert wird. Man denke nur an die verschiedenen Techniken (Yantras, Mantras, Evokation von Gottheiten, etc.) im indischen Guruismus oder tibetischen Lamaismus. Am effektivsten sind aber wohl die Techniken von Scientology, die ganz spezifisch (geradezu explizit) darauf ausgerichtet sind, eine Augenpanzerung zu induzieren. Den Effekt sieht man am durchschnittlichen Scientologen mit seinem charakteristischen Ausgenausdruck.

In den folgenden vier Videos werden die „Grundtechniken der Augenpanzerung“ im einzelnen beschrieben. Nachdem die Scientology-Interessierten dergestalt hergerichtet sind, geht es an das Studium der Schriften von L. Ron Hubbard – die ein normal empfindender und denkender Mensch bereits nach dem ersten Durchblättern gelangweilt zur Seite legte. Es ist eben die ganze Unsinnigkeit dieser Ergüsse, die, wie im Marxismus und evangelikalen Christentum, die okulare Panzerung weiter verschlimmert und aufrechterhält.

Es gehört zur Aufgabe der Orgonomie die Bevölkerung über diese Mechanismen aufzuklären und den Faschismus Schritt für Schritt weiter zurückzudrängen. Vernichtet alle Kulte und Sekten, alle Institutionen, die die Autonomie der Individuen und das klare Fühlen und kritische Denken untergraben!

Betrachten wir, womit ein Student von Scientology am Anfang der Indoktrination konfrontiert ist:

Bei TR-0 (training routine zero) geht es darum, ohne jede Regung (nicht mal ein Blinken der Augenlieder ist erlaubt!) dem Instrukteur 120 Minuten in die Augen zu starren. Nach jeder Körperregung wird abgebrochen und die Zeit wird von vorne gezählt, bis der Student schließlich nach schier endlosen Sitzungen es schafft, die 120 Minuten in einem Stück durchzustehen. Das kann ein Mensch nur schaffen, wenn er buchstäblich „seinen Körper verläßt“, d.h. sich die Wahrnehmung von der Erregung abspaltet. Man gerät in einen hypnotischen Zustand, den manche Scientologen ihr Leben lang nie wieder verlassen, sondern höchstens noch vertiefen werden! Dieses TR ist die Grundlage der folgenden TRs und wird in diesen fortgeführt. Deshalb steht jeweils ein „0“ vor der Numerierung.

Bei TR-01 liest der Student dem Instrukteur Satz für Satz Stellen aus der krankhaften, wahrscheinlich drogeninduzierten Pädophilengeschichte Alice im Wunderland von Lewis Carroll vor. Es geht darum, trotz der ganzen Absurdität der Sätze, nicht zu lachen oder sonst eine Regung zu zeigen. Damit wird die eigene Kritikfähigkeit lahmgelegt.

Bei TR-02 liest der Instrukteur umgekehrt dem Studenten aus Alice im Wunderland vor und es geht darum, ohne jede Regung diesen Unsinn hinzunehmen. Es wird ein Geisteszustand induziert, in dem man jeden Unsinn L. Ron Hubbards akzeptiert und niemals angesichts des Grotesken lacht. Humor und Lachen würden einen nämlich aus der Trance aufschrecken lassen.

Bei TR-03 frägt der Student seinen Instrukteur immer wieder und wieder zwei Fragen. Entweder „Fliegen Vögel?“ oder „Schwimmen Fische?“ Der Instrukteur gibt alle möglichen Antworten. Kommt schließlich die richtige Antwort, stellt der Student die zweite Frage. Wird die richtig beantwortet, kommt wieder die erste Frage dran. Man darf auf diese blödsinnige eigene Fragerei nicht reagieren, etwa lächeln und unsicher werden, sondern immer wieder und wieder die gleiche Frage stellen. Auf diese Weise wird man selbst zu einem Scientologen, d.h. einem roboter-artigen Menschen, der davon lebt, daß er seine Mitmenschen verunsichert und in einen hypnose-artigen Trancezustand versetzt.

TR-04 ist identisch mit TR-03 mit dem Unterschied, daß der Instrukteur alle möglichen vernünftigen Einwände gegen diese ganze Prozedur vorbringt, die der Student (immer ohne jede emotionale oder körperliche Regung) so beantworten soll, daß das Gegenüber weitermacht. Auf diese Weise soll man lernen, nicht nur die eigenen spontanen Gefühle und den eigenen rationalen Geist zu kontrollieren, sondern auch die des Gegenübers: man wird zum Scientologen.

Mit TR-05 soll man lernen mit Widerständen fertigzuwerden, etwa wenn das Gegenüber partout nicht kooperieren will. Man sagt dem Instrukteur, der die Session verlassen will, daß er „diesen Körper im Stuhl sitzen lassen soll“. Ein Phrase, die man ständig wiederholt, wenn das Gegenüber aufstehen will. Der Student wird dergestalt trainiert, stets als Herr der Situation aufzutreten, d.h. ein guter Scientologe zu sein: sich von oben kontrollieren zu lassen und nach unten (d.h. die Nicht-Scientologen) zu kontrollieren. Gleichzeitig lernt er das Gegenüber (und damit sich selbst) als „Geistwesen“ zu betrachten, das einen Körper hat: eine weitere Spaltung zwischen Wahrnehmung („Geist“) und Erregung („Körper“).

TR-6 ist die logische Fortsetzung von TR-05: der Student führt den sich wehrenden und protestierenden Instrukteur durch den Raum, hält an, ändert die Richtung, führt den Instrukteur, hält an, ändert die Richtung, etc. Der Student wird buchstäblich zu einem „Führer“ und verinnerlicht dabei gleichzeitig das Grundkonzept der Scientology: der Körper ist das ausführende sterbliche Organ des unsterblichen Geistes.

Bei TR-8 geht es darum, die Spaltung zwischen Geist und Körper zu zementieren, indem man einem unbelebten Objekt, etwa einem Aschenbecher, den Befehl gibt, sich zu erheben. Wenn der Student dann den Aschenbecher mit der eigenen Hand hebt, wird diese Muskelaktion schließlich irrelevant im Vergleich zu der „Tatsache“, daß der Aschenbecher tatsächlich unserem Willen folgt und sich erhebt – der eigene Körper wird irrelevant im Vergleich zum allmächtigen Geist. Jeder Furz wird zu einem übernatürlichen Ereignis!

Schließlich geht es in der Scientology darum, den eigenen Körper ganz zu verlassen, etwa indem man zunächst sich selbst anfaßt, dann die Wand, sich selbst, die Wand, sich selbst, die Wand, etc. Macht man das häufig genug und im Zustand der bereits induzierten Spaltung, hat man schließlich tatsächlich das Gefühl den Körper zu verlassen. Die Depersonalisation und Derealisation ist vollendet!

Im Zustand der induzierten Spaltung kann man „audiert“ werden und selbst „audieren“, d.h. mit Hilfe von Fragebögen zu (meist fiktiven!) traumatischen Ereignissen in diesem Leben und in früheren Leben geführt werden, sogar in zukünftigen Leben, da die „Zeitlinie“ des Geistes eine ganz andere ist als die des materiellen Universums (wieder Spaltung).

In höheren Stufen der Scientology wird deine Seele dann vollends zerschreddert, wenn du lernst, daß du von Myriaden fremder Seelen bevölkert bist, die jede ihre eigenen Probleme hat. Es gibt Leute, die ihr gesamtes Erspartes und das Ersparte von Familie und Freunden für diese Dämonenaustreibung ausgegeben haben.

Bei aller künstlich herbeigeführten Psychose ist Scientology imgrunde nur die verschärfte Version des ganz normalen Wahnsinns. Wir alle arbeiten ein ganzes Leben daran, eine Gesellschaft aufrechtzuerhalten, die uns, unsere Familie und unsere Freunde zerstört. Also macht euch nicht über diese Idioten lustig. Wir sind alle miteinander Idioten. Der zentrale Moment dieser Idiotie ist die Augenpanzerung, die von all dem Schwachsinn um uns herum ständig erzeugt und aufrechterhalten wird. Der alltägliche Wahnwitz!

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10 Antworten to “Künstlich induzierte okulare Panzerung”

  1. Peter Nasselstein Says:

    Das absolut BÖSE unter der Sonne, etwa Mutter Theresa:

    Anjezë Gonxhe Bojaxhiu entwickelte sich zu einer äussert gerissenen, raffgierigen, geltungssüchtigen, kaltherzigen, sadistischen, hinterlistigen, verlogenen und äusserst willensstarken Frau, die nach Lob und Anerkennung lechzte und die es verstand, der ganzen Welt Sand in die Augen zu streuen, in einem Ausmass, das kaum zu überbieten ist. Wie war es möglich, dass sie so grossen Ruhm erlangte, so viel erreichte, Narrenfreiheit genoss und Milliarden scheffeln konnte? Ihr Geheimnis war die Tarnung durch das Christentum und ihre vermeintliche Nächstenliebe. Sie machte sich den religiösen Wahn der Menschheit zunutze, womit wieder einmal bewiesen wäre, dass Wahnglaube Verstand und Vernunft beeinträchtigt. Sie selbst war bar jeden Glaubens – wie das von vielen Kirchenmännern und -frauen, bis hin zu etlichen Päpsten auch der Fall war und ist –, wie wir aus gut unterrichteter Quelle wissen.

    http://www.figu.org/ch/verein/periodika/sonder-bulletin/2012/nr-70/mutter-teresa?page=0,0

  2. claus Says:

    Ich weiß nicht, ob das zur Panzerung gehört:
    https://www.welt.de/gesundheit/article169575076/Blindheit-und-Sehbehinderungen-nehmen-drastisch-zu.html
    Die Menschen sehen weltweit in Zukunft deutlich schlechter. Das legt eine Expertenstudie nahe. Zu den Ursachen gehört auch das ständige Lesen am Handy. Für Kinder gibt es deshalb klare Forderungen. …
    „Wenn Kinder eine Stunde am Tag im Freien wären, würden sich Probleme mit der Sehschärfe schon bessern“, sagt Trimmel.

    • Peter Nasselstein Says:

      Ich hasse geschlossene Innenräume. Werde geradezu paranoid. Im Freien öffnet sich das okulare Segment. Das liegt an der Weite, der dreidimensionalen Weite. Am besten sind Parks und Wälder. Dazu gehört auch, daß Innenräume und die schrecklichen modernen Städte unendlich primitiv und öde sind. Einlullend. Man geht schon automatisch mit den Augen weg. Etwas besser waren die Wilhelminischen Städt. Aber nur die freie Natur bietet genug und vor allem die richtigen Anregungen für das okulare Segment. Hinzu kommt die energetische Qualität der Atmosphäre. Leute, die die ganze Woche im Großraumbüro und in der Wohnung verbringen, werden zu okular gepanzerten Psycho-Zombys!

      • claus Says:

        Ja, diese Verengung im Zimmer, und ganz besonders vor einem Bildschirm, und wenn sie dann noch mit einer Verengung der Information, Beschränkung auf Videos, … einhergeht.
        Also, der gute alte Blick ins Weite bei aufrechtem Gang … und andererseits liebe ich die Höhle am wärmenden Feuer.

      • Peter Nasselstein Says:

        Irgendwo wird erwähnt, daß Feuer das okulare Segment mobilisiert.

  3. claus Says:

    Das sind Kämpfe, ich fürchte, dass der ja durchaus diskutierte Drogencharakter des Zeugs unterschätzt wird:
    http://www.pnp.de/nachrichten/bayern/2691084_Mutter-nimmt-Sohn-Tablet-weg-Zehnjaehriger-ruft-Polizei.html

    Einen kuriosen Einsatz hat eine Rosenheimer Polizeistreife am Mittwochabend absolviert: Nach dem Notruf eines Buben bei der Rettungsleitstelle, dass seine Mutter Tabletten genommen habe, war die Streife zu dem Anwesen am Georg-Staber-Ring geeilt.
    Schnell stellte sich heraus, dass es sich um ein Verständigungsproblem gehandelt hatte: Der Zehnjährige hatte tatsächlich den Notruf gewählt – allerdings weil seine Mutter unerwartet streng mit ihm gewesen war. Sie hatte ihm verboten, weiter mit seinem „Tablet“ zu spielen, woraufhin er zu weinen begann und im Telefonat undeutlich sprach, so dass die Leitstelle von einem möglichen Tablettenkonsum der Mutter ausgegangen war.
    Die Beamten konnten den Streit beilegen – der junge Mann musste allerdings ohne sein Tablet ins Bett.

  4. claus Says:

    Mich interessiert, wie Orgontherapeuten das gegenwärtige Chatten und die Bildschirmkontakte bei Patienten erleben. Ist das nun zu platt, oder wurde schon ein engerer Zusammenhang zwischen okularem Panzer und audiovisuellen Medien angenommen?

  5. Peter Nasselstein Says:

    Mir ist nichts erinnerlich, außer: http://orgonomy.org/public_eye.html#relationships

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