Lee Harvey Oswald

Genau das ist es! Oswald wollte mit dem Mord an John F. Kennedy unsterblich werden, einer verpfuschten, schizoiden, vollkommen leeren und perspektivlosen Existenz entkommen – und selbst im fernen Hamburg noch nach Jahrzehnten ein Begriff sein; sein Name als Überschrift einen Artikel zieren. Außerdem haßte er Amerika und insbesondere dessen Repräsentanten abgrundtief. Das geht eindeutig aus seinen Aktivitäten, seine „Flucht“ in die Sowjetunion und seine Aktionen für Castro, und aus seinen Äußerungen hervor, seine Tagebucheintragungen und das, was er etwa seinen Kameraden bei den Marines erzählte.

Ich möchte diesem Mörder und widerlichen Gernegroß hier jedoch kein weiteres Denkmal setzen, sondern ihn nur als Beispiel für das nutzen, was jeden rationalen Diskurs zerstört: der fatale Hang zur Mythenbildung im mechano-mystischen Zeitalter. Nach der gleichzeitig mystischen und mechanistischen Auffassung des gepanzerten Menschen muß ein großes Ereignis (etwa der Mord an einem kultisch verehrten jugendlich wirkenden US-Präsidenten) einen entsprechend großen Auslöser haben (eine gigantische Verschwörung).

Repräsentativ für die Verschwörungstheorien ist die neunteilige Filmserie The Men Who Killed Kennedy. An ihr wurde Jahrzehnte lang gearbeitet. Am Ende steht die nach acht Stunden Film fast schon logisch wirkende Schlußfolgerung, daß Lyndon B. Johnson Kennedy ermorden ließ! Denn damit der Mordkomplott möglich war, müssen nicht nur die Mafia, die Polizei von Dallas, das CIA und das FBI involviert gewesen sein, sondern auch der Secret Service, also der Geheimdienst, der für den Schutz der höchsten Regierungsvertreter verantwortlich ist, insbesondere aber für den Präsidenten und den Vizepräsidenten!

[youtube:http://www.youtube.com/watch?v=x2agPurqFJk%5D

Sehenswert ist auch Jesse Venturas Beitrag, der zum Schluß kommt, daß jene Leute, die später für Watergate verantwortlich waren, auch Kennedy ermordet haben.

[youtube:http://www.youtube.com/watch?v=tCIFuvDW5T4%5D

Was absolut typisch für derartige extrem exotische Verschwörungstheorien ist, ist die Fixierung auf nebensächliche Details, die über jedes Maß aufgeblasen werden, und der Verweis auf angebliche „Zeugen“, deren Aussagen niemand überprüfen kann. Währenddessen finden die zentralen Punkte, das Wesentliche, wirklich nie Erwähnung. Bezeichnend ist dafür auch Oliver Stones Film JFK, der wirklich an keiner Stelle auch nur eine einzige Andeutung auf die 53 (sic!) Beweise für Oswalds Schuld enthält. Auch erfährt man so gut wie alles über Oswalds Mörder Jack Ruby, nur nicht, daß er mit einer Hündin (sic!) liiert war, deren Welpen er als seine Kinder betrachtete, und daß er unter einem hirnorganischen Schaden litt.

Kaum einer der Verschwörungstheoretiker gibt sich die Mühe, den fünfstündigen Gerichtsprozeß zu verfolgen, in dem Oswalds Schuld ohne Zweifel von einer unabhängigen Jury festgestellt wurde. Hier der erste Teil des 23teiligen Films:

[youtube:http://www.youtube.com/watch?v=lsZpaAblc5w%5D

Der Ankläger Oswalds, Vincent Bugliosi hat ein 1600seitiges Buch verfaßt, an dem er über 20 Jahre lang arbeitete. In diesem Buch, Reclaiming History: The Assassination of President John F. Kennedy, wird erstmals der gesamte Fall in allen seinen Aspekten, einschließlich aller bekannten Verschwörungstheorien, abgehandelt. Aber Verschwörungstheoretiker wie Jesse Ventura, der in der oben verlinkten Folge von Conspiracy Theory ein desaströses Interview mit Bugliosi führt, lassen sich durch nichts in der Welt von ihrem Wahn abbringen, daß große Ereignisse, große Ursachen haben müssen.

Am Fall Oswald läßt sich ablesen, worum es im Leben geht: daß man sich an das Wesentliche hält, statt mit unüberprüfbaren Nebensächlichkeiten das Wesentliche wie ein Taschenspieler aus dem Fokus der Aufmerksamkeit zu lenken. Wie in der individuellen Neurose, in der die Lebensenergie beispielsweise in vollkommen sinnlosen Grübeleien über abstruse Nichtigkeiten oder gar über zusammenphantasiertes Zeugs verausgabt wird, gehen in diesen Verschwörungstheorien der Gesellschaft unglaubliche Ressourcen verloren. Ganze Bibliotheken sind mit schierem Unsinn gefüllt – und in all den Hunderten, wenn nicht Tausenden von Bänden wird man nirgends die erwähnten, wohldokumentierten 53 Beweise finden und wenn doch hier und da den einen oder anderen, dann werden sie schlichtweg zerredet.

Man nehme etwa das berühmte Photo, das Oswald mit dem Gewehr zeigt, mit dem er Kennedy erschoß, der Pistole im Halfter, mit der er den Polzisten J.D. Tippit erschoß und einer kommunistischen Zeitung in der Hand. Unzählige Traktate wurden darüber verfaßt, daß dieses Photo, das allein schon in jedem Mordprozeß den Angeklagten an den Galgen bringen würde, „ganz offensichtlich gefälscht sei“, was „zig Experten“ nachgewiesen hätten. Nun, in Venturas Film bestätigt Oswalds Witwe nochmals, daß sie das Photo im Garten ihres Hauses geschossen hat. Es gibt einen Zeugen, der aus dem fünften Stock des School Book Depository direkt in der Etage über sich drei Schüsse hörte und sogar die Patronenhülsen auf den Boden fallen hörte. Der Attentäter hatte sich vor dem Fenster einen regelrechten Hinterhalt gebaut, d.h. Kisten so aufgetürmt, daß man bei Betreten des Raumes den Schützen nicht gleich sehen konnte. Niemand hat irgendjemand Fremden im Haus gesehen. Oswald war der einzige, der nach der Parade bzw. dem Attentat nicht zu seiner Arbeitsstelle zurückkehrte. Er hatte am Morgen erstmals ein längliches Paket mit zur Arbeit gebracht. So kann man mit 53 Beweisen, der jeder für sich für eine Verurteilung ausreichen würde, fortfahren. Doch die Verschwörungstheoretiker wären wahrscheinlich nicht mal zu überzeugen, hätte man Oswald bei der Tat gefilmt! „Fälschung!“ „Wer sagt, daß er überhaupt auf Kennedy geschossen hat?“ „Und wenn, daß er getroffen hat?“ „Und wurde der Film überhaupt am Tag des Attentats aufgenommen?“ „Ist das überhaupt Oswald?“

Das Infame bei der ganzen Angelegenheit ist, daß die Verschwörungstheoretiker mit dem Anspruch auftreten, daß sie „den Finger auf die Wunde“ legten, während Leute wie Bugliosi nur immer ängstlich ausweichen würden. Damit wird in der Gesellschaft aktiv die okulare Panzerung verbreitet: die Menschen sollen nicht mehr glauben, was sie sehen und was bei näherer Betrachtung selbstevident ist, sondern sie sollen sich in der Phantasiewelt extrem komplizierter und vollkommen unglaubwürdiger Plots mit ausufernden Querverbindungen verlieren. Oder mit anderen Worten: sie sollen paranoid werden! Sie sollen so denken, wie Schizophrene denken, bei denen alle Eindrücke das gleiche Gewicht haben! Und das alles im Namen der Aufklärung!

Das ganze ist exakt wie eine individuelle Neurose aufgebaut, deren kompliziertes Gebäude nur dem einen Zweck dient, das Individuum vor der Wirklichkeit, der Wahrheit, vor dem Kontakt zu schützen. Gepanzerte Menschen können klares Denken, wie es Bugliosi vorexerziert, ein Denken von A zu B zu C zu D und letztendlich zu Z nicht zulassen. Alles wird zerredet, nie kommt man zum Kern der Angelegenheit. Noch schlimmer: jene, die auf den Kern verweisen, wird vorgehalten, sie wollten die Wahrheit einfach nicht sehen. Diese aktive Aufrechterhaltung der Neurose, dieses aktive Bekämpfen der Gesundheit, bezeichnet man übrigens als Emotionelle Pest! Auf die gleiche Weise wird etwa von sogenannten „Skeptikern“ die Orgonforschung zerredet.

Es ist wie in der Orgontherapie, wenn der Patient auf den Hinweis, daß er unmotiviert vor sich hin grinse, nicht etwa damit reagiert, daß er seine Kontaktlosigkeit überwindet und etwa anfängt zu weinen, sondern indem er seine „intellektuelle Überlegenheit“ ausspielt. Solchen Patienten, meist pseudo-liberale Charaktere, kann man nicht helfen, sie sind untherapierbar. Genauso kann man Verschwörungstheoretikern nicht helfen, da sie sich mit ihrem Glaubenssystem perfekt abgepanzert haben. Das schlimme ist, daß sie diese ihre Neurose aktiv verbreiten und so die gesamte Gesellschaft verpanzern. Sie sind wie Kiffer, die den unwiderstehlichen Zwang empfinden, andere zu Proselyten zu machen, auf daß schließlich alle um sie herum bekifft, d.h. kontaktlos sind. Verschwörungstheoretiker bekämpfen nicht etwa die Emotionelle Pest, sie sind die Emotionelle Pest.

Muß man also alles glauben, was „die Mächtigen“ vorgeben, um als „gesund“ gelten zu können? Nein, natürlich nicht. Beispielsweise will Bugliosi, den Jesse Ventura als seinen Freund betrachtet, George W. Bush aufgrund des Irak-Krieges wegen Mordes anklagen! Der Unterschied ist, daß Bugliosi mit neuen Beweisen seine Meinung ändern wird. Bei diesen geht es übrigens stets um „berechtigte Zweifel“, nie um absolute Sicherheit. Wenn es nach der ginge, dann könnte niemand niemals zu irgendetwas verurteilt werden! Einmal muß die Gestalt geschlossen werden – oder wir werden alle miteinander verrückt…

Das gesagte läßt sich natürlich auch auf die diversen Verschwörungstheorien um 9/11 anwenden:

[youtube:http://www.youtube.com/watch?v=kcrF346sS_I%5D

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34 Antworten to “Lee Harvey Oswald”

  1. Renate Says:

    Damit wird in der Gesellschaft aktiv die okulare Panzerung verbreitet: die Menschen sollen nicht mehr glauben, was sie sehen und was bei näherer Betrachtung selbstevident ist, sondern sie sollen sich in der Phantasiewelt extrem komplizierter und vollkommen unglaubwürdiger Plots mit ausufernden Querverbindungen verlieren. Oder mit anderen Worten: sie sollen paranoid werden!

    Aber wer sind dann wieder „Die“, die aktiv die okulare
    Panzerung verbreiten? Ganz schön kompliziert 😉

    • Peter Nasselstein Says:

      Wer sind „die“? Es ist eine Verschwörung! 😉

      Im Ernst, es ist wie bei Eltern, die den wachen, kritischen Geist ihrer Kinder nicht ertragen können oder wie bei Kiffern, die einfach nicht das unverschmutzte Orgonenergie-Feld von Nichtkonsumenten ertragen können: sie setzen alles daran, daß ihre Umwelt ihrer eigenen kontaktlosen Struktur entspricht.

  2. Robert (Berlin) Says:

    Die Masche vom verrückten Einzeltäter ist ein oft genutztes Klischee der Geheimdienste. Freeman und Wisnewski haben dazu erhellendes geschrieben.
    http://alles-schallundrauch.blogspot.de/2011/11/48-todestag-von-prasident-kennedy.html
    Dass der kriminelle Bush-Clan darin verwickelt war, der auch für 9/11 verantwortlich war, zeigt den roten Faden der neueren US-Geschichte..

  3. O. Says:

    Wie gut, dass die Verschwörungstheorietheoretiker so dümmlich in ihrer Aufklärung sind. Kommen nicht alle drei Inszenierungen aus derselben Filmproduktionsfirma? So verdient man gleich dreifach bis vierfach. Ich produziere eine gut versicherte Katastrophe, nehme sie „zufällig“ auf und produziere eine geplante „Verschwörungstheorie – named inside job“, die ich dann als „falsch“ beweisen lässt. Wow, how intelligent am I. – And the military is happy, and all oil is mine.
    Then I wrote the next plot … with black ops money.

  4. Robert (Berlin) Says:

    Hier ein weiteres Video von Jesse Ventura, vom dem es sogar ein Buch in Deutsch gibt.

    http://www.amazon.de/Die-amerikanische-Verschw%C3%B6rung-andere-L%C3%BCgen/dp/3453601904/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1368808873&sr=1-1

  5. Robert (Berlin) Says:

    in dem Oswalds Schuld ohne Zweifel von einer unabhängigen Jury festgestellt wurde.

    Was mir an dieser bizarren Argumentation auffällt. Bei Oswald soll die Jury recht haben, bei Reich aber wieder nicht. Ob bei einem Präsidentenmord die Verschwörer eine unabhängige Jury zulassen würden, daran kann nur ein Systemanhänger glauben.

    Denn damit der Mordkomplott möglich war, müssen nicht nur die Mafia, die Polizei von Dallas, das CIA und das FBI involviert gewesen sein, sondern auch der Secret Service, also der Geheimdienst, der für den Schutz der höchsten Regierungsvertreter verantwortlich ist, insbesondere aber für den Präsidenten und den Vizepräsidenten!

    Was natürlich vollkommener Blödsinn ist! Bei einer Verschwörung sind so wenig wie möglich involviert, nämlich nur die wichtigen Entscheider, das Fußvolk der Apparate nimmt nur Befehle entgegen. So z. B. beim Stauffenberg-Attentat gegen Hitler. Nur wer sich noch nie mit Verschwörungen beschäftigt hat, kann so einen naiven Unsinn annehmen.

    • Peter Nasselstein Says:

      Selber! Es geht zunächst einmal um Fakten, nicht Motive! Es steht fest, daß Reich (bzw. Silvert) der Verfügung des Gerichts eklatant zuwidergehandelt hat. Er hat es im Gerichtssaal sogar offen zugegeben. Genauso steht jenseits jedes vernünftigen Zweifels fest, daß Oswald den Präsidenten erschossen hat. Und was die angebliche Verschwörung betrifft, müssen wirklich alle der genannten Gruppen involviert gewesen sein, weshalb man sich ja auch auf Lydon B. Johnson versteift hat. Stauffenberg ist in der Komplexität nicht vergleichbar, weil schließlich nichts im Nachhinein vertuscht werden mußte.

      Selbstverständlich gibt es Verschwörungen, aber hier interessieren uns nur die Motive: Reich wollte zeigen, wie die FDA und die Verschwörer im Hintergrund ihn in diese Situation gebracht haben. Das wollte er der Jury vermitteln. Und was Oswald betrifft: Wenn es eine Verschwörung gibt, dann ist es die kommunistische Propaganda, die er zusammen mit dem Gewehr in die Kamera hielt.

      Die einzige Möglichkeit, die ich sehe, eine klassische Verschwörung bei der Ermordung von JFK aufrechtzuerhalten, wäre, daß man Oswald psychisch manipuliert hat, so daß er zu einem willenlosen Roboter wurde. Jedenfalls sind zusätzliche Schützen nach menschlichem Ermessen schlichtweg ausgeschlossen, auch wenn andere Behauptungen herumgeistern.

      • Robert (Berlin) Says:

        Beim Bau der Atombombe waren 100.000 Menschen involviert und es kam nicht nach außen. Ohne funktionierende Geheimhaltung kann keine militärische Operation funktionieren.

  6. Zweierlei Verschwörungstheorien | Nachrichtenbrief Says:

    […] der bekanntesten Verschwörungstheorie habe ich mich neulich in Lee Harvey Oswald beschäftigt. Neuerdings gibt es praktisch kein größeres Ereignis mehr, um das sich keine […]

  7. Robert (Berlin) Says:

    Aktuell: “Die Rede, die John F. Kennedy das Leben kostete”

    http://www.neopresse.com/politik/usa/aktuell-die-rede-die-john-f-kennedy-das-leben-kostete/

  8. Robert (Berlin) Says:

    Regime-Change in der Ukraine? Dr. Daniele Ganser im Kino Babylon Berlin

    Zu Oswald und anderen Umstürzen

    • Peter Nasselstein Says:

      Ich weiß, daß ich nerve, aber tut mir leid: Für mich ist das ganze ein typisches Beispiel für die Emotionelle Pest in der antiautoritären Gesellschaft. Es gibt kaum etwas Rationaleres als Fragen zu stellen, Dinge in Frage zu stellen! Das schlägt jedoch ins Gegenteil um, wenn Fragen gestellt werden, nicht um Klarheit zu erlangen, sondern Verwirrung zu stiften. Beispielsweise fragt man, wie Oswald das ganze hat bewerkstelligen können, wo er doch die Marines als sehr schlechter Schütze verlassen hat. Dabei wissen diese Leute, bzw. sollten sie es wissen, daß Oswald zuvor ein sehr guter Schütze war, nur bei seinen letzten Schießübungen als Marine nur noch lustlos rumballerte, weil er den Verein eh verlassen wollte. Und so in einem fort: Warum ist das so und warum dies so und jenes so? Diese Fragen werden nicht gestellt, um mehr Kontakt herzustellen, sondern einen Zustand der Kontaktlosigkeit zu erzeugen. Sozusagen eine künstliche „Schizophrenie“, denn der Schizophrene ist auch damit beschäftigt, ständig alles in Frage zu stellen.

      Ich kann mir auf gesellschaftlicher Ebene kaum etwas Destruktiveres vorstellen, als diese gottverfluchte Verschwörungsindustrie. „Aber ich stelle doch nur Fragen!“

      • Robert (Berlin) Says:

        Selbst wenn du Recht hast mit Oswalds Fähigkeiten, ist es anmaßend zu behaupten, man hätte die Lösung für den Kennedy-Mord gefunden, während tausende Experten sich widersprechen. Das Nervige ist daran, so zu tun, als könne es keine Verschwörung geben, weil es ja die heilige USA sind bzw. es ist deshalb Oswald gewesen, „weil“ er Kommunist war.
        Selbst manche CIA-Leute gehen von einer Verschwörung aus.

        • Peter Nasselstein Says:

          Der Fall ist geschlossen. Ist keine Behauptung, sondern eine Tatsache. Und was CIA-Verbindungen betrifft, hier eine passende Besprechung aus amazon:

          Given the widespread distrust in government that the JFK assassination conspiracy theories have fostered, and the fundamental danger (largely unrecognized) that such distrust poses, this may be the most important book of our time. Comments in the critical reviews here range from the absurdly pointless (‘Bugliosi’s book is too long’) to the shamelessly uninformed, misinformed, and boarderline insane. I’ve not found a single coherent argument against Bulgiosi’s book that withstands fact-checking and logic. Unlike many of the critical reviewers here, I read the entire book (though not the notes on the CD). Yes, it is long, as long as it needs to be. Will it serve as an effective antidote to the national JFK conspiracy theory psychosis? I am not optimistic. I think there are far too many people who passionately want to believe that there was a conspiracy of treason, betrayal, and assassination, at the highest levels of our government. As we see in the negative reviews and comments here, facts do not matter to such people.

          I will share one example that I think is particularly illustrative. Very near the end of his book Bugliosi dedicates a long chapter to Jim Garrison’s dispicable prosecution of Clay Shaw and Oliver Stone’s movie on that subject. I have the movie and, after reading that chapter, I watched the movie again. I can but wholeheartedly agree with Bugliosi’s condemnation of Garrison and Stone. However, I wish to point out a quite specific example regarding Oliver Stone. At the end of the movie, just before the credits, there is a written notice claiming that, in 1979, (I paraphrase) ‘Richard Helms testified (admitted) that Clay Shaw was associated with the CIA’. Garrison’s claim that Shaw had „extensive international role as an employee of the CIA“, was central to his case against Shaw (a case the jury resoundingly rejected with less than 45 minutes of deliberation). Stone, clearly wanting to keep Garrison’s credibility and his case alive, closes his movie with the notice I mentioned above. So, was Stone’s closing notice correct? For a reasonably trustworthy second opinion on that question please go here:

          http://en.wikipedia.org/wiki/Clay_Shaw

          There you will find the following:

          “In 1979, Richard Helms, former director of the CIA, testified under oath that Clay Shaw had been a part-time contact of the Domestic Contact Service of the CIA, where Shaw volunteered information from his travels abroad, mostly to Latin America.[19] By the mid-1970s, 150,000 Americans (businessmen, journalists, etc.) had provided such information to the DCS.”

          If anyone had produced evidence that Clay Shaw was, in fact, an agent or, in any serious sense, an ‘associate’ of the CIA, Stone wouldn’t have needed to resort to the kind of slanderous misinformation he posted at the end of his “award winning” hatchet job on history. Using that specific ploy many conspiracy theorists have similarly slandered Oswald’s Dallas “friend” George de Mohrenschildt who, like Clay Shaw, provided information based on what he observed as a businessman/tourist in foreign countries. That is typical of what we are dealing with.

          As for Bugliosi’s ‘trashing of‘, or ‘doing a hatchet job on‘, conspiracy theorist authors, if anything, he was far too restrained. With few exceptions they are unconscionable fabricators, stretching the truth or outright lying to sell their slanderous books. Most of them deserve our utmost contempt.

          The truth matters. Read Bugliosi’s book!

          http://www.amazon.de/Reclaiming-History-Assassination-John-Kennedy/dp/0393045250/ref=sr_1_3?ie=UTF8&qid=1435998561&sr=8-3&keywords=lee+harvey+oswald+Vincent+Bugliosi

  9. claus Says:

    Wer Verbündete gegen Gender Mainstraming sucht, landet zuerst bei Religiösen. Schulbedienstete schlagen die Hände überm Kopf zusammen, wenn bemängelt wird, dass schulische Inhalte im Dienst von Gesellschaftspolitik stehen. Wenn ich nun noch auf WR hinweisen würde, wäre der Sekteneindruck verfestigt. Wie etwas aufgenommen wird, muss man einfach sehen.
    Warum jetzt auch noch die Ermordung Kennedys überhaupt von Interesse sein sollte, ist mir ein Rätsel.

  10. Peter Nasselstein Says:

    „Das berühmte Photo…“ ist wirklich echt, wurde nie manipuliert, da können sich die Verschwörungstheoretiker winden wie sie wollen:

    http://www.wissenschaft.de/kultur-gesellschaft/geschichte/-/journal_content/56/12054/8409507

  11. Robert (Berlin) Says:

    CIA Agent Confesses On Deathbed “I Was Part Of An Assassination Team Of Killing John F. Kennedy”

    http://thedailycheck.net/cia-agent-confesses-deathbed-part-assassination-team-killing-john-f-kennedy/

  12. Robert (Berlin) Says:

    Jörg Bloem: Lee Harvey Oswald, Täter, Opfer oder gar Beschützer?

  13. stephan Says:

    Oswald war nicht der einzige, der nach dem Attentat nicht mehr Schulbuchlager war. Dieser Mythos kam dadurch zustande, dass nur die Personen registriert wurden die gerade greifbar waren. Das Gebäude wurde also nicht systematisch durchkämmt
    https://nachrichtenbrief.wordpress.com/2013/05/16/lee-harvey-oswald/#comment-28239

  14. Robert (Berlin) Says:

    Was ich nicht wusste; fast alle Zeugen oder Insider, die etwas über Oswald wussten, wurden ermordet (über 100 Personen)

    • stephan Says:

      Wenn wäre es wenn wir auch mal folgende Mythen wie folgende anerkennen würden (Er sei vom Tatort geflüchtet“, habe als einziger Angestellter des Schulbuchlagerhauses gefehlt)

      First off, there was NO
      SUCH roll call (WCR, p. 156; VII, p. 382), and
      secondly, LHO was far from the only person missing from the TSBD
      after
      the assassination (the time they claimed to have taken the roll
      call).

      This was looked into and they found the following:

      1) 75 employees worked in the building on 11/22/63 (based on the
      names
      given to them by Truly). (XXII, pp.632-86)
      2) 48 were OUTSIDE at 12:30 PM. (Ibid)
      3) 5 did NOT report for work that day.(Ibid, pp. 632 & 676)
      4) Many of the remaining employees in the building left after the
      shots had been fired and ceased. (Ibid, pp. 632, 645, 655-656, 665)
      Add in the fact many were NOT allowed back in to the TSBD after the
      assassination you have a slew of people „missing“ by the time the
      police began searching the building. LHO wasn’t even the only one
      missing among the ones who worked on the sixth floor that day as it
      was said that LHO was NOT „the only one who didn’t show up and
      COULDN’T be accounted for.“ (VI, p. 321)
      http://www.whokilledjfk.net/missing_employees.htm

    • stephan Says:

      Die Begegnung mit Oswald beim Getränkeautomaten nach den Schüssen, wie sie auch in vielen Filmen nacherzählt wurde, ist auch ein Mythos

      Früheste Aussage des Polizisten:

      „I jumped off my motor and ran inside the Building. as I entered the door I saw several people standing around. I asked these people where the stairs were. a man stepped forward and stated he was the building mgr. and that he would show me where the stairs were. … as we reached the third or fourth floor I saw a man walking away from the stairway. I called to the man and he turned around and came back toward me. The manager said I know that man he works here. I then turned the man loose and went on up to the top floor. The man I saw was a white man approx 30 years old — 5–9–165 [5′ 9″, 165 lb.] — dk hair and wearing a lt brown jacket.“
      http://jfk.ci.dallas.tx.us/01/0135-001.gif [page 1];
      http://jfk.ci.dallas.tx.us/01/0135-002.gif [page 2];
      http://jfk.ci.dallas.tx.us/01/0135-003.gif [page 3].

      Baker gab in seinem ersten Statement als Ort der Begegnung nicht nur nicht den ersten Stock an, er identifizierte den Mann nicht als Oswald, obwohl er diesen im Polizeirevier schon gesehen hatte, als er seine Aussage machte!
      As I was in the homicide office there writing this, giving this affidavit, I got hung in one of those little small offices back there, while the Secret Service took Mr. Oswald in there and questioned him and I couldn’t get out by him while they were questioning him,and I did get to see him at that time.
      https://www.maryferrell.org/showDoc.html?docId=39#relPageId=265

    • stephan Says:

      War Oswald während des Attentats beim Eingang?

      http://www.prayer-man.com/misc/prayer-man-in-a-nutshell/
      https://richardcharnin.wordpress.com/2015/05/24/jfk-evidence-oswald-was-on-the-1st-floor-minutes-before-the-shooting/

      • Peter Nasselstein Says:

        Kinder, es wird lächerlich: Oswald selbst hat gesagt, daß er zur Zeit des Attentats im Gebäude war:

        http://mcadams.posc.mu.edu/oswald_doorway.htm

        • stephan Says:

          Dein Link dreht sich um Lovelady. Die Person, die ich meine steht neben Lovelady

          • stephan Says:

            Der Widerspruch ist eigntlich gar keiner. Oswald war laut eigenen Angaben in der Kantine im Erdgeschoss und ging fr eine kurze Zeitspanne nach draußen. Die Aufnahmen zeigen die Sekunden nach dem Attentat folglich könnte sich Oswald während der Schüsse im Gebäude befunden haben

            Oswald: I work in that building.

            Reporter: Were you in that building at the time?

            Oswald: Naturally if I work in that building, yes sir.

            Wobei die Frage berechtigt ist, ob man eine Aussage, bei der man von Reportern bedrängt und unter Druck steht so auf die Goldwaage legen sollte…

            Die Aufnahmen wären eine Untersuchung wert.

            https://www.allmystery.de/i/t4bd64de_FB20Digital20Remaster.jpgdl0

        • stephan Says:

          Oswald sagte, dass er im fraglichen Zeitraum im Erdgeschoss war:
          – The earliest account was by two FBI agents, James Hosty and James Bookhout, who wrote that “OSWALD claimed to be on the first floor when President JOHN F. KENNEDY passed this building” (Warren Report, p.613).
          – Captain J.W. Fritz of the Dallas police later added an extra piece of information: “he said that he was having his lunch about that time on the first floor” (WR, p.600).

          OSWALD stated that he went to lunch at approximately noon and he claimed he ate his lunch on the first floor in the lunch room; however he went to the second floor where the Coca–Cola machine was located and obtained a bottle of Coca–Cola for his lunch. OSWALD claimed to be on the first floor when President JOHN F. KENNEDY passed this building. … he then went home by bus and changed his clothes.(WR, p.613)

          http://22november1963.org.uk/lee-harvey-oswald-alibi

        • stephan Says:

          Die Notizen, die sich Will Fritz während der Verhöre Oswalds gemacht hatte:

          to first floor had lunch
          out with Bill Shelley in front

        • stephan Says:

          „He told the officers who interrogated him that he was in the first floor lunchroom eating his lunch at the time of the shooting. Then there is the following exchange with reporters in the hallway of the Dallas Police Department:“

          http://mcadams.posc.mu.edu/oswald_doorway.htm

          Das ist aus zweiter Hand- da könnte das Detail. dass er angegeben hat, kurz draußen gewesen zu sein untergegangen sein. Seine Verhöre wurden nicht aufgezeichnet:

          It is inconceivable that even the Dallas police would have been satisfied with an account of what their only suspect was doing at “about” the time of the assassination. Because no mention is made of Oswald refusing to provide a precise alibi, one might reasonably suspect that a precise alibi was given, and that it contained information that could have been, and perhaps was, checked for corroboration.
          The Official Record
          During the two days between his arrest and his murder while in police custody, Oswald was questioned for a total of about twelve hours by officials from the Dallas police, the FBI, the Secret Service and even the Post Office. Some, but not all, of those who questioned Oswald later put down their memories on paper. The existing notes and memos, which can be found in WR, pp.598–636, cover only a small part of Oswald’s questioning.
          Where Are the Recordings or Transcripts?
          In 1963, the Dallas Police Department was not in the habit of using a tape recorder when questioning suspects, a policy unlikely to have been motivated purely by budgetary constraints. In recent years, DNA analysis has brought to light a spate of wrongful convictions in Dallas County. Most of them were perpetrated by the regime that was in office at the time of the JFK assassination, as a Dallas Morning News article points out: “Police officers used suggestive lineup procedures, sometimes pressured victims to pick their suspect and then cleared the case once an identification was made. … All but five of the wrongful convictions occurred under the late District Attorney Henry Wade.” (Steve McGonigle and Jennifer Emily, ‘18 Dallas County Cases Overturned by DNA Relied Heavily on Eyewitness Testimony,’ Dallas Morning News, 12 October 2008.)
          Neither the gravity of the crime nor the attention of the world’s press appear to have provided the Dallas police with sufficient motivation to change their policy of not recording interviews. Several shorthand secretaries worked in the Dallas police headquarters, but none seems to have been called upon to transcribe the defendant’s replies to his questioning. It is unlikely that any recordings or transcripts were made of Oswald’s twelve hours of interrogation…

          Oswald’s interviews were attended not just by police officers but also by note–taking FBI and Secret Service agents, who surely recorded his alibi in more detail than the surviving documents show. Their contemporaneous, handwritten notes were no doubt destroyed long ago, perhaps as part of normal procedure once fuller, typed reports had been prepared. The Warren Report’s Appendix XI includes only “the most important of these reports” (WR, p.598). It is possible that unpublished, typed reports, containing new information about Oswald’s replies to his questioning, may still exist.

          http://22november1963.org.uk/lee-harvey-oswald-alibi

  15. stephan Says:

    Die Behauptung Oswald habe sich schon 35 Minuten vor dem Attentat im Stockwerk des „sniper´s nest“ befunden ist also nachweislich falsch

    „Oswald’s Presence on Sixth Floor Approximately 35 Minutes Before the Assassination“
    http://mcadams.posc.mu.edu/russ/jfkinfo/wcr4.htm

    Laut Eigenaussage UND der Aussage andere befand er sich im fraglichen Zeitraum im Erdgeschoss
    https://richardcharnin.wordpress.com/2015/05/24/jfk-evidence-oswald-was-on-the-1st-floor-minutes-before-the-shooting/

    • stephan Says:

      Oswald wurde nicht nur vor, sondern unmittelbar nach dem Attentat im Erdgeschossbereich gesehen:

      [img]https://static1.squarespace.com/static/55db8e0ce4b06db5067da361/t/5a1f80079140b75e12bd9ea4/1512013862524/Save+1.jpg?format=300w[/img]
      [img]https://static1.squarespace.com/static/55db8e0ce4b06db5067da361/t/5a1f8057f9619aaae9836c55/1512013919148/Save+2.png?format=500w[/img]

      In Gary Savage’s book, First Day Evidence, Baker states:

      “Shortly after I entered the building I confronted Oswald. The man who said he was the building superintendent said that Oswald was all right, that he was an employee there. We left Oswald there, and THE SUPERVISOR SHOWED ME THE WAY UPSTAIRS”

      “Shortly after I entered the building I confronted Oswald. The man who said he was the building superintendent said that Oswald was all right, that he was an employee there. We left Oswald there, and the supervisor showed me the way upstairs.”[/quote]

      https://kennedysandking.com/john-f-kennedy-articles/anatomy-of-the-second-floor-lunchroom-encounter-excerpts

      Auch der Personalleiter, der dem Polizisten ins Gebäude die Treppe hochrannte gab ursprünglich an, Oswald im Erdgeschoss angetroffen zu haben:

      [img]https://www.allmystery.de/i/tf10ac0e1b2ec_01.png

      das war´s mal

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