Die emotionale Identität von atmosphärischer und organismischer Orgonenergie

Meine allererste Vorlesung im Physikstudium handelte davon, daß man seinen Sinnen nicht trauen dürfe. Um Physik zu treiben, müsse man seine Gefühle draußen vor lassen. Sogar im Musikunterricht auf dem Gymnasium lautete die vordringlichste Botschaft des Lehrers, daß die Tonarten und Melodien keine Gefühle vermitteln, diese würden nur durch „Soundeffekte“ hervorgerufen werden. Musik im Kern eine Sache des Intellekts!

Wie sehr diese mechanistische Sichtweise, die die westliche Welt durchdringt, an der Wirklichkeit vorbeigeht, zeigt folgendes Zitat:

Ich erinnere mich an ein Sitarkonzert in Deutschland, es war ein heiterer Sommertag gewesen, das Publikum versammelte sich am Abend unter freiem Himmel. Manfred Junius, der deutsche Sitar-Virtuose, dem ich auch in Indien oft zugehört hatte, stimmte einen Raga an, der das Nahen der Wolken in der Regenzeit andeutet. Der Himmel war bei Sonnenuntergang noch klar gewesen, niemand hatte an Wolken gedacht, doch kaum verklangen die ersten Töne des Ragas in der Nacht, da begann es zu regnen. Zwischen den Gefühlen des Meisters und den Wandlungen des Wetters schien ein seltsamer Einklang zu bestehen. (Dietmar Rothermund: 5 mal Indien, München 1979, S. 87)

In Indien glaubt man, daß die Tausenden unterschiedlichen Ragas (ein Zwischending zwischen Modus, Tonart, „Stimmung“, „Farbe“ und Melodie) tiefgreifende energetische Auswirkungen haben.

Zu den (nordindischen) Regen-Ragas gehören Gaud malhar, Megh malhar und Miyan ki malhar. Hier Sur malhar:

Man muß sich auf die indische Musik einlassen, man muß erlebt haben, wie sich einem beim Hören des südindischen Kriti Rama Rama Gunaseema im Raga Simhendra Madhyama das „Herzchakra“ spontan geöffnet hat, um nachvollziehen zu können, daß die Lebensenergie in uns und die atmosphärische Energie denn gleichen Gesetzmäßigkeiten gehorchen.

Hier der besagte Kriti des berühmten Komponisten Swati Tirunal gesungen von der göttlichen M.S. Subbulakshmi:

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3 Antworten to “Die emotionale Identität von atmosphärischer und organismischer Orgonenergie”

  1. Was ist wahre Spiritualität? (Teil 2) « Nachrichtenbrief Says:

    […] ist wahre Spiritualität? (Teil 2) By Peter Nasselstein Auf meinen ersten Blogeintrag zum Thema kam eine Anfrage, die ich wie unten zitiert, beantwortet habe. Im Nachhinein gefällt mir diese […]

  2. longtide Says:

    herzchakra geöffnet bringts voll, wenn ich das mal so lapidar bemerken darf 🙂

    super musik danke

  3. Orgonmusik « Nachrichtenbrief Says:

    […] Das ist der Klang der kosmischen Orgonenergie jenseits der Panzerung des Menschen. Siehe dazu auch meinen Blogbeitrag Was ist wahre Spiritualität? […]

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