Die Lunge und der energetische Funktionalismus

Die Orgonenergie kommt in der Struktur der Lungen zum Ausdruck.

Da wäre zunächst die äußere Form, die wie fast alle anderen inneren Organe auch, der Orgonom-Form entspricht. Ich habe mich damit an anderer Stelle beschäftigt. Diese Formen evolutionsbiologisch erklären zu wollen („Die Organe sind so geformt, um zu…“), ist zum Scheitern verurteilt, wie ich in Hans Hass und der energetische Funktionalismus erläutert habe.

Die innere Struktur der Lunge sieht aus wie das „fraktale“ Geäst eines Baumes bzw. wie sein Wurzelwerk. Die orgon-energetische Bedeutung derartiger Strukturen, im Vergleich zur Orgonom-Form, habe ich ebenfalls an anderer Stelle diskutiert.

Zwei französische Physiker, Bernard Sapoval und Marcel Filoche von der École Polytechnique in Palaiseau, versuchen die Evolution unserer Lunge durch aufeinanderfolgende Optimierungen von physikalischen Parametern wie z.B. Energieerhaltung und Geschwindigkeit des Luftaustausches zu erklären. Dabei geht es ihnen vor allem um die Struktur des Bronchialbaums.

Die Autoren zeigen insbesondere zunächst, daß die Energieverluste von Flüssigkeiten während des Transports in einer Baumstruktur der fraktalen Dimension 3 minimiert werden. Zweitens zeigen sie, daß diese optimierte Struktur auch „raumfüllend ist“, um so eine größtmögliche Nähe zu den arbeitenden Alveolen zu erreichen. Drittens zeigen sie, daß ein System, das entwickelt wurde, um den Zeitaufwand zum Transport von Flüssigkeiten in ein Organ zu minimieren, die gleiche fraktale Optimierung hat.

Kleinere Organismen und ihre entsprechend kleineren Organe können durch Diffusion versorgt werden, größere Organismen hätten dann durch die Darwinsche Zuchtauswahl „baumartige“ innere Strukturen entwickelt, um auch größere Organe zu versorgen. „Aufeinanderfolgende Zyklen von Inspirationen und Exspiration mußten optimiert werden, so daß Außenluft die Alveolen erreichen konnte, bevor die Exspiration beginnt.“

Wir haben hier ein mechanistisches und gleichzeitig mystisches Weltbild vor uns: Gott („die Natur“, „die Evolution“) baut sich einen möglichst effektiven Bioroboter!

Charles Konia erläutert das dazu alternative funktionelle Denken ebenfalls anhand der Atmung:

Wenn ein Denksystem (…) fehlschlägt, kommt mystisches Denken (…) ins Spiel, entweder um die Lücken im Denken zu füllen oder Grenzen zu ziehen. Man betrachte ein Beispiel aus der Biologie, die mechanistisch-mystische Aussage, mit der die Funktion der Atmung beschrieben wird: Die Lungen verhalten sich wie ein Ballon, um Sauerstoff zu den Geweben zu bringen. Der erste Teil dieser Aussage, die Lungen verhielten sich wie ein Ballon, ist eine mechanistische Verzerrung der grundlegenden biologischen Funktion der Pulsation. Die Pulsation der Lunge (Inspiration und Exspiration) wird mit einer einfachen mechanischen Pumpe verglichen. Es folgt ein mystischer, teleologischer „Grund“ für den ersten Teil – um Sauerstoff zu den Geweben zu bringen.

Wie alle anderen pulsierenden Organe des Körpers, einschließlich Herz, Darm, Blase, Gebärmutter, usw., pulsiert die Lunge jedoch einfach nur. Sie weiten sich spontan aus und ziehen sich zusammen. Dergestalt reicht die biologische Funktion der Pulsation aus, um die Atmung zu beschreiben und ihr „Ziel“, die Bereitstellung von Sauerstoff für die Gewebe, ins rechte Licht zu rücken. Im Gegensatz dazu verlautbart das mechanistische Denken das Gegenteil: das Ziel der Bereitstellung von Sauerstoff bestimmt die Funktion der Pulsation (Atmung). Nach dieser Auffassung ist die Lunge nichts anderes als eine mechanische Pumpe. Die mechanistische Biologie und Soziologie sind voll von solchen Beispielen verzerrten Denkens, eines Denkens, das äußerst destruktiv ist, wenn es auf lebendige Funktionen angewendet wird. (Neither Left Nor Right, S. 185f)

Konia fügt an:

Der einzige Schutz vor einem mechanistisch-mystischen Denken in den Naturwissenschaften ist die Kenntnis der Orgonenergie-Funktionen, die für alle Manifestationen der Natur verantwortlich sind. (ebd., S. 186)

lungefunktionell

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Eine Antwort to “Die Lunge und der energetische Funktionalismus”

  1. Buchbesprechung: PULSATION von Sean Haldane (Teil 2) | Nachrichtenbrief Says:

    […] der Teleologie, die in der mechanistischen Wissenschaft immer wieder zum tragen komme. Ich habe das in diesem Blog für die Lunge durchgespielt. Haldanes Beispiel ist das Herz. Er verweist auf Harvey, den Entdecker […]

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