Bione in der modernen Medizin

2009 stolperte ich in einer medizinischen Fachzeitschrift über den Artikel „Sonothrombolyse bei Schlaganfall: Häufigere Rekanalisation durch Mikrosphären“ und dachte: Moment mal! Den Begriff „Mikrophäre“ kenne ich seit 1971, als mich in dem populärwissenschaftlichen Buch Die Welt in der wir leben werden (München 1969) eine elektronen-mikroskopische Aufnahme von Mikrosphären zutiefst beeindruckt hatte:

Wie die Grundeinheit des Lebens, die einzelne Zelle, entstanden ist, weiß man noch nicht, aber es ist interessant, daß sich mikroskopisch kleine kugelige Gebilde etwa von der Größe einfachster Bakterien abtrennen, wenn die unter Wärmeeinwirkung gebildeten proteinähnlichen Ketten in einer Lösung abgekühlt werden. Die aneinanderliegenden konzentrischen Kugeln vermitteln sogar den Eindruck von Zellen, die sich teilen; rechts läßt eine elektronenmikroskopische Aufnahme deutlich eine doppelte, umschließende Schicht erkennen, die an eine Zellmembran erinnert. Solche kugeligen Gebilde sind noch weit von der lebenden Zelle entfernt, aber sie lassen vermuten, daß manche ihrer Grundstrukturen sich unter bestimmten Umständen aus rein chemischen Reaktionen entwickelt haben könnten.

Es war so faszinierend, weil hier eine künstlich erzeugte Zelle mit Doppelmembran aber „ohne Inhalt“ abgebildet war (kein Zellkern, keine Organellen, etc.). Mir war fürderhin unbegreiflich, daß man seit Anfang der 1960er Jahre künstlich derartige Zellhülsen („Mikrosphären“) herstellen konnte – und daß das nie groß erwähnt wird.

Wie ich wenige Jahre später feststellen sollte, sind diese Mikrosphären nichts anderes als die von Reich zur allgemeinen Belustigung in den 30er Jahren entdeckten Bione!

bione

Und hier erfahre ich durch Zufall, daß die Bione (bzw. „Mikrosphären“) regulär in der Medizin angewendet werden! Und das nicht nur in der Akutdiagnostik und Therapie von Schlaganfällen. Siehe beispielsweise die Forschungen am Universitätsklinikum Heidelberg. Mikrosphären kommen beispielsweise auch in der „Selektiven Internen Radio-Therapie“ bei Krebs zur Anwendung, um die Radionukleide direkt auf den Tumor wirken zu lassen. Auch dienen Mikrosphären, die wirklich nichts anderes sind als Bione, als „Transportbehälter“ für Zytostatika und werden so gezielt in den Tumor verbracht. Prof. Rimona Margalit von der Tel Aviv Universität arbeitet mit „Bläschen“ (bubbles) in der Krebstherapie: mit Bionen!

Die Bläschen-Technologie könnte auch in anderen medizinischen Bereichen zur Anwendung kommen, einschließlich Zuckerkrankheit, Osteoarthritis, Wunden und Infektionserkrankungen. In zwanzig Jahren könnte sie weit verbreitet sein.

Diese Leute ahnen nicht, wie nah sie (bei allen himmelweiten Unterschieden) der verfemten Bion-Krebstherapie von Reich sind („Orgonenergie-Bläschen“), bevor dieser nur noch mit Orgonenergie-Akkumulatoren arbeitete. Siehe sein Buch Der Krebs. Wie ich in meiner Chronik der Orgonomie für das Jahr 1940 vermerke:

Reich injiziert SAPA-Bione in Krebsmäuse mit vorübergehendem Erfolg, aber schließlich sterben auch die behandelten Mäuse an Krebs. Das Tumorwachstum wird aufgehalten und in ein Hämatom umgewandelt, das resorbiert und durch Bindegewebe bzw. Knochensubstanz ersetzt wird, doch sterben die Mäuse an dem Problem, das tote Tumormaterial auszuscheiden, z.B. an verstopften Nierenkanälchen.

Reich versucht die direkte Injektion von SAPA-Bionen zu umgehen. Zum Beispiel wird das Serum von Tumorblut, das SAPA-behandelten Krebsmäusen entnommen wurde, mit SAPA-Bionen angereichert, filtriert und zurück in den Tumor injiziert. In einem anderen Versuch wird gesunden Kaninchen SAPA injiziert, um dann das Kaninchenblut entweder mit Kaliumchlorid verdünnt oder als Serum in Krebsmäuse zu injizieren. Auch wird menschliches Blut entnommen, mit SAPA angereichert und verdünnt oder als Serum Krebsmäusen injiziert. Einen ähnlichen Erfolg wie mit der Injektion von SAPA-Bionen erbringt jedoch nur die Injektion von mit SAPA behandelten Blutkörperchen. (…) Die direkt oder indirekt mit SAPA behandelten Krebsmäuse leben im Durchschnitt 2½mal länger als die unbehandelten.

Er gibt die Injektionen auf und bestrahlt die Mäuse direkt im sechs Monate zuvor erfundenen Akkumulator. Daraufhin läßt Reich im November einen Akkumulator bauen, in den sich ein Mensch setzen kann.

Schlagwörter: , , , , ,

5 Antworten to “Bione in der modernen Medizin”

  1. Die neusten Forschungsergebnisse: sowohl eine Herausforderung für die Biologie der Schulbücher als auch für Reichs Bion-Theorie « Nachrichtenbrief Says:

    […] By Peter Nasselstein In den 1930er Jahren hat Reich die „Bione“ entdeckt. Siehe dazu Bione in der modernen Medizin. Er hat gezeigt, daß seine Bione nicht mit Hilfe von „Luftkeimen“ erklärt werden können, da […]

  2. Das Leben in seiner Stofflichkeit « ID Blog Says:

    […] [7] Peter Nasselstein: Bione in der modernen Medizin […]

  3. ID-Blog » Blog Archive » Das Leben in seiner Stofflichkeit Says:

    […] [7] Peter Nasselstein: Bione in der modernen Medizin […]

  4. Robert (Berlin) Says:

    Forscher entlocken lebenden Zellen ihre Geheimnisse

    Mal reicht die Auflösung nicht, mal tötet man das beobachtete Objekt: Am Mikroskop Vorgänge in einer lebenden Zelle sichtbar zu machen, ist knifflig. Doch seit einigen Jahren gelingen große Fortschritte. US-Forscher berichten jetzt von einer Technik, die 3-D-Filme aus dem Inneren einer Zelle erzeugt.

    Was passiert an der Grenze zweier Nervenzellen, wenn Signale sich ihren Weg bahnen? Wie organisiert sich eine Zelle, bevor sie sich teilt? Beim Blick hinein in einzelne Zellen standen Wissenschaftler lange vor entscheidenden Problemen: Herkömmliche Lichtmikroskope boten keine hinreichende Auflösung; Strukturen unter der kritischen Größe von 200 Nanometern konnten bis vor wenigen Jahren mit ihnen nicht untersucht werden. Elektronenmikroskope, die dagegen eine Auflösung von 0,1 Nanometer erreichen, muten dem beobachteten Objekt so viel zu, dass Zellen zugrunde gegangen sind, ehe man ihnen ein Bild entlockt.

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/0,1518,749488,00.html

  5. Robert (Berlin) Says:

    The orgone accumulator’s effectiveness as evidenced by the Reich Blood Test

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.


%d Bloggern gefällt das: