Neuropsychiatrie, Immunologie, Genetik, Orgontherapie

Orgonomen sind im allgemeinen gegen Psychopharmaka, weil diese, ähnlich wie Drogen, das Energie-System des Körpers drosseln, die Kontaktfähigkeit mindern, etc. Es ist schon etwas gruselig, wenn manche Betroffene beispielsweise beschreiben, daß sich unter dem Einfluß „der Pillen“ eine Art „Wand“ bilde zwischen ihnen und ihren Gefühlen. Andererseits sind Psychopharmaka ein absoluter Segen, denn was mit einem schwer depressiven Patienten, der sich zu nichts mehr aufraffen kann, konkret machen?! Vielen Patienten helfen die Pillen nicht, aber es gibt eben auch Fälle regelrechter Wunderkuren. Das aus ideologischen, gar (pseudo-) „orgonomischen“, Gründen vom Tisch zu wischen, ist… Siehe dazu auch: Psychopharmaka und Orgonomie.

Trotzdem: Psychopharmaka sind zweifellos hochproblematisch und die Erfolgsquote ist nicht gerade berauschend – ganz zu schweigen von den Nebenwirkungen. Um so erfreulicher ist eine alternative Behandlungsmethode für Patienten, die unter „Major Depression“, also einer schweren Depression leiden, früher sprach man von „endogener Depression“. Dieser Behandlungsansatz ist vor allem auch deshalb interessant, weil er in vieler Hinsicht der orgonomischen Herangehensweise ähnlich ist.

Reich versuchte direkt auf das Autonome Nervensystem und das Zentrale Nervensystem einzuwirken. Beim ersteren ging es darum, durch psycho- und körpertherapeutische Techniken die allgemeine „Sympathikotonie“ aufzulösen. Die direkte Einwirkung auf das Gehirn beschreibt Reich im Schlußkapitel der Charakteranalyse, wo es u.a. um die Auflösung der Augenpanzerung geht, ebenfalls durch psycho- und körpertherapeutische Techniken. Dazu muß man wissen, daß die Augen integraler Bestandteil des Gehirns sind, Gehirngewebe.

Bei dem erwähnten alternativen Therapieansatz geht es um die elektrische Stimulation eines Hauptnerven, der direkt vom Gehirn ausgeht. Ian A. Cook vom Semel Institute for Neuroscience and Human Behavior (University of California, Los Angeles) und seine Kollegen konnten in einer Pilotstudie 80 Prozent der Versuchsteilnehmer von der schweren Depression heilen, was, gelinde gesagt, ein hervorragendes Ergebnis ist.

Bei dieser Behandlungsmethode werden zwei Elektroden an der Stirn angebracht und so der Trigeminalnerv über Wochen hinweg acht Stunden täglich, d.h. über Nacht, stimuliert, ohne daß es zu erkennbaren Nebenwirkungen kommt.

Die Forscher glauben, mit ihrer Methode sei es möglich, Signale direkt in Schlüsselregionen tief im Gehirngewebe zu senden, ohne den Schädel öffnen zu müssen. Sie spekulieren, daß die elektrische Reizung des Trigeminalnervs eine Ereigniskette in der neuronalen Infrastruktur hervorruft.

Das klingt recht vage, wenn nicht sogar nichtssagend, aber es geht eh nur darum, daß ein Anstoß gesetzt wird, der blockierte selbstregulatorische Prozesse in Gang setzt, ganz im Sinne der Orgontherapie.

In der Orgonomie wird Depression vor allem als Folge einer „oralen Blockade“ betrachtet. An der folgenden Illustration sieht man, daß einer der drei Hauptäste des Trigeminus zum Kiefer führt:

In einem früheren Blogeintrag habe ich bereits den Zusammenhang zwischen bionösem Zerfall und der Schizophrenie dargelegt. Es gibt Hinweise darauf, daß auch andere (alle?) psychische(n) Erkrankungen einen entsprechenden Hintergrund haben könnten.

Mario Capechi von der University of Utah konnte Labormäuse, die unter Trichotillomanie (zwanghaftes Haareausreißen) litten, durch eine Knochenmarkstransplantation heilen. Er führte den pathologischen Putzzwang auf einen Defekt des Gens Hoxb8 zurück, der wiederum zu einem Mangel an Mikroglia-Zellen führt. Diese Zellen werden im Knochenmark gebildet und beseitigen im Gehirn Krankheitserreger.

Wurde nun bei derartig erkrankten Mäusen das Knochenmark ersetzt, so daß wieder ausreichend Mikroglia-Zellen gebildet werden konnten, verlor sich ihr „neurotisches“ Verhalten. Umgekehrt entwickelten zuvor gesunde Mäuse die Zwangsstörung, wenn man ihnen Knochenmark mit dem Hoxb8-Defekt einpflanzte.

Capechi vermutet ähnliches auch bei anderen neuropsychiatrischen Störungen, etwa Depression, Schizophrenie und Autismus.

Aus Sicht der Reichschen Erforschung der Bione und der Biopathien, insbesondere der Krebsschrumpfungs-Biopathie, ist zu vermuten, daß die erwähnten „Krankheitserreger“ Produkte des ständigen bionösen Zerfalls des Gehirns sind, dessen hohe Orgonität der Körper nur mit Mühe und Not aufrechterhalten kann.

Ein gesundes Immunsystem kann immer wieder für ein Gleichgewicht sorgen, d.h. die Folgen des bionösen Zerfalls in Schach halten (Mikroglia-Zellen).

Dieses Gleichgewicht kippt, wenn entweder das Immunsystem durch eine Schädigung des Knochenmarks zusammenbricht oder der bionöse Zerfall zu groß wird, um vom Immunsystem weiterhin aufgefangen werden zu können.

Die psychiatrische Orgontherapie wirkt auf beides ein: einerseits sorgt sie lokal für einen besseren orgonotischen Status des okularen Segments (wie das geschieht, hat Reich in Charakteranalyse beschrieben) und andererseits wirkt sie der gesamtorganismischen energetischen Kontraktion entgegen, die nicht zuletzt auch das Immunsystem umfaßt. (Tatsächlich entspricht das dem Ablauf einer typischen Orgontherapie-Sitzung: Charakteranalyse auf dem Stuhl gefolgt von Atmen [ATMEN!!!!] auf der Matratze.)

Das Wesen des Immunsystems ist natürlich weniger ein allgemeines „PA gegen T“, das Reich in Der Krebs beschreibt, sondern seine Spezifität. Für jeden Krankheitserreger werden vom Organismus auf subzellularer Ebene ganz spezifische, paßgenaue Gegenstrategien entwickelt. Genau das macht ja die „Immunität“ aus. Hier kommt, wie der medizinische Orgonom Charles Konia ausgeführt hat, die Wahrnehmungsfunktion der Orgonenergie zum Ausdruck. Es ist auf zellulärer Ebene genau das, was wir tun, wenn wir einen bestimmten Feind erkennen. (Das ganze ist unabhängig vom Bewußtsein. Das Bewußtsein stört sogar, wie jeder Kampfsportler weiß.)

Die in den Genen (etwa in Hoxb8) gespeicherte Information ist natürlich ebenfalls letztendlich Ausdruck der Wahrnehmungsfunktion der Orgonenergie.

Was die Verbindung von Wahrnehmungsfunktion und Immunsystem betrifft, könnte auch eine brandaktuelle Entdeckung von Bedeutung sein: Antoine Louveau (University of Virginia School of Medicine) hat mit einer Zufallsentdeckung eines der Grunddogmen der Medizin erschüttert. Bisher ging man davon aus, daß das Gehirn als einziges Organ nicht mit dem Lymphsystem, der zentrale Apparat der Immunabwehr, verbunden ist. Nun stieß Louveau auf feinste Verästelungen, die bisher übersehen wurden.

Ging man zuvor davon aus, daß das Gehirn nur über Botenstoffe und Nervenreize mit dem Immunsystem kommuniziert, hat man jetzt erstmals eine direkte Verbindung zwischen den beiden Strukturen gefunden. Eine Erkenntnis, die das Verständnis vom Zusammenspiel zwischen Gehirn und Körper revolutioniert.

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6 Antworten to “Neuropsychiatrie, Immunologie, Genetik, Orgontherapie”

  1. Robert (Berlin) Says:

    Nicht zu vergessen die Antipsychotika, die jetzt Psychotikern und Schizophrenen ein Leben außerhalb geschlossener Anstalten ermöglichen.

  2. Das depressive Gesicht mechanistisch und funktionell betrachtet « Nachrichtenbrief Says:

    […] Siehe zum Thema auch Eine neue Behandlungsmethode bei Major Depression. […]

  3. Robert (Berlin) Says:

    Depression ist auch eine Augenblockade

    http://derstandard.at/1293370528238/Grenzgaenge-der-Seele-Die-Welt-in-Grau-gehuellt

  4. Orgonomische Medizin und bioelektronische Medizin | Nachrichtenbrief Says:

    […] Das folgende ist eine Ergänzung zu Neuropsychiatrie, Immunologie, Genetik, Orgontherapie. […]

  5. stephan Says:

    Interessant in diesem Zusammenhang ist Neurofeedback, da Wahrnehmung und Konzentration trainiert werden und das Gehirn wieder Selbstregulation lernt

    https://www.swr.de/odysso/weg-von-den-pillen-mit-neurofeedback/-/id=1046894/did=16426726/nid=1046894/12xyy1c/index.html

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