Mit Schlips und Gürtel

Im „bürgerlichen Leben“ im Westen wird auf zwei vollständig überflüssige Bekleidungsstücke Wert gelegt: der Schlips und der Gürtel. Der Schlips trennt symbolisch, teilweise auch real energetisch, den Kopf vom Körper, entsprechend der Gürtel den Körper vom Becken. Der Mensch will nur „Geist“ sein, frei von störenden Trieben. Das ist die mystische („vergeistigte“) Seite der gepanzerten Gesellschaft. Gleichzeitig gibt es kaum sexuell eindeutigere Accessoires als den Schlips und die Gürtelschnalle. Damit sagt uns der Business Man: „Ich ficke dich und habe dabei keine störenden Gefühle!“ Das ist die mechanistische („roboterhafte“) Seite.

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Eine Antwort to “Mit Schlips und Gürtel”

  1. Avatar von Claus Claus Says:

    Der Gürtel ist überhaupt nicht überflüssig. Er macht es möglich, die Hose den jeweiligen Umfangsgegebenheiten anzupassen. Ich kaufe mir nicht ständig neue Hosen, weil es Gürtel gibt.

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