Archive for the ‘Psychologie’ Category

Orgasmusfunktion und Arbeitsdemokratie: 2. Die Funktion des Orgasmus, i. Fickende Gehirne

30. Juni 2026

Peter Nasselstein: Orgasmusfunktion und Arbeitsdemokratie: 2. Die Funktion des Orgasmus, i. Fickende Gehirne

Bewußtsein und Orgasmusfunktion

29. Juni 2026

Das profane Alltagsbewußtsein ist, frei nach Konrad Lorenz und Hans Hass, kaum mehr als „Probehandeln“. Unsere Vorfahren mußten jeweils „abschätzen“, bevor sie von einem Ast zum anderen sprangen! Allein von daher ist es abwegig zu glauben, daß das Bewußtsein in irgendeiner Weise etwas „Höheres“ sei. Wenn wir schon tiefer ins „Geheimnis Bewußtsein“ tauchen wollen, nähern wir uns seinem eigentlichen Wesen am besten anhand des Träumens, einfach weil das etwas Autonomes ist, was sich unserer Kontrolle entzieht. Hier herrscht das Vegetativum, nicht der „Wille“!

Der Traum ist, frei nach Freud, immer eine animalische Wunscherfüllung. In ihm leben wir uns unwillkürlich aus. Er hat etwas „Sexualökonomisches“ und wir sind in diesem Bereich Tier, ganz Tier. Aus dem Bewußtsein etwas „Überweltliches“ zu machen, ist auch von daher einfach lächerlich. Bewußtsein ist wie der Traum seinem Wesen nach „triebhaft“ und all unsere hehren „hochgeistigen“ Vorstellungen über Gott, das Jenseits, ein Leben nach dem Tode, „höhere Welten“ etc. sind eine Funktion davon. Unsere Imagination ist eine minderwertige Ausformung der Orgasmusfunktion. Man betrachte doch bitte alle Paradiesvorstellungen und alle Vorstellungen einer „geistigen Welt“: die Welt der Glückseligen…

Grundlegend anders als jedes „Computerprogramm“, das seine Daten konsolidieren und die Festplatte „reinigen“ muß, geht es im Traum vor allem um Emotionen. Es ist eine bioenergetische Entladung, die im Schlafen ähnlichen Prozessen im Wachen entspricht, insbesondere der Sexualität. Der Traum ist, frei nach Charles Konia, sozusagen der Orgasmus im Funktionsbereich der koexistenten Wirkung. Da wir im Schlaf körperlich paralysiert sind, entladen wir uns in der Imagination = Bewußtsein!

Wichtig für das Thema „Traum und Bewußtsein“ ist vor allem die Assoziationsleistung. Denkbar separate Dinge werden miteinander verknüpft. Das ist die Grundlage von aller Kreativität und Imagination. Das mag in der mechanistischen Schlafforschung unter „Gedächtniskonsolidierung“ verbucht werden, aber es ist eindeutig mehr. Es ist eine direkte Entsprechung der genitalen Überlagerung. Zwei Funktionsvariationen vereinigen sich und schaffen etwas Drittes.

Daß das Träumen eine Vorform des Tagesbewußtseins ist, sieht man eben daran, daß es nicht nur um die Vergangenheit („Gedächtniskonsolidierung“) geht, sondern vor allem auch um die Zukunft. Nach der Threat Simulation Theory ist auch der Traum von „Probehandlungen“ geprägt, d.h. es werden mögliche Gefahrenlagen für den Tag durchgespielt.

Charakteristisch für die heutige Traumforschung ist die vollständige Fixierung auf Hirnleistungen, d.h. das ZNS, während tatsächlich im Schlaf das Vegetative Nervensystem den Organismus dominiert. Der Tiefschlaf wird durch einen Überhang des Parasympathikus geprägt („Aufladung“), im Traumschlaf tritt der Sympathikus hinzu („Entladung“) – genauso wie der Orgasmus sympathisch innerviert ist. Während sich dergestalt das Vegetativum austobt, ist – zeitgleich mit unserem Wachbewußtsein – die Kontrolle des ZNS über die Skelettmuskulatur abgeschaltet (Schlafparalyse).

Im Traum hören wir nichts und wir sprechen nicht, sondern wir werden zu „Telepathen“. Entsprechend muß unser Wachbewußtsein etwas mit unserem Sprechapparat, der vollständig zur Skelettmuskulatur gehört, zu tun haben. Bewußtsein ist folglich, wenn zur koexistenten Wirkung (traumhafte Imagination) und Pulsation (Vegetativum) die relative Bewegung (Skelettmuskulatur) und die KRW hinzutritt.

Das wird in der Darstellung des Erregungsverlaufs im energetischen Orgonom unten beschrieben. Dazu paßt auch, wie etwa der schizophrene Geisterseher Rudolf Steiner zeitlebens sexuelle Erfüllung in der „geistigen Welt“ suchte und davon überzeugt war, daß eines Tages der Mensch sich nicht mehr mittels der Genital- sondern der Sprachorgane fortpflanzen werde.

Der Überdegoutant

27. Juni 2026

Reich hat den von den Nationalsozialisten so benannten „Untermenschen“ mit dem Begriff „Unterleibsmensch“ kenntlich gemacht. Das ganze „Übermenschen“-Getue ist demnach nichts weiter als Ausdruck von Sexualangst und Sexualverachtung. Ein „Übermensch“ ist einfach derjenige, der „sich im Griff hat“. Er ist schlicht und ergreifend die Verkörperung des Über-Ich! Ein impotentes Arschloch!

Ein solches, Nietzsches Renfield Peter Gast, schrieb 1899 in einem Brief an Nietzsches Freund Overbeck:

Von Hoheit (!) entdecke ich in Stirner äußerst wenig. Seine Denkweise wirkt bei der Niedrigkeit (!) der Interessensphäre, in der sich seine Selbstsucht bewegt, oft widerlich. Wie anders Nietzsches Betonung des Selbst! Sie gilt nur für Leute wie Beethoven, Rubens, Alexander – für andere nicht. Bei Stirner dagegen bewegen wir uns auf dem flachsten Terrain alltäglicher Interessen: Bürger, Ehegatte, Konkurrenz, tausend Taler, Bratengeruch, Präsident, Provinzialrechte usw.

Stirner, ein Unterleibsmensch. Die tragikomische Großmannssucht des Nietzscheaners kann uns gleichgültig lassen, was man nicht ignorieren sollte, ist die Bioenergetik hinter diesem Affekt weg vom Niedrigen zum Hohen. Wie der Stoiker steht der „Übermensch“ gottgleich weit über den Dingen und „beherrscht sich“ und andere. Er will alles sein, nur kein Tier, d.h. kein sexuelles Tier.

Ja, natürlich verleugnet er (man ist ja schließlich aufgeklärt!) nicht das Sexuelle oder „verdrängt“ es, sondern er nutzt es, „sublimiert“ es, verwendet es für „Höheres“, instrumentalisiert es, wie die Nutte ihre Genitalien instrumentalisiert. An die Stelle „bloßen Vergnügens“ tritt die Überwindung des Menschentiers. Es ist Freud mit seiner „Verurteilung“ dessen, was nicht der Kultur dient. Wobei der „Übermensch“ allen Ernstes meint, er sei nicht Produkt der Kultur, sondern deren Überwinder bzw. der souveräne Schöpfer einer neuen Kultur.

Wessen Geistes Kind er wirklich ist, sieht man daran, daß diesem „aristokratischen“ Volldegoutanten nicht aufgeht, daß jede Kultur, die von der Natur getrennt ist bzw. nicht organisch aus ihr gewachsen ist, gar keine Kultur ist, sondern deren pervertierte Travestie, impotente Unkultur.

Orgasmusfunktion und Arbeitsdemokratie: 2. Die Funktion des Orgasmus, e. Biologie jenseits der Biologie

22. Juni 2026

Peter Nasselstein: Orgasmusfunktion und Arbeitsdemokratie: 2. Die Funktion des Orgasmus, e. Biologie jenseits der Biologie

Orgasmusfunktion und Arbeitsdemokratie: 2. Die Funktion des Orgasmus, b. Sex wozu?

16. Juni 2026

Peter Nasselstein: Orgasmusfunktion und Arbeitsdemokratie: 2. Die Funktion des Orgasmus, b. Sex wozu?

Orgasmusfunktion und Arbeitsdemokratie: 1. Wilhelm Reich, e. Todestrieb und DOR-Energie

12. Juni 2026

Peter Nasselstein: Orgasmusfunktion und Arbeitsdemokratie: 1. Wilhelm Reich, e. Todestrieb und DOR-Energie

Orgasmusfunktion und Arbeitsdemokratie: 1. Wilhelm Reich, d. Freuds Kampf gegen Reich

10. Juni 2026

Peter Nasselstein: Orgasmusfunktion und Arbeitsdemokratie: 1. Wilhelm Reich, d. Freuds Kampf gegen Reich

Das Gegenmittel gegen Peters Vergeßlichkeit und seine Idiotenkinder

7. Juni 2026

Ich war schon immer schrecklich vergeßlich. „Ach ja, stimmt, Tschuldigung!“ Um diesen ewigen Peinlichkeiten und dem sich selbst ein Bein Stellen zu entgehen, habe ich zu dem Trick gegriffen, den Satz, die Zahl, das Wort oder was auch immer aufzuschreiben, wobei es nicht etwa primär darum geht den Zettel aufzubewahren. Es reicht aus, es mit dem Finger in die Luft zu schreiben. Es ist nämlich ein Ammenmärchen, daß der losgelöste „Geist“ irgendetwas speichert. Vielmehr ist es der gesamte Organismus, der sich erinnert. Genau das rechtfertigte die Weiterentwicklung der Psychoanalyse zur „charakteranalytischen Vegetotherapie“!

Entsprechend gehen übrigens auch Erinnerungskünstler vor. Sie speichern nicht etwa willkürliche Zahlenfolgen ab, wie ein Computer es machen würde, sondern haben beispielsweise bestimmten Plätzen in ihrer Wohnung Zahlen zugewiesen und um sich an diese Zahlen zu erinnern, gehen sie in ihrer Vorstellung entsprechend die Wohnung ab. Aus einer willkürlichen wird eine sozusagen „organische“ Zahlenfolge! Auch wenn sie sich dabei nicht physisch bewegen, macht doch ihr Körper gewisserweise mit, ähnlich wie wir im Kinosessel ganz körperlich mit dem Helden leiden. Die Mnemotiker tun, wenn auch nur im Geiste, genau das, was der erinnerungsschwache Peter tut: sie bewegen ihren Körper. Zwar nur in der Imagination, aber, wie gesagt, der Körper geht automatisch mit.

Diese Zusammenhänge werden von der  norwegische Hirnforscherin Audrey van der Meer (Norwegische Universität für Wissenschaft und Technik, NTNU) in Trondheim erforscht. Sie konnte nachweisen, daß das Schreiben mit der Hand, also genau das, was gerade den Kindern an den Schulen offiziell ausgetrieben wird, das Gehirn ganz anders, nämlich weitaus besser aktiviert als das stupide unterschiedslose Tippen auf irgendwelchen Tastaturen. Die EEG-Untersuchungen der Forscherin zeigten dramatische Unterschiede der beiden Schreibmodi, was das Ausmaß der Gehirnaktivität betrifft. Beispielsweise wurden den Probanden Wörter gezeigt, die sie schreiben sollten. Wenn sie mit der Hand schrieben, leuchtete das Gehirn überall gleichzeitig auf. Alle möglichen Hirnregionen feuerten gemeinsam in einem koordinierten Muster, das sich über die gesamte Großhirnrinde ausbreitete. Beim bloßen tippen des gleichen Wortes, brach dieses Muster fast vollständig zusammen, so als wäre eine Lobotomie vorgenommen worden.

Das diffizile, fast künstlerische formen der einzelnen Buchstaben, das synchron verlaufende feine Zusammenspiel von Sensorik und Motorik, aktiviert alle möglichen Hirnareale, insbesondere auch die, die für das Hören zuständig sind, und hinterläßt entsprechend einen bleibenden Eindruck. Entgegen hat das Tippen nicht annähernd diesen Effekt, stumpft ab und die Information verpufft ohne Erinnerung. Das erste ist eine wunderbare Symphonie, das letztere mechanisches Klicken. Das eine kurbelt unsere kreative Denkfähigkeit an, das andere lobotomisiert unsere Kinder.

Wir benötigen einen physischen Widerstand, den Widerstand der Materie, um wirklich energetische Wesen sein zu können und nicht sozusagen ins Nichts zu verpuffen. Letztendlich steht die Materie mit ihrem elastischen Gegendruck für das Orgonenergie-Substrat selbst. Die Welt ist nicht leer, sondern antwortet gemäß Actio und Reactio. Kontakt! Letztendlich hat das etwas mit der orgonotischen Pulsation zu tun: Druck (Kontraktion) und Gegendruck (Expansion). Ich habe das in Überlagerung und Teilung in galaktischen Systemen (9.d. Der funktionelle Raum) ausgeführt. Der zweite Aspekt betrifft die Kreiselwelle: in der Schreibschrift werden wir eins mit ihr. Schreiben mit der Hand ist nicht nur etwas Körperliches, sondern in zweifacher Hinsicht etwas zutiefst Bio-Kosmisches. Versuch das mal einem dieser lobotomisierten, leeren Volldeppen nahezubringen!

Orgasmusfunktion und Arbeitsdemokratie: 1. Wilhelm Reich, b. Wer war Wilhelm Reich?

6. Juni 2026

Peter Nasselstein: Orgasmusfunktion und Arbeitsdemokratie: 1. Wilhelm Reich, b. Wer war Wilhelm Reich

Wie denkt Peter?

10. Mai 2026

Mir wurde schon einiges an den Kopf geworfen. Ich sei Dialektiker, Opportunist, Agnostiker, Dadaist, Wirrkopf, Ideologe, gar Demokrat (ein absurder. Wirklich unverschämter Vorwurf, der mich tatsächlich persönlich zutiefst verletzt!). Das alles sei ich, weil ich scheinbar ständig meine Meinung ändere, meine Perspektive, meinen Standpunkt. Dabei versuche ich doch nur funktionell zu denken. Was das sein soll, kann man anhand von Reichs Symbol des orgonomischen Funktionalismus ersehen:

Es stellt die Gleichzeitigkeit von oberflächlichem Gegensatz und tiefer Einheit dar. Entsprechend bewegt sich funktionelles Denken horizontal zwischen links und rechts, vertikal zwischen oben und unten. In diesem Beispiel sind entsprechend zu ein und demselben Phänomen (vollständig willkürlich gewählt) 60 Meinungen möglich:

Je nach den Umständen kann man, vielleicht muß man, sich für eines der 60 Möglichkeiten entscheiden. Beispielsweise was die Drogenfreigabe betrifft. Ganz links steht für komplette Freigabe, ganz rechts für absolutes Verbot. Ganz oben steht für eine rein legalistische Argumentation, ganz unten für eine rein bio-kosmische. Wählen wir die vier Extrem- bzw. „Eckpositionen“ als Beispiele:

1: prinzipiell niemand, erst recht nicht der Staat, hat das Recht in meine persönlichen Entscheidungen einzugreifen

6: es gehört zu den Obliegenheiten des Staates, den einzelnen Bürger vor sich selbst zu schützen und auch andere vor der vermeintlichen „Selbstverwirklichung“ ihrer Mitbürger

55: Selbstregulierung (Spontanität ist die Grundeigenschaft der kosmischen Orgonenergie)

60: das Naturgesetz (Gesetzmäßigkeit ist die Grundeigenschaft der kosmischen Orgonenergie)

Zwischen 1 und 6 bzw. 55 und 60 ist dann jeweils sowohl das Gemeinsame zu suchen als auch den Ausgleichen zwischen Oberflächlichkeit (die Ebene von 1 und 6) und bloßer Wahrheitskrämerei (die Ebene von 55 und 60). Ähnliches gilt für den Libertinismus von 1 und 55 versus die Rigidität von 6 und 60. In einer Diskussion kann ich alle 60 Positionen einnehmen. Zwar tendiere ich persönlich nach „rechts unten“, aber in einem bestimmten Augenblick einer konkreten Diskussion könnte ich mich auch „links oben“ wiederfinden, ohne meine Überzeugungen aufzugeben. Ich denke funktionell, d.h. ungepanzert: ich kann mich frei im Rechteck mit seinen 60 Möglichkeiten bewegen. Je gepanzerter (ideologischer, also geistesgestörter) ein Mensch ist, desto eingeschränkter sind seine Bewegungsmöglichkeiten im Rechteck.

Natürlich kann eingewendet werden, daß eine Darstellung mit einem mit der Spitze nach unten weisenden Dreieck, gemäß dem Symbol des orgonomischen Funktionalismus, angebrachter wäre, doch das wäre ein rein bildhaftes, formales Denken, das das Wesen des orgonomischen Funktionalismus verkennt, und stellte bereits eine Einschränkung der besagten Bewegungsmöglichkeiten dar.

Das folgende wäre eine andere Betrachtungsweise frei nach Reich, die selbstredend natürlich korrekt ist, hier aber explizit nicht gemeint ist!