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Podcast: Wilhelm Reich und die Orgonomie
3. November 1957Orgasmusfunktion und Arbeitsdemokratie: 2. Die Funktion des Orgasmus, f. Der orgasmische Affe
24. Juni 2026Email (Der Fall Heisig) 2010
23. Juni 2026Orgasmusfunktion und Arbeitsdemokratie: 2. Die Funktion des Orgasmus, e. Biologie jenseits der Biologie
22. Juni 2026Der orgonomische Psychiater
21. Juni 2026Wohin immer man schaut, in Gesprächen zwischen Männern und noch mehr in Gesprächen zwischen Frauen, in der Literatur, in Zeitschriften, im Fernsehen, in der Musik – überall geht es fast durchgehend nur um das eine, Sex. Dabei geht es eindeutig nicht um Fortpflanzung, auch wenn unsere Gene dem Trieb weitgehend eine entsprechende Form verleihen, sondern um etwas ganz anderes: die Regulierung unserer biologischen, „psychischen“ Energie. Aus keinem anderen Grund sind wir von diesem Thema derartig besessen.
Psychiater ist ein merkwürdiger Beruf. Alle anderen Ärzte haben es im Idealfall mit festumrissenen Problemen zu tun, etwa ein entzündeter Blinddarm, die man kausal angehen kann. Aber was bei schlechter Befindlichkeit tun? Natürlich beruhen nicht alle Befindlichkeitsstörungen auf einer Störung der Sexualfunktion, sondern beispielsweise auf hirnorganischen Problemen, aber doch der überwiegende Teil. Der Psychiater kann heutzutage nicht mehr tun, als Medikamente verschreiben, die den Erregungspegel senken. „Mehr Sex“ verschreiben zu wollen, wäre lächerlich, weil ja gerade die Befähigung zur Befriedigung gestört ist. Was tun?
Die Lösung liegt in der Bearbeitung der psychischen Hemmungen, die die Befriedigung unterbinden, insbesondere ödipale Verstrickungen, die mit dem Aufwachsen in der von inzestuösen Gefühlen gesättigten Atmosphäre der Kleinfamilie einhergehen. Da man das psychische Erleben nicht vom Körper trennen kann (Angst geht untrennbar mit muskulärer Kontraktion einher!), ist das direkte Angehen der muskulären Verkrampfungen der Weg, auf dem der Psychiater Symptome genauso kausal beseitigen kann, wie jeder andere Arzt auch.
Da sich alles um die Regulierung einer konkreten Energie handelt (die Funktion des Orgasmus, die durch Muskelverspannungen hintertrieben wird), kann der Psychiater erst effektiv helfen, wenn er diese Energie und ihre physikalischen Eigenschaften kennt: die von Reich entdeckte Orgonenergie. Er ist ein orgonomischer Psychiater.
Und noch etwas: Rainer Tölle in seinem klassischen Psychiatrie-Lehrbuch: „Wie jede Behandlung setzt auch die Verhaltenstherapie eine exakte Diagnostik voraus.“
Dazu muß man Möchtegern-„Orgontherapeuten“ erlebt haben, die mir ins Gesicht gesagt haben, daß in der Orgontherapie „eine Diagnose nicht so wichtig ist“. In jedem anderen medizinischen Fach wäre eine derartige Aussage lachhaft bis zum Entzug der Aprobation. Aber wenn es um die Orgonomie geht, maßen sich Nicht-Psychiater an derartige Aussagen zu treffen.
Was bedeutet Diagnostik im Bereich der orgonomischen Psychiatrie? Schlicht die Panzerstruktur, d.h. die Rolle der chronischen Muskelverspannungen im Gesamtorganismus. Es geht bei der „bio-psychiatrischen“ Diagnose also auch um die psychische Entwicklung und das aktuelle Verhalten. Die Diagnose bestimmt dann die Therapie.
Siehe dazu Vittorio Nicola und die Zeitschrift für Orgonomie.
Orgasmusfunktion und Arbeitsdemokratie: 2. Die Funktion des Orgasmus, d. Die Evolution des Orgasmus
20. Juni 2026„Orgontherapie“ als perverse (sado-) masochistische Zwangshandlung
19. Juni 2026„Reichianische“ Therapie und ab und an sogar Orgontherapie (in diesem Fall „Orgontherapie“) ist kaum mehr als eine Kombination aus dem ständigen Aufsuchen des kindlichen Traumas, auf das das heutige Leid zurückgeht, plus dem Hervorrufen physiologischer Flashs, die das aktuelle Leiden so kaschieren, daß es akzeptabler wird. Man zittert, erbebt, schreit, hat „Anfälle“ etc. „Es passiert was.“ In Wirklichkeit passiert rein gar nichts bei dieser Kombination von schlechter Psychotherapie und sadistischer „Körperarbeit“!
Das Reaktivieren des kindlichen Ungemachs erfolgt im Sinne des Freudschen Wiederholungszwangs, weil man auf magische Weise einen anderen Ausgang erwartet, irgendeine Lösung im nachhinein, ein zufriedenstellendes Schließen der offenen Gestalt. Das wird natürlich niemals eintreten! Wie auch? Man wird die ausgedrückte Zahnpasta nicht zurück in die Tube kriegen und stattdessen immer wieder von neuem an der alten Wunde verbluten!
Eine entsprechende Illusion entsteht allenfalls, weil man die damaligen Affekte und Emotionen von neuem erlebt, wogegen sicherlich nichts einzuwenden ist und was fraglos tatsächlich einen therapeutischen Effekt haben kann, aber es kann auch schnell zu einem kontaktlosen Ausagieren um seiner selbst willen entarten und mit einem ständigen Retraumatisieren einhergehen, was dann wieder nach „Aufarbeitung“ verlangt. Ein Teufelskreis, der einen immer tiefer in den seelischen Sumpf treibt.
Man bleibt jedoch bei der Stange, weil die Entspannung und das hemmungslose(re) Ausatmen in der „Reichianischen“ „Körpertherapie“ einen energetisch expansiven Zustand hervorruft, dem man ebenso suchtartig verfallen kann, wie der besagten hoffnungsvollen psychologischen „Aufarbeitung“, und deshalb immer wieder in den Therapiestunden („Therapie“) erlangen muß wie etwa bei Alkohol- oder Drogen- oder irgendeiner anderen Sucht. Das ist nichts als ein billiger Ersatzkontakt, der den „Therapeuten“ ähnlich ihren Lebensunterhalt sichert, wie Junkies das luxuriöse Leben ihrer Dealer finanzieren. Auf diese Weise erhält die „Therapie“ die Neurose und die neurotisierenden gesellschaftlichen Verhältnisse aufrecht. Ein schlimmerer Verrat an Reichs Lebenswerk ist kaum denkbar!
Es ist wie bei der Frau, die sich immer und immer wieder erniedrigen und vergewaltigen läßt und darauf insistiert, nur so könne sie „kommen“. Ihr gesamtes Sexualleben gruppiert sich um ihr Kindheitstrauma, das sie zwanghaft reinszeniert, um es endlich zu bewältigen, was natürlich nie und nimmer geschehen wird. Das wird zur selbstzerstörerischen Sucht, zumal die erneute Vergewaltigung jedesmal für einen Kick und einen Flash sorgt, der sie vermeintlich „befriedigt“.
Orgontherapie ist etwas grundsätzlich anderes als das Aufsuchen der traumatischen Vergangenheit und das sinnlose Hervormanipulieren vermeintlich spontaner „bioenergetischer“ Ausbrüche in der Gegenwart, die tatsächlich kaum mehr sind als der Ausdruck von masochistischer Kontaktlosigkeit. Wirkliche Orgontherapie ist die Auflösung von Kontaktlosigkeit und die Vereinigung und Integration der in der kindlichen Entwicklung zersplitterten Teilpulsationen zum einheitlichen Orgasmusreflex und sonst nichts. Ohne diese beiden Elemente sind „Reichianische“ „Körperpsychotherapeuten“ perverser Verbrecherabschaum der schlimmsten Sorte!
Orgasmusfunktion und Arbeitsdemokratie: 2. Die Funktion des Orgasmus, c. Die Genetik des Orgasmus
18. Juni 2026Der Krieg gegen den Iran
17. Juni 2026Vor einem Jahrhundert beherrschte der Westen den gesamten Planeten. Seitdem reibt er sich in nicht enden wollenden Selbstmordversuchen immer weiter auf. Fast immer geht es um unsinnige Garantien und lächerliche „Freundschaften“. Was hatte, beispielsweise, um alles in der Welt, Amerika im Ersten Weltkrieg verloren? Hat es sich für England wirklich gelohnt, wegen einem lächerlichen Regionalkonflikt (Wegerechte durch Westpreußen und der Status von Danzig, zwei Gebiete, die überwiegend von Deutschen besiedelt waren!), den Zweiten Weltkrieg vom Zaun zu brechen?
Am Ende hatte wirklich jeder verloren. Das Perfideste ist vielleicht, daß im öffentlichen Bewußtsein die Vorstellung vorherrscht, daß gegen Hitler gekämpft werden mußte, um die Juden zu retten! Der Holocaust begann jedoch erst nachdem man in den Krieg hineingeschlittert war – und während des Krieges ging es von alliierter Seite dezidiert ganz und gar nicht um die Juden. Tatsächlich scherte man sich einen Dreck um sie! (Man nehme nur Reich in Amerika: er verbrachte seine Urlaube u.a. deshalb im Zelt, weil in weiten Teilen der USA neben den Hoteleingängen stand: „Nur für Christen!“) Und den deutschen Widerstand gegen Hitler haben sie geradezu sabotiert.
Heute (2016) haben wir fast ein identisches Szenario mit dem Iran, der seit nunmehr vier Jahrzehnten „eingekreist“, „eingedämmt“ und zum Hort alles Bösen stilisiert wird. Tatsächlich sind aber Saudiarabien und die anderen Golfmonarchien unsere wirklichen Todfeinde, wie einst die Sowjetunion der wirkliche Todfeind der freien Welt war. Die Ölscheichs finanzieren Al Kaida, ISIS und die schleichende Islamisierung des Westens; sie sind es, die uns unterwandern, nicht die Iraner! Die Schiiten sind eine kleine krypto-christliche Minderheit im Weltislam und müssen entsprechend radikal islamistisch (und extrem israelfeindlich) auftreten, doch in der Realität – oder sagen wir lieber perspektivisch – sind sie wegen ihres Status als bedrängte Minderheit, die nicht mal wirklich mohammedanisch ist, eher auf unserer Seite.
Moral oder gar „Gefühle“ haben in der Politik nichts zu suchen, sondern nur Interessen! Das hatte beispielsweise General Patton beherzigt, als er am Ende des Krieges meinte, daß die Deutschen die falschen Gegner gewesen waren und man nun zusammen mit den Resten der Wehrmacht doch bitte gegen den wahren Feind, die Sowjetunion ziehen sollte. Wenige Jahre später hat (bzw. natürlich hätte) man genau das ja auch tatsächlich getan! Nur, daß die Wehrmacht nun „Bundeswehr“ hieß und amerikanische Uniformen trug.
Genauso mag es heute vielleicht moralisch gut aussehen, gegen den „Islamo-Faschismus“ der Iraner anzugehen, aber tatsächlich ist es ein lächerlicher Nebenschauplatz, denn währenddessen breitet sich der saudische Wahabismus über den Planeten aus. Ja, die Bahais werden im Iran blutig verfolgt, aber währenddessen ist die arabische Halbinsel „juden- und christenrein“!
Es ist gut möglich, daß sich am Konflikt mit dem Iran ein neuer Weltkrieg entfacht – und wieder wird der Westen gegen den falschen Gegner antreten. So abgrundtief widerlich und hassenswert das Regime der Ayatollahs auch sein mag: sie sind es, die die Wahabiten in Schach halten.
Ich hatte mich in den 1980er Jahren tierisch über die vermeintliche „Idiotie“ von Rainer Zittelmann (übrigens ein Krypto-Reichianer) aufgeregt, der versucht hatte, den gordischen Knoten der linken Dominanz in Westdeutschland durch eine Neubewertung des nationalsozialistischen Regimes und des Zweiten Weltkrieges zu durchtrennen, d.h. die „Umerziehung“ frontal anzugreifen. Ich betrachtete Zittelmanns Ansatz als gemeingefährliche Idiotie, denn darauf warten ja die Linken: daß Konservative sich als klammheimliche „Nazis“ outen.
Doch erstens nehmen die Linken diese Gleichsetzung ohnehin vor und zweitens: bei mir hat Zittelmanns Taktik mit einer jahrzehntelangen Inkubationszeit gewirkt. Der Zweite Weltkrieg gilt als das Beispiel für einen „gerechten Krieg“ und mit dem Stichwort „Hitler“ läßt sich seitdem wirklich alles rechtfertigen: der Irak, das Kosovo, der Iran, die Überfremdungspolitik… Ich gönne Hitler, Saddam, Milosevic, Gaddafi, etc. ihr Schicksal von ganzem Herzen, aber… Aber, beispielsweise, ohne die durchweg idiotischen Interventionen der Engländer hätte die Wehrmacht Hitler weggeputscht und der Nazispuck wäre verpufft. Den Engländern ging es aber ohnehin nicht um Hitler und erst recht nicht um die Juden, sondern dezidiert um die Vernichtung des Deutschen Reiches von 1871! Saddam und sein unmittelbares Umfeld hätte man beseitigen können und durch ein „normales“ arabisches Regime ersetzten können, ohne Tausende GIs für die „Demokratie“ zu opfern, die in einer Stammesgesellschaft ohnehin nicht funktionieren kann. Das gleiche gilt für Afghanistan und überhaupt alle großartigen Projekte der Neokonservativen, die so auftreten, als wollten sie der Geschichte im Sinne von Marx Beine machen: orientalische Despotie → bürgerliche Demokratie → das Paradies auf Erden (Kommunismus). Genuine Konservative setzen einfach die Interessen ihres Landes durch und achten darauf, daß die Kosten nicht den Gewinn übersteigen: fertig.


















