Podcast Episode: Orgonomie und Reichs Werk

3. November 1957

DAS BLAUE BUCH 2012-2016: 1. Orgonbiophysik, e. Erdrotation und Orgonenergie

15. August 2026

DAS BLAUE BUCH 2012-2016: 1. Orgonbiophysik, e. Erdrotation und Orgonenergie

Sprachliche Geschliffenheit

14. August 2026

Ich glaube, daß sprachliche Geschliffenheit zwei Quellen haben kann:

1. kann sie Ausdruck eines ungepanzerten okularen Segments sein, das nicht nur mit einem dreidimensionalen Sehen, sondern auch mit einem „dreidimensionalen, perspektivisch geordneten“ Denken einhergeht; und

2. kann sprachliche Geschliffenheit eine Reaktion auf die okulare Panzerung sein, ähnlich wie nach außen hin körperliche Schönheit sowohl Ausdruck fehlender Panzerung als auch „reaktiver“ Sportlichkeit extrem gepanzerter Menschen sein kann. Der eine betreibt Bodybuilding und imitiert so genitale Schönheit bis zur Karikatur, während der andere seinen Intellekt ausfeilt – ebenfalls bis hin zur Karikatur geordneten Denkens.

Bei so kurzen Blogeinträgen verlohnt etwas Kunst im digitalen Raum: Bild 21

DAS BLAUE BUCH 2012-2016: 1. Orgonbiophysik, d. Fliegende Untertassen?

13. August 2026

DAS BLAUE BUCH 2012-2016: 1. Orgonbiophysik, d. Fliegende Untertassen?

Orgonenergie-Akkumulator und Neurose

12. August 2026

In seiner Rückschau von 1942 beschreibt Reich seine Weiterentwicklung der Freudschen Libidotheorie Mitte der 1920er Jahre wie folgt: die auf seelischen Konflikten beruhende Neurose (Ödipuskomplex, Kastrationsangst) hat einen körperlichen aktual- bzw. stauungsneurotischen Kern (sexuelle Frustration). Die Sexualstörung beruht wiederum auf seelischen Bedrängnissen.

Die Sexualerregung ist ein ausgesprochen körperlicher Vorgang. Die Konflikte der Neurose sind seelischer Art. Es kann nicht anders sein, als daß ein geringer Konflikt, an sich normal, eine kleine Störung des sexuellen Energieausgleichs herbeiführt. Diese kleine Stauung verstärkt den Konflikt, und dieser wieder die Stauung. Derart heben psychischer Konflikt und körperliche Erregungsstauung einander gegenseitig in die Höhe. (Die Funktion des Orgasmus, Fischer TB, S. 88f)

Stauung und Konflikt schaukeln sich gegenseitig hoch.

Ähnlich beschreibt Reich zwei Jahrzehnte später die Wirkung des Orgonenergie-Akkumulators: die Energiefelder der beiden Orgonsysteme (Akkumulator und Akkumulatorbenutzer) schaukeln sich durch orgonotische Erstrahlung, die Reich bei der Beobachtung von Bionen entdeckt hatte, wechselseitig hoch.

Genauso wie der Kontakt zweier Bione in eine orgonotische Erstrahlung ausläuft, erstrahlt auch das Blut und das Zellsystem im Kontakt mit dem Orgonfeld des Akkumulators. Dieser Kontakt der beiden Orgonsysteme [Akkumulator und Akkumulatorbenutzer] führt zu einer Steigerung des Orgonenergiewechsels im Organismus, dem nun die belebende Wirkung der Orgon[akkumulator]therapie zugeschrieben werden muß. (…) Wir haben es also im Falle der Orgontherapie mit sexualenergetischen Vorgängen im strengen biophysikalischen Sinne des Wortes zu tun. Nur so wird verständlich, daß so viele Kranke, die an Stillstand der biologischen Energieumsetzungen leiden, [durch die Behandlung mit dem Akkumulator] sexuelle Erregungen und eine Sexualstauung entwickeln. (Der Krebs, Fischer TB, S. 322f)

Der Krebskranke ist typischerweise „buddha-artig“ milde und entspannt, stoisch, frei von Sexualstauung und deshalb „unneurotisch“. Umgekehrt ist die Neurose so etwas wie der Versuch einer Selbstheilung, eine, wenn man so will, „autonome Akkumulatorbehandlung“: die seelische Bedrängung aktiviert das körperliche Energieniveau und der wachsende Energiepegel „macht aus jeder Fliege (jeder psychischen Irritation) einen Elefanten“. Am Ende dieses energetischen Hochschaukelns steht typischerweise der „Herzkasper“ oder ein ähnliches dramatisches Symptom der wachsenden Sexualstauung – als habe man viel zu lang im Orgonenergie-Akkumulator gesessen und leide unter einer Überladung.

DAS BLAUE BUCH 2012-2016: 1. Orgonbiophysik, c. Oh Shrek, „offensichtlicher Unsinn“!

11. August 2026

DAS BLAUE BUCH 2012-2016: 1. Orgonbiophysik, c. Oh Shrek, „offensichtlicher Unsinn“!

Das JOURNAL OF ORGONOMY auf deutsch

10. August 2026

Man findet 31 Artikel aus dem JOURNAL OF ORGONOMY (JofO) auf Orgonomie in Deutschland und auf Soziale Orgonomie. Es wurden aber auch bereits vor über 20 Jahren in dem Band Nach Reich, herausgegeben von James DeMeo und Bernd Senf, weitere 13 Artikel aus dem JofO auf deutsch veröffentlicht. Ich erwähne das, weil das Buch als pdf-Datei online einsehbar ist:

aus dem JofO 1/1&2, 1967: „Symptombefreiung mit orgonomischer Erster Hilfe“ von Morton Herskowitz (im Buch S. 163-171) [eine Alternativübersetzung zu http://roomforhappiness.de/herskowitz.html

aus dem JofO 2/1, 1968: „Eine Einführung in die Orgontherapie“ von Ola Raknes (im Buch S. 115-120)

aus dem JofO 12/2, 1978: „Erinnerungen an Wilhelm Reich“ von Morton Herskowitz (im Buch S. 286-305)

aus dem JofO 13/1, 1979: „Wilhelm Reichs frühe Arbeit über Charakteranalyse“ von Myron R. Sharaf (im Buch S. 95-114)

aus dem JofO 18/2, 1984: „Wirkungen des Orgonakkumulators (ORAKs) bei krebskranken Mäusen: drei Experimente“ von Richard A. Blasband (im Buch S. 673-684)

aus dem JofO 20/1, 1986: „Energiefelder und Bewußtsein“ von Barbara Koopman (im Buch S. 815-837)

aus dem JofO 20/2, 1986: „Orgonomische bei Heilung durch Berührung“ von Bernard R. Grad (im Buch S. 804-814)

aus dem JofO 22/2, 1988: „Transformationen in mikrobiologischen Organismen“ von Richard A. Blasband (im Buch S. 606-614)

aus dem JofO 23/1, 1989: „Wirkungen des Orgonakkumulators auf die Fingertemperatur“ von Neill R. Snyder (im Buch S. 664-672)

Vortrag vor dem American College of Orgonomy, 1989: „Orgonomische Hilfsmittel bei der Behandlung von Infektionen“ von Myron D. Brenner (im Buch S. 764-777)

aus dem JofO 24/1, 1990: „Béchamps Mikrozyme und Reichs Bione: Ähnlichkeiten und Unterschiede“ von Bernard R. Grad (im Buch S. 598-605)

aus dem JofO 24/1, 1990: „Die orgonenergetische Behandlung transplantierter Tumoren und die damit verbundenen immunologischen Funktionen“ von Ernano Eduardo Trotta und Eugénio Marer (im Buch S. 685-692)

aus dem JofO 25/2, 1991: „Bionöse Desintegration bei degenerativen Krankheiten“ von Alan Cantwell (im Buch S. 615-626)

aus dem JofO 25/2, 1991: „Forschungsnotiz: Reichscher Bluttest und Autofluoreszenz“ von Charles Frigola und Pilar Castro (im Buch S. 627f)

Weiteres JofO-kompatibles Material findet sich auf den deutschen Netzseiten von Jerome Eden, Charles Konia, Vittorio Nicola und David Holbrook.

Email (Reich und Laska) 2008

9. August 2026

Email (Reich und Laska) 2008

David Holbrook, M.D.: Schuldgefühle, „Moralisieren“ und die „Emotionelle Pest“

8. August 2026

DAVID HOLBROOK, M.D.:

Schuldgefühle, „Moralisieren“ und die „Emotionelle Pest“

DAS BLAUE BUCH 2012-2016: 1. Orgonbiophysik, b. Orgonenergie in steinzeitlichen Höhlen

7. August 2026

DAS BLAUE BUCH 2012-2016: 1. Orgonbiophysik, b. Orgonenergie in steinzeitlichen Höhlen

Ironische und ernsthafte Wissenschaft

6. August 2026

Der Begriff „ironische Wissenschaft“ stammt aus dem 1996 erschienenen Buch Das Ende der Wissenschaft des Wissenschaftsjournalisten John Horgan. Er vertrat die These, daß in der Wissenschaft nichts Neues mehr zu entdecken sei. Theorien würden mittlerweile so formuliert, daß sie empirisch nicht widerlegbar, also reine Spielerei seien, die aber Prestige und vor allem Fremdfinanzierung sichere. Das was Wissenschaftler heute tun, sei „postempirische“, nur noch spekulative „ironische Wissenschaft“ ohne wirklichen Wahrheitsanspruch. Zurecht prangte Horgan Figuren wie Hawkins an, die nur noch hochspekulatives Zeugs verfaßten, dessen Erkenntnisgewinn (geschweige denn ein sich abzeichnender praktischer Nutzen) gegen Null tendierte.

Ich frage mich aber, ob es früher viel anders war. Beispielsweise sind Mikrobiologen sicherlich ständig mit Abiogenesis und Pleomorphismus konfrontiert, aber das wird sofort ausgeblendet und Proben als „kontaminiert“ weggeschmissen. Ähnlich werden Chemiker ständig über das stolpern, was Reich als „präatomare Chemie“ bezeichnet hat. Und so überall, vom angeblichen Urknall (der von jedem neuen Blick ins All widerlegt wird) bis hin zu den Theorien über unser Sonnensystem. Nicht ein einziges Mal haben die Wissenschaftler einigermaßen richtige Voraussagen gemacht, immer haben die Satelliten sie vom Hocker gehauen.

Die Leute sagen, die Orgonomie wäre ein gigantisches Wahngebilde. Ich glaube, auf die gängige Wissenschaft trifft das tausendmal mehr zu. Die Universitäten sind dann sowas wie Ideologiefabriken.

Die Evolution selbst zeigt, wie „ironisch“ Fortschritt sein kann. Man sieht in einem Aquarium sofort welche Pflanzen primitiv sind und welche fortgeschritten sind. Das verblüffende dabei ist jedoch, daß gerade die primitiven Pflanzen, z.B. Fadenalgen, eine wahre Pest sind, sie wachsen immer und überall, während die fortgeschrittenen Pflanzen unglaublich empfindlich sind. Wo ist da der Fortschritt und welchen Sinn macht er überhaupt? Der Biologe wird einwenden, dies sei alles ganz einfach mit Spezialisierung erklärlich. In isolierten ökologischen Nischen wären die höherentwickelten Organismen tatsächlich besser angepaßt als die unverwüstlichen primitiven, so daß sich der Fortschritt dort durchsetzen könnte. Funktionell gesehen ist hier aber gar kein Widerspruch. Man denke in diesem Zusammenhang an Reichs sich nach rechts hin immer weiter verästelnde orgonometrische Gleichung: Entwicklung und „isolierende“ Verästelung sind funktionell identisch!

Was wir im Wissenschaftsbetrieb so als „Fortschritt“ vor uns haben, entspricht dieser natürlichen Evolution: zunehmende Spezialisierung mit immer unbedeutenderen Ergebnissen, also das was Horgan beklagt. Man frägt sich genauso wie bei manchen Wasserpflanzen, welch einen Sinn ein solcher Fortschritt überhaupt macht, doch richtet man das Augenmerk auf die jeweilige „ökologische Nische“, macht dieser Fortschritt doch Sinn – und man sieht, daß es unendlich (?) so weitergehen kann mit dem „Spezialisierungs-Fortschritt“, wobei dieser dabei immer „fragiler“ wird.

Das besondere der Orgonomie ist nun, daß für sie wissenschaftlicher Fortschritt nicht primär diese immer weitere Verästelung bedeutet, sondern ganz im Gegenteil das Auffinden „primitiverer“ gemeinsamer Funktionsprinzipien (CFP). Während z.B. Reichs psychoanalytische Kollegen immer feinere psychologische Mechanismen offengelegt hatten, ist Reich zum „segmentären Wurm im Menschen“ „vor“-gestoßen.

Kurz gesagt: es kann stets nur immer voran gehen, der Fortschritt ist garantiert, es stellt sich dabei nur die Frage, ob er in einer peripheren Sackgasse endet (wie die gegenwärtige Wissenschaft und Gesellschaft), oder ob er mit der „kosmischen“ Gesamtentwicklung in Harmonie steht: um das zu garantieren, muß man aber zurück zum CFP schauen und entsprechend die Entwicklungsprozesse vernünftig koordinieren.