Podcast Episode: Orgonomie und Reichs Werk
3. November 1957Sprachliche Geschliffenheit
14. August 2026Ich glaube, daß sprachliche Geschliffenheit zwei Quellen haben kann:
1. kann sie Ausdruck eines ungepanzerten okularen Segments sein, das nicht nur mit einem dreidimensionalen Sehen, sondern auch mit einem „dreidimensionalen, perspektivisch geordneten“ Denken einhergeht; und
2. kann sprachliche Geschliffenheit eine Reaktion auf die okulare Panzerung sein, ähnlich wie nach außen hin körperliche Schönheit sowohl Ausdruck fehlender Panzerung als auch „reaktiver“ Sportlichkeit extrem gepanzerter Menschen sein kann. Der eine betreibt Bodybuilding und imitiert so genitale Schönheit bis zur Karikatur, während der andere seinen Intellekt ausfeilt – ebenfalls bis hin zur Karikatur geordneten Denkens.
Bei so kurzen Blogeinträgen verlohnt etwas Kunst im digitalen Raum: Bild 21
Orgonenergie-Akkumulator und Neurose
12. August 2026In seiner Rückschau von 1942 beschreibt Reich seine Weiterentwicklung der Freudschen Libidotheorie Mitte der 1920er Jahre wie folgt: die auf seelischen Konflikten beruhende Neurose (Ödipuskomplex, Kastrationsangst) hat einen körperlichen aktual- bzw. stauungsneurotischen Kern (sexuelle Frustration). Die Sexualstörung beruht wiederum auf seelischen Bedrängnissen.
Die Sexualerregung ist ein ausgesprochen körperlicher Vorgang. Die Konflikte der Neurose sind seelischer Art. Es kann nicht anders sein, als daß ein geringer Konflikt, an sich normal, eine kleine Störung des sexuellen Energieausgleichs herbeiführt. Diese kleine Stauung verstärkt den Konflikt, und dieser wieder die Stauung. Derart heben psychischer Konflikt und körperliche Erregungsstauung einander gegenseitig in die Höhe. (Die Funktion des Orgasmus, Fischer TB, S. 88f)
Stauung und Konflikt schaukeln sich gegenseitig hoch.
Ähnlich beschreibt Reich zwei Jahrzehnte später die Wirkung des Orgonenergie-Akkumulators: die Energiefelder der beiden Orgonsysteme (Akkumulator und Akkumulatorbenutzer) schaukeln sich durch orgonotische Erstrahlung, die Reich bei der Beobachtung von Bionen entdeckt hatte, wechselseitig hoch.
Genauso wie der Kontakt zweier Bione in eine orgonotische Erstrahlung ausläuft, erstrahlt auch das Blut und das Zellsystem im Kontakt mit dem Orgonfeld des Akkumulators. Dieser Kontakt der beiden Orgonsysteme [Akkumulator und Akkumulatorbenutzer] führt zu einer Steigerung des Orgonenergiewechsels im Organismus, dem nun die belebende Wirkung der Orgon[akkumulator]therapie zugeschrieben werden muß. (…) Wir haben es also im Falle der Orgontherapie mit sexualenergetischen Vorgängen im strengen biophysikalischen Sinne des Wortes zu tun. Nur so wird verständlich, daß so viele Kranke, die an Stillstand der biologischen Energieumsetzungen leiden, [durch die Behandlung mit dem Akkumulator] sexuelle Erregungen und eine Sexualstauung entwickeln. (Der Krebs, Fischer TB, S. 322f)
Der Krebskranke ist typischerweise „buddha-artig“ milde und entspannt, stoisch, frei von Sexualstauung und deshalb „unneurotisch“. Umgekehrt ist die Neurose so etwas wie der Versuch einer Selbstheilung, eine, wenn man so will, „autonome Akkumulatorbehandlung“: die seelische Bedrängung aktiviert das körperliche Energieniveau und der wachsende Energiepegel „macht aus jeder Fliege (jeder psychischen Irritation) einen Elefanten“. Am Ende dieses energetischen Hochschaukelns steht typischerweise der „Herzkasper“ oder ein ähnliches dramatisches Symptom der wachsenden Sexualstauung – als habe man viel zu lang im Orgonenergie-Akkumulator gesessen und leide unter einer Überladung.
DAS BLAUE BUCH 2012-2016: 1. Orgonbiophysik, c. Oh Shrek, „offensichtlicher Unsinn“!
11. August 2026Das JOURNAL OF ORGONOMY auf deutsch
10. August 2026Man findet 31 Artikel aus dem JOURNAL OF ORGONOMY (JofO) auf Orgonomie in Deutschland und auf Soziale Orgonomie. Es wurden aber auch bereits vor über 20 Jahren in dem Band Nach Reich, herausgegeben von James DeMeo und Bernd Senf, weitere 13 Artikel aus dem JofO auf deutsch veröffentlicht. Ich erwähne das, weil das Buch als pdf-Datei online einsehbar ist:
aus dem JofO 1/1&2, 1967: „Symptombefreiung mit orgonomischer Erster Hilfe“ von Morton Herskowitz (im Buch S. 163-171) [eine Alternativübersetzung zu http://roomforhappiness.de/herskowitz.html
aus dem JofO 2/1, 1968: „Eine Einführung in die Orgontherapie“ von Ola Raknes (im Buch S. 115-120)
aus dem JofO 12/2, 1978: „Erinnerungen an Wilhelm Reich“ von Morton Herskowitz (im Buch S. 286-305)
aus dem JofO 13/1, 1979: „Wilhelm Reichs frühe Arbeit über Charakteranalyse“ von Myron R. Sharaf (im Buch S. 95-114)
aus dem JofO 18/2, 1984: „Wirkungen des Orgonakkumulators (ORAKs) bei krebskranken Mäusen: drei Experimente“ von Richard A. Blasband (im Buch S. 673-684)
aus dem JofO 20/1, 1986: „Energiefelder und Bewußtsein“ von Barbara Koopman (im Buch S. 815-837)
aus dem JofO 20/2, 1986: „Orgonomische bei Heilung durch Berührung“ von Bernard R. Grad (im Buch S. 804-814)
aus dem JofO 22/2, 1988: „Transformationen in mikrobiologischen Organismen“ von Richard A. Blasband (im Buch S. 606-614)
aus dem JofO 23/1, 1989: „Wirkungen des Orgonakkumulators auf die Fingertemperatur“ von Neill R. Snyder (im Buch S. 664-672)
Vortrag vor dem American College of Orgonomy, 1989: „Orgonomische Hilfsmittel bei der Behandlung von Infektionen“ von Myron D. Brenner (im Buch S. 764-777)
aus dem JofO 24/1, 1990: „Béchamps Mikrozyme und Reichs Bione: Ähnlichkeiten und Unterschiede“ von Bernard R. Grad (im Buch S. 598-605)
aus dem JofO 24/1, 1990: „Die orgonenergetische Behandlung transplantierter Tumoren und die damit verbundenen immunologischen Funktionen“ von Ernano Eduardo Trotta und Eugénio Marer (im Buch S. 685-692)
aus dem JofO 25/2, 1991: „Bionöse Desintegration bei degenerativen Krankheiten“ von Alan Cantwell (im Buch S. 615-626)
aus dem JofO 25/2, 1991: „Forschungsnotiz: Reichscher Bluttest und Autofluoreszenz“ von Charles Frigola und Pilar Castro (im Buch S. 627f)
Weiteres JofO-kompatibles Material findet sich auf den deutschen Netzseiten von Jerome Eden, Charles Konia, Vittorio Nicola und David Holbrook.




















