Zur Entstehungsgeschichte der Orgonomie (Teil 21)

19. Oktober 2018

Klaus Heimann (Philipps-Universität Marburg/Lahn 1977, gepostet mit der freundlichen Genehmigung des Autors)

ANHANG: Eigene Erfahrungen mit dem Orgon-Akkumulator

Seit Ende Januar 1977 benutze ich regelmäßig einen 4-schichtigen Orgon-Akkumulator zur Körperganzbestrahlung. Ich will über meine Eindrücke und Beobachtungen im folgenden kurz berichten. Ich möchte darauf hinweisen, daß die subjektiven Empfindungen sowie die objektiven Werte, z.B. die Veränderung der Körpertemperatur, bei Benutzung des Orgon-Akkumulators stark vom Individuum und dessen bioenergetischer Konstitution abhängen. Wenn also jemand selbst schon einige Male in einem Orgon-Akkumulator gesessen hat ohne meine hier geschilderten Erfahrungen bestätigen zu können, so widerlegt dies nicht die durch die Akkumulation der kosmischen Orgonenergie hervorgerufenen subjektiven Empfindungen, die als durch Suggestion bewirkt erscheinen könnten Der Kritiker, der selbst ohne positive Ergebnisse einen Akkumulator erprobt hat, wird sich den Vorwurf gefallen lassen müssen, er habe die Flinte zu früh ins Korn geworfen. Reich weist mehrfach darauf hin, daß nur regelmäßige Benutzung über mehrere Monate hinweg zu einem kompetenten Urteil über den Orgon-Akkumulator befähigt.

Ein typisches Empfinden während der Akkumulator Bestrahlung ist das Auftreten eines Wärmegefühls, das einem Strömen von Wärme im eigenen Organismus entspricht Dieses Wärmeempfinden führe ich nicht auf die Temperatur im Akkumulatorinnern zurück. Messungen haben gezeigt, daß die Innenraumtemperatur nach einer halbstündigen Aufenthaltsdauer im Akkumulator im Durchschnitt ca. 25°C beträgt. Begibt man sich aber in einen auf die gleiche Temperatur aufgeheizten Raum, so entspricht das Wärmeempfinden keineswegs dem Wärmeempfinden im Orgon-Akkumulator, das sich verstärkt durch ein inneres Strömen kennzeichnet. Nach einigen Sitzungen, die im Mittel ca. eine halbe Stunde betrugen, spürte ich ein leichtes Kribbeln vor allem in den Händen und Armen, das sich bei Annäherung an die Akkumulatorwand verstärkte. Ebenso verstärkte sich gelegentlich auftretender Druck im Kopf, der aber nicht als Schmerz empfunden wurde, bei Annäherung an die Metallwand. Das Kribbeln, das ich zunächst an Händen und Armen verspürte, trat im Laufe der Zeit auch an den Beinen auf und erfaßte schließlich den ganzen Körper. Bemerkenswert ist, daß das Kribbeln pulsierend auftritt und wellenförmig den Organismus zu erfassen scheint. Gelegentlich kam es zu heftigen Schweißausbrüchen, ohne daß ich mich bewegt hätte oder die Innentemperatur den Schweißausbruch erklären könnte. Normalerweise kommt es nur zu geringer Schweißbildung, und das Gefühl zu schwitzen ist nicht vorhanden. Oft tritt im Akkumulator ein Wohl- oder Lustgefühl auf. Regelmäßig habe ich den Eindruck, „irgendwie“ aufgeladen zu werden. Ich fühle mich nach der Bestrahlung meist erfrischt. Seit Benutzung des Akkumulators habe ich das Gefühl, meine Träume intensiver als früher zu erleben.

Am Tag nach der sechsten Bestrahlung im Orgon-Akkumulator war mir schlecht, ich war (ohne vorherigen Alkoholgenuß) von starker Übelkeit und Kopfschmerz befallen. Ich dachte, meinen Zustand durch Orgonbestrahlung verbessern zu können. Aber das genaue Gegenteil war der Fall: mir wurde im Orgon-Akkumulator noch elender. Ich vermute, daß es sich hierbei um einen sogenannten anorgonotischen Zustand handelte, als Reaktion auf die Bestrahlung im Akkumulator und der damit verbundenen Orgonenergieaufladung. Mein Körper schien sich gegen den verstärkten Energiefluß zu wehren, sich zurückzuziehen. Interessant ist die Beobachtung, daß die Körpertemperatur bis zur sechsten Sitzung zweimal unverändert blieb, zweimal leicht gestiegen war und zweimal sogar abgenommen hatte. Während der sechsten Sitzung war meine Körpertemperatur zum ersten Mal um 0,5°C gestiegen, was nach orgonomischer Auffassung auf eine starke orgonotische Erregung der Körperzellen zurückzuführen ist. Im Anschluß an diese erstmalig objektiv meßbare Erregung trat der anorgonotische Zustand auf. Mein Befinden besserte sich schon nach einem Tage wieder und ich benutzte den Akkumulator weiter. Von nun an trat regelmäßig eine Erhöhung der Körpertemperatur auf, die je nach Wetter und Tageszeit der Akkumulatorbenutzung zwischen 0,1°C und 0,8°C schwankte. Die erhöhte Temperatur war bereits 15 Minuten nach Beginn der Bestrahlung feststellbar. Fünfzehn bis 30 Minuten nach der Bestrahlung hatte der Körper wieder dieselbe Temperatur wie vorher! Ich brach die Messungen der Körpertemperatur ab, als sich 20 Tage lang regelmäßig eine Erhöhung einstellte, da ich es als lästig empfand, ständig mit dem Fieberthermometer im Akkumulator zu sitzen. Ein Freund, der ebenfalls regelmäßig den Akkumulator benutzte, machte ähnliche Beobachtungen Auch er hatte nach ca. 9 Sitzungen einen (vermutlich) anorgonotischen Anfall, und bei ihm stellte sich auch von nun an eine regelmäßige Erhöhung der Körpertemperatur ein. Personen, die nur sporadisch den Orgon-Akkumulator benutzen, zeigten in der überwiegenden Mehrzahl keine Veränderungen in der Körpertemperatur. Es scheint, als müsse sich ein geschwächter Organismus erst mit Orgonenergie vollsaugen, bevor es zur vollen Erstrahlung kommt, die sich dann in einer Erhöhung der Körpertemperatur äußert.

Die meisten, die den Akkumulator ein oder mehrmals benutzten, bestätigten den Eindruck des Wärmeströmens, einige bestätigten auch das Prickeln in den Händen oder auch an anderen Körperteilen. Ich habe den Eindruck, daß viele Leute, die sich anfangs für den Orgon-Akkumulator interessierten, eine Scheu haben, den Akkumulator regelmäßig zu benutzen. Ich vermute, das liegt an der unbewußten Vorahnung (die eventuell von einer Kontraktion des Körperplasmas infolge einmaliger Orgonbestrahlung begleitet wird), daß die konsequente Auseinandersetzung mit der Orgonenergie unweigerlich zu einer intensiven Beschäftigung mit dem eigenen Selbst, mit den eigenen Panzerungen und Ängsten, die man lieber verdrängen möchte, führt, was für neurotische Individuum durchaus schmerzlich und bitter sein kann, und daher von so vielen Individuen gemieden wird, um das neurotische Gleichgewicht nicht zu verlieren Die Auseinandersetzung mit dem Orgon-Akkumulator scheint die weit verbreitete Lustangst des Neurotikers zu aktivieren und stößt daher auf irrationale Ablehnung.

Ich nehme an, daß die Benutzung des Orgon-Akkumulators dazu beitrug, daß ich eine gewisse Sensibilität für Verspannungen der Muskulatur entwickelte. So merke ich deutlich, daß sich bei mir des öfteren im Nacken Verspannungen bilden; manchmal herrscht ein starken Druck in der Nackengegend, so als wenn Energie eingeschlossen wäre und eine innere Spannung hervorriefe. Diese Empfinden geht bei mir einher mit dem Gefühl, der Energiefluß sei gerade in der Nackengegend unterbrochen. Derartige Gefühle kannte ich vor Benutzung des Orgon-Akkumulators nicht.

Über die Heilwirkungen der im Orgon-Akkumulator konzentrierten Energie kann ich nicht viele Aussagen treffen, da ich selbst nicht an organischen Krankheiten leide. Experimente mit kranken Personen habe ich auf Grund mangelnder medizinischer Ausbildung selbstverständlich unterlassen. Werden körperliche Leiden mit dem Akkumulator zu heilen versucht, sollte man stets einen erfahrenen Arzt zur Kontrolle heranziehen möglichst auch jemanden, der über umfangreiche Kenntnisse in der Orgonomie verfügt.

Folgende Erfahrungen über Heilwirkungen halte ich für mitteilenswert:

  • Eine seit einigen Jahren alle ein bis zwei Jahre einmal auftretende Mandelentzündung stellte sich nach ca. 6 Wochen Akkumulatorbenutzung wieder ein. Mehrere Personen aus meiner Umgebung waren an einer Mandelentzündung erkrankt. Nach zwei Tagen war ich bereits wieder beschwerdefrei. Seitdem (März 1977) bin ich bis heute (September 1977) frei von Infektionen jeder Art. Erkältungen kommen meist nicht voll zum Ausbruch. In der Frage nach prophylaktischer Wirkung ist Beobachtung über einen längeren Zeitraum auf jeden Fall erforderlich.
  • Leichte Verbrennungen hinterließen nach Bestrahlungen nicht wie eigentlich erwartet die sonst üblichen Brandblasen, sondern hörten bald auf zu schmerzen und es bleiben keine äußerlichen Merkmale. Mit schwereren Verbrennungen habe ich keine Erfahrungen.
  • Wiederholt konnte ich Kopfschmerzen, die infolge von Überanstrengung (z.B. nach einer mehrstündigen Autofahrt bei gleißendem Sonnenlicht) auftraten, binnen weniger Minuten beheben.

Bei der Beobachtung der Lichtphänomene bin ich mir zu unsicher, als daß ich sichere Behauptungen aufstellen könnte. Hierzu stehen noch gezielte Versuche aus. Temperaturmessungen von Außenluft und Akkumulator-Innerem habe ich aus finanziellen Gründen nicht mit geeichten Thermometern durchführen können. Messungen mit ungeeichten Thermometern, die allerdings in gleicher Umgebung gleiche Temperaturen anzeigten, schienen die Reichschen Ergebnisse zu bestätigen. Ebenfalls aus finanziellen Gründen unterblieb die Messung mit dem Geiger-Müller-Zähler und mit Elektroskop.

Wilhelm Reich, Max Stirner und Julien Offray de La Mettrie

18. Oktober 2018

http://www.lsr-projekt.de/

Musik macht das Orgon hörbar:

Politik ist ein Symptom, keine Krankheit

18. Oktober 2018

Der amerikanische Orgonom Dr. Charles Konia über die Polarisierung der Gesellschaft:

Politik ist ein Symptom, keine Krankheit

Was Konia für die USA beschreibt, nämlich die breite Unterwanderung durch den roten Faschismus, sieht in Deutschland wie folgt aus:

Theologie ist wichtig!

17. Oktober 2018

Zwei Dinge haben mich von jeher irritiert: die Achtung, die Religionen entgegengebracht wird, und die Verachtung für die Theologie. Ich soll eine Religion achten, die mich zur Hölle, also ewig anhaltender Folter verdammt, mich als untermenschliches Wesen, als unberührbares Stück Dreck betrachtet? Ich soll jedem hirnverbrannten Schwachsinn Achtung entgegenbringen? Vor allem soll ich akzeptieren, daß jede Religion gleich ist, so als gäbe es keine Theologie. Theologisch sind beispielsweise alle neo-christlichen Religionen, die aus Amerika kommen, etwa der Mormonismus, Christian Science und die Zeugen Jehovas von vornherein null und nichtig. Erst recht kann es keinen Dialog zwischen Juden, Christen und Mohammedanern geben. Es gibt nichts zu „diskutieren“! Man kann sich allenfalls darauf einigen, sich gegenseitig zu ignorieren. Ansonsten: Warum soll ich Leute auch nur eine Sekunde ernstnehmen und achten, die ihre eigene Religion nicht ernstnehmen und achten?!

Betrachtet man, wie Reich, die ganze Angelegenheit von außen und weiß, daß religiöse Gefühle eine rationale Grundlage haben, weil die Menschen die Orgonenergie und ihre kosmischen Gesetzmäßigkeiten durch ihre Panzerung hindurch gedämpft und verzerrt spüren, kann und muß man Partei ergreifen. Welches Charakteristikum der kosmischen Orgonenergie spiegelt eine gegebene Religion verzerrt wider? Wie und in welchem Ausmaß behindert sie die Sexualökonomie, die Arbeitsdemokratie und die Wissenschaft? Unterstützt oder bekämpft sie Frauenverachtung, Tribalismus und Aberglauben? Wie gut spiegeln ihre Mythen das Wesen der Orgonomie, der Wissenschaft von der kosmischen Lebensenergie, wider?

Man braucht nicht weiter ausführen, warum bei diesen Punkten das Christentum in allen Punkten am besten und das Muselmanentum am schlechtesten abschneidet, zumal das letztere zu allem Überfluß durch die Förderung der Inzucht auch noch eine verheerende Wirkung auf den Genpool der Menschheit hat. Von vorne bis hinten eine Katastrophe.

Interessanterweise sind, aus theologischer Sicht, die beiden verheerendsten Ideologien des 21. Jahrhunderts, der Islam und der Linksliberalismus, nichts anderes als ins Gegenteil verkehrte Versionen des Christentums. In der einen ist Jesus nicht mehr der Sohn Gottes, der mit seinem „Schwert aus dem Mund“ („dem Wort“) das Böse vom Guten scheidet, sondern ein bloßes menschliches Werkzeug Gottes, der mit seinem Schwert Köpfe und Finger abtrennt. In der anderen wird versucht mit Tugendterror (der zwangsläufig im realen Terror der Gulag münden muß) das Himmelreich auf Erden zu errichten. Es sind die beiden Evangelien des Antichrist (die aktuellen Ausformungen des schwarzen und roten Faschismus). Es würde mir schon reichen, wenn sich diese beiden verirrten Menschengruppen von Satan abwenden und zurück zum Sohn Gottes finden! Mehr können wir in einer gepanzerten Welt (und damit wahrscheinlich überhaupt) kaum erreichen. Auch ist dieser theologische Blick auf das Dasein des Menschen in einer gepanzerten Welt (und damit wahrscheinlich überhaupt) der tiefst mögliche. Die endgültige Wahrheit, die Orgonomie, kann voraussehbar nur von einer lächerlich kleinen Minderheit erfaßt und ertragen werden.

Zur Entstehungsgeschichte der Orgonomie (Teil 20)

16. Oktober 2018

Klaus Heimann (Philipps-Universität Marburg/Lahn 1977, gepostet mit der freundlichen Genehmigung des Autors)

VIII. Schlußbemerkung

Die Orgonomie ist, wie wir gesehen haben, frei von ideologischem und dogmatischem Ballast. Ihr geht es einzig und allein um das Verständnis von Naturphänomenen und um die Wiederherstellung der natürlichen Funktionsweisen für den Menschen und die menschliche Gesellschaft. Oberstes Prinzip ist die rationale Auseinandersetzung mit Tatsachen. Hierbei ist wichtig, daß die Funktionsfähigkeit des menschlichen Orgonenergiesystems, das für die Empfindung und Wahrnehmung der Natur und der in ihr wirkenden kosmischen Orgonenergie verantwortlich ist, nicht beeinträchtigt ist. Hierin unterscheidet sich die Wissenschaft der Orgonomie von der traditionellen Wissenschaft, der Objektivität alles, Subjektivität so gut wie nichts bedeutet. Für die Orgonomie ist ein gesunder bioenergetischer Organismus (orgastische Potenz) zur korrekten Naturerkenntnis unerläßlich. Diese Anforderung wird heute von kaum einem Wissenschaftler erfüllt, die ja selbst auch alle eine lebensfeindliche Erziehung durchlaufen und Panzerungen aufgebaut haben, um das Lebendige abzuwürgen. Wie sollen nun aber Wissenschaftler, die das Lebendige (Orgonenergie) in sich selbst bekämpfen, das Lebendige außerhalb ihrer selbst erkennen können? Ein gepanzerter Wissenschaftler, der die Natur und den Menschen erforscht, ist wie ein Farbenblinder, der eine wissenschaftliche Untersuchung über Farben betreibt. Eine intakte Funktionsfähigkeit aller Sinnes- und Wahrnehmungsorgane, die an das freie, ungepanzerte Pulsieren der körpereigenen Orgonenergie gebunden ist, bildet die Grundlage der orgonomischen Forschungsweise, der es darum geht, natürliche – und nicht künstlich hervorgerufene Vorgänge im Naturgeschehen zu begreifen. Eine ausführliche Darstellung der orgonomischen Forschungsmethode, die Reich ‚orgonomischen Funktionalismus‘ nannte, findet sich in seinem Werk Ether, God and Devil,1 in dem er seine eigene Vorgehensweise reflektiert und gegen Mystizismus und Mechanismus abgrenzt. Die Orgonomie unterscheidet sich vom Mystizismus, der auch Reichs Auffassung die Orgonenergie zwar wahrnimmt, sie aber infolge der Panzerung des Mystikers losgelöst von der realen Existenz des Menschen betrachtet und sie als Überirdische, göttliche Macht bezeichnet, gerade dadurch, daß sie die Lebensenergie rational erforscht und in Verbindung zum menschlichen Organismus betrachtet.

Die Diskussion des orgonomischen Grundsatzes des „common functioning principle“, dem gemeinsamen Funktionsprinzip der verschiedenen Naturphänomene, demzufolge die Entstehung der Materie, die Organisation von Einzellern, die Funktionen des menschlichen Organismus, die Bildung von Wolken, Stürmen, Sonnensystemen etc. alle ein und demselben kosmischen Funktionsgesetz folgen, und nach dessen Auffassung die spezifischen Besonderheiten der verschiedenen Naturerscheinungen als Variation dieses gemeinsamen Funktionsprinzips, das den Urgrund des Universums beherrscht, verstanden werden, würde den Rahmen dieser Arbeit, der es um Darstellung der Orgonomie ging, sprengen.

Die Orgonomie stellt sicherlich kein fertiges Rezeptbuch für ein glückliches Leben dar und möglicherweise müssen einige Anschauungen revidiert werden, aber an der grundsätzlichen Existenz einer spezifischen Lebensenergie, die im Kosmos ebenso funktioniert wie im menschlichen Organismus, gibt es meiner Ansicht kaum noch begründete Zweifel.

In der Gegenwart kommt es meiner Auffassung nach darauf an, grundlegende Experimente der Orgonomie nachzuvollziehen und zu überprüfen und in einer größeren Öffentlichkeit eine sachliche Diskussion über Orgonomie zu führen. Dieser Prozeß hat bereits begonnen. Die weitere Entwicklung der Orgonomie hängt entscheidend davon ab, ob es gelingt, eine Erziehung der Neugeborenen auf der Grundlage der Selbstregulierung durchzuführen.

 

Fußnoten

  1. Dieses Werk ist bislang nicht in der Bundesrepublik veröffentlicht worden. Mir war es in französischer Übersetzung zugänglich: Reich, W., L’éther, Dieu et le Diable, Paris 1975

Zwei Fehlinterpretationen über Wilhelm Reich

15. Oktober 2018

Es wird häufig so dargestellt, daß Reich keine Kritik ertrug, sich mit Ja-Sagern umgab und paranoid war, insbesondere was die „kommunistische Verschwörung“ gegen ihn betraf. Liest man das mittlerweile posthum erschienene Material, die Erinnerungen von Myron Sharaf und Elsworth F. Baker, die nicht nur engsten Umgang mit Reich hatten, sondern zeitlebens ihre entsprechenden Erfahrungen mit Reichs übrigem Umfeld austauschen konnten (Baker behandelte sogar Familienmitglieder Reichs psychotherapeutisch!), zeigt sich ein differenzierteres Bild.

Beispielsweise konnte Reich aus rein arbeitsökonomischen und nicht zuletzt auch finanziellen Gründen unmöglich auf jeden (vermeintlich) „wissenschaftlichen“ Einwand eingehen und bei seinen Versuchen bis zum Exzeß alle Faktoren kontrollieren. Dann wäre er nämlich zeitlebens nicht über die „bioelektrischen Versuche“ hinausgekommen.

Zweitens war Reich anfangs in seiner Herangehensweise extrem liberal und „basisdemokratisch“, ohne jedwede hierarchische Grenzen. Um so schmerzhafter müssen die erwähnten (und andere) „neunmalklugen“ Einwände auf ihn gewirkt, haben, die von Leuten kamen, die definitiv nicht wichtig waren, nicht wirklich von Belang waren.

Drittens hat Reich sehr wohl Einwände zur Kenntnis genommen, wenn sie von Leuten stammten, die sich zumindest annäherungsweise auf seinem Niveau bewegten. Dies gilt insbesondere was seinen Umgang mit der Food and Drug Administration und der „roten Verschwörung“ betraf. Ein Paranoiker hätte den Einwand von Leuten wie Sharaf, Raphael und Baker, es handele sich „nur“ um eine „emotionale Verschwörung“, jedoch nicht um eine „Verschwörung“ im üblichen Sinne, zornentbrannt vom Tisch gewischt, statt zu sagen (ich paraphrasiere): „Mag sein, daß Sie recht haben!“ Kurioserweise kann man heute argumentieren, daß Reich nicht „paranoid“ genug war, da er die kommunistische Verschwörung, etwa die Rolle von Arthur Garfield Hays und Felix Frankfurter, gar nicht in ihrem ganzen Ausmaß sah (siehe Der Rote Faden).

Zusammengefaßt: Reich war kein Idiot, wie manche untergründig insinuieren!

Zur Entstehungsgeschichte der Orgonomie (Teil 19)

14. Oktober 2018

Klaus Heimann (Philipps-Universität Marburg/Lahn 1977, gepostet mit der freundlichen Genehmigung des Autors)

VII. Arbeitsdemokratie und Selbstregulierung (Fortsetzung)

Die Orgonomie tritt ein für die Entwicklung sozialer zwischenmenschlicher Beziehungen auf der Grundlage des freien, lebendigen, ungepanzerten Menschen. Sie hat versucht, nachzuweisen, daß die menschliche Störung im biologischen Kern sich einerseits in sozialen Mißbildungen, in patriarchalischen Gesellschaftsformen unterschiedlicher Ausprägung, andererseits in organischen Störungen, wie z.B. der als Geißel der Bevölkerung unserer Gesellschaft angesehenen Krebserkrankung, ausdrückt. Eine wirksame Vorbeugung gegen den Krebs ebenso wie gegen gesellschaftliche Katastrophen wie Faschismus und Daktatur ist nach orgonomischer Auffassung nur gewährleistet, wenn es gelingt, die Charakterstruktur von Kindern so heranzubilden, daß sie sich selbst regulieren können und die allgemeine arbeitsdemokratische Atmosphäre ohne Widerstreben aufnehmen. Die Erziehung hat also die orgastische Potenz von Kindern heranzubilden und zu schützen. Sie muß ihre Erfolge daran messen, ob es gelingt, im Kinde den ursprünglichen, natürlichen, spontanen Kontakt des ungepanzerten Neugeborenen zu seiner Lebensenergie zu erhalten.

Die Orgonomie hat keine politische Strategie entwickelt, um eine Erziehungseinrichtung auf der Grundlage des Konzepts der Selbstregulierung ideologisch einzuführen. Darüber, wie eine konkrete Kindererziehung gestaltet wird, die sich für die Selbstregulierung des Kindes einsetzt, was nicht mit anti-autoritärer Erziehung und dem Ausleben der sekundären asozialen Triebe verwechselt werden darf, die ja erst als Reaktion auf eine Behinderung der Selbstregulierung auftreten, gibt es bislang kaum praktische Erfahrungen.

1950 gründete Reich das Projekt „Kinder der Zukunft“, auch „Orgonomic Infant Research Center“, kurz „ORIC“ genannt. Es hatte zur Aufgabe, empirisch zu erforschen, was ein gesundes Kind vom orgonenergetischen Standpunkt aus ist. Die Aussagen über Gesundheit waren ja bislang lediglich aus den klinischen Erfahrungen der Charakteranalyse und psychiatrischen Orgontherapie von bereits gepanzerten Menschen gewonnen. „Alle bisherigen Ansichten über Erziehung hatten Anpassung an die speziellen nationalen, religiösen, rassischen oder sonstwelchen Ideale zur Grundlage und zum Ziel… Gesundheit und Normalität wurden gleichgesetzt … ein Katholik hat da andere Vorstellungen als ein Hindu, ein Moslem andere als ein Liberaler und im heutigen Rußland (1950/K.H.) soll das Kind wie ‚Stalin‘ sein. Alle diese Ansichten haben eines gemein: Die völlige Außerachtlassung der Natur des Kindes. Gesundheit, Normalität sind nach Interessen definiert, die außerhalb des Bereichs der Entwicklung von Kindern liegen. Diese Ansichten beginnen damit, was ein Kind sein soll und nicht damit, was ein Neugeborenes ist… Das Neugeborene ist nicht, wie irrtümlicherweise oft angenommen wird, ein leerer Sack oder eine chemische Maschine, in der jeder seine Ideen, was ein Mensch zu sein hat, hineinschütten kann. Es bringt ein enorm produktives und adaptives Energiesystem mit auf die Welt, das aus eigenem Antrieb Kontakt mit seiner Umgebung herstellt und anfängt, diese nach seinen Bedürfnissen zu gestalten. Die grundlegende und wichtigste Aufgabe jeder Erziehung, die vom Interesse am Kind geleitet ist und nicht im Dienste von Parteiprogrammen, Profit, Kirche o.a. steht, besteht darin, jedes Hindernis zu entfernen, das dieser naturgegebenen Produktivität und Gestaltungsfähigkeit der biologischen Energie im Wege steht… Diese Kinder werden ihre eigenen Wege zu wählen haben und ihre eigenen Ziele bestimmen. Wir müssen von ihnen lernen statt ihnen unsere verqueren Ideen und bösartigen Praktiken aufzuzwingen, die sich in jeder neuen Generation immer wieder als äußerst schädlich erwiesen haben… Lassen wir die Kinder selbst ihre Zukunft entscheiden! Unsere Aufgabe besteht darin, sie dazu zu befähigen und ihre natürliche Fähigkeit dazu nicht zu zerstören.“1

Dieses Projekt war zwangsläufig langfristig angelegt. Weitere Veröffentlichungen liegen hierzu nicht vor. Es ist zu vermuten, daß das OIRC Projekt vorzeitig abgebrochen wurde infolge der gerichtlichen Verfolgung Reichs und seiner Inhaftierung.2 Ich halte es von seiten der Erziehungswissenschaft für erforderlich, ein derartiges Projekt neu aufzugreifen. Die Hoffnung, daß die Initiative von den erstarrten Hochschulen unseres Landes ergriffen wird, ist gleich null. Wissenschaftliche Grundlagenforschung, die den status quo zu herrschendem Nutzen antastet, ist nicht gefragt, zumal wenn sie, wie die Orgonomie, die latenten Ängste des Forschers berührt. So erklärt sich auch die Unkenntnis der Orgonomie bei den führenden (wohin führen die eigentlich?) Wissenschaftlern der Natur- und Geisteswissenschaften.

 

Fußnoten

  1. Vgl. Reich, W., Orgone Energy Bulletin (II/4) 1951, zit. nach: Wilhelm Reich Blätter 3/1975 S. 23f
  2. Ich beziehe mich auf einen Kommentar von Laska, B., Zum ORIC-Projekt, in: Wilhelm Reich Blätter 3/75 S. 24

Höre zu, Kleiner Mann!

13. Oktober 2018

Seit jeher ist einer der Haupteinwände der Links-„Reichianer“, daß man das mit dem „roten Faschismus“ bei Reich nicht überzeichnen dürfe. Reich habe immer nur den Stalinismus gemeint, aber natürlich nie die Linke per se. Die Leute, die diesen klugen Einwand vorbringen, sind die gleichen, die früher Franz Joseph Strauß mit Hitler gleichsetzten und heute die AfD mit der NSDAP, die überall den Schoß des Faschismus Ungeheuer ausbrüten sehen und vom „Kampf gegen Rechts“ nicht genug haben können!

Die Faschisten sind immer die anderen. Ihnen kann man den Zugang zu den sozialen Medien sperren, ihre Autos abfackeln und sie unterschiedslos als „Nazis“ eintüten, aber wehe du trittst einer dieser „zivilgesellschaftlichen“ Systemhuren auf die Füße, während sie ihrer „antifaschistischen“ Mordphantasien frönt. Wir beobachten hier einen Effekt der gesellschaftlichen „Rotverschiebung“. Der Kleine Mann fühlt sich nur in der Mitte wohl und diese „Mitte“ ist heute da, wo früher die Kommunisten waren. Vor diesen konnte man ja noch Achtung haben, aber die wildgewordenen geifernden Kleinbürger heutzutage, die besagte „Zivilgesellschaft“… Was für eine verachtenswerte Brut!

Der verdrängte Christus: 27. Vom Matriarchat zum Patriarchat

12. Oktober 2018

Ein neuer Artikel auf http://www.orgonomie.net:

DER VERDRÄNGTE CHRISTUS:

27. Vom Matriarchat zum Patriarchat

Zur Entstehungsgeschichte der Orgonomie (Teil 18)

11. Oktober 2018

Klaus Heimann (Philipps-Universität Marburg/Lahn 1977, gepostet mit der freundlichen Genehmigung des Autors)

VII. Arbeitsdemokratie und Selbstregulierung

Der Leser würde die Orgonomie gründlich mißverstehen, hätte er den Eindruck, die Orgonomie sei eine individualistische oder gar biologistische Theorie, die die sozio-ökonomische Bedingtheit der menschlichen Existenz außer acht lasse, und stattdessen die Orgasmusunfähigkeit des einzelnen für gesellschaftliche Mißstände verantwortlich mache. Die Orgonomie ist keineswegs blind für gesellschaftliche Verhältnisse. Sie stellt Gesellschaftstheorie vielmehr auf ein naturwissenschaftlich begründetes Fundament.

Die menschliche Gesellschaft ist von Beginn der Geschichtsschreibung an geprägt durch eine gepanzerte Charakterstruktur des Menschen, die die Geschichte entscheidend mit geformt hat, und die durch den gesellschaftlichen Erziehungsprozeß von Generation zu Generation mitgeschleppt wurde und so auch die verschiedenen sozialen Revolutionen überstand. Die Anschauung, man müsse die gesellschaftlichen Produktionsverhältnisse verändern, um die Charakterstruktur des Menschen zu verändern, wird z.B. widerlegt durch die Erfahrungen der russischen Oktoberrevolution. Eine bloße Veränderung der ökonomischen Grundlagen ist alleine nicht in der Lage, dem Menschen zu einer freiheitlichen Charakterstruktur zu verhelfen.1 Die Frage nach dem Ursprung der menschlichen Panzerung kann von der Orgonomie bislang nicht eindeutig beantwortet werden. Reich glaubte entgegen seiner früher vertretenen Auffassung, daß die wirtschaftliche Situation nicht ursprünglich für die Entstehung der Panzerung verantwortlich ist. „Wir wissen, daß es größtenteils sozio-ökonomische Einflüsse (Familienstruktur, kulturelle Vorstellungen vom Gegensatz zwischen Natur und Kultur, Anforderungen der Zivilisation, mystische Religionsvorstellungen usw.) sind, die die Panzerung in jeder neugeborenen Generation von Kindern reproduzieren. Diese Kinder werden als Erwachsene ihre eigenen Kinder zwingen, sich zu panzern, bis endlich irgendwo eines Tages die Kette unterbrochen wird. Die heutige gesellschaftliche und kulturelle Reproduktion der Panzerung bedeutet nicht, daß es in der weit zurückliegenden Vergangenheit der Menschheitsentwicklung, als die Panzerung zum ersten Male einsetzte, ebenfalls sozio-ökonomische Einflüsse waren, die den Panzerungsprozeß in Gang setzten. Es scheint eher umgekehrt gewesen zu sein: Die Panzerung dürfte zuerst dagewesen sein, und die sozio-ökonomischen Prozesse, die heute und während der ganzen uns schriftlich überlieferten Geschichte immer wieder gepanzerte Menschen hervorgebracht haben, waren nur die erste wichtige Folge der biologischen Verirrung des Menschen.“2 Die Panzerung des Menschen, die Reich als biologische Verirrung bezeichnet, weil sie die natürliche Orgonenergiepulsation im Menschen unterdrückt, reißt den Menschen aus seiner harmonischen Verwurzelung in der Natur. Natur und Kultur werden Gegensätze, ebenso Individuum und Gesellschaft, Triebanspruch und Triebverzicht.

Eine Gesellschaft kann nur dann in Übereinstimmung mit ihren natürlichen Funktionen existieren, wenn die einzelnen Gesellschaftsmitglieder in Harmonie mit ihrer natürlichen Lebensenergie leben. Die patriarchalisch-autoritäre Ära der Menschheitsgeschichte hat die sekundären asozialen Triebe des Menschen, die Resultat des Verlustes der freien Energieströmung und der Charakterpanzerung sind, durch zwangsmoralische Verbote in Schach zu halten versucht. „So kam der fragwürdige Kulturmensch dazu, ein strukturell dreifach geschichtetes Lebewesen zu werden. An der Oberfläche trägt er die künstliche Maske der Selbstbeherrschung, der zwanghaft unechten Höflichkeit und der gemachten Sozialität. Damit verdeckt er die zweite Schicht darunter, das Freudsche ‚Unbewußte‘, in dem Sadismus, Habgier, Lüsternheit, Neid, Perversionen aller Art etc. in Schach gehalten sind, ohne jedoch das Geringste an Kraft einzubüßen. Diese zweite Schicht ist das Kunstprodukt der sexualverneinenden Kultur und wird bewußt meist nur als gähnende innere Leere und Öde empfunden. Hinter ihr, in der Tiefe, leben und wirken die natürliche Sozialität und Sexualität, die spontane Arbeitsfreude, die Liebesfähigkeit. Diese letzte und dritte Schicht, die den biologischen Kern der menschlichen Struktur darstellt, ist unbewußt und gefürchtet. Sie widerspricht jedem Zug autoritärer Herrschaft und Erziehung. Sie ist gleichzeitig die einzige reale Hoffnung, die der Mansch hat, das gesellschaftliche Elend einmal zu bewältigen.“3 Nach orgonomischer Auffassung ist der biologische Kern, gebildet von der im Innern des Menschen pulsierenden Lebensenergie, die funktionell identisch ist mit der kosmischen Orgonenergie, in der Lage, das menschliche soziale Verhalten ohne zwangsmoralische Vorschriften selbstregulierend zu organisieren. Anders formuliert: Eine Gruppe ungepanzerter Menschen verhält sich natürlich und spontan und bildet eine soziale Gemeinschaft, die in Übereinstimmung mit den natürlichen Funktionen harmonisch zusammenlebt.

Die Wiederherstellung der Fähigkeit zur Selbstregulierung beobachtete Reich bei Patienten, die ihre orgastische Potenz wiedererlangten. Sie ist dem heutigen Massenmenschen fremd, da er im Grunde freiheitsunfähig und autoritätssüchtig ist, unfähig, spontan zu reagieren, weil er sich auf sich selbst nicht verlassen kann. In unserer Gesellschaft wird die Selbstregulierung überdeckt und bekämpft von der sogenannten emotionellen Pest. Unter diesem Begriff verstand Reich „die Summe sämtlicher irrationalen Lebensfunktionen“,4 die sich als Konsequenz der Panzerung ergeben. Das irrationale Verhalten, das gegenwärtig in Form von Politik die Lebensverhältnisse der Menschen bestimmt, steht in schroffem Gegensatz zum natürlichen Arbeitsprozeß der Menschen. Reich war der Ansicht, der Arbeitsprozeß des Menschen sei grundsätzlich rational bestimmt. Als Beispiel führt er an, daß zwei oder mehr Menschen rationale Beziehungen zueinander entwickeln, solange sie gemeinsame sachliche Arbeitsprobleme bewältigen, sie zerstreiten sich aber sobald ideologische Anschauungen in die zwischenmenschlichen Beziehungen eingebracht werden. Die rationale Arbeitsfunktion bildet die Grundlage dessen, was Reich „Arbeitsdemokratie“ nannte. Arbeitsdemokratie bezeichnet die vorhandene Realität (nicht Ideologie) der in sich rationalen Arbeitsbeziehungen zwischen den Menschen, die die Grundlage aller gesellschaftlichen Errungenschaften sind. Diese natürlichen Arbeitsbeziehungen werden gegenwärtig durch die weit verbreitete Panzerung und durch politische Ideologien verzerrt.5

 

Fußnoten

  1. Vgl. Reich, W., Die sexuelle Revolution. Frankfurt 19711, S. 140 Anmerkung 2
  2. Reich, W., Ausgewählte Schriften, a.a.O. S. 544f
  3. Reich, W., Die Entdeckung… Die Funktion des Orgasmus, a.a.O. S. 175f
  4. Reich, W., Massenpsychologie des Faschismus, Frankfurt 1974 S. 330
  5. Vgl. ebenda S. 318–347