EIN QUERSCHNITT DURCH DAS SCHAFFEN JEROME EDENs: Cattle Mutilations

3. November 1957

EIN QUERSCHNITT DURCH DAS SCHAFFEN JEROME EDENs: Cattle Mutilations (S. 211)

– – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – –

Christusmord

Charles Konia in der Diskussion (Teil 13)

18. Mai 2026

Zu den Blogeinträgen Juni-November 2016 liegen folgende Kommentare von Lesern vor.

Zu „Die Eckpfeiler der sozialen Orgonomie“ verwies Robert (Berlin) darauf, daß, was „Die soziopolitische Charakterstruktur“ betrifft, die Trennung zwischen modern liberals und conservatives sich auch durch die Parteien zieht. Er verweist dabei auf einen nicht mehr im Netz zu findenden Artikel von pi-news von 2016 demzufolge Überfremdung und Islamisierung die gesellschaftliche Linke spalten. Dazu ich: Richtige Soziologie sieh mittlerweile wie folgt aus:

Zu „Betrachtungen zu Trumps Strategie für das Jahr 2016” verweist David auf: https://www.sueddeutsche.de/politik/aussenansicht-trump-kann-gewinnen-1.3106136

Robert (Berlin) sagt:

Pussy- und Arschkriecher-Generation“: Clint Eastwood outet sich als Trump-Versteher

Der 86-jährige Schauspieler und Regisseur Clint Eastwood hat in einem Esquire-Interview zugegeben, von der Politkorrektheit und Kriecherei in den USA müde zu sein und bekannte sich zu dem Präsidentschaftskandidaten und US-Milliardär Donald Trump. Auch wenn der Republikaner „viele Dummheiten“ sagt. (Linkt nicht mehr vorhanden)

Robert (Berlin): US-Elite-Studenten: Harvard-Republikaner wenden sich gegen Trump – https://www.spiegel.de/politik/ausland/donald-trump-harvard-studenten-wenden-sich-gegen-ihren-kandidaten-a-1106235.html

Peter Nasselstein sagt:

James Strick, das IOS, Renate Reich, Peter Robbins, etc. – sie alle unterstützen Clinton. Warum? Neben dem üblichen Müll („Faschismus“) vor allem aus sexualökonomischen Gründen: das Recht auf Abtreibung. Mit anderen Worten MORD, denn heutzutage gibt es so viele Verhütungsmittel, daß man die Lage kaum mit den 1930er Jahren vergleichen kann. Und was wird Trump vorgeworfen? Er und seine Famiiie hätte jede Menge Tiere getötet: (Link nicht mehr vorhanden)

http://www.wnd.com/2016/08/secret-service-shields-hillary-from-hecklers/#i99iTEFplFDqVZ9o.99

Liberalism is a mental disorder!

Und Peter weiter:

Nach Deutschland: Hier ein Beispiel für die Verschiebung des politischen Spektrums nach linksaußen zum Stalinismus hin:

Wer wählt sowas?

„Die politschen Auswirkungen des Niedergangs des Zweiparteiensystems“:

Robert (Berlin) 

Konia sieht unsere europäische Parteienvielfalt als noch kränker als die us-amerikanische an. Wenn Linke und Rechte die zwei Seiten der Panzerung sind, dann wird die Panzerung durch die Parteienvielfalt zersplittert – in noch mehr Symptome. Generell könnte man das Parteienheer in Konservative und Liberale einsortieren.

Peter:

Es ist einfach Teil von „Checks and Balances“:

Innerhalb der beiden großen Blöcke halten sich Linke und Rechte in Schach und im Großen die beiden Blöcke selbst.

Innerhalb der Blöcke wird der jeweilige (linke und rechte) Rand weitgehend integriert und so die Emotionelle Pest weitgehend neutralisiert. Und was das gesamte politische System betrifft können die Konservativen beispielsweise nicht mit ihren Extrempositionen hinsichtlich dem Totalverbot der Abtreibung durchkommen und umgekehrt die Linken nicht mit den ihren (daß Abtreibung wie in der Sowjetunion ein Mittel der Geburtenkontrolle wird). Es kommt immer zu VERNÜNFTIGEN Kompromissen, die das Maximum an Rationalität darstellen, die es in einer gepanzerten Gesellschaft geben kann. Generell geht es um Sachfragen, weil der politische Streit in den Hintergrund tritt.

Ganz anders in Ländern wie etwa Holland oder Israel: die großen Parteien zerfallen in Splitterparteien, die jeweils homogen ideologische Extrempositionen und Sonderinteressen vertreten, nie das gesamte Land im Blick haben. Es kommt zu einer generellen Politisierung, in der Sachfragen vollständig in den Hintergrund treten und die Politik verselbständigt sich: es kommt zu absurden Koalitionen. Ich wähle etwa die CDU, um die Grünen draußenzuhalten – und bin dann mit einer schwarzgrünen Regierung konfrontiert. Das ist keine Demokratie mehr!

Als sich die Bundesrepublik konsolidierte, steuerte alles von der anfänglichen Zersplitterung auf ein Zweiparteiensystem zu. Mit dem Zerfall der Bundesrepublik zersplittert die Parteienlandschaft erneut.

Generell kann man sagen, daß es („quasi orgonometrisch“) bei jeder Frage um zwei Alternativen geht. Invasion! Verteidige ich am Strand oder im Hinterland? Beides hat sein Für und sein Wider und es ist ziemlich egal, wofür man sich entscheidet, solange es konsequent durchgeführt wird. Zum Desaster kommt es, bei „Koalitionen“ und den entsprechenden halbherzigen und widersprüchlichen Kompromissen: am Strand wird ein bißchen verteidigt und die Verteidiger entsprechend überrannt. Im Hinterland gibt es entsprechend keine ausreichende Kräfte – der Krieg ist verloren. Und so in allen Lebenslagen.

Robert (Berlin):

„zerfallen in Splitterparteien, die jeweils homogen ideologische Extrempositionen und Sonderinteressen vertreten“

Ähnlich die Zersplitterung in Minigewerkschaften, wie die der Lokführer oder Fluglotsen, die ein ganzes Land öfters am lahmlegen sind.

Robert (Berlin) 2018: Neuer Trend in den USA – geh weg von der Democratic Party

Konias über „Die politischen Vorteile der Linken“

Peter kommentiert:

Dank der linken Medien leben wir in einem Lalala-Land:

Alles läuft auf eine Alternative hinaus: Untergang in die Barbarei oder der eiserne Besen, eine Militärdiktatur! (Link existiert nicht mehr)

Peter: Berlin! https://www.berlinjournal.biz/jugendliche-brechen-nasenbein-s-bahn/ Man kann sich sehr effektiv wehren, aber dann kriegt man mehr, sehr viel mehr Ärger als die Angreifer = man ist absolut schutzlos!

Peter: Heutzutage gibt es ausschließlich bei „Rechten“ Sexpol-Aufsätze! https://der-kleine-akif.de/2016/09/08/fucking-deutsch/

Wilhelm Reich, Physiker: 7. Wahrheit und Wirklichkeit, d. Die widersprüchliche Wirklichkeit

17. Mai 2026

Wilhelm Reich, Physiker: 7. Wahrheit und Wirklichkeit, d. Die widersprüchliche Wirklichkeit

Die „linksliberale“ (kommunistische) Pest in der Orgonomie

16. Mai 2026

Kurz vor seinem Tod mit 100 (sic!) schrieb der medizinische Orgonom Morton Herskowitz, Reichs letzter Schüler, den Artikel „A Refutation of Political Misuses of Reich’s Work“ (Annals of the Institute for Orgonomic Science, Vol. 14, December 2018). Jedenfalls ist er unter seinem Namen erschienen. Meiner Meinung nach, wurde er (vielleicht auf der Grundlage von Notizen oder Gesprächen) von jemand ganz anderem verfaßt! Aufhänger ist Charles Konias vollkommen sachlicher Blogeintrag „Warum Trump von der Linken gehaßt wird“ anläßlich von dessen Wahl zum US-Präsidenten. Offensichtlich reichte es aus, daß Konia hier Trump nicht haßt, um Herskowitz‘ (?) Trump Derangement Syndrome zu aktivieren! Entsprechend ist Herskowitz‘ (?) Aufsatz gespickt mit schlichtem Schwachsinn, der der Überschrift, die gewählt wurde, auf absolut grotesker Weise hohnspricht:

1. Statt auf die Massen hätte Konia seinen Fokus auf Trump richten sollen. Äh, Massenpsychologie des Faschismus…?!

2. Trump hätte behauptet, er könne in seiner Firma vielen Frauen an die Votze greifen. Tatsächlich hatte er in vertraulicher heiterer Männerrunde die faktische Wahrheit gesagt: als Milliardär und Playboy könne er… Daß dies in der Tat so ist, haben die hysterischen Anti-Trump-Ziegen selbst bewiesen, als sie vor 10 Jahren massenweise wegen Trump pinke Votzenhüte trugen. Die sexualökonomischen Grundlagen der Massenpsychologie des Faschismus!

3. Trump hätte einen verkrüppelten Journalisten nachgeäfft. Er hat sich auf volkstümliche Weise über die geistig minderbemittelten und dabei menschenverachtenden Journalisten lustig gemacht. Daß dann einer von ihnen wortwörtlich behindert war… Was sind wir doch alle sensibel!

4. Trump habe 2017 falsche Angaben über die steigende Mordrate in Philadelphia gemacht. Ja! Und? Man schaue sich die Graphik an! Philadelphia homicides hit historic level in 2021 – Axios Philadelphia Trump lag vielleicht falsch, aber nicht so, daß es eine komplette Entstellung der Realität wäre.

5. Trump weigere sich seine Einkommenssteuer öffentlich zu machen. Hat er irgendwas Illegales getan? Nein! Welcher Unternehmer wird seine Geschäftsgeheimnisse und vollkommen legalen Steuertricks freiwillig öffentlich machen? (Daß die Einkommensteuer verfassungswidrig ist, sei nur am Rand erwähnt. Beispielsweise war Frank Zappa dieser Meinung.)

Ganz unter den Tisch fällt, daß Konia auf seinem Blog selbst extrem kritisch gegenüber Trump eingestellt ist! Ich persönlich könnte im Strahl kotzen, wenn ich Trump zusammen mit diesen verwichsten Fernsehpredigern sehe!

Nach Trump wird Elsworth F. Baker fertiggemacht, Darauf bin ich bereits an anderer Stelle eingegangen. Die sehr persönlichen Angriffe werfen ein schlimmeres Licht auf den Autor als auf Baker! Und was schließlich über Reich selbst gesagt wird: ad nauseam bin ich in diesem Blog auf Reichs „politische“ Ansichten eingegangen. Am Ende war er mindestens so „rechtsradikal“ wie Baker. Man lese Zeugnisse einer Freundschaft!

Hier die vier letzten Absätze des Artikels, die einen Eindruck davon vermitteln, wie der Autor vollkommen die Contenance verliert:

Was Dr. Konias Behauptung betrifft, daß Vertreter des linken Flügels der Politik ihren Intellekt als Abwehr nutzen, so ist Reich ein Beispiel für die völlige Unzulänglichkeit dieser Haltung. Seine faktische Mitgliedschaft in der Sozialistischen und der Kommunistischen Partei sowie sein theoretisches Interesse an der Arbeitsdemokratie schließen Reich eindeutig aus Dr. Bakers „konservativem Charakter“ aus.

Äh, Konia selbst war in seiner Jugend Trotzkist! Es ist hier bei der Diagnose des soziopolitischen Charakters ähnlich wie bei der des individuellen Charakters. Gemeinhin verhalten sich beispielsweise die durchschnittlichen Hysterikerinnen hysterisch, doch es gibt jede Menge von Fällen, wo sie im Alltag ganz anders auftreten. Trotzdem sind es hysterische Charaktere. Es handelt sich um funktionelle, nicht mechanische Zusammenhänge!

Elsworth Bakers politisch rechtsgerichtete Bemühungen haben dazu geführt, daß sich das College nicht mehr darauf konzentriert, wie sich die Menschheit gegen die Natur gepanzert hat, sondern den Schwerpunkt auf konservative politische Ansichten legt.

„Politisch“ sind immer die anderen…

Dr. Konias Artikel veranschaulicht, wie wichtige Entdeckungen durch die Menschheit verfälscht werden – z.B. die Erfindung des Dynamits, eine enorme Hilfe für den Bergbau, die im Laufe der Zeit für den Einsatz in Bomben und die Vernichtung von Millionen unschuldiger Menschenleben genutzt wurde.

Ein Kommentar erübrigt sich!

Das Verbergen des Charakters hinter Titeln, Kostümen usw. vergrößert die Distanz zur Entdeckung der wesentlichen Natur des menschlichen Charakters. Es unterstützt eine politische Haltung unter dem Deckmantel der Orgonomie. Es ist Geschwätz in der Sprache der Panzerung, das das Andenken an Wilhelm Reich beleidigt.

Das bezieht sich auf Bakers Anspruch, daß das Beste grade gut genug für die Orgonomie ist. Muß ich Reichs Auftreten und Verhalten in den 1950er Jahren anführen?

Zumindest fragwürdig ist eine Notiz am Ende dieser Nummer der Annals: „Our Position on the U.S. Government’s Policy of Child Separation for Undocumented Immigrants: Stop Border Separation of Children from Parents!” Es geht darum, daß das Institute for Orgonomic Science, das die Annals herausgibt, eine Petition gegen die Trennung der Kinder von ihren Eltern unterschrieb, die illegal in die USA eindrangen. Ja, schlimm. Tragisch ist aber auch, daß in die USA massenweise Kinder durch ihre vermeintlichen „Eltern“ eingeschleust wurden, die dann dem Organhandel, Pädophilen und Satanisten als Opfertiere zugeführt wurden. In seiner gegenwärtigen Amtsperiode hat Trump diesen Aspekt im Zusammenhang mit der hermetischen Grenzschließung ganz ein Ende gesetzt. Soviel zu moralisierenden Todschlagargumenten!

Wilhelm Reich, Physiker: 7. Wahrheit und Wirklichkeit, c. Kosmische Überlagerung und ORANUR

15. Mai 2026

Wilhelm Reich, Physiker: 7. Wahrheit und Wirklichkeit, c. Kosmische Überlagerung und ORANUR

Die Zukunft der Orgonomie (Teil 2)

14. Mai 2026

Die Zukunft der Orgonomie ruht auf vier Pfeilern, von denen gegenwärtig alle vier brüchig, wenn überhaupt vorhanden sind:

  1. Orgontherapie: Ohne sie ist alles, was „innerhalb“ der Orgonomie getan wird, vom individuellen Charakterpanzer geprägt und damit kontraproduktiv. Konkret bedeutet dies, die Beiträge sind entweder mystisch oder mechanistisch entartet. Leider gibt es in Europa kaum Therapeuten.
  2. Orgonenergie-Akkumulator: Es ist eine der Tragödien der Orgonomie, daß beispielsweise in den 45 Jahren, in denen das Journal of Orgonomy erschienen ist, kein einziger Artikel über die therapeutische Anwendung des Orgonenergie-Akkumulators erscheinen konnte. Das geschah nicht nur aus Angst vor der FDA (der amerikanischen Bundesgesundheitsbehörde), sondern vor allem wegen der Befürchtung, aus der Arzthaftpflichtversicherung geworfen zu werden und damit die Approbation zu verlieren. Seit der Obama-Gesundheitsreform und der damit einhergehenden zusätzlichen Bürokratisierung ist die Situation nur noch schlimmer geworden. Aus diesem Grund liegt die Zukunft der Orgonomie eher in Europa – solange das die EUdSSR noch zuläßt.
  3. Soziale Orgonomie: Ohne Studium und Handhabe der Emotionellen Pest ist die Orgonomie der Irrationalität der gepanzerten Menschen schutzlos ausgeliefert. Zu Reichs Zeiten waren es vor allem die konservativen Kräfte, die sich den Zielen der Orgonomie entgegenstellten (d.h. vor allem dem humanen Umgang mit Säuglingen, Kindern und Jugendlichen), heute sind es fast ausschließlich die sogenannten „progressiven“ Kräfte, die im Wege stehen. Beunruhigenderweise ist Europa in den letzten Jahrzehnten in einem Maße nach links gerückt, daß Ideologie alles bestimmt und Vernunft kaum noch eine Chance hat.
  4. Physikalische Grundlagenforschung: Hier gibt es zwei Probleme. Erstens erzwingt der gegenwärtige wissenschaftliche Standard einen derartigen Aufwand, daß eine Finanzierung zunehmend schwieriger wird. Ohne diese Anstrengung wäre orgonomische Forschung aber kaum mehr als Selbstvergewisserung. Zweitens ist die atmosphärische Orgonenergie seit Reichs Zeiten dermaßen geschädigt worden (ORANUR), daß die orgonotischen Phänomene immer schwerer dingfest zu machen sind. (Das energetische Absterben der Atmosphäre betrifft natürlich auch die drei ersten Punkte!)

Die Lage scheint ausweglos zu sein, doch das Schöne an der Orgonomie ist, daß jeder in jedem beliebigen Moment etwas Konstruktives tun kann. Man kann seine eigene Panzerung dadurch angehen, daß man sie zunächst einmal spürt. Man kann immer und überall die Orgonenergie beobachten. Man kann sich der Irrationalität in seiner Umgebung entgegenstellen. Und vor allem kann man sich bemühen, so funktionell wie nur irgend möglich zu leben. Liebe, Arbeit und Wissen sind die Grundlagen unseres Lebens, sie sollten es auch beherrschen!

Alles hängt von den „Massen“ ab – alles hängt von uns ab. Jeder Erwachsene trägt die Verantwortung für sein Leben und die Umstände, unter denen er lebt.

Die Orgontherapie ist so zentral wichtig, weil ohne Orgontherapie alles nichts ist! Deshalb erscheinen in der Zeitschrift für Orgonomie ausschließlich Texte zur Orgontherapie.

Betrachten wir dazu das Emblem der Zeitschrift. Historisch geht es auf die zu Reichs Lebzeiten von Elsworth F. Baker herausgegebene Zeitschrift Orgonomic Medicine zurück, deren Symbol eine Äskulapschlange war, die sich um das Symbol des orgonomischen Funktionalismus schlängelte. Als Baker diese Zeitschrift 1968 unter neuem Titel fortführte (The Journal of Orgonomy), gesellte sich zur Schlange, die die Medizin symbolisiert, der Blitz als Symbol der Physik. Die neue Zeitschrift sollte nämlich auch die von Reich herausgegebene Zeitschrift CORE ersetzen, in der es vor allem um Orgonbiophysik gegangen war. Insgesamt symbolisiert das Emblem der Zeitschrift für Orgonomie die drei Hauptbereiche der Orgonomie: Medizin (Schlange), Physik (Blitz) und Kosmologie (Spiralgalaxie).

Entsprechend wird die Orgonomie in den drei Bänden von Die Entdeckung des Orgons beschrieben: Bd. 1: Die Funktion des Orgasmus, Bd. 2: Der Krebs und der nie abgeschlossene dritte Band über die orgonomischen Funktionalismus, dessen geplanter Inhalt sich aus Äther, Gott und Teufel und Die kosmische Überlagerung in etwa erschließen läßt.

Nochmal: Warum ist dann die Orgontherapie so überproportional wichtig? Weil –, um mit Kant zu sprechen: „Die Welt erscheint nicht so, wie sie ist, sondern so, wie ich bin.“ Bin ich gepanzert, ist alles nichts! Oder anders gesagt: Es müssen in Deutschland erst eine „kritische Masse“ an Menschen eine Orgontherapie durchlaufen haben, ehe man sich sinnvoll mit etwas anderem als der orgonomischen Medizin beschäftigen kann!

Und hier geht es wirklich um die Orgontherapie, nicht irgendeine „Körperpsychotherapie“ oder eine vom American College of Orgonomy nicht autorisierte angebliche „Orgontherapie“!

In einem Kalender habe ich folgenden Spruch des Schweizer Jesuiten und Zen-Meisters Niklaus Brantschen gefunden: „Wie ich gehe, so geht es mir; wie ich stehe, so steht’s um mich; wie ich laufe, so laufen die Dinge bei mir.“ Kant wird hier sozusagen „verkörpert“. Im Kommentar wird auf alltägliche Sprüche verwiesen wie „Laß den Kopf nicht hängen!“, „mit stolzgeschwellter Brust“, „Trag die Nase nicht so hoch!“

Das bedeutet aber nicht, daß die Orgontherapie eine „Körpertherapie“ ist. Ganz im Gegenteil!

Reich hat seinem Mitarbeiter Myron Sharaf gesagt: „Es sollte möglich sein, Orgontherapie durchzuführen, ohne den Patienten zu berühren, nur mit Reden“ (z.n. Sean Haldane: Pulsation, London 2014, S. 199).

Und Baker hat geschrieben:

Manchmal kann man Gefühle freisetzen und manchmal läßt das Festhalten nach, wenn man dem Patienten beschreibt, was er ausdrückt oder was er tun möchte, oder wenn man ihm einen Spiegel vorhält oder durch verständnisvolle Worte und nicht durch direkte Bearbeitung der Muskeln. Ich habe oft das Gefühl gehabt, wenn man nur genug wüßte und aufmerksamer wahrnähme, könnte man die Therapie ganz und gar auf diese Weise durchführen. (Der Mensch in der Falle, München 1980, S. 91)

Noch etwas: Die Orgonomie wird in Deutschland nur eine Zukunft haben, wenn die Orgontherapie hier eine Zukunft hat. Mehr: die Orgonomie wird nur in Deutschland eine Zukunft haben. Oder anders ausgedrückt: hat Deutschland keine Zukunft, hat auch die Orgonomie keine Zukunft.

deutschorg

Wilhelm Reich, Physiker: 7. Wahrheit und Wirklichkeit, b. Die fundamentale Ebene

13. Mai 2026

Wilhelm Reich, Physiker: 7. Wahrheit und Wirklichkeit, b. Die fundamentale Ebene

Die Zukunft der Orgonomie (Teil 1)

12. Mai 2026

Es gibt zwei Wege der Orgonomie in die Zukunft:

  1. Expansion durch Diffusion,
  2. Expansion durch Konglomeration.

Die vielleicht radikalste Vertreterin des ersten Ansatzes war Eva Reich, die kaum Grenzen kannte, wenn es darum ging, den Namen „Wilhelm Reich“ vor dem Vergessen zu bewahren. Alles, was auch nur annähernd an Reichs Intentionen erinnerte, wurde von ihr unterstützt. Man lese etwa das vielleicht lächerlichste Reich-Buch, das je erschienen ist: Wilhelm Reich. The Man who Dreamed of Tomorrow. Das Vorwort stammt von Eva Reich. Wäre ihr die Führung der Orgonomie nach Reichs Tod zugefallen, gäbe es heute nicht vielleicht zweidutzend medizinische Orgonomen, sondern Tausende. Tatsächlich gibt es sie ja auch heute, aber das Resultat wäre genau das, was man heute beobachten kann: eine Verwässerung der Orgonomie bis zur Unkenntlichkeit und eine massive Schädigung von Patienten im Namen der „Orgonomie“. Ich habe das alles bis zum Überdruß in den verschiedensten Blogeinträgen und in meinen Buchbesprechungen erläutert (siehe den obigen Link).

Die Gegenposition hat Elsworth F. Baker verkörpert, der selbst noch erstaunlich „liberal“ war, und sie hat sich durch Charles Konia („Eine arbeitsdemokratische Organisation“) weiter zugespitzt. „Qualität statt Masse“ wäre das naheliegende Stichwort, aber es geht bei näherer Betrachtung um mehr.

Es ist nicht einfach der Gegensatz von Expansion und Kontraktion, sondern es umfaßt etwas, was in dieser Gesellschaft, die von einem Kult der Expansion geprägt ist, immer seltener vorkommt: das Vorbereiten auf einen Schwung nach vorne. Erfinder werkelten jahrelang vor sich hin, bis man beispielsweise Gummi dergestalt aufbereiten konnte, daß etwas wie Autoverkehr möglich wurde. Heute ist die Gummifertigung ein gigantischer Industriezweig, den man sich unmöglich wegdenken kann.

Damit so etwas möglich ist, braucht es unendlicher Geduld, Disziplin und Konzentration auf das Wesentliche. Man denke nur mal daran, welch ein Aufwand es ist, ein Instrument zu erlernen oder ein international anerkannter Virtuose zu werden. Dem geht jahrelanges Klimpern in den eigenen vier Wänden und viele Semester im Konservatorium voran. Welche Opfer es kostet, die höhere Mathematik mit leichter Hand zu beherrschen oder eine fremde Sprache so gut zu sprechen wie ein Muttersprachler! Es ist alles ein langwieriges Zuschleifen eines Rohdiamanten.

Genau das läßt sich auf die Orgonomie übertragen. Es bringt nichts, rein gar nichts, wahrheits- und freiheitskrämerisch Versatzstücke der „Reichschen Lehre“ zu verbreiten und aus deren Vertretern eine breite „Bewegung“ bilden zu wollen:

  1. käme am Ende doch nur die neumodische Beliebigkeit zum tragen und die Orgonomie würde sozusagen den „Wärmetod“ erleiden.
  2. bestünde im Falle einer schnellen Überexpansion die Gefahr, daß alles schließlich nur noch schneller implodiert und sich in nichts auflöst. Man denke nur daran, wie vor wenigen Jahrzehnten Teilhard de Chardin wirklich in aller Munde war. Heute ist er weniger als bedeutungslos. Die Orgonomie darf zu keiner Modeerscheinung werden, wie sie es zeitweise zu werden drohte (Ende der 1940er und Anfang der 1950er Jahre)! Prompt wäre die heillos überexpandierte Orgonomie damals beinahe verpufft. (Es hätte nicht viel gefehlt und 1957 wäre Schluß gewesen.)
  3. muß es eine Instanz geben, die mit einiger Autorität bestimmen kann, was Orgonomie ist und was nicht. Diese Aufgabe wird durch eine Überexpansion verunmöglicht.

Wenn die Orgonomie die objektive Wahrheit vertritt, wird es über kurz oder lang zu einem plötzlichen Pusch nach vorne kommen, ähnlich wie die erwähnte Gummiindustrie förmlich explodiert ist, nachdem ein gewisser Entwicklungsstand erreicht war und die Umweltbedingungen (insbesondere die Entwicklung des Autos) entsprechend gediehen waren. In diesem Sinne muß sich die Orgonomie konsolidieren, beispielsweise was die Ausbildung von medizinischen Orgonomen betrifft oder die Ausformulierung der Orgonometrie. Das würde durch eine verfrühte Expansion weitaus schwieriger, wenn nicht sogar verunmöglicht werden.

Ein naheliegendes Beispiel ist der Geschlechtsakt mit seinem langen „Mahlen“ (den Friktionen), was zum plötzlichen „Schwung nach vorn“ (dem Orgasmus) führt. Dies polymorph-pervers immer weiter auszubreiten und zu variieren, hintertreibt den geregelten Energieablauf, obwohl „mehr Lust“ und eine „höhere Befriedigung“ versprochen werden. In den Bereich der Arbeitsfunktion übertragen, geschieht in der Orgonomie heute genau dasselbe: Wilhelm Reich gegen Theodoor Hendrik van de Velde (der Oswald Kolle der 1920er Jahre). Es ist der Gegensatz zwischen der konservativen und der liberalen Orgonomie. Um zu wissen, auf welcher Seite Reich stand, lese man seine Korrespondenz mit A.S. Neill Zeugnisse einer Freundschaft.

Worum es geht, wird auch durch die beiden folgenden Skizzen deutlich. Die liberale Orgonomie expandiert, erkauft dies jedoch durch eine innere Aushöhlung. Die konservative Orgonomie kontrahiert, was zu einer zunehmenden Isolation („äußeren ‚Aushöhlung‘“) führt:

expkontrak

Unnaturwissenschaft

11. Mai 2026

In seinem Buch Äther, Gott und Teufel befaßt sich Reich mit der Rolle der Panzerung in der Naturwissenschaft:

Die Erforschung der Natur durch das Experiment war ein entscheidender Schritt vorwärts zur objektiven Betrachtung. Doch das mechanistisch durchgeführte Experiment hat den Forscher von seiner unmittelbaren Beobachtung getrennt. Das Mißtrauen zum Menschen, zu seiner Urteilskraft und zur Rationalität seiner Emotionen ist berechtigterweise so riesenhaft, daß man das objektive Experiment überlud. Man fühlte Abneigung gegen das Untersuchen der Gewebe in lebendem Zustande ebenso wie gegen die Beobachtung der Atmosphäre mit dem freien Auge. „Objektive Experimente“ wie etwa das Michelson-Lichtexperiment, das den Äther abschuf, sind katastrophale Ereignisse für die Naturforschung. Man kann den. lebendigen Beobachter durch das Experiment nur kontrollieren, aber man kann ihn nicht ersetzen. Eine mechanistisch arbeitende und denkende Struktur im Beobachter kann durch Experimentieren nicht befruchtet werden. Daher war es immer der Rebell gegen den Mechanismus in der Naturforschung, der die scharfen Grenzen überschritt und seine Entdeckungen gerade durch Unorthodoxie machte. Er kehrte einfach zur direkten Beobachtung und zum natürlichen, d.h. funktionellen Verknüpfen der Beobachtungen zurück. Diese Rebellen der Naturwissenschaft waren auch Rebellen im Denken; sie funktionierten lebendig, überschritten Grenzen, brachen Zäune nieder, so in der Frage der Unveränderlichkeit chemischer Stoffe, in der Beziehung von Energie und Masse, in der Beziehung von Mensch und Tier, etc. Man denke bloß daran, was die Psychologie geleistet hat.

Der Funktionalist bedient sich also des Experiments auf Grund direkter Beobachtung zur Bestätigung seiner Beobachtungen und Denkresultate. Er ersetzt nicht das Denken und das Beobachten durch das Experimentieren. Der Mechanist hat kein Vertrauen zu seinem Denken und Beobachten, und er ist da im Rechte. Der Funktionalist hat Vertrauen zu seinen Sinnen und zu seinem Denken. Er unterscheidet sich. vom Mystiker und vom Gläubigen dadurch, daß er die Unsicherheiten kennt und experimentell kontrolliert. Er unterscheidet sich vom Mechanisten dadurch, daß er nichts aus der Beobachtung ausschließt, alles für möglich hält, durch seine Fassung von Beziehungen die Grenzen zwischen den Wissenschaften niederbricht und stets in disziplinierter Weise zum einfacheren Funktionsprinzip fortschreitet. (S. 114)

Das bedeutet, daß das mechanistische Experiment eine Entsprechung zur „mechanistischen Struktur“ des Wissenschaftlers ist, seiner Panzerung, d.h. es trennt ihn von seinem Gegenstand. Das, was Kontakt mit der Natur herstellen soll, nämlich der wissenschaftliche Versuch, unterbindet diesen Kontakt. Das ist so, weil der Gepanzerte seiner sinnliche Beobachtungsgabe und seinen eignen gedanklichen Schlußfolgerungen (zu recht) nicht traut. Natürlich muß auch der funktionelle Forscher das wissenschaftliche Beobachten und Schließen durch Experimente ständig kontrollieren, aber diese Versuchsaufbauten können nicht die lebendige Beobachtung und das funktionelle, d.h. der Natur folgende, Denken ersetzen. Am Beginn steht immer der lebendige Organismus mit seinen Emotionen, Empfindungen, Wahrnehmungen und den daraus abgeleiteten „Eingebungen“ und Kognitionen. Das Experiment dient wie gesagt der Kontrolle.

Man kann Wildtiere beobachten und daraus seine Schlüsse ziehen. Natürlich sollte man das, soweit möglich kontrollieren, indem man diese Tiere etwa auf eine Weide sperrt, d.h. kontrollierte Bedingungen herstellt. Durch diese Übergriffigkeit besteht aber die Gefahr, daß die nunmehr kontrollierten Beobachtungen nur Artefakte widergeben. Wenn ich, „blind und dumm“, was die natürlichen Bedingungen betrifft, nun von solchen artifiziellen Bedingungen ausgehe und jede Menge willkürlicher Experimente mit den unversehens zu Nutz- wenn nicht Haustieren entarteten Versuchsobjekten mache, kontrolliere ich nicht mehr meine Beobachtungen und Schlußfolgerungen anhand der Natur, sondern projiziere ganz im Gegenteil meine „Unnatur“ (Panzerung) in die Natur hinein. Genau das machen mechanistische Wissenschaftler mit ihren vermeintlich „objektiven Experimenten“ tagtäglich, weil sie nicht mehr ihren Beobachtungen und Denkresultaten trauen können. Imgrunde ist Naturwissenschaft ohne vorangehende Orgontherapie unmöglich. Es ist Pseudowissenschaft, in der der gepanzerte Mensch nur sich selbst widerspiegelt, während ihm die Natur entgleitet. Naturwissenschaft wird zur Unnaturwissenschaft.

Reich hatte hier seine Bionforschung vor Augen, in der er die „unsterile“ Natur einfach ganz „naiv“ beobachtete und daraus organisch Experimente ableitete, während es den „richtigen“ Mikrobiologen um das präzise Taxieren, Bestimmen, Charakterisieren unter kontrollierten, d.h. sterilen Bedingungen geht. Daß dadurch genau das abgetötet wird, was Gegenstand der Untersuchung sein sollte, wird weder gesehen noch mental erfaßt. Ein weiteres Beispiel ist das Orgon in der Physik. Es wird durch die Versuchsbedingungen abgetötet und förmlich unsichtbar gemacht. Es ist, als würde man Verhaltensforschung von Schweinen und Kühen auf der Schlachttheke betreiben wollen. „Naturwissenschaftler“ sind wie nekrophile Sexualmörder, die das, was sie vermeintlich lieben, erst erdrosseln müssen, bevor sie es „lieben“.

Wie denkt Peter?

10. Mai 2026

Mir wurde schon einiges an den Kopf geworfen. Ich sei Dialektiker, Opportunist, Agnostiker, Dadaist, Wirrkopf, Ideologe, gar Demokrat (ein absurder. Wirklich unverschämter Vorwurf, der mich tatsächlich persönlich zutiefst verletzt!). Das alles sei ich, weil ich scheinbar ständig meine Meinung ändere, meine Perspektive, meinen Standpunkt. Dabei versuche ich doch nur funktionell zu denken. Was das sein soll, kann man anhand von Reichs Symbol des orgonomischen Funktionalismus ersehen:

Es stellt die Gleichzeitigkeit von oberflächlichem Gegensatz und tiefer Einheit dar. Entsprechend bewegt sich funktionelles Denken horizontal zwischen links und rechts, vertikal zwischen oben und unten. In diesem Beispiel sind entsprechend zu ein und demselben Phänomen (vollständig willkürlich gewählt) 60 Meinungen möglich:

Je nach den Umständen kann man, vielleicht muß man, sich für eines der 60 Möglichkeiten entscheiden. Beispielsweise was die Drogenfreigabe betrifft. Ganz links steht für komplette Freigabe, ganz rechts für absolutes Verbot. Ganz oben steht für eine rein legalistische Argumentation, ganz unten für eine rein bio-kosmische. Wählen wir die vier Extrem- bzw. „Eckpositionen“ als Beispiele:

1: prinzipiell niemand, erst recht nicht der Staat, hat das Recht in meine persönlichen Entscheidungen einzugreifen

6: es gehört zu den Obliegenheiten des Staates, den einzelnen Bürger vor sich selbst zu schützen und auch andere vor der vermeintlichen „Selbstverwirklichung“ ihrer Mitbürger

55: Selbstregulierung (Spontanität ist die Grundeigenschaft der kosmischen Orgonenergie)

60: das Naturgesetz (Gesetzmäßigkeit ist die Grundeigenschaft der kosmischen Orgonenergie)

Zwischen 1 und 6 bzw. 55 und 60 ist dann jeweils sowohl das Gemeinsame zu suchen als auch den Ausgleichen zwischen Oberflächlichkeit (die Ebene von 1 und 6) und bloßer Wahrheitskrämerei (die Ebene von 55 und 60). Ähnliches gilt für den Libertinismus von 1 und 55 versus die Rigidität von 6 und 60. In einer Diskussion kann ich alle 60 Positionen einnehmen. Zwar tendiere ich persönlich nach „rechts unten“, aber in einem bestimmten Augenblick einer konkreten Diskussion könnte ich mich auch „links oben“ wiederfinden, ohne meine Überzeugungen aufzugeben. Ich denke funktionell, d.h. ungepanzert: ich kann mich frei im Rechteck mit seinen 60 Möglichkeiten bewegen. Je gepanzerter (ideologischer, also geistesgestörter) ein Mensch ist, desto eingeschränkter sind seine Bewegungsmöglichkeiten im Rechteck.

Natürlich kann eingewendet werden, daß eine Darstellung mit einem mit der Spitze nach unten weisenden Dreieck, gemäß dem Symbol des orgonomischen Funktionalismus, angebrachter wäre, doch das wäre ein rein bildhaftes, formales Denken, das das Wesen des orgonomischen Funktionalismus verkennt, und stellte bereits eine Einschränkung der besagten Bewegungsmöglichkeiten dar.

Das folgende wäre eine andere Betrachtungsweise frei nach Reich, die selbstredend natürlich korrekt ist, hier aber explizit nicht gemeint ist!

Die bio-kosmische Dimension des Cannabiskonsums

9. Mai 2026

An sich sollte es unmöglich sein, die Geschichte des „nonverbalen“ Gefühlslebens der Menschen über die Jahrzehnte und Jahrhunderte hinweg zu verfolgen. Schließlich können wir in andere Menschen nicht hineinschauen! Zum Glück gibt es die Musik, die das Innere zum Klingen bringt. Man höre sich etwa die Barockmusik von Bach oder Telemann an: alles ist auf Pomp, Effekt und Affekt ausgerichtet. Es gibt nur Kontraste: schnell und langsam, laut und leise. Erst mit der Mannheimer Schule wurde das Crescendo als Stilmittel eingeführt und aus der verwickelten Polyphonie, die ähnlich wie die barocken Bauwerke die Sensation, den Rausch der Sinne, anregen sollte, trat die eingängige monophone Melodie, die durch Akkorde unterstützend begleitet wurde. Das dynamische an- und abschwellen des Melodiebogens stand nicht für die eher statische Sensation, die den Barock kennzeichnete, sondern für die Bewegung der Emotionen – die Bewegung der Lebensenergie selbst. In der anschließenden romantischen Musik war dann alles nur noch formlose Emotion und die Musik entartete zu einer Art sentimentaler „Programmusik“, so als illustriere sie einen Film (ein „Melodram“), um dann, andeutungsweise schon bei Wagner, in Atonalität und Klangfarbenmusik umzukippen. Das mündete schließlich in einer Art Neobarock (man denke an die strengen mathematischen Regeln der Zwölftonmusik!), d.h. es wurde erneut die bloße Sensation angeregt, insbesondere (in krassem Gegensatz zum lebensbejahenden Original-Barock) Anspannung, Unwohlsein, Unsicherheit, Beklemmung, Irritation, bloße Kognition.

Orgonometrisch läßt sich diese Entwicklung durch zwei Gleichungen beschreiben:

Der erste Umbruch wurde begleitet von entsprechenden sozialen und „psychologischen“ Umwälzungen. Man denke nur an Mozarts Die Hochzeit des Figaro! Die Menschen wurden freier und „seelenvoller“, man denke an Rousseau und Goethe, und es ist kein Zufall, daß Max Stirner mit dem Höhepunkt der romantischen Bewegung in Erscheinung trat: das Ich löste sich aus der gesellschaftlichen und individuellen Panzerung. Genauso ist es kein Zufall, daß es zu einer Gegenreaktion kam, einer zweiten Umwälzung, die in den neo-feudalistischen und neo-absolutistischen Erscheinungen wie Faschismus/Nationalsozialismus, Realsozialismus und Unserer Demokratie kulminierte.

Was das konkret bedeutet, kann man an den Auswirkungen von Cannabis tagtäglich selbst beobachten. Wie wirklich nichts anderes induziert es die Umwandlung von Emotionen in Sensationen. Es geht nicht mehr um tiefe „radiale“ Gefühle wie Lust, Angst, Wut, Sehnsucht und Trauer, sondern um flache „longitudinale“ Gefühle wie Empfindungen, körperliche Wahrnehmungen und Reize von der Art „Das fasziniert mich!“ oder „Es läuft mir eiskalt über den Rücken!“ Das Ziel ist ja explizit, keine Angst mehr zu haben, keine Trauer zu empfinden, frei zu sein vom Stachel der Lust, der Sehnsucht und der Aggression. Man will locker „chillen“. Statt um den bioenergetischen Kern dreht sich alles um die Peripherie, ist verkopft. Von daher die „Head Shops“, in denen man Cannabis-Utensilien kaufen kann. Minuten werden zu Stunden und ein bloßes Rautapetenmuster kann ungeheuerliche Bedeutung annehmen. Sowohl die Tiefenwahrnehmung nach außen (dreidimensionales Sehen) als auch nach innen (Emotionen) ist stark eingeschränkt. Und was die Musik betrifft: spätestens seit Pink Floyd ist offensichtlich, daß auffällig viele „Nutzer“ elektronische und „Ambient“-Klänge mit ihren Klangspektren bevorzugen. Null Prozent Emotion, 100 Prozent Sensation.

Der neusten Ausgabe der NeuroDepesche für Neurologen und Psychiater (4/1926) zufolge hat der Cannabis-Konsum weltweit zugenommen. In Deutschland sind acht Prozent aller 12- bis 17-Jährigen Konsumenten: die Prävalenz über 30 Tage liegt bei 3,5 Prozent, über 12 Monate bei 8 Prozent und über die gesamte bisherige Lebenszeit 10,4 Prozent. Während nur 1,5 Prozent der Erwachsenen unter ausgesprochenen Störungen aufgrund des Cannabiskonsums leiden, sind es bei den 12- bis 18-Jährigen 2,5 Prozent. Von den regelmäßig Konsumierenden entwickeln 33 Prozent eine Abhängigkeit. Vollstationäre Therapien cannabisbezogener Störungen haben sich seit der Jahrtausendwende vervierfacht.

Die mechanistische Wissenschaft kann das nur konstatieren, aber die Zusammenhänge mit der orgonotischen Pulsation bzw. dem orgonotischen System (Emotion mit dem Zentrum im Solar plexus) und der Kreiselwelle bzw. dem energetischen Orgonom (Sensation mit dem Zentrum in Kopf) wird ihr wohl ewig verborgen bleiben. Ohne die Entdeckung der kosmischen Lebensenergie ist alles nichts.