Podcast Episode: Orgonomie zwischen Biophysik und Politik

3. November 1957

Wie die Umwelt auf die Orgonomie blickt

27. September 2026

Wie Reich heute gesehen wird? Nicht anders als zu seiner Zeit. Liest man die FBI-Akten über Reich, wird man depressiv. Reich schickt ihnen Material, sie fragen bei der Atomenergie-Kommission AEC („Photoeffekt, Compton-Effekt, Paarbildungseffekt, Alpha-, Beta- und Gamma-Strahlen, RBW, Gray, Sievert, Bequerel und Röntgentechnik“) und bei der von der Rockefeller Foundation kontrollierten Gesundheitsbehörde FDA nach – und erfahren, daß Reich „Pseudowissenschaft“ betreibt. Er gibt ihnen das Conspiracy-Material und sie schließen, daß die darin dokumentierten Reich-Gegner doch vollkommen recht haben: gefährliche Pseudowissenschaft. Unter jedem Brief, der an Reich ging, als interne Anmerkung: „…pseudo science…mentally unsoud…mental case…“. Er schickt ihnen den Plan für das ORANUR-Experiment zu und ihre einzige Reaktion ist die Nachfrage beim Postministerium, ob das überhaupt rechtens ist, daß eine solche pseudowissenschaftliche Geschäftemacherei-Organisation wie die Wilhelm Reich Foundation über den Postweg für Spenden wirbt.

Und wie sieht es bei den vermeintlichen Gegnern des Systems aus? Wolfgang Rieger im Nachwort zu Wilhelm Burian: Sexualität, Natur, Gesellschaft (Freiburg 1985):

Um den marxistischen Reich (…) gruppieren sich verschiedene Zirkel: die hauptsächlich in Freiburg agierende Marxistisch-Reichistische Initiative und die Wilhelm-Reich-Initiative Berlin. Sie versuchen „die politökonomische Analyse der marxistischen Theorie“ (emotion 1:112) zu erweitern um den von Reich entwickelten (…) Ansatz (…). Bunter wird es, betrachtet man, wer sich auf den späten Reich bezieht. Hierher gehören dann die Reich-Therapeuten: angefangen bei Fritz Perls und Paul Goodman, auf die die Gestalt-Therapie zurückgeht, über Alexander Lowen, den Begründer der Bioenergetik, Dieter Duhm, der in seiner Kommune Rudolf Steiner und Wilhelm Reich zusammenbringen will („Nur wo Hoden, Vaginalwände und Herzmembranen pulsationsfähig sind, kann Lebendiges sich einnisten“), und Otto Mühl, dem aktionistischen Chef der AAO, bis hin zu den zahllosen Heilpraktikern und Therapeuten, die ihre Dienste marktschreierisch anpreisen. Hierher gehören aber auch die Ufologen, Kosmolgen, Esoteriker, Wünschelrutengänger und Schwerkraftforscher, die fleißig Zeitungen, Blätter und Blättchen publizieren mit so kuriosen Titeln wie „Die Wolken sterben“. Darin erinnert ein gewisser Jerome Eden Vergeßliche: „Für regelmäßige orgastische Entladung sorgen!“

Der amerikanische Anthropologe Richard Grossinger schreibt ähnliches in seinem Buch Wege des Heilens (München 1982): Für Reich wären „die Galaxien selbst (…) ungeheure ‚Bestien‘, die sich über Millionen Jahre der Kopulation hingeben, ausgedehnt über das Gewebe von Zeit und Raum, getrennt von uns durch eine bloße Membran, die sich peristaltisch bewegt, uns aber auch mit ihr verbindet.“

So sah es vor 40 Jahren aus, als die Orgonomie eine genauso kurze wie kleine Renaissance erlebte. Danach kam dann die Sache mit dem Orgonit (in Kunstharz eingegossener Elektroschrott), der die gesamte Orgonomie förmlich aufgefressen hat. Interessiert sich heute jemand für Orgon und googelt, wird er vor allem auf Orgonit, Chemtrails und anderen Esoterik-Müll stoßen. Und was Reich selbst betrifft, hassen ihn die Linken, weil er der ultimative genital-normative Denker ist. Die Rechten hassen ihn, weil er irgendwo zwischen Frankfurter Schule, Kinsey und Foucault schweineigelt.

Dem schwarzen Faschisten dringen verzerrte (perverse) Empfindungen aus dem Kern ins Bewußtsein: um den Zwiespalt zwischen gesundem Empfinden und extremer Perversion zu lösen, bekämpft er die letztere in seiner Umwelt als absolute gesetztes Böses („Kommunisten“, „Homosexuelle“, etc.) und verteidigt dagegen verzweifelt Symbole des orgonotischen Kerns („Ehre“, „Reinheit“, „Nation“, etc.). Der Kommunist hat diesen Kontakt (selbst wenn er abstoßend verzerrt ist) vollkommen verloren, so daß bei ihm der Konflikt zwischen der mittleren (asozialen) Schicht und der (pseudosozialen) Oberfläche besteht. Um diesen zu lösen, muß er sich eine verabsolutierte Ideologie zulegen, mit der er mit allem moralischen Elan nach Belieben morden kann. Was also beide soziopolitischen Bastarde der Religion verbindet, ist, daß verzweifelt der Himmel auf Erden erstrebt wird.

Ich kann mich noch gut an die Religion erinnern, in das die Reich-Renaissance eingebettet war, das „New Age“, dessen ideologisches Gebäude sich durch folgendes Kombinationsschema beschreiben läßt (Psychologie heute, Okt. 1985) – das noch heute die Grüne Politik und damit DIE Politik bestimmt:

Alle Worte kann man beliebig miteinander kombinieren, etwa „harmonische Dissipationssynthese“!

In einer Vorlesungsreihe an der Berliner FHW mit dem Titel Wege aus der ökologischen Krise (die im Sommer 1986 Parallel zu den Wilhelm Reich-Vorlesungen der emotion-Redaktion lief) finden wir natürlich „Fritjof Capra’s ‚Wendezeit’“ (für den Reich noch im „alten Paradigma“ befangen ist – da Reich nicht ins obige Verschiebungsschema paßt), „Rationalität und Transzendenz“ sollen verbunden werden, „Wendezeichen“ mehren sich und die Frage „New Age – Post-Moderne – was kommt danach?“ wird beantwortet.

Ich muß da immer an Reichs Blick auf den Nationalsozialismus denken – in dem sich, Reich zufolge, das vegetative Leben seine Bahn brach (Die sexuelle Revolution).

Ähnlich wie der Nazismus ist auch die New-Age-Bewegung wie eine gigantische Organisation aufgezogen. Und genau wie der Nazismus basiert auch diese Bewegung auf einer Hierarchie (…). Die Oberen (…) wissen immer mehr als die einfachen Gefolgsleute. (…) Nazismus und New-Age-Bewegung sind politisch-spirituelle Größen, die auf den gleichen esoterischen Grundlagen basieren (…) Das politische Klima in Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg ist vergleichbar mit der heutigen Situation. Die Vereinigten Staaten befinden sich in einer sehr ähnlichen Lage. Seit dem Vietnamkrieg hat sich eine starke Wende zu „Wandervogel“-Ideen und östlichen Mystizismus vollzogen. Die New-Age-Bewegung wie der Nazismus beschreiben den „Weg“ zur Erlangung eines „transzendentalen Bewußtseins“, zur Transformation der Massen durch Einweihung in „Mysterien“. (…) Ein anderer gemeinsamer Punkt (…): „(…) Eine neue Rasse betritt den Planeten. Die herrschende Rasse ist eine sterbende Rasse. das zunehmende Interesse an Psychotechnologien, geistigen Übungen und heiligen Traditionen ist die Offenbarung einer neuen, intelligenten Rasse, die sich unter dem Widerstand der herrschenden Rasse formiert und eine einheitliche planetarische Kultur entwickelt.“ (John White) Hitler sagte fast genau dasselbe. (C.E. Cumbey z.n. H.-J. Ruppert: New Age, Wiesbaden 1985)

Die erwähnten Psychotechniken (Meditation, Reichianische Körpertherapien, etc.) zerstören systematisch das körperliche Orgonfeld und weiten es konfus aus, wobei Autonomie und Willenskraft zerstört wird.

DAS BLAUE BUCH 2012-2016: 2. Das ORANUR-Experiment, g. ORANUR, DOR, Haut und Vegetation / h. Die Wiederauferstehung der abgetöteten Lebensenergie, DOR / i. Woher weht der Wind?

26. September 2026

DAS BLAUE BUCH 2012-2016: 2. Das ORANUR-Experiment, g. ORANUR, DOR, Haut und Vegetation / h. Die Wiederauferstehung der abgetöteten Lebensenergie, DOR / i. Woher weht der Wind

Mechano-mystische Pseudologik

25. September 2026

Wie man an jeder Katze und jedem Hund beobachten kann, überwiegt bei biopsychologischer Gesundheit der Parasympathikus bzw. die „Vagotonie“. Wenn wir entspannt und in einem biophysiologisch expansiven Zustand sind „chillen“ wir, wir verdauen und schlafen.

Man darf nicht an bloßen Worten und deren inhärenten Logik („am Logos“) haften. Für den Mechano-Mystiker gibt es eine „Substanz“, die ein Attribut hat, nach dem Muster: Vagotonie —> Expansion —> stimmt nicht überein mit kontraktiler Verdauung und Schlaf. Das Konzept (die „Substanz“) Vagotonie wird durch ihr Attribut Expansion definiert, da aber Verdauung und Schlaf der Kontraktion zugeordnet werden können, tun sich Widersprüche auf und die Orgonomie ist der haltlosen Vereinfachung überführt.

Das ist vollkommen logisch, aber nicht funktionell gedacht. Für Reich gibt es nicht Substanz und Attribut, sondern die Beziehung eines Teils zum Ganzen, d.h. Funktion, die man nicht kausal, sondern nur interpretativ erklären kann. Die Vagotonie ist eine funktionelle Einheit, in der der Körper die vorübergehende Kontrolle über seine Umwelt erlangt hat und sich deshalb gehenlassen kann. Löwen können den ganzen Tag rumdösen („Kontraktion“), eben weil sie die Savanne beherrschen („Expansion“).

Solche ganzheitlichen Interpretationen kann man logisch auseinanderreißen („Kontraktion ungleich Expansion“) und so die ganze Orgonomie widerlegen. Man vergißt dabei aber, daß das ganze Leben derartig „unlogisch“ ist. Es ist unlogisch, daß ein bestimmtes Kind von asozialen Trinkern ein genitaler Charakter ist, ein anderes Kind aus geregelten Verhältnissen hingegen ein Neurotiker, da man es kausal nicht erklären kann. Sieht man die Sache aber funktionell, d.h. als einen multidimensionalen „Lebensroman“, kann diese Geschichte trotz aller gegenteiligen Theorie durchaus stimmig sein.

Abstrakt geht man wie folgt vor: Patient X (die „Substanz X“) hat folgende Symptome („Attribute“): a, b und c, folglich ist es weder eindeutig der Charakter A noch B oder C. Der konkrete funktionelle Ansatz sieht es aber wie eine kleine „unlogische“ Novelle: die Ganzheit X umfaßt u.a. die Teile a, b und c, wobei der Teil a die Rolle der Hauptabwehr spielt, wenn die Ganzheit X(a.b,c) ihre Integrität bewahren will, deshalb ist die Ganzheit X(a.b,c) ganz eindeutig der Charakter A.

Der Unterschied zwischen der mechanomystischen und der funktionellen Logik ist, daß in ersterer „logisch“ alles (a, b und c) gleich gewichtet wird, während im funktionellen Ansatz jedes Element (a, b und c) perspektivisch gewichtet wird. Die Elemente a, b und c müssen nicht alle auf einer „Ebene“ sein, sondern jeweils auf allen möglichen Funktionsebenen verortet sein:

DAS BLAUE BUCH 2012-2016: 2. Das ORANUR-Experiment, e. DOR-Notstand, Schmuddelwetter und Bienensterben / f. Der planetare DOR-Notstand am Beispiel der Amphibien und Fledermäuse

24. September 2026

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DAS BLAUE BUCH 2012-2016: 2. Das ORANUR-Experiment, c. Orgonomisches zum Atomstreit / d. Wo bleibt die globale Erwärmung?

23. September 2026

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DAS BLAUE BUCH 2012-2016: 2. Das ORANUR-Experiment, a. Orgon, ORANUR und DOR auf Gemälden / b. Dämmwahn, ORANUR und DOR

22. September 2026

DAS BLAUE BUCH 2012-2016: 2. Das ORANUR-Experiment, a. Orgon, ORANUR und DOR auf Gemälden / b. Dämmwahn, ORANUR und DOR

Orgonomische Gesellschaftspolitik

21. September 2026

Am Ende von Reichs soziopolitischer Entwicklung stehen drei Einsichten:

1. Der heilsame Realismus des Konservativen steht auf einem „metaphysischen“ Fundament, das einen fatalen Irrtum verkörpert: dem Glaube an die grundsätzliche Verworfenheit des Menschen, die „Erbsünde“. Deshalb kann man ihnen die „Kinder der Zukunft“ nicht anvertrauen: sie wollen ihnen „das Böse“ austreiben.

2. Sozialismus ist naturwidrig und „krank“; eine psychische und soziale Krankheit, die die Massen immobilisiert. Er macht sie sowohl zu parasitären Tätern (sie sitzen nur da und warten darauf, daß „die Gesellschaft“ sie aus Schuldbewußtsein bedient) als auch zu Opfern von pestilenten Parasiten:

3. Die linken Mundwerker schwadronieren von „Klasseninteressen“, vertreten aber in der Tat nur ihre eigenen „rationalen“ parasitären Interessen (die Ausbeutung der Arbeitsdemokratie), gehen überwiegend jedoch ihren irrationalen Charakterzielen nach (die Zerstörung der Arbeitsdemokratie).

Den Linken kann man erstrecht nicht die „Kinder der Zukunft“ anvertrauen! Heutzutage soll den Kindern „Werte“ vermittelt werden, wobei ihnen jedoch gleichzeitig die Grundlage aller Werte, die Tugenden ausgetrieben werden. Zum Beispiel wird ihnen über die Darstellung der nationalsozialistischen KZs „Toleranz“ nahegebracht – und dabei gleichzeitig alle bürgerlichen Tugenden (z.B. Redlichkeit, Gehorsam, Mut, etc.) als üble „Sekundärtugenden“ denunziert, die die KZs erst ermöglicht hätten. Aus den Kindern werden lebensuntüchtige hohle Schwätzer, dümmliche Besserwisser und anmaßende Steinewerfer gemacht! Es fehlen die biologischen Grundlagen, es fehlt buchstäblich der Kern und die Substanz, also das, was der Konservative „Charakter“ nennt.

Ein anderes Beispiel für den Umgang mit primären und sekundären Trieben ist die Bekämpfung der Kriminalität. Linke argumentieren gegen „autoritäre“ Maßnahmen. Dadurch werde die Kriminalität nur verlagert und anderswo „entladen“. Während der Konservative mit seinem Moralismus dazu tendiert, primäre Triebe wie sekundäre Triebe zu behandeln, ist die mechanistische Sichtweise des Linken genau umgekehrt: er behandelt die sekundären Triebe (in diesem Fall die alltägliche Kleinkriminalität) so, als handele es sich um einen primären Trieb, der in jedem Fall entladen werden müsse. Natürlich ist das Gegenteil der Fall: sekundäre Triebe kann man nicht befriedigen (orgastische Impotenz), vielmehr verstärken sie sich, wenn man sie auslebt („Sucht“). Für derartige bioenergetische Einsichten fehlt dem Linken jedes Organ. Deshalb ist er gesellschaftspolitisch unzurechnungsfähig.

Die desaströsen Folgen dieser Kontaktlosigkeit zeigt beispielhaft die Entwicklungspolitik, welche genau jene mafiösen Regime in der „Dritten Welt“ am Leben erhält, die ihre Länder im Elend halten. Je mehr sie ihre Völker ausplündern, desto mehr Entwicklungshilfe bekommen sie. Verantwortungslosigkeit wird belohnt und auf diese Weise gefördert. Stereotyp fordern die Linken für die Länder der Dritten Welt „Bodenreform“, um den Hunger zu besiegen. Doch die Geschichte des 20. Jahrhunderts hat gezeigt, daß Bodenreform typischerweise (angefangen beim Russischen Reich – einst die Kornkammer Europas, neuerdings in Zimbabwe – einst die Kornkammer Afrikas) zu Hungerkatastrophen und chronischem Mangel führt. Ständig wird nach staatlichen Eingriffen verlangt, um die „Auswüchse des Kapitalismus in der Dritten Welt“ einzuschränken. Schaut man sich das Leben in diesen Ländern aber genauer an, sieht man, daß der Staat durch Mißwirtschaft und Korruption die Gesellschaft systematisch zerstört; eine Gesellschaft, die nur durch die „informelle Wirtschaft“ zusammengehalten wird, also durch einen organisch gewachsenen arbeitsdemokratischen „Ur-Kapitalismus“.

Ausgerechnet die, welche die hirnrissige These vertreten, daß „wir auf Kosten der Dritten Welt leben“, haben nichts als Häme für jene übrig, die befürchten, daß ihnen das weggenommen wird, was die Armutsflüchtlinge an Unterstützung erhalten und an allgemeinen Integrationskosten verursachen. Hilfe für die Dritte Welt soll u.a. darin bestehen, daß wir selbst im Namen der „Solidarität“ so verarmen und durch Massenzuwanderung unser eigenes Boot zum Sinken bringen – auf daß wir selbst Hilfe benötigen. Deutschland hat fast 7 mal so viele Einwohner pro Quadratkilometer als die USA und mit fast 15 Prozent einen absurd hohen Ausländeranteil (die eingebürgerten Paß-„Deutschen“ nicht mitgerechnet!), so daß in den Großstädten die Deutschen in den nächsten Jahren zu einer Minderheit im eigenen Land werden und bis 2050 die Hälfte der deutschen Gesamtbevölkerung „ausgetauscht“ sein wird. Ja, eine rechtradikale Verschwörungstheorie, denn das werden natürlich alles „Deutsche“ sein! Da nur Armutsflüchtlinge ins Land kommen, ist die Arbeitslosenquote bei ihnen doppelt so hoch wie bei den (Paß-) Deutschen. Vollkommen absurd! Glaubt irgendjemand, der auch nur etwas Verstand hat, daß Spitzenkräfte ausgerechnet in die bürokratisierte Steuerhölle Deutschland einwandern wollen?! Ein sozialistisches Land, aus dem Spezialisten reihenweise auswandern! Mal abgesehen davon, was wir den Ursprungsländern antun, wenn wir ihnen die Elite nehmen.

Man betrachte nur die rot-grün regierten Städte: ein Blick in die sozialistische Zukunft! Mit jedem Stadtteil, der umkippt, wird die rot-grüne Dominanz sicherer. Nicht zuletzt durch den Stimmenzuwachs für rechtsradikale Parteien – der den Anlaß für neue „antifaschistische“ Volksfronten liefert. Im rot-grünen Kriminellen-Paradiesen sieht es fast so aus, als wären nicht etwa die Kriminellen das Hauptproblem der Politik, sondern die Polizei, die die „Bürgerrechte“ von Drogendealern gefährdet. Sie werden 30mal gefaßt und immer noch nicht in Haft genommen. Ihnen Brechmittel zu verabreichen, um an die verschluckten Beweise zu gelangen: undenkbar! Schließlich geht es um Bürgerrechte – sagt die Fassade aus „Toleranz, Entspannung und Deeskalation“. Das wirkliche Motiv ist „Emanzipation“, d.h. die Zerstörung der Gesellschaft.

Woher dieser Todestrieb? Ähnlich wie der Schizophrene (okulare Panzerug) im Verlauf der Orgontherapie zu einem stinknormalen Neurotiker (Körperpanzerung) wird, weil die Schizophrenie ein Ergebnis der neurotischen gepanzerten Gesellschaft ist, ist die linke Struktur (okulare Panzerung) aus der konservativen (Körperpanzerung) hervorgegangen – und verwirklicht deren eingangs erwähnten Fluch auf das Leben.

DAS BLAUE BUCH 2012-2016: 1. Orgonbiophysik, q. Über den Krieg / r. Ist die Orgonomie eine „heilige Wissenschaft“? / s. Warum nicht mehr Arbeiten über Orgonbiophysik?

20. September 2026

DAS BLAUE BUCH 2012-2016: 1. Orgonbiophysik, o. Die Kraft der Jedi-Ritter / q. Über den Krieg / r. Ist die Orgonomie eine „heilige Wissenschaft“? / s. Warum nicht mehr Arbeiten über Orgonbiophysik?

Email [Der Kern von LSR] 2009

19. September 2026

Email [Der Kern von LSR] 2009

Der Mensch als Orgonmotor

18. September 2026

Frei nach Pawlow glaubte man ursprünglich, daß (beispielsweise) die wellenförmige Schwimmbewegung eines Aals auf einer Kette von Reflexen beruht. Ein Reflex regt den nächsten an. Ein rein mechanischer Vorgang. Doch durch Durchtrennen von Nerven konnte experimentell gezeigt werden, daß diese Bewegung auch ohne sensorische Rückmeldung abläuft, sozusagen „autonom“. Die Nervenzellen im Rückenmark feuern von sich aus in einer perfekt koordinierten wellenförmigen Sequenz. In den 1930er Jahren hatte der Verhaltensbiologe Erich von Holst (beispielsweise) bei Aalen das Gehirn vom Rückenmark getrennt und die sensorischen Nervenbahnen durchschnitten. Dieses simple Experiment bildete die Grundlage der modernen Neurobiologie und Verhaltensforschung. Was wir hier vor uns haben sind pulsatile orgonotische Funktionen, die unabhängig von der Umwelt und unabhängig vom Gehirn aus sich heraus agieren.

Hans Hass schreibt dazu:

Dieses Ergebnis war in doppelter Weise ungemein interessant. Erstens widerlegte es die Ansicht des russischen Biologen Pawlow und seiner Schule, die alle Instinkthandlungen auf „Ketten“ von einzelnen Reflexen zurückführten. Nach dieser Vorstellung – die damals von den meisten Biologen geteilt wurde – hätte die Bewegung eines Muskelsegmentes über innere Sinnesreize die Bewegung des nächstfolgenden auslösen müssen. Als einen solchen „Kettenreflex“ hatte man sich bisher den regelmäßigen Ablauf der Schwimmbewegung des Aales vorgestellt. Bei diesem Präparat waren jedoch keinerlei Rückmeldungen an das Rückenmark möglich, es konnten somit die Segmente einander nicht beeinflussen. Zweitens aber, und fast noch wichtiger, zeigte dieses Experiment, daß dieser offenbar von einer Stelle gesteuerte Bewegungsvorgang gar keines äußeren Reizes bedurfte, um abzulaufen. Die motorischen Zellen, welche die Schlängelbewegung kommandierten, waren vielmehr „spontan aktiv“. (Hass: Expedition zu uns selbst. Das Geheimnis menschlichen Verhaltens, NATURPHILOSOPHISCHE SCHRIFTEN, Bd. 4, München: Universitas 1987)

Es ist etwas unglücklich, da die falschen Assoziationen hervorgerufen werden, daß das lokale Netzwerk im Rückenmark, daß für die Rhythmik autonomer Muskelbewegungen, u.a. das Atmen, zuständig ist, ausgerechnet als „Zentraler Mustergenerator“ (Central Pattern Generator, CPG) bezeichnet wird, weil das Rückenmark Teil des Zentralen Nervensystems ist. Nochmal: das ganze läuft als „kontinuierlicher Antrieb“ autark, spontan aktiv ab, d.h. ohne sensorische Rückmeldungen von der Peripherie und ohne Befehle vom Gehirn.

Natürlich initiiert das Gehirn das Gehen, Kauen und Schlucken und beeinflußt das Atmen, doch der CPG feuert die Nervensignale autonom. Genauso modulieren Signale von der Peripherie her zwar diese autonome Rhythmik des CPG, aber das ändert nichts daran, daß der CPG aus sich selbst heraus pulsiert, d.h. auch sozusagen „im Leerlauf“ weiterlaufen würde.

Werden der betreffende CPG zerstört, kann man beispielsweise zwar noch gehen, doch ist dieses Gehen nicht mehr flüssig, nicht mehr koordiniert, nicht mehr unwillkürlich, sondern nur noch rein mechanisch, roboterhaft. Es ist wie bei Reichs Orgonmotor, der zwar mit elektromagnetischer Energie betrieben werden konnte, seine charakteristische „flüssige“ Bewegung aber nur durch das Einspeisen von autonom pulsierender Orgonenergie vollführen konnte.