Sexterror (Teil 2)

Bereits im Blogeintrag Die Dekadenz des Westens habe ich mich mit dem aktuellen Hauptbereich des Sexterrors beschäftigt: der Rap-Musik und der mit ihr immer enger verzahnten Pornographie, insbesondere der Internet-Pornographie. Symptomatisch ist dafür beispielsweise auch die in diesem Blog häufiger auftretende Broken Comedy auf Pro7 mit „Fifty Sven“ und „Fotze Brown“. Auffällig häufig wird in den Sketchen die Webadresse einer frei zugänglichen Pornoseite bekanntgegeben, damit es auch ja wirklich jedes Kid mitbekommt.

Die Rap-Texte sind Pornographie pur. Und es geht dabei nicht etwa um „Blümchensex“, sondern um die denkbar brutalste sadistische Erniedrigung der Frau:

[youtube:http://www.youtube.com/watch?v=ncd7zjz8k5c%5D

Die Bitches sind natürlich noch extremer. Vorsicht Brechreiz:

[youtube:http://www.youtube.com/watch?v=gpRxJfBau7I%5D

Das ist keine Mache, keine Comedy, sondern Realität:

[youtube:http://www.youtube.com/watch?v=Ozie66bDxt8%5D

Diese „Musik“ klingt heutzutage aus Kinderzimmern!

Ich kenne kein eindeutigeres Beispiel für den Kern der Emotionellen Pest: die „genitale Rache“. Die „genitale Rache“ geht aus der Orgasmusangst hervor und kommt auf die unterschiedlichste Weise zum Ausdruck, am eindeutigsten wohl in dem „Ich fick dich!“, das die Sexualisierung aller Lebensbereiche begleitet.

Das ganze wird dadurch flankiert, daß Perversionen zunehmend „entpathologisiert“ werden, während ganz normale Gefühlsäußerungen als Pathologie abqualifiziert werden. Das sieht man beispielsweise am Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders (DSM) in den USA, insbesondere an seiner geplanten Neuausgabe. Es entspricht dem ICD-10 in der übrigen Welt, der internationalen Klassifikation der Krankheiten.

Für das neue DSM wurde eine „oppositional defiant disorder“ und ein „apathy syndrome“ erfunden, wodurch jedes aufmüpfige Kind und jeder erwachsene Exzentriker, Romantiker oder auch jeder Trauernde zum Fall für die Psychiatrie erklärt werden kann, während auf der anderen Seite Serienvergewaltiger und ähnliche Sexualverbrecher beispielsweise unter die harmlose Rubrik „paraphilic coercive disorder” fallen. Bedauernswerte Kranke, genauso wie jeder andere auch, der nicht ganz „normal“ ist. Alle denkbaren Unterschiede werden verwischt: die kleinsten Abweichungen vom „Homo normalis“ werden pathologisiert und die schlimmsten Perversitäten werden normalisiert oder gar als „gesund“ hingestellt.

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9 Antworten to “Sexterror (Teil 2)”

  1. Peter Nasselstein Says:

    Charles Konia über die heutigen Teenager, die moderne Psychiatrie und die Emotionelle Pest:

    http://charleskonia.com/2012/02/12/whats-wrong-with-the-teenage-mind/

    • Robert (Berlin) Says:

      Seht ihr, Konia hat endlich das begriffen, was ich hier immer geschrieben habe: die Psychiatrie ist auf vor-freudsches Niveau zurückgefallen.

  2. Peter Nasselstein Says:

    Realsatire. Heute in der Bild Lady Bitch Ray ist jetzt Doktor „magna cum lauda“: „Die Bedeutung des muslimischen Kopftuchs – Eine kleidungssemiotische Untersuchung“. 460 Seiten! „Ich habe Muslimas befragt. Ergebnis: Kopftuchträgerinnen sind emanzipiert, stark!“ Wie geht’s weiter? „Ich plane eine TV-Show. Germany’s Next Top-Bitch.“

    • Peter Nasselstein Says:

      Alles hochwissenschaftlich!

      In Anlehnung an Foucault nennt sie ihre Methode genealogische Kritik. Damit ist gemeint, dass die Suche nach einem wie auch immer gearteten ontologischen Kern bzw. einer substantiellen Wahrheit eines Subjekts aufgegeben wird. Nicht was eine Frau im Innersten ausmachen könnte interessiert, sondern wie ein Individium diskursiv als Frau erschaffen wird. Dies geschieht durch die unentwegte Performation von Normen. Die performative Inszenierung des Geschlechts ist aber weder frei wählbar, noch komplett determinierend, weil eben diskursiv hervorgebracht. Diskurse sind die Orte an denen soziale Wirklichkeit konstruiert wird.

  3. Der Weg in die Sexwüste « Nachrichtenbrief Says:

    […] der neuen, antiautoritären und „antichristlichen“ Gesellschaft wird entgegen alles vom „Sexterror“ […]

  4. The Journal of Orgonomy (Vol. 25, No. 1, May 1991) « Nachrichtenbrief Says:

    […] Wir erleben hier die Selbstaufhebung der Psychiatrie als Wissenschaft. Die orgonomische Medizin hat gut daran getan in Sachen Nosologie der Charakteranalyse Reichs treu zu bleiben. […]

  5. Robert (Berlin) Says:

    NICHTGEDANKEN | Bushido (Über Frauen & Sex mit Groupies)

  6. Robert (Berlin) Says:

    Die Porno-SPD gehört in die Mülltonne der Geschichte

    „Keine Altersbeschränkungen für Feministinen-Pornos bitte, damit auch 10-jährige Kinder sich in der Schule anschauen können, wie sich zwei glitschige Walrösser mit pinken Dildos bespaßen.“

    https://www.journalistenwatch.com/2018/06/10/die-porno-spd/

  7. Robert (Berlin) Says:

    Dr. François Billot de Lochner: „Den Tsunami der Pornographie verstehen und bekämpfen“

    Kritik der Pornographie aus konservativer Sicht.

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