Archive for the ‘Sozialpsychologie’ Category

Die antiautoritäre Transformation aus bio-psychiatrischer Sicht

18. Oktober 2019


Die Homer-Simspon-isierung:

Die antiautoritäre Transformation aus bio-psychiatrischer Sicht

Orgonometrie (Teil 3): Kapitel 34

17. Oktober 2019

orgonometrieteil12

34. Die Orgonometrie der Straße

Über den Terrorismus (Teil 4)

16. Oktober 2019

von Paul Mathews, M.A., M.A.C.O.
 

Die Makro-Terrorstrukturen, wie Nazi-Deutschland und kommunistische „Vaterländer“, verfolgen die gleichen Ziele wie die bereits erwähnten Mikro-Terror-Gruppen. Beide haben rationalisierende Fassaden und die eine nutzt die andere für ihre gegenseitigen Interessen – vor allem soziale Destruktivität um ihrer selbst willen und als Abwehr gegen den Schrecken des Lebendigen. Auf diese Weise vereinen, verschmelzen und fördern sie die gegenseitige Destruktivität, es sei denn, der eine droht, den anderen zu dominieren, wie bei Festlandchina und der Sowjetunion. Diese Wechselbeziehungen zwischen Makro- und Mikrogruppen wurden von einer Reihe von Sozialwissenschaftlern, Forschern und Flüchtlingen aus diesen Ländern und Organisationen gut dokumentiert. Claire Sterling hat zum Beispiel die sowjetische Rolle im internationalen Terrorismus und ihre Verbindungen zu verschiedenen Terrorgruppen und Organisationen auf der ganzen Welt dokumentiert (4)d. Ganz zu schweigen von der Finanzierung und dem Sponsoring anderer subversiver Aktivitäten, die ihren endgültigen Zielen entsprechen, seien es Gruppen für „Frieden und nukleare Abrüstung“, „USA raus aus (dieser oder jener Region)“, „Hunger und Armut“ und „Befreit (diesen oder jenen ‚politischen Gefangenen‘ oder ‚Opfer des Rassismus‘)“, usw., usw.

Das Obige ist analog zu dem, was in den charakterologischen Tiefen gepanzerter Strukturen geschieht, wie von Reich beschrieben (5, S.315f)e. Es gibt nicht nur eine Schichtung menschlicher Triebe und Abwehrkräfte, wie sie von den frühen, ödipalen Frustrationen herrührt, sondern auch eine Verschachtelung der verschiedenen Abwehrmechanismen: „Die Schichten der Panzerung sind also ineinander geschachtelt, indem jeder abgewehrte Trieb gleichzeitig im Dienste der Abwehr von noch Tieferem steht. . .“

Wenn wir diese klinischen Faktoren auf die soziale Bühne übertragen, können wir sehen, dass die verschiedenen sozialen Strukturen und Aktivitäten die gleiche Funktion haben: die gesellschaftliche Abwehr gegen bedrohliche Wahrheiten und Phänomene zu stärken, die die starren, charakterologischen Abwehrkräfte katastrophal erschüttern könnten. Diese Funktionen treten auf unbewusster Ebene und als struktureller Zwang auf.

Selbst ein gewöhnlicher Neurotiker, der weder unmoralisch noch absichtlich destruktiv ist, kann in die Dynamik eines sozial verleiteten destruktiven Verhaltens verwickelt werden. Dies kann durch Duldung, Angst, Unbeweglichkeit, Furcht vor Aggression oder Überreaktion aufgrund einer Stauung, die eine Entlastung sucht, geschehen. Er wird der Pest unbeabsichtigt Unterstützung und Glauben schenken oder sich von der Erregung seiner sekundären Schicht verführen lassen. Pornografie ist eine Erregung dieser Art. Sie kann „sicher“ eingesetzt werden, da sie den Kern nicht bedroht, obwohl sie die Stauung verschlimmert und auf lange Sicht schädlich ist. Die Gewalt des Terroristen, die von dieser sekundären Natur ist, bietet ihm manche vorübergehende und illusorische Entlastung von tief verwurzelten Spannungen. Was auch immer sich hinter den gesellschaftspolitischen Verkleidungen verbirgt, sein eigentliches Ziel ist zweierlei: eine blindwütige und zerstörerische Entladung von hohen Pegeln gestauter Energie und die Zerstörung von allem, was durch seine Natürlichkeit, Kreativität und Konstruktivität die der sekundären Schicht zugehörige Abwehr bedroht und ihn seine unerträgliche organismische Unbeweglichkeit erleben lässt. Daher, wie Wilson betont (a. a. O.):

Was auch immer die Grundursachen des Terrorismus sind . . . die Terroristen entwickeln schnell und unweigerlich ein Interesse an dem, was sich Problemlösungen widersetzt. Sie werden alles tun, was sie können, alle notwendigen Allianzen eingehen (einschließlich Allianzen mit gewöhnlichen Kriminellen und mörderischen Wahnsinnigen) [Verschachtelung], um jede „politische Lösung“ zu verhindern, bis fast zur Zerstörung des Staates selbst [wie zum Beispiel in El Salvadorf]. Sie werden also ihre Angriffe größtenteils gegen Gruppen richten, die einen konstruktiven Wandel anstreben . . . Das Ziel des wahren Terroristen ist es nicht, den Fortschritt zu beschleunigen, sondern eine faschistische Reaktion hervorzurufen.

Orgonomisch gesehen ist es die „zugrunde liegende [verborgene] Ursache“, die den Terroristen motiviert. Das Letzte auf der Welt, was er sich wünscht, ist eine sozial konstruktive Entwicklung, die seine Zugänge zur sekundären Entladung drosselte. Das wäre für ihn katastrophal.

 

Anmerkungen des Übersetzers

d The Terror Network: The Secret War of International Terrorism (Deutsch: Das internationale Terror-Netz. Der geheime Krieg gegen die westlichen Demokratien, Scherz Vlg.) ist ein 1981 von Claire Sterling herausgegebenes Buch, in dem argumentiert wird, dass die UdSSR Terroristen als Stellvertreter einsetzt.
Zum Teil wegen des Buches gab der CIA-Direktor William J. Casey eine Einschätzung des Nationalen Geheimdienstes zur sowjetischen Unterstützung des Terrorismus in Auftrag. Nachdem Casey den Entwurf der Einschätzung erhalten hatte, beanstandete er, dass der Entwurf über die sowjetischen Beziehungen zum Terrorismus weniger enthielt als das Buch von Sterling.
Michael Ledeen bewarb die Behauptungen des Buches, als es veröffentlicht wurde. Er wurde in der konservativen Zeitschrift National Review zitiert und behauptete, dass „fast alles, was Claire sagte, durch Stasi-Akten bestätigt wurde“, die nach dem Ende des Kalten Krieges auftauchten.

e Verlag: Farrar, Straus and Giroux; 3. Auflage: S. 301.
Charakteranalyse, Kiepenheuer& Witsch, 1989, S. 416/17.

f Die Farabundo Marti Liberation Front (FMLN) wurde 1980 mit kubanischer Unterstützung gegründet, als sich vier linke Organisationen und die Kommunistische Partei El Salvadors zusammenschlossen, um die salvadorianische Regierung gewaltsam zu stürzen. Während des 12-jährigen salvadorianischen Bürgerkriegs (1980-92) versuchte die FMLN, die Regierung zu stürzen, indem sie eine Strategie verfolgte, die bewaffneten Kampf, Terrorismus und kommunistische politische Indoktrination beinhaltete. Die Gruppe erhielt auch finanzielle Unterstützung und Waffen vom Sowjetblock und von Kuba. Der folgende Bürgerkrieg kostete 80 000 Menschenleben und führte zu 1 Mio. Flüchtlingen.

 

Literatur

4. Sterling, C.: The Terror Network. New York: Holt, Rinehart and Winston, April 1981
5. Reich, W.: Character Analysis. 3rd enl. ed. New York: Orgone Institute Press, 1949

 

Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Charles Konia.
Journal of Orgonomy, Jahrgang 16 (1982), Nr. 2, S. 235-243.
Übersetzt von Robert (Berlin).

Das bioenergetische Geheimnis des Terrors

15. Oktober 2019

Die Frage „wem nutzt der Terror“ ist rationalistisch, d.h. nur oberflächlich und führt nirgends hin. Man nehme etwa den „11. September“ oder den „Breitscheit-Platz“ – wie schnell verliert man sich da im stacheligen Gestrüpp immer waghalsigerer Verschwörungstheorien. Statt zerebral abzudriften, bleiben wir doch einfach bei der Sache – und bei unserem Bauchgefühl! Das Warum findet sich doch ganz einfach im Wie: Leute werden zerrissen, durchbohrt, zerquetsch, zerfetzt, teilweise geradezu „auseinandergeprengt“ und meist (!) sprengen sich die Attentäter dabei gleich selbst mit in die Luft!

Erinnert das nicht fatal an Reichs Analyse des Masochismus und der pestilenten Reaktion, die in der Charakteranalyse nicht zufällig nebeneinander abgedruckt wurden? Es geht dabei um die Provokation von Aggression, um so von außen „zum Platzen“ gebracht zu werden, ohne selbst Schuld zu tragen für diesen herbeigeführten „Orgasmus“, d.h. die Lösung der inneren Spannung. Umgekehrt bei der Emotionellen Pest: die Provokation des Lebendigen, des „befriedigten Lebens“, ist für bestimmte orgastisch Impotente dermaßen unerträglich, daß sie die Quelle der Provokation beseitigen müssen, wobei die Tat zu einer Ersatzbefriedigung wird.

Das, das Provozieren eines Gegenschlags und das Beenden der unerträglichen Provokation, ist das Geheimnis des islamischen Terrors. Es ist sinnlos, nach einem rationalen Motiv dieses Terrors zu suchen. Wie bei der Pest üblich, ist das vorgeschobene Motiv eh nie identisch mit dem wahren Motiv. Sein wirkliches Geheimnis findet sich im Provozieren, im provoziert Sein und im dramatischen Blutvergießen selbst. Und das ist noch nicht mal bloße (sexualökonomische) Theorie, sondern unsere praktische Erfahrung im Alltag: ständig wird man durch das denkbar kulturinsensible Verhalten der kulturfremden Orks provoziert, ständig provozieren sie uns und ständig hängt die Androhung lebensbedrohlicher Gewalt im Raum. Selbst auf dem Bahnsteig hat man ein mulmiges Gefühl…

Über den Terrorismus (Teil 3)

14. Oktober 2019

von Paul Mathews, M.A., M.A.C.O.
 

Warum ist es so oft schwierig, mit dem Terrorakt oder den Terroristen umzugehen oder sie gar zu verstehen? Ein Problem ist, dass es für die meisten Menschen, da sie nach der dreischichtigen gepanzerten Struktur funktionieren, schwierig und manchmal unmöglich ist, die wahren Motive hinter der Fassade zu erkennen. Es beinhaltet ein gewisses Maß an Einsicht und Mut gegenüber der eigenen sekundären Schicht und dem Kern, denen der durchschnittliche Mensch mit Schrecken gegenübersteht. Es ist gleichbedeutend mit der direkten Konfrontation mit dem ganzen sekundären Schrecken – und dem DOR – der bzw. das sich unter der Oberfläche verbirgt.

Es ist noch schwieriger, sich der linksgerichteten politischen Pest entgegen zu stellen – insbesondere für „Intellektuelle“ (d.h. intellektuell abwehrende Menschen). Der Grund dafür ist, dass der durchschnittliche anständige Neurotiker auf die humanistische Fassade der Linken reagiert, ohne zu wissen, dass sich die intellektuell abwehrenden, modernen liberalen Typen heimlich mit einer Fassade identifizieren, die Parallelen zu der ihren aufweist (die der emotionellen Pest). Der Unterschied besteht darin, dass die humanistische Fassade des Liberalen eine Abwehr gegen die sekundäre Schicht darstellt, wohingegen die Fassade der Pest ihr dient, wie Elsworth F. Baker aufzeigte (3). Die linke Abwehrstruktur ist voller Schuldgefühle, Subversion, Rebellion und umfassendem Hass gegen alle Autoritäten (Establishment/Vater).2

Es ist von daher nicht überraschend, dass die meisten terroristischen Führer und sogar ihre Anhänger aus der mittleren und/oder intellektuellen Schicht der Gesellschaft kommen, die von den oben beschriebenen strukturellen Merkmalen durchdrungen ist.

Rechte Terroristen sind grundsätzlich wie linke Terroristen strukturiert. Der Unterschied liegt in ihren Fassaden, die eher nationalistisch und rassistisch als internationalistisch und nivellierend, wie die ihrer linken Pendants, sind. Beide Gruppen sind elitär in der Annahme, dass sie wissen, was für die Massen am besten ist. Wie das alte Sprichwort sagt: „Die Nazis töten dich zu ihrem eigenen Besten und die Kommunisten töten dich zu deinem eigenen Besten.“ Beide Gruppen zielen auf willkürliche Gewalt um ihrer selbst willen ab und haben das Bedürfnis, alle natürlichen, lebendigen Funktionen zu unterdrücken und zu kontrollieren. Demzufolge passen sie gut zueinander und können sich gegenseitig recht gut verstehen und nachempfinden. Die besiegten NS-Kader haben sich beispielsweise leicht an das kommunistische Regime in Ostdeutschland angepasst und es wurden dort keine „Kriegsverbrecherprozesse“ durchgeführt. Diese Kader tauschten lediglich ihre Nazi-Armbinde gegen sowjetische Symbole ein. Sie standen der sowjetischen internationalen kommunistischen „Bruderschaft“ genauso selbstgerecht loyal gegenüber wie zuvor Hitlers Übermenschc-Ideologie und sie tun es immer noch.

 

Anmerkungen

2 Man muss nur die Anti-Establishment-Themen studieren, die uns vom Fernsehen und den liberalen Medien im Allgemeinen aufgenötigt werden, um eine hinreichende Bestätigung dieses Befindens zu finden.

 

Anmerkungen des Übersetzers

c ubermensch im Original.

 

Literatur

3. Baker, E.F.: Man in the Trap. New York: Macmillan, 1967

 

Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Charles Konia.
Journal of Orgonomy, Jahrgang 16 (1982), Nr. 2, S. 235-243.
Übersetzt von Robert (Berlin).

Über den Terrorismus (Teil 2)

12. Oktober 2019

von Paul Mathews, M.A., M.A.C.O.
 

Um meinen Standpunkt zu untermauern, möchte ich James Q. Wilson, Shattuck-Professorb für Regierungsführung an der Harvard University zitieren, der erklärt, dass die in Jerusalem angenommene Definition des Terrorismus, wie bereits erwähnt, „es erlaubt, zwischen reinem Terrorismus (z.B. willkürlicher Mord in der Türkei oder Paris, Italien, Deutschland und bei den Olympischen Spielen in München) und Guerillakrieg, der auf die Armee einer Besatzungsmacht gerichtet ist, zu unterscheiden . . . eine Kraft, die eingesetzt wird, um eine bestimmte politische oder militärische Ordnung zu stören, und eine Kraft, die eingesetzt wird, um die Aufrechterhaltung jeglicher Form von Ordnung unter allen Vorzeichen unmöglich zu machen. Außerdem . . . ist es in einer Gesellschaft mit freien Wahlen, offenen Gerichten und einer legitimen Opposition verabscheuungswürdiger, als wenn Terror . . . in einer Gesellschaft auftritt, in der es keine alternativen Mittel zur Veränderung gibt“ (2, S. 37-8). „Verabscheuungswürdiger“ – aber Terror ist per Definition immer verachtenswert.

Abgesehen von den so genannten Mikroterrorgruppen und –organisationen, gibt es ihre groß dimensionierten Makropendants, die sich als legitime Nationen ausgeben, wie Nazi-Deutschland und die heutigen kommunistischen Kolosse, die jedoch in Wirklichkeit riesige terroristische Organisationen sind. Mehr dazu später.

Um meinen Standpunkt über eine „Koalition von emotionellen Pestgetriebenen“ weiter zu erläutern, möchte ich Wilson noch einmal zitieren (op. cit.):

Wer kann die politischen Ziele der IRA-Provos oder der Roten Brigaden in mehr als leeren Allgemeinplätzen beschreiben? Für viele ihrer Mitglieder ist der Zweck des Terrorismus einfach der zu terrorisieren . . . als bevorzugte Methode . . . der Terrorist verherrlicht Gewalt und stellt sie über andere Formen politischer Aktivität (und) es ist nicht mehr einfach . . . oder möglich . . . zwischen dem politischen Eiferer und dem psychopathischen Mörder zu unterscheiden [Hervorhebung hinzugefügt] . . . die Verschmelzung des wahren Gläubigen und des Blutrünstigen. Der Terrorismus hilft bei der Verbreitung des totalitären Staates.

Die zuvor erwähnten „Blendfassaden“ dienen dazu, die eigentlichen Ziele der sekundären Schicht der gepanzerten Charakterstruktur zu verbergen. Die „sozialen und/oder politischen Ziele“ von Terroristen sind nicht mehr und nicht weniger als Fassaden für Verhalten, das der sekundären Schicht, der Emotionellen Pest entstammt. Die sekundäre Schicht enthält alles im gepanzerten menschlichen Charakter, was hasserfüllt, lebens- und sexualnegativ, rachsüchtig, schuldbeladen und mörderisch ist.

Technisch gesehen wird Terrorismus durch Rationalisierungen der sekundären Schicht herbeigeführt, so dass ein Individuum traditionelle Hemmungen außer Kraft setzt und so die monströsesten und prinzipienlosesten Gräueltaten begeht. Diese Gräueltaten richten sich typischerweise gegen wehrlose, unbewaffnete Zivilisten, entweder als „Lektionen“ für andere oder aus Vergeltung gegen eine Anständigkeit, die die emotionelle Pest nicht tolerieren kann. Diejenigen, die diese Terrorakte planen und lenken, sind sich der Mechanismen, die sie in Gang setzen, voll bewusst, auch wenn sie selbst möglicherweise nicht in der Lage sind, den tatsächlichen physischen Terrorakt auszuführen. In mancher Hinsicht ist ein solcher Zynismus schuldhafter als das emotionale Chaos des einzelnen Terroristen, aber dieses große Thema geht über den Rahmen dieses Artikels hinaus.

 

Anmerkungen des Übersetzers

b Benannt nach Henry Lee Shattuck (1879–1971), Schatzmeister der Harvard University.

 

Literatur

2. Wilson, J.Q.: „Thinking About Terrorism“, Commentary, July 1981

 

Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Charles Konia.
Journal of Orgonomy, Jahrgang 16 (1982), Nr. 2, S. 235-243.
Übersetzt von Robert (Berlin).

„Die Kommis kommen!“

11. Oktober 2019


Unsere kommunistische Lehrerschaft:

„Die Kommis kommen!“

Über den Terrorismus (Teil 1)*

10. Oktober 2019

von Paul Mathews, M.A., M.A.C.O.**
 

Verständlicherweise kann man sich fragen, was das Thema Terrorismus mit Orgonomie zu tun hat und warum wir uns überhaupt mit politischen Fragen beschäftigen. Für den funktionellen Denker ist die Antwort klar: Alles, was mit dem soziopolitischen Ausdruck von Menschen zu tun hat, umfasst auch ihre Charakterstrukturen und wie diese im sozialen Kontext zum Ausdruck kommen. So kann die Erforschung des kollektiven menschlichen Verhaltens zu einem tieferen Verständnis der Dynamik blockierter Energie im gesamten Spektrum führen, vom einfachen Neurotiker bis hin zum voll entfalteten Modju.1 Unser Ziel ist, diese Fragen in einem Bereich zu untersuchen, der dramatisch sichtbar, erschreckend unmittelbar und sozial destruktiv ist, d.h. dem Terrorismus. Wir werden uns auf den Terrorismus der Linken konzentrieren, da er derzeit eine noch größere Bedrohung für die menschliche Freiheit darstellt, als sein nicht minder abscheuliches Gegenstück auf der rechten Seite.

Auf einer Konferenz über den internationalen Terrorismus, die 1979 in Jerusalem stattfand, wurde die folgende Definition angenommen: Terrorismus sei die „vorsätzliche, systematische Ermordung, Verstümmelung und Bedrohung von Unschuldigen, um Angst zu erregen und damit politische Ziele zu erreichen“ (1, S. 361).

Die obige Definition, so pragmatisch sie auch sein mag, ist aus funktioneller, orgonomischer Sicht begrenzt. Funktionell können „politische Ziele“ als charakterologische Ziele interpretiert werden – eine Erweiterung des menschlichen Charakters auf die soziale Szene. Die Politik kann möglicherweise positive Aspekte des menschlichen Charakters zum Ausdruck bringen, wie sie in einigen wirklich großen Staatsmännern der Vergangenheit verkörpert wurde. Häufiger ist sie jedoch Ausdruck dessen, was neurotisch, machttrunken und der emotionellen Pest ähnlich ist. Man könnte durchaus argumentieren, dass alle politischen Aktivitäten a priori neurotisch sind. Wir müssen uns jedoch darüber im Klaren sein, dass es Menschen gibt, die sich aus nicht-neurotischen Gründen der Politik nähern, die ihre natürlichen, kosmischen Gefühle falsch interpretieren und dennoch starke, anständige soziale Anliegen (Kontakt zur Umwelt) haben, die sie zum gesellschaftlichen Dienst mittels des politischen Apparats nötigen.

Der Terrorismus muss, so wie er zuvor definiert wurde, von der Art der Guerilla-Aktivität („kleiner Krieg“) unterschieden werden, die ausschließlich den Angriffen auf die politischen und militärischen Bastionen eines objektiv unterdrückerischen und ungewollten Regimes dient. Terroristen hingegen zielen auf unschuldige Menschen ab, mischen sich häufig unter sie, machen sie zu Geiseln und bestrafen sie für feindliche Aktivitäten, wie z.B. der Vietcong und die P.L.O. Nachdem Unschuldige verletzt wurden, weinen sie Krokodilstränen über Wirkung und Nutzen. Folglich waren die Guerilla-Taktiken der amerikanischen Kolonisten und der palästinensischen Juden gegen die Briten und der Partisanen gegen die Achsenmächte während des Zweiten Weltkriegs nicht terroristisch, jedenfalls nicht als Teil einer offiziellen oder kalkulierten Politik. Diese Aktionen richteten sich nicht gegen unschuldige Zivilisten, noch waren die Täter eine Koalition von Triebtätern der Emotionellen Pest, die den Interessen einer globalen Verschwörung gegen die Freiheit und das natürliche Leben dienten. Sie versteckten sich weder hinter einem vorgeschobenen Humanitarismus oder Nationalismus, noch haben sie abscheuliche Taten hinter Blendfassaden begangen bzw. sie mit ihnen verschleiert, wie die P.L.O., die Baader-Meinhof-Bande, die Roten Brigaden, die IRA-Provosa und andere derartige Terrorgruppen.

 

Anmerkungen

* Basierend auf Vorlesungen an den Universitäten Adelphi und New York, Herbst und Frühjahr 1981-1982.

** Außerordentlicher Professor der Sozialpsychologie, New York Universität. Orgonomischer Berater. Mitglied des American College of Orgonomy. [Anm. d. Übers.: Paul N. Mathews (1924-1986)]

1 Eine Bezeichnung, die von Reich für den tödlichsten emotionellen Pestcharakter verwendet wird.

 

Anmerkungen des Übersetzers

a Provisional Irish Republican Army, die aus der Spaltung der Irisch-Republikanischen Armee im Dezember 1969 hervorging. Verantwortlich für unzählige Bombenanschläge und über tausend Verletzte.

 

Literatur

1. International Terrorism: Challenge und Response, Proceedings of the Jerusalem Conference on International Terrorism (The Jonathan Institute, Jerusalem, 1980)

 

Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Charles Konia.
Journal of Orgonomy, Jahrgang 16 (1982), Nr. 2, S. 235-243.
Übersetzt von Robert (Berlin).

Amerikas Kriege gegen die Emotionelle Pest

9. Oktober 2019

Islamofaschismus und rotgrüner Faschismus:

Amerikas Kriege gegen die Emotionelle Pest

Die bioenergetische Struktur von Horrorfilmen

5. Oktober 2019

Alle klassischen Horrorfilme, etwa Eye of the Devil oder The House of Usher, haben die gleiche Struktur: die Protagonistin bzw. der Protagonist heiratet in eine Familie ein (oder irgendwas entsprechendes geschieht), stolpert über ein grausiges Familiengeheimnis, dieses wird mit harmlosen Erklärungen weggewischt (sie oder er leide unter einer zu großen Phantasie, sei naiv, etc.) und am Ende stellt sich dann heraus, daß tatsächlich alles in Wirklichkeit noch weitaus schrecklicher ist, als ursprünglich angenommen. Im Grunde gibt diese dramaturgische Grundstruktur von Horrorfilmen die Grundstruktur einer von der Emotionellen Pest beherrschten Welt wider! Aus unserem Kerngefühl heraus ahnen wir, daß etwas mit dieser Gesellschaft auf fundamentale Weise nicht stimmt, die soziale Fassade der liberalen Konventionen springt ein und beruhigt uns (intellektuelle Abwehr), nur damit wir am Ende vor dem absoluten Grauen stehen, weil wir nicht unserem Herzen gefolgt sind.

Horrorfilme beschreiben exakt, was in der Wirklichkeit sich abspielt, etwa im heutigen Deutschland. Wir spüren das Grauen, werden von den Medien eingelullt, nur um schließlich beispielsweise bei einem europaweiten von der Merkelschen „Energiewende“ hervorgerufenen Blackout elendig zu verrecken! Ohne Strom kein Wasser, kein Benzin, keine Nahrung, keine Kommunikation… NICHTS wird funktionieren, ALLES irreparabel kaputtgehen, niemand wird dir zur Hilfe kommen, weder Polizei, noch Feuerwehr oder gar die Armee, und zig Millionen Menschen werden sterben.

Du lebst in einem Horrorfilm. Warte, bis die Abenddämmerung kommt… Was wirklich vor sich geht, den roten Faden, kann nur der Student der Orgonomie erfassen: