Archive for the ‘Sozialpsychologie’ Category

Ergänzung zu: Peter im Netz (Teil 2): Fickt sich Peter selbst ins Knie?

18. Dezember 2018

Es widert mich an über Sex zu reden. Der Student der Orgonomie denkt an Überlagerung, Pulsation, Anziehung und Erstrahlung, an Bione und Galaxien, an den Duft von Heu und samtene Mitsommernächte. Was ihm entgegenschlägt, ist krankhaftes Gerede über „Gender“, „Sexarbeiter“ (sic!) und die Abgründe des Darknet. Das, was allenfalls in den Behandlungsraum eines Psychiaters oder den Besprechungsraum eines Landeskriminalamtes gehört, wird in die Öffentlichkeit gerissen, während das Lebendige, etwa die sexualökonomischen Probleme der Jugend, schlichtweg nicht vorkommt:

Es widert mich an über Politik zu reden. Statt sich mit Elsworth F. Bakers soziopolitischer Charakterologie zu beschäftigen, die mittlerweile durch schier zahllose wissenschaftliche Studien vollauf bestätigt wurde, wird Politik behandelt als ginge es bei ihr um rationale Entscheidungsprozesse. Die mit Lehrern, Beamten, Rechtsanwälten und berufslosen Studienabbrechern gefüllten Parlamente sind zu sadomasochistische Arenen verkommen, wo Halbirre sich gegenseitig mit ihrer soziopolitischen Charakterpathologie quälen. Arbeit hat in diesen Quasselbuden keinen Platz mehr. Was die Liebe betrifft… – siehe oben! Das Wissen, die Wissenschaft, wurde durch Ideologie verdrängt:

Es widert mich an über Religion zu reden. Zunächst möchte ich Leute erwähnen, die in ihren Büchern und auf ihren Websites Reich als eine Art „mystischer Naturphilosoph“ hinstellen und eine „orgonomische Theologie“ (sic!) ausbreiten. Von wirklicher Tiefe findet sich da nichts, sondern nur krankhaftes Geschwafel. Das Lebendige wird zerredet. Es ist nichts anderes als eine Art von unappetitlicher PORNOGRAPHIE. Und was den gesellschaftlichen Diskurs betrifft: hier denke ich an Rudi Dutschke, Die Grünen und die Merkel-CDU die, da sie jedwede persönliche Beziehung zu „Christus“, dem bioenergetischen Kern, verloren haben, d.h. nicht „erlöst“ sind, ihre Seele durch pharisäerhaften Aktionismus retten wollen, indem sie der Welt mit schierem Terror ihren vermeintlich „christlichen“ Hypermoralismus aufzwingen:

Blogeinträge Juli/August 2015

15. Dezember 2018

Charles Konia über den roten Faschismus:

Juli/August 2015

  • Griechenlands Finanzkrise
  • Die Rolle der Musikindustrie bei der anti-autoritären Transformation
  • Das Identifizieren von moslemischen Terroristen durch Erstellen eines Charakterprofils
  • Umweltschutz: Die mystische Übereinkunft zwischen der Linken und der Rechten
  • Die Umkehr der Geschlechtsrollen in der anti-autoritären Gesellschaft
  • Was ist die anti-autoritäre Gesellschaft?

Im Würgegriff des Roten Faschismus

14. Dezember 2018

Die Grünen sind die Bolschewisten von heute. Von Beginn an wurden sie vom Kommunistischen Bund Westdeutschlands und ähnlichen Marxistischen Gruppen systematisch unterwandert und alle konservativen Elemente weggebissen. Schon früh etablierten diese kommunistischen Kader zunächst bei den Grünen und von dort aus in der gesamten Gesellschaft einen Stalinistischen Meinungsterror, der immer mehr mit der glaubwürdigen Drohung der Existenzvernichtung einhergeht. Das „Grüne“ bei den Grünen war schnell bloße Fassade. Kaum eine andere Gruppierung hat direkt und indirekt (Merkel schielt auf die Grünen als Koalitionspartner) der Umwelt mehr geschadet. Biogasanlagen verwandeln die Landschaf in eine giftige Agrarwüste. Vogelschredder („Windkraftanlagen“) verwandeln unberührte Landschaften in Industriegebiete und hinterlassen im Boden jeweils gigantische Betonfundamente, die faktisch unrückholbar sind, also auf ewig den Boden versiegeln werden. Auf Druck der „Grünen“ werden Brachflächen und sogar Landschaftsschutzgebiete mit Wohnanlagen für eine wachsende Be-Völkerung versiegelt. Völker werden ins Land geholt, die keinerlei Verhältnis zur Natur haben und für die Naturschutz auch nicht ansatzweise ein Thema ist.

Wenn man genauer hinschaut, setzen sie das „Stalinistische“ Programm des Kommunistischen Manifests von Marx und Engels um. Daß die Sozialdemokraten und alle anderen Systemparteien Rote Faschisten sind, sieht man allein schon an der enthusiastischen Unterstützung, die sie den Mörderbanden der Antifa angedeihen lassen. Für das wache Auge ist die generelle „Rotverschiebung“ (Konia) unverkennbar und daß die Grünen der Kern dieser Bewegung sind, deren (teilweise EXPLIZITES) Ziel die endgültige Vernichtung der natürlichen und geistigen Grundlagen des deutschen Volkskörpers sind.

„Die multikulturelle Utopie stellt jeden kommunistischen bzw. faschistischen Wahnsinn in den Schatten: Sie ist die ultimative Idiotie der Menschheitsgeschichte“ (Michael Ley: Hitlers Kinder. Die Generation der Achtundsechziger, Marburg: Basilisken-Presse, 2018).

Mehr darüber morgen bei Charles Konia.

Migration und die bizarr-perverse Wahnwelt der Linken

12. Dezember 2018

Mir liegt hier die Einladung zu einem Fortbildungsseminar über „Aggression und Gewalt im medizinischen Alltag“ vor. Merkwürdig, denn vor wenigen Jahren war das schlichtweg kein Thema! In dem Schreiben wird auf eine Resolution der Bundesärztekammer Bezug genommen: „Jegliche Gewalt gegen Angehörige der Gesundheitsberufe sei gesamtgesellschaftlich zu ächten.“ Früher hätte man einfach „gesellschaftlich zu ächten“ geschrieben. Was soll das sinnlose „gesamt-“? Denn „-gesellschaftlich“ impliziert doch bereits eine „Gesamtheit“! Linksliberale zerstören durch Migration (Be-Völkerung) die Gesellschaft (die Volksgemeinschaft), was zu einem ständigen Bürgerkrieg führt, in dem die offiziellen Vertreter des Staates („Hoheitsträger“ wie Ärzte und Krankenschwestern) von den Besatzern a priori als Feinde angesehen werden, und versuchen das dann im Nachhinein wieder zu kitten. Vor allem dadurch, daß UNS (also den DEUTSCHEN) „zivilgesellschaftlich“ ins Gewissen geredet wird: WIR sollen die Gewalt ächten. Friedenserziehung! Linke sind derartig irre, daß es einem die Sprache verschlägt!

Und sie sind pervers! Sie versuchen die einheitlich funktionierende hochproduktive (d.h. entladungsfähige) Gesamtgesellschaft durch Parallelgesellschaften und eine multikriminelle Gesellschaft zu zerstören. 1927 schrieb Reich in Die Funktion des Orgasmus (S. 17), daß Neurose vorliegt, wenn sich die prägenitalen Strebungen nicht mehr in den genitalen Primat unterordnen (d.h. orgonomisch sich nicht in das einheitliche bzw. ganzheitliche „gesamtorganismische“ Funktionieren einfügen). Neurose beruhe, so Reich, darauf, „daß die unbefriedigten und unsublimierten libidinösen Ansprüche, da sie sich in das Gesamtstreben nicht einfügen lassen, mit der Zeit immer mehr Interesse an sich ziehen und dadurch die Einheitlichkeit des sexuellen Erlebens stören; auch sonst kann nichts mehr voll erlebt werden. Das mag die sozialen Leistungen zunächst wenig beeinträchtigen, weil die meisten von ihnen dem persönlichen Erleben fernstehen. Im Bereiche sexuellen Erlebens, dessen Höhepunkt psychisch und physisch der Orgasmus ist, bedarf es hingegen der Fähigkeit zur Vereinheitlichung der sexuellen und der kulturellen Strebungen. Davon hängt die [libido-]ökonomische Zweckdienlichkeit des Orgasmus ab.“

Modju Gregor Gysi

4. Dezember 2018

Neulich habe ich Teile eines Interviews mit Gregor Gysi auf N3 mitgekriegt. Er erzählte, wie er in den 1990er Jahren mit den „Republikanern“ (der damaligen „Afd“) umgegangen sei. Ohne Scheu habe er auf ihren Versammlungen gesprochen, billigte ihnen zu, daß man in Deutschland vielleicht tatsächlich eine Milliarde D-Mark einsparen könne, wenn man alle „Ausländer“ rauswerfe. Die „Republikaner“ hätten begeistert geklatscht, doch habe Gysi danach für betretenes Schweigen gesorgt, als er ihnen sagte (ich paraphrasiere): „Warum glaubt ihr, daß ausgerechnet IHR von dieser eingesparten Milliarde profitieren würdet?“ Er meinte damit die Deutschen aus der Unterschicht. Man könne, so Gysi weiter, die AfD nur erfolgreich bekämpfen, wenn man den Menschen klarmache, daß sich die Armen untereinander solidarisieren müßten, statt sich (von der Oberklasse) gegeneinander aufhetzen zu lassen.

Klingt gut, ist aber vollkommener Schwachsinn:

  1. Die, was das Einkommen betrifft, obersten 10% der Bevölkerung, bringt über 40% des gesamten Steueraufkommens auf und über 30% des gesamten Steuer- und Sozialbeitragsaufkommens. Bei den obersten 30% sind es entsprechend fast 70% und über 60%. Diese Steuermilliarden werden praktisch ausschließlich für Sozialklimbim ausgegeben. Für was denn sonst? Davon mehr als die Hälfte für Ausländer!
  2. Die Politik der Linken wird dafür sorgen, daß der Motor, der diese Steuermilliarden produziert, ähnlich wie einst die „DDR“ an unprofitablen Industrieruinen erstickt.
  3. Die Sozialschwachen werden schutzlos den Wölfen zum Fraß vorgeworfen, sollen sich aber mit diesen solidarisieren – sonst sind es Nazis!
  4. Weder die Kapitalisten, noch die Proletarier dürfen für ihre eigenen Interessen eintreten.

Der Kapitalismus funktioniert so gut, weil der Zwang zu Unternehmungen, die sich rentieren, für hohe Effizienz sorgt. Ein Effekt ist, daß dadurch manche märchenhaft reich werden. Und es ist vollkommen natürlich, daß sie diesen Reichtum an die Träger ihres Erbguts weiterreichen wollen. Gemäßigte sozialistische Gesellschaften wie die Bundesrepublik und beispielsweise Schweden versuchen dieses Ungleichgewicht zumindest etwas auszugleichen, indem sie Steuern und Abgaben erheben, die schlichtweg eine Enteignung darstellen. Und dann kommen Leute wie Gysi, die den Unterschichten weißmachen wollen, dieser Staat wäre nicht für sie da, sondern die Steuererträge würden für die Reichen ausgegeben (bzw. zur Finanzierung von Steuererleichterungen für die Reichen). Leute wie Gysi wollen den Mechanismus, d.h. den mörderischen Zwang zur Rendite (die kapitalistische „Ausbeutung“) abdrehen, der diese Steuererträge erwirtschaftet. Beispielsweise kämpft man gegen die „unsoziale“ Schließung von nicht mehr profitablen Werken. Auf diese Weise garantiert man, daß der Kapitalismus schon bald nicht mehr den grotesk ausufernden Sozialstaat aufrechterhalten kann. Und schließlich sollen die deutschen Profiteure dieses sterbenden Sozialstaates ihre staatlichen Zuwendungen auch noch mit vollkommen fremden Parasiten teilen.

Das Erschreckende ist, daß die Massen die ganze Perfidie und abgrundtiefe Bosheit eines Kommunisten wie Gysi nicht erfassen können. Sie kapitulieren vor einem „Denken“ und einer Pseudologik, das bzw. die von der Wirklichkeit vollkommen abgetrennt ist. Ich verweise auf meinen gestrigen Blogeintrag. Irgendein isoliertes Element wird herausgegriffen, seines funktionellen Zusammenhanges beraubt und um es herum eine Scheinwirklichkeit errichtet. Das nennt sich Demagogie.

Peter im Reich der nichtlokalen gleichzeitigen Wirkung (Teil 2)

21. November 2018

Ich habe im ersten Teil bewußt Zappa gewählt, da der sich während seiner gesamten Karriere mit diesem Funktionsbereich beschäftigt hat und beispielsweise sich überlegt hat, was passieren würde, wenn man den horizontalen Verlauf einer Symphonie nimmt und das ganze „senkrecht hinstellt“. Natürlich könnte ich auch auf Karlheinz Stockhausen und auf psychedelische Musik verweisen, etwa auf Future Games von Spirit – das beste Popalbum aller Zeiten:

…aber das Schöne an Zappa ist, daß er jeder Form von Mystizismus, Spökenkiekerei (inklusive der Psychoanalyse!) und Drogen radikal ablehnend gegenüberstand und entsprechend den Bereich der GLEICHZEITIG VORLIEGENDEN WIRKUNG ideologisch und pathologisch unbelastet „erforschen“ konnte.

Mystizismus, Spökenkiekerei, Psychoanalyse, Drogen – wir sind beim todfeindlichen Gegenteil der Orgonomie. Man kann durchaus sagen, daß die Angriffe stets von Gruppen stammten, die (wenn auch auf extrem verzerrte Weise) ihre Wurzeln im Funktionsbereich der GLEICHZEITIG VORLIEGENDEN WIRKUNG haben. Das trifft sogar auf den Marxismus und seine heutigen Wurmfortsätze zu, denn dessen gesamtes System beruht auf Voraussetzungen, die im Funktionsbereich der BEWEGUNG keinerlei Sinn machen. Ich spreche von der Arbeits- und der daraus unmittelbar abgeleiteten Mehrwerttheorie. Die investierte durchschnittliche gesellschaftliche Arbeitszeit bestimmt den Wert der Waren… Es ist kein Zufall, daß man diese Theorie mit normalen Worten und Sätzen gar nicht erklären kann! Es klingt alles so verquast, weil es tatsächlich vollständig verquast ist. Marxisten flüchten dann immer in die Phrase von der „Dialektik“ (von der sie null Ahnung haben!), tatsächlich geht es aber darum, daß der Bereich der Produzenten und der der Konsumenten durch die Funktionen ERSTRAHLUNG, ANZIEHUNG und die sie beide umfassende Funktion GLEICHZEITIG VORLIEGENDE WIRKUNG miteinander verknüpft sind. Genauso wie etwa eine Galaxie als Ganzes ist auch die Wirtschaft nicht nur ein Geflecht von „horizontalen“ BEWEGUNGEN, sondern sie ist – sie ist sozusagen „vertikal“, wie die Symphonie in Zappas Imagination.

Der flachweltliche Irrationalismus im Hitlerismus und im Merkelismus

19. November 2018

Begriffe sind stets von Gegensatzpaaren (nah/fern, kalt/warm, Liebe/Haß, Inland/Ausland, Mann/Frau, etc.) abhängig, sonst würden sie keinen Sinn machen. Gemäß dem Symbol des orgonomischen Funktionalismus verweisen alle diese funktionellen Gegensätze letztendlich auf die kosmische Orgonenergie: die Tiefe des Raumes und der Zeit (nah/fern) UND SO DURCH DEN GESAMTEN WORTSCHATZ und sei es „x/nicht-x“. Das umfaßt die gesamte Thermodynamik und jedwede Form von Metabolismus (kalt/warm), alle Verhaltensforschung, Psychologie, Soziologie (Liebe/Haß, Inland/Ausland, Mann/Frau), etc.

Zu Zeiten der autoritären Gesellschaft bestimmten rigide Gegensätze, man denke nur an das Hitleristische Gedankengut, das Leben. Eine Versöhnung dieser Gegensätze war ausgeschlossen. Man durfte nicht zum Gemeinsamen vordringen, d.h. nicht funktionell denken. Im Merkelistischen Faschismus ist die Technik anders, um dieses Ziel, eine „flache Welt“ ohne Tiefe, herzustellen.

Man denke nur an Macrons logisch halsbrecherische Postulierung eines Gegensatzes von Nationalismus und Patriotismus, der den tatsächlich vorhandenen Gegensatz zwischen Nationalismus und Globalismus verschleiern soll. Wir sollen nicht mehr klar denken können! Das wird dadurch erreicht, daß wir konzeptionell keine Wahl mehr zwischen zwei Alternativen treffen können. Man nehme etwa den Flüchtling, dessen Gegensatz der „Invasor“ ist, doch im Merkelistischen Sprachgebrauch sind auch die Invasoren „Flüchtlinge“. „Flüchtlinge“, die uns verachten, beschimpfen, bedrohen, angreifen… Die Merkelisten faseln irgendwas von „Vielfalt“ und „Multikulturalismus“ und daß bisher alles so „einfältig“ war, doch tatsächlich herrscht eine mit Gewalt („Anti“fa) durchgesetzte Einheitsmeinung und Touristen beklagen sich, daß es heute scheiß egal ist, ob sie nach Frankfurt, London oder Stockholm reisen – das Straßenbild ist überall identisch, nämlich „Islamabad“.

symbol

Die soziopolitische Diathese (Teil 7)

13. November 2018

von Paul Mathews, M.A., M.A.C.O.

An dieser Stelle könnte die Frage gestellt werden: „Gibt es überhaupt etwas Gutes am Liberalismus?“ Die Antwort kann in Bezug auf seine allgemeinen Ideale Ja sein; leider korrumpiert und zerstört der gepanzerte Liberale im Handeln direkt oder indirekt das Gute.10 Reich hat es so ausgedrückt:

Der sich prostituierende Politiker, der wortgewandte Freiheitsscharlatan, der mystische Erlöser, sie alle tragen nicht die Schuld an dem gewaltigen Elend. Ihre Schuld besteht darin, dass sie den Zugang zur Verwirklichung ihrer eigenen Ideale und zur Abschaffung des von ihnen verursachten Elends versperren. Man kann ihnen keinen Vorwurf daraus machen, dass sie für „Freiheit“, „Brot“, „Demokratie“, „Frieden“ und „Volkswillen“ und was nicht alles die Werbetrommeln rühren. Vorwerfen muss man ihnen aber, dass sie jeden verfolgen, der deutlich macht, was Freiheit ist und welche Hindernisse der Selbstverwaltung und dem Frieden entgegenstehen (7, S. 190)l.

Diese Verfolgungen und Behinderungen manifestieren sich auf verschiedene Weise: die abfälligen, höhnischen Verleumdungen von Reich und der Orgonomie, die Angriffe auf Reichs „letzte Periode“, auf seinen eindeutigen Standpunkt gegen freiheitshausierende Liberale und rotfaschistische Modjus, auf seine Zurechnungsfähigkeit und die Bezeichnung der gegenwärtigen orgonomischen Arbeiter als „ultrarechte Konservative“. Viele dieser Angriffe finden sich in Artikeln, Büchern und sogar Biografien, die vorgeben, Reichs Werk ganz besonders positiv gegenüberzustehen – weitere Beispiele von „Fairness, um unfairer zu sein“.

Es ist eine beängstigende Sache, den Umfang an Hass hinter diesen Kritiken zu sehen und einzuräumen, der natürlich in der schrecklichen Angst vor der Wahrheit und dem Leben wurzelt. Die verführerische Propaganda gegenwärtiger liberaler Gesellschaften macht es nicht leichter, diesen Hass zu erkennen, sondern fördert Zweifel und verstärkt die Neurose, vor allem in Charakterstrukturen, die so fundamental schuldbeladen und zweifelnd sind wie die des Liberalen. Müsste der Liberale zugeben, dass an den Wurzeln seiner sozialen Philanthropie echter Hass steht, würde das eine Katastrophe für ihn bedeuten. Auch der Konservative ist von Hass erfüllt, aber er verschlimmert nicht sein Dilemma, indem er auf den Schaden Überbauungen von intellektuellen Rationalisierungen häuft; so ist er letztlich leichter zugänglich.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass gemäß funktioneller Wahrnehmung der moderne Liberale als das Erzsymbol der menschlichen Malaise dasteht, aber das spricht den Konservativen keineswegs frei. Auf jeden Fall sollten wir nie vergessen, dass die extreme Linke die Liberalen benutzt, um die menschliche Freiheit zu zerstören, indem sie soziale Gerechtigkeit deklamiert, während sie Mord und Totschlag begeht. Die Konservativen durchschauen das; die liberalen Betrüger denken, sie arbeiten für das Vorankommen der Menschheit. Orgonomen versuchen eine ausgewogene Perspektive zu wahren, was den Einfluss der politischen Charakterstruktur auf unser Überleben in der heutigen Welt betrifft. Die obigen Überlegungen werden hoffentlich eher die funktionelle als die politische Grundlage unserer Schlussfolgerungen verdeutlichen.

 

Fußnoten

10 Es ist wahr, dass der Liberale in der Vergangenheit einiges getan hat, um notwendige soziale Reformen einzuleiten. Die Motive für diese Aktionen sind jedoch nicht identisch mit der humanen Natur der Reformen. Folglich erwuchsen viele destruktive sekundäre Erscheinungen aus den Reformen, die oft schlimmer waren als die Übel, aus der sie stammten.

 

Anmerkungen des Übersetzers

l Christusmord, Zweitausendeins, S. 381.

 

Literatur

7. Reich, W.: The Murder of Christ. New York: Farrar, Straus & Giroux (Noonday), 1972

 

Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Charles Konia.
Journal of Orgonomy, Jahrgang 8 (1974), Nr. 2, S. 204-215.
Übersetzt von Robert (Berlin)

Die soziopolitische Diathese (Teil 6)

11. November 2018

von Paul Mathews, M.A., M.A.C.O.

Wie bereits angeschnitten, ist nicht jeder, der sich als Konservativer ausgibt, einer im funktionellen Sinne. Ein so genannter konservativer Politiker, der einen verstärkten Handel fordert, der die Welt der Roten Faschisten stützt, hat eklatanten Mangel an sogar einem verzerrten Kontakt. Der Konservative kann aufgrund eines geringeren Grades der Kopfblockierung viel realistischer argumentieren. Er kann diese sekundären Triebe in den Roten Faschisten spüren, weil er sie in sich selbst spüren kann. Dasselbe gilt für das gegenwärtig populäre Prinzip der Entspannung. Ein echter Konservativer würde sich bei diesen Dingen sehr unwohl fühlen, selbst wenn wir ihn durch Druck und eine euphorische Atmosphäre im Repräsentantenhaus dazu verleiten würden, für sie zu stimmen.

Das Gegenteil ist natürlich auch der Fall. Vor kurzem waren einige Filmkritiker „schockiert“, dass eine große Anzahl von angeblich liberalen New Yorkern die Kinos mit einem Film namens „Death Wish“i füllten. Der Film handelt von einem ehemals liberalen New Yorker, dessen Frau von einem Räuber umgebracht und dessen Tochter vergewaltigt und in den Wahnsinn getrieben wird. Der Mann wird zu einem Ein-Mann-Selbstjustiz- und Exekutionskommando für Straßenräuber, ohne Gnade, und reduziert auf diese Weise die Kriminalitätsrate erheblich. Die Kritiker waren vor allem durch die emotional vehemente Begeisterung des Publikums für die Gerechtigkeit, die der Bürgerwehrmann ausübte, verstört:

Die Kinobesucher, die für „Death Wish“ 4 Dollar bezahlen, sitzen nicht nur ruhig auf ihren Plätzen und futtern Popcorn. Sie applaudieren und jubeln wild, wenn Charles Bronson, der einen holzgesichtigen, einst liberal gesinnten Architekten spielt . . . einen Straßenräuber mit seiner treuen .32-Pistole erledigt . . . ein schwarzer Mann, der allein vor mir sitzt, führt den Jubel in meiner Abteilung an. „Krieg die Wichser“, sagte er oft ohne Rücksicht auf die Rasse der Straßenräuber . . . Die Kritiker, die den Film nicht mögen, haben sich beschwert, dass er die Angst unverantwortlich ausnutzt; dass er ein übertriebenes Bild der Kriminalität in New York vermittelt; dass er Selbstjustiz verherrlicht; dass er Gewalt als Lösung für Gewalt befürwortet und dass er von Auswärtigen mit einer verzerrten Vision von New York gemacht wurde (11).

Obgleich der Selbstjustizler die Straßenräuber unabhängig von ihrer Rasse tötet, sind die Mehrheit der Straßenräuber im Film Schwarze und Puerto-Ricaner; dennoch haben viele Schwarze offenbar die Bürgerwehr-Aktion gebilligt. Es fragt sich wieder einmal nach dem Grad des Liberalismus in der allgemeinen Bevölkerung – sogar in New York City – und wie viel davon aufgrund der Durchdringung der New Yorker durch politisch liberale Kopfmaschinen, die die Medien kontrollieren, bedingt ist.

Die Begründung der Kritiker, die den Film kritisieren, ist charakteristisch für den Liberalismus (nicht, dass es keine Gefahren durch Selbstjustiz in einer gepanzerten Gesellschaft gibt); sie sind unqualifizierte liberale Polemiken, mit nicht einmal einem Lippenbekenntnis der Gegenwahrheit, dass der Straßenräuber eine sehr reale Bedrohung für das Leben in unserer heutigen urbanen Gesellschaft darstellt. Könnte es sein, dass diese Kritiker verstört waren, weil diese vom Liberalismus durchtränkten New Yorker nicht ihren Erwartungen entsprachen? Dass die so genannten Massen mehr mit der Gesetzlosigkeit, dem Verbrechen und anderen Folgen der liberalen Ideologie in Berührung kommen als ihre Mentoren? Warum werden dieselben Liberalen zu Bürgerwehren, „Lynchrichtern“ von Standgerichten und zu unbarmherzigen Staatsanwälten, wenn es um Nixon und Watergate geht, sind aber blind gegenüber den Mätzchen der Kunstlersj, Ellsbergsk und der Gesetzlosigkeit in New York?9 (Und das ist keine Verteidigung von Nixon!)

 

Fußnoten

9 Beachten Sie auch, dass diese Liberalen eine bedingungslose Amnestie für Deserteure fordern, während sie Präsident Fords Amnestie für Nixon verurteilen.

 

Anmerkungen des Übersetzers

i Deutscher Titel „Ein Mann sieht rot“.

j William Moses Kunstler (1919-1995) war in den 1960er und 1970er Jahren der bekannteste Bürgerrechtsanwalt in den USA. Benutzte Methoden des Guerilla-Theaters (Akt spontaner, überraschender Aufführungen in ungewöhnlichen öffentlichen Räumen für ein ahnungsloses Publikum) in seiner Verteidigung.

k Daniel Ellsberg (geb. 1931), ehemaliger US-Militäranalytiker, löste 1971 eine nationale politische Kontroverse aus, als er die Pentagon-Papiere veröffentlichte, eine streng geheime Pentagon-Studie zum Vietnamkrieg.

 

Literatur

11. Klemesrud, J.: „What Do They See in ‚Death Wish‘?“, New York Times, Section 2, 1. September 1974

 

Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Charles Konia.
Journal of Orgonomy, Jahrgang 8 (1974), Nr. 2, S. 204-215.
Übersetzt von Robert (Berlin)

Die soziopolitische Diathese (Teil 5)

9. November 2018

von Paul Mathews, M.A., M.A.C.O.

Im Gegensatz zu den beiden Seiten des neurotischen gesellschaftspolitischen Spektrums, die von fast gesunden oder „echten“ Liberalen und Konservativen bis zu ihren tödlichen Extremen reichen, postulieren wir ein theoretisches genitales Ideal, nämlich den funktionellen soziopolitischen Charakter.7 Er würde von seinem Kern aus funktionieren, unverzerrt, und somit vollen Kontakt mit diesem Kern (sein natürliches Selbstvertrauen), mit seiner Umgebung (sein natürliches Verantwortungsbewusstsein) und mit dem Kosmos (seine Gefühl der Zugehörigkeit) haben (1, S. 67-9)g. Er wäre weder durch Rebellion gegen noch durch Konkurrenz mit dem Vater motiviert, sondern vielmehr durch seine natürlichen Bedürfnisse des Überlebens und der Erfüllung für sich selbst, für jene, die er liebt und die er bewundert und respektiert. Da die Naturgesetze seine Wegweiser wären, würde sein Verhalten Respekt für diese Gesetze zeigen. Man könnte sagen, dass er in dem Sinne konservativ sein würde, dass er in engerer Harmonie mit der Natur steht und Kontakt zum Kern hat. Es ist konservativ, Naturschutz auf ehrliche Weise zu praktizieren; bedächtig zu handeln, aber entschieden, wo Gefahr besteht; die Hoffnungsvollen vor den Hoffnungslosen, die Anständigen vor den Verbrechern, die Unabhängigen und Freien vor den weniger Freien und Versklavten zu schützen. Es ist konservativ, sich in der Orgontherapie vorsichtig von den oberen Segmenten zum Becken zu bewegen; zu wissen, was man macht, warum und wohin man geht; respektvoll vor der Macht und Majestät der Natur sowohl innerhalb als auch außerhalb des menschlichen Organismus zu sein; und medizinisch und wissenschaftlich vorbereitet zu sein, um bei jeder Anforderung das Beste aus sich rauszuholen. Nur ein verächtlicher Liberaler würde mit solchen Dingen spielen wie ein Kind mit einem Spielzeug.

Der genitale Charakter wäre selbstbewusst (Kernkontakt), verantwortlich (Umweltkontakt) und er würde sich „zugehörig“ fühlen (kosmischer Kontakt). Er wäre nicht abhängig von der Herde für sein Gefühl von Sicherheit und Wohlbefinden, obwohl er eine natürliche Sozialität und Anteilnahme hätte. Er wäre in der Lage, seine natürliche Aggression für Liebe, Arbeit, Wissen, Kreativität und Verteidigung einzusetzen – wenn nötig sogar zu töten. Da er orgastisch potent ist, gäbe es keinen Bedarf an kompensatorischer Energie.

Kommen wir nun zur Frage der liberalen und konservativen Differenzierung, Gesundheit und Prognose zurück. Um es zu wiederholen, sowohl der Liberale als auch der Konservative sind gepanzerte Typen, aber der Konservative hat immer noch einen Grad an Kontakt, Aggression und Zusammenhalt in seiner Funktionsfähigkeit, der ermutigender ist als beim Liberalen. Das war die Bedeutung bei Reich, als er konstatierte, der „Konservative eine Chance hat, anständig zu bleiben“. Um eine Analogie zu ziehen, ist es viel einfacher, die sexuell unterdrückte Jugend der 50er Jahre und ihre zeitgenössischen Pendants mit Orgontherapie zu behandeln als die abgefahrenen „Kiffer“ der 60er und 70er Jahre (9, 10). Es ist viel schwieriger, eine grundlegend kontaktlose, intellektuelle Abwehr zu durchdringen als eine gefühlvolle muskuläre oder moralistische. Funktionelle Wissenschaft „favorisiert“ oder „missbilligt“ nicht eine bestimmte gepanzerte soziale oder politische Orientierung aus politischen Gründen. Man muss mit dem arbeiten, was verfügbar ist, um Säuglinge und Kinder zu schützen; um das Leben sowohl im Einzelnen als auch im sozialen Bereich zu schützen. Unsere Ziele sind nicht die des machtorientierten Politikers, der wie das eine oder das andere politische Wesen erscheinen kann, wie es jeweils seinen Ambitionen zu Gute kommt.8h Aber wenn eine der bestehenden politischen Kräfte dazu tendiert, unsere funktionellen Ziele enger als andere zu verfolgen und gleichzeitig einen gesunden Respekt für die Gefahr von sekundären Trieben und der Anerkennung der biologischen Unfähigkeit der Massen für Freiheit zeigt, ist es natürlich, dass wir uns in diese Richtung bewegen. Wir müssen bedenken, dass die größte Gefahr für die Freiheit der Welt heute von der extremen Linken und nicht von der Rechten ausgeht. Daher war und ist für Reich und für die Orgonomie die konservative Position die vorzuziehende. Reich sagte einmal, er sei nie ein politischer Kommunist gewesen. Das ist genau der Punkt und er wurde von Reich angesprochen, als er mehr Einsicht über die soziopolitische Charakterologie gewann als in seiner früheren Periode.

 

Fußnoten

7 Für ausführlichere Beschreibungen des genitalen Charakters siehe Reichs Character Analysis und Bakers Man in the Trap.

8 Denken Sie an die vergangenen und gegenwärtigen Entwicklungen im Weißen Haus.

 

Anmerkungen des Übersetzers

g Der Mensch in der Falle, S. 117-19.

h Anspielung auf die Watergate-Affäre.

 

Literatur

1. Baker, E.F.: Man in the Trap. New York: Macmillan Company, 1967
7. Reich, W.: The Murder of Christ. New York: Farrar, Straus & Giroux (Noonday), 1972
8. Higgins, M. und Raphael, C., Hrsg.: Reich Speaks of Freud. New York: Farrar, Straus & Giroux (Noonday), 1967
9. Koopman, B. G.: „The Rise of the Psychopath“, Journal of Orgonomy, 7:40-58, 1973
10. Koopman, B. G.: „Mind Expanders – Peril or Pastime,“ Journal of Orgonomy, 3:213-25, 1969

 

Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Charles Konia.
Journal of Orgonomy, Jahrgang 8 (1974), Nr. 2, S. 204-215.
Übersetzt von Robert (Berlin)