Atombatterien

Seit Jahrzehnten geistert folgende Meldung in meinem Kopf: Am 27. Januar 1954 stellte der Präsident der Radio Corporation of America (RCA) David Sarnoff eine „Atombatterie“ der Presse vor:

Seit über vierzig Jahren sucht die Wissenschaft nach einem praktischen Weg, die Strahlung der Atome [direkt] in Elektrizität zu verwandeln. Obgleich unsere Forschung noch weit von ihrem Ziel entfernt ist, bedeutet die erfolgreiche Arbeit an der RCA-Atombatterie in unseren Laboratorien einen wichtigen Durchbruch zu diesem Ziel. (Spiegel, 17. Feb. 1954)

Ich habe mich immer gefragt, warum das nicht weiterentwickelt wurde, denn die Idee ist in keinster Weise abwegig. Jetzt wird die „Atombatterie“ wieder aktuell. Nach Wikipedia gab es 2006 „weltweit 250 000 t bestrahlten Nukleargraphit (Deutschland ca. 1000 t), für den es wegen seines hohen Gehalts an C-14 (radioaktives Isotop mit einer Halbwertszeit von 5700 Jahren) noch keine ökonomisch akzeptable Endlagerstrategie gibt“. Stattdessen kann man, Wissenschaftlern der University of Bristol zufolge, aus dem radioaktiven Kohlenstoff-14 „Atombatterien“ machen. Dazu haben sie die Graphitblöcke zu Diamanten gepreßt, in denen das radioaktive Material sicher aufgehoben ist und die nur vollkommen harmlose Elektronen abstrahlen. Es kostet weitaus weniger einen künstlichen Diamanten herzustellen, als das radioaktive Material sicher zu lagern. Der minimale Leistung dieser Diamanten-Batterien wird durch ihre sprichwörtliche Unverwüstlichkeit und Langlebigkeit wettgemacht: sie werden für die nächsten Jahrtausende ununterbrochen Strom liefern.

ORANUR? Ja, aber erstens ist der Atommüll nun mal da und zweitens: Je fester und sicherer radioaktives Material abgeschlossen ist, desto leichter gewinnt das Orgon die Oberhand. Genau deshalb sind „Atomunfälle“ und beispielsweise auch Uranminen so überaus schlimme ORANUR-Ereignisse.

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7 Antworten to “Atombatterien”

  1. Tzindaro Says:

    There is no nuclear „waste“.

    The civilian nuclear power program was never anything more than a cover story for mass production of radioisotopes for military use. Every nation with nuclear reactors has the ability to quickly assemble one or more nuclear bombs and has contingency plans to do so if needed.

    In addition, the USA and it’s British puppet-state has used radioactive dust as a weapon in Bosnia, Iraq, and Afganistan, permanently contaminating those countries and inflicting huge numbers of stillbirths, miscarriages, birth defects, and childhood cancers on all future generations.

  2. claus Says:

    https://nuklearia.de/atommuell/
    Der Atommüll ist nun mal da. Wie ist dessen Nutzung unter ORANUR-Aspekten einzuschätzen? Kann man gut und gerne daneben wohnen?
    Wir wissen wohl gar nichts – das scheint mir das Hauptproblem zu sein.

    • Peter Nasselstein Says:

      Es gibt zwei tragische Aspekte dieses Problems:

      1. ist Atommüll (NR) dann ein handbares Problem, wenn er wirklich gut isoliert ist (möglichst so, daß das ganze nicht einem ORgonenergie-Akkumulator gleicht!!!), dann hat nämlich das bewegliche OR langfristig die Oberhand über das gefangene NR. Wenn aber ständig NR freigesetzt wird…

      2. ist NR und das resultierende ORANUR für gepanzerte Menschen kein Problem. Werden Menschen aber weicher, wird die entsprechende Umwelt für sie zunehmend zur Hölle. Das ist ein Grund, warum die Menschen instinktiv kein Interesse an Orgontherapie haben!

      • claus Says:

        Dass nun aber keine Akzeptanz für Orgontheorie und Orgontherapie zu erwarten ist, spricht doch gerade gegen Toleranz gegenüber neuen schönen Nukleartechnologien.

      • claus Says:

        „wenn er wirklich gut isoliert ist (möglichst so, daß das ganze nicht einem ORgonenergie-Akkumulator gleicht!!!)“
        Ich fürchte, dass die Nutzung von Nuklearenergie und Lagerung der betr. Abfälle langfristig eben damit verbunden bleibt, weil – wenn ich mich nicht irre – Metall Radioaktivität abschirmt.
        Immer wenn ich mit Leuten, die sich heute konservativ, libertär u.ä. nennen (es ist ja längst auch ein Mode), länger ins Gespräch komme (zumal ich einen Hayek-Kreis mitgegründet habe), kommt früher oder später Kernenergie auf den Tisch. Und dann wünsche ich mir eine Gruhl-ÖDP. Denn es ist weniger wahrscheinlich, dass Orgonomie wissenschaftlich oder gar praktisch berücksichtigt wird, als dass ein Kernenergierevival (gerade angesichts des Klimawandelgeredes) ohne jede Rücksicht auf ORANUR eintritt.

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