Weder links noch rechts: Die Unsinnigkeit aller politischen Auseinandersetzungen

„Faschismusforscher“ tun den lieben langen Tag nichts anderes, als sich mit „rechtem Gedankengut“ auseinanderzusetzen, aber kaum einer wird jemals von der Kritik an der systematischen Ausmerzung der weißen Rasse beeindruckt oder wenn ihm gezeigt wird, wie ängstlich bemüht die Alliierten waren, beim Nürnberger Prozeß bestimmte Dinge draußen vor zu lassen. Wer weiß beispielsweise, daß nicht nur Deutschland, sondern auch Polen Teile der Tschechoslowakei annektiert hat? Umgekehrt: welcher Rechte hört schon gerne, daß „Freiheit“ für Millionen Menschen bedeutet, ausweglos in der Hölle vegetieren zu müssen?

Zeitungen, Sachbücher, Fernsehsendungen etc. dienen nur dem einen Zweck vorgefaßte Meinungen zu zementieren. Das ist so, weil politische Anschauungen keine Funktion des nüchternen Verstandes sind (Unterscheidungsvermögen = Autonomie), sondern der Charakterstruktur (automatenhafte Blindheit = Heteronomie). Zwingt man einen Leser der Süddeutschen Zeitung die Junge Freiheit zu lesen (oder umgekehrt) wird die Lektüre ihn nur in seiner einseitigen Weltsicht bestärken. Entsprechend ist unsere gesamte „Debattenkultur“ eine Farce.

Der einzige Ausweg besteht darin, die gesellschaftlichen Probleme als Ergebnis der Panzerung zu betrachten.

Liebe, Arbeit und Wissen sind die Quellen unseres Lebens – sie sollten es auch beherrschen. Sie sind weder „links“ noch „rechts“, sondern vorwärts gerichtet.

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7 Antworten to “Weder links noch rechts: Die Unsinnigkeit aller politischen Auseinandersetzungen”

  1. JanDavid Says:

  2. claus Says:

    Ja, genau das kann einen zermürben, seit 2015 offensichtlicher denn je. Doch leider beruhigen sich die Gemüter wieder in ihrem Zement. Es nervt mich, dass der Löffel im Zement nur seitens der AfD in Bewegung gebracht wird und diese Partei zwar zum Wählen OK ist; aber für mehr? Mich schreckt der Wunsch nach mehr möglichst kostenfreier Staatsbetreuung für Kinder sehr ab.
    Danke für den Hinweis: „Wer weiß beispielsweise, daß nicht nur Deutschland, sondern auch Polen Teile der Tschechoslowakei annektiert hat?“ Ein klitzekleiner Hinweis hier: „Es war das Ende der multiethnischen Tschechoslowakei. Hitler annektierte die Sudetengebiete, Polen und Ungarn besetzten zusätzlich Regionen.“ (http://www.sueddeutsche.de/politik/deutscher-einmarsch-in-tschechien-vor-jahren-das-trauma-der-tschechen-1.1911637)

  3. O. Says:

    Das Vidoe 57 über Reichs Psychotherapie hat jetzt nichts mit dem politischen Thema zu tun, ist dennoch spannend genug. Die Arbeit mit Suggstion zum positiven Denken des Patienten statt in den negativen Einstellungen der Unveränderbarkeit des Leides zu verharren ergibt sich quasi zwingend aus der einfachen Kundschaft, die ihr Leid schnellst möglich beseitigt wünscht, doch in Passivität ausharrt. Suggestive Kniffe sind hier von Nöten, um schnell den Kern ohne Umweg der Sekundärschicht zu ereichen. – So Reichs früher Ansatz vor der Charakteranalyse.
    Der zweite Versuch in Schnelle voran zu kommen, war dann die Orgasmusfähigkeit wieder herzustellen. Dies sollte den Sprung zum Kern ermöglichen …? Quasi eine Teleportation zum Kern, so scheint mir. Dies ist weder einfach sich vorzustellen noch den Weg dorthin zu finden. Es lohnt sich, hierüber noch ein paar Gedanken zu machen.

  4. Peter Nasselstein Says:

    Das Video zum Blogeintrag:

    • claus Says:

      Ich bin echt genervt: ich komme nicht in ALLTAGSenglisch, weil ich zu wenig Konversationserfahrung habe. Lesen bringt da gar nichts. Diese Nachschlagerei … nervt! Was tun?

      • claus Says:

        OK, beim zweiten mal wird’s besser. Trotzdem nervig. Zu Haus, vor Ort, nur festgefahrene Linke; ansonsten nur Internet mit Videos aus der Ferne. Das nervt.

  5. claus Says:

    Ein Versuch, wenigstens vor Ort etwas in Gang zu bringen:
    https://rechterkreis.de/

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