Posts Tagged ‘Tschechoslowakei’

Orgonomische Geschichtsschreibung am Beispiel des Zweiten Weltkrieges

5. August 2020

Ich wundere mich, daß es noch keine orgonomische Geschichtsforschung gibt, die Elemente untersucht wie die individuelle Panzerung der „Führer“, die Massenpsychologie (die gesellschaftliche Panzerung), die Emotionelle Pest und die soziopolitische Charakterologie. Fangen wir in NACHRICHTENBRIEF damit an – gewohnt dilettantisch. Beispiel Zweiter Weltkrieg – jenseits von Gut und Böse betrachtet:

Der Zweite Weltkrieg war… Mir fehlen die Worte, denn wenn allein schon die hochindustrialisierte und von der Geographie her begünstigte Tschechoslowakei sich militärisch gewehrt hätte, wäre Deutschland in eine arge Bredouille geraten. 1938 stand die deutsche Generalität sogar kurz vor einem Putsch, weil sie vor einem Angriff auf die Tschechoslowakei zu Recht Todesangst hatte. Oder etwa Frankreich, das Deutschland schließlich den Krieg erklärte: sein Militär war weit stärker als das Deutschlands und wäre es beim „Polenfeldzug“ statt kleiner Scharmützel an der Grenze zum Saarland auf breiter Front in Deutschland einmarschiert, hätten wir keinerlei Chance gehabt, denn die Wehrmacht war mit praktisch allen Verbänden weit im Osten und – am Ende des Polenfeldzugs hatte sie keine Munition mehr, keine verläßlichen Verbündeten, nichts! Frankreich hat den größten Triumph seiner Geschichte verpennt!

Der Irrsinn wird dadurch getoppt, daß Deutschland den Krieg durchaus hätte gewinnen können:

  1. Der wichtigste Punkt war wohl ausgerechnet das ferne und auf den ersten Blick in diesem Zusammenhang wirklich vollkommen unwichtige Spanien. Hätte Hitler statt von Franco ultimativ die Kredite für den Bürgerkrieg zurückzuverlangen und dergestalt Spanien zu entfremden, Entgegenkommen gezeigt und als Gegenleistung die „Befreiung“ Gibraltars verlangt… Ohne Gibraltar keine Engländer im Mittelmeer, die gesamte Südflanke wäre frei gewesen und die Witzfigur Mussolini hätte sich, ohne groß Schaden anzurichten, austoben können.
  2. Am Ende des Krieges hatte Deutschland die besten U-Boote der Welt, die ersten echten U-Boote überhaupt. Sie sind nie zum Einsatz gekommen. Hätte man frühzeitig Mittel in deren Entwicklung gesteckt und ohnehin mehr U-Boote gebaut, wären die USA und der Commonwealth (d.h. Kanada) keine Bedrohung gewesen. Ruhe an der Westfront.
  3. Von Dünkirchen, wo sich Hitler erstmals gegen die geschlossene Expertise seiner Generäle durchsetzte, um nicht zum bloßen Grüßaugust wie Wilhelm II zu werden, brauchen wir gar nicht erst anfangen. Ausschlaggebend war wohl Hitlers Wahn, die „Angelsachsen“ wären ja auch Deutsche und letztendlich unsere Verbündeten.
  4. Am Ende des Krieges hatte Deutschland mit seinen Düsenjägern die besten Flugzeuge der Welt. Wie bei den U-Booten: die absolute Luftherrschaft über dem Kontinent wurde durch eine Rüstungspolitik verspielt, die dank Hitler grundfalsche Prioritäten setzte („Vergeltungswaffen“), vom vollständig inkompetenten grotesken „Reichsmarschall“ wollen wir lieber schweigen…
  5. Für das Desaster an der Ostfront hat ausnahmsweise weniger Hitler als die Generalität die Hauptschuld zu tragen. (Etwas, was ich bisher gegenteilig sah!) Greifen wir weiter aus: Europa kann man militärisch nicht erobern, weil man dazu gleichzeitig die ganz im Westen gelegene uneinnehmbare Insel Großbritannien (ganz zu schweigen von Kanada und dem gesamten Commonwealth!) und das weit im Osten liegende uneinnehmbare, weil schlichtweg unendlich große Rußland besiegen müßte. Napoleon ist daran gescheitert und die beiden Kaiser erstrecht. Dünkirchen und, wie erläutert, die U-Boot-Waffe hätten die Chance geboten, das Unmögliche doch zu erreichen. Und was Rußland betrifft: zum Entsetzen seiner Generäle wollte Hitler, statt alle Kraft auf die Eroberung Moskaus zu konzentrieren (als wenn das irgendwas gebracht hätte!), unbedingt zum Kaukasus und band ihnen dort mit seinen Haltebefehlen die Hände, wo sie doch von großen Bewegungsschlachten mit taktischen Rückzügen und kühnen Vorstößen träumten, in denen sie als Feldherren brillieren konnten. Sache war aber, daß dieser Feldzug weniger militärisch, sondern vielmehr ökonomisch zu gewinnen war. Ohne die Ukraine und den russischen Süden war die UdSSR schlichtweg am verhungern. Und: ohne die Ölfelder im Süden war die Versorgung mit Öl für Rußland sogar noch prekärer als das verzweifelt unter Ölknappheit leidende Deutschland. Zu recht spekulierte Hitler weniger auf den militärischen, sondern vielmehr auf den ökonomischen Kollaps der Sowjetunion. Und: ein rationaler Politiker hätte dann etwas getan, was Hitler stets von sich wies: einen Verhandlungsfrieden erpreßt, der die Ostfront langfristig befriedet hätte. (Tatsächlich hat es in Schweden noch nach Stalingrad entsprechende strenggeheime Verhandlungen zwischen Deutschland und Rußland gegeben, die an der Idiotie Hitlers scheiterten!)

Bei den ersten vier Punkten hätte praktisch kein einziger deutscher Soldat geschweige Zivilbevölkerung sterben müssen! (Vielleicht sollte man als zusätzlichen Punkt die mangelnde bzw. schlichtweg nicht vorhandene Koordinierung mit dem „verbündeten“ Japan erwähnen!)

Warum haben wir den Krieg verloren? Der Augenpanzer der Verantwortlichen und die damit zusammenhängende mangelnde Koordinierung war wohl der ausschlaggebende Punkt. Bei der entsprechenden Lektüre möchte man immer rufen: „Ja, seht ihr das und das nicht!“ Zur Augenpanzerung gehört eben auch das, die mangelnde Perspektive; die Fähigkeit, die Gesamtlage „von oben“ zu überblicken, statt wie ein Blinder durchs unübersichtliche Gestrüpp zu tapsen.

Das alles gilt auf die dortigen Verhältnisse übertragen natürlich auch für Frankreich, für das ich nur noch Verachtung empfinde… Allein schon der Verrat an Polen (übrigens auch durch England!).

Es ist gut, daß wir den Krieg verloren haben! Ein „geeintes Europa“ bedeutet nämlich dessen sicherer Untergang. Über die Jahrhunderte war unsere Stärke, daß es voneinander unabhängige Politiken, Währungen, Ökonomien, Kulturen etc. gab, sodaß Fehlentscheidungen nur von lokaler Bedeutung waren, Europa selbst aber weiter ungehindert sprießen konnte. Deutschland selbst war so stark, weil es in sich nochmals „zersplittert“ war, so daß etwa Hamburg vom Dreißigjährigen Krieg nichts spürte. Hitler hat das alles zerschlagen, erst in Deutschland selbst und dann wollte er ganz Europa „gleichschalten“.

Wir sollten alle auf die Knie fallen und Gott danken, daß Hitler und seine Generäle die obigen Fehler gemacht haben! Vor allem sollten wir aber heute Boris Johnson (Brexit) und Wladimir Putin preisen und gleichzeitig die EU in Grund und Boden verfluchen. Wenn Frau Merkel in griechischen und italienischen Gazetten mit Hitlerbärtchen gezeigt wird, trifft das durchaus den funktionellen Kern der Sache! Gleichschaltung!

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Paul Mathews: Ideologie und das Nichtglaubenwollen

3. Juli 2020

 

Paul Mathews:
Ideologie und das Nichtglaubenwollen

 

Ideologie und das Nichtglaubenwollen (Teil 6)

6. Mai 2020

 

Paul Mathews:
Ideologie und das Nichtglaubenwollen

 

Mechanismus und Mystizismus bei Liberalen und Konservativen

25. Dezember 2019

Während der Liberale nur in seinem Kopf lebt (Zentrales Nervensystem, energetisches Orgonom), ist der Konservative bioenergetisch besser integriert. Dementsprechend ist das gesellschaftliche Leben des Konservativen: er geht mit Menschen rein instinktiv um, er geht aus seinem Bauch heraus mit Menschen um (Autonomes Nervensystem, orgonotische Pulsation). Er ist nicht „gesellschaftlich engagiert“, wie der Liberale sagen würde, nicht „sozial bewußt“. Hingegen ist das Innenleben des Konservativen durchaus „bewußt“ und „wach“, d.h. er „beherrscht sich“, „führt sich selbst“ und handelt verantwortlich. Er ist ein Erwachsener, d.h. wenn er etwas braucht, handelt er dementsprechend; bei Schmerzen geht er zum Arzt usw. Er handelt in seinen persönlichen Angelegenheiten achtsam und man kann mit ihm auf rationale, logische Weise diskutieren, obwohl es vielleicht alles ein bißchen mechanisch wirkt.

Natürlich neigt der Konservative zum Mystizismus in gesellschaftlichen Fragen (siehe die Ausführungen von Baker, Mathews und Konia), aber hier beziehe ich mich auf sein persönliches Alltagsleben. Die Starrheit der autoritären Gesellschaft, der Militarismus, das rigide Geschäftsleben, oder etwa die mechanische Art und Weise, wie Weihnachten in der Familie organisiert ist; all das, was Reich in Was ist Klassenbewußtsein? (1934) und Die Massenpsychologie des Faschismus (1933-1942) beschrieben hat. Die Nazis waren zweifellos Mystiker, aber der Alltag war äußerst mechanisch. Oder nehmen wir die Religion. Ihr Inhalt ist mystisch, aber die tatsächlichen Rituale und das Alltagsleben sind eine Karikatur des Mechanismus und von einer absurden Zwangsneurose nicht zu unterscheiden.

Der verkopfte Liberale versucht, das gesellschaftliche Leben zu kontrollieren, er analysiert alles zu Tode. Alles dreht sich um soziale Feinabstimmung und Mikromanagement. Das gesellschaftliche Leben ist für ihn kompliziert, unendlich komplex, aber gerade deshalb sein Gegenstand von Überlegungen und Planungen. Man ist verantwortlich für das, was in der Welt passiert (Schuldgefühle). Gleichzeitig fehlt seinem Innenleben Orientierung, d.h. er ist nicht in der Lage, sich selbst zu regulieren, und er ist Spielball äußerer (sozialer) und innerer (emotionaler) Kräfte – und empfindet sich so. Es ist ja alles so „ungerecht“ und ständig fühlt er sich „betroffen“ bzw. fühlt „Betroffenheit“. Er ist verantwortungslos und kann nicht von sich aus rational handeln und wartet daher auf Anweisungen und darauf, daß die Gesellschaft (andere Liberale!) sein Leben verwaltet. Er handelt nicht, er reagiert, und es ist unmöglich, mit ihm ein vernünftiges Gespräch von einer unabhängigen verantwortlichen Person zur anderen zu führen. Vielleicht findet man hier und da etwas auffällig Funktionales in seinen Argumenten, aber in all der emotionalen Verwirrung bleibt es isoliert.

Man schaue sich den ehemaligen Ostblock an, insbesondere die DDR: Das gesellschaftliche Leben war absolut mechanisch bis zum Äußersten, während auf persönlicher Ebene alle möglichen Freiräume herrschten. Das Mechanische schaffte bzw. hinterließ Leerräume, ließ Freiräume. Man denke nur an Phänomene wie Rolf Schilling oder auch Solschenizyn oder gar an die „psychotronische“ Forschung in der UdSSR und der Tschechoslowakei.

Das Problem mit dem Konservativen ist, daß er die Gesellschaft als naturgegeben betrachtet. Für ihn ist die Gesellschaft, in die er hineingeboren wurde, zumindest eine traditionelle Version derselben, „natürlich“ und so, wie die Dinge sein und bleiben sollten. Der Liberale hingegen spürt, daß mit der Gesellschaft etwas grundlegend falsch läuft und geändert werden muß. Aber leider tragen fast alle Änderungen, die er verbreitet und zu institutionalisieren versucht, nur zur Verwirrung bei. Dies liegt daran, daß er keine Möglichkeit hat, in sich selbst zu schauen, um die bioenergetische/charakter-strukturelle Grundlage aller Irrationalität in dieser Welt zu erkennen. Stattdessen „verändert er die Gesellschaft“ auf verantwortungslose Weise ohne Sinn und Verstand. Der Konservative hingegen ist in der Lage, verantwortungsbewußt zu handeln, aber er ist taub und blind für die soziale Tragödie, die ihn umgibt. Alles ist in Ordnung – während, etwa durch den Katholizismus, eine junge Seele nach der anderen getötet wird.

Das Gegenteil beim Liberalen: während für ihn alles Soziale nur ein „Konstrukt“ ist, sieht er sein Innenleben als natürlich und unveränderlich an. (Deshalb sind ihm auch Homosexualität und alle möglichen anderen Neurosen und Perversionen „ganz natürlich“!) Orgontherapie ist ihm grundsätzlich fremd, weil sie etwas verändern will, nämlich den Charakter, der etwas ist, das er einfach nicht erfassen kann; ein Konzept, zu dem er einfach keinen Zugang findet. Aus genau diesem Grund ist die Charakteranalyse für die Behandlung des Liberalen so wichtig: um ihn darauf aufmerksam zu machen, daß es so etwas wie einen „Charakter“ gibt. In ähnlicher Weise ist es wichtig, den Konservativen der sozialen Orgonomie (die historisch auf den „Freudo-Marxismus“ und die „Sexpol“ zurückzuführen ist) auszusetzen, weil er keinerlei Sensorium dafür hat, daß „Gesellschaft“ als etwas existiert, das geändert werden kann und muß.

Der biologische Rechenfehler und die gegenwärtigen Probleme des Menschen

19. Mai 2019

 

Paul Mathews:
Der biologische Rechenfehler und die gegenwärtigen Probleme des Menschen

 

Der biologische Rechenfehler und die gegenwärtigen Probleme des Menschen (Teil 2)

17. Juni 2018

 

Paul Mathews: Der biologische Rechenfehler und die gegenwärtigen Probleme des Menschen

Weder links noch rechts: Die Unsinnigkeit aller politischen Auseinandersetzungen

17. November 2017

„Faschismusforscher“ tun den lieben langen Tag nichts anderes, als sich mit „rechtem Gedankengut“ auseinanderzusetzen, aber kaum einer wird jemals von der Kritik an der systematischen Ausmerzung der weißen Rasse beeindruckt oder wenn ihm gezeigt wird, wie ängstlich bemüht die Alliierten waren, beim Nürnberger Prozeß bestimmte Dinge draußen vor zu lassen. Wer weiß beispielsweise, daß nicht nur Deutschland, sondern auch Polen Teile der Tschechoslowakei annektiert hat? Umgekehrt: welcher Rechte hört schon gerne, daß „Freiheit“ für Millionen Menschen bedeutet, ausweglos in der Hölle vegetieren zu müssen?

Zeitungen, Sachbücher, Fernsehsendungen etc. dienen nur dem einen Zweck vorgefaßte Meinungen zu zementieren. Das ist so, weil politische Anschauungen keine Funktion des nüchternen Verstandes sind (Unterscheidungsvermögen = Autonomie), sondern der Charakterstruktur (automatenhafte Blindheit = Heteronomie). Zwingt man einen Leser der Süddeutschen Zeitung die Junge Freiheit zu lesen (oder umgekehrt) wird die Lektüre ihn nur in seiner einseitigen Weltsicht bestärken. Entsprechend ist unsere gesamte „Debattenkultur“ eine Farce.

Der einzige Ausweg besteht darin, die gesellschaftlichen Probleme als Ergebnis der Panzerung zu betrachten.

Liebe, Arbeit und Wissen sind die Quellen unseres Lebens – sie sollten es auch beherrschen. Sie sind weder „links“ noch „rechts“, sondern vorwärts gerichtet.

Der biologische Rechenfehler des multikulturellen Experiments

11. Oktober 2017

Unser Leben wird immer bizarrer und komplizierter. Gerade flattert eine Einladung zu einer Veranstaltung über „transkulturelle und globale Medizin“ auf meinen Schreibtisch. U.a.:

  • Diversity (sic!) – Herausforderung im ärztlichen Alltag
  • Interkulturelle Kommunikation in der somatischen Medizin
  • Der Fremde – zwischen Neu-Gier und Neu-Angst – Kommunikative Aspekte der transkulturellen Medizin
  • Mitteilung einer lebensbedrohenden Diagnose – Kontroversen zwischen Tradition und leitliniengerechter Medizin in der Frauenheilkunde
  • Versorgung von Säuglingen und Kleinkindern – Kontroversen zwischen Tradition und leitliniengerechter Medizin

Eine Veranstaltung, eine Fortbildung dieser Art folgt der anderen, als wenn es gegenwärtig in der medizinischen Versorgung des deutschen Volkes keine anderen Probleme gäbe! Das Leben ist schon schwierig genug. Wer braucht das? Wer will das? Was soll das? Wie abwegig ist es, daß sich das System an „Einwanderer“ anpaßt! Lebe ich im IRRENHAUS? Zumal: Wie viele dieser Leute bezahlen im Endeffekt für ihre Behandlung bzw. für ihre Versicherung?!

Zwei Szenen: Deutsche Psychiatrie, therapeutisches Gruppengespräch mit Patienten aller Herrgottsländer und einem Psychologen. Es bricht die Hölle los, als der Italiener in einer hitzigen Diskussion zum Ungarn sagt, man wisse ja, daß alle Ungarn „Katzenficker“ seien. Der Ungar kontert und andere Nationalitäten greifen ein. Tohuwabohu! Schulklasse in New York mit Negern und Puerto-Ricanern. Der verpeilte weiße Lehrer will einen „lebensnahen Unterricht“ gestalten und fordert die Schüler auf, Schimpfwörter für die jeweils andere Gruppe zu nennen. Nach wenigen Minuten gerät die Situation außer Kontrolle und wird lebensbedrohlich. In den „multikulturellen“ USA können schon kleinste Unbedachtsamkeiten einen „Rassenkrieg“ auslösen.

Das sind die kleineren Reibereien zwischen Volksgruppen, die überall zu finden sind. Kratzt man ein wenig an der Oberfläche, tun sich Abgründe auf, die sporadisch in Szenen wie den folgenden kulminieren:

Der ungarische Halbjude Sandor Kovacs, der das KZ der Nazis überlebte und bei seinem Heimmarsch nach Budapest durch Prag kam, gab zu Protokoll:
„Im hitlerischen KZ sah ich Sachen, die ich nicht für möglich gehalten hätte, daß sie von Menschen anderen Menschen angetan würden. Als ich im Mai 1945 auf dem Rückmarsch in meine Heimat in Prag vom Ausbruch des tschechischen Wahnsinns überrascht wurde, erlebte ich ein Inferno menschlicher Armseligkeit und moralischer Tiefe, gegen das meine KZ-Zeit fast eine Erholung gewesen war. Frauen und Kinder wurden bei lebendigem Leib mit Petroleum übergossen und angezündet, Männer unter unvorstellbaren Qualen ermordet. Dabei mußte ich ausdrücklich feststellen, daß sich die gesamte Bevölkerung an diesem Verbrechen beteiligte, nicht nur der übliche Mob. Ich sah hochelegante junge Tschechinnen, die vielleicht noch vor kurzem mit den deutschen Offizieren geflirtet hatten, und die nun mit Revolver und Hundspeitschen durch die Straßen liefen und Menschen quälten und mordeten, ich sah offensichtlich höhere tschechische Beamte gemeinsam mit tschechischem Straßenmob johlend Frauen vergewaltigen und qualvollst umbringen. Ich fürchtete mich vor einem deutschen Wiedererwachen. Denn was den Deutschen geschah, ist unbeschreiblich!“

Ein beliebiges, vollkommen zufälliges Beispiel, über das ich soeben im Weltnetz gestolpert bin.

Wer sich auch nur etwas in Primatologie auskennt, weiß, daß entsprechende Szenen in Ruanda oder bei den Massakern an den Chinesen in Indonesien zu Zeiten Suhartos, verhaltensbiologisch nichts besonderes sind. Was Schimpansenhorden, und Menschen sind nichts anderes als nackte und schwächliche Schimpansen, in freier Wildbahn den Mitgliedern anderer Schimpansenhorden antun, läßt jedem Beobachter das Blut in den Adern gefrieren.

Linke Traumtänzer, wie der naive Psychologe in der bundesdeutschen Psychiatrie oder der idealistische Lehrer in New York, wollen das nicht sehen. Sie wollen nicht sehen, daß das, was Hamburger Kindern bei der Kinderlandverschickung während des Krieges von bayrischen Kindern in Passau angetan wurde (meine Mutter könnte erzählen…) zur menschlichen Natur gehört. Fremde werden ausgesondert, sadistisch gequält und in letzter Konsequenz physisch vernichtet und das mit einem kaum kontrollierbaren Affekt sadistischer Genugtuung.

Man betrachte nur die Besiedlung Nordamerikas: die Indianer empfingen die ersten armseligen Siedler, von denen noch keine Bedrohung ausging, mit freundlichem Interesse als potentielle Handelspartner. Eine kulturelle Bereicherung! Aber kaum wurde klar, daß das keine Gäste waren, sondern es um territoriale Ansprüche ging, versuchten sich beide Parteien – gegenseitig auszurotten.

Das ist unsere Natur, unsere Haut, aus der wir nicht heraus können. Die linken Traumtänzer wollen dem entgegenarbeiten, indem sie die „Einheimischen“ mit den „Fremden“ möglichst gut „vermischen“. Eine rein abstrakte Kopfgeburt. Tatsächlich steigt der Streßpegel, wenn wir nicht ständig von unseres Gleichen umgeben sind. Zum ohnehin vorhandenen Druck aufgrund der orgastischen Impotenz der gepanzerten Menschen, die die archaischen Triebe energetisch besetzt, kommt noch die künstliche zusätzliche Belastung von außen. Das pestilente Projekt „Multikulti“ bewirkt also das Gegenteil dessen, was angestrebt wird. Am Ende wird ein blutiges Inferno stehen.

Schon mal was von Selbststeuerung gehört? Wenn die Regierung, d.h. das Organ der linken Traumtänzer, nicht eingreift, bleiben die Leute unter sich. Beispielsweise gibt es in den USA, wo Religionsfreiheit das höchste Gebot ist, „schwarze“ und „weiße“ Kirchen. Ohne den Eingriff irgendwelcher „Städteplaner“ bilden sich von ganz alleine homogene Nachbarschaften. Kein Schwarzer käme auf die Idee sich in Chinatown niederzulassen und umgekehrt. Nur so können sich die Menschen ENTSPANNEN! Entsprechend ist das rotgrüne Multikulti nichts anderes als eine besonders schlimme Form der gesellschaftlichen PANZERUNG!

Die historisch-materialistische Interpretation und die bio-psychologische Interpretation des Todestriebes und der gesellschaftlichen Ideologie

14. Januar 2017

Der sozialistische Kampf, das theoretische Organ des Austromarxismus war im faschistischen Österreich verboten. Es wurde deshalb in der Tschechoslowakei veröffentlicht. Sein Herausgeber war der berühmte Otto Bauer, Führer des „Austromarxismus“. Anläßlich von Freuds 80. Geburtstag veröffentlichte das Magazin 1936 zwei Artikel. Einen von W.M. (d.i. Karl Frank): „Sigmund Freud und der revolutionäre Sozialismus“. Wegen dem historischen, d.h. bürgerlichen Hintergrund der Psychoanalyse und der Enge des zeitgenössischen Marxismus gäbe es bis heute (1936) keine marxistische Analyse der Psychoanalyse. Es gäbe eine Freudsche Philosophie, z.B. Freuds Todestrieb, die mit Oswald Spengler gemeinsame Wurzeln habe, nämlich die Philosophie der untergehenden Bourgeoisie. Trotzdem schuf Freud eine moderne Psychologie, indem er auf die soziale Verursachung psychologischer Tatbestände hinwies und dergestalt eine biologisch-materialistische Grundlage für eine Herangehensweise entwickelte, die dem historischen Materialismus ähnlich sei. Die grundlegende Leistung der Psychoanalyse sei ihr Beitrag zum Verständnis des sozialen Überbaus (Wolfgang Huber: Psychoanalyse in Österreich seit 1933, Wien: Geyer-Edition, 1977; Ernst Glaser: Im Umfeld des Austromarxismus, Wien: Europaverlag, 1981, S. 271).

Das entspricht auch weitgehend Reichs damaliger Sichtweise (siehe dazu Otto Fenichels 119 Rundbriefe, Bd. 1, S. 379f). Reich ist nur weitergegangen, über die Psychoanalyse und den Marxismus hinaus. Zunächst einmal führte nicht die soziologische Verortung der Todestriebtheorie (Ideologie der „untergehenden Bourgeoisie“) zu deren Überwindung, sondern die Durchdringung des Masochismus als bio-psychologisches Problem, d.h. als einer Funktion der Panzerung (siehe Charakteranalyse). Und überhaupt, was den ideologischen „Überbau“ betrifft: dieser ist tatsächlich eine Funktion der dreischichtigen bio-psychologischen Struktur des gepanzerten Menschen (siehe Die Massenpsychologie des Faschismus).

Es ist ernüchternd, daß man sich noch heute mit der Denkungsweise, die im ersten Absatz dargestellt wurde, auseinandersetzen muß – selbst bei „Reichianern“.

Deutschland und die Emotionelle Pest (Teil 14)

13. August 2013

Was wir im Ersten und Zweiten Weltkrieg vor uns haben, sind nicht nur politische, militärische und geostrategische Verwicklungen, sondern wir haben am Grunde des ganzen den Menschen, der sich hoffnungslos in der Falle verfangen hat. Die Falle ist natürlich bio-sozialer Natur, d.h. beruht auf der Panzerung des Menschen, der es ihm verunmöglicht unverzerrt zu fühlen, klar zu denken und entsprechend zu handeln. Stattdessen strampelt er sich sinnlos ab und opfert seine ganze Existenz, seinen gesamten Genius, dem – Wahnsinn:

Rückblickend ist es schwer zu glauben, wie dieses kleine und nicht-autarke Deutschland unter den damaligen Umständen gelungen ist, im Zweiten Weltkrieg Europa vom Nordcap bis Nordafrika und im Osten bis zu den Vororten von Moskau zu erobern. Deutschland (das sogar seinem „Mitstreiter“ Italien helfen mußte) war in der Lage, einen Krieg gegen am Ende 189 Staaten sechs Jahre durchzustehen.

Sogar nachdem die alliierten Luftstreitkräfte die komplette Lufthoheit über Deutschland erlangt hatten (und eine deutsche Luftwaffe kaum mehr existent war), dauerte es noch einmal zwei Jahre und Myriaden von Bomben bis Deutschland sich geschlagen gab. Unter den Militärhistorikern gibt es darüber einvernehmen, daß die Wehrmacht (und noch mehr die Waffen-SS) die beste und effizienteste Armee in der Geschichte der Menschheit gewesen ist. Es gibt viele Beispiele in der Endphase des Krieges, wo 1 000 Deutsche mit zehn Panzern gegen russische oder westliche Einheiten gewannen, die aus 20 000 Soldaten und 150 Panzer bestanden. Vor allem die SS kämpfte bis zur letzten Kugel und ergab sich nie. Und obwohl die Alliierten die Lufthoheit über Deutschland innehatten, erreichte Deutschland seine höchste Waffenproduktion Ende 1944. Der Grund dafür war, daß die deutschen Ingenieure unterirdisch die größten Fabriken mit der höchsten Leistung in der Geschichte der Menschheit gebaut hatten. Selbst in der Kriegskunst wollten die Deutschen unbedingt die Nummer eins sein.

Alle Deutschen fühlten sich durch den Vertrag von Versailles 1918 verraten und verkauft. Dabei hatte Deutschland den Ersten Weltkrieg an der Ostfront gewonnen, während an der Westfront deutsche Truppen mitten in Frankreich standen und im Vorjahr ein Sieg sogar in greifbare Nähe gerückt war. Während des ganzen Krieges konnte kein einziger ausländischer Soldat seinen Fuß auf deutschen Boden setzen. Wie sollte da irgendeinem Deutschen begreifbar gemacht werden, daß der Krieg verloren war? Zwar wurde die Lage mit den sich formierenden amerikanischen Truppen immer aussichtsloser, auch mit dem Aufkommen der Panzer, aber die Front war nicht gerade in heilloser Auflösung befindlich und selbst wenn sich die Truppen auf deutschen Boden hätten zurückziehen müssen, kann man sich schlecht vorstellen, wie die Entente jemals den Rhein (bei gesprengten Rheinbrücken!) mit der damaligen Kriegstechnik unter Feuer hätte überwinden wollen. Zumal frische Truppen aus dem Osten herangebracht werden konnten und die neuen großen Territorien im Osten die Versorgungslage langsam aber sicher stabilisiert hätten.

Aber das ist Theorie, denn nach vier Jahren waren auf beiden Seiten die Streitkräfte erschöpft. Die deutsche Truppen kehrten erleichtert heim, voll Vertrauen in die leeren Versprechen von US-Präsident Wilson, daß es eine faire Nachkriegsordnung unter seiner Aufsicht geben würde, gegründet auf dem Prinzip der Selbstbestimmung für alle Völker der Welt. Stattdessen wurde Deutschland gezwungen die Verträge von Versailles zu unterzeichnen, in denen festgelegt wurde, daß das Reich den Krieg verloren hatte und Deutschland der eine und einzige Staat war, der Verantwortung für den Ausbruch des Krieges trug. Außerdem sollten bis zum Jahr 1989 astronomische Geldsummen an die Alliierten gezahlt werden. Das machte allzu klar, daß das Hauptziel des Ersten Weltkrieges für Großbritannien und Frankreich darin lag, die totale wirtschaftliche Zerstörung eines ernsthaften Konkurrenten auf den Weltmärkten herbeizuführen. Deutschland war damals ungefähr das, was heute China ist.

Die „Selbstbestimmung für alle Völker“ war nichts anderes als eine große Lüge. Zum Beispiel wurde es Deutsch-Österreich und Deutschland von den Alliierten explizit untersagt sich zu vereinigen, obwohl 99 Prozent der Bevölkerung es wollten. Es gibt viele Beispiele, wo die Alliierten den Willen der ethnischen Gruppen, die zusammenkommen wollten, ignorierten. Stattdessen erschufen die Alliierten künstliche Staaten wie Polen, Jugoslawien und die CSSR, unabhängig von den schweren ethnischen Spannungen in deren Grenzen. Im Gegensatz zu US-Präsident Wilsons Versprechen ignorierten die Alliierten organisch gewachsene Nationen und sperrten gezielt ethische Gruppen in ein neues „Land“ zusammen, die nicht zusammen paßten oder sich sogar als Feinde betrachteten.

Der korrekte Name für die CSSR hätte „Tschecho-Slowakisch-Deutsch-Ungarisch-Polnisch-Karpato-Ukrainische-Republik“ lauten müssen. So waren schwerwiegende ethnische Spannungen vorhersehbar. Versailles erlaubte es dem neuen Staat Polen die Landbrücke zum urdeutschen Ostpreußen und Danzig abzuschneiden und machte damit sicher, daß der nächste militärische Konflikt hier aufkommen mußte. Das ganze war das gleiche Desaster wie später die Aufteilung des indischen Subkontinents in Indien und Pakistan. Oder überhaupt das Ziehen willkürlicher Grenzen in Arabien und dem gesamten Afrika durch die Kolonialmächte Frankreich und England.

In manchen Teilen Europas sah es nach dem Krieg genauso aus wie heute im Kunststaat Irak! Tatsächlich hat die künstliche Zusammensetzung eines Staates mit dem Namen „Jugoslawien“ zu den mörderischen Konflikten in den 1940er und 1990er Jahren geführt. Es war die imperiale Selbstherrlichkeit und Ignoranz von Frankreich und England, die für unendliches Leid gesorgt haben und noch immer sorgen.

Man kann sagen, daß den Westmächten in ihrem blinden Haß auf Deutschland und ihrer Rachsucht es auch nur an einem Minimum an Intelligenz, Weisheit und genauerer Kenntnis der ethnischen Verhältnisse in Osteuropa abging. Durch die dummen Entscheidungen und Interventionen der Alliierten mußten die Menschen geradezu den Eindruck gewinnen, daß die Alliierten alles Taten, damit es so bald wie möglich zu einem neuen Weltkrieg komme.

Es war klar, daß Versailles keine angemessene staatliche Neuordnung Europas sein konnte, die zum Frieden führen und lange andauern konnte. Und es war auch klar, daß das restlos gedemütigte Deutschland alles tun würde, was in seiner Macht stand, es zum Tag der Rache kommen zu lassen. Statt also über zwei Weltkriege zu sprechen, bevorzugen es die meisten Historiker heute von einem 30jährigen Krieg von 1914 bis 1945 zu reden. Als die Tinte auf den Versailler Verträgen noch nicht trocken war, war klar, daß der Krieg noch nicht vorbei war und ein zweiter „Großer Krieg“ bald stattfinden werde.

Für die stolzen Deutschen war die Situation nach dem Ersten Weltkrieg einfach nicht akzeptabel, da es sich wieder erwiesen hatte, daß Frankreich und Großbritannien nicht bereit waren „den Kuchen zu teilen“ und Deutschland Respekt als gleichberechtigter Partner zu zollen. Es ist kaum ein Wunder, daß so viele an eine internationale (natürlich „jüdische“) Verschwörung glaubten, um Deutschland unten zu halten! Deutschland fühlte sich kastriert: Elsass-Lothringen, das Saarland, große Gebiete im Osten und natürlich die Kolonien wurden abgeschnitten. Es ging um die Ehre!

Millionen Menschen starben auf den Schlachtfeldern, um den Gordischen Knoten zu durchschlagen, d.h. nach all den ethnischen Spannungen (die im Attentat von Sarajevo exemplarisch zum Ausdruck kamen), der wuchernden Paranoia (die sich etwa in den Greueltaten der Reichswehr in Belgien 1914 entlud) und der ständigen Feindschaft zwischen den Nationen ein Ende zu setzen. Und was war das Ergebnis all der Opfer? Europa sah danach weitaus schlimmer aus als zuvor. Das Konfliktpotential hatte sich potenziert und die Verschwörungstheorien wucherten wilder als jemals zuvor. Und wie war es nach dem Zweiten Weltkrieg, mit noch mehr Toten und noch mehr Leid? Die Welt erfror im Kalten Krieg, erstickte im Verfolgungswahn und Millionen starben in den Stellvertreterkonflikten an fernen Gestaden. Es gibt kaum ein besseres Beispiel für die Lage des Menschen in der Falle! Dieser ganze Alptraum erinnert fatal an den Film The Cube:

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