Wenn der „Kampf gegen Modju“ zu einer pestilenten Farce wird

Solange ich zurückdenken kann, war mein Bewußtsein durch einen kompromißlosen, geradezu fanatischen Anti-Nazismus geprägt und durch eine viszerale Verachtung für und, ja, auch Haß auf „Sekten“. Meine Mutter hat mir immer erzählt, daß Oma ihr eine Tracht Prügel angedroht hat, wenn sie es jemals wagen würde, den ehemaligen Hausarzt der Familie, der nun mit dem Judenstern durch St. Pauli laufen mußte, nicht mit ausgesuchter Höflichkeit zu grüßen. Und es war immer ein Rätsel, warum Uroma nie „abgeholt“ wurde, denn die schimpfte ständig über Hitler und das „Nazi-Pack“. Ich erzähle das, weil dieser Blogeintrag mich vor eine schier unlösbare Aufgabe stellt, denn ich will darlegen, daß in der gepanzerten Gesellschaft der „Kampf gegen das Böse“, hier konkret gegen den Nationalsozialismus und gegen Scientology, nicht das ist, was er zu sein vorgibt, sondern selbst böse ist.

Alles, was in dieser Hinsicht veröffentlicht wird, strotzt nur so von Halbwahrheiten, Lügen und bizarren Mythenbildungen. Wer auf diese Weise gegen die Emotionelle Pest kämpfen will, d.h. aus der neurotischen und perversen „sekundären Schicht der Charakterstruktur“ heraus, erzielt damit nur einen einzigen Effekt: er mehrt die Emotionelle Pest in dieser Welt – er stärkt die Emotionelle Pest. Man nehme nur die Mythenbildung über den Widerstand in Frankreich und Norwegen gegen die Okkupanten. Von einigen einzelnen heroischen Ausnahmen abgesehen, haben die Franzosen und Norwegen brav mitgespielt. Oder David Irving, den „Nazi“. Man nehme etwa diesen Bericht aus dem kommunistischen Schmierblatt New York Times und schaue sich das Bild an: David Irving im Bücherschrank – der Mann, um den es im Artikel geht, muß ein Nazi sein! Dabei hat keiner dieser „Antifaschisten“ jemals tatsächlich eines der Bücher von Irving gelesen, die durchweg kein gutes Haar an den Nazi-Größen lassen. Irving ist nur deshalb in Verruf geraten, weil er sich weigert sich dem „Anti-Nazi-Kult“ anzuschließen, der nur einen marginalen Bezug zur historischen Wirklichkeit hat. Ich verweise auf folgendes Interview mit Irving:

Die „Antifaschisten“ merken gar nicht, daß sie sich in ihrem vermeintlichen „Antifaschismus“ genauso aufführen wie – Faschisten. Wie Irving sagt: sie können nicht mit dir argumentieren, deshalb bringen sie dich zum Schweigen. Man denke nur an die Geistesakrobaten der Antifa! Eine Antifa, deren Herz vor Freude aufgeht, wenn sie an die Opfer des allierten Bombenterrors denkt; die bis zur Unkenntlichkeit verbrannten Leichen, die auf den Straßen St. Paulis lagen.

Man kann die Irrationalität, in diesem Fall den Hitlerismus, nicht mit Irrationalität bekämpfen. Ganz im Gegenteil: die Emotionelle Pest triumphiert! Das sieht man auch im Kampf gegen den Esoterik-Betrüger L. Ron Hubbard und seine Sekte Scientology. Hier das Anfangsvideo einer sehr langen Serie von Videos, in denen Marthy Rathburn, einst der zweite Mann und der „Vollstrecker“ von Scientology, sich über den Anti-Scientology-Kult lustig macht:

Hubbard und Scientology werden von der Antiscientology mit Lügen und Manipulationen „bekämpft“ und dabei ein Korpsgeist eingefordert, der dem von Scientology selbst in nichts nachsteht. Man zieht in Bild-Zeitungs-Manier über das Privatleben von Hubbard her, ignoriert aber vollständig die zigtausenden von Seiten, die er verfaßt hat. Man dichtet sich irgendwelche wilden Geschichten zusammen, die zwar gut beim sensationslüsternen Publikum ankommen, die aber nichts mit dem wirklichen Geschehen zu tun haben. Rathburn war schließlich dabei, hat das meiste selbst befehligt, bevor er aus den Fängen der Sekte geflohen ist. Und diesen „anti-scientologischen“ Idioten fällt gar nicht auf, daß sie sich hier genau jener Taktiken befleißigen, die sie Hubbard und Scientology vorwerfen.

Nur die Wahrheit kann die Welt von der Emotionellen Pest befreien, niemals die Lüge. Ganz im Gegenteil! Die „Antifaschisten“ und „Antiscientologen“ reiten uns nur noch tiefer in die Scheiße rein! Was wir brauchen ist AUFKLÄRUNG. Die Aufklärung im eigentlichen Sinne des Wortes. Aber der Kleine Mann will davon nichts hören, er will nur hetzen, sich echauffieren und das Gegenüber erniedrigen, um sich moralisch überlegen zu fühlen.

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , ,

21 Antworten to “Wenn der „Kampf gegen Modju“ zu einer pestilenten Farce wird”

  1. claus Says:

    Mir schwebt immer mal wieder vor, deswegen etwas Superschlaues zum Thema ‚Dialektik‘ zu sagen. Es ist merkwürdig, wie starr Ausdrücke wie „Faschismus“, „Nazi“, … gebraucht werden, obwohl klar ist, dass sie heute nicht das bedeuten, was sie in den Dreißigern bedeuteten.

  2. Tzindaro Says:

    After I got on Scientology’s „Enemies List“ because I argued with a friend who had joined them, I played a few tricks on them, such as contacting the Coast Guard and pretending to be a former Scientologist, and telling them the Scientologists were building nuclear weapons on their ships, attending a Scientology meeting and „accidentally dropping a fake newsletter I had printed of the non-existent „Committee To Combat Scientology“ containing instructions on how to fool their e-meter, and some other pranks. I found lies a very useful tool to turn people against them. I see no reason not to tell lies against evildoers.

    I used to believe in freedom of religion and freedom of speech without reservations, but since becoming aware of Scientology, I now believe in freedom of speech and religion for everyone except Scientology. Scientology is simply too evil to be allowed any rights.

    But I have nothing against Nazis. Nazism is just another stupid fringe political party and there is no reason to deny it freedom of speech. It is too silly to be concerned with. Hardly anyone could take it seriously anyhow.

  3. Frank Says:

    Ich wollte es bereits länger anmerken.
    „Solange ich zurückdenken kann, war mein Bewußtsein durch einen kompromißlosen, geradezu fanatischen Anti-Nazismus geprägt“
    Peter hat, wohl erst in letzter Zeit, sich (oder nur seine Meinung …) diesbzgl. verändert.
    Hier ein (nur) Hinweis, ein Gefühl.
    Ich bin mir nicht sicher, ob bezüglich der „deutschen Vergangenheit“ (es ist wohl leider angebracht, allgemein zu bleiben) wirklich das letzte Wort schon gesprochen ist. Vor 30 Jahren wurden mir in einem Buch jede Menge gefälschte Fotos gezeigt, ich habe Wannseekonferenz Dokumente gesehen, die mit wahrscheinlich englischen Schreibmaschinen in England geschrieben wurden. Und auch dieser Punkt: Warum sollten sich die sogenannten Revisionisten so dafür bzw. dagegen engagieren?

    • Peter Nasselstein Says:

      Nein, ich habe meine extrem negative Haltung gegenüber dem Nationalsozialismus (und Scientology) in keinster Weise verändert. Mein Punkt ist schlicht, daß man sie nicht bekämpfen kann, wenn man von DEREN Operatonsbasis aus agiert.

  4. Frank Says:

    Meinst Du gegenüber dem „Wesen“ des Nationalsozialismus? Das würde ich verstehen („in keinster Weise verändert“).
    Bei mir war der Eindruck entstanden, dass Du „viele geschichtliche Tatsachen mittlerweile anders beurteilst“ (Nationalsozialismus).
    Ich erinnere mich noch sehr gut daran, wie Du vor Jahren sogar den deutschen Einsatz in Afghanistan begrüßt hast (hier als Beispiel für Deine geänderte (?) Beurteilung).

    • Peter Nasselstein Says:

      Natürlich ändere ich ständig meine Meinung, etwa was den Arabischen Frühling betrifft. Vor Jahrtausenden habe ich Pol Pot und die moderne Kunst vehement verteidigt. Vor nicht allzulanger Zeit war Alex Jones eher ein rotes Tuch für mich, heute bin ich absolut begeistert von ihm. Und manchmal ist es unglaublic schwierig meine Haltung zu vermitteln. Nehmen wir den Nationalsozialismus:

      Wennn man die Geschichte des Zweiten Wektkriegs genauer betrachtet, gab es die reale Chance den Krieg zu gewinnen (Hitler hätte sich nicht in Dünkirchen einmischen dürfen, mehr U-Boote, Düsenjäger statt die schwachsinnigen Raketen und wenn Raketen, dann zr Flugabwehr, etc.), Wir haben den Krieg verloren, weil Monarchisten und „Reaktionäre“ wie Canaris nur soweit mit Hitler gingen, wie der „Reichsverweser“ im Sinne Horthys und Francos war. Der Geheimnisverrat und die Sabotage war atemberaubend. Warum? Weil Hitler die gesellschaftliche Panzerung gefährdete! „Aha, PN findet Hitler gut!“ Nein, findet er nicht! Wieso sollte ich einen Wahrheits- und Freiheitskrämer gut finden?

      Dazu bald mehr in einem Blogeintrag!

      • Frank Says:

        Vielen Dank!
        Ich bin gespannt und freue mich auf den Blogeintrag!
        Gut muß man AH ja nicht finden, aber … „meine e x t r e m negative Haltung gegenüber dem Nationalsozialismus“: Wenn doch viele geschichtliche Tatsachen ganz anders sind, als wir in der Schule gelernt haben und uns täglich eingeimpft wird.
        Wie hätte man in der damaligen Zeit/Umständen anders handeln können?
        Andauernde Unterwerfung, wie aktuell und schon seit Jahrzehnten?
        Kommunismus und Stalin bis an den Atlantik – und damit Millionen von Toten und Untergang des deutschen Volkes (siehe die Degeneration der Völker durch den Kommunismus)?
        Die Peinigung durch Versailles, etc. und die Polen?
        Alle wollten ein starkes Deutschland immer verhindern (wie wenn man ein naturgemäß kräftig heranwachsendes Kind mit brutalen Mitteln klein und schwach hält).
        „Denn: Muslime kennen nur die eiserne Faust. Das ist kein Nazisprech. Das sind die Worte der einstigen Diktatoren Saddam Hussein und Muammar al-Gaddafi.“
        Wie kann man (dazu unter diesen Umständen) ein Volk regieren, sogar ein deutsches christliches Volk – wenn keine Zeit da ist und kein Geld, um „Kinder der Zukunft“ zu erzeugen – wenn das denn überhaupt möglich ist.
        Und, will man noch weitergehen, war AH nicht sogar hellsichtig und hat vorausgesehen, was mit Europa aktuell passiert?

      • Peter Nasselstein Says:

        Man kann viel über Hitler sagen, etwa daß er allen Ernstes den Schlieffenplan erneut durchführen wollte – diesmal gegen eine hoffnungslos überlegene französische Armee. Nur durch einen irren Zufall ist Mansteins irrer Plan dann verfolgt worden. Manstein hätte sicherlich auch den Rußlandfeldzug gewonnen, aber Hitler mußte ja unbedingt den großen Feldherrn spielen. Mit einiger Sicherheit hätte es mit Röhm niemals einen Holocaust gegeben. Ohnehin: ohne den Vollidioten Chamberlain wäre Hitler verhaftet und beseitigt worden. Am Ende des Krieges war Hitler mit seinen grostesken Fehlentscheidungen der beste Verbündete der Alliierten.

      • Peter Nasselstein Says:

        Und noch was: wenig bekannt ist, daß die Russen noch absurd spät im Krieg den Deutschen einen Separatfrieden angeboten haben. Rückzug auf die Grenzen des geteilten Polens, vielleicht sogar mit einigen territorialen Zugeständnissen. Jeder, wirklich jeder, hätte dieses irrwitzig sensationelle Angebot angenommen. Der ideologisch vollkommen festgefahrene Hitler hat das ausgeschlagen.

        Warum die Russen diesen Vorschlag machten? Die sahen, wie ihr Land systematisch zerstört wurde, sie zunehmend von Waffenlieferungen durch die USA abhängig wurden und eine zweite Front ausblieb, sie also für die Westalliierten verbluteten. Churchill wollte, daß Hitler und Stalin sich gegenseitig fertigmachen. Dabei war es doch Stalins ursprünglicher Plan gewesen, daß sich Deutschland und die Westmächte gegenseitig zerstören, so daß er dann schließlich als Retter ins vollkommen am Boden liegende Westeuropa einmarschieren hätte können.

        Es bestanden so viele militärische und diplomatische Optionen das Deutsche Reich noch irgendwie zu retten Hitler persönlich hat Deutschland zerstört.

  5. Frank Says:

    Sehr interessant, „Der ideologisch vollkommen festgefahrene Hitler“.
    Was man, wenn man fleißig ist, alles herausfinden kann – und das dann netter- und fleißigerweise seiner Mitwelt auch noch miteilt 🙂

  6. Frank Says:

    Vielleicht kannst Du an dieser Selle doch ausführen: WAS WAR DAS BÖSE AN HITLER?
    Wenn man den „fanatischen Anti-Nazismus“ beiseite lassen kann, der „strotzt nur so von Halbwahrheiten, Lügen und bizarren Mythenbildungen“, dann wäre eine davon befreite und auf Punkte gebrachte Charakterisierung doch innovativ und lohnend. Die Zeitumstände sollte man penibel berücksichtigen und die Vergasungen und über das „übliche geschichtliche Maß“ hinausgehende Verfolgungen politischer Gegner an dieser Stelle vielleicht einmal ausklammern.
    Vielleicht auch ein Vergleich/Einordnung mit ähnlich bösen geschichtlichen Gestalten, etwas weniger bösen und noch böseren, falls es die denn gäbe.
    Mir scheinen Stalin und Pol Pot („gefolterte und anschließend hingerichtete Opfer“) von Ihrer Persönlichkeitsstruktur her wesentlich teuflicher zu sein. Vielleicht kann der „deutsche Mensch“ (aufgrund seiner „genetischen“ oder kulturellen Strukturierung?) per se da gar nicht mithalten (“ C h u r c h i l l wollte, daß Hitler und Stalin sich gegenseitig fertigmachen. Dabei war es doch S t a l i n s ursprünglicher Plan gewesen, daß sich Deutschland und die Westmächte gegenseitig zerstören“)? Nimmt man an dieser Stelle die Vergasungen wieder hinzu, läßt sich das vielleicht nicht mehr aufrecht erhalten.
    „Der ideologisch vollkommen festgefahrene Hitler“ = das klingt zunächst nicht nach dem „Bösesten des Bösen“.
    „Nochmal für die Blöden: Würde ich hier über Hitler und Hubbard herziehen als die Bösesten des Bösen, wäre das ebenso, als schrie ich, der Himmel sei blau. Es wäre vollkommen überflüssig!“

    • Peter Nasselstein Says:

      Was wird von mir velangt? Eine Art Billanz zu ziehen? Zu zeigen, daß Hitler persönlich für den Antisemitismus des STÜRMERS und DER EWIGE JUDE (Film) stand? Bleiben wir doch bei Reich, der Hitler zurecht als „Generalpsychopathen“ bezeichnete. Dazu folgende Anekdote:

      http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/phbl.19470030502/epdf

      • Frank Says:

        Interessanter Link, danke.
        Ja, eine Bilanz wäre schön – aber für kleine Hinweise wie dieser und wie sie viele Tage in Schriftform kommen, sind wir auch schon sehr dankbar -:)

        • Frank Says:

          Zum Link: Im Nachlesen fällt ein, man muß bei allen Berichten, auch diesem von 1947, mit 14 Jahren Abstand und durch die Brille der deutschen Niederlage (Wendehälse + Psychologie), immer Zweifel an der Korrektheit haben. Alles andere wäre naiv. Kann (und wird) natürlich gut und gerne stimmen. Etwas anderes sind die ausgegrabenen Phosphorbomben, so etwas sind echte Beweise.
          „Dabei schlug er (Hitler) sich kraftig auf das Knie, sprach immer schneller und schaukelte sich in eine solche Wut hinauf, daß mir nichts ubrig blieb, als zu verstummen und mich zu verabschieden.“

  7. Peter Nasselstein Says:

    Wer soll das von Rathburn alles anschauen? Das hier faßt das ganze gut zusammen: nicht nur Scientology ist die organisierte Emotionelle Pest, sondern auch die Gutmenschen von Antiscientology:

  8. Peter Nasselstein Says:

    Das Böse in der Welt… Kann mit jemand den Unterschied zwischen Hitler und Churchill erklären?

  9. Tzindaro Says:

    Some people in Rotterdam are still angry at the British for bombing the homes of dockworkers near the port during the war. More than 2,000 Dutch civilians were intentionally killed by the Royal Air Force.

  10. Peter Nasselstein Says:

    Wenn Menschen ausradiert werden wie Insekten:

    http://news-for-friends.de/geschichtsluege-entlarvt-britische-phosphorbomben-bei-augsburg-gefunden/

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.


%d Bloggern gefällt das: