Kann Peter für die Orgonomie sprechen? (Teil 1)

Ab und an wird mir vorgehalten, ich würde mir anmaßen für die Orgonomie zu sprechen. Tatsächlich zucke ich selbst manchmal schuldbewußt zusammen, wenn ich als „Homepage der Orgonomie“ daherkomme, aber dieses Projekt (anfangs natürlich offline!), in dem der Leser diese Zeilen liest, ist fast 40 Jahre alt und Dinge, die ich im jugendlichen Überschwang in Gang gesetzt habe, kann ich nicht zurückholen. Heute würde ich weitaus kleinere Brötchen backen. Andererseits: lieber ICH habe http://www.orgonomie.net als irgendjemand anderes in Deutschland! Man weise mir doch bitte in den zig tausend (sic!) von mir veröffentlichten Druckseiten zur Orgonomie auch nur einen einzigen substantiellen Fehler oder besser gesagt eine einzige substantielle Entstellung der Orgonomie nach!

Ich hätte auch gerne meinen Namen draußen vor gelassen und mich, wie fast alle anderen, hinter einem Pseudonym versteckt, doch das war wegen der langen Geschichte dieses Projekts (fast vier Jahrzehnte!) nie eine Option. Presserecht und vor allem Kontinuität! Als Anonymous hätte ich nämlich anfänglich gar keine Leser gehabt!

Die Orgonomie ist eine Wissenschaft und ich habe das gleiche Recht über sie zu schreiben, wie ich das Recht habe über Biologie, Physik oder Astronomie zu schreiben. Wer sollte es mir verwehren etwa http://www.soziologie.net zu kaufen und mich über die Soziologie von Durkheim bis heute auszulassen – solange ich nicht kompletten Unsinn verzapfe? Und selbst das (ein Auftrumpfen aus dem Nichts kommend) habe ich, wie gesagt, mit der Orgonomie nicht getan, denn meine Netzseite und der Blog sind nicht „vom Himmel gefallen“, sondern organisch gewachsen. Ich verbitte mir Vorhaltungen von Leuten, die noch nicht mal geboren waren, als ich anfing mich mit Reich zu beschäftigen, und die, wie alle bisherige Erfahrung zeigt, in wenigen Jahren nichts mehr mit Reich am Hut haben werden!

Und, gemach, daß und vor allem WIE meine ganz persönliche Neurose (charakterliche Abwehr) in diesem Blog auf denkbar fundamentale Weise zum Ausdruck kommt, ist mir schmerzlich bewußt.

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5 Antworten to “Kann Peter für die Orgonomie sprechen? (Teil 1)”

  1. claus Says:

    „Ab und an wird mir vorgehalten, ich würde mir anmaßen für die Orgonomie zu sprechen.“
    Unsinn. Diesen Vorwurf könnte man ebenso einem Herrn bei Köln, einer Dame bei Heidelberg, einem ehem. Prof. in Berlin und einer W-G-Gesellschaft in Berlin machen. Es bleibt keinem Leser erspart, sich mit dem Überfluss an Sichtweisen auseinanderzusetzen. Deswegen finde ich Logik, Semantik und Wissenschaftstheorie so nützlich. So werden nicht durch die Idee eines ‚orgonomischen Funktionalismus‘ ersetzt. Jeder müsste sich bemühen, die Plausibilität von Schlüssen zu beurteilen. Dafür braucht man eine Metaebene.

  2. O. Says:

    Ja, Peter will, kann und spricht für die Orgonomie, das ist hier bewiesen. Andere – hier nicht genannte – wollen, aber können nicht für die Orgonomie sprechen, was sie widerum schmerzlich unter Beweis stellen, mit jedem Sprech- und Schreibakt.

    Und wer da etwas vorzuhalten hat, würde mich nur interessieren, wenn diese Person mich interessieren würde.

    Außerdem ist jede auch unqualifizierte Vorhaltung eine Anerkennung. Und möge es dem Kritiker auch richtig stören und jucken, so mag es das eigene Herz erfreuen. Zu bedauern wäre nur die „Anerkennnung“ und der Diskurs von jedermann/-frau; nicht zu wünschen wäre vor allem eine Anerkennung von Menschen, die nicht annähernd das ausreichende Niveau besitzen, sich qualifiziert zu äußern. Eine Diskussion ist daher nur mit bestimmten Personen erfreulich, auch wenn diese Positionen differieren mögen.
    Dies folgt dann einem dialektischen Prozess, der Königsdisziplin von Reich und anderen Denkern seiner Zeit.

    @Claus:
    „Es bleibt keinem Leser erspart, sich mit dem Überfluss an Sichtweisen auseinanderzusetzen.“ – In der Sache ist es ganz einfach. Am besten nichts im Internet über Reich zu suchen, dann ist man auf der sicheren Seite.

  3. O. Says:

    Klicke, um auf hdobespr3.pdf zuzugreifen

    Ich habe den Link oben nochmal stelleweise überlesen. Wenn ich die Protagonisten nicht kennen würde und nicht bei den einschlägigen Dingen dieser Entwicklung dabei gewesen wäre und nicht wüßte, dass alles nur Prosa ist, frei erfundener Unsinn, würde ich alles „Wissenschaftliche“ für so verwirrend halten, dass mir die Orgonomie an einem nicht benannten Körperteil vorbei gehen würde.

    Es gibt nur einen Sinn dieser Darstellungen, die sich selbst überschätzende Selbstdarstellung der Beteiligten und ihr versteckten Fake über das, was sie für Orgonforschung halten.

    Aber das Ziel dieser sinnfreien Diskussion wird klar: Reich wegwischen, egal wie. Und psychologisch gefragt: Vor was haben diese Personen Angst? – Die Antwort wäre mir auch egal.

    Mein Rat: Don´t believe the net.

  4. Robert (Berlin) Says:

    Es sollte nicht unerwähnt bleiben, wie vielen Menschen du mit diesem Blog geholfen und Orientierung gegeben hast.

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