Posts Tagged ‘Wilhelm Reich’

Buchrezension: Wilhelm Reich, Life Force Explorer

21. November 2020

von Paul Mathews, M.A., Brooklyn, N.Y.

 

Wilhelm Reich, Life Force Explorer. Von James Wyckoff. Greenwich, Conn.: Fawcett Publications, Inc., 1973, 144 S., 95¢.

 

Der Autor dieses Buches ist ein Mann, der eine Vielzahl von Berufen ausgeübt hat, darunter „Cowboy, Landstreicher, Totengräber, Grubenarbeiter und Wanderarbeiter in den 30er Jahren“*. Nachdem er während des Zweiten Weltkriegs für eine psychiatrische Abteilung eines Krankenhauses der US-Armee verantwortlich war, veröffentlichte er einen Roman über seine Erfahrungen mit dem Titel The Middle of Time (jetzt vergriffen), der Wilhelm Reich und einem anderen Orgonomen gewidmet war. Er hat auch ein Buch für Kinder, einige Western und einige Kurzgeschichten veröffentlicht. Gegenwärtig ist er Herausgeber einer bekannten Kinderzeitschrift und einiger Ratgeberbücher. Bei einem so interessanten und schriftstellerischen Hintergrund ist es nicht verwunderlich, dass es ihm gelungen ist, eine so lesenswerte Darstellung über Wilhelm Reich zu verfassen, wenn auch eher anspruchslos. Trotzdem ist es für seinen Umfang überraschend ausführlich.

In seinem Vorwort stellt Herr Wyckoff fest:

Dieses Buch ist keine abschließende Abhandlung über Wilhelm Reich. Es ist nicht einmal das, was man eine Standardbiographie nennt. Vielmehr habe ich niedergeschrieben, wie ich einige von Reichs Ideen verstehe, insbesondere derjenigen, die Energie, die Lebensenergie, betreffen. Das Buch ist eine Annäherung, eine Suche, eine Frage. Wer war Wilhelm Reich und worum ging es ihm?

Wie der Autor so ehrlich gesagt hat, handelt es sich also auch hier um eine Art „persönliche Biographie“a, die subjektiv ist und in einem erzählerischen, fast fiktionalen Stil geschrieben ist, nicht unähnlich den medizinischen und wissenschaftlichen Biographien von Paul de Kruifb (Microbe Hunters, Hunger Fighters etc.). Dieses Buch hat eine anheimelnde Weisheit an sich und bewegt sich manchmal am Rande mystischer Beweihräucherung. Aber innerhalb seines begrenzten Umfangs ist es gut dokumentiert, mit zahlreichen Hinweisen auf Einflüsse auf Reich als auch auf bestimmte periphere Verbindungen, sprich die Beziehung großer Denker, bestimmter Mystiker usw. zu Reichs funktionellen, wissenschaftlichen Erkenntnissen. Darüber hinaus versucht der Autor immer dann, wenn er eine Meinung oder Beobachtung äußert, diese durch direkte, kontextbezogene und unentstellte Zitate von Reich rational zu untermauern.

Ich fand das Buch sehr lesenswert und interessant. Es war auch eine Erleichterung und ein Vergnügen, etwas über Reich zu lesen, das seine geistige Gesundheit letztendlich nicht in Frage stellt. Dies ist also die erste anständige, popularisierte Version von Reich – ein Geheimtipp!

 

Anmerkungen

* Aus einer persönlichen Mitteilung des Autors.

 

Anmerkungen des Übersetzers

a Anspielung auf Ilse Ollendorffs „personal biography of Reich“ [PN]

b Paul Henry De Kruif (1890 – 1971) war ein US-amerikanischer Mikrobiologe und Autor mehrerer populärer Werke.
 

Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Charles Konia.
Journal of Orgonomy, Jahrgang 7 (1973), Nr. 2, S. 271-272.
Übersetzt von Robert (Berlin)

Bezüglich Reichs SEX-POL ESSAYS, 1929-1934 (Teil 1: Sharaf)

12. November 2020

Brief an den Herausgeber [des Journal of Orgonomy] von Myron R. Sharaf, Ph.D., 1. Juli 1973
 

In seiner Besprechung der Sex-Pol-Essays, 1929-1934 von Wilhelm Reich (herausgegeben von Lee Baxandall), im Journal of Orgonomy, Vol. 7, Nr. 2a, macht Paul Mathews zu Recht auf die tendenziöse Verwendung dieser Schriften durch den Herausgeber für politische Zwecke aufmerksam. Wenn Mathews seine Rezension jedoch auf diesen Punkt konzentriert, unterschätzt er meiner Meinung nach die Bedeutung der Schriften selbst.

Mathews erwähnt, dass die Schriften von „historischem Interesse“ sind und dass sie offenbaren, wie „Reichs funktionelles Denken in das, was er als das fehlerhafte Denken und die fehlerhaften Schlussfolgerungen dieser Periode betrachtete, eindrang“ (S. 122). Die Aufsätze – insbesondere „Dialektischer Materialismus und Psychoanalyse“ – zeigen jedoch auch, wie brillant Reich die richtigen Einsichten von Marx und Engels genutzt und erweitert hat. Als Reich 1927 sein ernsthaftes Studium des Marxismus begann, war sein eigenes Werk (vgl. Die Funktion des Orgasmus, 1927) an einem Punkt angelangt, an dem er sich auf eine tiefgreifende Kritik statischer psychoanalytischer Konzepte bezüglich „Kultur“ und „menschlicher Natur“ zubewegte. Bei Marx und Engels fand Reich eine dynamische Denkmethode, die den sozialen und kulturellen Wandel betonte und damit die Veränderung der „menschlichen Natur“. Er griff zu mächtigen konzeptionellen Waffen, die er weiter verfeinerte, um die damals vorherrschende psychoanalytische Tendenz zu bekämpfen, soziale und biologische Faktoren zu „psychologisieren“.

Noch im Jahre 1946, also lange nach der Veröffentlichung wichtiger Arbeiten über Orgonenergie, schrieb Reich, dass „der dialektische Materialismus, wie er von Engels skizziert wurde … sich zum biophysikalischen Funktionalismus entwickelte“ (The Mass Psychology of Fascism, 3. Auflage, 1946, S. xxi)b. Und im gleichen Vorwort schreibt Reich, dass „die Psychoanalyse der Vater und die Soziologie die Mutter der Sexualökonomie ist“ (S. xix)c. Im Zusammenhang ist klar, dass Reich mit „Soziologie“ insbesondere den Marxismus meinte.

Wir brauchen dringend sorgfältige Studien über den Einfluss von Marx auf Reich, z.B. die Ähnlichkeiten als auch die Unterschiede, nicht nur in der Auffassung des Gesellschaftlichen, sondern ebenso in der Denkweise der beiden Männer. Die Veröffentlichung einiger der wichtigsten Sex-Pol-Essays von Reich in einer guten englischen Übersetzung erleichtert diese Art von Studium erheblich. Die Fehler von Marx und die späteren abscheulichen Verzerrungen seiner Gedanken (z.B. der Stalinismus und die Angriffe von „Marxisten“ und „Neomarxisten“ auf die Orgonomie) sollten uns nicht von solch genauen Untersuchungen abhalten.

Um eine Analogie zu verwenden, die auf der Beziehung zwischen Freud und Reich basiert: Psychoanalytiker irren sich gewaltig, wenn sie Reichs analytische Beiträge in den 1920er Jahren als seine „guten“ Publikationen ansehen, denen später eine Degeneration folgte. So auch die „Neue Linke“, wenn sie Reichs Engagement für die marxistischen Parteien in den frühen 1930er Jahren verherrlicht und die späteren Entwicklungen seines wissenschaftlichen und sozialen Denkens verunglimpft. Diejenigen von uns, die seine Arbeit in ihrer Gesamtheit schätzen, irren sich jedoch, wenn wir Marxens Einfluss auf Reichs Entwicklung minimieren, wie wir es auch tun würden, wenn wir den enormen Einfluss von Freud herunterspielten.

 

Anmerkungen des Übersetzers

a Muss Nr. 1 heißen.

b Die Massenpsychologie des Faschismus, Köln 1986, S. 24. „Der dialektische Materialismus, den Engels in seinem Anti-Dühring in den Grundzügen entwickelt hatte, entwickelt sich zum energetischen Funktionalismus.

c Die Massenpsychologie des Faschismus, Köln 1986, S. 22. „Die Psychoanalyse ist die Mutter, die Soziologie der Vater der Sexualökonomie.“ In der Übersetzung sind Vater und Mutter vertauscht.

 

Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Charles Konia.
Journal of Orgonomy, Jahrgang 7 (1973), Nr. 2, S. 284-285.
Übersetzt von Robert (Berlin)

Zur Entstehungsgeschichte der Orgonomie

2. November 2020

Diese Arbeit von Klaus Heimann spiegelt die Orgonomie in Deutschland bzw. das orgonomische Wissen in Deutschland Mitte/Ende der 1970er Jahre wider. In diese Zeit reichen die Bemühungen zurück, die Orgonomie in Deutschland, nach der restlosen Zerstörung erster Anfänge auf deutschem Boden, die 1933 erfolgte, erneut zu etablieren. Das damalige orgonomische Wissen ist der Ausgangspunkt des NACHRICHTENBRIEFes und sollte deshalb von jedem, der neu zu unseren Netzseiten stößt, als Einführung gelesen werden, damit wir alle eine gemeinsame Grundlage haben. Klaus Heimanns Arbeit hat den Zauber des Anfangs an sich und möge in einer neuen Generation das Feuer von neuem entzünden:

ZUR ENTSTEHUNGSGESCHICHTE DER ORGONOMIE von Klaus Heimann

Videos über WILHELM REICH UND DIE ORGONOMIE

22. Oktober 2020

 

  1. Wilhelm Reichs Anfangs- und Kriegsjahre https://youtu.be/ZD2quts56U8

 

  1. Wilhelm Reichs frühes Sexualleben https://youtu.be/8gIMuPQNQUc

 

  1. Der triebhafte Charakter https://youtu.be/zt0TfM4PRLc

 

  1. Der triebgehemmte Charakter https://youtu.be/qWS5YHijjvk

 

  1. Die Funktion des Orgasmus und Wilhelm Reichs politische Radikalisierung https://youtu.be/rSus0KSoG3g

 

  1. Wilhelm Reich in Berlin https://youtu.be/c5MSb837mRA

 

  1. Sexualökonomische Lebensforschung https://youtu.be/_l3IWvzdv44

 

  1. Die Entdeckung der Orgonenergie https://youtu.be/q9tMo7jJnw8

 

  1. Die organismische Orgonenergie https://youtu.be/m7uNAcciWPs

 

  1. Orgontherapie https://youtu.be/jny5jP5aJ34

 

  1. Die Krebsschrumpfungsbiopathie https://youtu.be/JJ0EMU7zVe4

 

  1. Die atmosphärische Orgonenergie https://youtu.be/uQy-Pbg5fIE

 

  1. Wilhelm Reich im Dunkelraum https://youtu.be/maMhq6g8tDo

 

  1. Die atmosphärische Pulsation https://youtu.be/DK13QFJbT0g

 

  1. Der Orgonakkumulator https://youtu.be/2IwObk-j-Yw

 

  1. Orgonenergie und Licht https://youtu.be/fd_u-P1_R3E

 

  1. Die kosmische Überlagerung https://youtu.be/h9t-Rk5jDyY

 

  1. Die Panzersegmente und die Biopathien https://youtu.be/W_scZxb-1_k

 

  1. Orgonenergie und Gravitation https://youtu.be/bl6AkOgpCFM

 

  1. Der orgonomische Funktionalismus und die Arbeitsdemokratie https://youtu.be/_dgvYQ8bM7U

 

  1. Die sexuelle Revolution https://youtu.be/gRahO4cePHM

 

  1. Der Einbruch der sexuellen Zwangsmoral https://youtu.be/PBYNUgRzNHA

 

  1. Die Kinder der Zukunft https://youtu.be/iDXQVnk2nM4

 

  1. Was ist Gesundheit? Der genitale Charakter https://youtu.be/2AM_M90modI

 

  1. Die Emotionelle Pest. Der pestilente Charakter https://youtu.be/k1_2zjjYg7I

 

  1. Die soziopolitische Charakterologie https://youtu.be/dcBUcTDXElI

 

  1. Christusmord https://youtu.be/uviAjfulfYI

 

  1. Das ORANUR-Experiment https://youtu.be/5pqWAnBa2y8

 

  1. DOR und Melanor https://youtu.be/EEVecR7YRAI

 

  1. Die DOR Krankheit https://youtu.be/afTf7yUi7Yc

 

  1. Der OR-DOR-Metabolismus https://youtu.be/vy6eB6s4K6w

 

  1. Kosmisches Orgon-Ingenieurswesen https://youtu.be/i_4zV4ICcOM

 

  1. Physikalische Orgontherapie https://youtu.be/2pdhpFg5qCg

 

  1. Die emotionale Wüste https://youtu.be/PM8aozH-xqo

 

  1. Die Wendung gegen sich selbst https://youtu.be/Mi4LTTU5Lk8

 

  1. OROP Desert Ea https://youtu.be/etbGQecbOI0

 

  1. Der rote Faden der Verschwörung https://youtu.be/AgCyf6ZYuLk

 

  1. Das Angebot der Orgonomie https://youtu.be/t9a1Pp0ZE_8

 

  1. Wie die Welt zu einem besseren Ort machen https://youtu.be/ksbPG9-WLIk

 

  1. Die antiautoritäre Gesellschaft https://youtu.be/j8T_OvQ4FRI

 

  1. Wie politisch ist die Orgonomie? https://youtu.be/c6Ldcx73lCQ

 

  1. Der Baker-DOR-Index https://youtu.be/Je357pZBF-c

 

  1. Der Hintergrund des Weltgeschehens https://youtu.be/0pY8Lm7kapk

 

  1. Das funktionelle Denken https://youtu.be/hThW8R9IsYE

 

  1. Die drei Arten des Denkens https://youtu.be/X0xU2dHzWXI

 

  1. Nicht alles ist Bewegung https://youtu.be/CmTSIbkMBx8

 

  1. Orgonbiophysik und Evolutionsbiologie https://youtu.be/OseTylzYeQ4

 

  1. Der Funktionsbereich koexistierende Wirkung https://youtu.be/dyaeGZ22L4Y

 

  1. Reich und die Begründer anderer psychotherapeutischer Schulen https://youtu.be/BjiJ7T0AHkM

 

  1. Reich und Marx https://youtu.be/famwhoOOI2k

 

  1. Orgonomie und Religion https://youtu.be/j6DX35DbYsE

 

  1. Der Hinduismus https://youtu.be/aQE0sLZrfnQ

 

  1. Die Massenpsychologie des Antirassismus https://youtu.be/VnhPt7u5JLQ

 

  1. Primäre und sekundäre Triebe https://youtu.be/mmA4vtLIScE

 

  1. Reichs politische Entwicklung (Teil 1) https://youtu.be/DzfGpAuEIG8

 

  1. Reichs politische Entwicklung (Teil 2) https://youtu.be/ce3htEcLnfI

 

  1. Reichs psychotherapeutische Entwicklung https://youtu.be/1Ls0iCGvRCQ

 

  1. Reichs medizinische Entwicklung https://youtu.be/n3WfULND9Vs

 

  1. Reichs wissenschaftliche Entwicklung https://youtu.be/M1XqOS6A8XI

 

  1. Reichs persönliche Entwicklung https://youtu.be/ZTtpw713L18

 

  1. Reich und Nietzsche https://youtu.be/8iUsRk8KRvw

 

  1. Reich und Christus https://youtu.be/b2lxGD45cIA

 

  1. Wilhelm Reichs Denkmethode (Teil 1) https://youtu.be/8T4K-8ZX4kE

 

  1. Wilhelm Reichs Denkmethode (Teil 2) https://youtu.be/bBou3A_RyPw

 

  1. Wilhelm Reichs Denkmethode (Teil 3) https://youtu.be/yJEpdVlscUk

 

  1. Wilhelm Reichs Denkmethode (Teil 4) https://youtu.be/QZW2qxEwSDI

 

  1. Wilhelm Reichs Denkmethode (Teil 5) https://youtu.be/VranQn8eics

 

  1. Wilhelm Reichs Denkmethode (Teil 6) https://youtu.be/JGUMzafWtT4

 

  1. Wilhelm Reichs Denkmethode (Teil 7) https://youtu.be/I4HCaJZukK8

 

  1. War Wilhelm Reich Atheist? https://youtu.be/_VmzsbwoL_c

 

  1. Wilhelm Reich und Bernd Laska https://youtu.be/G4Qu0Ff6rRY

 

  1. Wilhelm Reich und Elsworth F Baker https://youtu.be/jaPSqFsdX7g

 

  1. Wilhelm Reich und Jerome Eden https://youtu.be/2SHRxT8isEY

 

  1. Wilhelm Reich und Charles Konia https://youtu.be/VcBxtZ2mnpI

 

  1. Wilhelm Reich und James DeMeo https://youtu.be/eMq6-ZboZhs

 

  1. Die „multikulturelle“ Pseudo-Orgonomie https://youtu.be/7B7aOfuJteI

 

  1. Die Grundpfeiler der Orgonomie https://youtu.be/niaAV1lz4fE

 

  1. Die fünf Teilbereiche der orgonomischen Wissenschaft https://youtu.be/vUsC26uw840

 

  1. Wilhelm Reichs naturwissenschaftlicher Ansatz https://youtu.be/_U93DcWnvVI

 

  1. Wilhelm Reich und Alex Jones https://youtu.be/oavmwA8AHkw

 

  1. Die pestilente Elite https://youtu.be/24FLux0ERWA

 

  1. Wilhelm Reich und das Orgon https://youtu.be/-8FN8CTFkaY

 

  1. Wilhelm Reich und die drei Tabus https://youtu.be/Hu_61lkdlYk

 

  1. Elsworth F. Bakers Weiterentwicklung der Orgonomie https://youtu.be/x6xufbnXecE

 

  1. Die Ideale des gepanzerten Lebens https://youtu.be/iuw8jecl9CY

 

  1. Nicht alles ist „Energie“ https://youtu.be/h9GElJoU9TM

 

  1. Was unterscheidet das Orgon vom Äther und von Prana, Chi, etc. https://youtu.be/y7olkRO6aws

 

  1. Wo sind die orgastisch potenten Orgontherapeuten und -patienten? https://youtu.be/A1LJcbz69RA

 

  1. Warum kommt die Orgonomie auf keinen grünen Zweig? https://youtu.be/_k75Y3qZneQ

 

  1. Die drei Arten von Autonomie https://youtu.be/CYACGMHwq-c

 

  1. Was ist Gewissen? https://youtu.be/BkAQy43530c

 

  1. Wilhelm Reichs DER ORGONENERGIE AKKUMULATOR Teil 1 https://youtu.be/eBxgdIEl8P8

 

  1. Wilhelm Reichs DER ORGONENERGIE AKKUMULATOR Teil 2 https://youtu.be/LBwlxTwh0dg

 

  1. Wilhelm Reichs DER ORGONENERGIE AKKUMULATOR Teil 3 https://youtu.be/Gb0otPDAeao

 

  1. Wilhelm Reichs DER ORGONENERGIE AKKUMULATOR Teil 4 https://youtu.be/njdPmr4iQjs

 

  1. Wilhelm Reichs DER ORGONENERGIE AKKUMULATOR Teil 5 https://youtu.be/Xfw5zTyyX2M

 

  1. Wilhelm Reichs DER ORGONENERGIE AKKUMULATOR Teil 6 https://youtu.be/vX9bMguzmOk

 

  1. Wilhelm Reichs DER ORGONENERGIE AKKUMULATOR Teil 7 https://youtu.be/9_9v6P0FjmQ

 

  1. Wilhelm Reichs DER ORGONENERGIE AKKUMULATOR Teil 8 https://youtu.be/AFJoiCgZ5sA

 

  1. Wilhelm Reichs DER ORGONENERGIE AKKUMULATOR Teil 9 https://youtu.be/uS4_hrF-YNE

 

  1. Wilhelm Reichs DER ORGONENERGIE AKKUMULATOR Teil 10 https://youtu.be/9XEG63XVJZA

 

  1. Wilhelm Reichs DER ORGONENERGIE AKKUMULATOR Teil 11 https://youtu.be/gjk3phvRo8Y

 

  1. Wilhelm Reichs DER ORGONENERGIE AKKUMULATOR Teil 12 https://youtu.be/7vvA6QumLuY

 

  1. Wilhelm Reichs DER ORGONENERGIE AKKUMULATOR Teil 13 https://youtu.be/Blql1Wl7_g4

 

  1. Wilhelm Reichs DER ORGONENERGIE AKKUMULATOR Teil 14 https://youtu.be/BoTUeJdP5iY

 

  1. Wilhelm Reichs DER ORGONENERGIE AKKUMULATOR Teil15 https://youtu.be/Nx1YPzUYd4c

 

  1. Wilhelm Reichs DER ORGONENERGIE AKKUMULATOR Teil 16 https://youtu.be/n98pIviTVls

 

  1. Wilhelm Reichs DER ORGONENERGIE AKKUMULATOR Teil 17 https://youtu.be/tgqPrGmbazE

 

  1. Wilhelm Reichs DER ORGONENERGIE AKKUMULATOR Teil 18 https://youtu.be/iixx2aZJQhk

 

  1. Wilhelm Reichs DER ORGONENERGIE AKKUMULATOR Teil 19 https://youtu.be/EYC6JczB8qk

 

  1. Wilhelm Reichs DER ORGONENERGIE AKKUMULATOR Teil 20 https://youtu.be/ufx_pMnrpB4

 

  1. Wilhelm Reichs DER ORGONENERGIE AKKUMULATOR Teil 21 https://youtu.be/1Zo-FqqvCS4

 

  1. Wilhelm Reichs DER ORGONENERGIE AKKUMULATOR Teil 22 https://youtu.be/re7z_q-nPrM

 

  1. Wilhelm Reichs DER ORGONENERGIE AKKUMULATOR Teil 23 https://youtu.be/NnJIItwc6m0

 

  1. Wilhelm Reichs DER ORGONENERGIE AKKUMULATOR Teil 24 https://youtu.be/BAda342bfb0

 

  1. Wilhelm Reichs DER ORGONENERGIE AKKUMULATOR Teil 25 https://youtu.be/xFBRoI1y2dw

 

  1. Wilhelm Reichs DER ORGONENERGIE AKKUMULATOR Teil 26 https://youtu.be/ahUa1vw1TQg

 

  1. Wilhelm Reichs DER ORGONENERGIE AKKUMULATOR Teil 27 https://youtu.be/4v9gifbO_Ww

 

  1. Wilhelm Reichs DER ORGONENERGIE AKKUMULATOR Teil 28 https://youtu.be/6Ww4t32ibmc

 

  1. Wilhelm Reichs DER ORGONENERGIE AKKUMULATOR Teil 29 https://youtu.be/Tgqd8Q7Tdsw

 

  1. Wilhelm Reichs DER ORGONENERGIE AKKUMULATOR Teil 30 https://youtu.be/hP-QsZ4W2ww

 

  1. Wilhelm Reichs DER ORGONENERGIE AKKUMULATOR Teil 31 https://youtu.be/s5KBvTC65H0

 

  1. Wilhelm Reichs DER ORGONENERGIE AKKUMULATOR Teil 32 https://youtu.be/bXBoPotp65s

 

  1. Wilhelm Reichs DER ORGONENERGIE AKKUMULATOR Teil 33 https://youtu.be/Iz_6dJFMG04

 

  1. Orgontherapie, die Kinder der Zukunft und die Emotionelle Pest https://youtu.be/PhAZSwLSFCw

 

  1. Orgonomie: materialistisch oder idealistisch? https://youtu.be/JGZSF9tSXiM

 

  1. Haß und Hetze https://youtu.be/ZzXy1K8sQ4M

 

  1. Wilhelm Reich und der Kommunismus (Teil 1) https://youtu.be/wmHhC-jPPfA

 

  1. Wilhelm Reich und der Kommunismus (Teil 2) https://youtu.be/wQicVTYlLD0

 

  1. Gott und die Welt https://youtu.be/xnrHxPX-q9k

 

  1. Die Bühne und die Wiese https://youtu.be/1aEiQHnADEk

 

  1. Der Untergang des Westens https://youtu.be/-y3ETxnNdHQ

 

  1. Humor https://youtu.be/BVG5z5sPnVk

 

  1. Die Jahreszeiten https://youtu.be/HXzq-NQaBdU

 

  1. Internationalismus vs Nationalismus https://youtu.be/4cejW16uHOI

 

  1. Deutschland als orgonotische Funktion https://youtu.be/wElJMAiX-zE

 

  1. Furor Teutonicus https://youtu.be/2cM_qqVgsm0

 

  1. Der Gebrauch unserer Vernunft https://youtu.be/ADJfV5G1AOI

 

  1. Liebe https://youtu.be/_vUPA1U0yn4

 

  1. Animismus und Christentum Teil 1 https://youtu.be/B_SDrzx1RIA

 

  1. Animismus und Christentum Teil 2 https://youtu.be/7PZw4DSENug

 

  1. Animismus und Christentum Teil 3 https://youtu.be/AhFcrDVlTrE

 

  1. Der Sinn des Lebens https://youtu.be/BUy7SjylufI

 

  1. Warum wurde Deutschland Opfer der Emotionellen Pest https://youtu.be/qEflAQ72bpQ

 

  1. Der Holocaust https://youtu.be/-PYZzlZSaBA

 

  1. Wer sind die Weltverschwörer? https://youtu.be/HLFLU2fXWUo

 

  1. Das American College of Orgonomy https://youtu.be/rbz-dKYKLSc

 

  1. Rechtsstaat oder Tyrannei https://youtu.be/zgQyqLqaUs4

 

  1. Unsere Migrationsgeschichte https://youtu.be/nR3C_XXl8pY

 

  1. Marx, Lenin, Stalin https://youtu.be/-eUAixuKBHo

 

  1. Wie funktioniert die Regierung? https://youtu.be/wdHMD1awMcg

 

  1. Das Geheimnis der Viren https://youtu.be/jZ7nMw03V6g

 

  1. Orgonomischer Funktionalismus. Das Phänomen Langeweile https://youtu.be/HOoco_Rgepo

 

  1. Warum die Meinungsfreiheit im Weltnetz beschnitten wird? https://youtu.be/dTzmtQaWuic

 

  1. Was mir bei Wilhelm Reich auf den Keks geht https://youtu.be/-qdMZAuVMbI

 

  1. Was mir beim NACHRICHTENBRIEF auf den Keks geht https://youtu.be/76R8-Grqpjs

 

  1. Die Entwertung des Seins https://youtu.be/zsT_MI3GCGo

 

  1. Wie erkennt man ein kommunistisches Regime? https://youtu.be/CIB5dgUZOhk

 

  1. Was ist die Wahrheit? https://youtu.be/bUo8wdYlADc

 

  1. Was ist die Gegenwahrheit? https://youtu.be/nMTeeC_qPuc

 

  1. Die oberflächliche Wahrheit und die tiefe Wahrheit https://youtu.be/_Q8TtldB7MU

 

  1. Die Lösung des Rätsels Angela Merkel https://youtu.be/QJpHrigtFzs

 

  1. Warum tolerieren die Massen Politik, Gesetzesflut und Bürokratie https://youtu.be/gnWUQwxwA5w

 

  1. Die eingebaute Linksdrift der digitalen Welt https://youtu.be/KhMAZBpr7cc

 

  1. Die nächste industrielle Revolution https://youtu.be/9pEXXtF2d_s

 

  1. Autonomie https://youtu.be/O3qOFHaQr5s

 

  1. Schauspiel, Gott, Dialektik und der Nachrichtenbrief https://youtu.be/Ioek7q_91vI

 

  1. Donald Trump und Peter Nasselstein https://youtu.be/dkJNABr4qaM

 

  1. Die Lüge des Atheismus https://youtu.be/KZGGrTkEYro

 

  1. Wilhelm Reich und Jesus Christus https://youtu.be/blF3YpIFplg

 

  1. Die Spezielle Relativitätstheorie und das Orgon https://youtu.be/WwbBH-IgY_8

 

  1. Die Allgemeine Relativitätstheorie und das Orgon https://youtu.be/SqEJRqLQvTY

 

  1. Die Quantenmechanik und das Orgon https://youtu.be/67LGCZ1G2RY

 

  1. Das Höllenreich https://youtu.be/RNkLZHfrj9A

Buchbesprechung: THE MASS PSYCHOLOGY OF FASCISM (Teil 1)

17. Oktober 2020

von Paul N. Mathews, A.o. Prof. für Allgemeinpädagogik, New York University, und Sprachkliniker

 

The Mass Psychology of Fascism. Von Wilhelm Reich. Neu übersetzt aus dem Deutschen von Vincent R. Carfagno. New York: Farrar, Straus & Giroux, 1970, 400 S. Leinen 8,95$; Karton 3,25$.

 

Es ist zweifellos ein Meisterwerk und war viel zu lang vergriffen, Wilhelm Reichs berühmtestes gesellschaftspolitisches Buch Die Massenpsychologie des Faschismus. Es ist gut, es wieder zu haben, besonders in diesen Zeiten. Die Massenpsychologie des Faschismus ist der funktionelle Eckpfeiler von Reichs gesellschaftspolitischem Denken und meiner Meinung nach die klarste und tiefgründigste Darstellung der Kräfte, die unsere soziopolitischen Strukturen formen und bewegen. Daneben bietet es das, was ich für den einzig realistischen Ansatz zur sozialen Organisation halte in Form dessen, was Reich „Arbeitsdemokratie“ nannte.

Erstmals in den frühen 1930er Jahren konzipiert, spannte es einen Bogen vom Aufstieg Hitlers in Deutschland bis zum Stalinismus in der Sowjetunion und enthielt neben sexualökonomischen Konzepten auch viele marxistische Begriffe und Ideen. Es wurde 1933 veröffentlicht, eine zweite Auflage erschien 1934 in Dänemark. Die Nazis verboten das Buch 1935 und die kommunistische Führung prangerte es als „konterrevolutionär“ an. Schon vor der Veröffentlichung von Massenpsychologie des Faschismus hatten sozialistische und kommunistische Organisationen den Vertrieb von Reichs Sexpol-Publikationen verboten und sein Leben war voraussichtlich bedroht, „sobald der Marxismus zur Macht in Deutschland gelangte“ (1, S. xx)a. Nachdem eine englische Ausgabe gefordert wurde, begann Reich 1942 mit der Arbeit an einer Überarbeitung und die dritte überarbeitete Ausgabe, übersetzt von Dr. Theodore P. Wolfe, erschien 1946. Für diese Revision hielt es Reich für notwendig, eine Reihe schwerwiegender Denkfehler zu korrigieren, die auf marxistischen Konzepten und Begriffen beruhten und in den frühen Ausgaben um sich griffen. Jedes sexualökonomische Konzept war gültig geblieben, hatte den Test der Zeit standgehalten, während jede marxistische Idee eliminiert und durch funktionelle Konzepte und Begriffe ersetzt werden musste. So wurde der Versuch einer Synthese von Marxismus und Tiefenpsychologie, wie er bereits seit einigen Jahren im Denken Reichs vorhanden gewesen war, dauerhaft verworfen und im Druck beseitigt.

 

Anmerkungen des Übersetzers

a Wilhelm Reich, Die Massenpsychologie des Faschismus, Kiepenheuer & Witsch, Köln 1986, S. 19.

 

Literatur

1. Reich, W.: The Mass Psychology of Fascism. Translated by Theodore P. Wolfe, M.D. New York: Orgone Institute Press, 1946.

 

Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Charles Konia.
Journal of Orgonomy, Jahrgang 5 (1971), Nr. 1, S. 107-112.
Übersetzt von Robert (Berlin)

Eine Hommage an Elsworth F. Baker, M.D. (Teil 2)

7. Oktober 2020

von Paul Mathews, M.A.

 

Reich erkannte schon früh das Kaliber von Dr. Baker und ernannte ihn unter anderem zum Präsidenten der Wilhelm Reich Foundation, zum Leiter der diagnostischen Klinik des Orgone Institute in Forest Hills, New York, und zum Herausgeber von Orgonomic Medicine. Seine Fähigkeiten als Kliniker waren so groß, dass Reich ihm die Verantwortung für die Ausbildung der Ärzte übertrug und ihn zum persönlichen Psychiater von Mitgliedern von Reichs Familie machte. Gegenüber dem Begründer der Orgonomie war Baker nie ein „Ja-Sager“, sondern sprach immer ehrlich seine Meinung aus – manchmal beschwor er Zorn herauf, aber immer erweckte er Respekt. Ilse Ollendorff hat in ihrer Reich-Biographie kommentiert, dass Reich Elsworth Baker als einen der „wenigen Arbeiter betrachtete, die verstanden, was er [Reich] tat“.

Nach Reichs Tod, während andere in Panik gerieten, erstarrten oder flohen, ging Elsworth Baker geduldig und ruhig seiner Arbeit des Behandelns, des Ausbildens und des Aufbaus der Orgonomie nach. Seine ruhige Stärke und Autorität zogen viele auf seine Seite und allmählich – im Laufe der Jahre – blühte und entwickelte sich die Orgonomie. Er schwankte nie in dem Vertrauen, das Reich in ihn gesetzt hatte. Er baute die Orgonomie mit einer ständig wachsenden Zahl hochqualifizierter Ärzte und Wissenschaftler wieder auf.

Während der ganzen Zeit hatte er es – wie Reich ihn gewarnt hatte – mit denjenigen in der Orgonomie zu tun, die aus Eifersucht oder aus ihrer eigenen Unfähigkeit zum Handeln versuchten, sein Werk zu zerstören. Es gab diejenigen, die nörgelten und sich beschwerten – entweder tat er zu wenig oder er tat zu viel – entweder hielt er die Orgonomie zu rein oder er kam vom wahren Weg ab. Sie alle gingen, während Dr. Baker beharrlich blieb.

Seine Leistungen waren unglaublich, auch ohne die Tatsache zu berücksichtigen, dass er von morgens bis abends Patienten behandelte und sieben Tage in der Woche arbeitete. Er gründete und redigierte The Journal of Orgonomy. Ein Labor wurde organisiert – das Oranur Research Laboratory. Dr. Bakers heute berühmtes und klassisches Buch Man in the Trap wurde veröffentlicht. Zahlreiche Artikel über klinische Fallstudien, wissenschaftlicher und sozialer Forschung und Kinderbetreuung und -entwicklung wurden veröffentlicht. Kurse und Vorlesungen sowie Konferenzen florierten – an der New York University sowie anderen Hochschulen überall in den Vereinigten Staaten, in Europa und im Nahen Osten. Die Zahl der Schulungen und Seminare nahm zu, um einen kontinuierlichen Strom gut ausgebildeter Therapeuten zu gewährleisten und der Öffentlichkeit die sozialen Erkenntnisse der neuen funktionellen Wissenschaft zu vermitteln. Er gründete die Orgonomic Research Foundation, die wissenschaftliche Forschung und Publikationen unterstützte und finanzierte. Dann, 1968, gründete er das American College of Orgonomy – eine Dachorganisation der verschiedenen medizinischen, wissenschaftlichen und sozialen Disziplinen der Orgonomie – die die höchsten Standards für Leistungen auf diesem Gebiet setzt. Um sicherzustellen, dass nur die bestqualifizierten Ärzte für die Ausübung der medizinischen Orgonomie zertifiziert werden, gründete er das American Board of Medical Orgonomy.

 

Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Charles Konia.
Journal of Orgonomy, Jahrgang 19 (1985), Nr. 2, S. 165-168.
Übersetzt von Robert (Berlin)

Eine Hommage an Elsworth F. Baker, M.D. (Teil 1)*

5. Oktober 2020

von Paul Mathews, M.A.

 

Wir sind hier, um das Andenken unseres geliebten Lehrers und Freundes Dr. Elsworth F. Baker zu ehren, der am 2. Juni 1985 verstorben ist. Während wir unseren persönlichen Verlust zutiefst betrauern, versammeln wir uns hier im Bewusstsein, dass Dr. Baker sich dem Leben gewidmet hat – dass wir es in vollen Zügen leben sollten, indem wir uns mit Arbeit, Freude, Vergnügen und Liebe erfüllen. Lassen Sie uns heute unser unglaubliches Glück feiern, die Führung, Weisheit, das Mitgefühl und die Freundschaft dieses wahrhaft großen Mannes gehabt zu haben.

Es hat zwei Giganten der Orgonomie gegeben: Reich, der Entdecker und Gründer, und Elsworth F. Baker, der Reichs Wunsch erfüllte, die Verantwortung für das Überleben und die Entwicklung der Orgonomie nach Reichs Tod zu übernehmen.

Er wurde am 5. Februar 1903 in Summit, South Dakota, in eine Pionierfamilie hineingeboren und wuchs hauptsächlich im Mackenzie-Distrikt der kanadischen Nordwest-Territorien auf, wohin seine Familie zog, als er zwei Jahre alt war. Als Schüler zeigte er von Anfang an Brillanz und schloss die Highschool im Alter von vierzehn Jahren als jüngster seiner Klasse ab. Er erhielt seinen medizinischen Abschluss cum laude 1928 von der Universität von Manitoba in Winnipeg, machte ein Praktikum am Vancouver General Hospital in Vancouver, British Columbia, und zog dann nach New Jersey, wo er eine dreijährige Facharztausbildung in Psychiatrie am Greystone Park State Hospital absolvierte.

In der Folge wurde er sowohl in Wien als auch hierzulande bei Abram Kardinera zum Psychoanalytiker ausgebildet. Später wurde er Leiter der Frauenheilkunde am Marlboro State Hospital in New Jersey und diente als Vorsitzender des Ausschusses für Psychohygiene der Monmouth County Medical Society. Er hatte Mitgliedschaften und Stipendien in vielen medizinischen und wissenschaftlichen Organisationen inne und erhielt zahlreiche Ehrungen für seine Leistungen, darunter eine lobende Erwähnung des Präsidenten anlässlich seines 80. Geburtstages 1983.

Im Laufe seiner frühen Karriere als klassischer Psychiater begann Dr. Baker Ideen und Techniken zu entwickeln, die etwas nahekamen, was er später als Reichs Konzept der Charakteranalyse entdeckte. Als er die Literatur nach Bestätigung seines Denkens durchforstete, stieß er auf Reichs Schriften und wusste sofort, dass dies der Mann war, nach dem er suchte. Obwohl er eine äußerst vielversprechende Karriere in der klassischen Medizin hatte, gab er dennoch den gesicherten Erfolg und sogar eine Führungsrolle auf diesem Gebiet für die Hingabe an Reichs Werk auf. Er wusste sehr wohl um die Gefahren einer Verbindung mit Wilhelm Reich, als er zum Beispiel seine Position im Marlboro State Hospital aufgab, anstatt den Forderungen der Verwaltung nachzukommen, sich von Reich zu distanzieren.
 

Anmerkungen

* Diese Laudatio wurde von Prof. Paul Mathews am 29. Juni 1985 in der St. Peter-Kirche in New York City anlässlich des Gedenkgottesdienstes für Dr. Baker gehalten.

 
Anmerkungen des Übersetzers

a Kardiner, Abraham, 1891-1981, US-amerikanischer Psychiater, Psychoanalytiker und Ethnologe, gilt als Vertreter der Neo-Psychoanalyse. 1930 Mitbegründer des New York Psychoanalytical Institute, der ersten Ausbildungsstätte für Psychoanalyse in den USA. Zusammen mit dem Ethnologen Ralph Linton führte er kulturvergleichende Studien durch und entwickelte die für die Kulturanthropologie wichtigen Begriffe Basispersönlichkeit (basis character structure) und Kulturmuster (pattern). (Quelle: Spektrum)

 

Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Charles Konia.
Journal of Orgonomy, Jahrgang 19 (1985), Nr. 2, S. 165-168.
Übersetzt von Robert (Berlin)

nachrichtenbrief170

13. September 2020

Buchrezension: THE INVASION OF COMPULSORY SEX-MORALITY von Wilhelm Reich (Teil 2)

3. August 2020

von Paul Mathews, Brooklyn, N.Y.

 

Eine relevante Frage ist, warum dieses Buch zu dieser Zeit hätte veröffentlicht werden sollen, sogar vor solchen Werken wie Menschen im Staat (das Reichs Thesen über den Roten Faschismus und das Freiheitshausieren, die in Christusmord dargelegt wurden, ergänzt und mit historischem Material konkretisiert) und Der Krebs (das eines der Eckpfeiler von Reichs orgonomischen Erkenntnissen darstellt).

Mit den vorstehenden Fragen und Vorbehalten beabsichtige ich nicht, den Wert dieses Buches in seinem Kontext herabzumindern. Es ist eine brillante Analyse des Prozesses, der beim Übergang von einem natürlichen, sexuell bejahenden Matriarchat* zu einem sexuell verneinenden Patriarchat stattfindet. Reich hat dabei die klassischen Mythenfunde Bachofens über das Matriarchat und die sexuelle Freiheit genutzt; Morgans Studien über das irokesische Patriarchat und ihr Kreuz-Vetter-Basen-Ehesystem sowie dessen Erkenntnisse über den natürlichen Inzest unter den natürlich organisierten Urhorden; Engels Schlussfolgerungen über das Matriarchat als dem natürlichen Zustand des Menschen; Roheims unabsichtliche Bestätigung von Kreuz-Vetter-Basen-Ehen unter den australischen Ureinwohnern als Merkmal des sexuell verneinenden Patriarchats; und vor allem Malinowskis Studien über das Matriarchat (sic) der Trobriander.

Aus diesen Erkenntnissen schloss Reich, dass das Inzesttabu einen sozialen Ursprung hat. Er stellte fest, dass die ursprünglich inzestuösen matriarchalen Stämme – mit Brüdern und Schwestern als Partner, die gemeinsam Kinder haben – sich in feindselige Clans aufspalteten. Als die Clans sich anfreundeten, wurde die Heirat innerhalb des Clans ausgeschlossen zugunsten von Ehen außerhalb des Clans, was bestimmte Vorteile bot, wie zum Beispiel das Hochzeitsgeschenk. Diese Kreuz-Vetter-Basen-Ehen waren besonders für polygame Häuptlinge von Vorteil, die von den männlichen Verwandten ihrer Frauen großen Reichtum abgreifen konnten. Die Trobriand-Studie bot wertvolle Einblicke in die Verhaltensmuster einer relativ gesünderen Gesellschaft und in die Übergangsprozesse, die vom sexuell bejahenden Matriarchat zu seinem Gegenteil – dem sexuell verneinenden Patriarchat – führen. Reich zeigt, wie die Einbringung eines wirtschaftlichen Faktors in das Trobiand-Muster zu einer genitalen Unterdrückung der Häuptlingstöchter um „guter“ (wirtschaftlich vorteilhafter) Ehen willen führte, die dem Häuptling sowohl sein Heiratsgeschenk an den Ehemann seiner Schwester als auch die Geschenke der anderen männlichen Verwandten zurückbrachten. Damit wird der Weg von der genitalen Unterdrückung zu sexueller Stauung und Neurosen eröffnet, und wir haben den Durchbruch bzw. den „Einbruch“ des sexuellen Moralismus, der sich in den nachfolgenden Generationen fortsetzt. Mit diesen Erkenntnissen widerlegt Reich sowohl Engels Theorie der natürlichen Auslese als auch Freuds Hypothese, dass die aus der Ermordung des Urvaters (Totem und Tabu) resultierende Schuld der Ursprung des Inzesttabus ist.

 

Anmerkungen

* Der englische Text macht keinen Unterschied zwischen matriarchalen und matrilinearen Gesellschaften, obwohl sie natürlich ganz unterschiedlich sind.

 

Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Charles Konia.
Journal of Orgonomy, Jahrgang 6 (1972), Nr. 1, S. 120-123.
Übersetzt von Robert (Berlin).

nachrichtenbrief160

5. Juli 2020