Zum Gedenken an James DeMeo (14.1.1949 – 3.4.2022): Die „Saharasia-Theorie“ (Teil 10)

Eine sich über acht Jahre hinweg ziehende Studie von David Lytle und Michael Bogan über die Wasserinsekten in einem zuvor ganzjährig fließenden Wüstenstrom im French Joe Canyon in Arizona hat den anhaltenden DOR-Notstand im Südwesten der USA aufgezeigt, den Reich 1954 in seinen Anfängen diagnostiziert hatte. Lytle, Professor für Zoologie an der Oregon State University:

Populationen [von Wasserinsekten], die hier über Jahrhunderte oder Jahrtausende überlebt haben, sterben nun aus. Dauerhafte Quellen trocknen aus. Ströme, die zuvor ganzjährig flossen tragen nun nur noch mit Unterbrechungen Wasser. Und Arten, die vorher nur Fluktuationen in ihren Populationen ausgesetzt waren, verschwinden jetzt ganz.

Die gesamte bisherige Ordnung des Ökosystems werde durch immer schneller aufeinanderfolgende und immer schlimmere Dürren in den letzten Jahren verändert. Und das nicht nur, was die Wasserinsekten betrifft. Lythle:

Vor 2004 war dieses Gebiet [im French Joe Canyon] wie eine wunderbare Oase mit viel Vegetation, Vögeln und seltenen Arten.

Lythles Doktorand Bogan fügt hinzu:

Unsere Studie konzentriert sich nur auf einen einzelnen Strom, aber dieser Vorgang des Austrocknens und der örtlichen Artenvernichtung zieht sich über die gesamte Wüstenregion im Südwesten [der USA] hin. Schließlich kann das zu einem Verschwinden von Arten aus der gesamten Region führen oder zur vollständigen Ausrottung von Arten, die von diesen Wüstenoasen abhängen.

In den vorangegangenen 30 Jahren sei es zu immer schlimmeren Dürren im Südwesten gekommen. Beispielsweise führte die Dürre, die 2005 den French Joe Canyon zum Austrocknen brachte, zum niedrigsten Wasserstand der Ströme in Arizona seit 60 Jahren, in vielen Fällen sogar seit dem Beginn der Aufzeichnungen.

In den 1950er Jahren hatte Reich davor gewarnt, daß sich der Südwesten der USA in eine zweite Sahara verwandeln könnte. Reich wollte, inspiriert durch Walt Disneys gleichnamigen Film, The Living Desert, helfen (deutsch: „Die Wüste lebt“). Die Amerikaner haben es vorgezogen, ihn im Gefängnis verrotten zu lassen und sein Vermächtnis mit Hohn und Spott zu überziehen. Nicht zuletzt James DeMeo ist schließlich daran zerbrochen. Der Preis ist die „tote Wüste“, die DOR-Hölle.

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5 Antworten to “Zum Gedenken an James DeMeo (14.1.1949 – 3.4.2022): Die „Saharasia-Theorie“ (Teil 10)”

  1. Denis Roller (Freiburg) Says:

    „… we live like penguins in the desert, why can’t we live like tribes…“

  2. O. Says:

    Reich hat auf seiner USA-Tour mit dem CLB gleichfalls auch durch Arizona Veränderungen in der Umwelt beobachtet (ca. 1954/55). Die Gesteine hatten wohl auch Melanor – eine durch DOR und Oranur auf dem Gestein schwärzliche Schicht – die auf die damaligen Atomtests hingewiesen hat. (s. Orop Desert Ea u. Oranur Report 2)
    Seit dem sind viele weitere Tests, Experimente und nonlethale Waffenoperationen global durchgeführt worden. Wettermanipulation gehören zu den Standardanwendungen seit einigen Jahrzehnten (vermehrt und regelmäßig seit den 90-er Jahren). Dass dies keine globalen Auswirkungen hat, wäre naiv anzunehmen, somit ist immer auch die USA betroffen.
    Die USA ist ein weites und relativ gering besiedeltes Land, dass Freiheit nicht politisch, aber von ihrer Landschaft her suggeriert. Man möchte glauben, dass es dort keine Umweltprobleme gibt, weil dies im Alltag nicht wahrnehmbar ist. Von daher können Wüstenbildungen leicht übersehen werden oder als „normal“ eingestuft werden, da es ja auch schon immer Wüstenregionen gab.
    Die Amerikaner werden zu spät aufwachen, um das zu verstehen.

    Die Umwelt „stirbt“ nicht einfach an den Folgen „unabsichtlicher“ Experimente oder durch kriegerische Kollateralschäden (Uranmunition etc.). Sie wird aktiv und systematisch zerstört, jede Woche, nicht nur im Irak, Lybien, Japan, Afghanistan oder sonstwo, sondern genau hier, wo jeder von uns steht.

    Der Blog lädt zum Aufstellen eines CLB in Arizona ein, um dort (ein wenig) zu helfen. Die Frage ist, wie viele davon will man (wo) aufstellen? Und wie lange? Dauerhaft …? – Abgesehen fehlt es an geeigneten Operatueren.

    Kurzfristige Regenmacher-Aktionen dürften wenig bringen. Ferner wird jede Klimaverbesserung mit weiterem Wetterterrorismus beantwortet werden.

    Von daher wird man resigniert „triumphieren“ müssen: „Es lebe die Wüste.“ – oder es fällt einem etwas anderes ein.

  3. Manuel Says:

    Besonders grotesk ist, das die fortschreitende Verwüstung als Folge der „globalen Klimaerwärmung durch CO2“ interpretiert wird und wir jetzt gezwungen werden durch ORANUR/DOR erzeugende Energiesparlampen das „Klima zu retten“. Absurditäten eines mechanistischen Weltbildes, dem wirklich jede Ahnung des Lebendigen abgeht!

    • O. Says:

      Sie haben keine Ahnung von ihrer potentiellen Lebendigkeit mehr, aber sie wissen genau, was sie tun: nämlich Menschen (Kinder und Erwachsene) verseuchen mit Oranur und Giftgas. Sie wollen den Körper der anderen lähmen und Krebs erzeugen. Der Leucht- und „Brennstab“ kommt jetzt direkt ins Haus. Es fehlt nur, dass dort Abfallprodukte der Atom- und Chemieindustrie wiederaufbereitet wurden und in den „Energiestäben“ drin sind, die sonst entsorgt werden müssten.

      Am besten das Zeug ins Kanzleramt zur Entsorgung werfen oder als Päckchen verschicken mit der Aufschrift „Kein Porzellan, bitte ordentlich schmeißen“ zusenden.

  4. Peter Nasselstein Says:

    Death Notice – James DeMeo, PhD

    https://wilhelmreichmuseum.org/death-notice-james-demeo-phd/

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