Posts Tagged ‘Wüste’

Chronik der Orgonomie (Teil 2)

12. Januar 2019

ChronikderOrgonomie

Ich habe den zweiten Teil meiner 414seitigen Reich-Biographie überarbeitet:

CHRONIK DER ORGONOMIE 1940-1957

Der verdrängte Christus: 34. Warum sie uns hassen und verachten

28. Dezember 2018

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DER VERDRÄNGTE CHRISTUS:

34. Warum sie uns hassen und verachten

Der verdrängte Christus: 10. Unsere christliche Kultur

15. Juni 2018

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DER VERDRÄNGTE CHRISTUS:

10. Unsere christliche Kultur

Orgonenergie, Liebe und Raumschiffe (1955) (Teil 10)

4. Juni 2018

von David Boadella, B.A.*

TEIL 5 (Fortsetzung)

Die tödliche Orgon-Reaktion ist nicht auf das Wetter und die Vegetation beschränkt. Sie erzeugt auch eine eigentümliche emotionale Belastung bei Tieren und Menschen.

Es gibt da einen seltsamen Vorfall, den Wilkins in seinem Buch über Fliegende Untertassen erwähnt hat, der sich direkt auf die tödliche Orgon-Krankheit zu beziehen scheint. Im Januar 1954 wurden 200 Schafe in der Nähe von Gravesend in offenkundige Panik versetzt und wurden am nächsten Morgen ertrunken in Entwässerungsgräben auf der Isle of Grain gefunden. Wilkins nennt andere Fälle, wo Schafe plötzlich in Panik gerieten, in einem Fall über eine Fläche von 220 Quadratmeilen hinweg. Wilkins kommentiert diese Vorfälle mit diesen Worten:

Während es keinen Beweis dafür gibt, daß Fliegende Untertassen die Ursache für diese Panik waren, muß beachtet werden, daß Vögel, beispielsweise Tauben, und Schafe sehr empfindlich gegenüber Himmelserscheinungen sind.

Was er über Tauben zu sagen hat, ist noch relevanter. Im November 1953 kehrten nur 3 von 350 Brieftauben zu ihren Taubenschlägen zurück, nachdem sie von Bookaloo in Südaustralien ausgesendet worden waren. Es stellte sich heraus, daß der sechste Sinn, den Tauben und andere Vögel normalerweise benutzen, um über weite Entfernungen den Weg zu finden, durch die vor kurzem erfolgte Explosion einer Atombombe im Gebiet von Woomera, ebenfalls in Südaustralien, irgendwie verschwunden oder in Mitleidenschaft gezogen worden war. Dies würde darauf hindeuten, daß der Zielinstinkt der Vögel eine Art ORGONOTISCHER SINN ist und daß der Orientierungssinn mit dem normalen Fluß der Orgonenergie-Hülle in Beziehung steht. Hat diese Hülle eine sozusagen lokale Krankheit im Gebiet der Atomexplosionen entwickelt? Das entspräche, einen starken Magneten unter den Kompaß eines Seefahrers zu plazieren. Man entgeht nur schwer der Frage, inwieweit die tödliche Reaktion des Orgons auf nukleare Irritation selbst eine reale oder potentielle Störung der Navigation der Fliegenden Untertassen durch den Weltraum bedeuten könnte.

Wenn Vögel einen natürlichen orgonotischen Richtungssinn haben und Raumschiffe die Orgon-Ströme des Universums als ihre Hauptverkehrsstraßen benutzen, könnten wir erwarten, bei Vögeln eine gewisse Empfindlichkeit gegenüber der Anwesenheit von Fliegenden Untertassen zu finden und Wilkins gibt in seinem Buch ein oder zwei Fälle von Vögeln an, die das Vorhandensein von Untertassen spürten, die den Menschen auf dem Boden nicht gewärtig waren.

Die Wirkung von tödlichem Orgon auf Menschen wurde von Reich eingehend untersucht. Das Oranur-Experiment erzeugte in akuter Form, was die „Trostlosigkeit“ in der Atmosphäre in chronischer Form erzeugt. Leslie Shepard hat einige interessante Beobachtungen über die Reaktionen sensibler Menschen auf Wetterumschwünge gesammelt, und er hat gezeigt, wie dies mit dem Orgon-Fluß in Zusammenhang steht (vgl. dieses Journal, Band II, Nr. 4 [Orgonomic Functionalism, „People and weather“]). Reduzierte Pulsation in der Atmosphäre führt zu einer reduzierten Pulsation bei Menschen. Die Reaktionen darauf variieren mit den Individuen. Reich gibt Beispiele wie die folgenden:

Viele Menschen wissen nicht oder können sich nicht erklären, was mit ihnen los ist. Sie sprechen von „Hitze“ oder von „irgendwelchem Atomstaub“ oder auch nur von „schlechter Luft“. … „Irgend etwas ist nicht in Ordnung in der Luft“, hört man sie sagen, oder „irgend etwas geht da vor“, eine Feststellung, aus der sowohl eine Wahrnehmung wie ein Verdacht spricht. „Ich bekomme keine Luft“ oder „Es trifft mich wie ein Stein, wenn ich morgens meinen Laden betrete“ usw. Manchmal muß die gleiche Frage ein paarmal gestellt werden, bis man die zögernde, verwirrte Antwort erhält: „Ja, wenn es Sie interessiert, ich habe manchmal das Gefühl, als ob etwas mein Gesicht umschließen würde wie eine Mauer, aber richtig fühlen kann ich es auch wieder nicht, wissen Sie; und dann bekomme ich schreckliches Kopfweh“ oder „meine Nasennebenhöhlen machen sich bemerkbar“ usw. (Core, Vol. 6, S. 30)

Typisch für die tödliche Organ-Krankheit ist eine „emotionale Dumpfheit“, ein nachlassendes Durchhaltevermögen, das in einigen Fällen in Form von Benommenheit auftritt. Das geht Hand in Hand mit einem stumpfen Ausdruck in den Augen, mit einem Ausdruck der Verzweiflung in den Gesichtszügen, die dem Opfer nicht unbedingt bewußt sein muß.

Daraus folgt, wie Reich gezeigt hat, daß die Dürre und die Wüste keine rein „geographischen“ Probleme sind, denn wenn alles über die äußere Wüste gesagt ist, bleibt uns immer noch die Wüste, die im Inneren ist, das Austrocknen im Herzen des Menschen, das solche Dinge wie Wasserstoffbomben unvermeidlich macht.

„Wir stehen vor einer kritischen Situation“, schreibt Reich 1954, „nicht nur als Spezies Mensch; vielmehr ist das Lebensprinzip als solches auf der Erde bedroht. Wir befinden uns mitten in einem tiefen und entscheidenden Umbruchsprozeß, der unsere gesamte biologische, physische, emotionale und komische Existenz betrifft“ (Core, Vol. 6, S. 26f).

Ist es da ein Wunder, daß die Besucher aus dem Weltraum so sehr an uns interessiert sind, zu dieser besonderen Zeit in unserer Geschichte?

* Abdruck der Übersetzung aus dem Englischen mit freundlicher Genehmigung des Autors, Dr. Boadella. Der Originalaufsatz „Orgone Energy, Love and Space Ships“ findet sich in der von Paul und Jean Ritter in Nottingham, England herausgegebenen Zeitschrift Orgonomic Functionalism, Vol. 2 (1955), No. 5, S. 287-306.

Der verdrängte Christus: 6. Die Leviten

13. Mai 2018

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DER VERDRÄNGTE CHRISTUS:

6. Die Leviten

Der verdrängte Christus: 4. Saharasia im Alten Testament

22. März 2018

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DER VERDRÄNGTE CHRISTUS:

4. Saharasia im Alten Testament

ORANUR, DOR, CORE, ORAC, MDB

13. November 2017

Das ORANUR-Experiment

DOR und Melanor

Die DOR-Krankheit

Der OR-DOR-Metabolismus

Kosmisches Orgon-Ingenieurswesen

Physikalische Orgontherapie

Die emotionale Wüste

nachrichtenbrief34

14. Juni 2017

Das Miasma Saharasias

30. Juli 2015

Ich kehre von meinem Kurzurlaub aus Nizza zurück. Auf der Rückfahrt von Nizza nach Hamburg haben wir eine interessante Beobachtung gemacht: während am Nordrand Saharasias, der mittlerweile über Freiburg weit hinausreicht, der Himmel irgendwie flach ist, weitet sich ab etwa Frankfurt der Blick auf dramatische Weise und die Landschaft wird dreidimensional. Es ist, als wenn man aus einem benebelnden Drogenrausch erwacht. Gleichzeitig schwindet ein schwer zu definierender „toxischer Druck“. Es zeigt sich die funktionelle Identität von DOR-Verseuchung, Kontaktlosigkeit, okularer Panzerung, Machismo, Fatalismus, paranoider Zweidimensionalität (= alles ereignet sich auf der gleichen Ebene, z.B. werden fernstehende Menschen unmittelbar bedrohlich, etc.).

Die Wüste ist öde, leer und konturlos. Das okulare Segment wird eingelullt, man verliert mit dem Wegfall von Anhaltspunkten in der Landschaft an Kontakt und an dreidimensionalem Weltgefühl, es kommt zum Weltverlust und zur Vergeistigung. In Wäldern mit ihrer dreidimensionalen Gestaffeltheit ist man demhingegen wirklich in der Welt und so wirklich in seinem Körper.

Mir ist von jeher aufgefallen, daß Christen immer bei Bildern der Wüste sofort an Gott denken, während umgekehrt in Berichten über die Wüste über kurz oder lang von Gott die Rede ist.

Bäume sind natürliche Cloudbuster, die nicht nur Sauerstoff erzeugen, Kohlendioxid binden und den Wasserhaushalt regeln, sondern darüber hinaus die Atmosphäre von DOR freihalten. Abholzungen sind der erste Schritt hin zur Wüste. Das Naturempfinden etwa des Spaniers zeigt sich in seinem Haß auf Bäume. Ein Deutscher, der sich in Kastilien ein Landhaus kaufte und in seinem Garten Bäume pflanzte, wurde sogleich von seinen erbosten Nachbarn angegangen, wie er denn die herrlich leere Landschaft mit diesem schrecklichen Gestrüpp verunstalten könne. Wisse er denn nicht, daß Bäume die Luft verderben, Ungeziefer und Vögel anziehen, die alles vollscheißen würden!

Zur Zeit der Römer war die iberische Halbinsel noch ein einziger großer Wald, dann kamen die Araber und danach der katholische Zentralstaat. Das Land wurde kahlgeschlagen. Eine Mentalität, die sich auf die gesamte weltweite Hispania übertrug und ein Hauptgrund für das erst jetzt möglich gemachte Abholzen (Bandsägen, Bulldozer) der tropischen Urwälder in Südamerika ist. In minderem Maße findet sich dieses Denken noch im romanischen Frankreich, das sich über den teutonischen Waldkult lustig macht. Im gesamten Südeuropa von Spanien bis Griechenland gibt es vorsätzliche Brandstiftungen, um die lästigen Wälder endgültig zu beseitigen.

Ja, unsere Vulgärmarxisten werden jetzt einwenden: Peter, das hat wirtschaftliche Gründe! Tatsächlich bringen sie mit derartigen Einwürfen aber nur die Gaunermentalität zum Ausdruck, die Südeuropa und mittlerweile auch Deutschland zerstört.

Der Anthropologe Marvin Harris hat die These vertreten, im Vorderen Orient sei das Schwein dem religiösen Bann anheimgefallen, weil die Wälder verschwanden, in denen die Schweine lebten. Die Schweine wurden zu einer Last, die weder Milch, Heizmaterial oder Dünger, noch Zugkraft bereitstellte (Wohlgeschmack und Widerwille. Die Rätsel der Nahrungstabus, Stuttgart 1990).

Wenn man im Herbst durch Frankreich fährt, sieht man praktisch hinter jedem Busch einen Jäger, der auf alles schießt was sich bewegt. Richtige Todesschwadronen gegen das Lebendige. Es ist wohl nichts gegen die weidmännische Jagd einzuwenden (z.B. muß, um dem deutschen Wald zu helfen, endlich mal ein Großteil des Rotwildes weggeschossen werden), das, was die Südeuropäer machen, ist nach eigener Aussage „Sport“: Freude am Töten. Besonders schockierend ist die Singvogeljagd in Italien und auf Malta, die wirklich nichts weiter ist als die perverse Lust am töten. Neulich ein Malteser vor der Fernsehkamera: „Das ist doch die einzige Freude in meinem Leben und das wollen Sie mir verbieten?!“

Warum wurde Marcos auf den Philippinen gestürzt? Nicht etwa wegen Korruption, denn die ist nach ihm ja fröhlich weitergegangen, sondern weil er ein Programm zur Geburtenkontrolle durchgesetzt hatte. Die Katholische Kirche hat daraufhin die „Demokratiebewegung“ initiiert, ihre Präsidentin an die Macht gehievt und die hat dann sofort alles gestoppt, so daß die Philippinen heute wieder eine der höchsten Geburtenraten der Welt hat und praktisch nicht mehr zu retten sind. Gott wird alles richten:

Bezeichnend ist folgende Stelle aus einer deutsch-israelischen Netzseite:

Förster der KKL erlebten gestern eine böse Überraschung, als sie in der Nähe des Ortes Omer bei Beer Sheva junge Bäume gießen wollten. Vandalen hatten Tausende Bäumchen abgehackt und dann liegengelassen. Der Bürgermeister von Omer, Pini Badash, reichte Klage bei der Polizei ein und meinte, daß im Negev schon lange ein Krieg stattfindet, in dem die Beduinen immer mehr Land für sich annektieren. Badash ist sich sicher, daß diese Tat von den Beduinen in der Gegend verübt wurde, weil diese behaupten, daß das Land, auf dem die Bäume angepflanzt wurden, ihrem Stamm gehöre. „Für jeden gefällten Baum werden wir zehn Neue pflanzen, wir weigern uns aufzugeben“, so der Bürgermeister.

In der deutschnationalen Zeitschrift Deutsche Geschichte (5/2010) lese ich unter der Überschrift „Israels Polizei zerstörte ein Beduinendorf“ folgendes mit genau gegenteiliger Tendenz:

1500 israelische Polizisten zerstörten mit fünf Bulldozern etwa 40 aus Lehm und Stroh errichtete Häuser eines Beduinendorfes in der israelischen Negev-Wüste. Außerdem entwurzelten sie Hunderte Olivenbäume. Die Aktion steht im Zusammenhang mit der fortgesetzten Enteignung und Vertreibung von nichtisraelischen Israelis bei gleichzeitiger Siedlung von Israelis in palästinensischen Gebieten.

Ohne genaue Orts- und Zeitangabe sind solche „Meldungen“ vollkommen wertlos. Naja, hier ein seriöser Bericht von einem linksliberalen Blatt.

Interessant sind die Leserkommentare im Standard von Linken, die ähnlich erbost sind über die Doppelmoral der Israelis, wie jene, die dem Großdeutschen Reich hinterhertrauern.

Funktionell betrachtet, d.h. aus der Distanz, die die Zusammenhänge überschaubar macht, sieht das ganze natürlich anders aus, als es rechte und linke Ideologen mit ihrer starken Augenblockierung wahrnehmen können. Dazu folgender Leserkommentar:

warum steht illegal errichtet in Anführungszeichen?
ah natürlich, illegal kann nur das sein was Jews machen.
by the end of 2007 there were more than 100,000 illegally built structures in Israel. The overwhelming majority were constructed on state land seized by Arab land thieves in the Negev and the Galilee. By the end of 2009, the number of illegal buildings grew to an estimated 150,000. The scope of the theft is so vast that the Comptroller’s Report referred to it as a “national scourge.”
http://www.jpost.com/Opinion/C… ?id=171861

Es geht um den Überlebenskampf Israels als kleiner demokratischer Insel in einem arabischen Meer der Despotie. Aber versuch das einmal einem linken oder rechten Ideologen zu erklären!

Und was die Zerstörung der Olivenbäume in der Negev-Wüste betrifft: Olivenbäume brauchen relativ viel Wasser, würden also letztendlich zur weiteren Verwüstung der Region betragen statt ihr entgegenzuwirken.

Für Europäer mögen Nomaden etwas Romantisches sein, doch aus ökologischer Sicht sind ihre Ziegenherden eine Pest. Sie verhindern seit Jahrtausenden, daß sich die Wüsten des Nahen Ostens erholen.

Natürlich kommen jetzt alle möglichen Einwendungen, etwa die absurde Frage, was denn eigentlich die funktionelle Betrachtungsweise von jenen „geopolitischen“ Überlegungen unterscheidet, die beispielsweise das Projekt „Großdeutsches Reich“ inspirierten. Das sind Zwangsgrübeleien, die von dem einen grundlegenden Konflikt ablenken sollen, um den es geht:

Die Frage muß schlicht immer sein, „wohin es führt“. Wem ist damit geholfen, wenn Israel im „arabischen Meer“ untergeht?

Die Diskussionen, die einen in solchen Zusammenhängen aufgezwungen werden, versanden immer in einem „Aber die reißen doch auch Bäume aus!“, d.h. in einem Relativieren, dessen Funktion nicht etwa das Erlangen tieferer Einsichten ist, sondern ganz im Gegenteil das Herstellen von noch mehr Augenpanzerung und Kontaktlosigkeit. Derartige angeblich „kritische“ Diskussionen dienen der Aufrechterhaltung der gesellschaftlichen Panzerung, die das Durchbrechen des Lebendigen verhindern soll.

Nach der Lektüre der Deutschen Geschichte, des Standard, etc. fühle ich mich bleiern und beschmutzt und es fällt mir schwer einen klaren Gedanken zu fassen. Das Miasma der gesellschaftlichen Panzerung, in dem wir alle zu ersticken drohen.

Luther Burbank

13. März 2015

In „Die emotionale Wüste“ (Ausgewählte Schriften) meint Reich, Kakteen mit ihrer lederartigen äußeren Panzerung, ihrer röhrenförmigen Morphologie und ihren Stacheln entsprächen ganz dem chitingepanzerten Insekten mit ihren stacheligen Fortsätzen (Fühler, Beine, Kauwerkzeuge und Stacheln). Weiter schreibt Reich:

Es ist kennzeichnend für das Leben in der Wüste, daß (…) Tiere eine stachelige Oberfläche und spitze Organe zum Töten haben, wie zum Beispiel der Skorpion, die Klapperschlange oder das Gilamonster.

Als ich es das erste Mal las, hatte ich ein wirkliches Problem mit Reichs Gleichsetzung von stacheligen Kakteen mit dem „stacheligen“ Verhalten von verDORten Neurotikern: Kategorienfehler und Primärprozeßdenken.

Man kann zur Unterstützung von Reichs Intuition auf den amerikanischen Biologen Luther Burbank (1849-1926) verweisen. Anfang des letzten Jahrhunderts lebte er in Santa Rosa, California und war zu Lebzeiten wegen seiner Züchtungserfolge mit Pflanzen weltberühmt. Sein Haus und Garten sind heute ein Museum á la Orgonon. Dort wächst nach hundert Jahren noch heute eine der spektakulärsten Züchtungen von Burbank: stachellose Kakteen.

Burbank hatte „Mesmerische Kräfte“. So soll er erreicht haben, daß die Kakteen auf ihre Stacheln verzichteten. Er überzeugte sie, daß sie in seinem Garten vor Feinden sicher seien – und sich deshalb nicht abpanzern bräuchten. Das ist dann in ihr Erbgut eingegangen.

Dem berühmten Yogi Paramahansa Yogananda hatte Burbank anvertraut, wie er es nach Jahren geschafft hatte, einen Kaktus ohne Stacheln zu züchten! „Während meiner Versuche mit den Kakteen“, berichtete Burbank, „sprach ich viel mit ihnen, um sie mit einer Atmosphäre der Liebe zu umgeben. ‚Ihr braucht keine Angst zu haben‘, sagte ich oft. ‚Ihr habt eure Stacheln doch gar nicht nötig. Ich werde euch beschützen!‘“ „Burbanks liebevolle Zuwendung“, schrieb der Mystiker Manly P. Hall über ihn, „wirkte wie Balsam und ließ alles besser wachsen und gedeihen. Burbank erklärte mir, daß er bei all seinen Versuchen seine Pflanzen ins Vertrauen ziehe, sie um ihre Hilfe bitte und sie seiner Zuneigung versichere.“ (Ursula Seiler in ZeitenSchrift)

Wikipedia zufolge wurde Burbank Opfer der Emotionellen Pest. Hier waren es „stachelige“ Christen:

Luther Burbank hatte nie einen Hehl aus seinen freidenkerischen Ansichten gemacht. Aber ein Zeitungsinterview im Jahre 1926, in welchem er explizit erklärte, nicht an eine unsterbliche Seele zu glauben, führte zu einem weltweiten Aufschrei. Burbank bekam einige Zustimmung, wurde aber auch überschüttet von Haßbriefen. Seine Freunde behaupteten, der Kummer und die Auseinandersetzung mit diesen religiösen Eiferern habe zu seinem schnellen körperlichen Niedergang und, gemessen an seinem Zustand nur wenige Monate zuvor, frühen Tod geführt.

Fundamentalistische Christen und andere Dogmatiker können es einfach nicht ertragen, wenn das Lebendige in ihre Welt der absoluten Gewißheiten einbricht. Sie sind wie Kakteen, die absterben, wenn es zu viel regnet und die Wüste wieder anfängt zu leben. Heute sind es vor allem die „Skeptiker“, die ausrasten, wenn etwas in ihre Welt einbricht, was nicht ihrem engen atomistischen Weltbild entspricht.

Um so befriedigender ist es, wenn die mechanistische Wissenschaft langsam aber sicher ihre eigenen Kinder frißt. Richard Hammerschlag (The Institute for Integrative Health, Baltimore, MD.) et al. konnten nach einer Metaanalyse von 18 entsprechenden Studien aufzeigen, daß Behandlungen, bei denen der Therapeut den Patienten gar nicht berührt, sondern über das „Biofeld“ auf ihn einwirkt, teilweise signifikante Ergebnisse zeitigen.

Bei diesen Therapieformen handelt es sich um äußeres Qigong, Healing Touch, Johrei, Reiki und schließlich Therapeutic Touch. Über das letztere schreibt die Pestschleuder Wikipedia:

Therapeutic Touch (TT) (englisch für Therapeutische Berührung) ist eine pseudowissenschaftliche alternativmedizinische Behandlungsmethode, eine Variante des Handauflegens, bei der der Behandler den Patienten allerdings nicht berührt. Sie basiert auf der im Bereich der Esoterik verbreiteten These, daß der Mensch ein eigenes „Energiefeld” (auch Prana, Aura, Qi, usw. genannt) habe, das mit den Energiefeldern seiner Umwelt ständig in Kontakt stehe.

Therapeutic Touch ist eine häufig wissenschaftlich untersuchte alternative Behandlungsmethode. Eine Wirksamkeit konnte bei diesen Untersuchungen nicht festgestellt werden. TT-Behandler konnten ihre angebliche, für die Behandlung grundlegende Fähigkeit, das Energiefeld eines Menschen wahrzunehmen, unter kontrollierten Bedingungen nicht demonstrieren.

Hammerschlag et al. wählten aus 90 randomisierten kontrollierten Untersuchungen 18 Studien aus, die nach den üblichen Kriterien wissenschaftlich fundiert waren und sich eindeutig mit Behandlungen durch einen nicht-physischen Kontakt befaßten. Von diesen berichteten 12 über zumindest teilweise statistisch signifikante positive Behandlungsergebnisse. Sieben befaßten sich mit Therapeutic Touch, drei mit äußerem Qigong, eine mit Reiki und eine mit Healing Touch. Die Ergebnisse würden, so Hammerschlag et al., weitere wissenschaftliche Untersuchungen mit einer höheren Probandenzahl rechtfertigen.