Humana conditio ex orgonomico prospectu: Stichwort „Erektionsstörung” und folgende

Humana conditio ex orgonomico prospectu: Stichwort „Erektionsstörung“ und folgende

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24 Antworten to “Humana conditio ex orgonomico prospectu: Stichwort „Erektionsstörung” und folgende”

  1. Avatar von Robert (Berlin) Robert (Berlin) Says:

    Hier ist auch an Peter Singers Praktische Ethik zu erinnern, der aus Humanismus das Unglück behinderten Lebens vermeiden wollte und dem auch mit der Nazikeule gekommen wurde.

    • Avatar von Manuel Manuel Says:

      Wer kann mich vor dem Unglück schützen, das „Philosophen“ wie Singer über diese Welt bringen? Bitte melden!

      • Avatar von Peter Nasselstein Peter Nasselstein Says:

        Christen wie Sarah Palin entscheiden sich bewußt für behinderte Kinder. Meine Hochachtung! Die hört nur dann auf, wenn andere moralisch oder gar gesetzlich gezwungen werden.

        Singer sieht sich als Vorkämpfer für weniger sinnloses Leid in der Welt. Meine Hochachtung! Die hört aber dann auf, wenn dadurch „das Leben selbst“ einem Kalkül unterworfen wird.

        Reich hat ja gesagt, daß jeder irgendwo Recht hat – er selbst wollte sich aber dieser mechano-mystischen Falle entziehen. Mein Blogbeitrag, wollte diese Sichtweise, darstellen. Vielleicht nicht sonderlich gut gelungen…

        • Avatar von Robert (Berlin) Robert (Berlin) Says:

          Eins solltet ihr euch immer klar machen – auch mit der PID gibt es keinen Zwang, sein behindertes Kind abzutreiben. Wer gern ein Kind mit Down-Syndrom groß ziehen möchte, kann es jederzeit tun und wird deswegen auch nicht diskriminiert. Durch den besseren Test wird eine Untersuchung des Fruchtwassers, die zu Komplikationen führen kann, vermieden. Technisch ändert sich überhaupt nichts, weil schon jetzt behinderte Föten abgetrieben werden. Sollte der bessere Test Kassenleistung werden, dann geht es nur einfacher und schneller!

          Was ist mit den hunderttausend gesunden Kindern, die jährlich in Deutschland abgetrieben werden?

        • Avatar von Manuel Manuel Says:

          Ich sehe Singer nicht als „Vorkämpfer für weniger sinnloses Leid auf der Welt“, sondern als jemanden, der dadurch, dass er für Menschenaffen formale Menschenrechte fordert, ganz im Sinne der postmodernen Agenda übrigens, am Ende dieses Prozesses sowohl Tier- als auch Menschenrechte abschafft und Menschlichkeit und Kultur gleich mitentsorgt. Völlig entmenschlicht werden wir dann zum Spielball eugenischer Technokraten, die uns wie Geflügel züchten und verwerten werden. GOTT bewahre uns davor!

  2. Avatar von O. O. Says:

    Ein Bluttest, der voraussagt, ob es Trisomie 21 geben wird, soweit so gut. – Muss man aus dieser technischen Möglichkeit wieder eine zwangspflichtige Umsetzbarkeit machen.
    Zunächst müsste jeder selber entscheiden dürfen, ob er diesen durchführen möchte. Oder sind hier Zwangstestungen vorgesehen? Heimliche ärztliche Tests sind in diesem Sinne auch Zwangstestungen, wenn der Patient hier nicht zugestimmt hat. Damit fängt es für mich schon an, ich will nicht zum Test gezwungen werden oder zum „Wohle“ von Amerika biometrisch erfasst und gescannt werden. (letzteres ist ein anderes Thema)

    Und ich finde es auch unethisch (freiheitsberaubend), wenn per Gesetz oder Anordnung bestimmt wird, ob Kinder abgetrieben oder „ausgetrieben“ werden müssen.
    Das ist grundsätzlich das Recht der Frau, ob man diese Entscheidung mag oder nicht. Selbst ein Vater hat hier nichts mitzuentscheiden (was ich persönlich bedaure).

    – In Deutschland ist die Abtreibung leider nicht mehr das Recht der Frau. Haben die deutschen Frauen eigentlich hierüber abgestimmt?

    • Avatar von Peter Nasselstein Peter Nasselstein Says:

      Der Punkt ist, daß der Test ganz einfach wird.

      Das wirklich Problem ist der gesellschaftliche (nicht etwa der staatliche) Zwang so einen Test zu machen. Sonst wird man schief angesehen und sollte ein Kind mit Trisomie 21 auf die Welt kommen, wird man als verantwortungsloser Mensch dastehen. Eine absolute Sauerei.

      Erstens: es ist schön, daß dieTrisomie 21 potentiell ganz verschwindet.

      Zweitens: es ist der reine Horror, wenn man an den Spießrutenlauf denkt, den Trisomie 21-Eltern und auch die Trisomie 21-Kinder in der Zukunft ausgesetzt sein werden.

      Punkt 1 zu hintertreiben und Punkl 2 ist beides gleichermaßen Emotionelle Pest.

    • Avatar von Robert (Berlin) Robert (Berlin) Says:

      Das Gegenteil ist doch der Fall. Erstens wird der Test nicht als Kassenleistung angeboten, ist also nur für Gutbetuchte. Zweitens ersetzt er nur den viel gefährlicheren, nämlich die Untersuchung des Fruchtwassers, bei der es bei 1% der Untersuchten zu einer Fehlgeburt kommt.
      Es ist also nur humanistisch, dass dieser Test Kassenleistung wird, weil Down-Kinder so unsinnig wie Glasknochenkranke und Multiple Sklerotische sind. Primitive Völker bringen diese Neugeborene um, weil sie nur Kosten verursachen, wir können es uns zwar leisten, aber welche schräge Grünen-Papst-Ethik will uns zwingen, behindertes Leben zu vergrößern?
      Darum: Abschaffung aller Gen-Erkrankungen durch PDI-Tests und Fruchtabtreibung. Das Leben bleibt trotzdem, für die Nicht-Genkranken, hart genug.

  3. Avatar von Manuel Manuel Says:

    Warum sollte man ausgerechnet Trisomie 21 „ausmerzen“ wollen? Wer davon Betroffene kennt, weiß, dass sie ein absolut lebenswertes Leben führen. Trisomie 21-Kinder haben kaum nennenswerte Einschränkungen im Vergleich zu normalen Kindern – sie sehen nur anders aus und sind weniger intelligent. Das bedeutet: sie sind immer gut drauf, planen keine Amokläufe, nehmen keine Drogen, sind einfach, ehrlich und offen…Wessen „Leid“ soll also hier ausgeschaltet werden?

    • Avatar von Robert (Berlin) Robert (Berlin) Says:

      Wie wär’s damit:
      Zu den innerorganischen Besonderheiten, die bei vielen Babys mit Down-Syndrom auftreten, zählen:

      Herzfehler bei 40 bis 60 Prozent der Neugeborenen; am häufigsten kommt der Atriumseptumdefekt (ASD) und der Atrio-ventrikuläre Septumdefekt (AV-Kanal) vor; in der Regel operativ korrigierbar
      Darmverschlüsse oder -verengungen bei rund zwölf Prozent der Neugeborenen; operativ korrigierbar
      Hirschsprung-Erkrankung/Morbus Hirschsprung bei rund zwölf Prozent der Neugeborenen; operativ korrigierbar.

      http://de.wikipedia.org/wiki/Down-Syndrom#Diagnose

  4. Avatar von Pierre Pierre Says:

    Peter Nasselstein schrieb:


    1. alles tun, um die Würde und das Glück des vorhandenen behinderten Lebens zu sichern; und
    2. mit gleicher Kraft verhindern, daß es in Zukunft behindertes Leben geben wird.

    Einverstanden.

    Aber Peter Nasselstein schrieb dann:

    Christen wie Sarah Palin entscheiden sich bewußt für behinderte Kinder. Meine Hochachtung! Die hört nur dann auf, wenn andere moralisch oder gar gesetzlich gezwungen werden.

    Das widerspricht sich meines Erachtens.

    Die Aufzucht von geborenen (geistigen und/oder körperlichen) Krüppeln ist ja niemals das Privatvergnügen der jeweiligen Mutter/Eltern. Über Krankenkassenbeiträge, Steuern u.ä. werden immer Mitmenschen zwangsweise einbezogen, und zwar gehörig. Und selbst wenn es Subkulturen gäbe, in denen dieser Aufwand „intra muros“ bliebe, wäre zu bedenken, ob solch eine Praxis zu dulden ist (so wie etwa Tierquäler-Sekten nicht zu dulden sind).

    Ich stimme Robert zu, der darauf hinwies, wie gründlich jede wirklich humanitäre Diskussion hierzulande mit der „Nazikeule“ erschlagen wird – bzw. aus Furcht vor dieser „Keule“ schon kaum noch zustande kommt – bzw. oft schon in den Köpfen erstickt ist, was sich z.B. schon in der euphemistischen Rede von „Behinderungen“ (ein postnazistisches Kunstwort) zeigt.

    Auf diese Weise bestimmt die NS-Ideologie – auch auf anderen Gebieten wie z.B. den Künsten oder der Bevölkerungspolitik – bis heute ex negativo den Diskurs und stürzt uns permanent in vermeintliche „ethische Dilemmata“

    • Avatar von Manuel Manuel Says:

      Wer eine Nazi-„Philosophie“, Nazi-„Ethik“ oder sonstigen Dreck dieser Art vertritt, so wie zB. Peter Singer, Pierre oder Robert, der muß sich schon gefallen lassen, dass das auch so genannt wird. Aber dann werden die strammen Herrenmenschen, nach deren Maß die Welt gestaltet werden soll, auf einmal weinerlich und klagen über die „Nazi-Keule“. Peinlich, wie die ganze Nazi- und Eugenik-SScheiße von Anfang an war.
      Ach, und was uns die Behinderten alles kosten…
      könnte man nicht wenigstens einen Teil zurückbekommen, indem man aus diesen Parasiten Seife kocht und Lampenschirme herstellt?
      Ab einem gewissen Alter wird jeder Mensch einmal unproduktiv: soll man wirklich die Rente und medizinische Versorgung für Alte aufrechterhalten, oder wäre Zyankali hier die „humanere“ und wirtschaftlichere End-Lösung?
      Nicht zu vergessen die Leute die uns nach schweren Unfällen etc. auf der Tasche liegen…
      Kleingeistigkeit und Engherzigkeit sind wohl auch genetisch mit dem „Herrenmenschen-Syndrom“ korreliert.

      • Avatar von Pierre Pierre Says:

        Was soll ich dazu sagen? Am besten nichts.
        Ich hätte lieber Peter Nasselstein gehört, dem ich ja Widersprüchlichkeit vorgeworfen habe.

      • Avatar von Robert (Berlin) Robert (Berlin) Says:

        Genau das ist die Nazikeule.
        Statt Auseinandersetzung nur Diffamierung.
        Typisch linker Quatsch ohne Sinn und Verstand.

        • Avatar von Manuel Manuel Says:

          Wenn man mit der Eugenik anfängt, wo hört man dann auf?
          Welchen Maßstab legt man an? Die gesellschaftlichen Kosten, die jemand verursacht? Wie rechnet man die gegen einen evtl. gesellschaftlichen Nutzen auf? Ist Geld grundsätzlich der geeignete Bewertungsmaßstab? Was ist das Ziel eugenischer Maßnahmen? Eine gesunde, glückliche Menschheit? Ist dieses Ziel eugenisch überhaupt zu erreichen (nach rein wissenschaftlichen Maßstäben!)? Wem nützt Eugenik ganz direkt ? Bitte alle Aspekte gründlich zu Ende denken.
          http://www.youtube.com/watch?v=GfFVKqHWJU0&feature=g-vrec&context=G2cc4dc7RVAAAAAAAAAQ

          • Avatar von Robert (Berlin) Robert (Berlin) Says:

            Du musst erstmal lernen, die Argumente der Anderen zu lesen und zu begreifen, sonst ist jede Diskussion sinnlos.
            Für Antifa-Propaganda ist hier der falsche Ort.

    • Avatar von Peter Nasselstein Peter Nasselstein Says:

      Peter Nasselstein ist müde und muß ins Bett! Aber da nach seiner Meinung verlangt wird:

      Wir können uns hier gegenseitig schön Theorien und Weltanschauungen um die Ohren hauen und sonstwas für bestechende Argumente und übersehene Gesichtspunkte anbringen. Mein Problem ist folgendes: es geht hier um die intensivsten und heiligsten Gefühle, denen ein Mensch fähig ist. Es geht um die Gefühle einer Mutter, die das werdende Leben in sich spürt – und es gibt genug Frauen, die an einer Abtreibung, die sie sich haben „aufschwatzen“ lassen, seelisch zugrundegegangen sind. Es geht um die Gefühle der Eltern für ihr Kind. Eine bedingungslose Liebe, die jedes Opfer auf sich nimmt.

      Und dann sehe ich die Frau, eine Bekannte, heute 70, die 50 Jahre lang eine geistig und körperlich schwerbehinderte Tochter betreut hat, deren Ehe darüber zerbrochen ist und die heute ein zitterndes, depressives seelisches Wrack ist, seit Jahrzehnten am Ende ihrer Kräfte. Ein zerstörtes Leben für eine Tochter, die seit Jahren die eigene Mutter nicht mehr erkennt und nur noch in einem Dämmerzustand dahinvegetiert, möglicherweise unter unsäglichen Schmerzen.

      Es zerreißt einem das Herz. Ich kann eine Sarah Palin verstehen – und ich ann Singer verstehen. Und ich kann auch deren jeweilige Gegner verstehen.

      • Avatar von Robert (Berlin) Robert (Berlin) Says:

        Sarah Palin hat genug Geld, um sich Pflegerinnen und Haushilfen etc. zu holen, soviel wie sie benötigt.
        Es ist schon schwer genug, unversehrte Kinder großzuziehen. Die haben Kinderkrankheiten, Unfälle und so weiter.
        Außerdem geht es in dieser Diskussion nicht darum, dass man behinderte Föten abtreiben MUSS, sondern man hat die Wahl. Genau so sollte es sein.

        • Avatar von Pierre Pierre Says:

          Wie problematisch es ist, in dieser Sache die „freie Wahl“ zu lassen, zeigt Peters Beispiel der 70-jährigen: sie wählte die Zerstörung des eigenen Lebens, um ein von vornherein zerstörtes Leben zu erhalten. Sie quälte – mit Hilfe der „Solidargemeinschaft“ – sich und die ihr ausgelieferte Mißgeburt bislang 50 Jahre lang. Ich sehe da weder „heiligste Gefühle“ noch Liebe als Motiv.

          • Avatar von Manuel Manuel Says:

            Pierres Antwort zeigt, wohin die Reise geht, wenn man erst einmal mit der Eugenik „auf freiwilliger Basis“ anfängt. Und die nächsten Schritte ergeben sich mit logischer Konsequenz: Was machen wir, wenn eine 50 jährige Tochter ihre 70jährige demente Mutter „auf Kosten der Solidargemeinschaft“ bis zum Lebensende (mit 90 ?) betreuen möchte? Und am Ende muss sich jeder für seine bloße Existenz rechtfertigen und lebt in permanenter Todesangst. Schöne neue Welt, Hitler und Stalin lassen grüßen.
            Da hier ständig über Menschen in der abfälligsten Weise geschrieben wird („Orks“, „Mißgeburt“ etc.), möchte ich mit diesem Blog nichts weiter zu tun haben. Hier wird keine lebenswerte Zukunft vorbereitet, sondern die Hölle auf Erden.

            • Avatar von Robert (Berlin) Robert (Berlin) Says:

              Orks war humoristisch gemeint.
              Außerdem nennen uns deine Freunde „Kuffar“, was im Ernstfall den Tod bedeutet.

  5. Avatar von Peter Nasselstein Peter Nasselstein Says:

    Leute, man kann die Diskussion auch auf die Spitze treiben!

    http://jezebel.com/5883026/brilliant-democratic-state-senator-tacks-every-sperm-is-sacred-clause-to-oklahomas-personhood-bill

  6. Avatar von Peter Nasselstein Peter Nasselstein Says:

    Es ist bezeichnend, was sich hier abspielt. Nämlich genau das, was auch die gepanzerten Gesellschaften zerreißt. In einer gepanzerten Gesellschaft werden die Funktionen „Freiheit“ und „Verantwortung“ zu unversöhnlichen antagonistischen Widersprüchen, was bis zu blutigen Bürgerkriegen führen kann.

    Die einen stehen für die Freiheit der Abtreibung ein, so als handele es sich um die Beseitigung bloßer Zellhaufen. Tatsächlich ist es heutzutage aber ein Skandal, daß es überhaupt Abtreibungen gibt bzw. diese notwendig werden! Wie kann man nur so abgrundtief verantwortungslos und imgrunde lebensfeindlich sein?! „Lalala, ich will gar nicht sehen, daß hier ein kleiner Mensch bei lebendigem Leib zerrissen wird! Lalala, Sonne, Mond und Sterne!“

    Die anderen, wie etwa der Präsidentschaftskandidat Santorum, wollen selbst Abtreibungen nach Vergewaltigungen unter Strafe stellen. Hier wird das Leben unschuldiger junger Frauen durch „die Verantwortung für werdendes Leben“ erdrückt. Das sind Leute, die verdrängen, daß beispielsweise bei Katastrophen jeder Arzt angesichts verzweifelt beschränkter Ressourcen selektieren muß, welchen Patienten er sterben läßt und welchen er leben läßt. „Lalala, ich weigere mich, solche Gedanken überhaupt zu denken! Lalala, Sonne, Mond und Sterne!“

    „Absolutheiten“ und „Überzeugungen“ wo man hinblickt. Tatsächlich ist dieser ideologische Zwist aber nur Ausdruck der Panzerung, die die Menschen rigide und „unerbittlich“ macht.

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