Posts Tagged ‘Marxismus’

Paul Mathews: Das Weltgeschehen, die Medien und Modju

28. Dezember 2019

 

Paul Mathews:
Das Weltgeschehen, die Medien und Modju

 

Wie hältst Du es mit der Religion?

7. Dezember 2019

Es gibt zwei Arten von Religion. Die eine ist mit dem Kernkontakt assoziiert, es ist die Religion, die eng mit unserem Sozialleben verbunden ist („Sonntagsgottesdienst“), die andere ist die Privatreligion, die „Spiritualität“, der insbesondere schizophrene Charaktere frönen. Die erstere interessiert den Soziologen, die letztere (man denke nur an all die „Buddhisten“ und „Sufis“, die einem so über den Weg laufen!) den Psychiater… Hier soll es nur um geistig einigermaßen gesunde Menschen gehen.

Gretchens Frage: „Nun sag, wie hast du’s mit der Religion?“, ist natürlich die Frage, ob man an Gott glaubt und sich dazu öffentlich bekennt. Letztendlich ist es die Frage, ob man sich einer letztgültigen moralischen AUTORITÄT unterwirft. Die Gretchenfrage ist deshalb DIE zentrale Frage der autoritären Gesellschaft. Nur als konsequenter Atheist konnte man sich von dieser befreien. Von daher all die Seelenqualen in den Werken eines Goethe oder Nietzsche. Deshalb die zentrale Rolle, die der Atheismus im Marxismus und in der Psychoanalyse spielte. So erklärt sich die große Bedeutung, die der Gottesglaube in Die Massenpsychologie des Faschismus innehat. Es ging um die FREIHEIT, d.h. um die Befähigung zur Selbststeuerung!

Die Zeiten haben sich drastisch geändert, die autoritäre Gesellschaft wurde zu einer antiautoritären und entsprechend verflüchtigte sich die Religion zu der überhandnehmenden anfangs beschriebenen unerträglichen Schizoscheiße (die perverserweise insbesondere bei „Reichianern“ verbreitet ist). Heute ist der Glaube an Gott, d.h. an eine „höhere Macht“, eine höhere PERSONALE Macht, an eine letztendliche AUTORITÄT, etwas, was im allgemeinen Chaos die individuelle VERANTWORTUNG und damit heute die Befähigung zur Selbststeuerung stärkt!

Eure „Spiritualität“ könnt ihr euch sonstwo hinstecken, aber die Sache mit Gott, also konkret mit dem Christentum, sieht die Orgonomie heute etwas differenzierter. Aus dem einstigen Todfeind der Selbststeuerung ist ein Freund geworden. Das gilt selbst für Kinder, die heutzutage in einem satanischen Jauchenpfuhl aus Niedertracht und Gemeinheit (und nichts anderes ist unsere heutige „Kultur“) im Glauben an Gott einen Lichtstrahl in der universellen Finsternis haben, einen Anker im Guten, Wahren und Schönen, einen Halt in der alles mit sich reißenden Schlammlawine.

Orgonometrie (Teil 3): Kapitel 35

29. Oktober 2019

orgonometrieteil12

35. Die Orgonomie ist die endgültige Wahrheit!

Wie die soziopolitische Orgonomie den Marxismus in zweierlei Hinsicht ad absurdum führt

1. Oktober 2019

Marxismus, das ist Klassenkampf plus Mehrwerttheorie: der Reichtum der reichen Klasse beruht auf der Ausbeutung der armen Klasse, die, zumindest relativ, immer ärmer wird, bis das System nicht mehr zu halten ist – Revolution. „Lebendige Arbeit“ wird zu totem Kapital, das sich dem Lebendigen entgegenstellt, bis sich das Lebendige sein Arbeitsprodukt wieder aneignet. Kein Wunder, daß Reich zum Marxisten wurde!

Doch bereits 1933, mit der Veröffentlichung von Die Massenpsychologie des Faschismus, begann Reich dieses Konzept zu untergraben, als er erkennen mußte, daß die sexuelle Unterdrückung den Charakter so formt, daß die arme Klasse sich auf die, von ihrer objektiven ökonomischen Warte aus gesehen, falsche Seite im Klassenkampf stellt. In der Folgezeit zeichnete sich in der sozialen Orgonomie immer mehr ab, daß die Bedeutung der Ökonomie in der gesellschaftspolitischen Entwicklung weit hinter charakterologischen Überlegungen zurückfällt und damit die Marxistische Gesellschaftanalyse vollständig bedeutungslos wird.

Das muß nicht unbedingt bedeuten, daß der Marxsche Ansatz von vornherein falsch ist. Es bedeutet allenfalls, daß die Marxisten bei den gesellschaftlichen Auseinandersetzungen (dem „Klassenkampf“) auf der falschen Seite stehen. Wenn man die Geschichte des Marxismus betrachtet, war es nie so, daß die Initiative von den „unterdrückten Massen“, sondern stets von einer kleinen Gruppe von unproduktiven Intellektuellen (arbeitsscheuen PARASITEN) ausging, die, wie man heute sagt, „Geschwätzwissenschaften“ studierten oder aus anderen Gründen keine Zukunft im Kapitalismus hatten. Ihnen winkte im Sozialismus eine Zukunft als Neoadlige („Funktionäre“). Man betrachte nur die traurigen Gestalten, die heute die Führungsschicht der Grünen ausmachen und all die „Beauftragten“, für die sie vollkommen überflüssige Posten im Staatsapparat geschaffen haben. Volksfremde Zecken, die dem produktiven Teil der Gesellschaft das Blut aussaugen. Wertvernichtung statt Wertschöpfung.

Man reise doch durch die deutschen Gauen und vergleiche steinreiche und durchweg extrem linke Verwaltungs- und Studentenstädte wie etwa Münster, Westfalen, wo buchstäblich nichts produziert wird, mit Industriestädten im Ruhrgebiet, wo das verachtete „Dunkeldeutschland“ verortet wird. Man gedenke des Malochers, der Tag für Tag um 5 Uhr früh sich aus dem Bett quält, damit irgendwelche „Filmemacher“, „Frauenbeauftragte“ und „Ethiklehrer“ ein bequemes und sorgenfreies Leben genießen können, das in der Hauptsache darin besteht, den Arbeitern das Leben schwer zu machen und ihnen ins Gesicht zu spucken. Man denke nur an den Ökoterror des linksliberalen Abschaums gegen die Arbeiterschaft! Ein Gutteil dieses Ausbeutergesocks betrachten sich als „Marxisten“. Ich möchte nicht in der Haut dieses volkommen entarteten und degenerierten linken Gesindels stecken, wenn das deutsche Volk im Rahmen der bevorstehenden Weltwirtschaftskrise erwacht und es zur Revolution kommt!

Zusammengefaßt kann man sagen, daß der Marxismus falsch liegt, weil er das Wesentliche (die Bioenergetik!) übersieht, und selbst, wenn man es so dreht, daß er recht hat, findet man durchweg ALLE Marxisten auf der falschen Seite des „Klassenkampfs“.

Das Weltgeschehen, die Medien und Modju (Teil 4)

11. August 2019

 

Paul Mathews:
Das Weltgeschehen, die Medien und Modju

 

Buchbesprechung: SEX-POL-Essays, 1929-1934 (Teil 3)

5. Juli 2019

von Paul Mathews, M.A.

 

Die Motive des Herausgebers und seiner Gefolgsleute sind eindeutig. Sie wollen Reich mit den Aktivitäten und Ideen von Linken wie Marcuse, Fanonm, Goodman und Cohn-Bendit verbinden, um nur einige zu nennen. Weiterhin impliziert der Herausgeber im Vorwort, dass Reich seine marxistischen Werke aufgrund seiner Ernüchterung über die damals wirkenden Stalinisten und Freudianer und nicht aufgrund eines wissenschaftlichen Sinneswandels revidiert hätte – dass die Änderungen von Reich eine verständliche Reaktion auf den damals bestehenden kommunistischen und marxistischen Apparat waren und keine echte Ablehnung des Marxismus an sich und des Konzepts der kapitalistischen Schuld. Die Betonung der kapitalistischen Schuld ist in den Aussagen des Herausgebers und in der Einleitung von Ollman überall präsent, was darauf hindeutet, dass das Thema des Buches eher politisch und ideologisch ist, statt funktionell und wissenschaftlich wie Reichs Konzepte. Beispielsweise sagt Ollman, wenn es um die Befreiung der Frau geht:

Wie vorhergesagt, können dieselben Qualitäten [der Ungleichheit] im gesamten kapitalistischen Leben beobachtet werden. Ungleichheit … und die allgemeine Frustration, die sich daraus ergibt, sind Hauptmerkmale der von Marx [S. xi] beschriebenen Entfremdung. Kurz gesagt, ist das Leben im Kapitalismus nicht nur für unsere Überzeugungen verantwortlich, sondern auch für damit verknüpfte Ideen … [und] spontane Reaktionen [S. xviii]. Wenn Reichs „Sexualökonomie“ jemals ein integraler Bestandteil des Marxismus werden soll, müssen die charakteristischen kapitalistischen Qualitäten der sexuellen Unterdrückung … näher beleuchtet werden (S. xxv).

Man beachte die Hierarchie, Marx steht über Reich, und vergleiche das obige mit diesem weiteren Reich-Zitat:

Jetzt zu den Kommunisten: ich war nie ein Kommunist im üblichen Sinne. Ich war nie ein politischer Kommunist. Ich möchte, dass Sie das betonen. Niemals. Oh ja, ich habe in der Organisation gearbeitet. Ich habe mit ihnen zusammengearbeitet. Ich war überzeugt, dass der Kapitalismus schlecht ist, aber ich glaube heute nicht mehr, dass das Elend durch den Kapitalismus verursacht wurde. Das Elend ist älter als der Kapitalismus (5)n.

 

Anmerkungen des Übersetzers

m Frantz Fanon (1925-1961), französischer Psychiater, Politiker, Schriftsteller und Vordenker der Entkolonialisierung. PN

n Wilhelm Reich über Sigmund Freud, Schloß Dätzingen 1976, S. 77.

 

Literatur

5. Higgins, M. und Raphael, C., Hrsg.: Reich speaks of Freud. New York: Farrer, Straus & Giroux, 1967

 

Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Charles Konia.
Journal of Orgonomy, Jahrgang 7 (1973), Nr. 1, S. 120-124.
Übersetzt von Robert (Berlin)

Die Antifa aus metaphysischer Sicht (Teil 1)

25. Mai 2019

Wer könnte diese Spaken nicht lieben, die uns so tiefe Einblicke in die Soziale Orgonomie gewähren? Man nehme etwa folgendes Wandbild von St. Pauli Ultras (USP):

All Cops Are Bastards. Alle Bullen sind Schweine! Oink Oink:

Warum sind es Schweine? Weil sie Rassismus, Sexismus und Homophobie schützen. Nur der rote Schwarm kann sich gegen die Haie zur Wehr setzen:

Die ganze Infantilität, die hinter diesem Aufstand gegen Autoritätspersonen und dieses Gruppendenken „der Kleinen gegen die Großen“ steht! Typischerweise ist der Haß gegen die letzte Gruppe in dieser Gesellschaft gerichtet, die noch physische Gewalt ausübt, d.h. die durch ihre Muskulatur wirkt. Die letzte Gruppe, die dafür steht, daß Menschen eigenverantwortlich („vernunftgemäß“) handeln.

Letztendlich geht es der Antifa um die Vernichtung des bioenergetischen Kerns, der durch das Vaterimago verkörpert wird:

Der folgende Aufkleber einer weiteren rotfaschistischen Organisation faßt auf förmlich geniale Weise zusammen, womit wir es zu tun haben:

Auf lokaler Ebene herrscht der unmittelbare Rote Terror. Davon kann jeder Wahlhelfer der AfD ein Lied singen! Die einzige Institution, die das Recht aufrechterhalten kann, der Nationalstaat, wird abgeschafft. Ohne Grenzen kein Staat. Ohne Staatsvolk kein Staat. Darüber die Fremdbestimmung durch eine anonyme Bürokratie. Die Räterepublik, die Sowjetrepublik, die EUdSSR!

Zum folgenden will mir nichts rechtes einfallen:

Das ganze ist unglaublich dringend! Dieser Druck!

„Marxismuß“! Die Revolution als orgastische Befreiung! Tatsächlich sieht das sexualökonomische Geschehen aber so aus („SLM“ steht für Islam):

Diese ganze Mischung aus Ödipuskomplex (Papa ist ein Schwein!), ängstlichem Rückzug vom Genital in den Kopf („Intellekt!) und ins Kollektiv (buchstäblich das „Über-Ich“), diese Mischung aus Sadismus (Roter Faschismus) und Masochismus („I love Volkstod“) – das ist der Faschismus („Antifaschismus“) heute.

Besprechung: Marx, Engels, Lenin, Trotsky – GENOCIDE Quotes (The Hidden History of Communism’s Founding Tyrants, in their Own Words) von James DeMeo

13. Mai 2019

In der Einleitung zu dieser Zitatensammlung ist ständig von „königlichen Despoten“ die Rede, so als wäre die beiden Kaiser Despoten gewesen. Wenn man das mit dem mörderischen Wüten der „Demokratien“ England, Frankreich und insbesondere Belgien in deren Kolonien vergleicht… Nicht vergessen sei auch, daß diese Demokratien Verbündete des despotischen Rußland gegen das „despotische“ Deutschland waren. Im Ersten Weltkrieg einen Kampf zwischen Gut und Böse sehen zu wollen, ist mystisches, d.h. irrationales Denken, das sich in seiner Struktur beispielsweise kaum vom Antisemitismus unterscheidet.

Ein zweites Leitmotiv, das das Büchlein durchzieht, ist die Linie, die von den deutschtümelnden, antisemitischen, „antislawischen“ und antidemokratischen Marx und Engels zu Hitler gezogen wird. Beispielsweise zeigt ein Zitat, daß Marx 1870 auf der Seite Preußens stand und daß seiner Meinung ein deutscher Sieg im sich abzeichnenden Krieg den Interessen der Arbeiterbewegung im allgemeinen und des Marxismus im besonderen diene (S. 26). Ja, und?! Bindeglied zwischen „Marx“ und „Hitler“ ist die Unterstützung und Finanzierung Lenins durch das deutsche Oberkommando, das Friedensdiktat von Brest-Litowsk (wo Rußland übrigens nur nichtrussische Gebiete abgeben mußte!) und nach dem Krieg die strenggeheime enge Kooperation der Reichswehr mit der Roten Armee. Das ganze schließlich gekrönt vom Hitler-Stalin-Pakt.

Neben Marx wird auch Lenin zitiert, der 1920 erklärte:

Ich bin kein Freund der Deutschen, aber im gegenwärtigen Augenblick erscheint es mir besser, sie zu nützen, als sie herauszufordern. Ein unabhängiges Polen ist eine große Gefahr für Sowjetrußland; aber es ist ein Übel, das auch sein Gutes hat, denn solange es besteht, können wir auf Deutschland rechnen. Die Deutschen hassen die Polen genauso wie wir und werden sich jederzeit mit uns verbünden, um dieses Land zu vernichten. … Deutschland will Rache, und wir wollen die Revolution. Im Augenblick haben wir die gleichen Ziele. Wenn sich unsere Wege einmal trennen werden, werden die Deutschen unsere größten und erbittertsten Feinde sein. Aber die Zeit wird erweisen, ob aus den Trümmern Europas eine deutsche Hegemonie oder der kommunistische Zusammenschluß erwachsen wird. (S. 48)

Wieder: Ja, und?! Formal ist hier Lenin, ein offenbar sehr kluger Mann, nicht „böser“ oder zynischer als jeder andere Politiker dieser Zeit. Ich denke dabei insbesondere an England und Frankreich. Diese Zitatenauswahl empfinde ich als tendenziös, als wolle DeMeo sagen, daß Deutschland schlechthin böse war und daß Marx und Engels böse gewesen seien, weil sie deutsche Nationalisten waren, während Lenin und Trotzki böse gewesen seien, weil sie auf die deutsche Karte setzten. Es geht um nicht weniger als die Eroberung der Welt! DeMeo:

Lenin, Trotzki und Stalin hatten sich alle an Geheimplänen deutscher Techniker und Ingenieure beteiligt, neue Munitionsfabriken tief im sowjetischen Territorium zu errichten, geschützt vor den neugierigen Blicken der Versailler Inspektoren, mit Aufteilung der produzierten Waffen. In diesen neuen Fabriken wurden nach gemeinsamen Plänen der Sowjets und des deutschen Oberkommandos neue Generationen von Jagd- und Bomberflugzeugen, Panzern und Artillerie, Giftgas und anderen Waffen für einen späteren offenen Eroberungskrieg gegen den Rest der Welt heimlich hergestellt und getestet. Diese Täuschung blieb auch nach 1933, als Hitler an die Macht kam, geheim, und in Deutschland erschienen „wie durch Zauberei“ riesige Mengen neuer und erschreckender Waffen. Der bekanntere „Hitler-Stalin-Pakt“ von 1939, kurz vor der gemeinsamen Invasion Polens durch Deutschland und die Sowjetunion, war die erste öffentliche Ankündigung einer tödlichen Verschwörung für die Welteroberung, die zwischen den deutschen Militaristen und den bolschewistischen Sowjets zwei Jahrzehnte zuvor ausgebrütet worden war. (S. 60)

Man weiß gar nicht, wo anzufangen! Es kann keine Rede davon sein, daß da großartig Rüstungsgüter für die deutsche Armee hergestellt und nach Deutschland, gar nach Hitlers Machtergeifung, gebracht wurden. Hitler hat seinen Generälen nach der besagten Machtergreifung strengstens verboten, die alten Kontakte in die Sowjetunion zu aktivieren. Der Hitler-Stalin-Pakt war von beiden Seiten Machiavellistische Diplomatie, nicht Ausfluß der angeblichen „Welteroberungspläne der deutschen Militarkaste“. (Ebenso hätte Deutschland Polen als Partner und etwa das faschistische Italien als Gegner haben können!) Beim Polenfeldzug drohte der Wehrmacht, die angeblich die Welt erobern wollte, die Munition auszugehen, etc.pp. Auf diesen ganzen Komplex werde ich in den nächsten Tagen näher eingehen. Aber zunächst zum eigentlichen Inhalt der Broschüre: die Sammlung von Zitaten von Marx, Engels, Lenin und Trotzki, die von Linken (einschließlich Reich!) gerne als Lichtgestalten gegen den mörderischen Stalinismus abgehoben werden. Doch deren eigene Worte verdammen sie, „die Klassiker“. Diese zeichnen nämlich den Roten Terror vor, wenn sie ihn nicht direkt anordnen. Erschreckend ist die Menschenverachtung, mit der „Klassen“ und ganze Völker der Ausmerzung überantwortet werden. Das ganze mutet wie eine mörderische Mischung aus (Pseudo-) Hegelianismus und (Pseudo-) Darwinismus an. Für Marx, Engels & Co. gehen die „Gesetze“ der Geschichte gefühllos wie ein Erdbeben über Individuen und ganze Nationen hinweg und es gilt das eherne Gesetz der „Auslese“. Menschen werden zu „Ungeziefer“.

DeMeo bietet ein Zitat Maos (das einzige eines Stalinisten im Buch) über den Laogai, den chinesischen GULAG, das mir vollkommen neu war und das denkbar plastisch den Unterschied zwischen der „Stalinistischen“ und der Reichschen Marx-Interpretation verdeutlicht:

Unsere Wirtschaftstheorie besagt, daß der Mensch die grundlegendste Produktivkraft ist. Mit Ausnahme derer, die aus politischen Erwägungen physisch ausgerottet werden müssen, müssen Menschen als Produktivkraft eingesetzt werden vorausgesetzt sie sind unterwürfig. Laogai-Einheiten zwingen Gefangene zur Arbeit. Die grundlegende Politik des Laogai lautet: „Zwangsarbeit ist das Mittel, während Gedankenreform das grundlegende Ziel ist.“ (S. 13)

Man vergleiche das mit dem „Marx-Kapitel“ in Menschen im Staat und den Ausführungen über die „natürliche Organisation der Arbeit“ in Die Massenpsychologie des Faschismus! „Gebt Veratwortung der lebensnotwedigen Arbeit!“ DeMeo zeigt mit seiner Zitatensammlung, daß Reich einem Mythos anhing, der nichts mit dem lebensfeindlichen und despotischen Grundwesen des Marxismus zu tun hat. Die Tragik ist, daß dieser rosarote Mythos der amerikanischen Jugend flächendeckend eingetrichtert wird (mit aktiver Hilfe rotverstrahlter pestilenter „Reichianer“!) – und daß DeMeos Buch niemals zum „Kleinen Roten Buch“ dieser Generation werden wird.

Wie der Marx-Mythos geschaffen wurde und was Marx und Engels wirklich an mörderischem Schrott verzapft haben (hunderte Seiten wörtlicher Zitate!) findet sich in den beiden Werken von Konrad Löw:

Der Mythos Marx und seine Macher, München 1996

und

Das Rotbuch der kommunistischen Ideologie, München 1999

Nicht Menschen gehören ausgerottet, sondern menschenverachtende Ideologien wie der Marxismus.

Orgonometrie (Teil 3): Kapitel 11

21. März 2019

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11. Verhalten und Handlung

Der Ödipus-Komplex und die Reichianer

8. März 2019

Elsworth F. Baker zufolge gibt es zwei Arten von Menschen: diejenigen, die frei sind vom Ödipus-Komplex, und diejenigen, deren gesamte Existenz von ihm geprägt ist. Zu den ersteren gehören jene, die die genitale (bzw. phallische) Phase nicht durchgemacht haben und die deshalb weitgehend lebensunfähig sind („orale Charaktere“), und jene, die unergründlicherweise die genitale Libidophase unter den heutigen gesellschaftlichen Bedingungen unbeschadet durchstanden haben und entsprechend gesunde genitale Charaktere sind. Zur zweiten Gruppe gehören effektiv fast 100% der Bevölkerung! Entsprechend beherrscht der Ödipus-Komplex wirklich alles.

Nach Baker gibt es zwei Möglichkeiten, wie der Neurotiker den Ödipus-Komplex bewältigt: entweder tritt er in offene Konkurrenz zum Vater bzw. zur „Vater-Imago“ (das konservative Syndrom) oder er rebelliert gegen ihn auf subversive Weise (das liberale, „linke“ Syndrom). Diese beiden Bewältigungsformen des Ödipus-Komplexes bzw. deren Widerstreit bestimmt unser gesamtes politisches und gesellschaftliches Leben. Das zeigt sich besonders schön am „Reichianismus“ selbst.

Beispiel Amerika: dort besteht, wie zuvor in der Psychoanalyse und im Marxismus, ein Gutteil der „Reich-Anhänger“ aus „Juden“. Davon leidet wiederum ein Großteil unter dem „liberalen“ Bewältigungsmodus des Ödipus-Komplexes. Obwohl sie ganz offensichtlich nichts mit dem Judentum verbindet, kehren sie dieses plakativ nach außen, weil sie, fast durchweg der Oberschicht entstammend oder zumindest aktuell dazugehörend, sich in der Rolle des „Opfers“ gefallen – des Opfers im ödipalen Drama, das gegen den Vater rebelliert. Entsprechend ist die „Israel-Kritik“ ihr großes Thema. Ganz offen betreiben sie Boykotthetze gegen Israel, solidarisieren sich mit den „Palästinensern“ (fast durchweg Hitler-Verehrer!) und stellen Israel als DIE Bedrohung des Weltfriedens hin. Unter keinen Umständen wollen sie angesichts des so „unjüdischen“ Judenstaates Israel ihres Opferstatus verlustig werden und vor allem leben sie die Rebellion gegen das Vater-Imago aus.

Das zeigt sich auch in ihrer Haltung zu Amerika: auf der einen Seite können sie sich gar nicht wieder einkriegen in ihrem Haß gegen Trump, weil der (warum auch immer) den amerikanischen Traum und die amerikanische Demokratie zerstöre – und auf der anderen Seite delegitimieren sie die Vereinigten Staaten erbarmungslos. Der aufgeblasene Militärhaushalt, die Erinnerung an Vietnam, die Sklaverei, die Indianerkriege, etc.pp. Selbst die Gründung der USA sei eine einzige Lüge, da die Engländer die Steuern nur erhoben, weil sie bei der Verteidigung der Kolonisten gegen die Franzosen und deren indianische Verbündete sich finanziell verausgabt haben und im Westen aufwendige Militärposten ausrechterhalten mußten, um die Indianer vor den nach Westen drängenden weißen Siedlern zu schützen. Sie lassen kein gutes Haar an ihrem eigenen Land. Das nennt man Subversion! IN IHREN AUGEN WÄRE ES BESSER, WENN ES DIE USA GAR NICHT GEBEN WÜRDE. Das gleiche gilt für Israel, das sie offensichtlich ausradiert sehen wollen. Der Ödipus-Komplex ist derartig wirksam, daß sie selbst einen zweiten Holocaust freudig beklatschen würden!

Diese Geistesart prägt weltweit (wenn natürlich auch jeweils unter anderen Vorzeichen!) den gesamten „Reichianismus“, dem so gut wie ausschließlich Linke angehören. Man vertue sich nicht: diese Leute werden erst Ruhe geben, wenn das Erbe Reichs endgültig vernichtet und die Orgonomie endgültig zerstört ist. Man mache doch bitte mal die Augen auf! Diese linken Charaktere haben es geschafft ein Land wie Schweden, ein Paradies auf Erden ohne wirklich tiefgehende Probleme, in eine veritable Hölle zu verwandeln und dem sicheren Untergang auszuliefern. DEN GESAMTEN WESTEN HABEN SIE ZERSTÖRT. Und genau das gleiche machen sie mit der Orgonomie in ihrer nunmehr viele Jahrzehnte andauernden Verschwörung gegen Wilhelm Reich und das American College of Orgonomy. Belege finden sich u.a. in meinen „Besprechungen Reichianischer Bücher“ hier, hier und hier.