Ist die Orgonomie eine Wissenschaft?

1. Die Orgonomie bewegt sich weitgehend außerhalb dessen, was als „Wissenschaft“ gilt, wie sie in Zeitschriften wie Science und Nature dokumentiert ist. Beispielsweise wird der Orgonenergie-Akkumulator nicht von Physikern untersucht, sondern von Reichschen Therapeuten in ihrer Freizeit und von kompletten Laien. Wobei zu sagen ist, daß die Wissenschaft keine Kirche ist, in der nur geweihte Priester sozusagen „Messen“ abhalte dürfen, d.h. Experimente entwerfen, Messungen durchführen und sie auswerten dürfen!

2. Jeder Wissenschaftler kann orgonotische Phänomene mit dem gängigen wissenschaftlichen Instrumentarium untersuchen, solange er WISSENSCHAFTLICH vorgeht. Es käme ja auch niemand auf die Idee, elektrostatische Phänomene bei hoher Luftfeuchtigkeit und in unmittelbarer Nähe einer Quelle ionisierender Strahlung durchzuführen! Leider führt wirklich niemand ernstzunehmende Untersuchungen durch, die die orgonotischen Randbedingungen respektieren. Eine Ausnahme ist die von Stefan Müschenich durchgeführte Untersuchung des Orgonenergie-Akkumulators an der Universität Marburg Mitte der 1980er Jahre, die nach menschlichem Ermessen wissenschaftlich bewiesen hat, daß das Gerät auf den menschlichen Körper so wirkt, wie Reich behauptet hat.

3. Ein, wenn nicht das, Problem der konventionellen Wissenschaft ist, daß sie mit dem „materialistischen Mechanizismus“ verwechselt wird, d.h. die Welt wird betrachtet wie eine Maschine, die in jedem Augenblick gleich wirkt. Wenn ich die Mechanik eines Fahrrades verstanden habe, kann ich beliebig in die Vergangenheit und Zukunft extrapolieren und es besteht keinerlei Notwendigkeit, das Funktionieren eines Fahrrades über Stunden oder gar Tage zu beobachten. (Wenn man mal Untersuchungen des Verschleißes etc. beiseite läßt!) Die Grundthese der Orgonomie ist jedoch, daß die Natur eben keine Maschine ist und die Grundeigenschaft der Orgonenergie ihre Spontanität ist. Entsprechend kann ich Reichs Bionforschung nur dann wirklich WISSENSCHAFTLICH beurteilen, wenn ich entsprechende Präparate sehr lange beobachte und derartige Beobachtungen immer wieder durchführe. Das gleiche gilt für die Korrelation orgonotischer Parameter (etwa der Temperaturdifferenz „To-T“) mit dem Wetterverlauf. Und so bei allem. Wer etwa die Wirksamkeit des Cloudbusters wirklich WISSENSCHAFTLICH untersuchen will, sollte sich erst mal mit der Wirkung eines Medical DOR-Busters vertraut machen und Cloudbuster-Operationen begleitet haben und dann daraus ein Forschungsprogramm ableiten. Es ist schlichtweg lächerlich, mechanisch Metallröhren auf den Himmel zu richten und das dann mit dem Niederschlag abzugleichen. Beispielsweise wird es einem mechanistischen „Wissenschaftler“ egal sein, ob er einen Medical DOR-Buster zur Mittagszeit bei knallender Sonne untersucht oder bei Sonnenuntergang. Tatsächlich folgt das Gerät aber weitgehend dem orgonotischen Funktionieren der Atmosphäre, d.h. zur „expansiven“ Mittagszeit wird er kaum „abziehen“, vielleicht sogar das Gegenteil machen, am Abend aber der „kontraktilen“ atmosphärischen Gesamttendenz gemäß ungewöhnlich stark abziehen. Er ist keine Maschine wie ein Fahrrad! (Im übrigen zeigt das auch den rationalen funktionellen Ort des Maschinellen im lebendigen Naturgeschehen: gewisserweise befreiten uns Biomechanik und Biochemie von den Unvorhersehbarkeiten „atmosphärischer Zustände“. Aber versuch das mal einem „Wissenschaftler“ zu erläutern!)

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3 Antworten to “Ist die Orgonomie eine Wissenschaft?”

  1. Avatar von adamrhau adamrhau Says:

    Leider wird positive Wissenschaft oft mit der „wissenschaftlichen Weltanschauung“, einer Ideologie, gleichgesetzt, auch von den meisten Wissenschaftlern selbst.
    Lustig wird es dann, wenn blutige Laien erklären (wie bei Corona), „der Wissenschaft zu folgen“. Hier tritt der „Wissenschaftler“ dann an die Stelle des Priesters auf der Kanzel.

  2. Avatar von Peter Nasselstein Peter Nasselstein Says:

    Die Faschisierung der BRD:

    Hofreiter eskaliert komplett gegen Elon Musk! – YouTube

  3. Avatar von O. O. Says:
    1. Die Orgonomie löste Angst aus und daher hatte sie eine breite Gegnerschaft und viele charakterlose Gegner und Follower und damit ist sie für Dogmen und Sektierer anfällig. Die Wissenschaft ist nicht unabhängig, wie es sein sollte, sie lässt sich finanzieren und wollte nichts in Reich investieren. Dennoch hat Reichs Ideenreichtum – vor allem die „sexuelle Revolution“ (als Freibrief zum Herumficken) – die Studenten begeistert.
    2. Der Vergleich mit der Corona-Meinungseinheit ist auch bzgl. Reich anzuwenden. Wer irgendeine Idee von Reich als etwas anderes ansieht als eine „Verschwörungstherorie“ ist als Spinner (Schwurbler, Nazi oder was ihr auch wollt) anzusehen. Es gilt als „wissenschaftliche“ Meinung (obwohl sich kaum ein Wissenschaftler je dafür interessiert hätte oder interessieren dürfte): „Das Orgon existiert nicht“. Demzufolge wird jeder, der sich für Orgon interessiert, ausgeschlossen oder „erschossen“. Für letzteres gibt es subtilere Methoden.
    3. Solange wir noch in einer (ansatzweisen) Demokratie gelebt haben, gab es für jeden die Möglichkeit, selbst für sich etwas zu experimentieren und zu erfahren.
    4. In einer Diktatur (die nicht so genannt werden wird) ist Sexualität und der Gedanke das Verbrechen (vgl. Orwell „1984“, § 106a zum Gedankenverbrechen).
    5. Corona heute „existere nicht mehr“: Ich gehe heute mit Maske zum Arzt und brauche auch nicht mehr zu sagen was ich habe. Ich darf, statt ins Wartezimmer mich über 2 Stunden zu setzen, gleich zum Arzt. Der Arzt sagt: Wir testen nicht mehr. Auf dem AU-Zettel steht auch keine Corona-Diagnose (Sie diagnostizieren nicht mehr). Und es gibt Vitamin C und Lutschpastillen für Husten. Oder um es mit Bill Gates Worten zu sagen, die er „nie“ gesagt haben soll. Er wolle das Militär jetzt (2024!) zur Impfung gegen Impfweigerer einsetzen. (Quelle msn Nachricht auf dem PC als Eilmeldung.) —- Dazu das überzeugende Dementi im Internet: „Der Kinderarzt und Impfstoffwissenschaftler Peter Hotez erörtete bei einem Kongress im Juli 2024 Möglichkeiten zur Bekämpfung von Falschinformationen. Seine Aussagen wurden online jedoch aus dem Zusammenhang gerissen, um die Behauptung zu untermauern, Bill Gates und die WHO hätten Staaten aufgefordert, „Impfverweigerer“ durch das Militär zwangsweise zu impfen. Aus dem vollständigen Gespräch geht jedoch hervor, dass Hotez nicht über Impfungen oder einen Militäreinsatz gesprochen hat. AFP fand zudem keine Aufzeichnungen, wonach die WHO oder Gates zum Einsatz des Militärs aufgerufen hätten. Die WHO ist nicht befugt, einzelnen Ländern Vorschreibungen zu ihrer jeweiligen Gesundheitsversorgung zu machen.“ [https://faktencheck.afp.com/doc.afp.com.36FE27T]

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