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nachrichtenbrief124

1. Dezember 2018

Einige orgonotische Erstrahlungseffekte. Eine vorläufige Mitteilung (1958) (Teil 5)

26. Juli 2018

von David Boadella

Erklärungen (Fortsetzung)

Aus diesen Reaktionen wird deutlich, daß die einzigen Menschen, die die Glühbirneneffekte nicht ignorieren, diejenigen sind, die sie zufällig für sich entdeckt haben; daß es keine „offizielle“ Erklärung dafür gibt, weil es keine „offizielle“ Anerkennung dafür gibt; und daß die erste Reaktion, wenn das Thema erwähnt wird, die ist, so zu tun, als ob es nicht für „ernsthafte wissenschaftliche“ Überlegungen geeignet wäre, sondern, wie psychische Forschung oder Fliegende Untertassen, nur Witze und Spott verdient. Entweder wird die ganze Sache als Scherz betrachtet (wie die Haltung des Managers von A.E.I. nahelegt); oder ich war das Opfer einer Halluzination (wie von einem Lehrer scherzhaft vorgeschlagen); oder es ist „bloß eines dieser Dinge“, ein guter Partytrick und etwas, um das sich der Physiker, wie um so viele Dinge auf dem Jahrmarkt, in der Seance oder am Tisch des Wahrsagers, nicht zu kümmern braucht.

Die zweite Reaktion, die nur eintritt, wenn das Phänomen unmißverständlich nachgewiesen wird oder wenn der Physiker bereit ist, deine Aussage in gutem Glauben zu akzeptieren, beinhaltet den Versuch, etwas zu tun, was die Lehrbücher nicht getan haben, die Tatsache in Begriffen der bestehenden Theorie zu erklären. („ … ein elektrostatisches Feld … nehme ich an“).

Wenn der Physiker überzeugt werden kann, eine ernsthafte Antwort auf die Frage „Was ist die Energie, die die Glühbirnen zum Aufleuchten bring?“ zu geben, wird seine Antwort sich in Begriffen von elektrostatischen Konzepten bewegen. Es wird angenommen, daß die verschiedenen Phänomene der Elektrostatik mit demselben Konzept erklärt werden können, mit dem die Wirkung von Batterien und Dynamos bei der Erzeugung eines elektrischen Stroms erklärt werden. Somit können die gleichen elektrischen Einheiten, falls notwendig, verwendet werden, um sowohl „statische“ als auch „Strom-“ Effekte zu beschreiben.

Die einzigen Fälle von blaugrüner Erstrahlung in einem Vakuum, die ich gefunden habe, treten auf, wenn eine hohe elektrische Spannung zwischen den Elektroden einer speziell konstruierten Vakuumröhre erzeugt wird. (Im Falle des einen Beispiels, das vom A.E.I.-Manager zitiert wurde, wurde auf die speziell konstruierte Röhre und die Elektroden verzichtet, aber die Hochspannung blieb erhalten). Die erforderliche Spannung wird offensichtlich entsprechend dem Druck des Restgases und dem Abstand zwischen den Elektroden variieren, es kann jedoch normalerweise erwartet werden, daß sie sich in dem Bereich von 100 bis 1000 Volt bewegt. Dies war der Bereich, den Reich in seinen Vakuumexperimenten (siehe 3) mit 0,5 Mikrometer Druck und mit 15 cm Abstand zwischen den Elektroden verwendete. Im Vergleich scheinen die vom A.E.I.-Manager genannten Volt für eine 25-Watt-Glühbirne hoch, aber möglicherweise ist dies auf die Tatsache zurückzuführen, daß Glühlampen nicht mit Elektroden ausgestattet sind. (Reich berichtet jedoch an anderer Stelle, daß er eine Spannung von 1000 bis 2000 Volt verwendete, um die Vakuum-Erstrahlung auszulösen. Siehe 9). Was die Rolle der Elektroden spielte, als die Spannung von 12 000 angelegt wurde, weiß ich nicht; möglicherweise war es „nur“ das Glas und nur die Wolframverdrahtung oder möglicherweise sind Elektroden nicht einmal notwendig, was wahrscheinlich erscheint.

Alle Fälle von Vakuum-Erstrahlung, von denen ich gelesen habe, beruhten auf einer elektrischen Spannung, die per Drahtverbindung von einem Dynamo, einer Batterie oder einer Induktionsspule irgendeiner Art geliefert wurde. Erst wenn dem Physiker das „eigentümliche“ Ereignis präsentiert wird, daß eine Glühbirne ohne jegliche Drahtverbindungen leuchtet, sieht er sich zu der Annahme genötigt, daß ein elektrostatisches Feld eine Vakuumerstrahlung ins Werk setzten kann. Zuvor war das alles irrelevant. Aber sobald diese Annahme verzweifelt getroffen wurde (und wenn der Versuch, das Ganze mit einem Lachen abzutun, gescheitert ist), zeigt eine kleine Überprüfung, daß sie unhaltbar ist, solange wir davon ausgehen, daß die elektrostatische „Elektrizität“ die gleiche ist wie die faradische Elektrizität, der elektrische Strom.

Die elektrische Spannung, die benötigt wird, um die Vakuumerstrahlung auszulösen, fällt in einen Bereich von Hunderten von Volt bis zu Tausenden von Volt. Wir müssen fragen, ob es möglich ist, daß die Hände, die die Glühbirne sanft streichen, diese hohen Spannungen liefern können? Die Frage erscheint lächerlich, „eigentümlich“ und von daher neigen wir dazu der ganzen Frage und deren Antwort auszuweichen. Es wurde gezeigt, daß die elektrische Ladung der Hautoberfläche, gemessen mit Hilfe des Oszillographen, im Bereich von Millivolt liegt (4). Die Hände bilden hier keine Ausnahme. Wir stehen vor der Tatsache, daß die Hände, deren Spannung vernachlässigbar ist, „durch Erzeugung eines elektronenstatischen Feldes“ eine Spannung herstellen können, die sehr beträchtlich ist und zu brillanten Lichteffekten führen kann.

Weitere Überlegungen zeigen, daß die elektrostatische Theorie zur Erklärung der Vakuumerstrahlung nicht ausreicht. Die höchsten Ladungen der ‚Elektrostatik‘ werden durch die heftigsten Formen der Reibung erzeugt, wie z.B. in der Wimshurstmaschine [siehe folgenden Absatz!]. Aber wenn die Vakuumbirne kräftig gerieben wird, sogar auf Seide, entsteht kein Glühen, solange die Hand die Seide nicht festhält und die Seide die aufleuchtend-machende Kraft der Hand behindert.

[Anmerkung des Herausgebers in der nächsten Ausgabe von Orgonomic Functionalism:] Die hohen Ladungen, die von der Wimshurstmaschine produziert wurden, seien durch heftige Reibung erzeugt worden. Das ist falsch. Nur sehr frühe elektrische Maschinen verwendeten Reibung, um Ladung zu erzeugen. Die Wimshurstmaschine akkumuliert ihre Ladung durch Induktion ohne direkten Kontakt zwischen den Drehtellern.

 

Literatur

3. Reich, W.: „Orgonotic light functions. 3. Further physical characteristics of Vacor Lumination (1948)“ Orgone Energy Bulletin Vol. 1, No. 3, 1949
4. Reich, W.: EXPERIMENTELLE ERGEBNISSE ÜBER DIE ELEKTRISCHE FUNKTION VON SEXUALITÄT UND ANGST. Sexpolverlag, Copenhagen, 1937
9. Reich, W.: „Meteorological Functions in Orgone-charged Vacuum Tubes“ Orgone Energy Bulletin Vol. 2, No. 4, 1950

 

* Abdruck der Übersetzung aus dem Englischen mit freundlicher Genehmigung des Autors, Dr. Boadella. Der Originalaufsatz „Some Orgonotic Lumination Effects“ findet sich in der von Paul und Jean Ritter in Nottingham, England herausgegebenen Zeitschrift Orgonomic Functionalism, Vol. 5 (1958), No. 3, S. 139-150.

Die Kraft der Jedi-Ritter

31. Dezember 2016

Physiker, Astronomen, etc. sind typischerweise Menschen, die emotional erstaunlich unreif sind. Sie lesen Science Fiction, sind „Trekkies“. Sie sind ziemlich genau so, wie sie karikaturhaft in Filmen gezeichnet werden. Es ist schlichtweg undenkbar, daß eine dieser Figuren jemals Zugang etwa zu Reichs Buch Die kosmische Überlagerung finden wird. Fast alle Wissenschaftler sind heutzutage schlichtweg Seelenkrüppel! Ein schlagendes Beispiel ist ein Bericht auf www.space.com über eine wissenschaftliche Zusammenkunft anläßlich des jüngsten infantilen Star Wars-Drecks:

Im Star Wars-Universum treibt eine mystische Energie, bekannt als die Kraft, die Kämpfe zwischen den Jedi-Rittern und ihren dunklen Pendants an, den Sith. Vor der Veröffentlichung von Rogue One: A Star Wars Story hat sich im Laufe des Sommers eine Gruppe von Wissenschaftlern der realen Welt zusammengetan, um über die Wissenschaft dieser mystischen Energie zu diskutieren.

Das Panel aus Wissenschaftlern, die sich im vergangenen September auf dem Dragon Con-Kongreß in Atlanta versammelten, stellte eine faszinierende Möglichkeit in den Raum: Die Fähigkeit, die Kraft zu manipulieren, könnte von einer Lebensform zur nächsten wandern und das nicht als genetische Mutation, sondern so wie es ein Virus macht. (Im Star Wars-Universum wird behauptet, die Kraft sei in manchen Menschen stärker als in anderen). Das würde bedeuten, daß eine Empfindlichkeit gegenüber der Kraft nicht nur unter Menschen, sondern auch auf ihre außerirdischen Verbündeten übertragen werden könnte.

„Ein Jedi-Virus könnte ein breites Spektrum – wie das Influenzavirus – abdecken, so daß kleine grüne Yodas es ebenso wie Menschen bekommen können“, meinte space.com gegenüber Eric Spana, ein Biologe an der Duke University in North Carolina. (Das Panel entschloß sich, die in den Prequels vorgeschlagene midi-chlorianische Erklärung zu ignorieren, die besagt, daß die Kraft durch mikroskopische Organismen erzeugt wird, die in jedem leben, aber bei manchen Menschen häufiger vorkommen.)

Und so weiter und so fort mit dem „wissenschaftlichen“ Geschwafel… „Midi-Chlorianer“ sind eine fernöstlich-buddhistische Entstellung von Reichs Bionen, an denen er die Orgonenergie entdeckt hat. „Buddhistisch“, weil man seine Gefühle abtöten muß, um mit den „Midi-Chlorianern“ und „der Kraft“ in Kontakt zu treten. Außerdem hat „die Kraft“ eine helle und eine dunkle Seite, entsprechend Reichs Orgon und DOR. – Schlichtweg der übliche verkorkste Mist, den uns Hollywood tagtäglich ins Gesicht schlägt, aber immerhin kommt er doch der Orgonomie, wie krankhaft pervers auch immer, nahe, doch selbst das wird sofort explizit ausgeblendet. Von den Eigenschaften „der Kraft“, insbesondere der „Psychokinese“, ist natürlich auch nicht mal andeutungsweise die Rede. Diese Leute sind Zombies, Leichname in emotionaler Hinsicht.

Die Grundkonstanten der Physik

28. Dezember 2016

Der Heilige Gral der Physik sind nicht irgendwelche Elementarteilchen, sondern die Erklärung der diversen physikalischen Grundkonstanten. Man denke etwa an die „Feinstrukturkonstante“, die bestimmt, wie groß die Atome sind, oder die Gravitationskonstante, die die Größe der kosmischen Strukturen bestimmt. Ihre exakten Werte ergeben, daß es, von der Chemie her, Brot geben kann und daß es einen Planeten geben kann, der um einen Stern im richtigen Abstand kreist, damit Getreide wachsen kann.

Warum haben die physikalischen Grundkonstanten diese bestimmten Werte? Es gibt dazu eine mystische (Platonistisch) und eine mechanistische Antwort („es wird solange gewürfelt, bis die richtige Zahl erscheint“).

Die mystische Erklärung ist die „Weltformel“, mit deren Hilfe „Gott“ die Welt erbaut hat. Die Grundkonstanten berechnen zu können, ist der Traum jedes Physikers. Beispielsweise hat Burkhard Heim, den einige „Reichianer“ an die Stelle Reichs setzen wollten, entsprechende Gleichungen veröffentlicht. Bis Physikern der geschickt kaschierte Trick aufging: Heim war von den Grundkostanten ausgegangen und hatte dann seine Gleichungen solange manipuliert, bis nach undurchschaubaren Umwegen, oh Wunder, am Ende wieder die exakten Werte der Grundkonstanten herauskamen.

Der mechanistische Ansatz ist kaum weniger Münchenhausenesk: mit dem „anthropischen Prinzip“ wird die wunderbare Harmonie der Grundkonstanten, die Leben im Universum ermöglichen, damit erklärt, daß es zahllose Universen mit zahllosen Werten für die Grundkonstanten gibt und wir zufällig in jenem Universum leben, in dem Menschen sich entwickeln konnten, um diese „unerklärliche Harmonie“ zu entdecken.

Der funktionelle Ansatz: Die Grundkonstanten spiegeln schlichtweg die Eigenschaft der kosmischen Orgonenergie wider. Dabei ist der kosmische Orgonenergie-Ozean nicht einfach „der Äther“, wie ihn sich die Mechanisten des 19. Jahrhunderts vorgestellt haben, und wie ihn so mancher „Reichianer“ rehabilitieren will, sondern es handelt sich vielmehr um die Lebensenergie. Von daher haben die Grundkonstanten genau jene exakten Werte, die Leben im Universum möglich machen. Dieser Zusammenhang wird auch evident anhand des gängigen Maßsystems (Zentimeter, Sekunde, Gramm), das zur Verwunderung der Schulphysiker eine fundamentale Bedeutung hat. Siehe dazu meine „anthropischen“ Ausführungen in Orgonometrie (Teil 1): IV. Das Krx-System.

Orgonometrie (Teil 2): Kapitel 5.c.

3. April 2016

orgonometrieteil12

1. Zusammenfassung

2. Die Hauptgleichung

3. Reichs „Freudo-Marxismus“

4. Reichs Beitrag zur Psychosomatik

5. Reichs Biophysik

a. Biologie

b. Physik (Vorbemerkung)

c. Physik

The Journal of Orgonomy (Vol. 8, No. 1, May 1974)

29. November 2011

In Wilhelm Reich und die „Schulwissenschaft“ (Teil 1) erörterte ich das Problem der Falsifikation, „wenn immer wieder irgendwelche Einwände hinsichtlich der ‚energetischen Umgebung‘ gemacht werden können“? Die Sache ist sogar noch viel diffiziler, wie Charles Konia in seinem Artikel „An Investigation of the Thermal Properties of the ORAC“ dargelegt hat.

Er konnte aufzeigen, daß identisch aufgebaute Orgonenergie-Akkumulatoren (ORACs) über längere Zeiträume nicht identisch funktionieren. Diese Variabilität kann zwar dadurch eingeschränkt werden, daß die Umgebungseinflüsse für die unterschiedlichen Akkumulatoren möglichst gleich gehalten werden, aber sie kann nicht vollständig abgestellt werden. Konia beobachtete auch Extremfälle, als zum gleichen Zeitpunkt einige ORACs eine positive Temperaturdifferenz zeigten, andere eine negative (sie waren also kälter als ihre Umgebung!) und wieder andere gar keine.

Auch beobachtete er, daß es ORACs gibt, die erst Wochen nachdem sie gebaut wurden, eine thermische Reaktion zeigen und daß ORACs sozusagen „energetisch sterben“ können, d.h. unvermittelt keine thermische Reaktion mehr zeigen. Die einzige Methode der „Wiederbelebung“ ist den ORAC der Sonne auszusetzen. Das gelingt aber nur an Tagen, an denen die Atmosphäre von lebendiger, frischer Orgonenergie bestimmt wird, nicht an Tagen, wenn tote, toxische Orgonenergie (DOR) vorherrscht.

Man sieht daran, daß die Orgonenergie keine mechanische Energie ist, wie Elektromagnetismus, Radioaktivität und Gravitation, sondern die wahrhaftige Lebensenergie. Sie verhält sich spontan und nur eingeschränkt berechenbar ganz entsprechend den Lebewesen. Von ihrer gesamten Ausbildung her haben Physiker einfach kein Sensorium dafür sie zu erfassen. Sie ist ihnen allenfalls als mechanisch funktionierende „Substanz“ („Äther“) oder als „geistige Struktur“ zugänglich, d.h. als etwas im Grunde Starres und Unwandelbares, womit sie die Lebensenergie im Kern verfehlen.