Schopenhauer, Nietzsche, Heidegger und die orgastische Impotenz

Die gesamte „Willensphilosophie“ bei Schopenhauer (Lebenswille), Nietzsche (Machtwille), Heidegger („Willenwille“) ist nichts anderes als der pseudophilosophische Ausdruck des Energiestaus aufgrund von orgastischer Impotenz. Bei Schopenhauer lebt das Leben nicht einfach, sondern beruht auf einem unheilvollen Zwang, eben „dem Wollen“. Bei Nietzsche will sich dieser Wille ständig steigern und „übersteigern“. Die Blase ist bis zum Platzen gespannt, von daher die ganze Exaltiertheit, der Sadomasochismus und der ganze Krampf um den „Übermenschen“.

„Der Wille, der sich selbst will“, Heideggers „Wille zum Willen“, ist Ausdruck einer permanenten Unbefriedigung und des damit einhergehenden „existentiellen“ Drucks. Die Libidostauung bringt mit sich, daß „der Wille“ zwanghaft um sich selbst kreist, weil es keine Entladung gibt. Auf diese Weise wird der Wille zum Selbstzweck. Heidegger bringt das unverhohlen in seiner Nietzsche-Vorlesung zum Ausdruck:

Wie und auf Grund wovon gehören im Wollen zum Wollen das Gewollte und der Wollende? Antwort: Auf Grund des Wollens und durch das Wollen. Das Wollen will den Wollenden als einen solchen, und das Wollen setzt das Gewollte als ein solches. Wollen ist Entschlossenheit zu sich, aber zu sich als zu dem, was das im Wollen als Gewolltes Gesetzte will. (Gesamtausgabe 6.1, S. 37f)

Das Wollen reproduziert sich selbst, indem es den Wollenden in einem Zustand des Begehrens erhält. Der Wille erschafft seinen eigenen Grund, d.h. erst durch den Akt des Wollens existiert das begehrte Objekt überhaupt als „Gegenstand der Begierde“, um das Subjekt hungrig zu erhalten, d.h. den Willen als Überwindung eines Mangels zu erhalten. Befriedigung wird dergestalt eine uneinholbare Illusion.

Diese gesamte schwule Afterphilosophie Schopenhauers, Nietzsches und Heideggers ist neurotische Pathologie und nichts außerdem. Die orgastische Impotenz der Massen garantiert ihr Fortbestehen. Das undurchdringliche schlechte „Deutsch“, das selbst selbstbezügliche Wortgeklingel, das mehr verbirgt als zu offenbaren, soll nur verbergen, worum es wirklich geht: den perversen, neurotische Sumpf aus unbefriedigbarer, kranker Sexualität, die Unfähigkeit zur Hingabe.

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