Posts Tagged ‘Nietzsche’

Orgonomie und Metaphysik (Teil 62)

18. Mai 2022

Letztendlich ist der Mystizismus eine Verschwörung, um die Wahrheit zu verbergen. Dazu drei Beispiele:

1. Die Verschwörer schlagen uns stets mit unserer eigenen Waffe, d.h. der Enthüllung der Wahrheit. Zwei hypothetische Beispiele: Die USA entwickeln mit Hilfe der erbeuteten unausgereiften deutschen „Wunderwaffen“ eine Superwaffe, die sie ähnlich etwa einer Atombombe nicht wirklich verbergen können. Die Augenzeugenberichte sind nicht mehr aus der Welt zu schaffen, also setzt man über Einflußagenten immer absurdere Geschichten über „Außerirdische“ in die Welt, so daß keiner dieser Berichte jemals wieder ernstgenommen wird und die Augenzeugen ihre eigenen Erinnerungen entsprechend dem gewollten Narrativ „umschreiben“. Oder man nehme den Skandal um „9/11“ und all die Verbindungen zum saudischen Königshaus. Was tun, um die Leute fehlzuleiten? Man erfindet absurde Geschichten über die absichtliche Sprengung der Wolkenkratzer. Das Gemeine ist, daß auch das Gegenteil wahr sein könnte, also die Rede von „Superwaffen“ die außerirdische Invasion verhüllen soll oder ich hier die wirklichen Täter von „9/11“ schütze! Echte Enthüllungen werden verhindert mittels sozusagen falschen „Gegenenthüllungen“.

2. So arbeitet die Emotionelle Pest stets, insbesondere indem eine Wahrheit in einem undurchdringlichen Gestrüpp aus Nebensächlichkeiten erstickt und unzugänglich gemacht wird. Bernd A. Laska hat sich die Enthüllung dieses Mechanismus mit seinem LSR-Projekt zur Lebensaufgabe gemacht. Voltaire, Diderot, Rousseau, de Sade etc., d.h. ganze Bibliotheken und der Gehirnschmalz ganzer Generationen von Geisteswissenschaftlern dienten nur dazu, die einfachen Wahrheiten von LaMattrie zu übertönen. Desgleichen bei Stirner durch Marx, Nietzsche und Konsorten und bei Reich. Reich wurde von Freud verfolgt, weil er den Kern der Psychoanalyse freigelegt hatte und danach diente alle Beschäftigung mit Reich wiederum dem Ziel, diese Tat Reichs im Verborgenen zu halten.

3. Hat sich die Wahrheit trotzdem durchgesetzt, wird sie in die Zange genommen, indem die einen ihre Vertreter der rigiden Orthodoxie zeihen, die das Feuer der Wahrheit ersticken, während die anderen genau denselben Leuten eine laxe Heterodoxie vorhalten. Mit anderen Worten: sie können niemals irgendetwas richtig machen, etwa dem Erbe Reichs gerecht werden. Auf diese Weise wird die Wahrheit in alle Ewigkeit im mystischen Verborgenen bleiben – und dergestalt die Emotionelle Pest triumphieren. Auf diese Weise wurde Elsworth F. Baker und das American College of Orgonomy von jeher von den falschen Freunden Orgonomie in Schach gehalten und dergestalt das Erbe Reichs systematisch zerstört.

Orgonkultur (Teil 2)

17. Mai 2022

Was ist Kunst? In unserer mechanistischen Kultur führen solche Fragen zu ermüdenden intellektuellen Verrenkungen, die nirgendwo hinführen bzw. darin enden, daß wirklich jeder entartete Scheißdreck als „Kunst“ anerkannt wird, solange nur genug sogenannte „Kunstexperten“ behaupten, es sei Kunst.

Natürlich kann man nicht einfach sagen, daß Kunst das ist, „was gefällt“. Resultat wäre die Sanktionierung all der Scheußlichkeiten, die uns die Trivial-„Kultur“ schenkt. Doch es gibt etwas jenseits der Beliebigkeiten des Intellekts und oberflächlicher Gefühlsseligkeit: die Erstrahlung der Orgonenergie im Solar plexus.

Am besten hat das vielleicht Ernst Bloch, der zur Zeit der Weimarer Republik in Berlin Musikkritiken schrieb, ausgedrückt, als er über eine Fidelio-Aufführung unter dem Dirigenten Otto Klemperer sagte: „Nirgends brennen wir genauer.“ Er meinte damit ein Maximum an künstlerischer Expression unter einer genauso großen sachlichen künstlerischen Kontrolle. Klemperer selbst berief sich danach immer wieder auf den Ausspruch des Philosophen.

In der Kunst geht es weder darum, „animalisch“ seine Emotionen auszudrücken, noch wie ein Computer irgendwelche abstrakten Konzepte zu verwirklichen, sondern um die höchste Potenz unseres Menschseins: ein genauso extremes wie präzises „Brennen“.

Man spürt dieses Brennen in den Werken Michelangelos und jedes anderen großen Künstlers. Es ist gleichzeitig ein emotionaler und ein intellektueller Genuß. Es ist nicht nur ein Genuß; wir wachsen an dieser Kunst. Sie macht uns „fruchtbarer“, wie Nietzsche sich ausgedrückt hat. Sie bringt uns in Kontakt mit unserem rationalen Kern.

Kunst, die uns von unserem rationalen Kern wegführt, unser Menschsein mindert, ist das Gegenteil von Kunst. Sie hat mit Kunst ungefähr so viel zu tun wie ein koprophiler Sadomasoporno mit der genitalen Umarmung.

2006 leitete der mexikanische Aktionskünstler Santiago Sierra, dessen Generalthema „soziale Ungerechtigkeit“ ist, tödliches Kohlenmonoxid in eine ehemalige Synagoge in Pulheim-Stommeln bei Köln. Damit wollte der „Künstler“ die Gewißheit des individuellen Todes vermitteln und gegen die Banalisierung der Erinnerung an den Holocaust arbeiten.

Ein typisches Beispiel für das Ausleben der Sekundären Schicht, d.h. faschistischer Phantasien, – im Namen von Humanität und Aufklärung. Miguel Freund von der „Christlich-Jüdischen Gemeinschaft“ in Köln sagte dazu damals im WDR-Fernsehen: „Es ist eine Schändung derjenigen, um die Herr Sierra meint, sich kümmern zu müssen. Er spielt sich zum Sachwalter auf der Opfer. Dies steht ihm nicht zu. Diese Provokation ist einfach nicht hinnehmbar.“

Zum „Schaffen“ von Herrn Sierra gehört eine Aktion, bei der er kubanischen Arbeitslosen Linien auf den Rücken tätowierte. Ein Roter Faschist lebt sich aus!

Und nun zur Beschäftigung derartiger Leute mit dem Orgon selbst. Etwa das „Kunst“-Projekt des Hörspiel-Autors Andreas Ammer und des Musikers Console:

Am Ende glaubte Wilhelm Reich ein Abkömmling einer himmlischen Rasse zu sein. Da hatte er alle Probleme der Menschheit gelöst. Als Psychiater hat er als Erfinder der „Sexuellen Revolution“ die ganze Menschheit befreit, später als eine Art „Mad Scientist“ das Rätsel des Lebens, die Orgonenergie entdeckt, mit der man nach seiner Ansicht Krebs heilen, Regen machen und UFOs bekriegen kann.

Das ganze am 2. Oktober 2009 auf Bayern 2. Auf der Netzseite wurde ein Orgonenergie-Akkumulator gezeigt – aus lebensenergetisch hochtoxischem Aluminium!

Have You Ever Heard Of Wilhelm Reich? funktioniert wie ein Musical des Weltgeists oder ein akustischer Orgon-Accumulator“ und ist auch im Buchhandel erhältlich.

Erinnert sei auch an die große Wilhelm-Reich-Ausstellung 2007 im Jüdischen Museum Wien, an der sowohl das Wilhelm-Reich-Museum in Rangeley, Maine, als auch das American College of Orgonomy teilgenommen haben. Hier der Kommentar des Wilhelm-Reich-Museums zu einer „Kunstausstellung“ in einem kleinen Raum neben den Räumlichkeiten, in denen Wilhelm Reich präsentiert wurde:

Gleich zu Beginn wurde uns eröffnet, daß es die Ausstellung eines „Künstlers“ über Reich geben würde, worauf wir sofort unsere ernsten Bedenken anführten, die auf vorangegangenen Erfahrungen mit Künstlern basierten. Aber der Inhalt wurde uns nie zur Kenntnis gebracht und es war noch nicht installiert, als der Vertreter des [Wilhelm Reich] Trust am 9. November 2007 im Jüdischen Museum Wien war, um das Auspacken unserer beiden Kisten mit Ausstellungsstücken zu beaufsichtigen.

Die Ausstellung des „Künstlers“ ist mit „Eine Reise mit Herrn Reich und Oz Almog [der Künstler] durch die Tore der Hölle“ betitelt und beinhaltet die folgenden Behauptungen: „Phänomene, die heute als ‘Elektrosmog’ bezeichnet werden, brachten den exzentrischen Wissenschaftler dazu, an die Existenz von ‘Orgon’ zu glauben.“ „Glaube und Inspiration, nicht strenge Methodik, führten Reich in immer bizarrere Gebiete und führten schließlich zu einem Energiekonverter und einer Wettermaschine, die als ‘Cloud Buster’ bezeichnet wird.“ „Die Erben Reichs bilden heute eine fanatische und häufig esoterisch inspirierte Anhängerschaft.“ „Geisterforscher Reich…“ „…Schöpfer eines pseudowissenschaftlichen Disneyland.“

Hier diverse Künstler, die sich dem dem Reichschen Werk angenommen haben:

https://www.youtube.com/watch?v=x9csRK6PYT0%5D

https://www.youtube.com/watch?v=SfN-0XTmor4%5D

https://www.youtube.com/watch?v=9YnRmW4wnuo%5D

Kommentare erübrigen sich!

Im Staatlichen Museum für Kunst und Design in Nürnberg „neuesmuseum“ lief 2006 die Ausstellung Kunst als Kommentar. Im Faltblatt zur Ausstellung und auf dem Plakat sieht man ein orgonakkumulator-artiges Gebilde, mit dem der moderne „Künstler“ Martin Kippenberger seine Gemälde auflädt.

In einer für Menschen begehbaren Kiste (dem so genannten Orgonakkumulator) wurden Versuche gemacht, Orgonenergie aufzuladen und zu entladen bzw. Energieabfuhr zu ermöglichen. Funktional wurde diese Entladung mit sexueller Erregung und Gewitter verglichen.

DER VERDRÄNGTE CHRISTUS / Band 2: 1. Die Apokalypse / Die Synagoge Satans

18. März 2022

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DER VERDRÄNGTE CHRISTUS / Band 2: Das orgonomische Testament / 1. Die Apokalypse / Die Synagoge Satans

Orgonomie und Metaphysik (Teil 43)

9. März 2022

Triebtäter werden ständig von zwanghaften Vorstellungen heimgesucht, die bei bestimmten Anlässen ausgelebt werden, ohne daß sie noch der Willenskontrolle unterliegen, sie reiben sich die Augen und plötzlich liegt ein totes Kind oder eine tote Frau vor ihnen. Trotzdem sollte man diese Leute bestrafen, genauso wie man Leute bestrafen sollte, die Verbrechen im Alkoholrausch begehen, denn sie hatten die Pflicht psychiatrische Hilfe zu suchen bzw. das Trinken einzustellen: und für diese Unterlassung müssen sie genauso hart bestraft werden, wie für die eigentliche Tat, die sie im strengen („bewußten“) Sinne ja gar nicht getan haben.

Die Sache mit der Willensfreiheit bzw. deren Fehlen ist ein typischer Ausfluß der mechano-mystischen Lebensanschauung: der Geist ist frei (handelt durch voraussetzungsloser Intention), die Materie ist ein endloser Regreß in der Ursache-Folge-Verkettung. Was es hingegen tatsächlich gibt, jenseits dieses Mechano-Mystizismus, sind unterschiedliche Freiheitsgrade bzw. Freiheit nur in bestimmten Grenzen (orgonomischer Funktionalismus). Entsprechend gibt es keine absolute Willensfreiheit, wie es auch keine absolute Verantwortungslosigkeit gibt.

Hinzu kommt, daß man stets selbst Teil der Ursache-Folge-Kette ist. Man kann sich nicht „mystisch“ außerhalb der Welt stellen, indem man nach Art eines „materialistischen“ Türkenfatalismus sagt, „die Umstände“ und dergleichen seien schuld. Tut man das doch, dann erklärt man sich selbst zum Objekt und darf sich nicht wundern, wenn man als solches behandelt wird.

Gesetzt wir folgen der Willensfreit: Freiheit zeigt sich immer in der Setzung eines Bezugssystems oder, um mit Nietzsche zu reden, der Setzung einer Perspektive, inklusive eines Horizonts. Diese Setzung ist aber natürlich gleichzeitig eine Beschränkung der Freiheit, d.h. ich kann zwar ein Spiel erfinden, also Spielregeln definieren, muß mich dann aber auch an diese halten, damit das ganze überhaupt Sinn macht. Ohnehin ist die „willkürliche“ Setzung selbst nicht frei, denn sie folgt dem „Befehl“ des Lebens, d.h. es steht uns gar nicht frei, keine Grenzen für die Freiheit zu ziehen. Es steht nicht in unserem Ermessen nicht Beschränkungen vorzunehmen, denn deren Setzung konstituiert ja gerade unser Leben, das nichts anderes ist als „Pulsation innerhalb einer Membran“. Das Setzen ist der Vollzug des Lebens selbst: wir sind gezwungen frei zu sein, – indem wir Grenzen setzen.

Das ganze wird klarer, wenn wir es orgonometrisch formulieren. Der orgonometrische Gegensatz der Freiheit ist die Verantwortung und das gemeinsame Funktionsprinzip (CFP) dieser beiden Funktionen ist die Selbstregulierung.

Was das Verhältnis von Freiheit und Verantwortung betrifft, so kann man es nicht von der gesellschaftlichen Atmosphäre trennen. Sowohl in gesunden als auch in autoritären Zeiten waren Freiheit und Verantwortung einfache (sich gegenseitig anziehende) Funktionen (wenn die Freiheit stärker wird, wird auch die Verantwortung stärker), während in Zeiten des sozialen Verfalls die beiden Funktionen antithetisch werden: die Freiheit frißt die Verantwortung und andersherum. Zum Beispiel zerstört die „Verantwortung in Zeiten von Corona“ jede Art von Freiheit, und der Eifer, frei von Corona zu sein, zerstört jede Verantwortung, Loyalität, Freundschaft und Liebe.

Die CFP von Freiheit und Verantwortung ist, wie gesagt, die Selbstregulierung. Diese Gleichung verkörpert das Wesen der Orgonometrie selbst: Ich habe die Freiheit, meinen Körper so frei zu bewegen, wie ich will – innerhalb der strengen Grenzen der Biomechanik und der Schwerkraft –, oder ich verletze mich, vielleicht tödlich. Es gibt niemals eine „absolute Freiheit“: das CFP schränkt alles ein. Letztlich ist man nur dann frei und handelt verantwortungsvoll, wenn man im Sinne von Max Stirner „Eigner seiner selbst“ ist: selbstbestimmt. Es gibt keine absolute Freiheit und keine absolute Verantwortung!

Orgonomie und Metaphysik (Teil 41)

5. März 2022

Verschwörungstheorien, etwa die um die NSU und Beate Zschäpe, entstehen, weil man einfach nicht die Absurdität unserer Existenz und von uns Menschen akzeptieren kann. Die Geschichte der „NSU“ macht so gut wie keinen Sinn, der Verlauf der Taten (etwa die Anwesenheit eines Verfassungsschutzmitarbeiters bei einem der Morde) ist absurdes Theater der schwachsinnigsten Art. Verschwörungstheoretiker leiden unter dem Zwang, vermeintlichen Sinn in diesen Unsinn zu bringen, aber alles, was sie dabei tun, ist nicht etwa die angebliche „Wirklichkeit“ bloßzulegen – sie legen vielmehr sich selbst bloß, ihre Charakterstrutur, ihren eigenen Wahnsinn. Und nichts auf dieser Welt, nicht mal die Aussage von Beate Zschäpe selbst, kann die Verschwörungstheorie dieser Vollidioten ins Wanken bringen, vielmehr dient sie als Beweis dafür, wie tief doch die Verschwörung reicht! Man kann diese fast schon psychotische Tollerei etwa auf pi-news verfolgen.

Begeben wir uns ins Reich des Wahnsinns:

Menschen wie John Lennon haben ihre Seele an den Teufel verkauft und sind deshalb märchenhaft erfolgreich und wohlhabend geworden. Das erreichten sie, indem sie jedem Modetrend hinterhergelaufen sind, sich an die Gepflogenheiten der Branche angepaßt haben, den abgehobenen Superstar, mit der entsprechenden „Aura“, spielten und alte Freunde, die gestört haben, von sich stießen. Schließlich wurde Lennon von einem wirren Fan erschossen, der glaubte, daß er seine „Ideale“ verraten hätte.

Man vergleiche das mit der Geschichte von Randy California, der mit 15 (sic!) als zweiter Gitarrist in Jimi Hendrix‘ erster eigener Gruppe gespielt hatte, unmittelbar bevor Hendrix nach England ging und berühmt wurde. Danach war California Gitarrist der von ihm mitgegründeten psychedelischen Gruppe Spirit, die zeitweise einflußreicher war als Jefferson Airplane. Doch weil er sich nie anpaßte, sich nie von den Plattenbossen reinreden ließ und nie den „Star“ mimte, verlief seine Karriere im Sande. Nach allen Abzügen hatte er kaum je einen höheren Lebensstandard als ein Facharbeiter.

Lennon ist zu übermenschlichem Ruhm aufgestiegen und wurde zu einem der Superreichen, weil er seine persönliche Integrität verkauft und sich zum Affen gemacht hat, während California, der übrigens selbst ein großer Lennon-Verehrer war, schlicht seinen Weg gegangen ist.

Mein Problem ist nun, daß kaum das Wort „Seele an den Teufel verkauft“ gefallen ist, so mancher Leser sogleich mit irgendwelchem mystischen Unsinn antanzt, gar den Leibhaftigen selbst ins Spiel bringt.

Hierher gehört auch, warum Superstars wie Beyoncé oder Lady Gaga ständig mit der Freimauerer-Symbolik spielen? Ich brauche das hier nicht weiter ausführen, weil das Weltnetz voll von Analysen dieses offenbar nicht an den Haaren herbeigezogenen Phänomens ist. Normalerweise hätte ich hier ein entsprechendes Video hingesetzt, aber – ne, das ist mir echt zu dumm. Meine armen Gehirnzellen 😉 Oder – was soll’s:

Anderes Beispiel: Ich könnte von Trotzkis auffällig intensiver Beschäftigung mit dem Freimaurertum berichten und überhaupt, wie das anarchistische, sozialistische und kommunistische Vereinsleben im 19. und 20. Jahrhundert vom Freimaurertum geprägt zu sein schien. Ein, wie ich finde, interessanter Gedankengang, der sich um ein zentrales Element der Reichschen Analyse des „Roten Faschismus“ dreht: die Verschwörung um der Verschwörung willen, – daß es gar nicht um sozialen Fortschritt geht, sondern um sozusagen „spirituelle“ (d.h. charakterologische, letztendlich also „bioenergetische“) Ziele.

Kaum hat man das gesagt, wird der übliche gequirlte Schwachsinn über die „Illuminaten“ daraus gemacht und ich werde unvermittelt in die okkulte Jauche gezogen, die das Internet durchwabert.

Warum dann überhaupt in mythologischen und „verschwörungstheoretischen“ Gefilden wildern? Weil das die angemessene Sprache für den orgonomischen Funktionalismus ist, dessen Haupttext immerhin die Überschrift „Äther, Gott und Teufel“ trägt. (Siehe auch Reichs entsprechende Ausführungen in Das ORANUR-Experiment.)

Da die kosmische Orgonenergie identisch mit der Lebensenergie und eindeutig die Wahrnehmungsfunktion („Psyche“) in ihr angelegt ist, ist es nur naheliegend einen Begriff wie „Gott“ zu verwenden. Zumal die Vorstellung „Gott“ auf der mehr oder weniger verzerrten Wahrnehmung der Orgonenergie durch den gepanzerten Menschen beruht. Entsprechendes läßt sich über das entstellte, „gepanzerte“, giftige Orgon (DOR) und den Begriff „Teufel“ sagen.

Wenn ich schreibe, John Lennon hätte seine Seele dem Teufel übereignet, um erfolgreich zu sein, ist das ebensowenig eine launige Sprachfigur, die nur besagen soll, daß er sich „dem kapitalistischen Verwertungsmechanismen unterworden hat und dafür mit einem Selbstwertverlust bezahlt hat“ (rationalistischer Mechanismus), noch bin ich unter die christlichen Fundamentalisten gegangen (Mystizismus). Es geht um etwas ganz anderes: um die Umschreibung bioenergetischer Vorgänge (Funktionalismus).

Es geht darum, daß man einen Preis für den Verrat an der eigenen Integrität zahlen muß, d.h. die Abtrennung vom eigenen Kern (Orgon) und das Sichausliefern an Kräfte, die man am ehesten als „teuflisch“ bezeichnen könnte (DOR, Sekundäre Schicht). Inwieweit da im weitesten Sinne auch „Paranormales“ hineinspielt, läßt sich schwer sagen. Ich bin jedenfalls nicht dumm genug, um so etwas a priori auszuschließen.

Entsprechend muß man über den Kommunismus reden können, ohne gleich in den Schlamm des Obskurantismus hinabgezogen zu werden.

Ich möchte mich von Stellen, wie der folgenden aus den Darlegungen des christlichen Predigers Richard Wurmbrand über Marx als Krypto-Satanisten inspirieren lassen können:

Kommunisten haben die Gewohnheit, Frontorganisationen zu gründen. Alles, was wir bisher ermittelten, legt die Möglichkeit nahe, daß die kommunistische Bewegung selbst Frontorganisation für den okkultischen Satanismus ist. Das würde auch erklären, weshalb sich politische, wirtschaftliche, kulturelle und militärische Waffen, die gegen den Kommunismus eingesetzt worden sind, als wirkungslos erweisen. Die Mittel, den Satanismus zu bekämpfen, sind geistlicher, nicht menschlicher Art. Sonst kommt es dazu, daß zwar eine satanische Frontorganisation wie der Nazismus bezwungen wird, dafür aber eine andere einen noch größeren Sieg erringt. (Der unbekannte Karl Marx, Stephanus Edition, 1987)

Von Anfang an hatte die „materialistische“ Marxistische Bewegung ein großes Thema: Ideologie, also „Geist“, ein eher schwarz-faschistisches Ingredienz. Karl Steinbuch verglich die heutigen Spätmarxisten mit den Nazis. Ihr absoluter Bezugspunkt sei ein frei in der Luft hängendes „wahres Bewußtsein“, das einer erfahrungswissenschaftlichen Bestätigung genauso wenig bedürfe wie der mystische Komplott von Juden und Freimaurern, die angeblich die Nation untergraben (Mensch, Technik, Zukunft, Stuttgart 1971).

Man könnte hinzufügen, daß vielleicht sogar so etwas wie Okkultismus in die Marxistische Bewegung hineinspielt. Jedenfalls gibt es (wenn auch recht schwache) Hinweise darauf, daß der „Materialist“ Marx in Baudelaire-artigen satanistischen Okkultismus involviert war. Daß dies nicht allzuweit hergeholt ist, kann man an den „sozialrevolutionären“ Stellen in Baudelaires Fleurs du mal von 1857 ablesen:

O du, weisester und schönster der Engel, Gott, verraten vom Schicksal und beraubt der Lobpreisungen (…) des Himmels, wo du geherrscht hast und in den Tiefen der Hölle, wo du besiegt im Schweigen träumst.

Satan, der Rächer der Enterbten! Man denke nur an Marx‘ glutäugige, „titanische“ Jugendgedichte:

Götterähnlich darf ich wandeln. Siegreich ziehen durch ihr Ruinenreich, jedes Wort ist Glut und Handel. Meine Brust dem Schöpferbusen gleich.

Ob Marx nun „Satanist“ war oder nicht – die weitaus meisten der frühen radikalen Sozialisten und insbesondere die Anarchisten bevorzugten den rebellischen „Satan“ und „revolutionäre“ Schwarze Magie, die „das System“ sabotiert, indem sie alles von den Füßen auf den Kopf stellt. Das ganze Konzept der „Revolution“ hat etwas Schwarzmagisches und Satanistisches. 100 Jahre später war praktisch die gesamte „progressive“ Gegenkultur von Aleister Crowley geprägt: Sympathy for the Devil.

Gerd Koenen sieht folgendes genuin faschistisches Moment im Bolschewismus:

Der von Nietzsche philosophisch artikulierte Wunsch, die gesamte zähe Deckschicht der jüdisch-christlichen und bürgerlichen Zivilisation abzustoßen und den Weg zurück zu einem „dionysischen Zustand“, einer neuen „Echtheit“ des Lebens und einer Moral „jenseits von Gut und Böse“ zu finden, hatte gerade auch in Rußland eine – später sorgsam kaschierte – Wirkungsgeschichte.

In Rußland konnte man von einem „nietzscheanischen Marxismus“ sprechen: dem Bolschewismus (Utopie der Säuberung, Alexander Fest Verlag, 1998, S. 126f).

Hier ist so viel zu ergründen, – doch das kurzschlußartige, keine Spannung ertragende „Denken“ des Mystizismus, das immer wieder alles zuwuchert, macht das so gut wie unmöglich.

Populäre Verschwörungstheorien sind mit dem Problem beladen, daß sie das Gegenteil dessen bewirken, was sie vorgeblich erreichen wollen. Statt dabei zu helfen die Machenschaften hinter den Kulissen offenzulegen, verstellen sie alles mit zusätzlichen Kulissen. Man nehme John F. Kennedy. Es wurden bereits ganze Bibliotheken mit ausschweifenden Arbeiten über seine Ermordung gefüllt. Ein schier endloses Blablabla, das niemals irgendwo hinführen wird.

Der wirkliche Skandal gerät dabei ganz aus dem Blickfeld: daß Kennedys Vater seine alten Mafiaverbindungen aus den Zeiten der Prohibition hat spielen lassen, um seinen Sohn, einen schwerkranken, medikamentenabhängigen, hohlen Playboy die Präsidentschaft zu sichern. Damals kontrollierte die Mafia die Gewerkschaften.

Was ist der Unterschied zwischen diesen beiden Verschwörungstheorien? Das Gebrabbel um die Ermordung ist populär, obwohl bzw. weil es sich in Spekulationen erschöpft. Die Geschichte der Familie Kennedy ist belegt, Spekulieren vollkommen überflüssig. Wichtiger ist jedoch, daß man aus der ersten Verschwörungstheorie aus bioenergetischer Sicht so gut wie nichts lernen kann. Ganz im Gegenteil spürt man geradezu wie sich im Verlauf des Eingehens in dieses Thema die Augenpanzerung immer weiter verstärkt. Es ist ein richtiggehender „Trip“! Bei der zweiten Verschwörungstheorie ist man unmittelbar mit bioenergetischen Themen konfrontiert:

  1. Die Unterhöhlung der Arbeitsdemokratie durch die Emotionelle Pest, die wiederum von den Sekundären Trieben der Massen lebt. In diesem Fall Alkohol- und Vergnügungssucht und der moralistische Versuch, diese durch „Prohibition“ einzudämmen.
  2. Die orgastische Impotenz von Kennedys Vater sorgte unmittelbar dafür, daß es in seinem Leben nur eines gab, Macht und Geld. Dafür hat er buchstäblich alles geopfert, selbst das Lebensglück seiner eigenen Kinder.
  3. Der Faschismus in den Massen, die sich dieses Schmierentheater, diesen Führerkult haben bieten lassen und ihm noch heute frönen. Die absurden Verschwörungstheorien, die sich um die Ermordung Kennedys ranken, sind unmittelbarer Ausdruck dieses faschistischen Personenkults.
  4. Die Präsidentschaft Kennedys fällt mit dem wichtigsten bioenergetischen Ereignis seit dem Beginn des Untergangs des Matriarchats vor 6000 Jahren zusammen: dem Beginn des Übergangs von einer autoritären Gesellschaft (Patriarchat) in eine anti-autoritäre Gesellschaft. Die Zerstörung des gesamten Wertesystems, die Unterhöhlung aller gewohnten Strukturen, insbesondere der Familie, und die Verlagerung der Verantwortung für das eigene Leben auf den Staat. (Man denke nur an vollkommen absurde Existenzen wie „Anarchisten“ und „Autonome“, die alles vom Staat fordern!) Nicht zuletzt reihen sich hier die üblichen Verschwörungstheorien ein, die wie dazu geschaffen scheinen, um wirklich jede rationale Autorität auszuhöhlen und die Grundfesten der Gesellschaft mürbe zu machen.

Man denke in diesem Zusammenhang auch um die schwachsinnigen Mythen, die sich um den 11. September ranken. Alles wie geschaffen, um erstens von der eigentlichen Verschwörung abzulenken, der seit 1400 andauernden systematischen Islamisierung der Welt durch sublimen, manchmal plakativen, Terror, und zweitens jede Gegenwehr gegen die Ausbreitung des Islam prinzipiell zu delegitimieren.

Und schließlich ist da noch ein Element, das Verschwörungstheorien erst ihr hartnäckiges Überleben sichert: der Zufall bzw. das „Das kann doch kein Zufall sein!“ Ich weiß wovon ich rede, denn in den letzten paar Tagen haben sich in meinem persönlichen Leben gleich viermal (sic!) in Folge derartig absurde Zufälle ereignet… „Irgendwie“ scheinen zentrale Ereignisse im Leben eines einzelnen Menschen, erst recht aber im Leben einer ganzen Nation eine ganze Abfolge von vollkommen absurden Zufällen hervorzurufen, bzw. „Synchronizitäten“ zu verursachen (wenn „verursachen“ in diesem Zusammenhang denn das richtige Wort ist).

Hier ein Beispiel aus der Geschichte der Orgonomie: Ein absurder Zufall, der Reich das FBI auf den Hals hetzte und zu seiner Inhaftierung 1941 auf Ellis Island führte. Er wurde mit einem gewissen William Reich aus Newark, NJ verwechselt. Die übliche Inkompetenz von Bundesbehörden. William Reich war ein Kommunist, der als treuer Stalinist Trotzkistische Kreise in den USA infiltriert hatte und vielleicht sogar bei der Vorbereitungen zur Ermordung Trotzkis in Mexico beteiligt gewesen war. Er hatte nicht nur den gleichen Namen wie Reich, sondern war zu allem Überfluß auch noch im gleichen Jahr geboren! Er unterrichtete politische Ökonomie an der Arbeiterschule in Manhattan zur gleichen Zeit, als nur weniger Straßenzüge weiter Reich an der New School for Social Research lehrte (Christopher Turner: Adventures in the Orgasmatron, S. 242f).

Hier ein beliebiges und denkbar banales Beispiel: In der ersten Folge der zweiten Staffel von Entweder Broder stellt das Fernsehteam fest, daß bei der Veranstaltung von Jürgen Elsässer über 9/11, die sie gerade filmen, ausgerechnet jener Neo-Nazi sitzt, der auch in der ersten Staffel eine Rolle spielte. Ein vollkommen absurder Zufall, zumal er genau zur intendierten Botschaft Broders paßt. „Verschwörungstheoretiker“ zerstören diesen bemerkenswerten Moment sofort: „Das ist doch wohl der Beweis, daß in solchen Filmen alles nur Inszenierung ist!“ Der unmittelbare Reflex des Kleinen Mannes, der sich groß und überlegen („über-legen“) fühlen will. Man lese nur einen beliebigen Kommentarbereich!

Es fallen dann Sätze wie: „Wie bitte sehr erklärst du, daß Der-und-der ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt Da-und-da stand?!“ Der Punkt ist, daß so etwas gar nichts, aber wirklich rein gar nichts beweist, – außer daß unsere Wirklichkeit tiefer und (for lack of a better term) „strukturierter“ ist, als wir es uns überhaupt ausmalen können. Verschwörungstheorien verkleistern das. Sie entsprechen in etwa jenem Schizophrenen, dem wir zufällig begegnen und der auf uns zugeht: „Das ist doch kein Zufall, daß wir uns ausgerechnet hier sehen!“ Wobei er impliziert, man wäre Teil einer Verschwörung, eines umfassenden Überwachungs- und Einschüchterungssystems, das ihn tagundnacht verfolgt. Ihm ist es unmöglich, die orgonotischen Prozesse in seinem Körper und in seiner Umgebung (wozu ich auch „Synchronizitäten“ zähle) richtig einzuordnen. Seine Welt ist flach, ohne jede Tiefe. Ähnlich ist die flache Welt der Verschwörungstheoretiker geartet.

Zur bioenernetischen Dimension von 9/11 siehe etwa Random Event Generators And Sept 11th – Tapping into Global Consciousness.

Orgonomie und Metaphysik (Teil 39)

2. März 2022

Das Gefühl, daß es Totes überhaupt gibt, ist ein typisches Artefakt Saharasias. James DeMeo legt nahe, daß jede übermäßige Beschäftigung mit einem „Leben nach dem Tode“ mit der Verwüstung und der mit ihr zusammenfallenden alltäglichen Bedrohung des Lebens verbunden sein könnte (On the Origin and Diffusion of Patrism: The Saharasia Connection, University of Kansas, 1986, S. 326). Man denke auch an den mittelalterlichen Todeskult im Anschluß an die Pest. In Saharasia bildete sich die Vorstellung aus, der Lebensfunke sei von toter, feindlicher Materie eingeschlossen, die ihn zu ersticken drohe. Demgegenüber ist für die vorsaharasischen Animisten (und auch für „vorsaharasische“ Kinder) jede einzelne Sache von einer Seele erfüllt, sogar nichtlebende Dinge wie Felsen und auch Produkte der menschlichen Arbeit. Für Reich war diese animistische Weltanschauung noch die weiteste Annäherung an den orgonomischen Funktionalismus.

Als Saharasia sich entwickelte und ausbreitete, schwächte sich diese „Weltanschauung“ langsam ab und „schrumpfte“ in ihrer geographischen Ausbreitung und in ihrem Inhalt, bis nur noch der Mensch eine Seele hatte und schließlich sogar dieses letzte Rückzugsgebiet des Lebensfunkens von der mechanistischen Wissenschaft gestrichen wurde. Tatsächlich hatte Saharasia und die mechanistische Wissenschaft recht, da der Mensch ebensowenig eine „unsterbliche Seele“ hat, wie ein Haustier, ein Stein oder ein Stuhl – aber…

Mich hat es von jeher fasziniert und war ein beunruhigendes existentielles Rätsel für mich, daß ich ganz unwillkürlich solch leblosen Dingen wie Cartoons (z.B. Bart Simpson) oder mechanischen Werkzeugen (wie z.B. meinem alten ramponierten Fahrrad) eine eigene Seele verpasse. Das gleiche trifft auf Haustiere, Neugeborene, Erwachsene und – auf meine eigene Person zu, die ich wahrnehme. Dieser universelle Animismus scheint eine anthropologische Konstante zu sein, über die wir nicht hinauskönnen. Er scheint der rationale emotionale Kern jedes Mystizismus des „Geistes“ zu sein, von der unsterblichen Seele hier drinnen bis zum personalen Gott dort oben. Dieser allgegenwärtige Mechanismus, der selbst Bart Simpson eine Seele verleiht, zeigt, mir zumindest, abschließend, daß es keine Substanz, keine Essenz in religiösen und mystischen Konzepten gibt. Sie sind ein künstliches Produkt unseres Wahrnehmungsprozesses. Dinge zu sehen, ist immer funktionell damit identisch, ihnen eine „Seele“ zu verleihen. Wir leben und können deshalb Totes gar nicht sehen!

Dieser Animismus ist jedoch nicht nur ein „solipsistisches“ Phänomen, sondern Fortführung des universellen Schöpfungsprozesses der Natur selbst. In Die kosmische Überlagerung beschreibt Reich, daß jede Art von Sein, von himmelsmechanischen bis hinab zu biologischen Systemen, aus einer spezifischen Bewegungsfigur der Orgonenergie-Ströme hervorgeht, die kreisförmig in sich zurückfließt und so erst Kontinuität und Identität konstituiert, wo es in Wirklichkeit überhaupt kein verharrendes „Sein“ gibt. Wie Nietzsche sagt: „Daß Alles wiederkehrt, ist die extremste Annäherung einer Welt des Werdens an die des Seins“ (Nachgelassene Fragmente 1885-1887, KRITISCHE STUDIENAUSGABE, Bd. 12, München 1988, S. 312). Zum Beispiel beruht Leben auf Pulsation und zyklisch in sich abgeschlossener Bewegung („der Kreislauf“), auf der ständigen Wiederkehr des Gleichen; wenn es statt dessen nur eine kontinuierliche, offene Fließbewegung gäbe, dann würde es kein „beharrendes“ Leben geben. Nichtsdestoweniger ist auf dem Grund des Lebens einfach keine beharrende Substanz vorhanden, es ist alles nur Bewegung – wie uns der Tod zeigt.

Die „unsterbliche Seele“ des Menschen ist nichts anderes als die verzerrte Wahrnehmung dieses Etwas, das die Zeit und das Vergehen unterläuft: die orgonotische Pulsation, ohne die es kein im ständigen Fließgleichgewicht beharrendes Leben geben könnte. Darauf beruht auch unser Geist, der aus einer Welt, in der alles in stetigem Wandel ist, eine Welt der Ewigen Wiederkehr macht, z.B. bewegen wir uns zwischen Bäumen, so als gäbe es „den Baum“ als platonische Idee, der wir ständig von neuem begegnen. Würden wir in der wirklichen, nichtplatonischen Welt leben und jeden „Baum“ als das unverwechselbare Einzelding sehen, das er ist und auf den wir uns immer wieder von neuem individuell einstellen müßten, wären wir ohne jede Orientierung dem Fluß der Erscheinungen ausgeliefert und würden kaum einen Tag überleben. Von vornherein hätten wir kein Bewußtsein, wenn wir den objektiven Fluß und das Vergehen einfach widerstandslos akzeptieren würden. Wie erwähnt, kann es deshalb keine objektive, passive „nichtschöpferische“ Wahrnehmung geben, sondern nur den aktiven kreativen Prozeß der Beseelung. Wir sind alle „Idealisten“, ob wir es wollen oder nicht. (Für den lebensfeindlichen Buddhisten ist dieser Mechanismus der Ursprung allen Leidens, siehe Die Massenpsychologie des Buddhismus.)

Wie gesagt ist diese schöpferische Funktion, die der Wahrnehmung wesenseigen ist, auch im Wahrgenommenen selbst enthalten, genauso wie Bart Simpson seine Seele nicht nur vom Betrachter her hat, sondern auch von seinem Schöpfer am Zeichentisch. Da alles auf der pulsatorischen Bewegung beruht, die überlagernd in sich selbst zurückfließt, kann man wahrhaftig sagen, daß nicht nur die Produkte unseres Geistes, sondern alles virtuell ist, eine bloße Simulation von Beharrung. Man muß nur seinen eigenen handfesten Körper betrachten, der in Wirklichkeit ein veränderlicher Prozeß ist und kein inertes Ding, wie z.B. ein Leichnam. Und selbst die tote Materie der Leiche wäre kein fixes Etwas, wenn man die quantenmechanische Realität der Atome betrachtet: „Teilchen“, die aus nichts weiter bestehen als aus Wahrscheinlichkeit ohne jede zugrundeliegende Substanz. Gewöhnlicherweise betrachten wir nur die „virtuellen“ Welten unseres Bewußtseins und unserer Vorstellungskraft als Simulationen, doch in Wirklichkeit gibt es keine solchen Grenzen, sondern nur sozusagen „Grade der Virtualität“. Die einzige „wirkliche Wirklichkeit“ ist die sich ständig in Bewegung befindende kosmische Orgonenergie als der schöpferische Urquell aller Simulation.

Ein kultureller Ausdruck dieser orgonenergetischen Simulation von Beharrung ist die Magie im besonderen und die Religion im allgemeinen. Bronislaw Malinowski hat bei den Trobriandern eine strenge Trennung zwischen Magie und Wissenschaft gefunden. Beispielsweise beim Schiffsbau wird ganz rational wissenschaftlich vorgegangen, was streng getrennt ist von der Magie, die nur zur Geltung kommt, wenn etwas wissenschaftlich nicht beeinflußbares betroffen ist (z.B. das Wetter), d.h. mit der Ausweitung der Wissenschaft verschwindet langsam alle Magie. Dabei ist Wissenschaft, die ja Voraussage der Zukunft ist, vielleicht auch nichts anderes als besonders wirksame „Magie“ (Argonauten des westlichen Pazifik [1922], Frankfurt 1984).

Menschen wie die Trobriander, die zumindest nicht weniger rational sind als wir, benutzen also Magie nur dort, wo sie mit dem Unvorhersehbaren konfrontiert sind, das sie nicht praktisch handhaben können. Vor allem Naturkatastrophen, die die jahreszeitliche beständige Wiederkehr des Gleichen aufbrechen und zu verheerenden Hungerkatastrophen führen können. In primitiven Analogien denkend, versuchen die Trobriander durch monotone Rezitationen und Rituale die reguläre „monotone“ Abfolge der Jahreszeiten, die ewige Wiederkehr des Gleichen, „das Sein“ aufrechtzuerhalten. Ein anderes Beispiel für das Aufbrechen des natürlichen Rhythmus ist der Tod – und bei diesem Problem verwandelt sich Magie in Religion. Das Leben (d.h. die Simulation von Beharrung durch Pulsation) kann den Tod nicht akzeptieren und simuliert so das Leben bis über den Tod hinaus.

Nietzsche schreibt, daß alles in der Welt verknotet ist und einander bedingt, sodaß man nichts wegdenken kann, ohne alles zu verändern. Jeder Augenblick zieht so jeden folgenden nach sich – und letztendlich sich selber. Wie Nietzsche sagt: will man einen Augenblick, will man „Alles von neuem, Alles ewig“, denn es ist „Alles verkettet, verfädelt, verliebt“ (Also sprach Zarathustra, KRITISCHE STUDIENAUSGABE, Bd. 4, München 1988, S. 402). Um seine Interpretation von Jesu Lehre auf Nietzsche selber zu übertragen: „Das wahre Leben, das ewige Leben ist gefunden (…) in der Liebe ohne Abzug und Ausschluß, ohne Distanz“ (Antichrist, KRITISCHE STUDIENAUSGABE, Bd. 6, München 1988, S. 200).

Das ist die Glorifikation des Lebens im Hier und Jetzt. Es ist bemerkenswert, daß sie, die für Nietzsche das Zentrum und der krönende Abschluß seiner Philosophie war, praktisch keinerlei Wirkungsgeschichte gezeitigt hat und, wenn überhaupt beachtet, allenfalls als sein persönliches, von anderen kaum nachvollziehbares „Steckenpferd“ belächelt wurde – entsprechend dem Schicksal von Reichs Orgasmustheorie.

Die Ewige Wiederkehr des Gleichen ist untrennbar mit dem „Übermenschen“ verknüpft, der aus seinem Glück und seiner Kraft, den Schmerz der Wirklichkeit ohne Flucht in mystische Gefilde zu ertragen, die Ewige Wiederkehr wünschen kann. Eine „züchtende“ Lehre, da der zum Glück unfähige, der „orgastisch Impotente“, an ihr zerbräche – denn es gibt keine Erlösung für sein autistisches Ich. Sein Ich und sein vorgeblich eigener „Wille“ ist selber in den superdeterministischen Nexus der Welt eingebunden, sodaß auch sein rebellisches „Nein“ untrennbar zum Ablauf gehört. Es kann also weder einen Trost in der Revolte noch in dem geben, was Nietzsche „Türkenfatalismus“ nannte, da es keinen Gott und kein Gesetz gibt, der oder das irgend etwas „verhängt“ hätte. Wir gehören unlösbar dazu, ob wir wollen oder nicht. „Erlösung“ gibt es nur in einem einzigen Sinne: die Vergangenheit erlösen, d.h. dem Sinnlosen Sinn geben, indem man der Entwicklung ein alles rechtfertigendes Ziel gibt. Das ist auch die tiefere Bedeutung von Reichs „Kindern der Zukunft“: sie rechtfertigen das Leben in alle Ewigkeit.

Nietzsche:

Gesetzt, wir sagen Ja zu einem einzigen Augenblick, so haben wir damit nicht nur zu uns selbst, sondern zu allem Dasein Ja gesagt. Denn es steht nichts für sich, weder in uns selbst, noch in den Dingen: und wenn nur ein einziges Mal unsre Seele wie eine Saite vor Glück gezittert und getönt hat, so waren alle Ewigkeiten nötig, um dies eine Geschehen zu bedingen – und alle Ewigkeit war in diesem einzigen Augenblick unseres Jasagens gutgeheißen, erlöst, gerechtfertigt und bejaht. (Nachgelassene Fragmente 1885-1887, KRITISCHE STUDIENAUSGABE, Bd. 12, München 1988, S. 307f)

Orgonomie und Metaphysik (Teil 38)

28. Februar 2022

Aller Mystizismus beruht auf der künstlichen Trennung zwischen subjektiven Empfindungen und den objektiven organismischen Vorgängen. Und so ist die Nahtodeserfahrung und das Austreten des Bewußtseins aus dem Körper vielleicht nichts anderes als eine extreme Variante der mechano-mystischen Pathologie des Menschentiers, die beim biologischen Zusammenbruch, der letztendlichen Abpanzerung, besonders augenfällig auftritt. Die Verweigerung der Hingabe in Potenz. Die übernatürliche Autonomie einer unsterblichen, dem Energiemetabolismus nicht unterworfenen „Essenz“, die der spiritistische Glaube lehrt, wäre das solipsistische, autistische, kontaktlose Gegenteil der Liebe. Wie Nietzsche in Morgenröte schreibt, eine schreckliche Zudringlichkeit und letztendlich der Ausdruck haßerfüllten Ressentiments: „Die Welt wird mich nicht los!“ (KRITISCHE STUDIENAUSGABE, Bd. 3, S. 190).

Andererseits glauben auch genitale Menschen wie die Trobriander, daß die Seelen der Verstorbenen zu einem entfernten „Avalon“ im Meer gehen. Wahrscheinlich entstand diese Vorstellung durch die, den Primitiven, unerklärlichen Luftspiegelungen über der See. So entspricht sie dem christlichen Wolkenkuckucksheim, das auf Luftspiegelungen über der Wüste zurückgeht. Immerhin sind diese durch das Flimmern der Atmosphäre verursachten Fata Morganen zumindest indirekt orgonotische Phänomene! „Eingeborene der Orgonomie“, wie Reichs kleiner Sohn, glauben an einen pulsierenden Plasmakörper, der im kosmischen Orgonenergie-Ozean schwimmt und die unsterblichen Seelen beherbergt (vgl. Peter Reich: Der Traumvater, München 1975, S. 133). Da er von genitalen Menschen vertreten wird, kann dieser Glaube kaum pathologisch sein, zumal lange vor dem Anfang Saharasias bereits die Neandertaler (wie sich aus Grabbeigaben zweifelsfrei erschließen läßt) an ein Leben nach dem Tode glaubten. Dies sagt natürlich nichts über die Richtigkeit dieser Vorstellung, nur daß es offenbar natürlich ist, gesund-naiv an ein Leben nach dem Tode zu glauben.

„Orgastisches Zerfließen im kosmischen Orgonenergie-Ozean“ ist leicht dahin gesagt – doch für jeden empfindungsfähigen Menschen ist der Tod eine Tragödie; und wenn nicht für den Sterbenden selber, dann sicherlich für seine Hinterbliebenen. Für jene, die jung sterben, gibt es weit begehrenswertere Wege, mit dem kosmischen Orgonenergie-Ozean eins zu werden, als ausgerechnet in der Umarmung des Todesengels, und ausgebrannte ältere Menschen erfahren den Tod sicher nicht als „Orgasmus“.

Vielleicht hätte dieser Endpunkt der jahrzehntelangen Involution einen anderen emotionalen Gehalt, wenn ihm die Endgültigkeit genommen und Leben und Tod als zyklischer Prozeß betrachtet würden, wie ja auch das Geschlechtsleben ein solcher Kreislauf von Ladung und Entladung ist. Leben und Liebe, Tod und „kleiner Tod“ wären dann, um mit dem Reich von 1923 zu reden, „wie das Aufschäumen der Meereswellen an der felsigen Küstenwand, die sie wieder in weiter Fläche zurückwirft“ („Zur Trieb-Energetik“, Frühe Schriften, Köln 1977, S. 160).

Als der Urmensch die Zyklen der Natur, z.B. die Phasen des Mondes oder den Wechsel der Jahreszeiten beobachtete, muß er sie auch auf den Tod bezogen haben und so zum Glauben an die Wiederverkörperung gekommen sein. Dergestalt ist im Matriarchat der Tod keine endgültige Vernichtung, sondern nur sozusagen die notwendige Ruhepause zwischen Ernte und Aussaat. Was für eine lebensfeindliche Kehre diese Vorstellung im Patriarchat nahm, zeigt der traditionelle Wiedergeburtsglaube im Hinduismus. Er lehrt, daß alles vergänglich und deshalb nichts wichtig sei, sodaß das einzelne Leben im leidvollen Kreislauf der Wiedergeburten jedes Schwergewicht verliert, was auch jede Mitmenschlichkeit untergräbt. Außerdem ist die Vorstellung von der „Seelenwanderung“ ein Produkt mangelnder spiritueller Durchdringung, ist es doch schon mehr als fraglich und schlechtweg unbeweisbar, ob wir in der Vergangenheit das gleiche „Ich“ waren und in Zukunft noch dieses „Ich“ sein werden. Geschweige denn, daß sich dieses imaginäre „Ich“ über mehrere Leben erhält. Schon Gautama Buddha hat sich, wenn auch reichlich inkonsequent, gegen die lächerliche Vorstellung einer Wanderung des „Ich“ von Leben zu Leben gewandt.

Im Unterschied zum Hinduismus und Buddhismus glaubte Nietzsche, daß alles viel zu wertvoll sei, um vergänglich zu sein und fand seinen Trost grade in der Vorstellung einer ewigen Wiederkehr des Gleichen, die für den Inder der Inbegriff alles Schrecklichen ist. Die identische Wiederkehr verleiht dem einzelnen Leben ein unendliches Schwergewicht. Wenn ich nochmals leben sollte, dann wäre es exakt nochmal dieses Leben, weil es ansonsten eben nicht dieses, mein Leben wäre. Das besondere an Nietzsches Konzept ist also, daß es gerade auf der Verneinung der autonomen, von den Umständen nicht berührten Seele beruht.

Da es keine übernatürliche „Essenz“, kein autonomes Subjekt gibt, das das Leben lebt und überlebt, und da das Subjekt mit seiner Umgebung funktionell identisch ist, ist Wiederkehr nur möglich, wenn gleichzeitig auch die gesamte Umgebung bis in die kleinsten Einzelheiten wiederkehrt. Und weil mittlerweile (mehr oder weniger) experimentell nachgewiesen ist, daß alles unlösbar miteinander verknüpft ist und ein Augenzwinkern den gesamten Kosmos beeinflußt, wird sich alles in alle Ewigkeit variationslos wiederholen. Jedenfalls wenn die Welt so funktioniert, wie Nietzsche es nahegelegt hat: als Simulation von Beharrung, durch „zyklische Wiederkehr“. Daß es überhaupt Sein gibt, ist Beweis genug für die ewige Wiederkehr des Gleichen.

Orgonomie und Metaphysik (Teil 37)

24. Februar 2022

Beim Töten von Versuchsmäusen mittels Äther hat Reich ein quasi „orgastisches“ Geschehen beobachtet:

Zuerst versucht sich der Organismus gegen das Gift durch erhöhte motorische Tätigkeit zu wehren. Die Maus sinkt rasch atmend um. Die Atmung wird unregelmäßig und setzt schließlich aus. Doch der Tod ist noch nicht eingetreten. Es treten bei Nichtatmung Zuckungen des Gesamtkörpers auf. Es sind Entladungen der elektrischen Energie des Körpers. Eine neuerliche Aufladung bleibt aus, da die Atmung oder auch die Verbrennung nicht mehr funktionieren. Die Zuckungen verebben, und manchmal schlägt das Herz noch eine Weile weiter. So erlischt eine Funktion nach der anderen. (Die Bionexperimente, Zweitausendundeins 1995, S. 115)

Das Sterben des Organismus selbst ist von einer scharfen Muskelkontraktur (…) begleitet (…). (Der Krebs, Fischer TB, S. 258)

Axel Petermann, dienstältester Profiler Deutschlands, beschreibt den Erstickungstod, etwa mit einem Kissen, das auf das Gesicht des Opfers gedrückt wird:

Auch wenn das Opfer weiblich, klein und zierlich sei, der Täter hingegen männlich, groß und stark, entwickle das Opfer im Angesicht des Todes übermenschliche Kräfte. „Irgendwann wird das Opfer zwar bewußtlos, aber der Kampf des Körpers gegen den Tod geht weiter. Mit Eintritt der Bewußtlosigkeit beginnen automatisch die konvulsivischen Spasmen, die den ganzen Körper zucken und verkrampfen lassen, wieder abebben, nach 30 Sekunden erneut einsetzen und wieder nachlassen. Acht bis zehnmal geschieht dies periodisch, bis der Mensch tot ist. Hört der Täter vorzeitig auf, erwacht das Opfer aus der Bewußtlosigkeit.“ (General-Anzeiger, 22. Mai 2012)

Todesangst und sexuelle Lust schließen sich nicht unbedingt aus. Die anfänglichen Gefühle im Solar Plexus sind identisch. 1927 schrieb Reich z.B.: „Auch beim Schaukeln, im rasch abwärts fahrenden Lift, im talwärts rasenden Auto, bei steiler Schußfahrt auf Skiern verspürt man am Herzen und am Genitale Empfindungen, die angst- und lustbetont zugleich sind“ (Die Funktion des Orgasmus, Fischer TB, S. 48). Man vergleiche dies auch mit Reichs späteren Erläuterungen in Der Krebs über die „Fallangst“ bei einem Kind, mit dem das doch eher lustbetonte freudige Hochheben und Fallenlassen gespielt wurde.

Nicht nur Achterbahnen, sondern auch Scheußlichkeiten aller Art, z.B. Hinrichtungen, waren stets ein Publikumsmagnet. Hierher gehört die Lust an Horrorfilmen, der lustvoll erlebte Nervenkitzel des Grauens – der in Filmen wie Basic Instinct offen mit Sex verknüpft wird. Ein anderes Beispiel sind jene Frauen, die Mörder und Sexualstraftäter heiraten. Für sie macht grade die Mordtat diese Männer so unglaublich sexy: „der Tod wird zum Orgasmus, zum Höhepunkt, zum Kick“ („Frauen die Mörder lieben“, Spiegel 36/1991, S. 284).

Ich schreibe dies im IC. Vor mir im Großraumwagen sitzen drei jungen Frauen, die mit offensichtlicher „Spannung“ und Erregung Kriminalromane lesen, in denen es fast immer um „Lustmorde“ an Frauen geht.

Der Umschlagstext eines beliebigen „Psychothrillers“, den ich zufällig gerade in der Hand halte:

Etwas Dünnes, Kaltes strich über ihr Schulterblatt. Langsam von links nach rechts und wieder zurück. Sie hielt die Luft an, wurde beherrscht vom dröhnenden Schlag ihres Herzens. Dann explodierte der Schmerz.

Warum Frauen und Männer solche Psychothriller über perverse Serienkiller lesen, sollte selbstevident sein. Nur gepanzerte, sexuell empfindungslose Menschen (Menschen, die keine orgonotischen Strömungen erleben!) können Freude daran haben, wenn sie lesen, wie Mädchen und junge Frauen gequält und verstümmelt werden. Wie beim Sadomaso empfinden sie die Bewegung der biologischen Energie nur bei extremen Reizen, die die Strafe für das Lustempfinden bereits beinhalten und somit „schuldfreie“ Lust ermöglichen. Reich hat das bereits 1925 in seinem Buch Der triebhafte Charakter analysiert.

Was „Tod und Orgasmus“ anbelangt, ist Reichs Erforschung der Epilepsie besonders interessant. Für Reich ist der epileptische Krampfanfall eine „echte extragenitale orgastische Konvulsion“ (Christusmord, Walter 1978, S. 223). Er verweist dabei auf die subjektive Beschreibung dieses extragenitalen Orgasmus durch den Epileptiker Dostojewskij, der den Anfall als die „höchste Synthese des Lebens“ beschreibt; „für diesen Moment kann man sein ganzes Leben hingeben“ (Der Idiot, Deutscher Taschenbuch Verlag 1979, S. 297f). Die Anfälle sind manchmal mit intensiven Deja-Vu-Erlebnissen verbunden, was für uns interessant ist, weil Nietzsche mit seiner extremen Migräne unter ähnlichen Anfällen zu leiden schien. Vielleicht war ja dieses Empfinden, etwas schon mal gesehen zu haben, der Ursprung seiner Vorstellung der „ewigen Wiederkehr des Gleichen“. Dies legt jedenfalls die Lektüre seiner Einführung des Gedankens der Ewigen Wiederkehr in Also sprach Zarathustra („Vom Gesicht und Rätsel“) unmittelbar nahe.

Reich selbst hat die „letzte und auf ewig unbeantwortbare Frage“ über das „Leben nach dem Tode“ wie folgt beantwortet:

Der sterbende Organismus verliert seine biologische Energie; zuerst schrumpft das Orgonenergiefeld um den Organismus herum ein, dann folgt der Orgonverlust in den Geweben. Wir müssen daher die Volksmeinung ernst nehmen, die sich durch den Satz ausdrückt, daß man im Sterben seine „Seele aufgebe“. Die „Seele“ wird nicht, wie der Mystizismus glaubt, nun geformt zusammengehalten, um als „Geist“ im Raum zu schweben und Körper neu zu beleben; aber es ist richtig, daß die Orgonladung des Organismus die Lebensempfindungen begründet und daß mit Abnahme der Orgonladung die Lebensempfindungen schwächer werden. (Der Krebs, Fischer TB, S. 258)

Und an anderer Stelle:

Es ist das Strahlen der Lebenskraft, das auch nach dem Tode des Körpers weiterbesteht. Es ist das Strahlen der Seele, das nach dem Tode jedoch nicht als klare Gestalt weiterbesteht, sondern sich im endlosen kosmischen Ozean, dem „Reich Gottes“, aus dem es einst kam, auflöst. (Christusmord, S. 268)

Es kann keinen Fall ins Nichts geben, da es in den orgonometrischen Kalkulationen keine Null gibt („Orgonometric Equations: 1. General Form”, Orgone Energy Bulletin 2(4):161-183, 1950). Eine komplementäre Perspektive wäre die Sicht von den Bionen her, die als kleinste Einheiten des Lebens schlechtweg unzerstörbar sind: weil sie ja durch Zerstörung, etwa das Kochen von organischem Gewebe, entstehen. Das Leben ist unzerstörbar und ewig wie Gott. Erst recht ist die in den Bionen pulsierende kosmische Orgonenergie unsterblich, in der letztendlich unser Bewußtsein gründet.

Reichs orgonomische Analyse des Orgonenergie-Feldes des Schizophrenen verweist auf eine fast spiritistische Betrachtung des Todes. Das organismische Energiefeld ist eng mit Gehirn und Bewußtsein verknüpft (wie z.B. die „Energiearbeit“ mit Imagination im chinesischen Qigong zeigt), darüber hinaus ist die orgonotische Wahrnehmungsfunktion auch außerhalb des Körpers tätig („Sechster Sinn“) und sein Orgonenergie-Feld tritt dem Schizophrenen sogar als „Doppel“ entgegen (vgl. Charakteranalyse, KiWi, S. 611-614). Entsprechend können Magnetiseure durch Mesmerische „Strichbehandlung“ die Aura aus dem Körper lösen, die dann im blaubeleuchteten Dunkelraum als sichtbares „Fluidal“ oder „Doppel“ neben das Medium tritt. Dies gelingt aber nur unter „orgonomischen“ Voraussetzungen: „kein feuchtes Wetter, kein zu hoher Luftdruck, keine Gewitternähe“ (Jörgenson: Ein Überblick über die Grauzone in der Wissenschaft, Berlin: WDB-Verlag, 1990, S. 240). Es kommt dabei zu subjektiven Empfindungen, wie sie auch Sterbende berichten.

So gesehen widerspricht die Vorstellung eines „energetischen Überlebens“ des körperlichen Todes durchaus nicht der Wissenschaft Orgonomie. Warum sollte das Orgonenergie-Feld nach dem Tode nicht als einigermaßen festumrissene Gestalt weiterbestehen? Theoretisch paßt wohl die Vorstellung einer „unsterblichen Seele“ nicht in eine Welt, die vom ständigen Energiemetabolismus geprägt ist, aber warum sollte besagte „Gestalt“ nicht bald nach dem körperlichen Tod ebenfalls „sterben“? Auf jeden Fall ist nach Reich jede Vorstellung einer Autonomie des Seelischen Mystizismus (Äther, Gott und Teufel, S. 95f).

Folgende Forschungsergebnisse von Zalika Klemenc-Ketis (Universität Maribor, Slowenien) et al. sind erhellend: Bei der Untersuchung von Nahtoderfahrungen von unterschiedlichsten Patienten schälte sich als einziger Faktor, der Patienten mit Nahtoderfahrungen von solchen ohne Nahtoderfahrungen unterschied, heraus, daß erstere eine signifikant höhere CO2-Konzentration im arteriellen Blut aufwiesen als letztere. Außerdem war die Konzentration des Elements Kalium im venösen Blut erhöht. Die Intensität der Nahtoderfahrung stieg proportional zur Konzentration der beiden Stoffe im Blut.

Bislang sei dies die erste Studie, die eine Verbindung zwischen Nahtoderfahrungen und einer hohen CO2-Konzentration im Blut nachweise, berichten die Wissenschaftler. Schon länger bekannt ist hingegen, daß eine hohe Kohlendioxid-Konzentration das Säuren-Basen-Gleichgewicht im Gehirn ändern und so ungewöhnliche Eindrücke hervorrufen kann, etwa Lichtblitze, Visionen oder eine scheinbare Trennung vom Körper. Nichtsdestotrotz könnten die Erfahrungen an der Schwelle zum Tod aber bis jetzt nicht rein physiologisch erklärt werden, betonen die Forscher: Tatsächliche Nahtoderfahrungen zeichneten sich nämlich durch ihre große Klarheit und die genauen Beschreibungen der Betroffenen aus. Das unterscheide sie von künstlich ausgelösten Nahtoderfahrungen, die sich beispielsweise durch das Einatmen von reinem Kohlendioxid herbeiführen ließen.

Nahtoderfahrungen sind nichts anderes als „extragenitale Orgasmen“, wie sie auch in der Epilepsie auftreten. Es ist bezeichnend, wie schwärmerisch und mit leicht verschleiertem Blick Leute von ihren Nahtoderlebnissen berichten; wie alles viel glücklicher, befreiter, erlöster, unbeschränkt war; unbeschreibliches Glück, Zerfließen, Hinübergleiten; und wie schlimm es war, in den Körper zurückkehren zu müssen. Entsprechend hat sich in der Nahtoderlebnis-Szene ein regelrechter nekrophiler Kult ausgebildet. Eine richtiggehende Todesgeilheit, mit der Betonung auf Geilheit. „Thanatos“ tritt buchstäblich an die Stelle von „Eros“! Wenn man die Medien in den letzten Jahren verfolgt hat, ist es wirklich auffallend, daß zwei Themen im Vordergrund stehen: die Grenzerfahrungen, die Bizarr-Sex (insbesondere „Würgespiele“!) schenken, auf der einen und Esoterik auf der anderen Seite. Man denke nur an die zahlreichen „tödlich verlaufenden Masturbationsunfälle“ von Prominenten in den letzten Jahren.

Wenn der Epileptiker mit den Augen nach oben Richtung Augenbrauen guckt, bekommt er einen Anfall, der Schizophrene psychotische Zustände und der Mystiker „jenseitige Erfahrungen“. Auch in der Hypnose wird diese Technik benutzt, insbesondere aber bei Massenveranstaltungen, wo die Menschen nach oben zum Führer gucken müssen und in mystische Ekstase geraten. Wenn ein Kind autoritär belehrt wird, muß es, da es dem Kopf schuldbewußt nicht zu heben wagt, schräg nach oben gucken. Dies wirkt wie eine Hypnose, ist traumatisierend, beeinflußt unmittelbar das Augensegment und erzeugt so direkt den Charakterpanzer.

Der tantrisch Meditierende verdreht seine Augen nach oben zur Provokation eines „echten extragenitalen Orgasmus im Gehirn“, dabei kommt es zu einer „spirituellen Entladung“, bei der das gesamte organismische Orgonenergie-Feld erstrahlt. Die Yoga-Verrenkungen dienen dazu, sozusagen eine „Ejaculatio praecox“ zu verhindern, so daß es nicht, wie beim Epileptiker, zu einer Entladung in die Muskulatur kommt. Diese spirituellen Onanisten erkennt man dann buchstäblich an ihrem Heiligenschein. Es entspricht dem „weißen Licht“ der Nahtoderfahrung und der „Aura“ des Epileptikers vor seiner „muskulären Entladung“ (Strömungsempfindungen, visuelle und akustische Halluzinationen, etc.).

Es ist faszinierend, daß Allah und seine Paradiesgärten nichts weiter sind als Produkte der „satanisch“-orgastischen Visionen des Epileptikers Mohammed.

Bei den Nahtoderfahrungen von denen Reanimierte berichten, führt Sauerstoffmangel knapp unter dem Niveau einer dauerhaften Hirnschädigung zur Überstimulation des rechten Schläfenlappens (verantwortlich für „Austritt aus dem Körper“ und „Lebensrückblick“) und zur Ausschüttung von Endorphinen mit ozeanischer Selbstentgrenzung und Visionen, wie man sie auch bei Benutzern bewußtseinserweiternder Drogen findet (LSD, Meskalin, Peyote-Kakteen, Fliegenpilze, etc.) oder in der „Aura“ von Epileptikern. Ähnliche Erfahrungen kann man durch Meditation, Hypnose, Schlafentzug, Reizüberflutung oder sensorische Deprivation machen.

Im Nahtoderlebnis und seinen Entsprechungen erfährt man Freiheit von Schmerz, Angst und Körperlichkeit. Daß es daneben zu etwa 30% auch Höllentrips gibt, bei denen der Mensch von Gnomen gepiesackt wird, läßt sich orgonomisch ebensogut erklären (Orgasmusangst und „Mittlere Schicht“), wie die nicht minder irritierende Tatsache, daß es die an der Schwelle des Todes stehenden als Leid empfinden, in den erkrankten Körper zurückzumüssen. Danach treten Schwierigkeiten bei der Neuangleichung von Körper und „Geist“ auf und eine allgemeine Spiritualisierung des Lebens ist die Folge. Eine Problematik, wie Reich sie auch bei Schizophrenen beschrieb, die Schwierigkeiten bei der Integration von Erregung auf der einen und der Wahrnehmung dieser Erregung auf der anderen Seite haben.

Orgonomie und Metaphysik (Teil 36)

22. Februar 2022

Religiöse Vorstellungen sind weder irrelevant, noch einfach nur nichtig, sie können sogar eine mehr oder weniger notwendige Stimulans für das lebendige Leben sein, doch leider Gottes besteht ihr gegenwärtiges Wirken ganz im Gegenteil in der Behinderung des Lebens. Es ist wie mit dem kosmischen Orgonenergie-Ozean, der sich in uns sozusagen „selbstverwirklicht“, was sich ins Gegenteil verkehrt, wenn wir z.B. über KKWs ORANUR-produzierend auf ihn rückwirken. Genauso wie wir im kosmischen Rahmen, haben die Religionen im biosozialen Rahmen in ihrer rationalen Funktion versagt. Es war die Funktion der Aufklärung die Integrität des Lebens gegen die zerstörerische Einflußnahme der „höheren Welten“ zu verteidigen und in Fortführung von Nietzsches „Kunst des Zweifels“ und der Freudschen Psychoanalyse ist Reichs Orgonomie der Höhepunkt dieser kostbaren europäischen Tradition der Vernunft, die wir unter allen Umständen verteidigen müssen. Ziel der Sexualökonomie war es immer, den Gottesglauben mit der Wurzel aus der menschlichen Seele zu reißen. Nur so wäre beispielsweise im Nahen Osten Frieden möglich. Ecrasez l’Infame!

Wenn da nicht ein ganz entscheidendes Handikap wäre: wie Nietzsche sagt, haben wir zuwenig Religion, um die Religion zu vernichten (Nachgelassene Fragmente 1875-1879, KRITISCHE STUDIENAUSGABE, Bd. 8, S. 344). Wir glauben einfach zu wenig an das Leben, als daß wir z.B. dem todessüchtigen Glaubenseifer der Moslems auch nur irgendetwas entgegenhalten könnten. Wie will man gegen Feinde kämpfen, die den Tod verachten? Immerhin hat eine orientalische Horde von schwachsinnigen religiösen Fanatikern es fertiggebracht, die antike Welt zu vernichten. Das gleiche könnte auch dem heutigen Europa widerfahren.

Das lebendige Orgonom ist durch den Widerspruch zwischen seiner „gefrorenen“ Struktur und der beweglichen, freien organismischen Orgonenergie gekennzeichnet, die nach „Befreiung“ drängt.

https://www.youtube.com/watch?v=4bj6SqgT4SQ

Reich spricht vom „Gefühl von etwas getrennt zu sein“, das bei sensiblen, gesunden Menschen auftritt. Reich:

Es drückt sich am klarsten im Schmerz aus, in der schmerzlichen Pein vom Liebsten getrennt zu sein, ob es das Kind, die Frau, der Ehemann ist; mit einem Verlangen wieder vereint zu sein, wieder zusammen zu sein, wieder den Kontakt zu spüren. Aber ich denke, daß diese Liebeserfahrung eine der Funktionen, eine der Variationen einer viel tieferen Sache ist. Irgendwie kommst du zu solchen Gedanken in sehr stillen Nächten, ohne Geräusche in der Umgebung außer dem Wind; Gedanken darüber, vom kosmischen Orgon-Ozean getrennt zu sein, sozusagen abgesondert zu sein. Und das, was sie Nirwana nennen oder kosmisches Verlangen, all dies scheint der tiefste Ausdruck eines sehr tiefen Wunsches oder einer Tendenz zu sein („Wunsch“ ist zu psychologistisch, um dies zu beschreiben), zum kosmischen Orgon-Ozean zurückzukehren. Und hier hatte Freud irgendwie Recht mit seinem Todestrieb, aber er wußte es nicht. Und keiner wußte es zu jener Zeit. Die innige Rückkehr, die als Rückkehr zur Gebärmutter beschrieben wurde, die Rückkehr zu den Müttern in den alten griechischen Mythensammlungen, die Rückkehr zum Orgon-Ozean. Dieses Verlangen ist nicht so schmerzhaft, wenn du dich in einer funktionierenden, guten Liebesbeziehung befindest oder wenn du ein Kind hast, das du liebst, und so weiter. Es kann dort befriedigt werden. („Man’s Roots in Nature“. Orgonomic Functionalism Vol. 2, 1990, S. 68)

Die Sehnsucht nach Transzendenz, der Drang das Energetische, das „Feinstoffliche“, den „Geist“ von den Banden des Körpers zu befreien, scheint also eine natürliche Bestrebung zu sein, die durch die Panzerung in seiner Dringlichkeit nur verstärkt wird. Entsprechend ist die Religion des gepanzerten, orgastisch impotenten Menschen nach dem Muster einer masochistischen Perversion gestaltet: monotone Riten, Zwangshandlungen, Geißelungen, Todessehnsucht. Man könnte deshalb den Tod als einen „finalen Orgasmus“ betrachten, bezeichnen doch die Franzosen den Orgasmus als „den kleinen Tod“.

Ist die Abwehr des Todes vielleicht so etwas wie Hingabeunfähigkeit? Von alters her galt sexuelle Enthaltsamkeit als Garant für ein langes Leben. Zum Beispiel glauben die Chinesen, daß mit jeder Ejakulation der Mann einen Teil seiner Lebenszeit verliert. Das ist natürlich vollkommener Unsinn. Reich hat gesagt, daß „Todes- und Sterbensangst identisch mit unbewußter Orgasmusangst ist“ (Die Funktion des Orgasmus, Fischer TB, S. 119).

Aus der Vegetotherapie ist bekannt, daß sich orgastische Empfindungen unter dem Druck der Orgasmusangst als Sterbensangst äußern: „Sterben“ im Sinne von Zergehen, Zerfließen, Bewußtseinverlieren, Sich-Auflösen, „Nichtsein“! (Der Krebs, Fischer TB, S. 199)

Hermann Hesse hatte 1919 diese Zusammenhänge in seiner Erzählung Klein und Wagner beschrieben. Alle Ängste einschließlich der Todesangst „waren nur Masken und Verkleidungen. In Wirklichkeit gab es nur eines, vor dem man Angst hatte: das Sichfallenlassen“. Und Edgar Allan Poe hat sehr schön dargestellt, daß der Schrecken gerade darin bestehen kann, nicht sterben zu können, sondern wie ein „Untoter“ unerlöst im Leben festzusitzen. Siehe auch den christlichen Ahasver-Mythos, den „Fliegenden Holländer“ oder den Film Highlander.

Bei der sadomasochistischen Todessehnsucht nach dem „orgastischen Paradies“ kann man auch an das japanische Harakiri denken (siehe Charakteranalyse  und Die Funktion des Orgasmus). Der Tod des englischen Politikers Stephen Milligan 1994 war dergestalt wohl ein Ergebnis echter spiritueller Bestrebungen: Über seinen Kopf war eine Plastiktüte gestülpt, um seinen Hals war ein Stromkabel gewickelt und in seinem Mund steckte eine geschälte Apfelsine, in der sich eine Drogenkapsel befand. Diese Teilstrangulierung bis an die Grenze des Exitus soll zu einem ganz außergewöhnlich starken Orgasmuserlebnis führen. In Klöstern passiert nichts anderes, wenn auch mit anderen Mitteln. Mönche tragen keine Strapse wie englische Politiker.

DER VERDRÄNGTE CHRISTUS / Band 2: Das orgonomische Testament / Vorwort

7. Februar 2022
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DER VERDRÄNGTE CHRISTUS / Band 2: Das orgonomische Testament / Vorwort