Langenhorn und Saharasia

Seit 1912 gehört die Landgemeinde Langenhorn zum Hamburger Stadtgebiet, ist aber weitere 100 Jahre ein verschlafenes Nest auf dem Land geblieben. Das sah man schlichtweg daran, daß etwa im Vergleich zu Harburg, Altona und Billstedt es rein deutsch blieb, jedenfalls vom Gefühl her. Seit etwa fünf Jahren normalisiert sich das: Neger, wandelnde Kartoffelsäcke (sogenannte „Muslima“), Eritreer und generell „Südländer“, wohin man sieht. Wir haben sogar schon einen arabischen und einen afghanischen Lebensmittelladen. Langenhorn ist endlich wirklich in Hamburg eingemeindet! Nun, ähhh, aber weiterhin doch nur teilweise. Als „Langenhorn“ bezeichnet man schmale Nutzwaldstreifen zwischen den Feldern und Äckern. Und genauso sieht der Stadtteil auch aus, d.h. der Weg ins Grüne ist nie weit. Eritreer und Konsorten findet man ausschließlich im lauten „urbanen“ Mittelpunkt von Langenhorn. Einem Mork wird man aber nie, wirklich nie, im Wald begegnen. Der ist wirklich ausschließlich deutsch. Wenn ich abends beim Sonnenuntergang dort am See sitze und auf dem Notebook einen Blogeintrag zusammenschmiere: nur deutsche Jogger, Kinderersatz (Köter), der sein durch Psychopharmaka ruhiggestelltes Herrchen spazierenführt und ständig paffende deutsche Kinder (!) und Jugendliche, die sich mit Bier und Schnaps vollaufen lassen. Eine „Zukunft“, die entweder in Lungen- oder Leberkrebs verenden wird…

Dort wo ORgon ist, findet man keine Menschen, die aus Saharasia stammen. Die finden sich nur dort, wo es laut, abgasgeschwängert, DORig bzw. durch ORANUR aufgepeitscht ist, d.h. im „urbanen“ Zentrum von Langenhorn. Da es sich hier nicht so sehr um ökonomische, soziale oder psychologische Prozesse handelt, sondern um (orgon-)energetische, findet man exakt das gleiche auf allen drei Größenebenen: lokal (Langenhorn), national (Metropolen wie München, Berlin, Frankfurt und Bremen, sind schon seit langem keine deutschen Städte mehr, während man auf dem Lande weiter der Mär nachhängen kann, Deutschland sei noch zu retten) und global (DeMeos Saharasia-Theorie).

Aus eigener Erfahrung weiß ich genau, wie sich die DOR-Morks fühlen. Wenn ich die DOR-Glocke über Hamburg verlasse, indem ich eine Tour weiter nach Norden ins realativ DORfreie Schleswig-Holstein mache, wo nicht ohne Grund die glücklichsten Menschen Deutschlands leben, überkommen mich auch Unruhe und Bedrückung. Nicht ohne Grund raßten die Gäste des Rautenferkels regelmäßig aus, wenn sie auf dem Land untergebracht werden sollen.

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3 Antworten to “Langenhorn und Saharasia”

  1. Peter Nasselstein Says:

    Komme gerade von einem sehr langen Spaziergang durch Langenhorn zurück. Meine Beute: jeder kleine previligierte Hosenscheißer empfindet sich als Opfer und lebt im Ghetto –

    siehe das Bild oben!

    Außerdem frappant: gefühlt in oder vor jeder zweiten Wohnung, Reihenhaus, Haus steht eine Buddhastatue. Die Buddhisierung dieses Landes ist ein Phänomen, das mich ungefähr so bedrückt wie die Islamisierung: Saharasia wächst – http://www.orgonomie.net/hdobuddha.htm

    • claus Says:

      Genau. Das Hiphop-Opfergehabe steht an etlichen Wänden. Ich komme fast täglich an dem Spruch „It’s a jungle out there“ vorbei – wohl ein Zitat aus einem Newman-Song, der die Sicht des Jugendlichen als eines einer verschworenen Übermacht Ausgesetzten ausdrückt:
      It’s a jungle out there
      It’s a jungle in here, too
      You gonna tap out on your phone
      That microphone, that camera checking out everything you do

      Die Kehrseite: die Buddhastatuen. Der Verzicht auf Hass. Bekiffte Allliebe.

  2. Peter Nasselstein Says:

    Wichtiges Buch zu James DeMeos Saharasia-Theorie:

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