Orgonenergie, Liebe und Raumschiffe (1955) (Teil 2)

von David Boadella, B.A.*

TEIL 1: ERSTRAHLUNG

Das British Flying Saucer Bureau hat eine statistische Analyse aller Sichtungen durchgeführt, die sich in seinen Akten befinden. Aus dieser Analyse geht hervor, daß 78% aller Nacht-Sichtungen die beobachteten Objekte als leuchtend beschreiben. Die Leuchtkraft reicht offenbar von einem dumpfen Schein bis zu einer brillanten, flammenden Ausstrahlung. Die Farbe scheint von bläulich-grau oder bläulich-grün über lila bis hin zu rot, orange und weiß zu reichen. Diese große Vielfalt an Erstrahlung ist eine der verwirrendsten Eigenschaften der Untertassen. Darüber hinaus wurde beobachtet, daß eine Anzahl von Untertassen die Farbe ändern, während sie beobachtet werden. Hier ist interessant, daß dieser Farbwechsel immer mit einer Bewegungsänderung verbunden zu sein scheint.

Eine Sichtung, die dieses Verhältnis erhellt und zugleich viele andere Merkmale der Fliegenden Untertassen, mit denen ich mich beschäftigen werde, ist es wert, vollständig zitiert zu werden, da es eines der am wenigsten bekannten und doch eines von den lebendigsten Berichten ist, die ich bisher gesehen habe.

Ein Konstrukteur aus der kleinen Bergbaustadt Kerkrade in Holland schickte folgenden Bericht an die Zeitschrift CIVILIAN SAUCER INVESTIGATION (Vol. 4):

Ich ging um Mitternacht spazieren. Alles war ruhig. Plötzlich wurde meine Aufmerksamkeit auf ein blau-grünes Licht mittlerer Intensität gelenkt, das im Osten durch den Himmel lief. Es kam in einem eleganten Sturzflug herunter und verlangsamte sich dann. Zuerst dachte ich, es wäre ein Meteorit, aber es hinterließ keine Feuerspur, wie sie es tun. Es kam langsam auf mich zu und so nah, daß ich es sehr deutlich sehen konnte. Ich habe einen Test gemacht: Wenn du wissen willst, wie groß ich es gesehen habe, nimm einen Teller, halte ihn auf Armeslänge, hebe den Teller dann etwas höher als die Schädeldecke und sieh ihn dir an. Das ist genau die relative Größe des Objekts, das ich gesehen habe. Während des Fluges und als es stillstand, war kein Geräusch zu hören. Seine Farbe war grau. Als es herabkam, gab es ein blaugrünes Licht ab. Sobald es angehalten hatte, verschwand das Licht. Nachdem ich es ein paar Minuten intensiv angeschaut hatte, fühlte ich ein sehr unangenehmes Gefühl in meinen Augen, sie fühlten sich irritiert an, dasselbe Gefühl, wie nachdem man länger auf einen schlechten Fernsehbildschirm gestarrt hat. Plötzlich schoß es davon und vollzog dabei mehrere spitze Winkel. Zur gleichen Zeit erschien der blau-grüne Farbton erneut. Alles in allem war es für etwas mehr als eine Minute zu sehen.

Ich möchte nun auf die Eigenschaften der Orgon-Erstrahlung eingehen.

Als Reich 1937 an seinen Bion-Experimenten arbeitete, entwickelte er eine heftige Konjunktivitis im Auge, mit der er seine Kulturpräparate durch das Mikroskop beobachtet hatte. Dieselben Kulturen erzeugten auch eine Rötung der Haut. Um sie zu isolieren und mehr über die Strahlung zu erfahren, die von ihnen ausging, nahm er die Kulturen und brachte sie in einen dunklen Kellerraum, um dort Beobachtungen zu machen.

Und so beschrieb er, was er sah:

Die Beobachtungen im Dunkeln waren irgendwie „unheimlich“. Der Raum wurde nach Gewöhnung der Augen statt absolut schwarz grau-bläulich. Ich sah neblige Schwaden, bläuliche Lichtstriche und fliegende Punkte. Tief violette Lichteindrücke schienen wie aus den Wänden und von Gegenständen herzukommen. Diese Lichteindrücke, durchwegs blau oder blaugrün, wurden stärker, die einzelnen Striche und Pünktchen wurden größer, wenn ich eine Lupe vor meine Augen hielt. Schwarze Brillen schwächten die Eindrücke ab. (…) Nach ein oder zwei Stunden Aufenthalt im Kellerraum schmerzten meine Augen und wurden gerötet. Eines Abends verbrachte ich fünf Stunden im Kellerraum in einem Zuge. Nach etwa zwei Stunden konnte ich deutlich meine Handfläche leuchten sehen, ebenso meine Hemdärmel und (im Spiegel) auch mein Kopfhaar. Der blaue Schimmer lag wie ein unscharfer, langsam bewegter, graublau leuchtender Dunst um meine Gestalt und um Gegenstände im Raum. Ich gestehe, daß ich erschrak. (…) Die Strahlung irritierte die Sehnervem sehr. Ein Kaufmann, der mir einen Apparat besorgt hatte und einmal teilnahm, sagte: „Es ist mir, als ob ich lange in die Sonne geschaut hätte.“ (aus Der Krebs, Fischer TB, S. 104f)

Die Kraft dieses Effekts war der unmittelbare Anreiz zum Bau des ersten experimentellen Orgonakkumulators und Ausgangspunkt für die vielen Techniken, um die Existenz der Energie objektiv zu messen, aufzuzeichnen und zu demonstrieren. Viele Experimente im Orgonakkumulator führten zu der Annahme, daß Orgonenergie in drei Grundzuständen existiert: bläulich-graue nebelartige Formationen, tief blau-violette Leuchtpunkte und schnelle weißliche Strahlen. Sie wechselt vom nebelartigen zum strahlenförmigen Zustand, wenn sie durch einen Reiz stark erregt oder gereizt wird. Die hauptsächlichen Reize sind metallische Substanzen, die Nähe eines anderen Orgonsystems (zum Beispiel die Anwesenheit eines Menschen im Akkumulator) oder eine elektrische Entladung. Zu diesen wurde später der intensivste Reiz von allen hinzugefügt – die Kernenergie.

Der klarste Beweis sowohl der fundamentalen blauen Farbe von Orgon, als auch der Verschiebung zu Weiß, wenn gereizt, wird durch einige Experimente erbracht, die Reich mit einer Standard-Vakuumröhre durchführte, wie sie in der elektronischen Forschung verwendet wird. Er fand heraus, daß Vakuumröhren, die über mehrere Wochen Orgon in einem Akkumulator aufsaugen konnten, bläulich-violett leuchten, wenn eine Spannung von 600-700 Volt durch sie geleitet wird. Außerdem ist die Erstrahlung an den Elektroden heller, bis hin zu Weiß, und tendiert mehr zum bläulichen Violett zur Mitte der Röhre hin. Wird die Spannung, also der Anregungsreiz, erhöht, leuchtet schließlich die ganze Röhre weiß.

* Abdruck der Übersetzung aus dem Englischen mit freundlicher Genehmigung des Autors, Dr. Boadella. Der Originalaufsatz „Orgone Energy, Love and Space Ships“ findet sich in der von Paul und Jean Ritter in Nottingham, England herausgegebenen Zeitschrift Orgonomic Functionalism, Vol. 2 (1955), No. 5, S. 287-306.

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9 Antworten to “Orgonenergie, Liebe und Raumschiffe (1955) (Teil 2)”

  1. Tzindaro Says:

    For all I know there might be several extraterrestrials on this blog reading everything I write. If so, I hope they will speak up and tell us all about their planet. But I have frequently stated, and will repeat, that the lights Reich and his crew saw in the night sky were probably an orgone lumination effect, not UFOs. And if that interpetation is correct, there is no connection between orgonomy and UFOs, regardless of if UFOs exist or whatever they may be.

  2. Tzindaro Says:

    The facts of orgonomy are at LEAST as well established as the facts that are accepted in every other field of science. In fact, most of them rest on far more evidence, and better quality evidence, than the usually accepted ideas in science do today. The lack of official recognition of those facts is not because of any lack of evidence. It is because of the external „packaging“ that came with them, the unconforming personality of Reich, the political, social, and science-fictional baggage that is almost always included in the package, prevents the scientific findings from being accepted.

    As long as it is impossible to bring up bions or cloudbusting in a conversation with a scientist without getting bogged down in pointless digressions about UFOs, Communist plots, military secrets, sex, right-wing political ideologies, psychotherapy, and the personality of a man who has now been dead for two generations, there will never be any serious discussion of orgonomic scientific findings. The life and personality of Reich is too powerful and still overshadows everything he touched.

    That is why I have been devoting so much time to debunking the legendary aspects of orgonomy so the scientific aspects can be seen clearly, without all that irrelevant baggage. It is way past time for orgonomy to forget about Reich and move on. It is the fixation on Reich that prevents orgonomy from going on without him.

    • O. Says:

      It is always possible that Reich (or even me) might be wrong in conclusions. Therefore it is interesting to think in a different way about f.e. Eas. If there are lights (or „ea“) near a cloudbuster – it could be from the CLB-Operation, you say. If this would be the case, I think that Reich did stupid things with his cloudbuster – making lights and claiming them to be alien-machines. The cloudbuster would have no other effect and will be senceless. so the Dor-buster (if medical or not) would also stupid. Somehow I will agree at this point.
      And as you see the Orac-room shows no orgone at all, as Baodella clearly mentioned – without knowing. Reich gets ill and found the oranur-effect in 1937 and later on. His accumulators where physical oranur-experiments, long before 1951. He invented oranur not orgone energy. So the whole orgonomy is nonsence.
      Boadella – like others – wants to believe in (in orgonomy) 1955 – and impresses Reich. In 1973 he wants to impress people of being smart at Reich in the biography. But the fact is, that he does not undertstand a thing about orgonomy. He mentioned the orac as Reich has presented it. That does not mean, that he knew how it works.
      So if you doupt one puzzle in Reichs theory, you soon might see the rest is nonsence too. And I will criticize the orgonomy from within.

      This is Reichs functional approach – from Hegels Dialektik: Thesis – Antithesis.

      —————————–

      So one observation should be mentioned. Doing the DeMeo CLB-Style thing with a cloudbuster will bring no lights and no effects. Making a good clb-work might bring eas near to you, much nearer that you ever wanted, on some day, without standing actually at a clb.

  3. Tzindaro Says:

    A real science of the life energy, if there was one, would not have a fixation on it’s founder. It would hold conferences and publish journals on current work in the field, not constantly repeat the life story of it’s founder, his legal problems, and stories about who did what to him.

    The focus would be on new and original work, not on trying to convert skeptics and refute armchair critics. In psychology, it would work on understanding more of how people think, but would recognize and admit that an effective therapy is still in the future. In sociology, it would describe social interactions, not attempt to prescribe or pathologize any particular point of view.

    In short, it would bear little resemblence to orgonomy, as it exists today, with it’s strong political orientation, pathologizing of points of view that do not fit that agenda, and claims of an effective therapy that cannot be demonstrated by any statistical means accepted in the field of psychology.

    It would leave the introductory information on how it got started, who did what, and other historical trivia to the public school system, not as a subject fror graduate-level conventions and journals,

    It would also leave solving criminal acts to the proper legal officials, not to armchair speculation by untrained non-professionals. A psychiatrist or social scientist has no training or expertise to know if a conspiracy exists or who is doing what today, let alone what may have happened two generations ago.

    A natural scientist also has no pàrticular training in military intelligence work, so an invasion from another planet is not within his area of expertise and should be left to the experts though a psychologist may render an opinion on the mental health of persons making claims,

    Non-trained non-professionals would have no standing to present opinions or allegations at a conference of experts and professionals. Writing books and articles on a subject does not confer status as an expert.

    There are other examples possible, but these will suffice to show how far the current interpetation of what orgonomy is has strayed from what it would be if it really was a science,

    • Robert (Berlin) Says:

      Dass die Laien oder Psychologen über Naturwissenschaft schreiben ist doch nur eine Folge davon, dass es keine Professionals gibt, die sich mit der Orgonomie befassen.

      • Tzindaro Says:

        There are some. Bernard Grad was a Ph.D. biologist at McGill University in Canada who did a lot of bion work and also did TO-t studies. He could not get his work published in the Journal Of Orgonomy because he did not believe in orgone therapy. Charles Kelley had been trained as a meteorologist in the Air Force and worked in that job for three years, but his cloudbusting was not recognized by the ACO because he did therapy without their permission. Ralph Markson is an atmospheric physicist now at MIT who did cloudbusting for five years but was fired by the ACO because Blasband wanted his job.

        The internal politics of orgonomy!

    • O. Says:

      After all orgonomy is what Reich did. Making experiments and mistakes, getting wrong conclusion out of his results, to find the truth about orgone energy by chance.
      The next generation should do it right (in their profession) and look if they find there own conclusions.

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