Frivole Wasserspiele in den Alpen!

Auf Amazon findet sich ein interessanter Verriß von Charles Konias Buch The Emotional Plague. Wie könne Konias Behauptung stimmen, daß der Panzer die sekundären Triebe erzeugt und gleichzeitig vor ihnen schützt?! Dieser Einwand mag auf den ersten Blick logisch klingen, tatsächlich ist es aber eine Pseudologik, ein pseudointellektuelles Spielen mit Worten, das von der Realität vollkommen losgelöst ist.

Man nehme einen kleinen Gebirgsbach. Man kann sich in ihn hineinstellen, „herumplantschen“, etc. Er ist vollkommen harmlos. Wenn ich ihn aber aufstaue, steigt der Druck gefährlich an, so daß ich den Damm immer weiter festigen muß, bis ich schließlich eine gigantische Staumauer errichtet habe, die den verheerenden Wasserdruck erst erzeugt hat und ständig aufrechterhält, gleichzeitig aber auch vor ihm schützt,

Mit dem gleichen Bild kann man einen weiteren typischen Einwand gegen die Orgonomie widerlegen: Wie kann die regelmäßige Abfuhr von Energie im Orgasmus dafür sorgen, daß der Körper ein hohes Energieniveau aufrechterhält? Es gibt tatsächlich einen „Reichianischen“ Therapeuten, der das vertritt: Coitus reservatus, weil er die nichtabbgeführte Energie für seine (vor allem auch spirituelle) „Arbeit“ benötige! Wieder diese Pseudologik, die der Abwehr dient. Ist dafür gesorgt, daß bei einem Staudamm (der nun nicht mehr für die Panzerung, sondern einfach für den Organismus steht) überschüssiges Wasser problemlos abgelassen werden kann, brauche ich mir über den Zufluß des Wassers aus dem Gebirge keine Sorgen machen und kann dementsprechend den Wasserspiegel im Staubecken optimal hochhalten. Ohne dieses Ventil, muß ich die Wasserzufuhr tendenziell bremsen, um einen Dammbruch zu verhindern. Entsprechend sorgt die regelmäßige Energieabfuhr im Orgasmus dafür, daß der Organismus sozusagen ohne Sorge „voll aufdrehen“ kann.

Auf der einen Seite haben wir es mit dem mechano-mystischen Denken zu tun, einem abstrakten Denken, das durch rigide sich ausschließende Gegensätze geprägt ist. Dieses Denken dient stets der Abwehr: „hier ich, dort der Feind, dazwischen eine Schutzmauer (der Panzer)“. Auf der anderen Seite haben wir es mit dem dialektischen bzw. funktionellen (ungepanzerten) Denken zu tun, bei der Gegensätze in einem dritten Faktor aufgehoben werden:

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11 Antworten to “Frivole Wasserspiele in den Alpen!”

  1. claus Says:

    ? Was steht unten, rechts und links?

  2. claus Says:

    Ich sehe nicht, wie damit etwas erklärt werden kann. Der Einwand, der Panzer könne die sekundären Triebe nicht sowohl erzeugen als auch in Schach halten, erfordert mehr Genauigkeit: Eine Panzerung verändert den Weg der Energie derart, dass Verhalten/Erleben a sich ändert. Es wird ‚sekundär‘, Beispiel: Liebe zu … wird Angst vor … (o.ä.). Diese Angst wird unerträglich. Andere Panzerung verändert die Angst b wiederum so, dass anderes Verhalten/Erleben resultiert. Anderes! (Irgendwo gibt es bei Reich ein Schema, dass diesen Wechsel zum Ausdruck bringt; ich finde es nicht.) Es geht um physiologische (einschließlich Orgon betreffende) Prozesse, die noch nicht gut beschrieben werden können. Warum nicht einen Mangel an Wissen eingestehen? (Übrigens: Für die Hegelei spielt meines Wissens Zenons Schildkröte/Achilles keine große Rolle. Viel wichtiger ist der Dissens mit Kants Sicht, was die Zugänglichkeit zum Ding an sich betrifft.)

    • Peter Nasselstein Says:

      Bei Konia und seinem Kritiker geht es darum, das es zu einem Stau kommt, bei Deinem Beispiel darum, wie es zu einem Stau kommt (das Gewebe von Trieb und Triebabwehr).

      Zur Illustration: etwas kann nicht gleichzeitig das (Verursacher) und das (Schutz vor dem Verursachten sein) sein plus das Dritte (meine Wassergeschichte).

      Kant und Zenon:

      Daß die Dialektik zuerst auf die Bewegung gefallen, ist eben dies der Grund, daß die Dialektik selbst diese Bewegung oder die Bewegung selbst die Dialektik alles Seienden ist. Das Ding hat, als sich bewegend, diese Bewegung selbst an ihm…

      Hegel: Vorlesungen über die Geschichte der Philosophie: Erster Teil

      • claus Says:

        „Das Ding hat, als sich bewegend, diese Bewegung selbst an ihm“ – das ist das Merkwürdige: dass er offenbar das Ding mit der Bewegung identifiziert. Scheint mit ein unnötiger Schritt zu sein.

  3. JanDavid Says:

    Wieder diese Pseudologik, die der Abwehr dient. Ist dafür gesorgt, daß bei einem Staudamm (der nun nicht mehr für die Panzerung, sondern einfach für den Organismus steht) überschüssiges Wasser problemlos abgelassen werden kann, brauche ich mir über den Zufluß des Wassers aus dem Gebirge keine Sorgen machen …

    Überschüssiges.

    Das ist das wesentliche.

    Für die Selbstregulierung muss das was überschüssig ist, entladen werden. Nicht mehr und nicht weniger.

    Mehr als notwendig – das geschieht, wie ich glaube, sehr selten. Entweicht alle Lebensenergie aus dem Organismus, ist man tot.

    Wenn zu viel entweicht, hat man Störungen, die aus dem Energiemangel her kommen. Normalerweise dauert dieser Zustand nicht lange, da neue Energie immer produziert wird.

    Wenn nicht, dann heißt das bei Reich glaube ich Anorgonie.

  4. Abrasax Says:

    Durch die vielen Belastungen der ungesunden Zivilisation sind wir Menschen sowieso immer am unteren Limit unserer eigentlichen Kräfte angelangt. Dann kommt noch das falsche Denken, Sprechen und Tun dazu und die Energie nimmt ständig weiter ab. Der Reich hätte sich mal die sexistischen Occultisten näher anschauen sollen wie die rumlaufen. Dann hätte er seine Gedankenspirale möglicherweise etwas besser überdenken können.

    • JanDavid Says:

      Ja. Das heißt, weiterhin gibt es die Erkrankungen, die mit Panzerung und Stau einhergehen und hinzu kommen dann die noch schwierigeren, wo Energiemangel im Vordergrund ist.

      Gesamtgesellschaftlich – und auch individuell – nicht so tolle Perspektiven …

      OffTopic:

      Mark Passio ist ein ehemaliger Satanisten- Priester, der sich angeblich vom Bösen losgesagt hat.

      Er betont (altägyptisch) „NTR“ das Naturgesetz, vor allem geistig gemeint, welches mehr oder weniger göttlich ist. Viele Aussagen stimmen mit der (konservativen) Orgonomie überein. Inwieweit Passio vertrauenswürdig ist, ist schwer einzuschätzen.

      • JanDavid Says:

        Auch Aussagen betreffend linkshirnige, intellektuell funktionierende sozial agierende Menschen, die hier meist als modern- liberaler Charakter bezeichnet werden.

      • Abrasax Says:

        Ich finde den Ausdruck Panzerung gar nicht gut, weil er völlig falsche Assoziationen auslöst. Wenn ich mich hinter einem Panzerschild verstecke, dann würde ich meinen, daß ich mich entspannen kann. Aber das ist ja bei Persönlichkeitsstörungen gerade nicht der Fall. Wenn ich gerade ein „Problem“ erlebe, entweder akut oder länger, dann spanne ich meinen Körper an irgendeiner Stelle irgendwie an und ich krampfe sozusagen. Diese Verkrampfungen können dann mit der Zeit chronisch werden und zum Beispiel Bereiche in den Faszien stetig verhärten.

        Natürlich kosten diese Verspannungen Kraft. Wir dürfen diese Verspannungen nicht mit dem Grundtonus verwechseln, der uns gewöhnlich keine extra Kraft kostet, da er im gesunden Zustand ein Gleichgewicht repräsentiert. Aber die Verkrampfungen kosten extra Kraft und zwar stetig.

        Genau das Gleiche gilt für Freundschaft, Familie, Gesellschaft bis hinauf in die gesamte Schöpfung. Und mal verstärkt es sich und mal gleicht es sich aus oder verläuft sich. Wenn die Menschen wüssten, was durch lang anhaltenden Hass passiert, würden sie vielleicht besser überlegen ob es das wirklich wert ist.

        Durch eigene Erfahrung habe ich folgendes gelernt. Durch Einschicht und ehrliche Arbeit an sich selbst kann sich eine tiefe Entspannung entwickeln, die sehr wohltuend erlebt werden kann. Nun kann eine Art Erstaunen oder auch eine Lust oder ein Verlangen oder eine Erwartung entstehen die eine schnelle Verkrampfung auslöst und als Orgasmus erlebt wird. Ich habe einige Zeit benötigt um zu verstehen, daß der Patient, also ich selbst bei solchen Situationen einen kritischen Punkt überschritten habe. Einen Orgasmus bei dieser Art Seelenarbeit zu erleben bedeutet zweierlei. Erstens, daß man im Moment nur einen geringen Grad echte Liebe ertragen kann und zweitens daß man sich noch zu sehr in Extreme stürzt. So würde ich das kurz zusammengefasst beschreiben wollen. Der Orgasmus ist ein schönes Erlebnis und erstaunlich obendrein, aber eigentlich ist es nicht nötig ihn hier zu erleben, da der Orgasmus eigentlich eine völlig andere Funktion hat.

        Möglicherweise hätte Wilhelm Reich eine ähnliche Ansicht gehabt wie ich, ich weiß es nicht. Seine Literatur habe ich nicht gelesen und kann also gar nicht sagen, wie Reich wirklich gedacht oder empfunden haben könnte.

        Ich habe einmal ein empfohlenes Video von Bernd Senf von einer orgonomischen Arbeit gesehen. Dort wurde der Patient direkt in eine Entladungsphase hineingetrieben. Dieser Patient hat dann völlig unkontrolliert auf eine Matte eingeschlagen. Das ist ein erstaunlicher Effekt, aber ich glaube, so sollte diese Arbeit nicht ausgeführt werden, solche Effekte sollten glaube ich nicht auftreten. Das kostet dem Patienten zu viel Kraft und zu viel Schmerz wird ausgelöst.Die Richtung stimmt irgendwie nicht finde ich.

        Natur beziehe ich eher auf das was sich auf einem Planeten oder Mond, also einem grobstofflichen Weltraumkörper abspielt. Übergeordnet benenne ich Kosmische Gesetze. Bei den uralten Ägyptern, nennen wir sie mal so, gab es bitter böse Strömungen aber auch sehr gute Arbeiten. Außerdem mischt sich Allegorie mit tatsächlichen Ereignissen. Dieses Durcheinander ist furchtbar. Furchtbar desshalb weil es leicht passieren kann, daß beim Studium von diesem Zeug falsche Schlüsse gezogen werden, die sich in späteren Ideen tragisch fortpflanzen können.

        Sich vom Bösen loszusagen und dieses üble Satanisten-Zeug nicht mehr mitmachen zu wollen ist eine sehr gute Entscheidung. Aber in dieser Szene gibt es ultra üble Dinge und wenn man das eine Weile mitgemacht hat, sitzt das tief im Inneren Menschen fest. Dort dieses Zeug wieder raus zu bekommen ist sehr schwierig.

  5. Peter Nasselstein Says:

    Das mit Allegorien ist immer ein Problem. Doch ausgerechnet „Panzerung“ finde ich gut. Wie der mittelalterliche Panzer schützt der Reichsche „Panzer“ die Person und macht sie sicher und ruhig, gleichzeitig kostet dieser Panzer Kraft, macht einen linkisch und unbeweglich, etc. Das (fast) perfekte Bild dessen, was Reich beschreiben wollte.

    Außerdem ist der Panzer ein Ausdruck dessen, worin wir wirklich gut sind. In seiner Panzerung ist jeder Mensch ein Genie. Die Panzerung so aufzulösen, daß das Talent, das wir in den Panzer investiert haben und das uns dergestalt verlorenging, uns wieder frei zugänglich wird, ist die eigentliche Kunst der Orgontherapie. Die meisten „Reichianischen“ Therapien attackieren in ihrer abgrundtiefen Ignoranz den Panzer so, daß er seine ursprüngliche Schutzfunktion nicht mehr ausüben kann. Folge kann zweierlei sein: ein wildes neurotisches Chaos (es werden ultraneurotische Psychopathen erzeugt, „wilde Männer“, die dann als „gesund“ hingestellt werden) und/oder eine reaktive Verstärkung der Panzerung in bestimmten Teilbereichen des Körpers, insbesondere aber im Augensegment, was eine Art „Lobotomie“ darstellt. Die „ruhiggestellten“ Patienten werden dann ebenfalls als „gesund“ hingestellt, ihre sporadischen Ausbrüche sind dann das I-Tüpfelchen diese vermeintlichen „Gesundheit“.

    • Abrasax Says:

      Lieber Herr Nasselstein, wie wir wissen, stellte sich die schwere und unbequeme Rüstung des Mittelalters der reichen Ritter bald als unbrauchbar gegen neue Waffengattungen heraus. Die Psycho-Panzerung mag einen gewissen Schutz gewähren, aber nur gegen relativ unterentwickelte Angriffskonzepte. Es gibt schon lange Luit-Gruppen, die sich darauf spezialisiert haben, die Rüstung der Menschen zu analysieren und entsprechend zum eigenen Vorteil zu nutzen. Es ist also sehr gefährlich, sich mit einer Rüstung in Sicherheit zu wähnen.

      Herkömmliche Panzerungen gleich welcher Art werden Europa nicht zu schützen vermögen. Ganz im Gegenteil. Es wurde etwas eingefädelt, das bei der Nutzung der alten Panzer zu einer Katastrophe führen kann. Es wurde eine Situation geschaffen welche die Psycho-Panzer die wir bislang perfektioniert haben und nutzen, zu einer reaktiven Waffe werden lassen kann, die sich gegen uns selbst richten kann. Das ist eine sehr gefährliche Situation für uns und unser Weiterbestehen und unsere Weiterentwicklung. Unsere eigenen gewohnten Waffen und Verteidigungsmaßnahmen sind im Moment gegen uns selbst gerichtet. Viele erkennen das noch nicht.

      Wir wissen doch aus Erfahrung. Wenn wir Geld erfinden, dann ist das am Anfang für die meisten Menschen ein echter Gewinn. Aber schnell kommt eine seltsame Eigendynamik in Gang und das was zuvor wie ein Segen erschien, richtet sich auf einmal gegen uns selbst und tritt sogar als aktive Waffe gegen uns selbst auf die Bühne.Gold, Papierwährungen, Cryptowährungen, immer das selbe Spiel das sogar an Geschwindigkeit und energetischer Macht zunimmt. Die Menschen verstehen auch nicht, warum das so ist. Und das liegt daran, weil sie die geistig/geistlichen Gesetze noch viel zu wenig verstehen.

      Ich behaupte einfach, daß Rüstung und Panzerung geeignete Schutzmechanismen für einige Waffengattungen sein mögen, aber nur für relativ grober, unterentwickelter und behäbiger Art.

      Auch ich trage meine Panzerungen mit mir herum wie ich gemerkt habe. Diese Panzer sind teilweise wohl sehr alt aus vorangegangenen Inkarnationen und andere habe ich in dieser Inkarnation neu erschaffen und angelegt. Viele davon mögen immer noch nützlich sein, aber einige davon fangen zu zwicken an und ich fühle mich darunter schwitzig, gammlig, schimmlig, unbequem und einengend. Eine Blütenknospe hat auch ihren Panzer den sie in vielerlei Hinsicht braucht. Der Panzer ist nicht nur Schutz, sondern er ist auch Form und Form ist immer eine Art Linse für feine Energien die auf eine ganz spezielle Art wirken sollen. Die Einform und ihre Unterarten sind eine unglaublich wichtige Form für unser Universum. Aber wir sehen in jedem Frühling, daß die alte Form aufgebrochen wird und wie ein Wunder eine ultra wunderschöne neue Form sich entfaltet. Wenn wir nicht die Erfahrung davon hätten, wir würden es nicht glauben.

      Doch wir übersehen etwas sehr wichtiges. Die Blüten- und Blätterknospen nutzen ihre Panzerung nicht gegen das Leben und seine Energien. Ist das nicht so? Wie ist das bei uns Menschen? Wir nutzen unsere Panzerungen als Rüstungen um aufgerüstet in den Krieg zu ziehen und gegen das Leben und seine Energien zu kämpfen. Ist das nicht so? Wir tun das schon lange so und haben uns so sehr daran gewöhnt, daß wir meinen, das wäre die richtige Art zu leben, wir meinen das nicht nur, sondern wir sind sogar überzeugt davon.

      Begrifflichkeiten sind nichts anderes als Energien und Mentale mit ganz bestimmten Eigenschaften und Wirmechanismen. Wenn wir Begrifflichkeiten nutzen, so begeben wir uns automatisch in deren Energiefeld und synchronisieren uns damit. Ich bin davon überzeugt, weil ich es ausprobiert habe, daß die Art und Weise wie wir sprechen und uns ausdrücken und uns mitteilen einen sehr enormen Einfluß auf unsere Panzerung, Rüstung und vieles mehr hat.

      Wer in Panzerung denkt,
      der wird keinen Panzer sprengen können.

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