Peter im Netz (Teil 1): Peter will keine Schwäche zeigen!

Seit Beginn dieses Blogs waren die Leserkommentare stets mein Hauptproblem, wenn nicht sogar das einzige Problem. Zunächst einmal zeigen die Klickzahlen, sozusagen „die Auflage“, wenig. Daß ich wirklich gelesen werde, wird erst durch Leserkommentare evident. Begegnet man einem Blog ohne Kommentare, kann man ihn getrost vergessen, denn er existiert in Wirklichkeit gar nicht.

Ein zweites Element der Stärke ist ein offenes Forum. Ein Blog, in dem nur genehme und (vermeintlich) „konstruktive“ Beiträge zugelassen werden, zeugt von mangelnder Souveränität. Außerdem verliert er schnell an Lesern, da am Ende nur mediokere Speichellecker übrigbleiben. Ich denke da etwa an das Schicksal des einst großen und einflußreichen Blogs „Little Green Footballs“. Der Macher wollte sich offensichtlich eine Wohlfühlzone schaffen, nur um schließlich in Isolation und Frust zu enden. Zensur mündet immer in einem Desaster für den Zensoren, da er sich selbst isoliert und sich der lebenserhaltenden Korrektive beraubt. Man denke nur an das Schicksal von Hitler oder das von Honecker!

Ich fühle mich aber auch schwach, wenn ich wirklich jeden Mist durchlasse, insbesondere die Spielchen von pestilenten Charakteren: „Peter, wie kannst du das zulassen!“ Ich kann dazu nur auf das erste und zweite Problem verweisen: ich BRAUCHE Leserbriefe und ich kann und will „gegnerische“ Stimmen nicht unterbinden. Außerdem stellte sich der Sachverhalt ja anfangs nicht so klar und eindeutig dar… Das ist halt die Pest: sie paralysiert einen, da sämtliche Handlungsoptionen ihr gegenüber extrem unattraktiv sind. Schließt man Modju aus, fühlt man sich scheiße, läßt man ihn da, aber erst recht!

Es bleibt natürlich stets die verführerische Option alles strengstens zu moderieren „und zum Wohle der Orgonomie“ nur noch „Konstruktives“ durchzulassen, aber das wäre genauso selbstmörderisch wie Modju ein Forum zu bieten. In einer Hinsicht habe ich mir ohnehin von Anfang an den Luxus gegönnt, absolut erbarmungslos zu sein, ohne jedwedes Wenn und Aber: „Reichianische“ Körperpsychotherapie.

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2 Antworten to “Peter im Netz (Teil 1): Peter will keine Schwäche zeigen!”

  1. Abrasax Says:

    Wer will schon auf einem Blog einen Kommentar schreiben, der ständig von Pestilenz schreibt? Ich habe mich immer bemüht, ein offenes Wahrnehmungsvermögen zu pflegen und zu kultivieren. Es gibt da aber Grenzen stelle ich erstaunt fest.

    Diese Grenzen lassen sich auch nicht überwinden stelle ich erstaunt fest, sondern ganz im Gegenteil, werden mit dem Alter und der Erfahrung eines Menschen deutlicher und verlieren an Transparenz. Jeder Mensch ist ja eine uralte Seele mit vielen Mrd. Jahren auf dem Buckel. Aber dennoch werden uralte Seelen als junge Menschen geboren. Junge Menschen haben schon einen eigenen Grundcharakter mit eigenen Grenzen, aber diese Grenzen sind noch durchlässiger und transparenter für den reinkarnierten Menschen selbst und auch für andere Menschen die mit diesem Menschen in Beziehung stehen. Das ändert sich mit den Jahrzehnten. Und das ist eine interessante Sache.

    Es gibt viele Gründe Kommentare auf einem Blog zu schreiben.
    Ich schreibe sehr gerne Kommentare, weil ich mich dabei zuerst auf ein Thema konzentriere und weil es dabei zu Inspirationen kommt. Es bauen sich Strukturen auf und werden sichtbar, die zuvor nicht sichtbar waren. Das ist für mich faszinierend. Damit gebe ich dem Blog auf dem ich einen Kommentar schreibe hoffentlich etwas positives für die Mühe des Blogbetreibers zurück.

    • claus Says:

      Der Hauptgrund, in einem Blog zu schreiben, war für mich bislang der, dass die Journaille kein Forum mehr bietet (jedenfalls kein relevantes, das gelesen wird).
      Eins will ich mit Sicherheit nicht: mich präsentieren.

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