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Wie halte ich das aus?

8. März 2020

Wie halte ich die Erfolglosigkeit dieses Blogs aus und daß sich niemand für Reich interessiert? Wenn man von der Wahrheit seiner Sache überzeugt ist, warum sich groß Echauffieren und Werbung für sie machen? Es macht ja auch niemand Werbung für „Gravitation“ oder „Birken“! Diese Dinge sind da und sie sind „wahr“. Punkt! Es ist lächerlich für die Realität einzustehen. Beispielsweise ist es notwendig mit großem rhetorischen Aufwand für die „Theorie“ einer flachen Erde einzutreten. Der Wissenschaftler hingegen kann sich ruhig zurücklehnen und nach einem BEWEIS für die „Flacherde“ verlangen und ansonsten mit leichter Hand auf den gestirnten Himmel über uns und die Flugpläne im Internet verweisen. Oder mit anderen Worten: nur der Betrug benötigt Propaganda, während die Wahrheit schlichtweg „wahr und da“ ist.

Wer Propaganda für die Orgonomie macht, beweist damit, und das gar nicht mal so indirekt, daß er gar nicht wirklich von der Orgsmustheorie überzeugt ist, nicht an die Entdeckung des Orgons glaubt und nichts vom Orgonomischen Funktionalismus hält. Was er hier tut, tut er aus neurotischen Gründen, etwa als Rebellion gegen das „wissenschaftliche Establishment“ oder schlicht als Religionsersatz. Findet er keine Resonanz, treibt ihn das schier in den Wahnsinn. Deshalb wenden sich diese Hanseln sehr schnell von der Orgonomie ab und anderen Projekten und Disziplinen zu.

Es gibt nur einen einzigen rationalen Grund sich mit der Orgonomie zu beschäftigen: weil es dir Spaß macht. Entsprechend ist das Echo auch ziemlich gleichgültig und die Enttäuschung über das Desinteresse der Menschen hält sich in Grenzen, denn sie schädigen sich damit nur selbst und ihren ureigensten Interessen. Es ist DEREN Problem nicht, beispielweise, meins.

Man kann das ganze aber auch anders sehen, nämlich so, daß die Menschen sich gegen die Realität dessen, was die „sexualökonomische Lebensforschung“ entdeckt hat, regelrecht zumauern, verpanzern. Was hilft gegen Panzerung? Immer und immer und immer und immer wieder auf die Realität „hinter der Mauer“ verweisen. Nur ein Idiot wird das mit Propaganda verwechseln!

„Peter, wie hältst Du nur die mangelnde Resonanz aus?“ Darauf gibt es zwei Antworten, deren Hintergrund ich soeben erläutert habe: „Ganz gut.“ und „Es treibt mich in den Wahnsinn!“

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Peter im Netz (Teil 1): Peter will keine Schwäche zeigen!

16. Dezember 2018

Seit Beginn dieses Blogs waren die Leserkommentare stets mein Hauptproblem, wenn nicht sogar das einzige Problem. Zunächst einmal zeigen die Klickzahlen, sozusagen „die Auflage“, wenig. Daß ich wirklich gelesen werde, wird erst durch Leserkommentare evident. Begegnet man einem Blog ohne Kommentare, kann man ihn getrost vergessen, denn er existiert in Wirklichkeit gar nicht.

Ein zweites Element der Stärke ist ein offenes Forum. Ein Blog, in dem nur genehme und (vermeintlich) „konstruktive“ Beiträge zugelassen werden, zeugt von mangelnder Souveränität. Außerdem verliert er schnell an Lesern, da am Ende nur mediokere Speichellecker übrigbleiben. Ich denke da etwa an das Schicksal des einst großen und einflußreichen Blogs „Little Green Footballs“. Der Macher wollte sich offensichtlich eine Wohlfühlzone schaffen, nur um schließlich in Isolation und Frust zu enden. Zensur mündet immer in einem Desaster für den Zensoren, da er sich selbst isoliert und sich der lebenserhaltenden Korrektive beraubt. Man denke nur an das Schicksal von Hitler oder das von Honecker!

Ich fühle mich aber auch schwach, wenn ich wirklich jeden Mist durchlasse, insbesondere die Spielchen von pestilenten Charakteren: „Peter, wie kannst du das zulassen!“ Ich kann dazu nur auf das erste und zweite Problem verweisen: ich BRAUCHE Leserbriefe und ich kann und will „gegnerische“ Stimmen nicht unterbinden. Außerdem stellte sich der Sachverhalt ja anfangs nicht so klar und eindeutig dar… Das ist halt die Pest: sie paralysiert einen, da sämtliche Handlungsoptionen ihr gegenüber extrem unattraktiv sind. Schließt man Modju aus, fühlt man sich scheiße, läßt man ihn da, aber erst recht!

Es bleibt natürlich stets die verführerische Option alles strengstens zu moderieren „und zum Wohle der Orgonomie“ nur noch „Konstruktives“ durchzulassen, aber das wäre genauso selbstmörderisch wie Modju ein Forum zu bieten. In einer Hinsicht habe ich mir ohnehin von Anfang an den Luxus gegönnt, absolut erbarmungslos zu sein, ohne jedwedes Wenn und Aber: „Reichianische“ Körperpsychotherapie.