Posts Tagged ‘Körperpsychotherapie’

Der kosmische Hintergrund von Liebe, Arbeit und Wissen (Teil 1)

24. Februar 2020

Orgonotische Funktionen wie „relative Bewegung“ (orgonotische Kreiselwelle und orgonotische Pulsation) sind kosmische Funktionen und können entsprechend von jedem im eigenen Körper nachempfunden werden – zumindest, wenn er sich einer Orgontherapie unterzieht. „Kosmisch“ bedeutet hier, daß auf allen Größenebenen von den Galaxien bis zu Pantoffeltierchen exakt die gleichen orgon-energetischen Erscheinungen auftreten.

Betrachten wir dazu zunächst folgende Abbildung:

Sie beschreibt die Arbeit des Orgontherapeuten, die über bloße Symptome und Worte hinausgeht. Der Patient präsentiert Symptome beispielsweise in der Reihenfolge: „D4 → B2 → C1 → D7 → D3 → C2 → A1 → C4 → D1 → D8“ oder präsentiert entsprechende Begriffe und Wörter in dieser Reihenfolge. Der Orgontherapeut versucht die vier Funktionsbereiche (A, B, C, D) im Hintergrund dieser 10 einzelnen Funktionsvarianten und entsprechend ihre Funktionsreihenfolge zu sehen. Die funktionelle Gleichung zu sehen und dementsprechend zu arbeiten, d.h. auf der Grundlage dieses funktionellen Wissens zu handeln, ist Orgontherapie. Die Symptome und „bloßen Worte“ versuchen etwas auszudrücken, aber der medizinische Orgonom ist der einzige, der zuhört, verstehen kann, worum es geht, und dementsprechend hilft.

An der Spitze, buchstäblich im Kopf, haben wir den Funktionsbereich „D“ (weit weg vom CFP) und an der Basis, d.h. im Bereich des Genitals den Funktionsbereich „A“ (das CFP). Könnte man die obige Abbildung bzw. Gleichung verallgemeinern? Wohnt ihr in irgendeiner Form die erwähnte „Kreiselwelle“ inne? Die orgontherapeutische Arbeit von der oberflächlichen Ebene [D, weit weg vom CFP] zu tieferen Ebenen [das CFP, A] korreliert auch mit der Arbeit vom Augen- zum Beckensegment: Orgontherapie aus der Sicht der Kreiselwelle („energetisches Orgonom“).

Wie die Kreiselwelle mit der Orgonometrie verbunden ist, zeigt folgende Abbildung:

In der Orgontherapie findet sich die Kreiselwelle darin, daß die Erregung zum Gehirn (Puls → Welle) fließt und von dort zurück zum Genital (Welle → Puls). Das „offene Orgonom“ Kreiselwelle kommt im „geschlossenen Orgonom“ Organismus zum Ausdruck. Ich hoffe, das wird durch folgende Illustration nachvollziehbarer:

Ich setze den Kopf gleich mit der expansiven Wellenfunktion der Kreiselwelle („weites Feld“). Interessanterweise sind es die Segmente des Auges („Schizophrenie“) und des Mundes („Depression“), die das Orgonenergie-Feld des Körpers steuern, es ist „Weite“ („Schizophrenie“) und „Substanz“ („Depression“). Es ist „Geist“, während das Genital (Entladung) „Körper“ und „Puls/Materie“ ist. Auf diese Weise ist der Mensch in der kosmischen Kreiselwelle verwurzelt und Orgontherapie ist „kosmische Therapie“.

David Holbrook, M.D.: ORGONOTISCHE FUNKTIONEN IN DER KLINISCHEN SITUATION. DIE BIOENERGETISCHE EINHEIT VON PSYCHE UND SOMA (Teil 3)

13. Februar 2020

 

DAVID HOLBROOK, M.D.:

 

Orgonotische Funktionen in der klinischen Situation. Die bioenergetische Einheit von Psyche und Soma

 

David Holbrook, M.D.: CHARAKTERANALYSE UND BIOPHYSISCHE BEHANDLUNG

30. Dezember 2019

 

DAVID HOLBROOK, M.D.:

 

Charakteranalyse und biophysische Behandlung

 

Kann Peter für die Orgonomie sprechen? (Teil 2: Henning van Brokenkröt [Teil 3])

25. Oktober 2019

Vorbemerkung: Dies ist eine fiktive Satire. Jede Ähnlichkeit mit Zeitgenossen wäre rein zufällig. Die beiden ersten Teile („Ein zorniger Brief über „Reichianische“ Therapeuten“ und „Ein Brief an Henning van Brokenkröt über das von ihm entwickelte Orgongerät“ finden sich hier.

Der umtriebige Henning van Brokenkröt versucht zunehmend das Gesicht der „Wilhelm-Reich-Bewegung“ in Deutschland zu werden. Ich denke da etwa an diverse Interviews, die im Internet kursieren – nun gut, mit Klickzahlen, die sich an einer Hand abzählen lassen… Der Inhalt soll uns hier nicht weiter interessieren, wichtiger ist das Wie. Wie ich an anderer Stelle und in einem ganz anderen Zusammenhang ausgeführt habe, ist das pausenlose und (soweit das physiologisch überhaupt möglich ist „blinkfreie“) Anstarren des Gegenübers eine sehr effektive Art und Weise der Hypnose und gleichzeitigen Selbsthypnose. Der direkte und frontale Blick in die Augen ist für Primaten extrem stressig. Beispielsweise ist es ein todessicherer Weg Gorillas oder Schimpansen extrem aggressiv zu machen. Diese über viele Minuten, vielleicht sogar über Stunden auszuhalten, ist prinzipiell nur möglich, wenn es zu einer Spaltung zwischen Erregung und Wahrnehmung kommt. Man selbst und das angestarrte Gegenüber „geht weg“. In einem „orgonomischen“ Zusammenhang kann diese Praxis sogar als „kontaktvoll“ verkauft werden, da ein intimerer Kontakt abgesehen von direkten Körperberührungen tatsächlich kaum vorstellbar ist. Und genau diese okulare Panzerung induzierende bzw. aufrechterhaltende Praxis übt Brokenkröt bei seinen „Interviews“ aus. Selten habe ich eine derartige Erstarrung bei einem Menschen gesehen, der ständig von „Lösung des Erstarrten“ spricht. Überhaupt dieses ewige Gelaber vom „bioenergetischen Bauchempfinden“… Das gesamte „Reichianische“ und pseudo-orgonomische Oeuvre weltweit kommt „tief“ daher, in Wirklichkeit ist das aber durchweg nichts anderes als oberflächlichster Moralismus und Psychologismus, der nichts, aber auch rein gar nichts, mit der Orgonenergie zu tun hat!

Im übrigen geriert sich Brokenkröt mittlerweile als eine Art „Kollege“ von mir, indem er an die „werten Interessenten“ seines „Wilhelm Reich Instituts“ regelmäßig eine streng vertrauliche Zeitschrift verschickt (Auflage 7 Exemplare), die mir bis heute einer seiner Vertrauensleute postwendend zur Verfügung stellt. In diesen photokopierten Rundbriefen geht es neben seinem Therapieansatz und dem „Orgonapp Booster“ insbesondere um – mich.

Erst einmal ist es nicht zu rechtfertigen, den Namen „Wilhelm Reich“ zu benutzen, um á la Brokenkröt etwas zu präsentieren, was weniger ist als Orgonomie. Es ist doch offensichtlich absurd, etwas „nur“ als „Wilhelm Reich-Sache“ zu betrachten. Jeder kann tun und lassen, was er will, aber niemand hat das Recht, dazu den Namen anderer Menschen zu mißbrauchen. Reich wollte, daß sein Name für die Orgasmustheorie und die Entdeckung der kosmischen Orgonenergie steht. Heute wird er von Leuten verwandt, die genau mit diesen Grundlagen der Orgonomie ein Problem haben – und deshalb den Begriff „Orgonomie“ tunlichst vermeiden.

Brokenkröts Ausführungen über Therapie sind, wie zu erwarten war, absolut verheerend. Beispielsweise beschreibt er das „Training des Orgamusreflexes“ (sic!) so, daß der Kopf beim Ausatmen nach vorne geht, statt nach hinten. Ich habe das mit dem Kopf beim Lesen gemacht und konnte stundenlang nicht mehr richtig atmen und war wirklich biophysisch desorientiert. Noch jetzt bin ich durcheinander, wenn ich dran denke. Und das von einem Therapeuten! Man stelle sich mal vor, wie der seine „Patienten“ beeinflußt: das ist so, als wenn ich mit meinen rostigen Hobbywerkzeugen in der Freizeit Chirurgie betriebe und dann noch Artikel über das Entfernen von Blinddärmen veröffentlichte. Oder etwa die Sache mit dem Mobilisierung des Brustsegments: es ist genauso typisch für Laientherapeuten wie absolut verheerend hier mit Gewalt und Nachdruck vorzugehen. Es hat eine Funktion, wenn Menschen nicht atmen! Hier mit körperlicher Gewalt vorzugehen, kann zum Zusammenbruch führen oder paradoxerweise die Blockade noch weiter verstärken und sogar unaufhebbar machen. Ich kann immer mehr nachvollziehen, wie es Rudolf in der „Therapie“ mit Brokenkröt ergangen sein muß.

Im Zentrum steht eine eingehende Beschreibung von Brokenkröts frei erfundener Orgontherapie bei einem Orgonomen in Portugal, der ihn orgastisch potent gemacht habe. Dazu gehören etwa der Fahrten mit dem Thalys und Aufenthalte, in den Spitzenhotels von Lissabon, alles bis ins kleinste Detail beschrieben – und, wie gesagt, frei erfunden. Neben diesen Romanfragmenten sind Brokenkröts Elaborate von überwertigen Ideen bestimmt: wie gesagt „Peter Nasselstein“ (ein genauso verachtenswertes wie böses „Kind eines Hafenarbeiters“) aber auch Portugiesen im Vergleich zu Deutschen, die Schönheiten Lissabons, Videobotschaften von Swami Durcheinanda und Musikvideos von Xavier Naidoo (siehe z.B. das Video unten, das mich am Geisteszustand von allen Xavier-Naidoo-Fans zweifeln läßt), eine abgrundtiefe Verachtung für die Arbeiterklasse, die er schlichtweg mit dem Faschismus gleichsetzt, eine „private Liebesgeschichte“ um eine „süße Araberin“ und seinen Rivalen, einen bitterbösen Beamten des Ordnungsamtes, Brokenkröt beim Einkaufen und wie die Leute in Aachen auf ihn, diese Verkörperung kontaktvoller, genitaler Gesundheit, reagieren; finstere Machinationen gegen ihn, geplante Gerichtsprozesse, die er gegen meine Wenigkeit angestrengt habe, Ausbrüche unbändiger Freude, wenn ihm mal wieder etwas geglückt ist, das ihm seinen Traum näherbringt, mit Hilfe der Orgonomie reich und berühmt zu werden und überhaupt Zeugs wie, daß man in Zusammenhang mit seiner „Love Story“ mit der arabischen Schönheit versuche in Aachen allen Ernstes über den Umfang seiner Einkäufe im Biosupermarkt zu eruieren, über wieviel Geldmittel er verfüge, da man „eine solche Dame“ auch ernähren müsse. Seine „Informationen“ über mich und andere, schöpfte er aus einem Telefonat mit einem ebenfalls selbsternannten „Orgonomisten“, der sich nunmehr daranmacht „Orgongeräte“ im großen Stil zu produzieren. Brokenkröt will mit ihm zusammen den „arabischen Markt“ erschließen und sucht Kooperationspartner, die ihm helfen seinen „Orgonapp Booster“ zu promoten. Er sieht sich als einziger Vertreter einer wirklich „originalen Reich-Körpertherapie“ (sic!) und als großen Forscher.

Seine frühpubertär anmutenden Geschichten über seine „arabische Dame“ und daß „es“ bald passieren werde, mündeten in einem Gerichtsverfahren, bei dem sich Brokenkröt weigerte sich einer vom Gericht angeordneten psychiatrischen Untersuchung zu unterziehen. Es wurde also nach „Aktenlage“, d.h. aufgrund seiner Liebesbriefe und der bombastischen Blumengebinde, die er an den städtischen Arbeitsplatz der über alle Maßen Angebeteten geschickt hatte, eine Diagnose gestellt. Seitdem sind alle Psychiater Quacksalber und die Psychiatrie eine Pseudowissenschaft! Das sind die Verfolgungen, die er als ausgesprochen attraktiv aussehender orgastisch Potenter ausgesetzt ist.

Er habe für viel Geld den Computer seines „Instituts“ vor Außenangriffen abschirmen müssen, um seine „Kontakte“ zu schützen. Ich nehme an vor dem Meisterhacker Peter Nasselstein, das Genie des Bösen. Oder, wie Brokenkröt sich ausdrückt, „der Abschaum der Menschheit“. Aus Rache für imaginierte „Nachstellungen“ will er mich vor Gericht zerren. Hinzu kommen haltlose Phantasien von Macht und Kontrolle durch einstweilige Verfügungen des Amtsgerichts Hamburg, das Brokenkröt über meine Machenschaften informieren werde. (Brokenkröt ahnt nicht, daß seine ständigen Kopfschmerzen, über die sein Lamentieren nicht aufhören will, daher rühren, daß Flo und ich heimlich Elektroden nach der Freiburger Methode in sein Gehirn pflanzen ließen, um seine Gedanken direkt an der Quelle anzuzapfen!)

Das ganze wird darauf hinauslaufen, daß Brokenkröt sich gegen die Orgonomie selbst wenden wird. Erste Anzeichen dieser gegen die Orgonomie gerichteten Vernichtungstendenz finden sich darin, daß er es gerne sähe, die Titel „Orgonomie“, insbesondere aber „medizinische Orgonomie“ rechtlich schützen zu lassen. Mit anderen Worten: Brokenkröt will eine Wissenschaft den Gesetzen des Markenrechts unterwerfen, also Wissenschaft verunmöglichen.

David Holbrook, M.D.: EIN SCHIZOPHRENER NÄHERT SICH DER COUCH (Einführung)

30. September 2019

 

DAVID HOLBROOK, M.D.:

 

Ein Schizophrener nähert sich der Couch (Einführung)

 

David Holbrook, M.D.: „WORTSPRACHE“: CHARAKTERANALYSE IN DER FRÜHPHASE EINER MEDIZINISCHEN ORGONTHERAPIE (Behandlungsverlauf)

12. September 2019

 

DAVID HOLBROOK, M.D.:

 

„Wortsprache“: Charakteranalyse in der Frühphase einer medizinischen Orgontherapie (Behandlungsverlauf)

 

David Holbrook, M.D.: „WORTSPRACHE“: CHARAKTERANALYSE IN DER FRÜHPHASE EINER MEDIZINISCHEN ORGONTHERAPIE (Einleitung)

10. September 2019

 

DAVID HOLBROOK, M.D.:

 

„Wortsprache“: Charakteranalyse in der Frühphase einer medizinischen Orgontherapie (Einleitung)

 

Orgonometrie (Teil 3): Kapitel 28

27. August 2019

orgonometrieteil12

28. Was bedeutet der Begriff „Funktion“?

Reichs Perlen und die grunzenden „Reichianer“-Säue

17. August 2019

Wie Reich in den beiden Vorworten von 1944 und 1948 zur Charakteranalyse ausführt, war die Reichsche Therapie ab dieser Zeit keine Psychotherapie mehr, sondern Biotherapie. Entsprechend wird die Charakteranalyse nicht mehr so angewendet, wie sie Reich in der Erstausgabe von 1933 beschrieben hatte, da das Vorgehen mittlerweile kein Psychologisches mehr ist, sondern ein Bioenergetisches.

Liest man die Charakteranalyse aus dieser von Reich vorgegebenen Sicht, wird deutlich, wie überaus kontaktvoll er 1933 war, denn seine damaligen Erläuterungen harmonieren perfekt mit der Orgontherapie. Beispielsweise erst die Ich-Funktionen und dann die Es-Funktionen zu analysieren, entspricht dem „biotherapeutischen“ Vorgehen vom Kopf zum Becken. Das Unbewußte darf weder mit Deutungen „bombardiert“ werden, noch darf schematisch (also letztendlich auch chaotisch!) vorgegangen werden, was eins zu eins dem Vorgehen in der Orgontherapie, wo es um die Auflösung der biophysischen Panzerung geht, entspricht. Stellen wie die folgenden möchte man „Reichianischen“ Laientherapeuten geradezu um die Ohren hauen, bis das Blut spritzt:

Man wird vergeblich versuchen, uns davon zu überzeugen, daß durch „Anschießen“ mit Sinndeutungen oder gar durch Behandlung aller Patienten nach einem Schema, etwa von einem angenommenen Urquell der Neurose aus, den großen Problemen der Psychotherapie beizukommen ist. Wer solches versucht, zeigt dadurch nur, daß er die eigentlichen Probleme der Psychotherapie nicht erfaßt hat und nicht weiß, was das „Durchschneiden des gordischen Knotens“ wirklich bedeutet: nämlich ein Zerstören der analytischen Heilungsbedingungen. Eine so geführte Analyse ist kaum mehr zu reparieren. Die Deutung ist einer wertvollen Droge [gemeint ist Medikament] zu vergleichen, mit der man sparsam umgehen muß, wenn sie ihre Wirksamkeit nicht verlieren soll. Unsere Erfahrungen lehren anderes: daß der umständliche Weg der Aufwicklung des Knotens noch immer der kürzeste ist – wir betonen – zum wahren Erfolg. (Charakteranalyse, KiWi, S. 69)

Der psychoanalytischen „Sinndeutung“, mit der man sparsam umgehen müsse, entspricht in der Orgontherapie das direkte Angehen der muskulären Panzerung. Wenn ich da an manche „Bioenergetiker“, „Skan-Therapeuten“ und selbsternannte „Orgontherapeuten“ denke, gerate ich in einen Blutrausch. Ganz zu schweigen von all den „Genies“, die Reich „weiterentwickelt“ haben und endlich den „gordischen Knoten durchschneiden können“!

Unsere therapeutische Methode ist von folgenden theoretischen Grundauffassungen bestimmt. Der topische Gesichtspunkt bestimmt den technischen Grundsatz, daß Unbewußtes bewußtgemacht werden muß. Der dynamische Gesichtspunkt bestimmt die Regel, daß dieses Bewußtmachen des Unbewußten nicht direkt, sondern auf dem Wege der Widerstandsanalyse zu erfolgen habe. Der ökonomische Gesichtspunkt und die Strukturerkenntnis zwingen uns bei der Widerstandsanalyse die Einhaltung einer jedem Fall entsprechenden Ordnung auf. (S. 72)

Man kann davon ausgehen, daß das keiner der genannten BLÖDEN WICHSER auch nur ansatzweise verstanden hat!

Dieser Tatbestand verdient besonders unterstrichen zu werden: Bei geordneter und konsequenter Analyse des Charakterwiderstandes braucht man sich um das dazugehörige infantile Material nicht zu bemühen, es strömt von selbst immer klarer, immer enger verbunden mit dem aktuellen Widerstand – vorausgesetzt natürlich, daß man diesen Prozeß nicht durch vorzeitige Deutungen des kindlichen Materials stört. Die Sorge, man könnte nicht in die Kindheit gelangen, wird ganz überflüssig. Je weniger man in die Kindheit einzudringen sich bestrebt, je korrekter man das aktuelle Widerstandsmaterial bearbeitet, desto rascher gelangt man hin. (S. 144)

Es wird klargeworden sein, was ich meine, wenn ich seit Jahren den Standpunkt vertrete, daß es für jeden Fall nur eine Technik gibt, die aus seiner eigenen Struktur abgeleitet und auf ihn angewendet werden muß. (S. 159)

Liest man die unerträglichen Elaborate von „Bioenergetikern“, „Neo-Reichianern“, etc. ist davon NICHTS übriggeblieben. Diese „Reichianer“ betreiben etwas, dem Reich 1933 ein Ende setzen wollte: menschenverachtende Quacksalberei. Liest man die Erstausgabe der Charakteranalyse heute, entsprechen die aktuellen vermeintlich „bioenergetischen“ Therapeuten den damaligen konfusen Psychoanalytikern, gegen die Reich anschrieb.

Je mehr ich darüber nachdenke, desto empörter werde ich – und ich denke schon seit über 40 Jahren darüber nach…

Warum all die langweiligen Fallgeschichten im JOURNAL OF ORGONOMY? (Teil 2)

25. Juli 2019

Der erste Teil schloß mit Dr. Konias Verdammung der Laientherapie. Was wirkliche Orgontherapie ist, hat Konia wie folgt auf klassische Weise dargestellt:

Orgastische Potenz ist die Fähigkeit, sich der unwillkürlichen Erschütterung des Organismus vollständig zu ergeben und die sexuelle Erregung auf dem Höhepunkt der Genitalumarmung vollständig zu entladen. Personen mit dieser Fähigkeit sind genitale Charaktere.

Bei der klinischen Beobachtung von Individuen und Gruppen fand Reich heraus, daß die große Mehrheit der Menschen an einer Störung der orgastischen Potenz leidet. Die Bedeutung dieses allgegenwärtigen Zustands ist tiefgreifend: er hindert den Organismus daran, seine Energiewirtschaft zu regulieren. Gleichzeitig manifestiert sich die überschüssige Energie, die nicht ausreichend entladen wird, über das gesamte Spektrum der menschlichen Gefühls- und Verhaltenspathologie hinweg. Die Charakterdiagnose des Individuums ist lediglich eine Beschreibung der Art und Weise, in der spontane orgastische Empfindungen und Bewegungen blockiert werden. Der Patient ist in seinem Panzer buchstäblich eingeschlossen. Eine korrekte Charakterdiagnose ist der notwendige Schlüssel, um seine neurotische Struktur zu entsperren. Die klinische Beobachtung zeigt immer wieder, daß die erfolgreiche Auflösung der neurotischen Charakterstruktur (Panzer) des Patienten auf der Grundlage einer korrekten Charakterdiagnose letztendlich von spontanen Bewegungen des Gesamtorganismus und überwältigenden Lustempfindungen im Genital begleitet wird – beides Voraussetzungen für orgastische Potenz. Ohne die strikte Einhaltung des Standards der orgastischen Potenz mit dem Ziel der Genitalität als Gesundheitskriterium ist eine medizinische Orgontherapie nicht möglich. Die Ausrichtung der Therapie wird streng von diesem Ziel bestimmt. Ohne sie ist die Therapie richtungslos und das Ergebnis eine Sache des Zufalls. (The Journal of Orgonomy 50(2), S. 215f)