Politische Einstellungen unterliegen physiologischen Merkmalen: Politisches Denken und die biologische Grundlage des soziopolitischen Charakters (Teil 4)

Virginia Whitener, Ph.D.

Bei der Studie handelt es sich um gute Forschung, die nach hohen wissenschaftlichen Standards durchgeführt wurde. Die Gruppen wurden auf demografische Faktoren und irrelevante Reaktionsschwankungen kontrolliert. Es wurde kein Urteil über die „Richtigkeit“ oder „Unrichtigkeit“ der gemessenen und identifizierten politischen Einstellungen abgegeben und die statistische Analyse war genau und gründlich. Am wichtigsten ist, dass die Autoren Korrelation nicht mit Kausalität verwechseln. Sie wissen, dass Korrelation keine Kausalität bestimmt und dass die gefundene Korrelation keine Rückschlüsse auf die Kausalität zulässt. Sie gehen jedoch über die einfache Vermeidung des Irrtums „a verursacht b“ oder „b verursacht a“, der oft fälschlicherweise auf Korrelationen angewandt wird, hinaus und beschäftigen sich mit Überlegungen zu möglichen tieferen Funktionen. Die Autoren erklären: „Eine bestimmte physiologische Reaktion auf Bedrohungen könnte dazu führen, dass bestimmte politische Einstellungen eingenommen werden, oder dass bestimmte politische Einstellungen dazu führen, dass Menschen auf eine bestimmte physiologische Weise auf äußere Bedrohungen reagieren. Aber keines davon scheint wahrscheinlich. Wahrscheinlicher ist, dass physiologische Reaktionen auf allgemeine Bedrohungen und politische Einstellungen über Strategien zum Schutz der sozialen Ordnung beide aus einer gemeinsamen Quelle stammen dürften.“ (Seite 1669) Die Autoren betrachten einige mögliche Quellen und kommen zu dem Schluss, dass „politische Einstellungen und unterschiedliche physiologische Reaktionen auf Bedrohungen beide von neuronalen Aktivitätsmustern herrühren können, möglicherweise solchen, die die Amygdala beinhalten… . In Anbetracht der Tatsache, dass politische und soziale Einstellungen vererbbar sind und dass die Amygdala-Aktivität auch auf die Genetik zurückgeführt wurde, könnte die genetische Variation, die für die Amygdala-Aktivität relevant ist, sowohl die physiologischen Reaktionen auf Bedrohung als auch die politischen Einstellungen in Bezug auf die Bedrohung der sozialen Ordnung, beeinflussen. Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass politische Einstellungen physiologischen Mustern unterliegen, was mit unterschiedlichen Arten der Erfahrung und Verarbeitung von äußeren Bedrohungen verbunden ist. Folglich liefert unsere Forschung eine mögliche Erklärung für die mangelnde Formbarkeit der Überzeugungen von Individuen mit starken politischen Überzeugungen und für die damit verbundene weite Verbreitung politischer Konflikte.“ (ebd.)

Die Forscher verwenden teilweise mechanistisches Denken in ihrer Herangehensweise an die Körperfunktion und sind sich der tieferen bioenergetischen Faktoren von Panzerung und Pulsation nicht bewusst. Ihre Forschung zeigt jedoch zweifelsohne, dass soziopolitisches Denken eine biologische Grundlage hat. Bei der Bildung der Probandengruppen wurden Personen identifiziert, die den Fragebogen durchgängig in einer Weise ankreuzten, die zeigte, dass sie eindeutige Ansichten zu einer Reihe von Themen vertraten. Personen an den extremen und entgegengesetzten Enden des Spektrums wurden als Probanden ausgewählt, so daß zwei unterschiedliche zu untersuchende Gruppen kreiert wurden. Da Individuen mit konsistent unterschiedlichen politischen Einstellungen auch konsistent unterschiedliche physiologische Reaktionen zeigten, bestätigen die Ergebnisse der Studie auch die biologische Grundlage der soziopolitischen Charakterstruktur, der zufolge man auf eine festgelegte Art und Weise – die auf dem Charakter des Individuums, einer Charakterbildung, die in der Biologie verwurzelt ist, beruht – auf gesellschaftliche Themen reagiert.

Anmerkungen des Übersetzers

Literatur

Oxley, D., Smith, K., et al. 2008. Political Attitudes Vary with Physiological Traits. Science 321 (September 19, 2008)

Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Charles Konia.
Journal of Orgonomy, Jahrgang 43 (2010), Nr. 2, S. 62-67.
Übersetzt von Robert Hase

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3 Antworten to “Politische Einstellungen unterliegen physiologischen Merkmalen: Politisches Denken und die biologische Grundlage des soziopolitischen Charakters (Teil 4)”

  1. Peter Nasselstein Says:

    Wie ein pseudoliberales rotfaschistisches Regime aussieht:

  2. Peter Nasselstein Says:

    Broder ist einfach mein Mann. Krypto-Reichianer ist er auch… Kann mir irgendjemand logisch auseinandersetzen, warum nach 70 Jahren (sic!) Bundesrepublik urplötzlich Pandemien DAS Thema schlechthin sein sollen? So schlimm, daß wir Ermächtigungsgesetze a la Adolf Dazumal brauchen? Ich kann mich an Grippeepidemien erinnern, wo wirklich „jeder“ krank war! Das hat aber kein Mensch groß gekümmert.

    Die Pharmaindustrie kann keine neuen Medikamente auf den Markt bringen, weil man wirklich mit allen Wirkstoffen durch ist und die Menschen immer gesünder leben, der (Pseudo-) Kapitalismus steht vor dem Kollaps und linke Spinner wollen endlich die Früchte ihrer Zersetzungsarbeit ernten. In einer Figur wie Kretschmer fließt das alles zusammen!

  3. Robert (Berlin) Says:

    Die Amygdala, die Grünen, die Ängste, die Fremden und das Klima

    „Die Amygdala ist das, was im Hirn steuert, wer Freund und Leithammel ist, wem wir damit folgen, und wer fremd ist, wen wir als Bedrohung auffassen. Weil er anders spricht, anders aussieht, wahrnehmbar andere Gene hat. Umgekehrt führt sie zum parasozialen Effekt: Leuten, die wir für zum eigenen Rudel gehörig halten, vertrauen wir viel mehr. So funktioniert die Tagesschau: Weil derselbe Mensch per Bildschirm praktisch jeden Abend beim Abendessen quasi mit am Tisch sitzt, wird er als Rudelmitglied erkannt, und man glaubt ihm mehr, selbst wenn er den letzten Mist erzählt. Weil die Amygdala sagt: Den kennen wir schon lange, der hat uns noch nie angegriffen und ist immer hier, der gehört zum Rudel, dem können wir vertrauen.“

    https://www.danisch.de/blog/2021/07/07/die-amygdala-die-gruenen-die-aengste-die-fremden-und-das-klima/

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