Peter Töpfer (Teil 21 – Ende)

Die prinzipielle Wahrheit kann idealistisch als Ausdruck absoluter Kategorien betrachtet werden. Dann läßt sich die „göttliche“ Wahrheit erkennen und die „weltliche“ Wirklichkeit durch Handeln demgemäß umformen.

Es ist aber auch möglich umgekehrt, materialistisch von der Wirklichkeit auszugehen und von hier aus „opportunistisch“ verschiedene „spezielle Wahrheiten“ zu sehen, je nachdem in welche Richtung man in der Landschaft der Wirklichkeit blickt. In Abhängigkeit vom Blickwinkel ändert sich die Wirklichkeit (die Form der „Landschaft“), der jeweils eine andere spezielle Wahrheit entspricht.

Es ist beispielsweise prinzipiell wahr, daß Homosexualität eine schwerwiegende Biopathie darstellt und stets mit extremer orgastischer Impotenz einhergeht. In bestimmten Zusammenhängen ist es aber auch wahr, daß Homosexuelle den sexualökonomischen Grundgedanken, demzufolge Sexualität und Fortpflanzung separate Gegebenheiten sind, verkörpern, oder etwa, daß Toleranz gegenüber Homosexuellen ein Maß der eigenen orgastischen Befriedigung ist. (Jedenfalls kann kein Homosexuellenhasser orgastisch potent sein.)

Man spricht in diesem Zusammenhang auch von der Alternative zwischen prinzipienfester „Gesinnungsethik“ und opportunistischer „Handlungsethik“. Die erstere wird von „Theoretikern“ vertreten, die letztere von „Praktikern“.

Tatsächlich gibt es keine abstrakte theoretische Wahrheit, die neben einer praktischen Wirklichkeit existiert. Wahrheit ist Kontakt mit der Wirklichkeit und wenn dieser Kontakt nicht besteht, dann ist alle Theoretisiererei nichtig. Haben wir diesen Kontakt, können wir die eine prinzipielle Wahrheit vertreten und uns trotzdem der speziellen Wahrheiten bewußt sein, die manchmal in Gestalt einer „Gegenwahrheit“ gegen den „Wahrheitskrämer“ verteidigt werden müssen.

Ab und an wird insinuiert, daß die Orgonomie einen geradezu „faschistischen“ Terror ausüben könnte, etwa indem sich jeder durch das „Ideal“ der orgastischen Potenz schlecht fühlt, insbesondere aber sexuelle Minderheiten wie Homosexuelle oder etwa vermeintliche „Hermaphroditen“. Dem ist nicht so, denn kontaktvolle Menschen gehen eben nicht mit der Wahrheit hausieren. Außerdem haben Kontaktlose ohnehin per definitionem keinen Zugang zur Wahrheit. Sie plappern sie allenfalls mechanisch nach.

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Eine Antwort to “Peter Töpfer (Teil 21 – Ende)”

  1. Avatar von Peter Nasselstein Peter Nasselstein Says:

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    January 19, 2026

    We hope you will join us for the The American College of Orgonomy’s free webinar on Saturday, January 31, 2026, from 11:00AM to 12:00PM (ET). Dee Apple, Ph.D. will present “The Legalization of Marijuana: What Parents and Teens Need to Know” in a discussion with interviewer/host Susan Marcel, D.O.

    Join us for a compelling case presentation designed to educate parents and teens about the consequences of marijuana legalization. We will also demonstrate marijuana’s impact on the developing adolescent’s brain and how it interferes with healthy emotional and social expression. We encourage an open, factual dialogue about the risks and consequences of its use.

    Please watch the short video about this exciting upcoming webinar.

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