Posts Tagged ‘Erkenntnistheorie’

Orgonometrie (Teil 3): Kapitel 21

21. Juni 2019

orgonometrieteil12

21. Wissenschaft und Subjektivität

Orgonometrie (Teil 3): Kapitel 20

9. Juni 2019

orgonometrieteil12

20. Die Fächerspaltung in der Pubertät

Orgonometrie (Teil 3): Kapitel 5

12. Februar 2019

orgonometrieteil12

5. Reichs Selbstverständnis als Naturwissenschaftler

Blogeinträge September/Oktober 2015

26. Dezember 2018

Charles Konia über die pseudo-liberale Gesellschaft:

September/Oktober 2015

  • Der drohende Untergang des Zweiparteiensystems
  • Apropos Klimawandel
  • Was ist funktionelles Denken?
  • Der Zusammenbruch der Trennung zwischen Kirche und Staat
  • Die neue Moral
  • Die Entartung des genuin Liberalen zum Pseudo-Liberalen/Kommunismus

ÄTHER, GOTT UND TEUFEL: Übersetzung des Klappentexts und der Inhaltsangabe des Originals von 1949

25. November 2018

In diesem Buch beschreibt Wilhelm Reich den Prozeß des funktionellen Denkens und wie die innere Logik dieses objektiven Denkprozesses ihn zur Entdeckung der kosmischen Orgonenergie und anderer grundlegender orgonomischer Entdeckungen der letzten drei Jahrzehnte führte. Funktionelles Denken und Organempfindungen sind wesentliche Werkzeuge der naturwissenschaftlichen Forschung und entscheidend für die Bewältigung der Probleme des Lebendigen. Der Unterschied zwischen der Denkweise des orgonomischen Funktionalismus und der mechanistischen und mystischen Denkweise wird deutlich durch die Darstellung der Beziehung der kosmischen Orgonenergie zu den beiden Grundpfeilern des menschlichen Denkens: „Gott“ und „Äther“. Reich zeigt, wie der „Teufel“ in Religion und Volksglauben eine Verzerrung des menschlichen Körpergefühls darstellt und wie die Orgonomie jenseits des Reiches des Teufels geht.

I. DIE WERKSTÄTTE DES ORKONOMISCHEN FUNKTIONALISMUS
Das „zu viel auf einmal“ der Orgonomie; die Funktion des Orgasmus – der einzige Zugang zu den kosmischen Orgonenergie-Funktionen; außerhalb des Rahmens von Mechanismus und Mystizismus; der Funktionalismus als Forschungsinstrument; die wissenschaftliche Ordnung der Freiheit; der biophysikalische Standpunkt; Grundlagenforschung auf unbekanntem Gebiet.

II. DIE ZWEI GRUNDPFEILER MENSCHLICHEN DENKENS: „GOTT“ UND „ÄTHER“
Der Standpunkt der Lebendigen; das Irren des Menschentiers; irrationale Fehler; die Logik des Irrens; das „GÖTTLICHE“, das „ABSOLUTE“, das „STATISCHE“; die Suche nach Schutzmaßnahmen gegen Fehler; die Frage der „SCHULD“ im Bereich des Wissens; naive Fragen und ausweichende Antworten; das Gemeinsame von Gott und Äther; Unterschiede zwischen Gott und Äther; die „Nichtexistenz des Äthers“; die Selbstkontrolle der Forschung; das gemeinsame Prinzip irrationaler Fehler; die biophysikalische Panzerung.

III. DIE ORGANEMPFINDUNG ALS WERKZEUG DER NATURFORSCHUNG
Die Rationalität der primären biophysikalischen Emotionen; Wahrnehmung – unterschiedlich bei gepanzerten und ungepanzerten Organismen; das Lebendige als Bezugsrahmen; das Kind als Lebewesen und als Bürger; biosexuelle Energiestauung; gepanzertes und ungepanzertes Leben; Reaktionen der Gepanzerten auf die Orgonomie.

IV. ANIMISMUS, MYSTIZISMUS UND MECHANISMUS
Das Verbot gegen die Untersuchung des Lebendigen; die Charakteranalyse öffnet das Tor zur Einsicht in die Empfindungen; Weltbild und Struktur des Forschers; die Natur ist unexakt; Angst vor der Organempfindung und Angst vor der Orgonforschung; Animismus und Mystizismus; Mystizismus und Erforschung des Mystizismus; die Panzerung des Mystikers; die pulsierende Welt des orgonomischen Funktionalismus; die Reinhaltung von Sinneswerkzeuge; die Lebensfunktion als Modell grundlegender Naturvorgänge; die Natur ist im Fluß; grundlegende Natur und abgeänderte Natur; funktionelle Krebsforschung; das Gemeinsame und das Trennende; der Funktionalismus löst Widersprüche auf; funktionelle Verbindungen, keine Zauberei; mechanistische, mystische und funktionelle Vorstellungen vom Organismus.

V. DAS REICH DES TEUFELS
Religion und die kosmische Erfahrung des Menschen; Gott und Teufel; das Übersehen des Wesentlichen; Hauptmerkmale des gepanzerten Menschen; die Logik der Moral; der gemeinsame Nenner des gesellschaftlichen Versagens des Menschen; Ereignisse aus Sicht der Lebenden beurteilen; Orgasmusangst als Hindernis für ein rationales Leben; Orgonomie geht über den Teufel hinaus.

VI. KOSMISCHE ORGONE ENERGIE UND „ÄTHER“
Die Existenz einer alles durchdringenden und nachweisbaren Energie; kein „leerer Raum“; Allgegenwart; orgonomisches Potential; Orgon-Metabolismus; Pulsation; Pulse und Wellen; West→Ost-Bewegung; Sichtbarkeit; Erstrahlung; Wärmeerzeugung; die orgonotische Sensibilität des Beobachters; die Eigenschaften der Orgonenergie und des Äthers; Zusammenfassung.

Zur Entstehungsgeschichte der Orgonomie (Teil 20)

16. Oktober 2018

Klaus Heimann (Philipps-Universität Marburg/Lahn 1977, gepostet mit der freundlichen Genehmigung des Autors)

VIII. Schlußbemerkung

Die Orgonomie ist, wie wir gesehen haben, frei von ideologischem und dogmatischem Ballast. Ihr geht es einzig und allein um das Verständnis von Naturphänomenen und um die Wiederherstellung der natürlichen Funktionsweisen für den Menschen und die menschliche Gesellschaft. Oberstes Prinzip ist die rationale Auseinandersetzung mit Tatsachen. Hierbei ist wichtig, daß die Funktionsfähigkeit des menschlichen Orgonenergiesystems, das für die Empfindung und Wahrnehmung der Natur und der in ihr wirkenden kosmischen Orgonenergie verantwortlich ist, nicht beeinträchtigt ist. Hierin unterscheidet sich die Wissenschaft der Orgonomie von der traditionellen Wissenschaft, der Objektivität alles, Subjektivität so gut wie nichts bedeutet. Für die Orgonomie ist ein gesunder bioenergetischer Organismus (orgastische Potenz) zur korrekten Naturerkenntnis unerläßlich. Diese Anforderung wird heute von kaum einem Wissenschaftler erfüllt, die ja selbst auch alle eine lebensfeindliche Erziehung durchlaufen und Panzerungen aufgebaut haben, um das Lebendige abzuwürgen. Wie sollen nun aber Wissenschaftler, die das Lebendige (Orgonenergie) in sich selbst bekämpfen, das Lebendige außerhalb ihrer selbst erkennen können? Ein gepanzerter Wissenschaftler, der die Natur und den Menschen erforscht, ist wie ein Farbenblinder, der eine wissenschaftliche Untersuchung über Farben betreibt. Eine intakte Funktionsfähigkeit aller Sinnes- und Wahrnehmungsorgane, die an das freie, ungepanzerte Pulsieren der körpereigenen Orgonenergie gebunden ist, bildet die Grundlage der orgonomischen Forschungsweise, der es darum geht, natürliche – und nicht künstlich hervorgerufene Vorgänge im Naturgeschehen zu begreifen. Eine ausführliche Darstellung der orgonomischen Forschungsmethode, die Reich ‚orgonomischen Funktionalismus‘ nannte, findet sich in seinem Werk Ether, God and Devil,1 in dem er seine eigene Vorgehensweise reflektiert und gegen Mystizismus und Mechanismus abgrenzt. Die Orgonomie unterscheidet sich vom Mystizismus, der auch Reichs Auffassung die Orgonenergie zwar wahrnimmt, sie aber infolge der Panzerung des Mystikers losgelöst von der realen Existenz des Menschen betrachtet und sie als Überirdische, göttliche Macht bezeichnet, gerade dadurch, daß sie die Lebensenergie rational erforscht und in Verbindung zum menschlichen Organismus betrachtet.

Die Diskussion des orgonomischen Grundsatzes des „common functioning principle“, dem gemeinsamen Funktionsprinzip der verschiedenen Naturphänomene, demzufolge die Entstehung der Materie, die Organisation von Einzellern, die Funktionen des menschlichen Organismus, die Bildung von Wolken, Stürmen, Sonnensystemen etc. alle ein und demselben kosmischen Funktionsgesetz folgen, und nach dessen Auffassung die spezifischen Besonderheiten der verschiedenen Naturerscheinungen als Variation dieses gemeinsamen Funktionsprinzips, das den Urgrund des Universums beherrscht, verstanden werden, würde den Rahmen dieser Arbeit, der es um Darstellung der Orgonomie ging, sprengen.

Die Orgonomie stellt sicherlich kein fertiges Rezeptbuch für ein glückliches Leben dar und möglicherweise müssen einige Anschauungen revidiert werden, aber an der grundsätzlichen Existenz einer spezifischen Lebensenergie, die im Kosmos ebenso funktioniert wie im menschlichen Organismus, gibt es meiner Ansicht kaum noch begründete Zweifel.

In der Gegenwart kommt es meiner Auffassung nach darauf an, grundlegende Experimente der Orgonomie nachzuvollziehen und zu überprüfen und in einer größeren Öffentlichkeit eine sachliche Diskussion über Orgonomie zu führen. Dieser Prozeß hat bereits begonnen. Die weitere Entwicklung der Orgonomie hängt entscheidend davon ab, ob es gelingt, eine Erziehung der Neugeborenen auf der Grundlage der Selbstregulierung durchzuführen.

 

Fußnoten

  1. Dieses Werk ist bislang nicht in der Bundesrepublik veröffentlicht worden. Mir war es in französischer Übersetzung zugänglich: Reich, W., L’éther, Dieu et le Diable, Paris 1975

Das Radio in meiner Küche wurde verstellt!

31. Juli 2018

Wilhelm Reich und Hans Hass hatten einen funktionellen Forschungsansatz. Bei der Betrachtung einer Gegebenheit, etwa eines Mikroorganismus unter dem Mikroskop oder eines Korallenriffs beim Tauchgang, geht es weniger um die Gestalt der Dinge, ihre Entwicklungsgeschichte oder gar darum sie richtig mit ihrem lateinischen Namen zu benennen, sondern primär im ihre Funktion. Leider macht die Gewöhnung unser Auge wie blind für die Funktion. Deshalb verbannte Reich jedes Wissen über Mikrobiologie aus seinem Gehirn und weigerte sich, sich in die aktuelle Fachliteratur einzuarbeiten, um sich ganz auf das Funktionelle konzentrieren zu können. Desgleichen Hans Hass, der beispielsweise in seiner anthropologischen Erforschung von Menschenmassen Filme benutzte, die er im Zeitraffer, verlangsamt, rückwärts, etc. abspielte, aus der Vogelperspektive aufnahm, etc. Er wollte so sein Gehirn austricksen und es dazu zwingen auf die Menschen zu blicken, als sei er ein Außerirdischer. Reich sprach vom funktionellen Blickwinkel „aus dem Flugzeug“. Darauf beruht auch die gesamte Ethnographie: der Fremde sieht Dinge, funktionelle Zusammenhänge, für die der Einheimische wie blind ist. Oder nehmen wir Leute, die nach Jahren im Ausland nach Deutschland zurückkehren und denen Dinge auffallen, für die wir vollkommen „betriebsblind“ sind: die wachsende Rücksichtslosigkeit im Alltag, die Überfremdung, der Verfall der Infrastruktur, die Erosion aller Standards, der Dreck auf den Straßen und in den Parks, die schlechte Stimmung und Angespanntheit der Leute, etc.

Seit vielen Jahren höre ich, wenn überhaupt, ausschließlich Deutschlandfunk, weil ich dort weitgehend von „Musik“ verschont werde, jetzt habe ich durch Zufall und weil ich zu faul war, das Radio wieder richtig einzustellen, in der Küche über längere Zeit NDR2 gehört, die neusten Hits. Fremde Klänge, nie zuvor vernommen – und ein Kulturschock. Ein geschmackloser Geräuschbrei und darüber ein Geknödel aus verkrampften Hälsen, das eher an den Toilettengang bei chronischer Verstopfung als an Gesang gemahnt. Neulich habe ich irgendwo den kurzen Kommentar eines Angestellten der Musikindustrie gelesen: das, was man heute im Radio an Sprechgesang-„Musik“ hört, hätte man noch vor 20, wenn nicht 10 Jahren sofort in den Mülleimer geschmissen, wenn das als Demo eingesendet worden wäre. Und das bei Rap-„Musik“, die ohnehin nie besonders anspruchsvoll war! Das Niveau fällt ins Bodenlose.

Hier ein Beispiel aus der Sparte Fäkalmusik:

Genauso geht es mir mit meiner mittlerweile jahrzehntelangen Fernsehabstinenz. Manchmal kriege ich Sekunden- und Minutenfetzen mit. Wer tut sich diesen Dreck nur freiwillig an? Jeder muß doch spüren, daß beim Zuschauen reihenweise Hirnzellen aus Verzweiflung Selbstmord verüben! Und selbst wenn man den Ton abdreht: jeder Schauspieler, insbesondere aber die jungen, wirkt konturlos, ohne jede Persönlichkeit. Bioroboter!

Ein „Außerirdischer“ wie ich sieht die letzten Zuckungen einer sterbenden Kultur.

Blogeinträge September/Oktober 2012

8. Juli 2018

Charles Konia beschreibt, wie sich die „biologische Fehlkalkulation“ sieben Jahrzehnte nach Reichs Erstbeschreibung und vier Jahrzehnte nach Paul Mathews‘ Erläuterungen darstellt:

Blogeinträge September/Oktober 2012

  • Clint Eastwoods Parodie bei der Republican National Convention
  • Obama 2016: Eine Dokumentation über die Rache eines Mannes
  • Kommunismus der amerikanischen Art
  • Man kann nicht beides haben
  • „Es breitet sich wie eine Seuche aus“
  • Willkommen in der Welt des Islam
  • Der biologische Ursprung der Political Correctness
  • Die sozialistische Sehnsucht
  • Die Kultur der Political Correctness und Barack Obama
  • Sozialwissenschaft gegen Soziopolitik
  • Schließlich hat der Kaiser also doch keine Kleider?

nachrichtenbrief105

19. März 2018

Der Grundfehler der Orgonomie im Umgang mit der Öffentlichkeit

1. März 2018

Seit Reichs Zeiten wird immer wieder der gleiche Fehler gemacht: gegen die Lüge der anderen wird die Wahrheit (nicht „die eigene Wahrheit“, sondern DIE Wahrheit) gesetzt. Etwa gegen die Lüge, daß Reich nicht ganz richtig im Oberstübchen war, die Wahrheit, daß das Orgon existiert und praktisch eingesetzt werden kann. Theoretisch mag dieser Ansatz die beste Lösung sein, doch praktisch… Praktisch sieht es aus der Perspektive des Publikums so aus, daß hier jede Seite ihre „eigene Wahrheit“ vertritt und die Jury folgt dann fast immer dem gesellschaftlichen Mainstream. So kann die Orgonomie niemals auf einen grünen Zweig kommen. Was tun?

In der realen Welt, weit weg von wissenschaftlichen Prinzipien, Kliniken, Forschungslabors und erkenntnistheoretischen Erwägungen, geht es immer nur um Erzählungen, d.h. letztendlich um EMOTIONEN. Eine solche Erzählung ist „Reich der verrückte Pseudowissenschaftler“ und weniger populär „Reich der Orgasmuskönig“. Zwei Erzählungen, die den eigentlichen Inhalt von Christopher Turners Adventures in the Orgasmatron ausmachen. Ein sehr modernes Buch, denn nur oberflächlich geht es um eine Biographie mit akademischem Anspruch, im Kern aber um das Ausspinnen der zwei besagten populären Erzählungen. Worum es heutzutage generell geht, sieht man etwa anhand von Obama und Trump: in den letzten Jahren ging es nie auch nur ansatzweise um objektive politische Berichterstattung, sondern einzig um das Fortspinnen der Erzählung vom humanistischen und intellektuellen Superneger Obama bzw. vom rassistischen und tumben Kinderfresser Trump. Man kann tun und lassen, was man will, gegen derartige Erzählungen ist nicht anzukommen! Nochmal: Was tun?

Das einzige, was man tun kann, ist auf subversive Weise eine Gegenerzählung in Gang zu setzen. Untergründig hat es diese Gegenerzählung in der Orgonomie stets gegeben, sie hat beispielsweise den heutigen Präsidenten des American College of Orgonomy als Jugendlichen zur Orgonomie gebracht: Reich als heroisches Opfer finsterer Machinationen „der Mächtigen“.

Baut man dadurch nicht selbst die eigene Unternehmung auf der Lüge auf? Nur aus mechano-mystischer Sicht stoßen wir hier auf ein Dilemma. In der funktionellen Herangehensweise unterscheiden wir nicht zwischen „irrationalen“ Gefühlen (Erzählungen) und rationalem Verstand (die Wahrheit), sondern zunächst einmal zwischen primären (ungepanzerten) und sekundären (gepanzerten) Gefühlen. Es geht schlichtweg darum, daß irrationale Argumente sich, so Reich, nicht mit Verstandesargumenten allein schlagen lassen. Die gegen sie vorzubringenden Verstandesargumente müßten vielmehr „auf festem Fundament kräftiger, natürlicher Gefühle ruhen“ (Die sexuelle Revolution, Fischer TB, S. 203).