Posts Tagged ‘Erkenntnistheorie’

nachrichtenbrief179

15. November 2020

Die folgenden Aufnahmen wurden unter extrem hohen technischen Aufwand in Hummelsbüttel am bis zu einem Meter tiefen moorig braunen Raakmoorteich gedreht. Die Tierwelt des Raakmoors ist sehr vielfältig. So finden sich neben Moorfrosch und Kreuzotter auch die Gemeine Binsenjungfer und die Nordische Moosjungfer, sowie der Grüne Zipfelfalter.

In der niederplattdeutschen Sagenwelt wird seit Jahrhunderten außerdem von einem geheimnisvollen und räuberischen „Yeti-Peter“ (in der örtlichen Mundart auch als „Jeddi-Pidder“ bekannt) berichtet, der zweibeinig und behaart ist, ein werwolfartiges Aussehen besitzt und auch „The Hound of Raakmoor“ genannt wird.

Der friesischen Legende nach springt dieser immer wieder urplötzlich aus dem Raakmoorgraben empor, fällt mit fürchterlichem Urschrei und dem Impetus eines „großen Rächers“ harmlose linksliberale Spaziergänger an und taucht dann wieder in den Untiefen eines Sumpfes unter, wo er sich offenbar durch Osmose fortpflanzt. Andere Zeitzeugen behaupten, seine moorbefleckten Fußspuren bis nach Langenhorn (einem anderen Feuchtgebiet dieser auf wäßrigen Matsch gebauten Freien und Hansestadt) verfolgt zu haben. Mitunter soll sein Biotop (besser wohl: Jagdrevier) sogar bis nach Sankt Pauli reichen…

Hanselegenden zufolge rezitiert er folgendes, bevor er seine Opfer massakriert:

Das was wir in der Erfahrung gewahr worden, sind meistens nur Fälle, welche sich mit einiger Aufmerksamkeit unter allgemeine empirische Rubriken bringen lassen. Diese subordinieren sich abermals unter wissenschaftliche Rubriken, welche weiter hinaufdeuten, wobei uns gewisse unerläßliche Bedingungen des Erscheinenden näher bekannt werden. Von nun an fügt sich alles nach und nach unter höhere Regeln und Gesetze, die sich aber nicht durch Worte und Hypothesen dem Verstande, sondern gleichfalls durch Phänomene dem Anschauen offenbaren. Wir nennen sie Urphänomene, weil nichts in der Erscheinung über ihnen liegt, sie aber dagegen völlig geeignet sind, daß man stufenweise, wie wir vorhin hinaufgestiegen, von ihnen herab bis zu dem gemeinsten Falle der täglichen Erfahrung niedersteigen kann. Ein solches Urphänomen ist dasjenige, das wir bisher dargestellt haben. Wir sehen auf der einen Seite das Licht, das Helle, auf der andern die Finsternis, das Dunkle, wir bringen die Trübe zwischen beide, und aus diesen Gegensätzen, mit Hilfe gedachter Vermittlung, entwickeln sich, gleichfalls in einem Gegensatz, die Farben, deuten aber alsbald, durch einen Wechselbezug, unmittelbar auf ein Gemeinsames wieder zurück. (Goethe)

Immer wieder werden abgenagte Menschenknochen auf den Fußwegen des Raakmoors gefunden, und die rätselhafte Dezimierung der Hummelsbütteler Bevölkerung scheint größtenteils auf die brutalen Aktivitäten dieses unheimlichen Wesens der Zwischenwelten zurückzuführen zu sein.

Kryptozoologischen Hinweisen zufolge sieht er selbst sich vor allem als „wertkonservativer“ Vigilant, während der aktuelle Forschungsstand ihn eher unter die hanseatischen Sumpfungeheuer einordnet. Nur eine Minderheit vermutet eine extraterrestrische Herkunft dieses leibhaftigen (!) Urphänomens. Ist er der Urmensch, vergleichbar Goethes Urpflanze?!

Vor einem Rätsel steht die Wissenschaft jedoch hinsichtlich der Tatsache, daß Yeti-Peters mörderische Attacken nur periodisch stattfinden (von der Vigilanten-Forschung auch als mysteriöser „missing link of terror“ bezeichnet). Die einen glauben, daß er zu diesen Zeiten im braunen Sumpf schläft, seine Human-Mahlzeiten verdaut und Kräfte sammelt, während andere vermuten, daß er in dieser Zeit seine mörderischen Anfälle auf andere Hansestädte wie z.B. Münster verlegt.

Jahrhundertelang existierte keinerlei gesicherte visuelle Vorstellung von der physischen Gestalt des Peter-Yetis, da es nur flüchtige Augenzeugenberichte von den wenigen Überlebenden seiner Angriffe gab. Da diese in der Regel von alkoholisierten Spinnern zweifelhafter Provenienz stammten, die das Sumpfungeheuer zudem aus einem über dem Raakmoorgraben schwebendem „UFO“ aussteigen „sahen“, wird diesen Eye-Witness-Accounts nur wenig wissenschaftliche Relevanz zugeordnet.

Erst in jüngster Zeit ist es mit Hilfe einer computergestützten Kamera-Animation, die auch Objekte außerhalb des für den Menschen sichtbaren Wellenlängenbereichs abbilden kann, gelungen, eine ungefähre Ahnung von den furchteinflößenden Gesichtszügen und den zupackenden Greifhänden dieses Kryptiden zu erhalten:

Zur Entstehungsgeschichte der Orgonomie

2. November 2020

Diese Arbeit von Klaus Heimann spiegelt die Orgonomie in Deutschland bzw. das orgonomische Wissen in Deutschland Mitte/Ende der 1970er Jahre wider. In diese Zeit reichen die Bemühungen zurück, die Orgonomie in Deutschland, nach der restlosen Zerstörung erster Anfänge auf deutschem Boden, die 1933 erfolgte, erneut zu etablieren. Das damalige orgonomische Wissen ist der Ausgangspunkt des NACHRICHTENBRIEFes und sollte deshalb von jedem, der neu zu unseren Netzseiten stößt, als Einführung gelesen werden, damit wir alle eine gemeinsame Grundlage haben. Klaus Heimanns Arbeit hat den Zauber des Anfangs an sich und möge in einer neuen Generation das Feuer von neuem entzünden:

ZUR ENTSTEHUNGSGESCHICHTE DER ORGONOMIE von Klaus Heimann

Wahrheit und Wirklichkeit (Teil 1: die oberflächliche Ebene)

6. Juli 2020

Dies zur Ergänzung von nachrichtenbrief160.

Gemeinhin, d.h. im liberalen Weltbild des Westens und in der „Weisheit des Ostens“, werden Wahrheit und Wirklichkeit (und damit auch Sollen und Sein) streng geschieden, da es ja unterschiedliche Standpunkte (Blickwinkel unter denen man die eine Wirklichkeit betrachtet) und damit Wahrheiten geben könne.

Mit der Unterscheidung zwischen Wahrheit und Wirklichkeit sitzt man jedoch einer „bürgerlichen Ideologie“ auf, während für den Dialektischen Materialisten sich eine Wahrheit immer nur in der Praxis erweist. Für Nietzsche ist Wahrheit eine Funktion der Gerechtigkeit, die wiederum stets ein Richten (also ein Handeln) in sich schließt.

Wenn man mit der Unterscheidung zwischen Wahrheit und Wirklichkeit recht hätte, gäbe es auch einen Unterschied Zwischen Weg und Ziel, aber für Reich ist der Weg schon das Ziel. Und man würde auch implizieren, daß es den Geist („den Standpunkt“) unabhängig von der Natur gäbe, aber Reich zufolge sind alle derartigen Annahmen mystisch und damit vollkommen unorgonomisch.

Gleichzeitig muß das Gleichheitszeichen zwischen Wahrheit und Wirklichkeit durch das funktionelle Gleichheitssymbol ersetzt werden, das uns auf die tiefere gemeinsame Funktionsebene verweist, die beide Elemente beeinflußt, welche so dann keine abgetrennte, „ideale“ Existenz mehr führen. Diese Funktionsebene, das Gemeinsame Funktionsprinzip (CFP), ist der Kontakt, der aber wiederum eng mit der Funktion des Ich korreliert ist. Ohne Ich, wie in der extremen Psychose, gibt es keinen Kontakt, keine Wahrheit und keine Wirklichkeit. (Mystiker setzen die entsprechende intuitive Erkenntnis in Theorien über eine überweltliche „Seele“ um, die aus sich heraus die Welt gebiert.)

An Stelle von Wirklichkeit tritt Unwirklichkeit und die Gegenwahrheit des Neurotikers, der alles im Lichte seiner irrationalen Ängste, Aggressionen, Lüste, etc. sieht. Der pestilente Charakter („Modju“) nutzt diese strukturelle Hilflosigkeit (Infantilität) aus, um seine Gegenwirklichkeit und die Unwahrheit durchzudrücken. Man denke etwa an die Hetze gegen „kosmopolitische“ Dissidenten im Realsozialismus.

Das wirkliche Problem liegt entsprechend nicht im Bereich von Wahrheit und Wirklichkeit, sondern selbstverständlich im Kontakt, also letztlich in der biophysikalischen Struktur des Menschen. Für den gepanzerten Mensch wird die Wahrheit zu einer tödlichen Gefahr, denn in seiner Kontaktlosigkeit kann er mit der Wahrheit nur Unheil anrichten und die Wahrheit kann an ihm Unheil anrichten, weshalb ja auch Reich zufolge die Gegenwahrheit, die dem gepanzerten Menschen gemäß ist und zu seiner Unwirklichkeit paßt, vor der Wahrheit geschützt werden muß. Ständig mit Wahrheiten nur so um sich zu werfen, zur Befriedigung von Egobedürfnissen, ist schlicht verbrecherisch. Außerdem ist es eine typische Taktik Modjus, indem er Wahrheiten auf andere zielt, hält er die Wahrheit von sich selbst fern, so daß die Wahrheit letztlich zur Lüge wird.

Dies wird einsichtiger, wenn man sich orgonometrisch vergegenwärtigt, daß die Lüge auf einer tieferen Ebene natürlich nicht „substantiell“ existent ist und nur als Unwahrheit definierbar ist, damit aber letztlich in der Wahrheit aufgeht („jeder hat irgendwo Recht“, Reich), denn die Unwahrheit unterscheidet sich von der Wahrheit einfach nur dadurch, daß sie nur einen Teil der Wahrheit ausmacht, was wiederum dem selektiven Kontakt Modjus entspricht („Vorurteil“, „Voreingenommenheit“).

nachrichtenbrief160

5. Juli 2020

nachrichtenbrief157

14. Juni 2020

Orgonometrie (Teil 3): Kapitel 59

17. März 2020

orgonometrieteil12

59. Energie: Metapher und Konstrukt

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Orgonometrie (Teil 3): Kapitel 58

7. März 2020

orgonometrieteil12

 

58. Von Freuds „Libido“ zu Reichs „Orgon“

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Orgonometrie (Teil 3): Kapitel 47

4. Januar 2020

orgonometrieteil12

47. Die bioenergetischen Grundlagen dieses Buches

Orgonometrie (Teil 3): Kapitel 35

29. Oktober 2019

orgonometrieteil12

35. Die Orgonomie ist die endgültige Wahrheit!

nachrichtenbrief132

20. September 2019