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Eine Notiz über James DeMeos Saharasia-Theorie (1999) (Teil 2)

28. Juni 2022

Bei der Lektüre von Saharasia flippe ich immer hin und her, man nehme etwa die Makkabäer: der Makkabäer-Aufstand siegte 161 v.Chr. gegen die hellenistische seleukidisch-syrische Herrschaft; er hatte nichts mit irgendwelchen Römern zu tun. Und nun steht in Saharasia auf S. 275 etwas über die „Maccabees rebellion of 167 BCE (sic!) wherein Judea became independent from Rome (sic!)“. Ganz im Gegenteil waren die Juden damals verbündete der Römer gegen die Seleukiden. Das macht DeMeos Anmerkung geradezu komisch. Ein gefundenes Fressen für die Feinde DeMeos. – Übrigens verwundert mich, daß DeMeo praktisch ganz den hellenistischen Einfluß auf den Nahen Osten unterschlägt.

Überhaupt hat DeMeos Lektor, also seine Frau, schlecht gearbeitet.

Hier noch vier Überlegungen zur Saharasia-Theorie:

1. In Ländern wie China und Indien ist Nacktheit und Sexualität in Filmen Tabu, Gewalt jedoch nicht: deshalb kommt Nacktheit und Sexualität nur in Gewaltszenen vor, die die Zensur anstandslos durchgehen läßt. Selbst in Amerika lassen sich „Sex-Szenen“ á la Basic Instinct nur via Gewalt in Filme einbauen, die auch Jugendliche sehen dürfen. Das ist symptomatisch für eine gesellschaftliche Vergewaltigungsmentalität: Angst der Männer vor der autonomen Sexualität der Frauen und Angst der Frauen vor der Autonomie („Ich bin ja nicht verantwortlich!“).

2. Interessant wäre auch eine geographische Aufschlüsselung des Kindesmißbrauchs. Ich glaube, man wird feststellen, daß die Päderastie genau dort häufig sein wird, wo auch die Homosexualität groß ist: in Saharasia. Interessanterweise waren im Sprachgebrauch des 19. Jahrhunderts „Päderastie“ und „Homosexualität“ vollkommen synonyme Begriffe. Was ziemlich interessant hinsichtlich der jetzigen Diskussion über sexuellen Kindesmißbrauch ist. Wer behauptet, daß Homosexualität keine Krankheit ist, muß folgerichtig auch die Päderastie akzeptieren – und vernünftigerweise seinen eigenen Sohn zur Verfügung stellen! Sicherlich wird mir die Psychiatrie nicht zustimmen, aber ich bin trotzdem davon überzeugt, daß ausnahmslos jeder Homosexuelle ein Päderast ist. Wenn nicht im Leben, dann doch in der Phantasie. Historisch war das jedenfalls stets so, etwa bei den Griechen: ein älterer Mann und ein Jüngling bzw. Knabe.

Übrigens kann man so Liberale fertigmachen: wenn sie A (Homosexuelle) sagen, sollen sie gefälligst auch B (Kinderficker) sagen! Das haben Konservative auf der einen Seite und Kommunisten (etwa Lenin) auf der anderen Seite an den Liberalen immer so verachtet: das sie eine Sache nie zuende denken, nie die Konsequenzen ziehen.

Aber zurück zu Saharasia: nicht ohne Grund hat Nietzsche in Italien gelebt, denn da gab es wie selbstverständlich die kleinen Jungs – wie im übrigen Mittelmeerraum. Heute ist Marokko der Geheimtip. Dort wird nur die genitale heterosexuelle Sexualität der Jugendlichen erbarmungslos verfolgt.

3. Was meine Sache mit den Linksalternativen und Saharasia betrifft: mir wurde von einem Uni-Seminar berichtet, wo der Dozent ganz Herbert Marcuseisch für Cannabis & Co. warb und als glühendes Beispiel die saharasiatischen Länder ausmalte, wo die Menschen dank dieser Drogen friedlich und entspannt seien und nicht so alkoholisch-aggressiv wie im nördlichen Europa. DeMeo hat Haschisch eindeutig mit den patristischen Mörder-Nomaden Zentralasiens in Zusammenhang gebracht (z.B. S. 252).

4. Eine Soziologie-Professorin aus Münster argumentiert vollkommen sexualökonomisch: „Laut neueren ethnologischen und historischen Untersuchungen setzt das Patriarchat mit der männlichen Kontrolle über die Gebärfähigkeit und Sexualität der Frauen ein. Abwertung der weiblichen Sexualität, Aneignung der Kinder durch die Väter und Vergewaltigungen erscheinen als Symptome bei der Diagnose von Männerherrschaft“ (Ilse Lenz/Ute Luig (Hg.): Frauenmacht ohne Herrschaft. Geschlechtsverhältnisse in nichtpatriarchalischen Gesellschaften, Berlin: Orlanda Frauenverlag, 1990, S. 66).

Uns wurden etwa die Buschmänner der Kalahari stets als eher patriarchalisch vorgestellt, was auch mich hinsichtlich der Saharasia-Theorie etwas durcheinandergebracht hat. Aber eine genauere ethnologische Analyse zeigt das Gegenteil oder allein schon, wenn man die obigen Kriterien von Ilse Lenz heranzieht.

Die Saharasia-Theorie ist durch und durch stimmig – und gerade die neueren und neusten Forschungsergebnisse unterstützen dies immer mehr. Man vergleiche etwa, den Stand der Forschung zu Freuds und selbst noch zu Reichs Zeiten mit der heutigen Lehrmeinung.

Was mir beim Studium ethnologischer Literatur, etwa Malinowskis immer wieder aufgefallen ist, ist, wie modern und westlich und vollständig anti-Erich-Fromm-isch doch die Lebenseinstellung der matriarchalen Völker ist, etwa bei den Büschmännern: „Dem aktiven, erfolgreichen und fürsorglichen Jäger entspricht die begehrenswerte und selbstbewußte Frau“ (Lenz/Luig: S. 101).

Es stimmt auch nicht, daß diese Völker keinen „Stirnerschen“ Individualismus kennen. Etwa die Hadza, ein kleines Jägervolk im nördlichen Tansania, sind extreme Individualisten, bei denen es kaum einen Gruppendruck gibt. „Die Hadza haben viele Ähnlichkeiten mit den San [den Buschmännern], obwohl bei ihnen eine stärkere Tendenz zur Anarchie besteht. Ihr schon fast extremer Individualismus basiert auf einer territorialen und sozialen Organisation, die durch größtmögliche Offenheit und Freizügigkeit gekennzeichnet ist“ (Lenz/Luig: S. 112).

Überhaupt sind diese Völker erstaunlich „westlich“: „Wegen [der] Freiheit von ökonomischen Zwängen haben die Hadza-Ehen durchaus Gemeinsamkeiten mit der bürgerlichen Vorstellung einer Liebesheirat. Diese Unabhängigkeit von materiellen Bindungen ist jedoch auch ein Grund für die Instabilität dieser Ehen, deren Scheidungsrate noch höher als bei den San zu sein scheint“ (Lenz/Luig: S. 118).

Übrigens kennen die Buschmänner auch die Orgonenergie. Sie nennen sie „Num“, das dem polynesischen Mana entspricht.

DeMeo behauptet wenn nicht explizit, so doch ganz eindeutig implizit, daß das ACO mit seiner Unterstützung der konservativen Weltanschauung in jeder Hinsicht rückschrittlich wäre und hinter Reich zurückfalle. DeMeo selbst aber vertritt abgestandene Uralt-Theorien. Als man Reich einmal über den Anarchisten Kropotkin ausfragte, der doch ganz „arbeitsdemokratische“ Lehren vertreten hätte, antwortete Reich: „Sie vergessen, daß die Zeiten sich ändern und daß die Wahrheit von gestern, die Lüge von heute ist“ (Ollendorff: Reich, S. 104). Reich hat sich weiterentwickelt, das ACO (dessen erste Generation sich fast durchweg aus ehemaligen Linken und gar Trotzkisten, etwa Prof. Bell, zusammensetzte) hat sich weiterentwickelt – nur DeMeo hängt nachwievor uralten linken Gedanken an. Zum Beispiel finde ich es schier unerträglich, wie von DeMeo hinsichtlich einer selbstregulatorischen Erziehung noch immer so argumentiert wird, wie Reich es in den 40er Jahren tat. Nicht, daß daran prinzipiell irgendetwas falsch wäre, aber die Verhältnisse haben sich wahrhaftig geändert und damit das, was wirklich wichtig ist. Heute ist weniger nackte Autorität das Problem, sondern Permissivität, emotionale Erpressung und ideologische („emanzipatorische“) Indoktrination von Kindern, die leer, zerrissen, desorganisiert sind und sich verzweifelt nach Autorität sehnen. Deshalb rebellieren sie, was mit noch mehr „emanzipatorischer“ Permissivität beantwortet wird, was die Kinder noch wütender macht, etc. Das wäre heute wichtig, aktuell, und würde den Lesern wehtun, sie treffen. Aber nein, DeMeo präsentiert die uralten Theorien, als hätte sich die Orgonomie in den letzten 40 Jahren nicht weiterentwickelt oder als würde er zu den konservativen Bewohnern eines anatolischen Bergdorfes reden.

Zum Beispiel klagt er an, daß die Orgonomen Anfang der 70er Jahre nicht Nixon, sondern „die Linken“ bekämpft hätten. Liest man die zeitgenössischen Berichte z.B. von Patricia Green über ihre praktischen Erfahrungen als Schulleiterin oder Koopmans Erfahrungen in der praktischen psychiatrischen Sozialarbeit sieht man, daß diese hochpolitische Nixon-Affäre in ihrer funktionellen Bedeutung zu nichts gerinnt angesichts einer Gesellschaft, die in einen „linken“ zerstörerischen Taumel geraten ist. DeMeo zeigt stets nur die eine Hälfte des Bildes – das in seiner Gesamtheit DeMeo widerlegen würde. Diese „verschleierte und verschleiernde“ Argumentationsweise ist typisch für DeMeo. Es kennzeichnet praktisch alles, was er von sich gibt. Zum Beispiel behauptet er auf S. 52 von Nach Reich Reich habe „sein Interesse an den Problemen der breiten Öffentlichkeit nie aufgegeben“ und rechtfertigt damit seine Argumentation, daß Reich bis zum Schluß imgrunde ein marxistischer Sozialist war. Gut, die eine Seite des Bildes stimmt, Reich war bis zum Schluß ein soziales Tier: aber praktisch alles (außer Jugendsexualität, Umweltschutz und Religion), wofür bzw. wogegen Reich am Ende kämpfte, entsprach einem strammen amerikanischen „Republikanismus“.

S. 42: Imgrunde behauptet DeMeo, die Orgonomen hätten Reichs gesellschaftspolitische Ideen verraten, indem sie z.B. sozialistische Ideen schlechtweg als „krank“ abqualifizierten. Man lese dazu jedoch Reichs Briefe an Neill oder nehme etwa folgende Erinnerung von Charles Kelley: „I met Reich in 1950. (…) I told Reich I was a socialist, and Reich looked at me with a kind of pity. He shook his head and said: ‚You don’t know how sick it is. You’ll find out“.

Wirklich lachen mußte ich aber, als DeMeo darauf hinwies, daß für die soziopolitische Haltung der Orgonomen keine „systematischen und wissenschaftlichen Grundlagen“ vorhanden sind. Offenbar haben grundsätzlich nur liberale und sozialistische Ideen eine „systematische und wissenschaftliche Grundlage“. Das haben ja auch immer die „Dialektischen Materialisten“ behauptet.

Übrigens kann man diese spezifische Charakterdeformation entgegen DeMeos arroganter Behauptung im Kulturvergleich durchaus „systematisch und wissenschaftlich“ feststellen (z.B. haben dies Humanethologen wie Hans Hass und Eibl-Eibesfeld getan), aber dies ist wegen der Natur der Sache nicht so einfach zu bewerkstelligen, wie die Saharasia-Untersuchung. Ich habe Hass‘ entsprechende Untersuchung kurz referiert. (Übrigens erwähne mal die Humanethologie und insbesondere Eibl-Eibesfeld in der Gruppe, die für Nach Reich verantwortlich ist. Ich garantiere, daß sie sofort abblocken, daß das alles Stockkonservative, wenn nicht sogar Nazis seien, etc.)

Dr. Batkis und Dr. Reich (Teil 3)

2. Juni 2022

Die Sexualrevolution in Rußland (Ende)

Die Gesetzgebung mischt sich […] nie in ein sexuelles Verhältnis, solange dasselbe sich zwischen zwei erwachsenen Personen ohne irgendwelche Zwangserscheinungen abspielt. Die Art sexueller Betätigungen eines solchen Verhältnisses sind Privatangelegenheit der betreffenden Personen. Die Frage der öffentlichen Sittlichkeit existiert für die Gesetzgebung in dem Falle nicht.

Gegenüber dem Homosexualismus, der Sodomie und irgendwelcher anderen Formen der sexuellen Befriedigung, die von den europäischen Gesetzgebungen als öffentliches Vergehen gegen die Sittlichkeit hingestellt werden, verhält sich die Sowjet-Gesetzgebung genau so wie zu dem sogenannten „natürlichen“ Verkehr. Alle Formen des Verkehrs sind Privatangelegenheit. Die Frage der kriminellen Verfolgung taucht erst bei Anwendung von Gewalt und Zwang, wie überhaupt bei einem Übergriff oder Schädigung der Interessen des Anderen auf.

In diesen Grundzügen bewegte sich die Revolution auf dem Gebiete des Sexualismus.

Diese revolutionäre Gesetzgebung ist ein Spiegelbild der sexuellen Revolution, wie sie im lebendigen Leben vor sich ging.

Die Feinde der jungen Gesellschaft haben Märchen über die wilde freie Liebe, Sozialisierung der Frau und ähnlichen Unsinn erfunden und über die ganze Welt verbreitet. Man sieht nach all dem, was hier gesagt worden ist, wie dumm und geschmacklos jene sensationellen Nachrichten waren. Die Beobachtung des alltäglichen Lebens lehrt uns das gerade Gegenteil davon.

Es wurde schon vorhin gesagt, daß die ehelichen Verbindungen eine innere Festigung erfahren haben, es wäre nun hier passend, auch etwas über das Geschlechtsleben der heranwachsenden Generation zu berichten.

Unmittelbar nach den großen revolutionären Erschütterungen, die Sowjetrußland durchgelebt hat, vermeinte man das Sexualleben der Jugend für besonders besorgniserregend. Man hatte noch frisch in Erinnerung die bittere Erfahrung, den vollkommenen Mischmasch in Hinsicht auf das sexuelle Sich-Ausleben bei der städtischen und besonders bei der sogenannten intelligenten Jugend im Jahre 1905, in der Zeit der wiedereinsetzenden Reaktion.

Die pornographische Literatur, wie Arzibaschews Szanin, sexuelle Kreise und Verbände, in denen man sich dem Sexualismus restlos hingab, dies alles füllte das Leben der Intelligenz und insbesondere der Jugend jener reaktionären Zeit aus.

Und wie sah es in Rußland in der Periode der 0ktober-Revolution und des darauffolgenden Bürgerkrieges aus? Wie stand es denn mit der russischen Jugend in der Zeit des Überganges zum friedlichen Aufbau?

Das Moment der Erotik, des Sexualismus spielte während der Revolution nur eine untergeordnete Rolle, da die Jugend sich von der revolutionären Stimmung vollkommen hinreißen ließ und nur für die großen Ideen lebte. Als aber die ruhigen Zeiten des Aufbaus kamen, befürchtete man, daß die Jugend nun abgekühlt und nüchtern den Weg der unbegrenzten Erotik wie im Jahre 1905 gehen würde.

Dies traf aber nicht zu. Die brennende Arbeit an der Organisation des öffentlichen und privaten Lebens ward zur geistigen Nahrung der Jugend und füllte besonders die weibliche Jugend aus.

Ich behaupte auf Grund der Erfahrungen in Sowjet-Rußland, daß die Frau, da sie die soziale Befreiung erlebt und mit der öffentlichen sozialen Arbeit sich vertraut machte, also in dieser Übergangszeit vom bloßen Weib zum Menschen, eine .gewisse sexuelle Erkaltung erlebte. Das Geschlechtliche ist in ihr, wenn auch nur für eine Zeit, verdrängt.

Nunmehr ist von großer Bedeutung die geschlechtliche Aufklärung, die sexuelle Erziehung der Jugend. Die Schaffung neuer Sitten, eines neuen Lebens beginnt immer mit der Erziehung.

Die Probleme der Sexualpädagogik sind das Tagesgespräch in Sowjet-Rußland, und in der allernächsten Zukunft werden sie das Thema der lebhaftesten Diskussionen im allrussischen Kongreß sein.

Aufgabe der Sexualpädagogik in Rußland ist es, gesunde Menschen, Mitbürger der zukünftigen Gesellschaft in vollem Einklang zwischen den natürlichen Trieben und den großen sozialen Aufgaben, die ihrer harren, zu erziehen. Die Richtlinien dafür wären: Alles schöpferische, aufbauende, das in den natürlichen Trieben schlummert, zu fördern, aber zu beseitigen alles, was für die Entwicklung der Persönlichkeit des Mitglieds des Kollektivs schädlich werden könnte.

Die so erzeugte Gesellschaft wird die Gesellschaft der Harmonie und der Freude am Leben sein. – Heute hat sie schon die Liebe aus allen Fesseln der politischen und ökonomischen Bedrängnisse befreit. Die freie Liebe in Rußland ist nicht irgendein zügelloses wildes Sich-Ausleben, sondern die ideale Verbindung von zwei freien, in Unabhängigkeit sich liebenden Menschen.

Soweit Dr. Batkis Broschüre.

Die hier unterstrichenen Passagen zitiert Reich in Die sexuelle Revolution und schreibt dazu (Fischer TB, S. 185f):

Selbst der sonst klare Batkis blieb, richtig ansetzend, in Schlagworten stecken

Die Sexualität der Jugend wird als „Sexualismus“ bezeichnet. Das Sexualproblem ein „Moment der Erotik“. Man beruhigte sich damit, daß die Frauen eine gewisse Erkaltung erlebten, und daß sie „vom bloßen Weib“ zum „Menschen“ wurden; alles müßte beseitigt werden, was der Entwicklung der Persönlichkeit schädlich sein könnte (gemeint war natürlich die Sexualität), und man stellte das wilde zügellose Sichausleben der „idealen“ Verbindung von „zwei freien, in Unabhängigkeit sich liebenden Menschen“ entgegen. Die Masse hing in diesen Begriffen wie in Netzen. Sieht man sie näher an, so zeigt sich ihre vollkommene Leere bzw. ihre antisexuelle, also reaktionäre Tendenz. Was heißt „sich wild ausleben“? Ist damit gemeint, daß ein Mann und eine Frau in der Umarmung sich nicht ausleben dürfen? Und was ist „ideale Verbindung“? Ist die Verbindung dann ideal, wenn sie zur vollen „tierischen“ Hingabe fähig sind? Ja – aber dann sind sie doch wieder „wild“ ! Kurz und gut, es sind Worte, die, statt die Wirklichkeit des Geschlechtslebens zu erfassen und die Widersprüche, von denen es beherrscht ist, zu beseitigen, nur Wahrheiten verhüllen, um womöglich mit diesen peinlichen Sachen nicht in Berührung zu geraten.

Wo verfing sich hier das Denken? In der Nichtunterscheidung von krankhafter Sexualität der Jugend, die ihren kulturellen Aufgaben widersprach, und gesunder Sexualität, die die wichtigste physiologische Grundlage der sozialen Leistung ist; im Gegensatz von „Weib“ (= sinnlicher Frau) und „Mensch“ (= tätige, sublimierende Frau) statt im sexuellen Selbstbewußtwerden der Frau die psychische Grundlage ihrer revolutionären Emanzipation und Tätigkeit zu sehen; im Gegensatz von „Sichausleben“ und „idealer Verbindung“, statt in der Fähigkeit zu voller sexueller Hingabe an den geliebten Partner die sicherste Grundlage der kameradschaftlichen Beziehung zu sehen.

Zum Gedenken an James DeMeo (14.1.1949 – 3.4.2022): Die „Saharasia-Theorie“ (Teil 6)

16. April 2022

Um was es bei Saharasia geht, sah man vor einigen Jahren am Geschehen im Westsudan und heute im Norden Nigerias, wo eine kleine Minderheit arabischer (bzw. arabisierter) Nomaden die seßhafte schwarz-afrikanische Urbevölkerung systematisch tyrannisiert und vertreibt. Seit Jahrhunderten setzt sich dieses Muster von Norden nach Süden über den afrikanischen Kontinent fort.

Unter Ausschluß einer ohnehin desinteressierten Weltöffentlichkeit, die sich lieber über den verzweifelten Überlebenskampf Israels aufregt und sich für die „Menschenrechte“ islamischer „Widerstandskämpfer“ einsetzt, werden von den „Befreiungsbewegungen“ im Kongo die letzten Reste der Pygmäen ausgerottet. Dazu gehört das Abschlachten ganzer Familienverbände, Massenvergewaltigungen und Versklavung.

Der Spiegel berichtet über eine Verbindung von Gesellschaftsstruktur und Geographie in Ozeanien, die in mancher Hinsicht an das erinnert, was in der Saharasiatheorie für die großen Festlandsmassen beschrieben wird. Während die einen Polynesier in Frieden lebten, bekriegten sich die anderen, beispielsweise die Bewohner der Osterinseln, auf das Grausamste.

Der Anthropologe Barry Rolett (University of Hawaii) und der Geograph Jared Diamond (University of California) untersuchten für ihre in Nature (431: 443-446) vorgestellte Studie 69 Inseln. Dort, wo das Innenland zerklüftet und schwer zugänglich war und deshalb das Ökosystem weitgehend intakt blieb, entwickelten sich friedliebende Gesellschaften, die weitgehend dem Südseeklischee entsprachen. Auf jenen Inseln jedoch, wo es leicht war, die Wälder zu roden, kam es schnell zu Hungersnöten und den entsprechenden Konflikten: saharasia-artige Gesellschaften entstanden.

Es ist immer das gleiche mit den durch und durch rassistischen Linken: sie träumen von einer besseren Welt und schaffen dabei die Hölle auf Erden. Einer der neuen Helden der Linken ist der Indio Evo Morales, Präsident von Bolivien. Er will aus seinem Land eine „multikulturelle Gesellschaft“ machen!

Ich referiere eine Sendung des Deutschlandfunks von 2009 über „Kommunitäre Justiz in Bolivien“.

In der streng patriachalischen Kultur der Indios Boliviens, die einst zum Inka-Reich gehörten, sind „Ehrenmorde“ an der Tagesordnung. Wie in der islamischen Rechtsprechung gibt es öffentliche Auspeitschungen; Ehebruch der Frau und Homosexualität bei Männern wird mit Steinigung geahndet. Auch die „Befehlsverweigerung“ gegenüber den Eltern und den Dorfältesten ist ein todeswürdiges Verbrechen.

Im indianischen Erbrecht können nur die Söhne Land erben. Frauen sind auf das Land des Ehemanns angewiesen.

Auch wenn die Frau oft die gesamte Familie ernährt, muß sie sich dem Mann unterordnen. Häusliche Gewalt ist an der Tagesordnung (…). Die Frau darf sich über Dinge, die in ihrer Ehe passieren, nicht beklagen. Noch mehr tabuisiert wird der sexuelle Mißbrauch von Mädchen durch Mitglieder der eigenen Familie. Das kommt häufig vor (…), aber nur die wenigsten Fälle werden angezeigt. Die kommunitäre Justiz betrachtet Vergewaltigung nicht als Verbrechen. Sie kann mit der Schenkung einer Kuh oder eines Schafes bereinigt werden. Oder man zwingt das Mädchen, ihren Vergewaltiger zu heiraten.

Im Rahmen seiner „emanzipatorischen“ Anstrengungen hat Evo Morales diese scharia-artige indigene Justiz der aus Europa importierten Rechtsprechung gleichgesetzt. Seit Anfang des 2009 hat sie Verfassungsrang. Sie ist das Instrument, mit dem politische Gegner „basisdemokratisch“ eingeschüchtert und sogar ermordet werden.

Es ist nur natürlich, daß sich lateinamerikanische „Volksbefreier“ wie Evo Morales und sein venezolanischer Spießgeselle, der verstorbene Hugo Chavez mit der islamischen Welt, insbesondere dem Iran, im Kampf gegen den „US-Imperialismus“ solidarisieren und dabei auch vor offenem Antisemitismus nicht zurückschrecken.

Wie die folgende Karte von James DeMeo zu seiner Saharasia-Theorie zeigt, war das Inka-Reich, das am Ende einer ganzen Kette patriarchalischer Großreiche im Gebiet des heutigen Bolivien und Peru lag, letztendlich eine „Agentur“ Saharasias. Vor Jahrtausenden hatte jenes Gebiet, das heute mit der (bis auf Israel) in sich geschlossenen Kernregion des Islam identisch ist, Peru und Bolivien unauslöschlich seinen Stempel aufgeprägt.

DER VERDRÄNGTE CHRISTUS / Band 2: 3. Reich und die Juden / Antijudaismus

12. April 2022

DER VERDRÄNGTE CHRISTUS / Band 2: Das orgonomische Testament / 3. Reich und die Juden / Antijudaismus

DER VERDRÄNGTE CHRISTUS / Band 2: 3. Reich und die Juden / Das Judentum (Teil 2)

5. April 2022

DER VERDRÄNGTE CHRISTUS / Band 2: Das orgonomische Testament / 3. Reich und die Juden / Das Judentum (Teil 2)

Die innere Dynamik der antiautoritären Gesellschaft (Teil 5)

23. März 2022

Ein Problem der sozialen Orgonomie ist, daß der pestilente Charakter auf eine extreme Sexualpathologie, ein blockiertes Becken, zurückgeführt wird, doch gerade so ein Mensch wird praktisch nie den Weg zu einem Orgontherapeuten finden, wo das verifiziert werden könnte. Diese Schwierigkeit verweist auf die Anfänge der Orgonomie, als Reich in den frühen 1920er Jahren nach dem tatsächlichen Inhalt der sexuellen Aktivitäten seiner Patienten fragte. Die bloße Information, daß der Patient „Sex“ hatte oder masturbierte, war nahezu bedeutungslos, da sie nichts über sein subjektives Erleben aussagte. Was den pestilenten Charakter betrifft, kann man nur sagen, daß er als „Charakter“ eine funktionelle Einheit darstellt und man daher sein Sexualleben (über das wir nichts wissen) nicht von seinem destruktiven „Antiarbeitsleben“ (über das wir alles wissen) trennen kann.

Zumindest tendenziell ändert sich das gerade in der antiautoritären Gesellschaft, in der „das Persönliche politisch wird“ und entsprechend zunehmend auch die Sexualität zur Schau gestellt wird, – während umgekehrt das Arbeitsleben a la Annalena Baerbock verschleiert wird. Perversion, etwa Transvestismus oder Homosexualität, wird geradezu zum Markenzeichen eines aufstrebenden Politikers. Orgastisch Impotenz wird zu dem Qualitätsmerkmal der antiautoritären Pseudoautorität. Man betrachte nur das Kabinett des offen pädophilen Biden.

Paul Mathews: Besprechung REICH – FOR BEGINNERS von David Zane Mairowitz

7. März 2022

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Besprechung REICH – FOR BEGINNERS von David Zane Mairowitz

Paul Mathews: Besprechung THE FREUDIAN LEFT von Paul A. Robinson

31. Oktober 2021

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Besprechung THE FREUDIAN LEFT von Paul A. Robinson

Das ultimative Tabu (Teil 3)

7. September 2021

Charles Konias Blogeintrag von 2013 findet sich hier (siehe „Das Problem die Emotionelle Pest zu erkennen“).

Dazu mein damaliger Leserbrief, Konias Antwort, gefolgt von dem Leserbrief eines anderen Lesers und Konias abschließender Antwort auf diesen:

Ich zitierte den Sozialpsychologen Richard Königsberg wie folgt [vgl. https://www.libraryofsocialscience.com/ideologies/resources/koenigsberg-genocide-as-immunology/ ]:

„Die Juden stellten in der Vorstellung Hitlers und anderer Naziführer einen fremden Mikroorganismus im Blutkreislauf der Deutschen dar. Da die Juden virulente Mikroorganismen im politischen Körper waren, war es notwendig, jeden einzelnen von ihnen zu vernichten, damit sie sich nicht erneut teilen und vermehren konnten. Die SS-Männer fungierten als ‚Killerzellen‘ innerhalb des nationalen Organismus und hatten die Aufgabe, die gefährlichen Mikroorganismen zu identifizieren, aufzuspüren und zu vernichten. Am Abend des 22. Februar 1942 traf Hitler mit Himmler und einem dänischen SS-Major zusammen und legte seine Überzeugung dar:

Die Entdeckung des Judenvirus ist eine der größten Revolutionen, die in der Welt stattgefunden hat. Der Kampf, den wir heute führen, ist von der gleichen Art wie der Kampf, der im letzten Jahrhundert von Pasteur und Koch geführt wurde. Wie viele Krankheiten haben ihren Ursprung in dem jüdischen Virus! Wir werden unsere Gesundheit nur wiedererlangen, wenn wir den Juden ausrotten.

Hitler konzipierte die Endlösung aus der Perspektive der Immunologie. Als ‚Arzt des deutschen Volkes‘ würde er handeln, um das Leben des Volkes zu retten, indem er die Krankheitserreger vernichtet, die die Quelle der deutschen Krankheit sind.“

Dr. Konia darauf: „Vielen Dank für Ihren wertvollen Kommentar. Aus einer charakterologischen Perspektive war Hitler ein brillanter paranoider Psychopath. Er nahm ein rationales Verständnis der Emotionellen Pest und stellte es auf den Kopf, indem er die Idee von Krankheitserregern auf die Menschen projizierte, die er persönlich haßte, die Juden.“

Ein anderer Kommentator, „Mondrianus“, warf folgendes ein:

„Der Text von Peter Nasselstein und Ihr Kommentar dazu behandeln einen interessanten Aspekt der Nazi-Ideologie und (aus orgonomischer Sicht) die Funktion des Antisemitismus darin.

Wie Dr. Elsworth Baker und Sie herausgearbeitet haben, haben rechte Menschen nach dem ‚Drei-Schichten-Modell der Persönlichkeit‘ viel mehr Kernkontakt als linke Marxisten.

Tatsächlich ist das ‚gemeinsame Funktionsprinzip‘ von beiden Weltanschauungen (in scharfem Gegensatz zu anderen ‚Weltanschauungen‘ wie Sozialismus, Liberalismus, modernem Liberalismus, Judentum und ‚politischer Korrektheit‘), daß sie in den Naturgesetzen verwurzelt sind und sich immer auf diese beziehen. Das bedeutet, daß der Mensch und sein soziales Leben von einem biologischen Standpunkt aus betrachtet werden – und daß diese biologische Dimension wichtiger ist als wirtschaftliche oder rationalistische Fragen.

Daher betrachten sowohl die Orgonomie als auch der Nationalsozialismus (im Gegensatz zum Liberalismus oder Sozialismus) Homosexualität als krank und ‚unnatürlich‘.

Aus diesem Grund waren Hitler, Himmler, Hess usw. sehr angetan von naturheilkundlichen Ansätzen wie Homöopathie, Kräutertherapien usw. Bemerkenswerterweise kamen sie sogar der Anerkennung der Orgonenergie nahe (sie beriefen sich häufig auf Reichenbachs ‚Od‘, auf Mesmers ‚Animalischen Magnetismus‘ usw.). So zynisch es klingen mag, in den Konzentrationslagern führte Himmlers ‚SS‘ sogar medizinische Experimente mit dem durch, was sie ‚Tierwärme‘ (= Orgonenergie) nannten. In einem Versuchsaufbau sollte untersucht werden, ob die Leben von Ostfrontsoldaten, die an extremer und lebensbedrohlicher Unterkühlung litten, durch die körperliche Zuwendung (d.h. Umarmungen, Streicheln, Halten des Soldaten im Arm) von Frauen gerettet werden können.

Und genau in diesem Zusammenhang war – wie Peter Nasselstein hervorhob – in der nationalsozialistischen Ideologie ‚jüdisches‘ Verhalten identisch mit dem, was Reich als ‚sekundäre Triebe in der Mittelschicht‘ bezeichnen würde. In den Augen der Nazis bedeutete ‚jüdisch‘ sein: herumschleichen, lügen, Klatsch und Verleumdung verbreiten, ein pornographisches Sexualleben haben, schwul oder pervers sein, Mädchen verführen, andere erpressen, ein trickreicher und unmoralischer Geschäftsmann sein, andere wirtschaftlich ausbeuten und so weiter. Dieses ‚Jüdischsein‘ wurde dem ‚Arischsein‘ (= ein ‚genitaler Charakter‘ in Reichs Bezugsrahmen) entgegengesetzt, denn ‚arisch‘ bedeutete, ehrlich, aufrichtig, anständig, fleißig, heterosexuell zu sein – und das alles in einem gesunden Körper verwurzelt, wie im alten griechischen Sprichwort ‚Mens sana in corpore sanum‘. Daher waren die Arier laut Hitler in der Natur verwurzelt und gute Sportler – im Gegensatz zu ‚den Juden‘, die als intellektuelle Eierköpfe betrachtet wurde, nie die Wälder durchwanderten, einen schwachen und kranken Körper haben und schlechte Sportler sind.

Hitler war sich auch der mittleren Schicht in sich selbst und in den Deutschen durchaus bewußt, als er sagte, jeder Deutsche müsse ständig ‚das Jüdische in uns‘ bekämpfen und vertreiben – was orgonomisch ausgedrückt hieße: ein echter Arier muß sich immer bewußt sein, daß er leicht vom ‚Jüdischen‘ (oder ‚sekundären Trieb‘) in sich selbst verführt werden kann.

Hitler bezieht sich hier offensichtlich auf den genialen Philosophen Otto Weininger, der in sehr jungen Jahren Selbstmord beging, weil er das ‚Jüdische‘ in sich nicht ertragen konnte, siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Weininger.

Und Hitler bezog sich auch auf den berühmten Ausspruch von Martin Luther (der streng antisemitisch war): ‚Indem ich mich des Juden erwehre, kämpfe ich für das Werk des Herrn‘, was bedeutet: ‚Indem ich mich des Judentums erwehre, kämpfe ich für das Werk Gottes‘. In orgonomische Begriffe übersetzt hieße das: ‚Im Kampf gegen (die Verführung durch) die teuflischen Nebentriebe kämpfe ich für die Genitalität, Gott, die Natur, die Gesundheit und das Orgon!‘

Dies alles zeigt zwei Dinge:

a) daß rechtsgerichtete Menschen tatsächlich mehr Kernkontakt haben als Marxisten oder moderne Liberale,

b) aber daß dieser Kernkontakt stark verzerrt ist. Und wegen dieser Verzerrung haben die Nazis ihre Naturwahrnehmung falsch etikettiert. Sekundäre Triebe wurden falsch benannt und fälschlicherweise echten jüdischen Menschen zugeschrieben und auf sie beschränkt. Die Wahrnehmung der Orgonenergie durch die Nazis führte zu grausamen KZ-Experimenten, und ihr Verständnis der Natur führte zu Rassismus (was ihr Verständnis der Biologie deutlich von dem der Orgonomie unterscheidet).

Aufgrund des oben gesagten wird klar, warum sich die Nazis so provoziert fühlten, als – nur wenige Wochen nachdem Hitler Kanzler geworden war – das Judentum 1933 seine Kriegserklärung an Deutschland abgab: [https://www.h-ref.de/feindbilder/juedische-kriegserklaerungen/daily-express.php PN]

Und 1945 betrachteten die Nazis den ‚Morgenthau-Plan‘, der die körperliche Kastration aller deutschen Männer vorsah, als den letzten Versuch der ‚teuflischen Juden‘, Gott und die Genitalität der Arier zu vernichten.“

Konia zu Mondrianus: „Ihr Kommentar zeigt deutlich, wie wichtig die Unterscheidung der drei Schichten der menschlichen bio-psychischen Struktur ist. Dies war einer von Reichs wichtigsten Beiträgen.“

HIV/AIDS und Corona/Covid-19

17. August 2021

Der ganze moralistische Ton, die Aufmachung der Kampagne, der zentral generierte Gruppendruck der AIDS-Kampagne der 1980er Jahre („Benutze ein Kondom!“) kehrt in der gegenwärtigen Corona-Impfkampagne zurück. Auch damals stand die Menschheit vor der Auslöschung,– wenn wir nicht alle Kondome benutzen!

Damals, nach 20 Jahren sexueller Befreiung durch die Pille, die endlich sorgenfreie Spontanität im intimen Umgang zwischen Männlein und Weiblein ermöglichte, setzte eine besonders von „Linken“ fanatisch forcierte Gegenreaktion ein, die aus dem Geschlechtsakt etwas inhärent Lebensgefährliches und für die Gemeinschaft Lebensfeindliches machte, den Akt auf eine streng geregelte klinische Verrichtung reduzierte (Aufstülpen, Rein, Raus, Entsorgen) und den Orgasmus fast verunmöglichte. Liebevoll streicheln mit Gummihandschuhen!

Heute wieder genau das gleiche: Seit etwa 20 Jahren sind alle Krankheiten besiegt. Wir haben wirklich alle Stoffe des Planeten auf ihre medikamentöse Wirksamkeit durchprobiert und dank MRT gibt es nichts Verborgenes mehr. (Der eine oder andere mit einer schrecklichen Krankheit wird jetzt empört sein, aber wir sprechen hier selbstverständlich nicht von Absolutheiten, sondern von dem was maximal in der mechanistischen Medizin erreichbar ist!) Die Menschen lebten noch nie gesünder, jede Generation erringt neue Altersrekorde – und die Pharmaindustrie steht vor dem Ruin. Deshalb sind Impfstoffe, die Gesunden verabreicht werden, der Markt der Zukunft.

Mit Covid wird wieder bei voller Fahrt die Handbremse gezogen: die Menschheit steht wieder vor dem Untergang! Nur diesmal sollen uns nicht glitschige Gummitüten retten, sondern die Spritze. Und wieder können sich die „Linken“ vor Begeisterung und Fanatismus gar nicht wieder einkriegen. Der gleiche geiferende „Zieh … über!“

Ging es vor vier Jahrzehnten um die Einschränkung der Sexualfunktion, ist heute die Arbeitsfunktion dran. Und genauso wie damals nichts, wirklich gar nichts stimmte, denn es war für einen Heterosexuellen faktisch unmöglich AIDS durch normalen Geschlechtsverkehr zu kriegen, stimmt heute nichts, wirklich gar nichts: außerhalb der Risikogruppen ist es fast unmöglich an Covid zu sterben, solange man so behandelt wird, wie bei jeder anderen Grippevariante auch!

Alles genauso wie damals. Statt die eine entscheidende Risikogruppe, die Homosexuellen (besonders die heimlichen Homosexuelle) mit dem Kondom zu retten, wurde genau die Gruppe belästigt, die das alles praktisch nichts anging: junge heterosexuelle Paare. Das war Emotionelle Pest pur: ein gigantischer Generalangriff auf die Genitalität und eine einzige Propaganda für die Homosexualität. Das ganze ist dann über die Jahre mehr oder weniger versandet und das Endresultat ist kurioserweise eine erschreckende Durchseuchung der sexuell aktiven Bevölkerung mit sexuell übertragbaren Krankheiten, u.a. weil sich dumme Nutten und ähnliche Menschen in ihrer AIDS-Panik irgendwelche Antibiotika einwarfen und so resistente Keimstämme züchteten.

Heute habe ich keine Angst vor den Ungeimpften, sondern vor den Geimpften, denn so sicher wie das Amen in der Kirche, werden die immer neue Generationen Krankheitserreger ausbrüten – gegen die wir uns ins alle Ewigkeit werden regelmäßig werden impfen lassen müssen. Und noch etwas: Ich persönlich habe von AIDS-Diagnosen gehört, die ich nie und nimmer glaube. Wer will schon wissen, auf was die entsprechenden Tests so alles ansprechen! Die Konsequenzen der positiven Tests waren jedenfalls lebenszerstörend. Urplötzlich ging es, ob der neuen vorgeblich „lebensrettenden“ Medikation, bergab und zwar rapide! Bei Covid haben wir eine ähnliche Situation. Patienten wurden sinnlos intubiert und die üblichen Medikamente für Lungenerkrankungen abgesetzt, da die in den aus dem Nichts instantan hervorgezogenen Covid-Leitlinien nicht vorgesehen sind.