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9 Antworten to “Orgasmusfunktion und Arbeitsdemokratie: 1. Wilhelm Reich, c. Reich, der Unzeitgemäße”
Völlig unzeitgemäß zu sein und sich damit ausgegrenzt zu fühlen, ist keine einfache Übung. Aber erst dann fällt es auf, wie abhängig wir vom „Zeitgeist“ und den gemachten Moden sind. Wir sind wie gesteuerte Roboter und glauben hipp und frei zu sein. Wir kaufen und tragen was „in“ zu sein scheint, wir wählen unsere Partner nach dem „gemachten“ Schönheitsideal, ohne zu fragen, was für eine Lusche wir da an der Hand haben. Hauptsache wir sind schick und in.
Uns einzugestehen, dass wir völlig verblödet sind, würde uns aber nie in den Sinn kommen. Wir doch nicht.
„Ich bin anders als die anderen, einzigartig like a Star …“ so heißt das alte Motto noch heute.
Artikel zur Rolle des Establishments bei der psychedleischen und sexuellen Revolution.
Auch Elemente wie das Propagieren von Pornografie, die Verehrung von Musikidolen und Feminismus werden angesprochen
Gnocticmedias Artikelreihe zu MK-Ultra und Gegenkultur ist insgesamt sehr informativ- und zeigt Zusammenhänge auf, die die journalistischen und historischen Standardarbeiten zu diesem Themenkomplex fast schon als Teil der Verschleierungs- und Ablenkunsstrategie erscheinen lassen…
“But many CIA agents in Saigon were my friends, and I considered them among the ablest Americans I had seen overseas or at home.”
The Making of a Quagmire,1965
„Die von der Libidotheorie abgehobene, for lack of a better term, „Kulturpsychoanalyse“ haßte er genauso wie den Kulturmarxismus, der sich von der Arbeitswertlehre gelöst hatte.“
Dazu Benjamin Kaiser (KULTURMARXISMUS, EINE IDEE VERGIFTET DIE WELT, Macht-steuert-Wissen Verlag, Mühlenbecker Land, 2019):
„Vom Klassenkampf zur sexuellen Revolution
Die »sexuelle Revolution« gilt in der offiziellen Geschichtserzählung als Glanzstück der 68er-Revolte. Dabei reichen ihre Wurzeln zurück bis weit in das Fin de Siede. Sie lassen sich in der Freiturner-Bewegung genauso auf spüren wie im nationalsozialistischen Körperkult. Das erste Mal im eigentlichen Sinne ausgerufen wurde sie 1936 durch den Psychoanalytiker Wilhelm Reich.
Wilhelm Reich war zwischen 1922 und 1928 Schüler Sigmund Freuds. Im Gegensatz zu Freud, der wie schon gesagt dem Kommunismus äußerst kritisch gegenüberstand, arbeitete Wilhelm Reich daran, die (anfänglich) ausschließlich auf die Sexualität fokussierte Trieblehre Freuds in das marxistische Gedankengebäude zu integrieren. Sie sollte so als »Freudomarxismus« dem Klassenkampf dienstbar gemacht werden. Wie viele Marxisten zeigte sich auch Wilhelm Reich darüber frustriert, dass die kommunistische Revolution in Deutschland und Westeuropa nach dem Ersten Weltkrieg gescheitert war. Seine Ursachenanalyse fiel jedoch originell aus: Für das Scheitern der kommunistischen Revolution war die angebliche Unterdrückung des Sexualtriebes verantwortlich:
»Was die Masse unfähig zur Freiheit macht, ist die Unterdrückung des genitalen Liebeslebens in Kindern, Heranwachsenden und Erwachsenen […] Sexuelle Unterdrückung ändert die Struktur des […] Individuums so, dass es gegen seine Interessen handelt.«
Die sexuelle Befreiung des Einzelnen wurde demnach als Voraussetzung für eine kommunistische Gesellschaft verstanden. Erst mit der »sexuellen Befreiung« wäre der Mensch reif für die kommunistische Revolution. Den »herrschenden Klassen« unterstellte er, mithilfe der Moral die Arbeiter sexuell zu unterdrücken und damit in einer Art Unmündigkeit zu halten. Hiergegen galt es aufzubegehren. Das Konzept der »sexuellen Befreiung« wurde somit erstmalig zum Teil eines revolutionären Programms, während die sexuelle Unterdrückung laut Reich zwangsläufig zum Faschismus führe. Wilhelm Reich galt unter den 68er-Studenten als Geheimtipp. Insbesondere für die neue antiautoritäre Pädagogik mit Programm punkten wie Gender Mainstreaming und sexuelle Vielfalt bildete Reichs »Freudomarxismus« die Grundlage. Da das Programm der sexuellen Revolution bei der älteren Generation auf Widerstand stieß, musste die Umsetzung bei den Kindern und Jugendlichen beginnen. Nur hier war laut Wilhelm Reich noch eine entsprechende Formbarkeit vorhanden.“ (S.57/58)
29. Dezember 2014 um 01:36 |
Völlig unzeitgemäß zu sein und sich damit ausgegrenzt zu fühlen, ist keine einfache Übung. Aber erst dann fällt es auf, wie abhängig wir vom „Zeitgeist“ und den gemachten Moden sind. Wir sind wie gesteuerte Roboter und glauben hipp und frei zu sein. Wir kaufen und tragen was „in“ zu sein scheint, wir wählen unsere Partner nach dem „gemachten“ Schönheitsideal, ohne zu fragen, was für eine Lusche wir da an der Hand haben. Hauptsache wir sind schick und in.
Uns einzugestehen, dass wir völlig verblödet sind, würde uns aber nie in den Sinn kommen. Wir doch nicht.
„Ich bin anders als die anderen, einzigartig like a Star …“ so heißt das alte Motto noch heute.
13. September 2017 um 21:47 |
„daß ausgerechnet Reich auch nur einen Funken Sympathie für die Hippies, Woodstock, das Swinging London oder ähnlichen Dreck gehegt hätte.“
Die dunkle Seite der Hippie-Bewegung: MK Ultra, Satanismus & LSD
https://www.oliverjanich.de/die-dunkle-seite-der-hippie-bewegung-mk-ultra-satanismus-lsd
13. September 2017 um 23:51 |
15. September 2017 um 01:23 |
https://www.nexus-magazin.de/artikel/lesen/love-peace-und-cia-die-seltsame-und-groesstenteils-wahre-geschichte-des-laurel-canyon-und-der-geburt-der-hippie-generation-teil-1?context=category&category=17
18. September 2017 um 19:30 |
Artikel zur Rolle des Establishments bei der psychedleischen und sexuellen Revolution.
Auch Elemente wie das Propagieren von Pornografie, die Verehrung von Musikidolen und Feminismus werden angesprochen
https://www.gnosticmedia.com/manufacturing-the-deadhead-a-product-of-social-engineering-by-joe-atwill-and-jan-irvin/
18. September 2017 um 21:31 |
20. September 2017 um 22:05 |
Gnocticmedias Artikelreihe zu MK-Ultra und Gegenkultur ist insgesamt sehr informativ- und zeigt Zusammenhänge auf, die die journalistischen und historischen Standardarbeiten zu diesem Themenkomplex fast schon als Teil der Verschleierungs- und Ablenkunsstrategie erscheinen lassen…
https://www.gnosticmedia.com/SpiesinAcademicClothing_MKULTRA
29. September 2017 um 18:33 |
Auch andere Zweige der Gegenkultur wie die Anti-Vietnam-Bewegung waren möglicherweise von der CIA indirekt beeinflusst
Daniel Ellsberg
https://www.counterpunch.org/2003/03/08/will-the-real-daniel-ellsberg-please-stand-up/
David Halberstam
“But many CIA agents in Saigon were my friends, and I considered them among the ablest Americans I had seen overseas or at home.”
The Making of a Quagmire,1965
11. Januar 2020 um 09:42 |
„Die von der Libidotheorie abgehobene, for lack of a better term, „Kulturpsychoanalyse“ haßte er genauso wie den Kulturmarxismus, der sich von der Arbeitswertlehre gelöst hatte.“
Dazu Benjamin Kaiser (KULTURMARXISMUS, EINE IDEE VERGIFTET DIE WELT, Macht-steuert-Wissen Verlag, Mühlenbecker Land, 2019):
„Vom Klassenkampf zur sexuellen Revolution
Die »sexuelle Revolution« gilt in der offiziellen Geschichtserzählung als Glanzstück der 68er-Revolte. Dabei reichen ihre Wurzeln zurück bis weit in das Fin de Siede. Sie lassen sich in der Freiturner-Bewegung genauso auf spüren wie im nationalsozialistischen Körperkult. Das erste Mal im eigentlichen Sinne ausgerufen wurde sie 1936 durch den Psychoanalytiker Wilhelm Reich.
Wilhelm Reich war zwischen 1922 und 1928 Schüler Sigmund Freuds. Im Gegensatz zu Freud, der wie schon gesagt dem Kommunismus äußerst kritisch gegenüberstand, arbeitete Wilhelm Reich daran, die (anfänglich) ausschließlich auf die Sexualität fokussierte Trieblehre Freuds in das marxistische Gedankengebäude zu integrieren. Sie sollte so als »Freudomarxismus« dem Klassenkampf dienstbar gemacht werden. Wie viele Marxisten zeigte sich auch Wilhelm Reich darüber frustriert, dass die kommunistische Revolution in Deutschland und Westeuropa nach dem Ersten Weltkrieg gescheitert war. Seine Ursachenanalyse fiel jedoch originell aus: Für das Scheitern der kommunistischen Revolution war die angebliche Unterdrückung des Sexualtriebes verantwortlich:
»Was die Masse unfähig zur Freiheit macht, ist die Unterdrückung des genitalen Liebeslebens in Kindern, Heranwachsenden und Erwachsenen […] Sexuelle Unterdrückung ändert die Struktur des […] Individuums so, dass es gegen seine Interessen handelt.«
Die sexuelle Befreiung des Einzelnen wurde demnach als Voraussetzung für eine kommunistische Gesellschaft verstanden. Erst mit der »sexuellen Befreiung« wäre der Mensch reif für die kommunistische Revolution. Den »herrschenden Klassen« unterstellte er, mithilfe der Moral die Arbeiter sexuell zu unterdrücken und damit in einer Art Unmündigkeit zu halten. Hiergegen galt es aufzubegehren. Das Konzept der »sexuellen Befreiung« wurde somit erstmalig zum Teil eines revolutionären Programms, während die sexuelle Unterdrückung laut Reich zwangsläufig zum Faschismus führe. Wilhelm Reich galt unter den 68er-Studenten als Geheimtipp. Insbesondere für die neue antiautoritäre Pädagogik mit Programm punkten wie Gender Mainstreaming und sexuelle Vielfalt bildete Reichs »Freudomarxismus« die Grundlage. Da das Programm der sexuellen Revolution bei der älteren Generation auf Widerstand stieß, musste die Umsetzung bei den Kindern und Jugendlichen beginnen. Nur hier war laut Wilhelm Reich noch eine entsprechende Formbarkeit vorhanden.“ (S.57/58)