Posts Tagged ‘Kalter Krieg’

Lincoln, Putin und Reich

21. April 2022

Der Krieg ist immer nah, wie auch in den letzten Jahren. Der Krieg ist eine Bedrohung dank der offiziellen formalen Art des Denkens und Handelns, während die wahren, tiefen Fragen des menschlichen Lebens im Hintergrund gehalten werden. (aus einem Brief von Wilhelm Reich an seinen Sohn Peter vom 22. Oktober 1957)

Einer der grausamsten Kriege, die jemals gefochten wurden, war der amerikanische Bürgerkrieg. Gleichzeitig ist er eines der wichtigsten Ereignisse in der Geschichte der Menschheit. Wichtiger als die amerikanische Revolution selbst! Worum ging es in diesem Krieg? Lincoln machte von Anfang an deutlich, daß es nur um eine einzige Frage ging: um den praktischen Beweis, daß Demokratien (und damals waren die USA so gut wie die einzige Demokratie auf dem Planeten!) überleben können und nicht von ihren inneren Zwistigkeiten über kurz oder lang zerrissen werden. Dabei darf nicht vergessen werden, daß die Südstaaten sich mit England verbündet hatten.

Die drei Weltkriege (den Kalten Krieg mit eingerechnet) waren sozusagen „Nachgefechte“ des Krieges, den Abraham Lincoln ausgefochten hatte. Wobei man über die Sinnhaftigkeit bzw. vollständige Sinnlosigkeit des Ersten Weltkrieges kaum streiten kann. Nur ein Beispiel: während in Deutschland vollkommene Rechtssicherheit herrschte, ist das Rechtssystem der USA bis heute eine vollständige Absurdität, wie man etwa an folgendem Beispiel sieht, wo der Richter eine groteske 60jährige Zuchthausstrafe für einen Kleinkriminellen aus einem sentimentalen Augenblicksgefühl in eine Bewährungsstrafe überführt:

Aber zurück zum Narrativ: …die aus dem Ersten Weltkrieg, nicht zuletzt durch den pestilenten Charakter Woodrow Wilson, hervorgegangenen Konflikte, die im Krieg gegen die Nationalsozialisten und im Kalten Krieg gegen die Kommunisten kulminierten, drehten sich letztendlich darum, ob die schwachen und zumindest territorial scheinbar hoffnungslos kleinen Demokratien gegen den (Neo-) Feudalismus bestand haben würden oder ob die Erde flächendeckend von diktatorischen Großmächten und morbiden Kleindiktaturen beherrscht werden würde.

Lincoln wird heute von rechten („libertären“) und linken („progressiven“) Kreisen gerne so dargestellt, als sei er der eigentliche Schurke gewesen. Er habe das Prinzip der Freiheit mit Füßen getreten, sei für zahllose Kriegsverbrechen verantwortlich zu machen und die Sache mit der Befreiung der Sklaven sei ohnehin eine nachträgliche Propagandalüge gewesen. Die gleichen Leute wenden sich heute gegen Amerika, das sich spätestens seit Beginn des „Krieges gegen den Terror“ der gleichen Verbrechen wie Lincoln schuldig mache: Guantanamo, die Allianz ausgerechnet mit Saudi Arabien und generell doppelte Standards, etc.

Hätte Lincoln großartig anders handeln können, als er es tat? Wie hätte er die Sezession bekämpfen sollen, wenn er nicht „diktatorisch“ für Einigkeit im eigenen Lager gesorgt hätte! Wie die Sache sich nun einmal darstellte, war der Krieg ein Angriffskrieg gegen die Südstaaten und wurde größtenteils auf deren Territorium ausgefochten, so daß ein unbeteiligter und uninformierter Beobachter, ein „Marsmensch“, „das Böse“ über kurz oder lang unzweifelhaft im Norden ausmachen hätte müssen! Hätte Lincoln den Krieg von Anfang an der Sklavenbefreiung gewidmet, hätten sich die sklavenhaltenden Grenzstaaten, die eher widerwillig der Union treu geblieben waren, umgehend der Konföderation angeschlossen – und der Krieg wäre verloren gewesen, bevor er überhaupt richtig angefangen hatte!

Genauso sieht es heute aus: Ein „Marsmensch“, der beispielsweise den Irak und Afghanistan in den letzten Jahrzehnten überflog, wird die USA in der Tat für „den großen Satan“ halten müssen, der über militärisch hoffnungslos unterlegene Völker herfällt. Und er wird sich über die abgrundtiefe Verlogenheit aufregen, wenn etwa Libyen im Namen der Freiheit bombardiert wird und gleichzeitig alles getan wird, um die Herrscher in Saudi Arabien und in den Golfstaaten an der Macht zu halten. Und ist es aktuell anders? Sind wir selbst nicht die „Marsmenschen“, wenn wir reflexhaft nur in Putins Rußland den Bösewicht sehen wollen, der ein (vergleichsweise) kleines Land vergewaltigt?

Man wird der Betrachtungsweise dieses fiktiven „Marsmenschen“ nicht einen gewissen kindlichen Charme absprechen können, aber sie ist genau das: kindisch. Oder wie Reich es ausgedrückt hätte: man muß die (erwachsene) Gegenwahrheit mit allen Mitteln gegen die (kindliche) Wahrheit verteidigen. Der „Marsmensch“ ist kindlich, weil er nicht die (zeitlichen) Zusammenhänge überblicken und die Folgen abschätzen kann.

Klar, Lincoln hätte die Sklavenbefreiung sofort auf seine Fahnen schreiben können, genauso wie die Vereinigten Staaten die Kontrolle über die größten Ölreserven des Planeten an Rußland und China übereignen und auch den letzten Moslem zu einem Todfeind der USA hätten machen können. Putin hätte zulassen können, daß die USA das gleiche Territorium beherrschen und militarisieren, das einst Hitler erobert hatte. Ja, in der kindischen Welt unserer rechten und linken „Marsmenschen“, die nicht ganz von dieser Welt sind…

Aber zurück zu Lincoln, der in seiner „Gettysburg Address” vom 19. November, 1863, eine der berühmtesten Reden der Geschichte überhaupt, sagte:

Vor siebenundvierzig Jahren haben unsere Väter auf diesem Kontinent eine neue Nation gegründet, die sich der Freiheit verschrieben hat und dem Grundsatz verpflichtet ist, daß alle Menschen gleich geschaffen sind.

Jetzt sind wir in einen großen Bürgerkrieg verwickelt, in dem getestet wird, ob diese Nation oder irgendeine Nation, die so konzipiert und so engagiert ist, lange bestehen kann. Wir befinden uns auf einem großen Schlachtfeld dieses Krieges. Wir sind gekommen, um einen Teil dieses Feldes als letzte Ruhestätte für diejenigen einzuweihen, die hier ihr Leben gaben, damit diese Nation leben kann. Es ist nur recht und billig, daß wir das tun.

Aber in einem umfassenderen Sinne können wir diesen Boden nicht einweihen – wir können ihn nicht weihen – wir können ihn nicht heiligen. Die tapferen Männer, lebende und tote, die hier gekämpft haben, haben ihn geweiht, weit über unsere armselige Macht hinaus, etwas hinzuzufügen oder wegzunehmen. Die Welt wird kaum zur Kenntnis nehmen und sich nicht lange an das erinnern, was wir hier sagen, aber sie kann niemals vergessen, was sie hier getan haben. Vielmehr ist es an uns Lebenden, uns hier dem unvollendeten Werk zu widmen, das sie, die hier gekämpft haben, bisher so edel vorangebracht haben. Es ist vielmehr an uns, uns hier der großen Aufgabe zu widmen, die noch vor uns liegt – daß wir von diesen verehrten Toten eine verstärkte Hingabe an die Sache übernehmen, für die sie das letzte volle Maß an Hingabe gegeben haben – daß wir hier absolut entschlossen sind, daß diese Toten nicht vergeblich gestorben sind – daß diese Nation unter Gott eine neue Geburt der Freiheit erleben wird – und daß die Regierung des Volkes, durch das Volk, für das Volk, nicht von der Erde verschwinden wird.

Problem ist, daß der neofeudalistische Abschaum heute Amerika und Europa regiert. Der Verrat fing bereits mit Lincolns Ermordung an, der mit seiner Versöhnungspolitik gegenüber dem Süden den Wirtschaftsbaronen des Nordens im Weg stand, die die Ressourcen des Südens wie eine Kolonialmacht auszubeuten gedachten. Von wegen Regierung des Volkes, durch das Volk, für das Volk“.

Das Projekt „USA“ vehement zu verteidigen, ist zweifellos im Sinne Reichs. Nicht zu bezweifeln ist aber auch, daß die Kritiker dessen, wofür der Name „Lincoln“ steht, in einem wohlverstandenen Sinne Recht haben. Das Problem ist, wie stets in solchen Fällen, daß sie nicht wissen in welchem Sinne sie Recht haben. Es geht darum, daß der Staat ab einer bestimmten Größe vom Diener der Gesellschaft zu einem Parasiten und Todfeind derselben wird. Ab einem gewissen Punkt geht es den regierenden Cliquen nur noch um den Staat selbst, losgelöst von seinen arbeitsdemokratischen Grundlagen.

Man nehme etwa die EU-Agrarpolitik (oder irgendeine andere „Politik“): die kann sich nur ein Geistesgestörter ausgedacht haben, der mit aller Gewalt unsere Umwelt, unsere Sozialstrukturen und Kulturen sowie unseren Geschmackssinn, unsere ganze Zukunft zerstören will. Vom Euro will ich gar nicht erst anfangen! Wer hat dem Staat das Recht gegeben, von uns Steuern einzuziehen, mit denen eine Bürokratie finanziert wird, die, während sie die Gesellschaft zerstört, nur sich selbst und z.B. der monopolistischen Strom- und Wasserwirtschaft, den Atom-, „Ökö“-, Chemie-, Agrar- und Pharmamultis dient. Wozu brauchen wir überhaupt ein gesetzgeberisches Parlament (gibt es denn nicht wahrhaftig genug Gesetze?), wozu eine Regierung, die doch sowieso nur das Aushängeschild der Bürokratie ist und wozu brauchen wir Bürokraten, wenn wir unsere Angelegenheiten selbst in die Hände nehmen? Es geht darum, daß wir unser eigenes Leben wieder in Besitz nehmen. Unser eigenes Land. Unseren eigenen Planeten.

Seit frühester Kindheit wurden wir von den Agenten der Parasiten freiheitsunfähig und verantwortungslos gemacht. Richtig abgerichtet lassen wir dann für die Illusion von „sozialer Sicherheit“ und Freiheit Untreuhänder unseres Eigentums an die Macht, die Anmaßung mit bürokratischer Unfähigkeit verbinden und alles daran setzen, unser heruntergewirtschaftetes Eigentum an den nächstbesten zu verschleudern. Daß wir von geistig nicht normalen, größenwahnsinnigen Menschen regiert werden, zeigen immer wieder sinnlose Prestige-Projekte und neuerdings die Reaktion auf den Ukraine-Krieg, bei dem „gut“ und „böse“ nicht so eindeutig verteilt sind – entsprechend dem angeschnittenen Themenkomplex „Lincoln“.

Es regiert die dummdreiste Gefühllosigkeit jener impotenten Männer, die nur die nekrophile Lust der Macht kennen, wie Reich es für das amerikanische Establishment in seiner Rede an den Kleinen Mann mit unerbittlicher Härte bloßgestellt hat:

Du [die USA unmittelbar nach dem Sieg über Deutschland] hast die Welt in deinen Händen gehabt, und am Ende hast du deine Atombombe über Hiroshima und Nagasaki abgeworfen (…) als Probe aufs Exempel! (…) Du hast deine ganze Klasse und Rasse mit dieser einen Bombe ins ewige, stumme Grab gebombt! Denn du hattest nicht die Menschlichkeit, die Männer und Frauen und Kinder und Mädchen und Jungen in Hiroshima und Nagasaki zu warnen! Du brachtest nicht die Größe auf, menschlich zu sein! (S. 96)

Deshalb werde die amerikanische Oberschicht zusammen mit ihren „idiotischen Generälen“ untergehen. Man schaue sich heute die verbrecherische und selbstzerstörerische Ukraine-Politik des Biden-Regimes an.

Das Militär besteht ohnehin aus zu groß geratenen Halbstarken. Jeder, der einmal als Ordonnanz dienen mußte, kennt diese unreifen Kindsköpfe Marke Dr. Uwe Barschel. Besonders deutlich wird der systematische Wahnsinn dieser Idioten in Ländern, die nicht so zusammengestaucht wurden wie Deutschland, z.B. Frankreich. Das Moruroa-Atoll wurde für die lächerlichen Großmachtambitionen kleiner Napoleons verseucht. Von den Sauereien in der ehemaligen Sowjetunion braucht man gar nicht erst reden. In den folgenden Jahrtausenden haben wir Zeit genug, uns mit den etwa 120 Tonnen Plutonium auseinanderzusetzen, die die Sowjets innerhalb von 40 Jahren unter katastrophalen Sicherheitsbedingungen erbrütet haben. In Dutzenden von meist sowjetischen Atomsonden kreisen aus Gewichtsgründen vollkommen ungeschützte 1500 Kilo Atommüll um die Erde. Seit 1945 gab es weltweit über 1200 Nuklear-Tests. Wozu?! In den USA gibt es Tausende von Quadratkilometern, die zu „national sacrificed zones“ erklärt wurden; Gebiete, die so radioaktiv verseucht sind, daß sie praktisch auf ewig abgesperrt und bewacht werden müssen. Der Atomkrieg hat bereits stattgefunden – und das eigene Land war das Ziel! (Ungefähr wie die heutigen sogenannten „Rußland-Sanktionen“, die uns schaden und sonst niemandem.)

Die Atomskandale in der USA (z.B. Hanford), der ehemaligen UdSSR und schließlich Japan zeigen, wie bestimmte Regierungskreise unter dem Deckmantel der nationalen Sicherheit (Kalter Krieg, Energieversorgung) sich zu einer regelrechten Mafia entwickelt haben. Nur im Krieg war ja z.B. auch der Holocaust möglich – man denke im Vergleich nur an die zeitgleiche Internierung von japanisch-stämmigen Amerikanern in den USA. Am Ende seiner Präsidentschaft warnte Eisenhower vor dem militärisch-industriellen Komplex, der sich jeder Kontrolle entziehe. Aktuell geht es um die Biolabore in der Ukraine, die der „böse“ Putin unschädlich macht…

Die Konföderierten-Flagge ist nicht in jedem Fall ein Symbol „des Bösen“, genausowenig wie die Flagge der Ukraine, die überall gehißt wird, zwangsläufig ein Symbol „des Guten“ ist. Das Wirkliche spielt sich im Hintergrund ab – die wirkliche Tragödie hat Reich im Motto dieses Artikels beschrieben.

Abschließende schaue man sich bitte diesen Film an! Einen fast identischen Film hätten im 19. Jahrhundert die Konföderierten machen können…

Wilhelm Reich und die Ukraine

1. April 2022

Reich wurde in einem Gebiet geboren und ist aufgewachsen, das heute zum westlichsten Teil der Ukraine gehört. Die Einzelheiten kann man auf der Website https://www.wilhelmrei.ch/ nachlesen.

Nach dem Ersten Weltkrieg stand das Deutsche Reich ständig am Rande des Bürgerkrieges, während sich die Sowjetunion aus einem blutigen Bürgerkrieg herausschälte. Man war alles andere als geborene Freunde, denn die Komintern tat alles, um einen blutigen Bürgerkrieg in Deutschland zu befeuern, und die Deutschen standen auf Seiten der Weißen; eine Unterstützung, die von den Sozialdemokraten bis zum rechten Rand des politischen Spektrums reichte. Außerdem hatten die Deutschen mit der Sowjetunion noch ein Hühnchen zu rupfen, denn die hatte alles getan, um ihren vertraglichen Verpflichtungen von Brest-Litowsk nicht nachzukommen, womit sie gewichtig zur wirklich „ungerechten“ deutschen Niederlage im Weltkrieg beigetragen hatte. Aber was mehr zählte als Ideologie und Gefühle war die geostrategische Lage der beiden Nationen, die zu diesem Zeitpunkt gemeinsam die absoluten Parias der Weltpolitik waren. Buchstäblich der Abschaum der damaligen Menschheit, sahen sich die Reichswehr (in Gestalt der Freikorps die Schlächter der Roten in Deutschland) und die Rote Armee (die Schlächter der Weißen in Rußland) gezwungen eng miteinander zu kooperieren. Die Russen profitierten von der Expertise und Technik der Deutschen, während die Deutschen in den Weiten Rußlands frei von der Kontrolle der Entente Manöver abhalten und sogar Waffen produzieren und testen konnten.

Die Periode der Unsicherheit endete in beiden Ländern etwa 1923. In diesem Jahr scheiterte Hitlers Marsch nach Berlin, er kam in Haft und wurde dort über Rudolf Heß mit den Ideen Karl Haushofers, Professor für Geopolitik, bekannt gemacht: die Zukunft Deutschlands läge in den unermeßlichen Weiten Eurasiens („Lebensraum im Osten“). Nach der Machtergreifung Hitlers 10 Jahre später wurde die bereits auslaufende Zusammenarbeit mit der Roten Armee aus ideologischen Gründen endgültig gestoppt und Hitler bereitete sich auf einen kolonialen Eroberungskrieg gegen „die Slawen“ vor. Dieser begann denn auch nach einem genauso kurzen wie absurden Intermezzo: der Renaissance der deutsch-sowjetischen Freundschaft im Hitler-Stalin-Pakt. Im Gegensatz zu seinen Generälen, die auf das Machtzentrum Moskau konzentriert waren, richtete sich Hitlers eigentliches Augenmerk auf die Ukraine als Kornkammer und in jeder Hinsicht „westlichster“ Teil der Sowjetunion. Tatsächlich stand diese dank des Verlustes der Ukraine knapp vor dem Kollaps, vor dem sie nur die Unterstützung durch die USA gerettet hat.

Nach dem Krieg taten die USA alles, um eine Allianz zwischen Bonn bzw. Berlin und der Sowjetunion bzw. Rußland zu verhindern. Das war natürlich anfangs alles durch Kommunismus und Kalten Krieg überlagert, tritt aber jetzt aktuell klarer denn je zutage. Biden riskiert eher einen Dritten Weltkrieg, wieder mit Deutschland im Zentrum, als es zuzulassen, daß ein neues Machtzentrum entsteht: Deutschland und seine Expertise in enger Allianz mit Rußland, d.h. mit freiem Zugriff auf die unendlichen Weiten Nord- und Zentraleurasiens.

Dieser geopolitische Zentralkonflikt des Planeten hat Reichs Leben bestimmt. Man denke nur an das Berlin Anfang der 1930er Jahre. Nachdem sich Moskau mit dem endgültigen Sieg Stalins über Trotzki als Zentrum des Weltkommunismus fest etabliert hatte, war es nicht im Interesse der KPdSU, daß die Kommunisten in Berlin an die Macht kamen. Alles wurde getan, um einen Erfolg der KPD unmöglich zu machen, denn über kurz oder lang wäre die Führungsrolle von Moskau und den Russen nach Berlin und den Deutschen übergegangen. Hingegen bot ein Hitler an der Macht Stalin die Möglichkeit schließlich ganz Europa mit der Roten Armee von der „faschistischen Barbarei“ zu befreien, d.h. im Endeffekt ein großrussisches Reich zu errichten.

Das oben Umrissene ist m.E. der „materialistische“ Kern der gegenwärtigen Ukraine-Krise. Es geht um materielle Interessen. Das Fressen steht immer am Anfang, vor jedweder Ideologie, jeder Sexualität, etc. Reichs Entdeckung war, daß die in den Massen Struktur gewordene Sexualunterdrückung das Unmögliche schafft, nämlich, daß diese schließlich gegen ihre eigenen Interessen, letztendlich gegen ihre „Freßinteressen“ handeln und den Stalins und Hitlers dieser Welt die Macht über sich geben. Das sieht man sehr schön an den heutigen seelenverkrüppelten Deutschen, die in ihrer überwiegenden Mehrheit sich gegen Putin und Rußland mobilisieren lassen und für einen durch und durch korrupten Mafiastaat wie die Ukraine BUCHSTÄBLICH hungern und frieren wollen, statt im Verein mit Rußland und mit dem Goldrubel in eine sichere, satte und warme Zukunft voranzuschreiten.

Und Gemach, ich mache mir über Putins Charakter und den russischen Faschismus keinerlei Illusionen, auch nicht über die „saharasische“ Natur von „Rußland an sich“. Aber ich will nicht „die Welt retten“, sondern frage mich, was im DEUTSCHEN Interesse ist. Was jedenfalls nicht im deutschen Interesse ist, ist die Aufnahme von Millionen von Afroukrainern und die weitere Zersetzung der Reste der deutschen Kultur durch die politisch korrekte trans Jaucheflut aus dem Westen.

Die innere Dynamik der antiautoritären Gesellschaft (Teil 1)

14. März 2022

Wilhelm Reich, Elsworth F. Baker und Charles Konia zufolge wird die gesellschaftliche Dynamik durch die soziopolitischen Charakterstrukturen der Gesellschaftsglieder bestimmt. Das sieht man beispielsweise im Verhältnis der Deutschen zu Rußland. Als dort der antiautoritäre (antikapitalistische) Rote Faschismus herrschte, ich spreche von den 1980er Jahren, drehte sich in unserem Land alles um Abrüstung und „Lieber rot als tot!“. Wer von russischen Einflußagenten, etwa die Kampagne des Stern gegen Solschenizyn sprach, wurde bestenfalls mitleidig belächelt. Jetzt, wo in Rußland ein rechtskonservatives bis reaktionäres, also autoritäres Regime herrscht und etwa Solschenizyn kurz vor seinem Tod Putin ausdrücklich seinen Segen gab, mutieren die Grünen zu haßerfüllten Kriegstreibern, schlimmer als es der fanatischste Kalte Krieger jemals war. Der Schrecken eines Atomkrieges wird systematisch verdrängt.

Eines der Hauptmerkmale der antiautoritären Gesellschaft ist die Verlagerung von der lokalen Autorität zu einer zentralen. Die Linke haßt die Honoratioren, die im alten Deutschland vom berüchtigten „Stammtisch“ zur Kommunal-, Länder- und schließlich Bundespolitik ihre Herrschaft als „alte weißen Männer“, d.h. die Herrschaft des verhaßten Familienoberhauptes ausübten. Stattdessen wird immer mehr nach „bundeseinheitlichen (bzw. europaweiten) Richtlinien“ gerufen, die, wie im Roten Faschismus üblich, den Kommissaren das „Durchregieren von oben“ ermöglichen. Die lokalen Machtstrukturen sind nur noch dazu da, „die Parteilinie“ durchzusetzen. Am Ende steht eine Weltregierung, der Traum jedes wahren Linken.

Sowohl die autoritäre als auch die antiautoritäre Gesellschaft beruht auf Sexualunterdrückung. Der Unterschied liegt darin, daß im alten Deutschland Genitalität (also die Einheit von Liebe und Sex) zumindest teilweise toleriert wurde, solange die geschlechtliche Umarmung mit dem göttlichen Auftrag des „Mehret euch!“ jedenfalls prinzipiell „gerechtfertigt“ werden konnte. Heute hingegen richtet sich der Haß explizit auf die „binäre“ Genitalität. Frauen können einen Penis haben und auch Männer können menstruieren!

Die antiautoritäre Gesellschaft ist davon gekennzeichnet, daß keine Spannung mehr ausgehalten wird und das nicht nur im Geschlechtlichen. Es ist praktisch unmöglich noch Geschäfte zu machen, weil niemand sich mehr an Absprachen hält, sich auch nur an diese erinnert, d.h. das Zeitfenster, in dem man sich zu engagieren traut, wird immer enger. Rechnungen verschicken und „eintreiben“ wird zunehmend zu einem Alptraum. Das kann man auf die gesamte Wirtschaft extrapolieren, die nichts anderes ist als ein System der Kreditvergabe. Im Kern geht es um die Herstellung und Aufrechterhaltung von bioenergetischer Spannung, Aber genau diese kann der Linke von seinem Charakter her nicht ertragen, dreht sich doch bei ihm alles um Entladung und Entspannung. Er will das Leben genießen, ohne dafür etwas zu tun! Oder, um mit Margaret Thatcher zu reden: der Sozialismus endet, wenn das Geld, das andere erwirtschaftet haben, aufgebraucht ist.

Paul Mathews: Über den Terrorismus

15. März 2020

 

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Über den Terrorismus

 

Paul Mathews: Das Weltgeschehen, die Medien und Modju

28. Dezember 2019

 

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Paul Mathews: Reich und Solschenizyn gegen den Roten Faschismus

20. November 2019

 

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Über den Terrorismus (Teil 4)

16. Oktober 2019

 

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Das Weltgeschehen, die Medien und Modju (Teil 5)

13. August 2019

 

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Der biologische Rechenfehler und die gegenwärtigen Probleme des Menschen

19. Mai 2019

 

Paul Mathews:
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Paul Mathews: Eine funktionelle Auffassung des modernen liberalen Charakters

22. März 2019

 

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