Mona Lisa, der weibliche Christus

Wen stellt die Frau „Mona Lisa“ dar? Was ist die Geschichte hinter diesem seltsamen Gesichtsausdruck? Warum hatte dieses Bildnis so eine Bedeutung für Leonardo da Vinci und warum fasziniert es seitdem praktisch die gesamte Menschheit? Warum stellt es vielleicht das kostbarste Objekt dar, das es auf diesem Planeten gibt? Es gibt niemanden, der von diesem Gemälde nicht auf eine schwer definierbare Weise angerührt wird.

Die mystische Psychoanalyse und die mechanistische Psychologie haben mit ihren „Analysen“ alles getan, um die Lösung des Geheimnisses zu hintertreiben. Freud faselte irgendwas von Leonardos Homosexualität. Das Bild aktiviert unsere „Komplexe“! Reine Spekulation bzw. „Spekuliererei“, deren einzige Funktion es ist, Energie im Gehirn zu binden und jede tiefergehende emotionale Erregung zu hintertreiben. Wenig besser sind die Analysen der akademischen Psychologie, die die Wirkung des Bildes auf Leonardos Manipulationskunst reduzieren. Die verschwommenen Konturen des Mundes, passen nicht zur gestochen scharf gemalten Augenpartie, so daß der Blick immer auf und abwandert, ohne je zu einem schlüssigen Gesamtbild zu kommen.

Tatsächlich verdankt das Bild seine bezwingende Kraft dem Umstand, daß hier Leonardo (den Reich nicht von ungefähr in die Bibliographie seines Christusmord aufnahm) die weibliche Form der zentralen Menschheitstragödie dargestellt hat: die weibliche („matriarchale“) Version von Christus. Gewisserweise ist es das heiligste Bild der Menschheit. Der „Marienmord“.

Die Frau heißt, dem italienischen Forscher Roberto Zapperi zufolge, Pacifica Brandani. Sie war eine der zahlreichen Mätressen von Giuliano de‘ Medici, einem Bruder von Papst Leo X. Sie starb nach der Geburt eines von Giulianos Söhnen. Selbst schwerkrank reiste der erschütterte Giuliano sofort zu ihr, als er erfuhr, daß sie im Sterben lag. Später fragte sein Sohn Ippolito ständig nach seiner Mutter, so daß der Medici, der seine Mätresse wirklich geliebt hatte und von ihrem Schicksal zutiefst bewegt war, Leonardo den Auftrag erteilte für seinen Sohn ein Bildnis von dessen toter Mutter zu malen. Leonardo beschließt, der Porträtierten ein melancholisches Lächeln zu verleihen. Es ist das Lächeln einer Frau, die ihr Leben dafür gegeben hat, der Welt ein neues zu schenken.

Ohne daß über 500 Jahre hinweg irgendjemand wußte, wen und was Leonardo dargestellt hatte, haben die Betrachter doch beim Anblick des Bildes Leonardos innere Ergriffenheit nachvollzogen. Gespürt, daß das Heiligste vom Heiligen gegenwärtig ist.

Es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben für seine Freunde hingibt. (Johannes 15,13)

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8 Antworten to “Mona Lisa, der weibliche Christus”

  1. David Says:

    Wieder andere spekulieren, es handele sich bei Mona Lisa imgrunde um ein Selbstporträt Leonardos. Ob da wohl was dran ist?

    • Peter Nasselstein Says:

      Es wurde sogar schon behauptet, das Turiner Grabtuch wäre eine Sache, die von Leonardo hergestellt und ihn selbst porträtieren würde.

      • Frank Says:

        Wie ist Deine Meinung, Peter, zum Grabtuch?
        Wenn, laut meiner Buchempfehlung Uwe Topper, die Geschichtsdatierung sehr falsch sein sollte, könnte Jesus wirklich erst im 14. Jh. gestorben sein = die Radiokohlenstoffdatierungen.

        • Peter Nasselstein Says:

          Naja, die Datierung wird ja in Zweifel gezogen. Verwirrend sind die langen Haare. Undenkbar in der Antike. Andererseits: Sekte der „Nazarener“? Könige („Nachfahre Davids“) hatten langes bis sehr langes Haar. Who knows.

  2. Peter Nasselstein Says:

  3. Peter Nasselstein Says:

    Die schizoide Kreatur, die dieses Land regiert, stellt uns auf die Seite der Christusmörder; http://www.n-tv.de/politik/politik_person_der_woche/Erdogans-kriegsluesterner-Doppelgaenger-article17391531.html

    Zwischen Rußland und der Türkei könnte durchaus der Dritte Weltkrieg ausbrechen! Das 20. Jahrhundert wiederholt sich mit kleinen Variationen…

  4. Peter Nasselstein Says:

    Die moderne Kunst ist nichts weiter als DRECK:

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