Posts Tagged ‘Psychoanalyse’

Orgonometrie (Teil 3): Kapitel 11

21. März 2019

orgonometrieteil12

11. Verhalten und Handlung

Der Ödipus-Komplex und die Reichianer

8. März 2019

Elsworth F. Baker zufolge gibt es zwei Arten von Menschen: diejenigen, die frei sind vom Ödipus-Komplex, und diejenigen, deren gesamte Existenz von ihm geprägt ist. Zu den ersteren gehören jene, die die genitale (bzw. phallische) Phase nicht durchgemacht haben und die deshalb weitgehend lebensunfähig sind („orale Charaktere“), und jene, die unergründlicherweise die genitale Libidophase unter den heutigen gesellschaftlichen Bedingungen unbeschadet durchstanden haben und entsprechend gesunde genitale Charaktere sind. Zur zweiten Gruppe gehören effektiv fast 100% der Bevölkerung! Entsprechend beherrscht der Ödipus-Komplex wirklich alles.

Nach Baker gibt es zwei Möglichkeiten, wie der Neurotiker den Ödipus-Komplex bewältigt: entweder tritt er in offene Konkurrenz zum Vater bzw. zur „Vater-Imago“ (das konservative Syndrom) oder er rebelliert gegen ihn auf subversive Weise (das liberale, „linke“ Syndrom). Diese beiden Bewältigungsformen des Ödipus-Komplexes bzw. deren Widerstreit bestimmt unser gesamtes politisches und gesellschaftliches Leben. Das zeigt sich besonders schön am „Reichianismus“ selbst.

Beispiel Amerika: dort besteht, wie zuvor in der Psychoanalyse und im Marxismus, ein Gutteil der „Reich-Anhänger“ aus „Juden“. Davon leidet wiederum ein Großteil unter dem „liberalen“ Bewältigungsmodus des Ödipus-Komplexes. Obwohl sie ganz offensichtlich nichts mit dem Judentum verbindet, kehren sie dieses plakativ nach außen, weil sie, fast durchweg der Oberschicht entstammend oder zumindest aktuell dazugehörend, sich in der Rolle des „Opfers“ gefallen – des Opfers im ödipalen Drama, das gegen den Vater rebelliert. Entsprechend ist die „Israel-Kritik“ ihr großes Thema. Ganz offen betreiben sie Boykotthetze gegen Israel, solidarisieren sich mit den „Palästinensern“ (fast durchweg Hitler-Verehrer!) und stellen Israel als DIE Bedrohung des Weltfriedens hin. Unter keinen Umständen wollen sie angesichts des so „unjüdischen“ Judenstaates Israel ihres Opferstatus verlustig werden und vor allem leben sie die Rebellion gegen das Vater-Imago aus.

Das zeigt sich auch in ihrer Haltung zu Amerika: auf der einen Seite können sie sich gar nicht wieder einkriegen in ihrem Haß gegen Trump, weil der (warum auch immer) den amerikanischen Traum und die amerikanische Demokratie zerstöre – und auf der anderen Seite delegitimieren sie die Vereinigten Staaten erbarmungslos. Der aufgeblasene Militärhaushalt, die Erinnerung an Vietnam, die Sklaverei, die Indianerkriege, etc.pp. Selbst die Gründung der USA sei eine einzige Lüge, da die Engländer die Steuern nur erhoben, weil sie bei der Verteidigung der Kolonisten gegen die Franzosen und deren indianische Verbündete sich finanziell verausgabt haben und im Westen aufwendige Militärposten ausrechterhalten mußten, um die Indianer vor den nach Westen drängenden weißen Siedlern zu schützen. Sie lassen kein gutes Haar an ihrem eigenen Land. Das nennt man Subversion! IN IHREN AUGEN WÄRE ES BESSER, WENN ES DIE USA GAR NICHT GEBEN WÜRDE. Das gleiche gilt für Israel, das sie offensichtlich ausradiert sehen wollen. Der Ödipus-Komplex ist derartig wirksam, daß sie selbst einen zweiten Holocaust freudig beklatschen würden!

Diese Geistesart prägt weltweit (wenn natürlich auch jeweils unter anderen Vorzeichen!) den gesamten „Reichianismus“, dem so gut wie ausschließlich Linke angehören. Man vertue sich nicht: diese Leute werden erst Ruhe geben, wenn das Erbe Reichs endgültig vernichtet und die Orgonomie endgültig zerstört ist. Man mache doch bitte mal die Augen auf! Diese linken Charaktere haben es geschafft ein Land wie Schweden, ein Paradies auf Erden ohne wirklich tiefgehende Probleme, in eine veritable Hölle zu verwandeln und dem sicheren Untergang auszuliefern. DEN GESAMTEN WESTEN HABEN SIE ZERSTÖRT. Und genau das gleiche machen sie mit der Orgonomie in ihrer nunmehr viele Jahrzehnte andauernden Verschwörung gegen Wilhelm Reich und das American College of Orgonomy. Belege finden sich u.a. in meinen „Besprechungen Reichianischer Bücher“ hier, hier und hier.

Orgonometrie (Teil 3): Kapitel 8

7. März 2019

orgonometrieteil12

8. Wenn sich die Natur gegen sich selbst richtet

Orgonometrie (Teil 3): Kapitel 5

12. Februar 2019

orgonometrieteil12

5. Reichs Selbstverständnis als Naturwissenschaftler

Orgonometrie (Teil 3): Kapitel 4

10. Februar 2019

orgonometrieteil12

4. Zur orgonomischen bio-psychiatrischen Charakterdiagnostik

Orgonometrie (Teil 3): Kapitel 2

8. Januar 2019

orgonometrieteil12

2. Modell, Funktionsschema, orgonometrische Gleichung

Chronik der Orgonomie (Teil 1)

7. Januar 2019

ChronikderOrgonomie

Ich habe den ersten Teil meiner 414seitigen Reich-Biographie überarbeitet:

CHRONIK DER ORGONOMIE 1897-1939

Peter im Reich der nichtlokalen gleichzeitigen Wirkung (Teil 2)

21. November 2018

Ich habe im ersten Teil bewußt Zappa gewählt, da der sich während seiner gesamten Karriere mit diesem Funktionsbereich beschäftigt hat und beispielsweise sich überlegt hat, was passieren würde, wenn man den horizontalen Verlauf einer Symphonie nimmt und das ganze „senkrecht hinstellt“. Natürlich könnte ich auch auf Karlheinz Stockhausen und auf psychedelische Musik verweisen, etwa auf Future Games von Spirit – das beste Popalbum aller Zeiten:

…aber das Schöne an Zappa ist, daß er jeder Form von Mystizismus, Spökenkiekerei (inklusive der Psychoanalyse!) und Drogen radikal ablehnend gegenüberstand und entsprechend den Bereich der GLEICHZEITIG VORLIEGENDEN WIRKUNG ideologisch und pathologisch unbelastet „erforschen“ konnte.

Mystizismus, Spökenkiekerei, Psychoanalyse, Drogen – wir sind beim todfeindlichen Gegenteil der Orgonomie. Man kann durchaus sagen, daß die Angriffe stets von Gruppen stammten, die (wenn auch auf extrem verzerrte Weise) ihre Wurzeln im Funktionsbereich der GLEICHZEITIG VORLIEGENDEN WIRKUNG haben. Das trifft sogar auf den Marxismus und seine heutigen Wurmfortsätze zu, denn dessen gesamtes System beruht auf Voraussetzungen, die im Funktionsbereich der BEWEGUNG keinerlei Sinn machen. Ich spreche von der Arbeits- und der daraus unmittelbar abgeleiteten Mehrwerttheorie. Die investierte durchschnittliche gesellschaftliche Arbeitszeit bestimmt den Wert der Waren… Es ist kein Zufall, daß man diese Theorie mit normalen Worten und Sätzen gar nicht erklären kann! Es klingt alles so verquast, weil es tatsächlich vollständig verquast ist. Marxisten flüchten dann immer in die Phrase von der „Dialektik“ (von der sie null Ahnung haben!), tatsächlich geht es aber darum, daß der Bereich der Produzenten und der der Konsumenten durch die Funktionen ERSTRAHLUNG, ANZIEHUNG und die sie beide umfassende Funktion GLEICHZEITIG VORLIEGENDE WIRKUNG miteinander verknüpft sind. Genauso wie etwa eine Galaxie als Ganzes ist auch die Wirtschaft nicht nur ein Geflecht von „horizontalen“ BEWEGUNGEN, sondern sie ist – sie ist sozusagen „vertikal“, wie die Symphonie in Zappas Imagination.

Wilhelm Reich, Reichist

23. Oktober 2018

Doktrinen wie der Marxismus und die Psychoanalyse, die in der Rückschau die gesamte Aufmerksamkeit okkupieren, waren in Wirklichkeit zu ihrer Zeit nur Teil von, nur jeweils ein Ausdruck unter vielen von entsprechenden umfassenden Bewegungen. Bei beiden waren es zwei Reaktionen auf den Kapitalismus: beim Marxismus war es die „soziale Bewegung“ und bei der Psychoanalyse die, wenn man so will, „surrealistische Bewegung“. Die erstere wehrte sich gegen die Zerstörung der alten Sozialstrukturen durch den Druck der kapitalistischen Rationalisierung, die letztere gegen die entsprechende Okkupation des Innenlebens. Reichs Sexualökonomie war Teil der umfassenden „Mentalhygiene-Bewegung“ der Zwanziger Jahre, die im Lichte der modernen Medizin das antike Ideal eines gesunden Geistes in einem gesunden Körper wiederbeleben wollte und zwar für die Massen der arbeitenden Bevölkerung. Ähnliches läßt sich über die Orgonomie sagen. Die entsprechende umfassende Bewegung wird anhand des „Reichianismus“ evident.

Die Orgonomie ist Teil jener „Wellness-Bewegung“, die seit vielen Jahrzehnten in Frauenzeitschriften evident wird, Yoga, Tai-Chi, Thai-Massage, Feldenkrais, Alexander-Methode, etc. Nicht zuletzt aber die schier unzähligen „neo-Reichianischen“ Therapien. Reich war sich dieses Zusammenhangs durchaus bewußt.

Myron Sharaf zeigte Reich einmal einen Artikel aus dem Magazin Look, in dem Übungen zur Lockerung von Körperverspannungen vorgestellt wurden, die jetzt durch Esalen und andere Encounter-Schauplätze populär werden. „Ich war wütend“, schrieb Shraf, „weil die Übungen oberflächlich wirkten und weil seine [Reichs] eigene tiefere Arbeit nicht erwähnt wurde. Aber zu meiner Überraschung lächelte Reich in einer wohlwollenden Weise und sagte, solche Bemühungen seien gut, sie gehörten zu einer allgemeinen kulturellen ‚Aufweichung‘, die den Weg für ein tieferes Gewahrsein bereite.“ Zu anderen Zeiten kritisierte Reich derartige Entwicklungen scharf. (David Boadella: Editorial zu Energy and Character, Vol. 3, No. 1, Jan. 1972, S. ii)

Der verdrängte Christus: 24. Freuds Christusmord

19. September 2018

Ein neuer Artikel auf http://www.orgonomie.net:

DER VERDRÄNGTE CHRISTUS:

24. Freuds Christusmord