Mildred Brady nach Reich

Reich hatte die Einsicht, daß er scheitern mußte und es gut war, daß er gescheitert ist, weil sein Triumph den endgültigen Untergang der gepanzerten Gesellschaft eingeleitet hätte. Siehe Christusmord.

Tatsächlich hat kurz nach seinem Tode, spätestens 1960, der „Weltuntergang“ seinen Anfang genommen. Charles Konia beschreibt das lang und breit auf seinem Blog. Es geht um die Transformation einer durch und durch gepanzerten autoritären Gesellschaft in eine deutlich weniger gepanzerte anti-autoritäre Gesellschaft, bei der sich die Blockierung immer mehr auf das okulare Segment verlagert. Resultat ist eine zunehmende Instabilität und Kontaktlosigkeit, die früher oder später zum kompletten Kollaps der Zivilisation führen wird.

Geschmackloserweise feiern „Reichianer“ in ihren Büchern und Filmen Reich als Propheten all dessen, was in den 60 Jahren nach seinem Tod kommen sollte. Damit spielen sie den konservativen Feinden der Orgonomie unmittelbar in die Hand. Funktionell betrachtet sind diese „Reichianer“ durchweg „Mildred Bradys“. Mögen sie zur Hölle fahren!

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5 Antworten to “Mildred Brady nach Reich”

  1. Robert (Berlin) Says:

    „Geschmackloserweise feiern „Reichianer“ in ihren Büchern und Filmen Reich als Propheten all dessen, was in den 60 Jahren nach seinem Tod kommen sollte.“

    Die Fragestellung ist nicht ganz unbegründet, wie ich des Öfteren hinwies. Reich hat m. E. durchaus ungewollt die antiautoritäre Revolte mitbegründet, weil er durch seine Schriften die Panzerung mit zerstört hat, so dass Zügellosigkeit und Pornographie, also sekundäre Triebe, die Oberhand gewannen. Er hat erst im „Christusmord“ angefangen zu begreifen, was eine eruptive Auflösung der Panzerung bedeutet.

  2. Peter Nasselstein Says:

    Es hat sich NICHTS seit 1947 geändert:

    „According to a 1947 New Republic article about the cult of Dr. Reich, he would manually stimulate orgasms for his patients in a bid to relieve their tension (among many other troubling practices).

    In order to continue this practice, Reich constructed human-sized boxes made of organic and inorganic materials layered on top of one another. As well as helping participants achieve prime sexual awakening he also claimed that if a patient sat in one of his boxes (naked, of course) that their tumours would shrink and their cancer would disappear.“

    https://www.mamamia.com.au/kylie-jenner-instagram-sex/

    • Robert (Berlin) Says:

      Mich wundert, dass sie ausgerechnet den Brady-Artikel, noch aus dieser dubiosen Quelle, genommen hat. Bradys Pamphlet und Orgonit-Pyramiden – da wächst zusammen, was zusammen gehört.

    • Peter Nasselstein Says:

      Es wird noch schmieriger, denn ich habe die Info von James DeMeos Facebook-Seite und da kommentiert vollkommen zusammenhanglos:

      Eman DiPasquale: Reich said they would wear orgone blue gowns and charge hundreds to sit in orgone boxes and hundreds for therapy. Princeton. It started 20 years ago.

      Eman DiPasquale: They are into money. Princeton people etc. Reich predicted money hunger and distortions James.

      „Princeton“ ist natürlich das ACO. Ansonsten Lügen – gefährliche Lügen. Diese „Freunde der Orgonomie“ wollen wohl die FDA auf das College aufmerksam machen! (Kein Orgonom verlangt Geld für die ORAC-Benutzung nd die Orgontherapie-Preise richten sich nach der amerikanischen Entsprechung der GOÄ. Und das mit den blauen Akademiker-Roben, die es unter Baker gab: das ACO ist ein COLLEGE!!!

  3. claus Says:

    „‚Grande Dame‘ – Großartiges Konzert!
    Unverändert, wunderbare Stimme!“

    Vielleicht ein bisschen weit ab vom Thema – doch es ist hier wie sonst selten ab und zu betont worden, wie sich Linke durch ein stereotypes Konservieren von Helden, Ästhetik und Slogans auszeichnet. Man nennt das „Ikonen“. Mich interessiert das zurzeit im Kontext eines Dialektikverständnisses.
    Ein Beispiel für dieses Einfrieren von Liebgewonnenen bis zur völligen Erstarrung ist, wenn Leute den Gesang ihrer Pophelden für ‚unverändert‘ halten. Man höre sich das an: youtube.com/watch?v=m4vYTQ0q3Ho
    Popmusik: eingefrorene Erinnerungsästhetik.

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