Über Panzerung, Krieg und Frieden* (Teil 1)

von Paul Mathews, M.A.**

Das Problem des Krieges hat die Menschheit im Laufe der Geschichte heimgesucht. Krieg im Sinne von Massen von Individuen, die sich im Kampf auf Leben und Tod gegenüberstehen, entstand wahrscheinlich mit den ersten menschlichen Gemeinschaften, in denen die bloße Familienidentifikation zum Clan, Stamm und Dorf erweitert wurde. In der mesolithischen Periode (8000 v. Chr. – 4000 v. Chr.) wurden bessere Werkzeuge und Waffen entwickelt, was zu Überschüssen an Nahrungsmitteln, Werkzeugen und Schmuck führte. Dies wiederum führte zum Handel mit anderen Gemeinden und Dörfern. Hayes und Hanscom erklären (4): „Zur Verteidigung seines eigenen Besitzes lernte der Mensch Befestigungen anzulegen und bei Angriffen auf die Dörfer seiner Nachbarn verbesserte er seine Kampfmittel und -techniken.“ Das Wachstum von Städten, Staaten und Nationen produzierte Kriegerklassen, deren Funktion sowohl defensiv als auch aggressiv war, abhängig von den Erfordernissen, die mit ihren Loyalitäten und ihren persönlichen Ambitionen verbunden waren. Schließlich ermöglichte die industrielle Revolution eine Technologie, die immer umfangreichere und zerstörerische Kriege mit zunehmender Entpersönlichung hervorbrachte. In diesem Zusammenhang kann die moderne Guerillakriegsführung, abgesehen von ihren psychologischen strategischen Vorteilen, als ein Versuch weniger entwickelter Kräfte angesehen werden, den verheerenden Folgen einer hochentwickelten, technologischen Kriegführung auszuweichen.

In der Frühzeit erfüllten die Kämpfe zwischen einzelnen Männern und Stämmen eher die Kriterien des althergebrachten Totschlags (4). Das heißt, Töten und Krieg wurden von den unmittelbarsten und lebenswichtigsten Anforderungen des Überlebens motiviert. Die Entwicklung von höher entwickelten Mustern des Handelsverkehrs und der menschlichen Organisation fiel mit einer größeren Komplexität von Motivation und Verhalten zusammen, und Krieg wurde, wie Clausewitz (5) sagte, „eine Fortsetzung des politischen Verkehrs mit anderen Mitteln“.a „Politischer Verkehr“ hat jedoch eine viel breitere und tiefere Bedeutung als das bloße explizite Manövrieren für gesellschaftlichen Vorteil und Kontrolle. Freuds Werk macht klar, dass der Krieg aus Mechanismen unbewusster Motivation und aus kompensatorischen Antriebskräften resultiert, die auf Frustrationen der Triebe, insbesondere hinsichtlich sexueller Funktionen, beruhen. Reich legte später die bioenergetische Grundlage dieser Motive und Antriebe bloß. Freuds pessimistische Abhandlung über die Wesensart der Zivilisation (6) kam zu dem Schluss, dass Verdrängung, Sublimierung und Kompensation die notwendigen und sinnvollen Kosten der „Kultur“ seien. Reich widerlegte natürlich dieses Heraufbeschwören der Erbsünde und demonstrierte, dass die menschliche Inhumanität auf sekundäre Triebe zurückzuführen ist, die durch die Repressionen einer neurotischen Zivilisation geschaffen wurden (7). Wie die Dinge freilich liegen, ist politische Macht wahrscheinlich die ultimative Kompensation des Menschen und das Führen von Kriegen seine ultimative Waffe. Das liegt daran, dass sie dem Machthaber die größte Chance bieten, das Leben einer Vielzahl von Menschen zu manipulieren und zu kontrollieren, sowohl zu seiner eigenen Verteidigung als auch als Ventil für den Hass und die Destruktivität seiner unbefriedigten Bedürfnisse. Der emotionale Pestcharakter ist daher am anfälligsten, sich für seine todbringenden Aktivitäten auf dieses unübertreffliche Ventil zu konzentrieren. Expansionistische Kriege werden somit zum Vehikel, durch die zunehmende Kontrolle über immer größere Menschenmassen ausgeübt wurde. Natürlich werden die Gründe für diese Kriege als im Interesse dieses oder jenes Nationalstaates, menschlichen Befindlichkeit oder göttlichen Wesens stehend gut rationalisiert.

 

Fußnoten

* Dies ist der dritte in einer Reihe von Artikeln (1 und 2), die sich mit den Problemen des Menschen aus funktioneller Sicht befassen. Alle diese Artikel basieren auf Wilhelm Reichs Konzept „Der biologische Rechenfehler im menschlichen Freiheitskampf“ (3, S. 269-310).

** Orgonomischer Berater. Außerordentlicher Assistenzprofessor, New York University. Sprechkliniker und Oberschullehrer. Mitglied des American College of Orgonomy. [Anm. d. Übers.: Paul N. Mathews (1924-1986)]

 

Anmerkungen des Übersetzers

a Das Zitat wird von Mathews verkürzt wiedergegeben. Es lautet: „Der Krieg ist nichts als eine Fortsetzung des politischen Verkehrs mit Einmischung anderer Mittel, um damit zugleich zu behaupten, dass dieser politische Verkehr durch den Krieg selbst nicht aufhört, nicht in etwas anderes verwandelt wird, sondern dass er in seinem Wesen fortbesteht, wie auch die Mittel gestaltet sein mögen, deren er sich bedient.“

 

Literatur

1. Mathews, P.: „A Functional Understanding of the Modern Liberal Character“, Journal of Orgonomy, 1:138-48, 1967
2. Mathews, P.: „The Biological Miscalculation and Contemporary Problems of Man“, Journal of Orgonomy, 4:111-25, 1970
3. Reich, W.: The Mass Psychology of Fascism. New York: Orgone Institute Press, 1946. Farrar, Straus & Giroux (Noonday), 1970
4. Hayes, C.J.H. und Hanscom, J.: Ancient Civilizations, New York: Macmillan, 1968
5. Clausewitz, K. von: On War. Harmondsworth, Middlesex, England: Penguin, 1968
6. Freud, S.: Civilization and its Discontents. New York: Norton, 1962
7. Reich, W.: Character Analysis. New York: Orgone Institue Press, 1949

 

Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Charles Konia.
Journal of Orgonomy, Jahrgang 5 (1971), Nr. 2, S. 165-174.
Übersetzt von Robert (Berlin) mit Unterstützung von Peter Nasselstein

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12 Antworten to “Über Panzerung, Krieg und Frieden* (Teil 1)”

  1. Robert (Berlin) Says:

    Was mich erstaunt hat, hier geht es gleich mit Totschlag los. Nichts mit „Einbruch der Sexualmoral“ oder Übergang vom Matriarchat zum Patriarchat, sondern die knallharte Voraussetzung der gepanzerten, kriegerischen Gesellschaft.
    Mathews beschäftigt sich vmtl. deswegen damit nicht, weil er das Problem des Krieges diskutiert, welches eine patriarchalische Gesellschaft voraussetzt. Aber eine matriarchalische Gesellschaft muss das Stadium des Paläolithikum und Mesolithikum schon verlassen haben – so meine laienhafte Spekulation.

    • Peter Nasselstein Says:

      Beim Verfassen des Artikels kannte Mathews DER EINBRUCH DER SEXUELLEN ZWANGSMORAL noch gar nicht (bzw. nur den Übersichtsartikel aus MENSCHEN IM STAAT), denn das Buch kam erst 1971 bzw. 72 heraus!

      Außerdem: Reich zeichnet da tatsächlich keine paradiesische gewaltfreie Frühzeit!. Siehe „Überreste aus der Urzeit“ (im KiWi Taschenbuch S. 120ff).

    • Robert (Berlin) Says:

      Stimmt, da hast du recht. Und das 3. Vorwort stammt von 1951, da hatte Reich geplant, das Buch zu publizieren, nehme ich an.

  2. Robert (Berlin) Says:

    Civilization and its Discontents ist Freuds „Das Unbehagen in der Kultur“, also seine vmtl. Antwort auf Reich.

  3. Abrasax Says:

    Ich denke, die Ursachensuche für Kriege und Mord geht in diesem Artikel nicht genug in die Tiefe. Auch die supermoderne Erwähnung von Matriarchat / Patriarchat ist einfach nur naiv. Beide Modelle sind keine ganzheitlichen Lebensmodelle, führen zu Verwerfungen und können entsprechend zu Mord und Krieg führen.

    Warum will man der Entwicklung der Heilpaktiker massiv Steine in den Weg legen? Sogar die AfD hat im Bundestag einen massiven Vorstoß unternommen, der dazu führen kann, die Heilpraktiker für alle Zeit und Ewigkeit aus dem Weg zu räumen. Laut Gesetz darf niemand eine heilende Tätigkeit anbieten, der nicht entweder Arzt oder Heilpraktiker ist. Wir wissen: Ärzte arbeiten nicht ganzheitlich und haben an Ganzheitlichkeit in der Regel überhaupt kein Interesse, sie werden entsprechend nicht-ganzheitlich ausgebildet.

    Was macht den wahrhaftigen Heilpraktiker aus?
    Jeder wahrhaftige Heilpraktiker sucht bei all seinen Bemühungen einen ganzheitlichen Aspekt zu erkennen, zu verstehen und darin zu wirken.

    Meiner Meinung nach will man genau solche Bestrebungen ausmerzen (die AfD hat sich entsprechend als Lakai des Bösen offenbart) und selbst absolute Macht eines nicht ganzheitlichen Aspekts an sich reißen um schlußendlich den Menschen großen Schaden zuzufügen, bis dahin, die Schöpfung selbst zu zerstören, wenn man feststellt, daß der eigene Plan nicht so funktioniert wie man es haben will. (So hat es auch Schicklgruber alias Hitler ausgesprochen: wenn das Deutsche Volk nicht fähig ist das zu verwirklichen was ich will, so soll es zusammen mit mir untergehen)
    Das ist das Fundament des absolut Bösen.

    Alle Aktivitäten rund um Krieg und Mord als Extrema haben eines gemeinsam: es sind Ergebnisse von Aktivitäten im Denken, Sprechen und Handeln, die nicht in einem möglichst reinen ganzheitlichen, harmonischen Miteinander für die Schöpfung und seinen Ursprung stehen.

    Sobald der Mensch verleugnet und sich weigert sein Leben im möglichst ganzheitlichen Aspekt der ganzen Schöpfung zu verwirklichen, entwickeln sich nach und nach diverse Verwerfungen, die schließlich zu Mord und Krieg führen können auf jeden Fall führen diese Aktivitäten zur Degeneration einer Existenz. Und dieses Geschehen hat zur Folge, daß Mord zu Mord und Krieg zu Krieg führt. Es gibt ein kosmisches Gesetz: „Das Leben wird dich fühlen und empfinden lassen, das, was Du andere fühlen und empfinden hast lassen“.

    Mit Existenz kann ein einzelner Mensch, eine Familie, eine Gruppe, ein Dorf, eine Stadt, ein Land, ein Staat, eine Spezies gemeint sein.

    Mit einfachen Worten gesagt: ein gegenüber der Schöpfung unharmonisch gestaltetes Leben des Menschen führt im Extrema zu Mord und Krieg und Degeneration und Vernichtung. Das ist die einzig ursprüngliche Erklärung die es zu diesem Thema gibt.

  4. Robert (Berlin) Says:

    @Abrasax

    1. Ich sehe noch nicht den Zusammenhang zwischen diesem Artikel und der AfD und dem Heilpraktikergesetz.

    2. “ Auch die supermoderne Erwähnung von Matriarchat / Patriarchat ist einfach nur naiv.“ Das war ja der letzte Stand der Dinge, sowohl von Reich (Einbruch der sexuellen Zwangsmoral) sowie von James DeMeos Saharasia-Hypothese. Mich wundert es nur, dass Mathews als Bakers Mitarbeiter auf Reichs Forschungen auf diesem Gebiet nicht zurück greift.

    3. „… Ergebnisse von Aktivitäten im Denken, Sprechen und Handeln, die nicht in einem möglichst reinen ganzheitlichen, harmonischen Miteinander für die Schöpfung und seinen Ursprung stehen.“

    Nur wie kann dieses harmonische Miteinander erschaffen werden? Die Voraussetzungen wurden von der Orgonomie erforscht und Mathews gibt im letzten Teil (dieses Artikels) dazu Hinweise.

    4. „ein gegenüber der Schöpfung unharmonisch gestaltetes Leben des Menschen“
    Da stellt sich auch wieder die Frage, wie kann der Mensch diese harmonische Gestaltung zur Schöpfung wieder herstellen, wenn er in Unterdrückung und Gewalt leben muss? Wünschen kann es sich jeder, aber was ist mit der verbogenen menschlichen Natur?

  5. Abrasax Says:

    @Robert:

    der Artikel oben versucht zu erklären, warum Menschen immer wieder in Kriege hineingeraten. Ich habe anhand eines Beispiels versucht, eine allgemeine Ursache für den Ausbruch von Kriegen herzuleiten.

    Die AfD kommt desshalb mit einem Beispiel ins Spiel, weil gerade diese junge Partei, die sich als sogenannte Messias-Partei propagiert, eine erstaunliche Reihe von Maßnahmen bespricht, die eigentlich völlig gegen die Interessen der Bevölkerung ausgerichtet sind. Diese Partei will keine Ganzheitlichkeit und das bewerte ich als zentrale Gefahr für das Volk.

    Der letzte Absatz des Artikels enthält meiner Meinung nach sehr viele falsche Aussagen. Die Denkperspektive der Sozialisten, die sich gegen das Nationale positionieren ist zum Beispiel ein kapitaler Fehler. Diese sozialistische Positionierung gegen das Nationale ist eine typische askenasische feindliche Kriegstaktik. Der Kampf gegen alles Nationale verletzt die Gesetze von Harmonie und Ganzheitlichkeit zutiefst und fügt den Organen der Menschheit als Völker und der Menschheit als Ganzheit großen Schaden zu.

    Das harmonische Miteinander kann nur dadurch hergestellt werden, indem wir zuerst anfangen und wieder für die Gesetze der Harmonie zu interessieren und auch gewillt sind, diese Gesetze der Harmonie und Ganzheitlichkeit in unserem Denken, Sprechen und Tun zu verwirklichen.

    Ein guter Anfang kann eine ganzheitliche Heilkunde sein, die allerdings und erstaunlicher Weise von der AfD bekämpft wird.
    Die Prozesse von inneren Erkrankungen und echten Heilungen auf ganzheitlicher Weise sind direkt empfundene Erfahrungen, die oft mit dem Leben im Außen etwas zu tun haben können.

    Ein Weg in Richtung Ganzheitlichkeit und Harmonie könnte zum Beispiel ganz leicht mit der Hilfe von feinen Änderungen der Lehrpläne an den Schulen verwirklicht werden. Wenn einem Kind in der Schule ein natürliches Denken mit natürlichen Inhalten vermittelt wird, werden sich ganz neue Möglichkeiten in einer gesunden Entwicklung der Völker ergeben, davon bin ich zutiefst überzeugt.

    Die Lerninhalte müssen dabei wie lockerer und fruchtbarer, lebendiger Humus aufgebaut sein, damit darauf die Ideen und die Liebe der Kinder zum Leben keimen, aufwachsen können und schließlich gesunde natürliche Frucht tragen kann.

    Dieser lockere, lebendige Humus hat seine Entsprechungen in den uralten Weisheitslehren die unbedingt und unverkrampft vermittelt werden sollten und zwar allen Menschen und nicht nur einer selbsternannten kleinen elitären Gesellschaftsschicht. Elite ist etwas anderes und hat andere Wurzeln als der Adel oder die Kaste.

    Ich denke, daß nur über solch einen Vorgang die drohenden großen Probleme über die heute bereits unruhig diskutiert wird, mit Lösungen entgegengewirkt werden kann. Wenn wir diesen Entwicklungsschritt zu spät einleiten und ausführen, werden die Völker Schmerzen zu erdulden haben. Die Natur zeigt uns genau, daß Änderungen in lebendigen Systemen je nach Art entweder urplötzlich grenzüberschreitend, aber auch fast völlig unsichtbar über lange Zeiträume an Entwicklungszeit und Manifestationszeit benötigen. Manche Änderungen sind raumübergreifend, andre Entwicklungen sind scheinbar örtlich begrenzt. Die Natur ist eine unendlich spannende Angelegenheit. Es benötigt Zeit, bis ein Volk lernt die Gesetze der Natur zu sehen, zu erkennen und zu lieben.

    Die Systeme und Organisationen, welche die Natur hassen, sind entweder umzustimmen oder nach und nach aus dem Volk zu entfernen, da sie der Volksgesundheit und damit der Menschheit großen Schaden zufügen.

  6. Robert (Berlin) Says:

    @Abrasax

    Die Antwort auf deine Vorschläge sind im Artikel „DER GENITALE CHARAKTER UND DIE GENITALE WELT* “ zu finden.
    Zitat:
    „Alle diese Systeme, die neurotischen Charakterstrukturen entsprungen sind, waren sexualverneinend. Reich zeigt in der Charakteranalyse die von sexueller Schuld und Sexualablehnung geprägte Struktur des Neurotikers. Das Konzept einer gesünderen, besseren Welt als einer Weiterentwicklung von orgastisch potenten Menschen war und ist den Utopisten fremd.“

    Dieses heiße Eisen sprichst du nicht an. Du kannst sicherlich, ähnlich wie Waldorf-Schulen, eine spirituelle Lehre unterrichten, nur die Natur der Schüler bleibt unverändert. Darum werden und waren alle diese Systeme gescheitert.

    *http://w-reich.de/mathews6.html

    Die AfD ist m. E. keine Messias-Partei, sondern eine Reaktion auf das Versagen der Altparteien. Sie ist personell auch nicht besser als die Altparteien (siehe Frauke Petry) und nur ein konservatives Korrektiv. Das Ruder herumreißen wird sie nicht können. Einzelfragen wie Heilkunde werden meist von Interessengruppen und Lobbyisten in Parteien entschieden; bei der AfD wird es vmtl. nicht anders sein.

    • Peter Nasselstein Says:

      „personell nicht besser“ – das möchte ich doch stark bezweifeln. Schier unglaubliche …… wie diese …… wird man dort nicht finden:

      https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2018/muttis-bubi/

    • Abrasax Says:

      @Robert:

      schön daß wir in Bezug auf die AfD und ihrer Puppen, die nicht ungefährlich sind, gleicher Meinung zu sein scheinen.

      Eine Waldorf Schule habe ich nie besucht, ein Rudolf Steiner Anhänger bin ich ebenfalls nicht. Eine echte, wahrhaftige spirituelle Lehre zu lehren würde ich nicht wagen. Dazu reichen meine eigenen bewußten Erfahrungen nicht aus.

      Und nun noch eine kleine Aussage, bei der wahrscheinlich etliche Menschen die Augen fünfmal im Kreis zuerst nach rechts und dann nach links rollen lassen werden:

      Die Sexualität zwischen Mann und Frau, so habe ich mittlerweile verstanden, ist eine sehr heilige (= von höchster Ordnung) Angelegenheit, so sollte es jedenfalls sein. Und das heißt nicht, daß die Sexualität nicht heiß gelebt werden soll und darf. Sie soll sogar sehr heiß gelebt werden, jedoch mit dem richtigen heiligen Bewußtsein für das was dabei geschieht. Das ist das Ideal. Die Liebe zwischen Mann und Frau verbindet mehrere Aggregatstufen des Lebens miteinander und schafft eine direkte Verbindung.

      Aber sehr wahrscheinlich lachen mich dafür viele Menschen einfach direkt aus und ich bin diesen Menschen auch nicht beleidigt desshalb, sonder verstehe deren Empfindungen.

      Einige Menschen, da bin ich mir sicher,
      werden verstehen was ich sage.

      Die Natur der Schüler bleibt gleich, das ist richtig, denn Natur gibt es nur eine einzige. Aber das Bewußtsein der Schüler ändert sich ständig, denn das Bewußtsein ist keine Invariante. Die Kunst für die Schöpfung und am Menschen besteht darin, den Baum des Lebens auf die richtige Art und Weise zu hegen, zu pflegen und zu fordern.

      Wir sind nicht die Gärtner, sondern wir sind der Garten.

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