Zur Entstehungsgeschichte der Orgonomie (Teil 8)

Klaus Heimann (Philipps-Universität Marburg/Lahn 1977, gepostet mit der freundlichen Genehmigung des Autors)

II. Die Entdeckung der Orgonenergie: 5. Der Orgonmotor

Die Experimente mit dem Geiger-Müller-Zähler ließen eine motorische Kraft der Orgonenergie erkennen. Der Geigerzähler registrierte Strahlungsdosen, die das damals (1947) aus der Kernphysik Bekannte um fast das Dreifache überstiegen.1 Da der Geigerzähler zur Registrierung der Strahlen einen Drehzeiger besaß, aus dessen Umdrehungsgeschwindigkeit die Strahlungsdosis berechnet wurde, lag die Idee nahe, den mittels der VACOR Röhre gesteigerten output des Geigerzähler-Verstärkers dazu zu benutzen, statt des Drehanzeigegerätes einen kleinen Elektromotor zu betreiben. Durch spezielle Anordnung von mehreren VACOR Röhren gelang es, die Energieproduktion auf rund 200.000 Impulse in der Minute zu steigern. Um die mit Hilfe des Geigerzählers registrierbare motorische Kraft der Orgonenergie auf den Orgonmotor (kleinen Elektromototor) zu übertragen, ist eine gewisse Funktion Y erforderlich, die aber von Reich bislang – wahrscheinlich aus politischen Überlegungen – nicht veröffentlicht worden ist. Schließlich gelang es vor Zeugen, einen kleinen Motor in Bewegung zu setzen.2 Die Geschwindigkeit der motorischen Aktion kann reguliert werden. Sie ist abhängig von: a) der Anzahl der angeschlossenen VACOR Röhren; b) Wetterbedingungen, die auf Grund der bisherigen Befunde sich mit den orgonotischen Funktionen in Übereinstimmung befinden, wie die Temperaturdifferenz To-T (Akkumulator zur Umgebung/K.H.), die Schnelligkeit der elektroskopischen Entladung usw.; c) Funktion Y.“3 Weitere Versuche zum Orgonenergiemotor sind mir nicht bekannt. Aber die Existenz einer motorischen Kraft scheint gesichert zu sein, die nach Reichs Auffassung eine Erklärung für die Fortbewegung lebender Organismen bildet.4

 

Fußnoten

  1. Vgl. Reich, W., Eine motorische Kraft in der Orgon Energie, a.a.O.
  2. So teilt z.B. Hoppe mit, die Demonstration des Orgonmotors erlebt zu haben. Vgl. Hoppe, W., Meine Erfahrungen mit dem Orgon-Akkumulator, in: Int. Zeitschrift für Orgonomie, Bd. I, Heft 1 1950
  3. Reich, W.: Eine motorische Kraft… a.a.O., S. 9
  4. Vgl. Reich, W., Die Entdeckung… Der Krebs a.a.O. S. 165f

Schlagwörter: , , , , , , ,

2 Antworten to “Zur Entstehungsgeschichte der Orgonomie (Teil 8)”

  1. Peter Nasselstein Says:

    • Peter Nasselstein Says:

      min 23:50 – schon lustig, wie immer und immer wieder der Viertakt verhunzt wird. Bei Reich scheinen alle schlechtweg irre zu werden: sie treten in den Augen weg, werden kontaktlos und verzapfen einen peinlichen Mist nach dem anderen-

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.


%d Bloggern gefällt das: