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Der Orgon-Akkumulator (Teil 3)

19. April 2019

von Bernd Laska

3. Funktionsprinzip des Orgon-Akkumulators

Der Akku funktioniert aufgrund der folgenden Eigenschaften der Orgonenergie, die Reich in ausführlichen Versuchsreihen ermittelt hat:

1) Orgonenergie erfüllt den gesamten Raum, durchdringt alle Materie, aber verschiedene Stoffe mit unterschiedlicher Geschwindigkeit. Sie ist also überall vorhanden, lediglich in unterschiedlicher Dichte bzw. Konzentration. Akkus funktionieren also überall.

2) Material, das ein guter Isolator bzw. eine schlechter Leiter für elektrische Energie ist, zieht Orgonenergie an. Gute Leiter (in der Regel also Metalle) dagegen ziehen Orgon zwar ebenfalls an, stoßen es aber sofort wieder ab.

In den Schriften Reichs wird für Isolator auch oft ‚organisches‘ oder ‚nicht-metallisches‘ Material verwendet. Konkret wird heute als Metall verzinktes Stahlblech (Aluminiumblech wirkt schädlich!) und Stahlwolle und als Isolator Dämmplatten und Mineralwolle (nicht Watte, da wasseranziehend!) benutzt.

Der Akku besteht nun im Prinzip aus einem allseitig geschlossenen Kasten, dessen Wände aus beliebig vielen Doppelschichten von elektrisch leitendem und isolierendem Material bestehen, und zwar so, daß die Metallschicht jeweils auf der Innenseite liegt. Einzelheiten siehe Bauanleitung.

Die Wirksamkeit eines Akkus hängt von folgenden Parametern ab:

(a) Art des Isolatormaterial: zB Plastik besser als Holz

(b) Art des Metalls: für med. Zwecke nur Eisen bzw. Stahl

(c) Höhe der relativen Luftfeuchtigkeit in der Atmosphäre, weil Wasser Orgon absorbiert: je trockener desto besser

(d) Geografische Breite: je näher am Äquator desto besser

(e) Höhe über Meeresspiegel: je höher desto besser

(f) Anzahl der Schichten: je mehr desto besser. Die Wirksamkeit nimmt aber nicht linear mit der Schichtzahl zu, wie durch elektroskopische Messungen festgestellt wurde. So ergab sich für einen 1-schichtigen (dh. mit einer Doppelschicht) Akku eine Konzentration 3 mal so hoch wie in der Atmosphäre, ein 3-schichtiger Akku hatte aber nur die 4-fache Konzentration und ein 10-schichtiger gar nur eine 6-fache, also nur eine doppelt so starke wie der 1-schichtige.

(g) Abstand des Körpers zur Innenwand während einer Sitzung: je näher desto besser, aber nicht berühren!

(h) Anzahl der Akkus in einem Raum oder Gebäude: je mehr desto höher ist schon die allgemeine Orgonkonzentration, also auch Akkumulation.

Konzentration der Orgonenergie im Akku ist objektiv demonstrierbar durch Messung der Temperaturdifferenz zwischen oberem Akkuinneren und der Umgebung. Dieser Effekt wurde seinerzeit zuerst von Einstein bestätigt, dann aber (wohl wegen seiner fundamentalen Erschütterung des theoretischen Gebäudes der Physik) konventionell weggedeutet, zu Unrecht, wie Reich meint und belegt hat (siehe hierzu auch den Artikel „Die Begegnung Einstein-Reich“ in den WRB 1/76).

Weitere Möglichkeiten zur Objektivierung des Orgons durch Messungen am Akku bestehen mit dem Elektroskop und dem Geiger-Müller-Zähler. Einzelheiten hierzu würden jedoch im Rahmen dieses Artikels zu weit führen.

 

Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Autors. Aus: Wilhelm Reich Blätter 4/76.

 

Zur Entstehungsgeschichte der Orgonomie (Teil 21)

19. Oktober 2018

Klaus Heimann (Philipps-Universität Marburg/Lahn 1977, gepostet mit der freundlichen Genehmigung des Autors)

ANHANG: Eigene Erfahrungen mit dem Orgon-Akkumulator

Seit Ende Januar 1977 benutze ich regelmäßig einen 4-schichtigen Orgon-Akkumulator zur Körperganzbestrahlung. Ich will über meine Eindrücke und Beobachtungen im folgenden kurz berichten. Ich möchte darauf hinweisen, daß die subjektiven Empfindungen sowie die objektiven Werte, z.B. die Veränderung der Körpertemperatur, bei Benutzung des Orgon-Akkumulators stark vom Individuum und dessen bioenergetischer Konstitution abhängen. Wenn also jemand selbst schon einige Male in einem Orgon-Akkumulator gesessen hat ohne meine hier geschilderten Erfahrungen bestätigen zu können, so widerlegt dies nicht die durch die Akkumulation der kosmischen Orgonenergie hervorgerufenen subjektiven Empfindungen, die als durch Suggestion bewirkt erscheinen könnten Der Kritiker, der selbst ohne positive Ergebnisse einen Akkumulator erprobt hat, wird sich den Vorwurf gefallen lassen müssen, er habe die Flinte zu früh ins Korn geworfen. Reich weist mehrfach darauf hin, daß nur regelmäßige Benutzung über mehrere Monate hinweg zu einem kompetenten Urteil über den Orgon-Akkumulator befähigt.

Ein typisches Empfinden während der Akkumulator Bestrahlung ist das Auftreten eines Wärmegefühls, das einem Strömen von Wärme im eigenen Organismus entspricht Dieses Wärmeempfinden führe ich nicht auf die Temperatur im Akkumulatorinnern zurück. Messungen haben gezeigt, daß die Innenraumtemperatur nach einer halbstündigen Aufenthaltsdauer im Akkumulator im Durchschnitt ca. 25°C beträgt. Begibt man sich aber in einen auf die gleiche Temperatur aufgeheizten Raum, so entspricht das Wärmeempfinden keineswegs dem Wärmeempfinden im Orgon-Akkumulator, das sich verstärkt durch ein inneres Strömen kennzeichnet. Nach einigen Sitzungen, die im Mittel ca. eine halbe Stunde betrugen, spürte ich ein leichtes Kribbeln vor allem in den Händen und Armen, das sich bei Annäherung an die Akkumulatorwand verstärkte. Ebenso verstärkte sich gelegentlich auftretender Druck im Kopf, der aber nicht als Schmerz empfunden wurde, bei Annäherung an die Metallwand. Das Kribbeln, das ich zunächst an Händen und Armen verspürte, trat im Laufe der Zeit auch an den Beinen auf und erfaßte schließlich den ganzen Körper. Bemerkenswert ist, daß das Kribbeln pulsierend auftritt und wellenförmig den Organismus zu erfassen scheint. Gelegentlich kam es zu heftigen Schweißausbrüchen, ohne daß ich mich bewegt hätte oder die Innentemperatur den Schweißausbruch erklären könnte. Normalerweise kommt es nur zu geringer Schweißbildung, und das Gefühl zu schwitzen ist nicht vorhanden. Oft tritt im Akkumulator ein Wohl- oder Lustgefühl auf. Regelmäßig habe ich den Eindruck, „irgendwie“ aufgeladen zu werden. Ich fühle mich nach der Bestrahlung meist erfrischt. Seit Benutzung des Akkumulators habe ich das Gefühl, meine Träume intensiver als früher zu erleben.

Am Tag nach der sechsten Bestrahlung im Orgon-Akkumulator war mir schlecht, ich war (ohne vorherigen Alkoholgenuß) von starker Übelkeit und Kopfschmerz befallen. Ich dachte, meinen Zustand durch Orgonbestrahlung verbessern zu können. Aber das genaue Gegenteil war der Fall: mir wurde im Orgon-Akkumulator noch elender. Ich vermute, daß es sich hierbei um einen sogenannten anorgonotischen Zustand handelte, als Reaktion auf die Bestrahlung im Akkumulator und der damit verbundenen Orgonenergieaufladung. Mein Körper schien sich gegen den verstärkten Energiefluß zu wehren, sich zurückzuziehen. Interessant ist die Beobachtung, daß die Körpertemperatur bis zur sechsten Sitzung zweimal unverändert blieb, zweimal leicht gestiegen war und zweimal sogar abgenommen hatte. Während der sechsten Sitzung war meine Körpertemperatur zum ersten Mal um 0,5°C gestiegen, was nach orgonomischer Auffassung auf eine starke orgonotische Erregung der Körperzellen zurückzuführen ist. Im Anschluß an diese erstmalig objektiv meßbare Erregung trat der anorgonotische Zustand auf. Mein Befinden besserte sich schon nach einem Tage wieder und ich benutzte den Akkumulator weiter. Von nun an trat regelmäßig eine Erhöhung der Körpertemperatur auf, die je nach Wetter und Tageszeit der Akkumulatorbenutzung zwischen 0,1°C und 0,8°C schwankte. Die erhöhte Temperatur war bereits 15 Minuten nach Beginn der Bestrahlung feststellbar. Fünfzehn bis 30 Minuten nach der Bestrahlung hatte der Körper wieder dieselbe Temperatur wie vorher! Ich brach die Messungen der Körpertemperatur ab, als sich 20 Tage lang regelmäßig eine Erhöhung einstellte, da ich es als lästig empfand, ständig mit dem Fieberthermometer im Akkumulator zu sitzen. Ein Freund, der ebenfalls regelmäßig den Akkumulator benutzte, machte ähnliche Beobachtungen Auch er hatte nach ca. 9 Sitzungen einen (vermutlich) anorgonotischen Anfall, und bei ihm stellte sich auch von nun an eine regelmäßige Erhöhung der Körpertemperatur ein. Personen, die nur sporadisch den Orgon-Akkumulator benutzen, zeigten in der überwiegenden Mehrzahl keine Veränderungen in der Körpertemperatur. Es scheint, als müsse sich ein geschwächter Organismus erst mit Orgonenergie vollsaugen, bevor es zur vollen Erstrahlung kommt, die sich dann in einer Erhöhung der Körpertemperatur äußert.

Die meisten, die den Akkumulator ein oder mehrmals benutzten, bestätigten den Eindruck des Wärmeströmens, einige bestätigten auch das Prickeln in den Händen oder auch an anderen Körperteilen. Ich habe den Eindruck, daß viele Leute, die sich anfangs für den Orgon-Akkumulator interessierten, eine Scheu haben, den Akkumulator regelmäßig zu benutzen. Ich vermute, das liegt an der unbewußten Vorahnung (die eventuell von einer Kontraktion des Körperplasmas infolge einmaliger Orgonbestrahlung begleitet wird), daß die konsequente Auseinandersetzung mit der Orgonenergie unweigerlich zu einer intensiven Beschäftigung mit dem eigenen Selbst, mit den eigenen Panzerungen und Ängsten, die man lieber verdrängen möchte, führt, was für neurotische Individuum durchaus schmerzlich und bitter sein kann, und daher von so vielen Individuen gemieden wird, um das neurotische Gleichgewicht nicht zu verlieren Die Auseinandersetzung mit dem Orgon-Akkumulator scheint die weit verbreitete Lustangst des Neurotikers zu aktivieren und stößt daher auf irrationale Ablehnung.

Ich nehme an, daß die Benutzung des Orgon-Akkumulators dazu beitrug, daß ich eine gewisse Sensibilität für Verspannungen der Muskulatur entwickelte. So merke ich deutlich, daß sich bei mir des öfteren im Nacken Verspannungen bilden; manchmal herrscht ein starken Druck in der Nackengegend, so als wenn Energie eingeschlossen wäre und eine innere Spannung hervorriefe. Diese Empfinden geht bei mir einher mit dem Gefühl, der Energiefluß sei gerade in der Nackengegend unterbrochen. Derartige Gefühle kannte ich vor Benutzung des Orgon-Akkumulators nicht.

Über die Heilwirkungen der im Orgon-Akkumulator konzentrierten Energie kann ich nicht viele Aussagen treffen, da ich selbst nicht an organischen Krankheiten leide. Experimente mit kranken Personen habe ich auf Grund mangelnder medizinischer Ausbildung selbstverständlich unterlassen. Werden körperliche Leiden mit dem Akkumulator zu heilen versucht, sollte man stets einen erfahrenen Arzt zur Kontrolle heranziehen möglichst auch jemanden, der über umfangreiche Kenntnisse in der Orgonomie verfügt.

Folgende Erfahrungen über Heilwirkungen halte ich für mitteilenswert:

  • Eine seit einigen Jahren alle ein bis zwei Jahre einmal auftretende Mandelentzündung stellte sich nach ca. 6 Wochen Akkumulatorbenutzung wieder ein. Mehrere Personen aus meiner Umgebung waren an einer Mandelentzündung erkrankt. Nach zwei Tagen war ich bereits wieder beschwerdefrei. Seitdem (März 1977) bin ich bis heute (September 1977) frei von Infektionen jeder Art. Erkältungen kommen meist nicht voll zum Ausbruch. In der Frage nach prophylaktischer Wirkung ist Beobachtung über einen längeren Zeitraum auf jeden Fall erforderlich.
  • Leichte Verbrennungen hinterließen nach Bestrahlungen nicht wie eigentlich erwartet die sonst üblichen Brandblasen, sondern hörten bald auf zu schmerzen und es bleiben keine äußerlichen Merkmale. Mit schwereren Verbrennungen habe ich keine Erfahrungen.
  • Wiederholt konnte ich Kopfschmerzen, die infolge von Überanstrengung (z.B. nach einer mehrstündigen Autofahrt bei gleißendem Sonnenlicht) auftraten, binnen weniger Minuten beheben.

Bei der Beobachtung der Lichtphänomene bin ich mir zu unsicher, als daß ich sichere Behauptungen aufstellen könnte. Hierzu stehen noch gezielte Versuche aus. Temperaturmessungen von Außenluft und Akkumulator-Innerem habe ich aus finanziellen Gründen nicht mit geeichten Thermometern durchführen können. Messungen mit ungeeichten Thermometern, die allerdings in gleicher Umgebung gleiche Temperaturen anzeigten, schienen die Reichschen Ergebnisse zu bestätigen. Ebenfalls aus finanziellen Gründen unterblieb die Messung mit dem Geiger-Müller-Zähler und mit Elektroskop.

Zur Entstehungsgeschichte der Orgonomie (Teil 10)

24. September 2018

Klaus Heimann (Philipps-Universität Marburg/Lahn 1977, gepostet mit der freundlichen Genehmigung des Autors)

III. Das Oranur-Experiment1

Langjährige Beobachtungen wiesen auf einen Antagonismus zwischen masse-freier, kosmischer Orgonenergie und Nuklearenergie, die durch Spaltung als Produkt von Materie entsteht, hin. Bion-Versuche hatten auf die Existenz von sogenannten T-Bazillen hingewiesen, die durch Degeneration und fauligen Zerfall aus lebenden und nichtlebenden Eiweißstoffen entstanden (T = Tod). Sie unterschieden sich unter anderem durch ihre längliche Form und ihre Zickzackbewegungen von den bereits besprochenen Orgonenergiebläschen, den Bionen. Die Bione zeigten nun die Eigenschaft, die T-Bazillen zu immobilisieren und zu töten.2 Bei der Erforschung der Krebskrankheit wurde deutlich, daß aber auch die im Körper des Krebskranken vorhandenen T-Bazillen, die aus fauligem Gewebezerfall entstehen, in der Lage sind, den menschlichen Organismus zu töten. Ebenso zeigt die Nuklearenergie eine tötende Wirkung auf den menschlichen Organismus, während die Orgonenergie niemals schädliche Wirkungen gehabt hat. Analog zur Wirkung der Bione auf T-Bazillen wollte Reich die Wirkung von Orgonenergie auf Kernenergie untersuchen. Er hoffte, so ein Mittel gegen die Gefährlichkeit radioaktiver Strahlen und gegen die Strahlenkrankheit zu finden.

Er besorgte folglich radioaktives Material, welches er in einen Orgon-Akkumulator setzte. Mit einem Geiger-Müller-Zähler untersuchte er die Veränderungen der Meßwerte. Es geschah jedoch etwas ganz anderes als erwartet: das radioaktive Material erregte die Orgonenergie so stark, daß die zuvor gemessenen Geiger-Müller-Zähler Werte sowie die Werte unbehandelten radioaktiven Materials, das zur Kontrolle diente, um ein Vielfaches überschritten wurden, Trotz Einhaltung der von der Atombehörde vorgeschriebenen Sicherheitsvorkehrungen wurde das ganze Gelände, auf dem das Oranur-Experiment stattfand, von der übererregten Orgonenergie verseucht. Mitarbeiter wurden von massiver Übelkeit befallen, einige hatten gar mit dem Tod zu kämpfen, andere machten einen Rückfall in alte Krankheiten durch. Das Gebäude, in dem die Experimente stattfanden, und die nähere Umgebung waren noch jahrelang verseucht, so daß es unmöglich war, dort zu leben. Offenbar hatte die Kernstrahlung nicht nur die orgonotische Ladung im und um den Orgon-Akkumulator herum erhöht, was sich in den Meßwerten am Geiger-Müller-Apparat zeigte, sondern auch die Orgonenergie irgendwie umgefomt. Diese umgeformte Orgonenergie nannte Reich DOR (von Deadly ORgone), weil sie eine „tödliche“ Wirkung auf die Atmosphäre hat, die drückend, fast erstickend wirkt, und von Stille und Öde beherrscht wird. Der Glanz und die Strahlen verschwinden aus der Natur (trotz Sonnenschein), Menschen reagieren mit heftigen Beschwerden, ohne oft genau angeben zu können, was mit ihnen los ist. Dieser Zustand der Atmosphäre wurde erst im Anschluß an das Oranur-Experiment entdeckt, konnte seitdem aber des öfteren beobachtet werden. Reich nahm an, daß auch die Entstehung von Wüsten auf die Einwirkung von DOR zurückzuführen ist.

Insgesamt gesehen stellt DOR einen der größten Probleme der Orgonomie dar. „Man kann nur schwer sagen, was es eigentlich ist und wie es wirkt, obwohl einige seiner Eigenschaften schon genauer bekannt sind. Seine Farbe ist schwarz, sensible Menschen empfinden es als drückend, während unsensible Menschen es erst bewußt wahrnehmen, wenn sie von massiver Übelkeit befallen werden. … Das DOR wurde auch als ‚abgestanden‘, tödlich und unbeweglich charakterisiert. Was abgestanden hier bedeutet, ist schwer zu definieren. Wir meinen damit, daß die frische, stimulierende und belebende Wirkung des ursprünglichen Orgon fehlt.“3 Wie Orgonenergie in DOR umgewandelt wird, ist bislang nur wenig bekannt. Raknes vermutet, daß die primordiale Orgonenergie, die sich in ständiger Bewegung befindet und die Eigenschaft hat, Materie mit unterschiedlicher Geschwindigkeit zu durchdringen, viel von ihrer Beweglichkeit verliert, wenn sie auf Materie trifft, die sie nur schwer durchdringen kann, und zum „schweren, trägen, drückenden und lebensfeindlichen“ DOR wird.4 In der Bewegungsform der toten Materie sieht Raknes eine Ähnlichkeit zur DOR Bewegung; er neigt zu der Annahme, daß DOR gesetzmäßig beim Übergang von lebender zu toter Materie auftritt.

 

Fußnoten

  1. Das Oranur-Experiment ist ausführlich beschrieben in: Reich, W., Ausgewählte Schriften, Köln 1976 S. 368-447 (Oranur = ORgone Anti NUclear Radiation)
  2. Vgl. Reich, W., Die Entdeckung… Der Krebs a.a.O. S. 52ff
  3. Raknes, W. Reich und die Orgonomie, a.a.O. S. 80f
  4. Vgl. ebenda S. 81f

Zur Entstehungsgeschichte der Orgonomie (Teil 8)

20. September 2018

Klaus Heimann (Philipps-Universität Marburg/Lahn 1977, gepostet mit der freundlichen Genehmigung des Autors)

II. Die Entdeckung der Orgonenergie: 5. Der Orgonmotor

Die Experimente mit dem Geiger-Müller-Zähler ließen eine motorische Kraft der Orgonenergie erkennen. Der Geigerzähler registrierte Strahlungsdosen, die das damals (1947) aus der Kernphysik Bekannte um fast das Dreifache überstiegen.1 Da der Geigerzähler zur Registrierung der Strahlen einen Drehzeiger besaß, aus dessen Umdrehungsgeschwindigkeit die Strahlungsdosis berechnet wurde, lag die Idee nahe, den mittels der VACOR Röhre gesteigerten output des Geigerzähler-Verstärkers dazu zu benutzen, statt des Drehanzeigegerätes einen kleinen Elektromotor zu betreiben. Durch spezielle Anordnung von mehreren VACOR Röhren gelang es, die Energieproduktion auf rund 200.000 Impulse in der Minute zu steigern. Um die mit Hilfe des Geigerzählers registrierbare motorische Kraft der Orgonenergie auf den Orgonmotor (kleinen Elektromototor) zu übertragen, ist eine gewisse Funktion Y erforderlich, die aber von Reich bislang – wahrscheinlich aus politischen Überlegungen – nicht veröffentlicht worden ist. Schließlich gelang es vor Zeugen, einen kleinen Motor in Bewegung zu setzen.2 Die Geschwindigkeit der motorischen Aktion kann reguliert werden. Sie ist abhängig von: a) der Anzahl der angeschlossenen VACOR Röhren; b) Wetterbedingungen, die auf Grund der bisherigen Befunde sich mit den orgonotischen Funktionen in Übereinstimmung befinden, wie die Temperaturdifferenz To-T (Akkumulator zur Umgebung/K.H.), die Schnelligkeit der elektroskopischen Entladung usw.; c) Funktion Y.“3 Weitere Versuche zum Orgonenergiemotor sind mir nicht bekannt. Aber die Existenz einer motorischen Kraft scheint gesichert zu sein, die nach Reichs Auffassung eine Erklärung für die Fortbewegung lebender Organismen bildet.4

 

Fußnoten

  1. Vgl. Reich, W., Eine motorische Kraft in der Orgon Energie, a.a.O.
  2. So teilt z.B. Hoppe mit, die Demonstration des Orgonmotors erlebt zu haben. Vgl. Hoppe, W., Meine Erfahrungen mit dem Orgon-Akkumulator, in: Int. Zeitschrift für Orgonomie, Bd. I, Heft 1 1950
  3. Reich, W.: Eine motorische Kraft… a.a.O., S. 9
  4. Vgl. Reich, W., Die Entdeckung… Der Krebs a.a.O. S. 165f

Zur Entstehungsgeschichte der Orgonomie (Teil 6)

15. September 2018

Klaus Heimann (Philipps-Universität Marburg/Lahn 1977, gepostet mit der freundlichen Genehmigung des Autors)

II. Die Entdeckung der Orgonenergie: 3. Der Orgon-Akkumulator

Die Versuche im mit Metall ausgekleideten Raum bestätigten die Möglichkeit, atmosphärische Orgonenergie zu akkumulieren. Dies eröffnete eine Reihe von Versuchen, in denen es schließlich gelang, Orgonenergie zu messen und eindeutig gegen andere bislang bekannte Energieformen abzugrenzen. Ausgehend von der Erkenntnis, daß organische Stoffe Orgonenergie aufsaugend festhalten, metallische Stoffe Orgon ebenfalls anziehen, es aber rasch wieder abstoßen, wurden sogenannte Orgon-Akkumulatoren konstruiert.1 Diese bestehen aus einem Gehäuse aus organischem Material (Holz), das innen mit Eisenblech ausgeschlagen ist. Da die organische Hülle Orgonenergie aufsaugt, das Metall im Innern die Energie abstrahlt, ergibt sich eine Akkumulation der Energie. Die Bewegung der Energie nach innen ist frei, sie kann innen ungehindert oszillieren, die Abstrahlung durch das Metall nach außen ist dagegen durch die äußere Schicht gehindert. Temperaturmessungen, die die Temperatur im Innern des Orgonakkumulators mit der Lufttemperatur außerhalb des Akkumulators verglichen, zeigten, daß die Temperatur im Akkumulator stets höher war als die Außentemperatur, ohne daß im Innern irgend eine bekannte Energiequelle eingeschaltet war. Die Temperaturdifferenz, die teilweise 2°C und mehr betrug, war abhängig von der Tageszeit und der Wetterlage. Bei schönem, sonnigem Wetter war sie größer als bei Regen oder Nebel.2 Einstein bestätigte die von Reich gemachten Beobachtungen zunächst, schloß sich dann jedoch der Theorie eines Assistenten, Leopold Infeld, an, der die Temperaturdifferenz durch Wärmekonvektion im Raum, in dem die Messungen vorgenommen wurden, erklärte. Reich widerlegte diesen Einwand, indem er Messungen sowohl im Freien als auch im Erdboden vornahm und auch Kontrollkästen verwendete, die keine innere Metallverkleidung besaßen. Auch im Erdboden, wo es keine Wärmekonvektion gibt, stellten sich konstant Temperaturdifferenzen zwischen Orgon-Akkumulator und einfacher Holzkiste ein. Einstein erwiderte Reichs Gegenbeweise nicht mehr. Die Gründe hierfür liegen sicherlich außerhalb wissenschaftlicher Beweisführung.3

Die Temperaturdifferenzen können nur durch das Vorhandensein der Orgonenergie erklärt werden. Elektrische oder elektromagnetische Felder kommen für eine Erklärung nicht in Betracht, da das Innere des Akkumulators einen Faraday-Käfig bildet, der alle von außen kommende Elektrizität ableitet. Radioaktive Strahlung, die von den Eisenblechen ausgehen sollte, dürfte keine von Wetter und Tageszeit bedingten Schwankungen der Temperaturdifferenz erzeugen. Außerdem war schon bei der SAPA Bionstrahlung sichergestellt worden, daß keine Radioaktivität vorlag. Die Annäherung einer Magnetnadel an die Mitten der 4 oberen und die Mitten der 4 unteren Kanten des Orgon-Akkumulators führte zu folgendem Ergebnis: „Es stellte sich regelmäßig zur Mitte der oberen Kanten der magnetische Nordpol, und zur Mitte der unteren, der magnetische Südpol senkrecht ein. Schluß: Die Reaktion des Energiefeldes des Orgon-Akkumulators ist orgonotischer und nicht magnetischer Natur.“4

Eine weitere Messung der Orgonenergie neben der Messung der Temperaturdifferenz gelang mit Hilfe eines statischen Elektroskops.5 Reich maß monatelang die Entladungsgeschwindigkeit eines Elektroskops im Innern eines Akkumulators, im Raum und im Freien und verglich die Ergebnisse miteinander. Dabei ging er von folgender Überlegung aus: „Geladene Blättchen-Elektroskope entladen in stark ionisierter Luft rascher als in schwacher oder gar nicht ionisierter Luft. Unter ‚ionisierter‘ Luft versteht man Luft, die negative elektrische Einheiten, ‚Elektronen‘ enthält.“6 Die Entladungszeit des Elektroskops war im Orgon-Akkumulator stets langsamer als außerhalb, auch hier zeigte sich eine Abhängigkeit vom Wetter. Reich kam zu dem Schluß, daß die Geschwindigkeit der elektroskopischen Entladung nur von der atmosphärischen Energiespannung abhängt. Diese Energiespannung ist nicht elektrischer Natur. Sie ist bedingt durch die Dichte der Orgonpartikel in der Raumeinheit der Luft. Je höher die Orgonenergiespannung, desto länger dauert die Entladungszeit eines Elektroskops. Dieser Fund bestätigt die Akkumulationswirkung des Orgon-Akkumulators. Eine Messung der Orgonenergiekonzentration ist also jetzt auch durch die Bestimmung der Entladungszeit eines Elektroskops möglich.

Schließlich konnte Reich noch eine dritte Meßmethode zur quantitativen Bestimmung der Orgonenergie entwickeln.7 Er überprüfte mit einem Geiger-Müller-Zähler, der spezifisch zur Bestimmung von Gamma Strahlen, Röntgenstrahlen und kosmischen Strahlen entworfen worden war, die Auswirkungen der Orgonenergie. Zunächst zeigte der Geiger-Müller-Zähler keine Reaktion, die auf die Existenz elektromagnetischer Strahlen hindeutete. Erst nach etwa drei Monaten stellte sich eine Reaktion des Geiger-Müller-Zählers ein. Die Reaktionen waren dafür sehr ungewöhnlich. Der Impulszähler drehte sich in 58 Sekunden 60 Mal im Kreis, was ungefähr 6000 Ticktönen entspricht. „Eine rohe Kontrolle dieser Erscheinung zeigte, daß in den Kopfhörern kein Ticken gehört werden konnte, … während der Impulszeiger in der Sekunde volle Umdrehungen beschrieb. Wenn die Verbindung mit der Zählröhre gelöst und der Impulszähler angeschlossen wurde, dann drehte sich der Zeiger überhaupt nicht.“8 Da sich die Zählröhre des Geiger-Müller-Apparates im Orgon-Akkumulator offenbar erst mit Orgonenergie vollsaugen mußte, konnten die Ergebnisse erst nach einiger Zeit festgestellt werden.

Die Möglichkeit zur quantitativen Bestimmung der Orgonenergie erlaubte es, stärkere Orgon-Akkumulatoren zu konstruieren und die Ergebnisse objektiv zu überprüfen. Die Anzahl der organischen und metallischen Schichten des Akkumulators wurde erhöht. Dabei wechseln sich organische und metallische Schichten alternierend ab. Eine organische und eine metallische Lage bilden zusammen eine Akkumulatorenschicht. Ein zweischichtiger Orgon-Akkumulator besteht demnach aus zwei Doppelschichten mit je einer organische und einer metallischen Schicht. Messungen mit dem Elektroskop ergaben, daß ein ein-schichtiger Orgon-Akkumulator eine dreimal so hohe Orgonkonzentration aufweist wie die Atmosphäre, ein drei-schichtiger Akkumulator weist die vierfache Konzentration auf, und ein zehn-schichtiger nur die sechsfache. Die Konzentration steigt also nicht linear mit Zunahme der Schichten.9

Die Wirkungen der im Orgon-Akkumulator konzentrierten Orgonenergie auf den menschlichen Organismus möchte ich an dieser Stelle noch ausklammern und sie erst weiter unten behandeln, da nachfolgende Entdeckungen die Erkenntnisse stets erweiterten. Da Ausarbeitungen einzelner Entdeckungen teilweise mehrerer Jahre in Anspruch nahmen und von neuen Erkenntnissen überlagert wurden, halte ich es für das Verständnis des Lesers besser, wenn ich auf eine chronologische Darstellung der weiteren Entwicklung der Erkenntnisse verzichte und stattdessen eine systematische Darstellung der einzelnen Bereiche vortrage.

 

Fußnoten

  1. Vgl. zu den folgenden Ausführungen: Reich, W. Die Entdeckung des Orgons, Der Krebs, a.a.O. S. 131ff
  2. Diesen Sachverhalt fand ich selbst bestätigt.
  3. Vgl. auch: Laska, B., Die Begegnung W. Reich – A. Einstein, in: Wilhelm-Reich-Blätter 1/76 S. 7–9
  4. Reich, W. Die Entdeckung des Orgons, Der Krebs, a.a.O. S. 144
  5. Die folgenden Ausführungen beziehen sich auf: ebenda S. 145–149
  6. ebenda S. 145
  7. Vgl. hierzu: Reich, W.: Eine motorische Kraft in der Orgon Energie, in: Intern. Zeitschr. f. Orgonomie, Bd. 1 H. 1 1950, S. 4–9
  8. ebenda S. 5
  9. Vgl. Laska, B., Der Orgon-Akkumulator, in: Wilhelm-Reich-Blätter 4/76 S. 56

Orgonenergie, Liebe und Raumschiffe (1955) (Teil 6)

28. Mai 2018

von David Boadella, B.A.*

TEIL 3: GESCHWINDIGKEIT UND GERÄUSCHLOSIGKEIT

Ich werde jetzt die dritte Eigenschaft der Untertassen besprechen, die ich heute abend auswähle – ihre Bewegungsgeschwindigkeit und die Tatsache, daß diese Bewegung normalerweise geräuschlos ist. Harold WILKINS gibt ein nützliches Beispiel für dieses Merkmal:

Im April 1949 verfolgte ein Team von Wissenschaftlern und Marineoffizieren den Flug eines Wetterballons nordwestlich des Testgeländes von White Sands. Der Aufstieg wurde mit Teleskop, Theodolit und Stoppuhr überprüft. Der Ballon war hoch oben, als der Mann mit dem Teleskop erschrak. Er drehte sein Teleskop nach Osten und beobachtete eine einzelne Scheibe, die sich dem Aufwärtsweg des Ballons näherte. Während er dies tat, verfolgte ein Wissenschaftler die Scheibe durch einen Theodoliten. Das seltsame Objekt schien ein Ellipsoid zu sein, ungefähr 100 Fuß breit und ungefähr 56 Meilen hoch. Jetzt berechnete ein Ballistikexperte die Geschwindigkeit der Scheibe. Es waren fünf Meilen pro Sekunde. Es ist noch kein Motor auf der Erde erfunden worden, der eine Maschine dazu bringen wird, sich mit dieser fantastischen Geschwindigkeit zu bewegen. Das ist eine Geschwindigkeit von 18 000 Meilen pro Stunde. Dann kam ein weiterer erstaunlicher Vorfall. Das Ding schoß plötzlich nach oben und hatte in zehn Sekunden seine Höhe über der Erde um 25 Meilen erhöht. Wiederum berechneten Mathematiker, Astrophysiker und Ballistikexperten, daß die gewaltige Kraft, die bei dieser ungeheuren Beschleunigung ausgeübt wurde, dem Zwanzigfachen der Anziehungskraft des Erdschwerefeldes entsprach. Kein menschliches Wesen unserer Erde könnte eine derartige Schwerkraft ertragen, ohne daß jede Zelle im Körper zerrissen würde. Die seltsame Scheibe war für ungefähr eine Minute in Sicht. (aus Flying Saucers on the Moon)

Es ist interessant, daß einer der berühmtesten Pioniere auf dem Gebiet der Raketenforschung, Professor Herman Oberth, gesagt haben soll, daß das Verhalten von Fliegenden Untertassen jede uns bekannte Antriebsart ausschließt, einschließlich jeglicher Art von Raketenantrieb.

Bietet die Orgonforschung irgendwelche Tatsachen, die Licht auf die kolossalen Geschwindigkeiten werfen können, die von den Untertassen erreicht werden?

Kann Orgonenergie einen Motor antreiben? Die Antwort lautet ja.

Im Jahre 1947 erwarb Reich einen Geiger-Müller-Zähler, um zu sehen, welche Wirkung, wenn überhaupt, Orgon auf ihn hätte. (Ein Geigerzähler ist das gängige Instrument zur Messung der Intensität von radioaktiven Ablagerungen.) Viele Wochen lang reagierte der Zähler nicht. Es schien, als müsse er für eine beträchtliche Zeit Orgon aufsaugen, bevor er zu reagieren begann. Dann im August kam es zu den ersten starken Reaktionen. Als die Batterie eingeschaltet wurde, zeichnete der Zähler 100 Impulse pro Sekunde oder eine Umdrehung pro Sekunde auf. Im Vergleich beträgt die normale Zählung der Hintergrundstrahlung 25-30 Impulse pro Minute oder ein Impuls alle 2 Sekunden; und die maximale Zählung, die zu jener Zeit von nuklearen Quellen erreicht worden war, lag bei 50 Impulsen pro Sekunde, oder genau der Hälfte, die Reich ohne die Verwendung überhaupt irgendeiner nuklearen Quelle erzielte. Er fand, daß die Impulse aufhörten, sobald er den Geigerzähler aus dem Akkumulator nahm, und wieder anfingen, sobald er ihn wieder hinein setzte.

Reich kaufte nun eine sogenannte „Scaler-Einheit“, die es ermöglichte, jeden 32. Impuls nur zu zählen und damit die Aufzeichnung eines weit größeren Aktivitätsbereichs zu ermöglichen als mit dem normalen Geigerzähler. Gleichzeitig wollte er herausfinden, ob Orgon in einem Vakuum eine höhere oder eine niedrigere Rotationsgeschwindigkeit auf seinem Zähler erzeugen würde. Die maximale Anzahl von Impulsen, die er mit dem gasgefüllten Zähler erhalten hatte, betrug 3200 pro Minute. Mit der Vakuumröhre beschleunigte sich die Impulsrate enorm und verlangte eine weit geringere Anfangsspannung, um die Wirkung auszulösen. Ich muß darauf hinweisen, daß dies vom Standpunkt der Kernphysik aus eine unglaubliche Leistung ist, da der Geiger-Zähler bisher noch nie eine Reaktion ausgelöst hat, wenn kein Gas in der Röhre ist und daher keine Gasteilchen ionisiert werden können. Die Einzelheiten des gesamten Versuchsverlaufs, der in die Entwicklung des Geigerzählers und der Vakuumröhren mündete, würde sich als zu technisch und sehr langwierig erweisen, also werde ich die Geschichte der orgonotischen Motorkraft verkürzen, indem ich sage, daß bis 1951 eine maximale Zählrate der Vakuumröhren die schwindelerregende Zahl von 25 000 Impulsen pro Sekunde unter idealen atmosphärischen Bedingungen erreicht wurde. Die Ungeheuerlichkeit dieser Reaktion sollte uns nicht ungläubig machen. Da Orgon die kosmische Energie ist, da es den gesamten Raum durchdringt, und da es so etwas wie eine Orgonhülle um die Erde gibt, sollte logisch folgen, daß die Orgonenergie im Weltraum auch die Kraft ist, die die Rotation und Umdrehung der Planeten beherrscht.

Solch eine Kraft könnte für die hohen Geschwindigkeiten, die Fliegende Untertassen erreichen, durchaus relevant sein, und verweist auch darauf, warum die Untertassen so oft als geräuschlos beschrieben werden. Das einzige Geräusch, das gehört wird, wenn die Orgonenergie am Werk ist, ist das beabsichtigte des mechanischen Aufzeichnungsgeräts. Orgon selbst ist geräuschlos.

* Abdruck der Übersetzung aus dem Englischen mit freundlicher Genehmigung des Autors, Dr. Boadella. Der Originalaufsatz „Orgone Energy, Love and Space Ships“ findet sich in der von Paul und Jean Ritter in Nottingham, England herausgegebenen Zeitschrift Orgonomic Functionalism, Vol. 2 (1955), No. 5, S. 287-306.

Elektrische Ströme in Orgongeräten. Der Weg zum REICH-Orgonmotor? Stand der Technik (Teil 3)

21. September 2017

von Roberto Maglione

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Autors; übersetzt durch Robert (Berlin). Der Aufsatz wurde aus Zweckmäßigkeitsgründen in fünf Teile aufgeteilt.

In den ersten Kapiteln des Textes von The Oranur Experiment finden sich jedoch viele der Tests, die er mittels des Geiger-Müller-Zähler durchgeführt hat, und die später zur Entwicklung der ersten Prototypen des Orgonmotors führten. Und sie können als einleitende Arbeit für die Entwicklung des endgültigen Prototyps des Orgonmotors betrachtet werden. Dass der Orgonmotor gelaufen ist, wurde von vielen Mitarbeitern und von Leuten, die nichts mit seinen Forschungen zu tun hatten, beobachtet. Die Demonstration des Funktionierens des Orgonmotors erfolgte auch während der Ersten Internationalen Konferenz, die vom 30. August bis 2. September 1948 auf Orgonon stattfand. In seinen Berichten beschrieb Reich nur in allgemeinen Zeilen die Grundfunktion des Motors (18):

… Diese Phänomene eröffnen einen Blick auf zwei neue technische Anwendungen der Orgonenergie:

  1. Produktion von Licht und
  2. Umwandlung der Impulse in rascher Folge in eine mechanische Motorkraft …

Am 24. Juni 1948, um 13.00 Uhr, gelang es mir, einen Motor (Western Electric, KS-9154, Serial No. 1227) mittels der orgonenergetischen Motorkraft in Bewegung zu setzen, die ich über den Geiger-Müller-Zähler am 8. August 1947 entdeckt hatte. …. Um den Orgonmotor in Bewegung zu setzen, ist eine gewisse Funktion, die Y genannt wird, notwendig. Diese Funktion kann zurzeit nicht bekannt gemacht werden.

Die bislang verwendeten Orgonenergie-Quellen sind:

  1. orgon-geladene Vacor-Röhren
  2. atmosphärisches Orgon
  3. Erdorgon
  4. organismische Orgonenergie

Es wird kein Material benötigt, das bei Kernspaltungsprozessen zur Anwendung kommt. Die Abfolge der Impulse kann reguliert werden. Die Abfolge der Impulse ist gleichmäßig und kontinuierlich. Das Verhältnis der Menge der benutzten Orgonenergie zum enormen Reservoir der kosmischen Energiequelle ist minimal. … Die Geschwindigkeit der Motorleistung kann geregelt werden. Es hängt ab von

  1. der Anzahl der angeschlossenen Vacor-Röhren
  2. Wetterbedingungen in Übereinstimmung mit orgonotischen Funktionen, die bisher gefunden wurden, wie Temperaturdifferenz T-To, Geschwindigkeit der elektroskopischen Entladung usw.,
  3. Funktion Y

…. So etwas wie „leeren Raum“ gibt es nicht. Feldwirkungen sind auf die Aktivität der universellen kosmischen Orgonenergie zurückzuführen.

Der von Reich verwendete Western Electric KS-9154 Motor ist ein kleiner zweiphasiger Drehmotor mit einem Durchmesser von 2 15/16 Zoll und einer Länge von 4 1/16 Zoll. Er besteht aus einem laminierten Stator aus Stahl und einem Rotor (1 Zoll Durchmesser und 2,5 Zoll lang), gefertigt aus einem Hohlzylinder aus Kupfer, der an einem Ende offen ist und mit einer Stahlwelle am anderen Ende verbunden ist (19).

Reich starb, ohne die Funktion Y zu enthüllen, ein wesentlicher Bestandteil für das Verständnis des Funktionierens des Orgonmotors, weil er davon ausging, der Durchschnittsmensch (der Kleine Mann, wie er ihn nannte) sei nicht darauf vorbereit, eine so unbegrenzte Energiequelle zu benutzen. Aber in Reichs Berichten fehlt nicht nur die Bedeutung der Funktion Y, sondern auch die allgemeine Theorie hinter der Funktionsweise des Motors, dessen Funktion Y nur ein Teil davon ist.

Unter den Berichten der Kollegen, die den Orgonmotor erlebt haben, liegen die von Sharaf, Baker, Wyvell, Neill und die seiner zweiten Frau Ilse Ollendorff vor. Sie fügen nur anekdotische Informationen über den Orgonmotor hinzu, und nur sehr wenige interessantere Details finden sich zusätzlich zu den bereits vorliegenden.

Generell ergibt sich aus den Berichten, dass das Rad des Motors sich viel schneller und geräuschlos drehte, wenn er nur von der Orgonenergie angetrieben wurde, die ihm von einer Vacor-Röhre oder einem kleinen Orgonakkumulator zugeführt wurde; während bei einer Verbindung mit einer Batterie sich das Rad viel langsamer drehte und die Drehbewegung mit Geräuschen verbunden war. Wenn durch Orgonenergie allein gespeist, wurde die Drehung des Rads durch Wetterbedingungen beeinflusst. Außerdem erklärte Reich, dass er entweder die Entdeckung kommerzialisieren wolle oder nur Untersuchungen und Experimente durchführen wolle, ohne eine Vermarktung anzustreben. Er beteuerte auch, dass er nicht die Details veröffentlichen wolle, einschließlich des Y-Faktors. Das letztere kontroverse Verhalten wurde von den Biographen und Schülern Reichs niemals in Erwägung gezogen und diskutiert.

Sharafs Bericht lautete (20):

Reich veröffentlichte nie das Design für den Orgonenergiemotor und ich erinnere mich nicht mehr an die Details des Versuchsaufbaus oder dessen Betrieb. Ich erinnere mich, dass dabei ein Akkumulator, angeschlossen an ein Rad, beteiligt war. Konzentrierte Orgonenergie wurde durch eine geringe Menge an Elektrizität angeregt, eine Menge, die nicht ausreicht, um das Rad ohne den Akkumulator zu drehen. Ich erinnere mich auch, dass, wenn das Rad ganz durch Elektrizität gedreht wurde, es eine stetige Schleifbewegung hatte. Wenn es durch eine Kombination von orgonotischer und elektrischer Energie angetrieben wurde, lief es ruhig und leise; aber seine Geschwindigkeit variierte je nach Wetter – schneller an trockenen, klaren Tagen, langsamer, wenn die Feuchtigkeit hoch war. In jenem Sommer [1948] war Reich sehr aufgeregt über den Motor und stellte sich seine industriellen Anwendungen vor. Er äußerte auch erhebliche Besorgnis darüber, dass das „Geheimnis“ des Motors gestohlen werden könnte, was zu seiner Abneigung gegen die Veröffentlichung der Details beigetragen haben mag.

Bakers Bericht basiert auf seinen Beobachtungen während der Vorführung des Orgonmotors auf der First International Conference 1948 (21):

Filme zur Krebsentwicklung aus den Archiven des Orgone Institute wurden gezeigt, ebenso wie ein Film über die Entwicklung des Orgonenergiemotors.

Reich zeigte auch die Reaktion des Geiger-Müller-Zählers auf die Orgonenergie und schließlich den Orgonenergiemotor. Reich entdeckte die motorische Kraft der Orgonenergie im Jahr 1947, als er das Zifferblatt des Geiger-Müller-Zähler beobachtete. Er beschloss, einen Orgonenergiemotor zu bauen. Auf Myron Sharafs Vorschlag stellte er einen William Washington ein, ein Schwarzer, der Student der Mathematik an der Universität von Chicago war, um zu helfen, einen Weg auszuarbeiten, den Motor zu bauen. Reich benutzte zuerst Vacor-Röhren, die in Reihe mit einem kleinen Akkumulator verbunden und an einen Transformator angeschlossen wurden, um eine elektrische Ladung aufzubauen, die die Orgonenergie in Erregung versetzte. Er benutzte vier oder fünf Vacor-Röhren. Zusammen waren sie mit einem 25-Volt-Elektromotor verbunden. Eine Vacor-Röhre ist eine Vakuumröhre, die in einem Akkumulator für sechs Wochen in Orgonenergie getränkt wird. Reich war in der Lage die Vacor-Röhre in einem schönen Blau erstrahlen zu lassen, wenn sie durch eine Ladung von 500 Volt Elektrizität erregt wurde. Seine Fotografin, Kari Berggrav, fotografierte dies, ebenso wie den Orgonenergiemotor. Reich nahm eine Vacor-Röhre nach der anderen weg, bis alle entfernt waren, und doch lief der Motor weiter. Die wichtigste Zutat war der so genannte „Y-Faktor“, den Reich nicht verraten hat. Der Motor lief auf ½ Volt Strom, der durch einen Akkumulator geschickt wurde, welcher mit dem Elektromotor verbunden war. Als der Motor allein mit Strom betrieben wurde, benötigte er 25 Volt Strom und war laut und wackelig. Mit Orgonenergie war er praktisch geräuschlos und lief glatter und schneller. Manchmal änderte er die Richtung. Bei feuchtem Wetter lief er nicht. Reich sagte, er sei wie eine hysterische Frau.

 

Hinweise:

18. Reich W, A Motor Force in Orgone Energy. Preliminary Communication, Orgone Energy Bulletin, 1(1), Orgone Institute Press, January 1949, New York, Seiten 7-11.

19. Reiter AN, Examination of the Western Electric KS-9154 Motor, Pulse of the Planet #5, Natural Energy Works, Ashland, 2002.

20. Sharaf M, Fury on the Earth. A Biography of Wilhelm Reich, A St Martin’s Press/Marek, New York, 1983, Notiz auf Seite 354.

21. Baker EF, My Eleven Years with Reich, ACO Press, Princeton, New Jersey, 2001, Seiten 32 und 33.

Elektrische Ströme in Orgongeräten. Der Weg zum REICH-Orgonmotor? Stand der Technik (Teil 2)

16. September 2017

von Roberto Maglione

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Autors; übersetzt durch Robert (Berlin). Der Aufsatz wurde aus Zweckmäßigkeitsgründen in fünf Teile aufgeteilt.

Während der ersten Experimente, die 1947-1948 durchgeführt wurden, stellte Reich fest, dass der Geiger-Müller-Zähler, mit dem die Radioaktivität kontrolliert wurde, zunächst normal reagierte, die Hintergrundzählung registrierte und die Gammastrahlung des Gebietes. Allerdings hörte das Gerät auf zu funktionieren, wenn es in der Nähe von Orgonakkumulatoren platziert wurde. Es reagierte nicht mehr auf die Hintergrundstrahlung und nicht einmal auf kleine Röntgenquellen. Die Vorrichtung war für einige Wochen praktisch nicht reaktionsfähig geblieben, als sich der Zeiger des Impulszählers mit einer Rate von einer vollen Umdrehung pro Sekunde drehte, was etwa 100 Impulsen pro Sekunde entspricht, ein sehr hoher Wert im Vergleich zum normalen Hintergrund mit 10 bis 15 Zählungen pro Minute. Bei weiteren Messungen erhielt Reich eine Lesung von etwa sechs- bis achttausend Zählungen pro Minute. Reich erkannte, dass er möglicherweise Zeuge einer motorischen Kraft war (9). Irgendwie wurde die Orgonenergie durch den Geiger-Müller-Zähler (10) in elektromagnetische und mechanische Energie umgewandelt. Er argumentierte, dass der motorische Effekt aufgetreten sei, weil das Rohr des Geiger-Müller-Zählers, das im Laboratorium ständig einer hohen orgonotischen Ladung ausgesetzt war, die Energie aufgesogen hatte. Da das gasgefüllte Zählrohr aus einem inneren zylindrischen Metallrohr und einer äußeren nichtmetallischen Schutzschicht, üblicherweise aus beschichtetem Glas, besteht, verhält sich das Zählrohr im Wesentlichen wie ein kleiner Orgonakkumulator (11).

Später ersetzte er das Zählrohr durch eine besonders konstruierte Vakuumröhre (Vacor-Röhre genannt). Es wurde mit inneren parallelen Aluminiumplatten ausgestattet, die jeweils mit der Kathode bzw. Anode verbunden waren. Die Platten wurden in die Röhre (in der Regel aus Borosilikatglas) in 4-6 cm Entfernung voneinander eingeführt. Jede Platte war 16 cm lang und 4 cm breit. Das Vakuum hatte einen Druck von 0,5 Micron, was ausreicht, um das Vorhandensein von Gas auszuschließen. Diese Anordnung funktionierte wie eine Art Orgonenergieakkumulator im Vakuum. Reich erhielt, durch die Verwendung dieser verbesserten Anordnung, eine viel leistungsfähigere Reaktion, die kurz darauf in der Lage war, einen kleinen Drehmotor zu betreiben. In einer anderen Anordnung benutzte er einen kleinen Orgonakkumulator, der an einen Rotor angeschlossen war. Er erregte die konzentrierte Orgonenergie im Inneren des Akkumulators, um den Rotor mit einem halben Volt Strom zu betreiben. Tatsächlich stellte Reich fest, dass elektrische Energie die Orgonenergie erregen kann (12):

ELEKTRISCHE ENERGIE ERREGT OR-ENERGIE UND VERANLASST SIE DAZU, SICH AUS EINEM ZUSTAND DER WOLKIGER FLECKEN IN EINEM ZUSTAND SCHNELLER, WEISSLICHER STRAHLEN ZU VERWANDELN. (…)

Nun wurde es sehr wahrscheinlich, dass es nur EINE Art von OR-Energie gibt, die ihre Form und Erscheinung bei unterschiedlichen Bedingungen verändert.

Elektrische Energie war jedoch nicht der einzige Weg, Orgonenergie zu erregen. Reich fand verschiedene Methoden, konzentrierte Orgonenergie zu erregen (13):

  1. Die Entwicklung von Konzentrationen zu einzelnen abgrenzbaren Einheiten erfolgt auf verschiedenerlei Erregung des OR-Energieozeans hin: durch Gegenwart anderer orgonotischer Systeme, durch elektromagnetische Funken, durch metallische Begrenzung sowie insbesondere durch Kernenergie (vgl. S. 267ff).

Mai 1950.

In der Praxis konnte Reich mit all diesen Untersuchungen ein erregtes konzentriertes Orgonenenergiefeld in nutzbare elektrische Energie umwandeln, um Arbeit zu erzeugen (14):

„Ich habe einfach Orgon in elektrische Energie umgewandelt.“

Jedoch hat Reich, trotz dieser wichtigen Entdeckung, nie die grundlegende Theorie, das Design und die experimentellen Einstellungen offengelegt, durch die er den kleinen Drehmotor laufen ließ und mechanische Arbeit direkt von der kosmischen Orgonenergie lokal verfügbar machte (15). Er schrieb kurz nach der Entdeckung eine sehr kurze Mitteilung, die in dem Buch The Cancer Biopathy (16) enthalten ist und einen kurzen Bericht ein Jahr später, der in der ersten Ausgabe des Orgone Energy Bulletins (17) aufgenommen wurde. Die darin enthaltenen Informationen waren zu gering, um die Experimente zu verstehen und zu reproduzieren, die zur Entwicklung des Motors führten. Nichtsdestotrotz finden sich in Reichs letztem Buch, Contact with Space, einige Hinweise darauf, wie man einen Orgonmotor entwickeln und vielleicht die Bedeutung des geheimnisvollen und unerklärlichen Y-Faktors verstehen kann, der nach Reich bei der Entwicklung des Orgonmotors wesentlich war. Von ihnen kann man ableiten, dass Reich in der Lage war, Orgonenergie in mechanische Energie durch erregte konzentrierte Orgonenergie umzuwandeln und dass einer der Kernpunkte einer solchen Umwandlung die Verwendung von Radioaktivität war. Er konstatierte außerdem eine radioaktive Mindeststrahlung, um einen Motor zu betreiben.

 

Hinweise:

9. Bald darauf informierte Reich im April 1948 den Direktor des NYC Technical Advisers Office der Atomic Energy Commission über die motorische Wirkung der Orgonenergie auf den Geiger-Müller-Zähler (Eden J, Planet in Trouble. The UFO Assault on Earth, Exposition Press, New York, 1973, Seite 154).

10. Reich W, The Geiger-Muller Effect of Cosmic Orgone Energy, Orgone Energy Bulletin, 3(4), 1951, New York.

11. Im Allgemeinen besteht eine mit einer Mischung aus Argon, Neon und entweder Chlor- oder Bromgasen gefüllte Geiger-Müller-Röhre aus einer Anode (positive Elektrode), die sich in der Mitte einer röhrenförmigen Kathode (negative Elektrode) befindet. Die Kathode ist ein dünnwandiger metallischer Zylinder, der an jedem Ende mit einer isolierenden Scheibe versiegelt ist, um das Gas einzuschließen. Die Anode ist ein Draht, der sich in dem Zylinder erstreckt. Eine Hochspannung wird an die Elektroden angelegt, um ein elektrisches Feld innerhalb der Kammer zu erzeugen. Wenn Strahlung die Kammer passiert und das Gas ionisiert, erzeugt das einen Stromimpuls. Das Gerät verarbeitet diese Impulse, um die Strahlungshöhe anzuzeigen.

12. Reich W, The Oranur Experiment: First Report (1947-1951), The Wilhelm Reich Foundation, Rangeley, Maine, 1951, Seite 213.

13. Reich W, ebd., Seite 199 und 200.

14. Reich W, American Odyssey. Letters and Journals 1940-1947, edited by Mary B Higgins, Farrar, Straus and Giroux, New York, 1999, Seite 401.

15. Es sollte jedoch geschildert werden, dass Reich im Juli 1948 den Vorsitzenden der Atomic Energy Commission über die motorischen Qualitäten der Orgonenergie und der Tatsache, dass eine solche motorische Kraft von totalitären Ländern missbraucht werden könnte, informiert hat (Eden J, Planet in Trouble. The UFO Assault on Earth, Exposition Press, New York, 1973, Seite 154).

16. Reich W, The Discovery of the Orgone. Volume Two: The Cancer Biopathy, Orgone Institute Press, 1948, New York, Seite 150.

17. Reich W, A Motor Force in Orgone Energy. Preliminary Communication, Orgone Energy Bulletin, 1(1), Orgone Institute Press, January 1949, New York, Seiten 7-11.

Elektrische Ströme in Orgongeräten. Der Weg zum REICH-Orgonmotor? Stand der Technik (Teil 1)

14. September 2017

von Roberto Maglione

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Autors; übersetzt durch Robert (Berlin). Der Aufsatz wurde aus Zweckmäßigkeitsgründen in fünf Teile aufgeteilt.

Dieses Papier ist das erste einer Reihe von drei Papieren, die sich auf den Reichschen Orgonmotor konzentrieren und die im Journal of Psychiatric Orgone Therapy erscheinen (1). Das Vorliegende ist ein kurzer Bericht über den Stand der Technik. Das zweite Papier (Co-Autor ist Dionisio Ferrari) konzentriert sich auf selbst durchgeführte Laborexperimente, bei denen eine spontane zyklische Produktion von elektrischer Energie aus Orgonapparaten in einer durchschnittlichen orgonenergetischen Umgebung gewonnen wurde. Das dritte Papier (Co-Autor ist Dionisio Ferrari) berichtet und diskutiert die Reaktion der Orgonapparate bei der Produktion von elektrischer Energie, wenn das orgonomische Potenzial der Umgebung künstlich erhöht wird. Eine Hypothese für den Y-Faktor wird im letzten Papier entwickelt und beschrieben.

Reich verbrachte sein ganzes Leben mit dem Studium und der Erforschung einer in der Natur allgegenwärtig präsenten kosmischen Energie, deren Nutzung dramatische soziale und technologische Auswirkungen auf das Leben der Menschen gehabt hätte. Gegen Ende des Jahres 1950 begann Reich nach vielen Jahren der Erforschung der biologischen und physikalischen Eigenschaften dieser kosmischen Energie, die er Orgonenergie nannte, einen Geiger-Müller-Zähler zu verwenden, um die Wechselwirkung zwischen Orgonenergie und Radioaktivität zu untersuchen (2). Er dachte, dass die Orgonenergie die gefährliche und schädliche Wirkung der Radioaktivität auf Organismen und Lebensformen generell abschwächen oder sogar annullieren könnte. Er plante und führte diese Art von Forschung teilweise wegen des aufkommenden Koreakrieges durch, um eine Antwort und ein Gegenmittel gegen die Bedrohung eines möglichen nuklearen Konflikts zu finden. Er war überzeugt, dass (3):

Kernstrahlung, z. B. Radium, unter dem Einfluss von konzentrierter Orgonenergie verändert wird. Die Art und das Ausmaß dieser Veränderung ist noch sehr dunkel.

Entsprechend konzentrierten sich seine späteren Experimente auf diese Annahme und zielten darauf ab, zu überprüfen, ob sehr kleine Mengen radioaktiver Stoffe, wenn sie in starke und intensive Orgonakkumulatoren in einem Orgonraum (4) liegen, unschädlich gemacht werden würden. Die Ergebnisse dieses letzten Experiments, genannt Oranur (5), das in Reichs Labor durchgeführt wurde, führten ihn zu ganz anderen Schlussfolgerungen, denn die Radioaktivität erwies sich als schädlich bei einer hohen Konzentration der Orgonenergie (6). Dennoch haben weitere Untersuchungen von Reich in den folgenden Jahren auf der Grundlage der Ergebnisse der Oranur-Erfahrung bewiesen, dass am Ende die Orgonenergie die Kernenergie in eine leistungsfähigere und grundsätzlich gutartige Form der Energie umwandeln könnte, genannt Orur (7). Die Ergebnisse seiner ersten Experimente mit dem Geiger-Müller-Zähler und Orgonapparaten, die in den Jahren 1947 und 1948 durchgeführt wurden, führten ihn zu unerwarteten Befunden und zu dem Schluss, dass Orgonenergie auch genutzt und umgewandelt werden könnte, um mechanische Energie oder Arbeit zu erzeugen (8).

 

Hinweise:

1. Es ist eine Zusammenfassung des Kapitels „Reich and the Orgone Motor“, das in dem Buch The Legendary Shamir von Maglione R (2017) enthalten ist.

2. Zu diesem Zweck plante er zunächst die Verwendung von 2,2∙10-5 Millicurie von radioaktivem Cobalt CO-60 (Halbwertszeit von 5,3 Jahren) und 20 Millicurie Phosphor P-32 (ein radioaktives Isotop von Phosphor); und später zwei Nadeln mit je 1 mg Radium.

3. Reich W, The Anti Nuclear Radiation Effect of Cosmic Orgone Energy, Orgone Energy Bulletin, Orgone Institute Press, Maine, Vol. 3, No. 1, January 1951.

4. Der Orgonraum, der sich in Reichs Labor, Orgonon, Maine, befand, war ein komplett metallausgekleideter Raum, in dem der Beobachter, nachdem er eine Weile in völliger Dunkelheit gesessen hatte, Orgonenergie beobachten konnte. Der Raum wurde von Reich in vielen seiner Experimente sowie im Oranur-Experiment verwendet. Der Raum, Größe 18 x 18 ft (6 x 6 m), wurde aus einer äußeren Schicht aus organischem Material gefertigt und innen mit einer Eisenplatte ausgekleidet. Im Inneren des Orgonraumes befanden sich einige kleine Akkumulatoren, von denen einer bei dem Oranur-Experiment von Reich verwendet wurde, wo das radioaktive Material mehrere Tage täglich hineingelegt wurde.

5. Oranur wurde von Reich als Akronym für Orgone Anti Nuclear geprägt.

6. Reich W, The Oranur Experiment: First Report (1947-1951), The Wilhelm Reich Foundation, Rangeley, Maine, 1951.

7. Reich W, History of the Discovery of the Life Energy. Atoms for Peace vs the HIG, Documentary Supplement N° 3, A-XII-EP, Orgone Institute Press, Orgonon, Maine, 1956, Seite 14.

8. In dieser ersten Untersuchungsperiode nutzte Reich niemals radioaktive Stoffe in seinen Experimenten, obwohl er sich manchmal auf Messungen der von seiner Armbanduhr (mit einem Radium-Zifferblatt) ausgestoßenen Impulse, von einem Geiger-Müller-Zähler gezählt, bezog (Reich W, The Oranur Experiment: First Report (1947-1951), The Wilhelm Reich Foundation, Rangeley, Maine, 1951, Seite 214).

Der Schatten über der Welt (Teil 1)

3. April 2015

Orgonon, ein ehemaliges Farmgelände in der Nähe des Dorfes Rangeley, Bundesstaat Maine, war seit 1942 während der Sommermonate, in den 50er Jahren permanent, Ort von Reichs Laboratorium und Lebensmittelpunkt. Im Laufe der Jahre sammelte sich durch die vielen Orgonenergie-Akkumulatoren und die diversen Experimente über dem Gebiet eine hohe Orgonenergie-Konzentration an. Im sogenannten „Studentenlabor“ hatte Reich sogar einen ganzen Raum mit Stahlplatten ausgekleidet. In diesem sogenannten „Orgonraum“ standen zusätzlich jede Menge weiterer Orgonenergie-Akkumulatoren.

Ausgerechnet in diesem Orgonraum vollzog Reich Anfang 1951 sein „ORANUR-Experiment“, das zeigen sollte, wie Orgonenergie die Nuklearenergie eindämmt, möglicherweise sogar neutralisiert: ORgone Against NUclear Radiation. Seine Experimente bis dato hatten ein solches Ergebnis nahegelegt, doch es sollte ganz anders kommen:

Als Reich hochradioaktive Radiumnadeln (wie man sie damals In Arztpraxen für die Krebstherapie benutzte – sie wurden einfach ins Krebsgewebe gesteckt und zerstörten es) in einen besonders leistungsstarken kleinen Orgon-Akkumulator legte, der sich in einem Standardakkumulator befand, der wiederum im Orgonraum stand, brach buchstäblich die Hölle los. Obwohl aus schulphysikalischer Sicht dergestalt das Radium wirklich denkbar gut abgeschirmt war, wurde die Orgonenergie übererregt und veränderte ihre Qualität drastisch. Statt wohltuend und heilend zu wirken, machte sie die Menschen krank und aktualisierte bisher brachliegende Krankheitsanlagen.

Reich bezeichnete diesen Zustand der Orgonenergie zunächst als „DOR“ (Deadly ORgone energy). Später wurde er dann schlicht „ORANUR“ genannt, da sich im weiteren Verlauf herausstellte, daß die Orgonenergie nach dieser Phase der Übererregung abstarb; buchstäblich „schwarz wurde“, ähnlich entzündetem Gewebe, das schließlich abstirbt (Gangrän). Diese abgestorbene Orgonenergie ist das eigentliche DOR.

In der Zeit nach dem verheerenden ORANUR-Experiment sammelte sich über Orgonon das schwarze DOR auf ähnliche Weise an wie zuvor die blaue Orgonenergie. Reich entwickelte 1952 den „Cloudbuster“ (Wolkenbrecher) nicht etwa, um „Regen zu machen“, sondern um Orgonon von diesen „DOR-Wolken“ zu befreien.

Über diesen Umweg fand Reich, daß das DOR ein weltumspannendes Problem ist, das sich hauptsächlich in zwei Regionen konzentriert: über den großen Städten bzw. Industrieballungen und über den Wüstengebieten. Dies ist der Hintergrund von Reichs „Wüstenexpedition“ nach Arizona im Winterhalbjahr 1954/55. Er beschreibt sie eingehend im zweiten Band von Das ORANUR-Experiment II (Contact with Space).

Reichs Schüler und Mitarbeiter Elsworth F. Baker besuchte Reich in Arizona und machte dabei die folgenden drei Beobachtungen:

Ich drehte einen Film über Reichs Arbeit in Arizona und merkte bald, daß es notwendig war, einen Lichtmesser zu benutzen. Obwohl die Sonne sehr stark und heiß strahlte, zeigte der Lichtmesser eine weit größere Verschlußöffnung an, als man es normalerweise für nötig erachtet hätte. Eines morgens zeigte der Lichtmesser eine Verschlußeinstellung von 8 an. Zu diesem Zeitpunkt begann Reich mit dem Cloudbuster abzuziehen. Ohne daß sich in der Zwischenzeit sonst etwas am Wetter geändert hätte, begutachtete ich den Lichtmesser nach zehn Minuten und fand, daß die Anzeige für die Verschlußöffnung auf nur 11 stand. Eine weitere Veränderung wurde wahrgenommen: nach dem Abzug schien die Sonne nicht mehr so grell oder heiß zu sein, obwohl es in der Tat mehr Licht gab. Das DOR hatte das Licht absorbiert und sowohl die Grelle als auch die Hitze verursacht.

Bei einer anderen Gelegenheit beobachteten wir die Flugmanöver eines Düsenjägers, der einen langen, ununterbrochenen Kondensstreifen hinter sich herzog. Vor ihm beobachteten wir ein Gebiet voll DOR. Als der Düsenjäger in das DOR eindrang, verschwand der Kondensstreifen sofort. Das DOR hatte die Feuchtigkeit absorbiert, so daß kein Kondensstreifen entstand.

Meine letzte Beobachtung hat mit Raumschiffen zu tun. Bis jetzt wurde keines aufgebracht, und noch immer glauben viele Leute, daß es sie nicht gibt. Ich werde hier einfach berichten, was neben Reich sieben von uns sahen. Eines Tages um etwa 21 Uhr zeigte Reich auf einen sehr hellen Stern im Südwesten, etwa 40 Grad über dem Horizont. An ihm war ungewöhnlich, daß er heller war, als ich es je bei der Venus gesehen hatte. Auch änderte er regelmäßig seine Farbe in der Reihenfolge: rot, blau, grün, orange, gelb und weiß – dann wieder zurück zu rot. Wir beobachteten ihn einige Minuten und betrachteten ihn dann mit einem 3 Zoll-Fernrohr, wodurch er größer erschien, aber immer noch bloß als Lichtfleck. Als wir ihn mit ortsfesten Objekten in Bezug setzten, entdeckten wir, daß er sich langsam in nordöstliche Richtung bewegte und in Relation zu anderen Sternen allmählich seinen Standort veränderte. Dann richtete Reich seinen Cloudbuster auf ihn, und nach drei oder vier Minuten erschien die rote Farbe nicht mehr. In der Folge verschwanden nacheinander die blaue, grüne, orange und gelbe Farbe. Alles was nun übrigblieb, war das Weiß, das immer schwächer wurde, bis wir es nicht mehr ausmachen konnten.

Durch seine Beobachtungen war Reich zu dem Schluß gekommen, daß zu einem Gutteil UFOs für die DOR-Verschmutzung verantwortlich zeichneten.

Hier ein kurzer Überblick über die orgonomische UFOlogie:

1. Die Haltung der Orgonomie zum UFO-Problem basiert nicht nur auf Beobachtungen außergewöhnlicher Phänomene am Himmel, sondern auch auf reproduzierbaren Experimenten auf dem Erdboden.

1948 hatte Reich entdeckt, wie man einen Elektromotor mit der motorischen Kraft in der Orgonenergie antreibt, die Reich mit Hilfe des Geiger-Müller-Zählers entdeckt hatte. (Siehe dazu die kurze Mitteilung in Der Krebs.)

Das Leuchten und die Bewegungen von UFOs verweist auf gewisse Eigenschaften der VACOR-Röhre und des Orgonmotors.

Als weiteres Experiment wäre das ORANUR-Experiment zu nennen, wo Reich rote (also niedrigfrequente-energetische) Strahlung mit einer erhöhten „Erregung“ der Orgonenergie grob verbinden konnte, im Vergleich zum hochfrequenten Blau, das den normalen Zustand der Orgonenergie auszeichnet. Es wurde beobachtet, daß der Geschwindigkeitsanstieg von UFOs mit Licht näher zum roten Ende des Spektrums verbunden ist. Das Gegenteil trifft bei Abnahme der Geschwindigkeit zu. Daß wir es bei Geschwindigkeitszunahme mit einer höheren Orgonenergie-„Erregung“ zu tun haben, zeigt sich auch an der Zunahme der Helligkeit.

Weiter wären zu erwähnen: Cloudbuster-Funktionen (Änderungen des Schwerefeldes um einen arbeitenden Cloudbuster herum), die Gesamtheit von Reich’s „OROP Desert Ea“-Expedition nach Arizona und seine Pendel-Experimente. Sie weisen vielleicht darauf hin, daß die Gravitation gequantelt ist und bestimmte Beziehungen zwischen der Bewegung der Orgonenergie-Hülle um den Planeten und seine Schwerebeschleunigung bestehen. (Reichs Pendel-Experimente konnten jedoch nur teilweise verifiziert werden und die mit ihnen verbundenen Überlegungen sind theoretisch problematisch.)

So verweist die orgonomische UFO-Forschung auf ein funktionelles Verständnis des UFO-Antriebssystems: Änderungen des Gravitationsfeldes während des ORANUR-Experimentes (und beim Cloudbuster), die mögliche Rolle, die Anion-Generatoren spielen (Produktion von Melanor – sozusagen das „UFO-Abgas“), der direkte Einfluß des Cloudbusters auf UFOs, der erwähnte Orgonmotor selber, etc. Vielleicht sollte man auch das „Angel Hair“ und „Devils‘ Jelly“ in Bezug zur ORANUR-Chemie setzen.

2. Die orgonomische Physik im Zusammenhang (der von der Psychologie bis zur Meteorologie reicht) im Vergleich zur mechanistischen Physik. Die Orgonphysik ermöglicht uns eine grundsätzlich neue Sicht des Universums und seines Funktionierens und läßt viele „Unmöglichkeiten“ der heutigen Physik möglich erscheinen.

In diesem Zusammenhang sind auch Erscheinungen erklärbar, welche der von Reich vertretenen Einschätzung von UFOs, die stark durch die 50er Jahre geprägt war, zu widersprechen scheinen. Ich rede von der Überlappung des UFO-Phänomens mit „Geistererscheinungen“, „Kobolden“ und anderen „Trickstern“ der Folklore. Reich selbst hatte nach dem ORANUR-Experiment mit unerklärlichen Vorfällen auf Orgonon zu tun. Offensichtlich sind Raum und Zeit orgonometrisch nicht so fundamental, wie bisher angenommen.

3. Die orgonomische UFO-Forschung gebraucht das sensitivste Meßinstrument, das uns zur Verfügung steht: den menschlichen Organismus selber. Sie ist dergestalt in der Lage, auch qualitative energetische Zustände in der Umwelt und im eigenen Organismus wahrzunehmen und in ein wissenschaftliches Weltbild zu integrieren. Der Kosmos selber wird als Organismus verstanden. Goethe und Newton sind keine Gegensätze mehr, denn die Orgonomie nutzt natürlich auch die Meßtechnik ausgiebig.

4. Die Integration der verschiedenen Aspekte der Auswirkungen der Emotionellen Pest im Gemeinsamen Funktionsprinzip (CFP) der Erzeugung von äußeren (atmosphärischen) und inneren (emotionalen) Wüsten. Entsprechend kann man die DOR-erzeugenden Außerirdischen grundsätzlich im gleichen Licht betrachten wie Eltern, die Panzerung (DOR) erzeugen, d.h. als Wüstenverursacher (vgl. Jerome Edens Interview).

5. Die Verbindung zwischen der Beeinflussung der atmosphärischen Orgonenergie mit dem Cloudbuster (CORE) zur Beseitigung von DOR aus der Atmosphäre und die Reaktion der UFOs auf diese OROPs (ORgonenergie-OPerationen).