Nicht metaphysisch, sondern kosmisch!

In Die kosmische Überlagerung erschließt Reich, daß die Ausdruckssprache des Orgasmusreflexes zwar überindividuell sei, „doch nicht metaphysisch oder mystisch, sondern kosmisch“ (S. 51).

Wenn der Naturwissenschaftler das Wort „kosmisch“ in solchen Zusammenhängen hört, entsichert er sofort seinen Revolver… Was meint hier also Reich konkret mit „kosmisch“? Eine „kosmische“ Betrachtung im Reichschen Sinnen impliziert, das bestimmte Prozesse auf allen Größenebenen identisch funktionieren, d.h. auf der Mikro-, Meso- und Makroebene, desgleichen in allen Funktionsbereichen (beispielsweise im Organismus und bei der Galaxie, im Lebendigen und im Bereich der toten Materie, etc.). Sie sind „kosmisch“, im Sinne von invariant. Reich hat das in Die kosmische Überlagerung durchexerziert.

Diese „invariante“ Betrachtungsweise kann leicht metaphysisch (mystisch) fehlgedeutet werden, d.h. Hinterwelten werden postuliert, die kurzschlußartig unmittelbar (mechanisch!) auf alles einwirken: Gott, der „Äther“, „geistige Wirkstrukturen“, etc. Reich hat sich mit dieser „absoluten“ Betrachtungsweise in Äther, Gott und Teufel kritisch auseinandergesetzt.

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3 Antworten to “Nicht metaphysisch, sondern kosmisch!”

  1. Robert (Berlin) Says:

    Wieweit geht die Invarianz eigentlich? Bei der kosmischen Überlagerung (zweier Energieströme) entsteht Materie, beim Menschen ein Kind? Beim Orgasmus wird überschüssige Energie entladen, bei der kosmischen Überlagerung wird was entladen?

  2. Peter Nasselstein Says:

    Die Wissenschaft stolpert mal wieder über den kosmischen Orgonenergie-Ozean – diesmal sogar erstaunlich nahe dem Orgon und seinen von Reich beschriebenen „paarigen“ Funktionen:

    It’s embarrassing, but astrophysicists are the first to admit it. Our best theoretical model can only explain 5 percent of the universe. The remaining 95 percent is famously made up almost entirely of invisible, unknown material dubbed dark energy and dark matter. So even though there are a billion trillion stars in the observable universe, they are actually extremely rare.

    The two mysterious dark substances can only be inferred from gravitational effects. Dark matter may be an invisible material, but it exerts a gravitational force on surrounding matter that we can measure. Dark energy is a repulsive force that makes the universe expand at an accelerating rate. The two have always been treated as separate phenomena. But my new study, published in Astronomy and Astrophysics, suggests they may both be part of the same strange concept — a single, unified „dark fluid“ of negative masses.

    https://www.space.com/42758-dark-fluid-negative-mass-dominates-universe.html

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