Posts Tagged ‘Wirkstrukturen’

Orgonometrie (Teil 3): Kapitel 28

27. August 2019

orgonometrieteil12

28. Was bedeutet der Begriff „Funktion“?

Nicht metaphysisch, sondern kosmisch!

7. Dezember 2018

In Die kosmische Überlagerung erschließt Reich, daß die Ausdruckssprache des Orgasmusreflexes zwar überindividuell sei, „doch nicht metaphysisch oder mystisch, sondern kosmisch“ (S. 51).

Wenn der Naturwissenschaftler das Wort „kosmisch“ in solchen Zusammenhängen hört, entsichert er sofort seinen Revolver… Was meint hier also Reich konkret mit „kosmisch“? Eine „kosmische“ Betrachtung im Reichschen Sinnen impliziert, das bestimmte Prozesse auf allen Größenebenen identisch funktionieren, d.h. auf der Mikro-, Meso- und Makroebene, desgleichen in allen Funktionsbereichen (beispielsweise im Organismus und bei der Galaxie, im Lebendigen und im Bereich der toten Materie, etc.). Sie sind „kosmisch“, im Sinne von invariant. Reich hat das in Die kosmische Überlagerung durchexerziert.

Diese „invariante“ Betrachtungsweise kann leicht metaphysisch (mystisch) fehlgedeutet werden, d.h. Hinterwelten werden postuliert, die kurzschlußartig unmittelbar (mechanisch!) auf alles einwirken: Gott, der „Äther“, „geistige Wirkstrukturen“, etc. Reich hat sich mit dieser „absoluten“ Betrachtungsweise in Äther, Gott und Teufel kritisch auseinandergesetzt.

emotion (Teil 3: Spiritualität)

3. Dezember 2016

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Ein neuer Artikel auf http://www.orgonomie.net:

emotion (Teil 3: Spiritualität)

Orgontherapie, „energetische Medizin“, Schulmedizin

5. Juni 2012

Die „metatheoretische“ Grundstruktur des Reichschen Denkens von 1919 bis 1957 sieht wie folgt aus:

  1. Bewegung und Struktur bilden den grundlegenden Gegensatz;
  2. Bewegung ist fundamentaler als Struktur; und
  3. auf die Punkte 1 und 2 läßt sich alles reduzieren.

Diese drei Punkte erklären gleichzeitig auch, was definitiv nicht Orgonomie ist:

  1. primitiv „monistische“ Auffassungen, nach denen alles nur Energie, nur Geist, nur Brahman, etc. ist;
  2. Anschauungen, die metaphysische oder materielle „Wirkstrukturen“ als primär setzen; und
  3. Anschauungen, die sich gegen jede derartige „generalisierende“ Grundannahme sträuben.

Diese drei „anti-orgonomischen“ Auffassungen lassen sich auf einen Mangel an funktionellem Denken zurückführen. Betrachten wir dazu die orgonometrische Grundgleichung:

Monistische Auffassungen entstehen, wenn ausschließlich das Gemeinsame Funktionsprinzip (CFP), in diesem Fall „biologische Energie“, gesehen wird. Beispielsweise ist dann von „energetischer Medizin“ die Rede, in der die Charakteranalyse, d.h. die „Psyche“, zum Nachteil des Patienten vernachlässigt wird.

„Metaphysisch“ wird es, wenn Elemente der Psyche dem CFP zugeschrieben werden und schließlich die Psyche das CFP von biologischer Energie und Soma wird. Tatsächlich ist das bei allen „spirituellen“ Ansätzen der Fall. Auch wenn sie sich manchmal auf obige Grundgleichung berufen; wenn man sie nur lang genug zu Wort kommen läßt, schält sich doch immer die Psyche als etwas heraus, dem die biologische Energie und das Soma nachgeordnet sind.

Man könnte behaupten, daß ähnliches auf die mechanistische Medizin zuträfe, wenn man im letzten Absatz das Wort „Psyche“ durch das Wort „Soma“ ersetzen würde, jedoch versucht sie sich solchen Herangehensweisen zu entziehen. Das fängt allein schon damit an, daß in der Schulmedizin für „biologische Energie“ gar kein Platz ist. Und was „Psyche“ betrifft: sie reduziert sich auf Hirnchemie, d.h. das Soma. Es ist einfach kein Platz für funktionelle Gegensätze und funktionelle Identität.