Das orgonomische Gesellschaftsmodell

Von den ca. 80 Millionen Deutschen zahlen vielleicht 20% mehr ins System ein, als sie erhalten. Die restlichen 80% sind ihre Kostgänger: Kinder, Rentner, Arbeitslose, Sozialhilfeempfänger, Beamte, Leute, die indirekt von Steuern leben, weil der Hauptkunde ihrer Firma der Staat ist, etc. „Wer bezahlt, sollte auch bestimmen!“, d.h. nur diese 20% sollten zur Wahl gehen dürfen. Um die Gerechtigkeit zu vollenden, sollten diese Stimmen nach den eingezahlten Steuern gewichtet sein. Das ist keine bloße Utopie, denn genau so waren (in sehr groben Zügen) ursprünglich die USA und das Wilhelminische Deutschland organisiert!

Man kann natürlich argumentieren, daß etwa ein Polizist („ein Kostgänger der Produktiven“) eine wichtigere und im Endeffekt auch produktivere Funktion ausfüllt, als etwa jemand, der Musketen für Sammler herstellt, dabei sehr erfolgreich ist und mit dieser Arbeit den Polizisten mitfinanziert. Ganz zu schweigen von etwa einem Wissenschaftler, der von staatlichen Fördergeldern lebt, aber mit seinen Erkenntnissen ganze Industriezweige neu erschafft. Je weiter man das durchdeklamiert, desto absurder wird meine „Utopie“ und desto mehr nähern wir uns dem heutigen demokratischen System, das auf jedem Fall dem Untergang geweiht ist, denn wenn die Parasiten zu 80% das Sagen haben, werden die 20% Produktiven immer mehr ausgebeutet und in die Ecke gedrängt, bis das System kollabiert.

Das einzige für die moderne Welt gangbare Demokratiemodell hat Reich entwickelt, die Arbeitsdemokratie. Hier steht nicht das Individuum (der Funktionsträger) im Mittelpunkt, sondern die Arbeit (die Funktion) selbst. Der Funktionsträger unterliegt eigenen Gesetzmäßigkeiten, die nichts mit der Funktion zu tun haben, sie teilweise sogar behindern. Man denke nur an das Problem der politischen Einstellung der Arbeitenden oder den ganzen Komplex unserer evolutionären Belastung (unser Primaten- und „Neandertalertum“), kulturelle und religiöse Prägungen, etc.

Wie funktioniert die Arbeitsdemokratie konkret? Die Frage beantwortet sich von selbst! Die Arbeitsdemokratie ist das, was übrigbleibt, wenn man die Idiosynkrasien der Funktionsträger, d.h. alles Irrationale wegstreicht. Das wird natürlich in alle Ewigkeit ein Ding der Unmöglichkeit sein, aber so hat man zumindest einen Rahmen, ein Zielkorridor, an dem man sich orientieren kann. Ein Gefühl für Arbeitsdemokratie gewinnt man etwa, wenn man sich mit dem Ingenieurswesen und der Wissenschaft beschäftigt. Hier ist die Vorstellung von „Wahlen“ genauso absurd, wie die einer Diktatur. Über die Frage, ob das Virus x die Krankheit y hervorruft, kann man weder abstimmen noch einfach etwas behaupten. Einzig und allein die Klinik und das Labor fallen die Entscheidung. Gleichzeitig kann es jederzeit neue Beobachtungen und Experimente geben, die die „erwiesene“ Theorie relativiert oder gleich ganz umstößt. Probleme machen hier nur die Ideologien und Persönlichkeitsstörungen der Ingenieure und Wissenschaftler. Im großen und ganzen herrscht aber der „wissenschaftliche Ethos“, der sich wegen der „Macht des Faktischen“ letztendlich immer durchsetzt. Genauso sollten wir unsere Demokratie angehen. Konkret bedeutet dies, einen „arbeitsdemokratischen Ethos“ zu verbreiten, wie Reich es als erster im Schlußkapitel von Die Massenpsychologie des Faschismus getan hat.

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3 Antworten to “Das orgonomische Gesellschaftsmodell”

  1. Peter Nasselstein Says:

    American College of Orgonomy

    A Different Kind of Psychiatry
    Case Presentation Series

    Saturday, December 14, 2019
    „A Scared Little Boy Finds his Mojo“
    Dee Apple, Ph.D.

    The ACO’s Case Presentation Series, A Different Kind of Psychiatry, continues on Saturday, December 14, at the ACO campus in Princeton, NJ. Psychologist, Dee Apple, Ph.D., will present the case of a young boy whose therapy began at the age of seven.

    Dr. Apple, what prompted your patient’s parents to bring him to you for treatment?

    Dr. Apple: „Alex was a sensitive, delightful boy whose parents described him as ‚Extremely shy, quiet, withdrawn socially, lacking confidence in himself. He always wants to do everything perfectly.‘ Both of Alex’s parents were in therapy for personal and marital reasons, which markedly helped them understand his need for help. This case gives the audience an intimate look at how using a unique therapeutic approach can help a remarkable child.“

    What was your treatment approach for Alex?

    Dr. Apple: „In the first therapy sessions he was extremely anxious and terrified. It took several sessions of non-verbal communication before he began to feel comfortable with me. With my encouragement, Alex was able to gradually and progressively express his emotions during therapy. This allowed him to find a healthy outlet for his feelings which ultimately helped him both socially and emotionally.“

    What do you hope people take away from your presentation?

    Dr. Apple: „Several things–first, so much can be accomplished in the treatment of a child when the parents have a solid understanding of and support for their child’s need for therapy. Next, a lot can be achieved in therapy sessions without the use of medications. In this case, Alex would not have learned how to handle his appropriate aggression in a healthy way if it had been dampened with medication. Finally, in today’s complex world, ongoing therapeutic support to help children maintain their abilities and health, and to enable them to cope with life’s challenges, is more important than ever.“

    Dr. Dale Rosin, Director of the ACO Case Presentation Series, adds „Anyone who’s ever been painfully shy as a child or has agonized over their own child’s shyness and anxiety will be moved as well as heartened by Dr. Apple’s inspiring presentation. His delicate, gradual, and careful treatment of this child shows the use of a character analytic approach to play therapy at its best.“

    Jackie Bosworth, M.D., will join Dr. Apple for the open discussion.

    The series is FREE to attend. To register in advance call (732) 821-1144, email aco@orgonomy.org, or register online.

    American College of Orgonomy
    http://www.orgonomy.org

  2. Peter Nasselstein Says:

    Eine sehr gute Beschreibung der Todfeinde des Deutschen Volkes und der Orgonomie – das Konsortium aus Rotem Faschismus (due „Grünen“ und andere Kommunisten) und Schwarzem Faschismus (dieinternationalen Großkonzerne):

    http://www.pi-news.net/2019/11/wer-sind-die-drahtzieher-der-zuwanderung-und-was-ist-ihr-motiv/

    • claus Says:

      Treffend ist, dass jede der drei Gruppen den anderen als nützliche Idioten betrachtet. Falsch ist: „1.Der Kapitalmarkt und internationale Konzerne. Diese ‚global Player‘ haben kein Interesse an Nationalstaaten und deren Besonderheiten, die sich oftmals als Handelshindernisse erweisen.“ Zur ersten wirtschaftlich definierten Gruppe zählen eben nicht nur die bösen, von Linken immer in den Mittelpunkt gestellten, internationalen Konzerne. Es sind vielmehr mittelständische Betriebe, die Leute suchen, die mit der Hand arbeiten (was Deutsche meistens nicht mehr wollen). Ob Zuwanderer ihre Erwartungen erfüllen werden, ist eine andere Frage. (Und Zuwanderer, die es wollen, werden von Ausländerbehörden und Gesetzen in hirnrissiger Weise daran gehindert.)

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