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Paul Mathews: People’s Temple: eine Fallstudie über Faschismus und die Emotionelle Pest

1. November 2019

 

Paul Mathews:
People’s Temple: eine Fallstudie über Faschismus und die Emotionelle Pest

 

People’s Temple: eine Fallstudie über Faschismus und die Emotionelle Pest (Teil 2)

6. Mai 2019

 

Paul Mathews:
People’s Temple: eine Fallstudie über Faschismus und die Emotionelle Pest

 

Paul Mathews: Eine funktionelle Auffassung des modernen liberalen Charakters

22. März 2019

 

Paul Mathews:
Eine funktionelle Auffassung des modernen liberalen Charakters

 

Die Geschichte des AMERICAN COLLEGE OF ORGONOMY

19. März 2019

Wiederholt wurde ich aufgefordert einen ausführlichen Artikel über die Entwicklung der Orgonomie im allgemeinen und des American College of Orgonomy (ACO) im besonderen zu schreiben. Das kann ich aus zwei Gründen nicht machen: zu wenig und zu viel Information. Wie sich die American Association of Medical Orgonomy (AAMO) genau aufgelöst hat, wie das mit dem Cloudbusting Anfang der 1960er Jahre genau war, warum Levy das ACO genau verlassen hat, warum die Abspaltung des Institute for Orgonomic Science (IOS) nun genau erfolgte und was Baker damals genau vorgeworfen wurde… Die, die darüber (noch!) reden könnten, hüllen sich in Schweigen oder verbreiten einseitige Gerüchte, in denen es keine Zwischentöne mehr gibt – und heutige Orgonomen zucken glaubhaft mit den Schultern: „Keine Ahnung!“ Und wenn ich die Histörchen, die ich per Zufall aus erster, zweiter und dritter Hand habe, ausmale, kann nur ein schiefes Bild entstehen – und außerdem möchte ich niemanden in die Pfanne hauen, u.a. weil mir dann berechtigterweise niemand mehr was erzählen würde.

Weitaus wichtiger ist sowieso das Grundsätzliche. Wofür steht eigentlich das Wort „College“ in „ACO“? Es ist ein „Kollegium“, ein Verbund von „Kollegen“, die primär Ausbildung (das zunächst von Baker und dann von Konia geleitete Seminar für Orgontherapie) und Forschung (Orgon-Biophysik im Elsworth F. Baker Oranur Research Laboratory) betreiben. Zunächst erfolgte das in den Praxen und „ausgebauten Scheunen“ von Orgontherapeuten. Seit Ende der 1980er Jahre in einem größeren ehemaligen Farmhaus und einem kleinen Nebengebäude auf einem großen Grundstück in einem mehr oder weniger ländlichen Vorort von Princeton, New Jersey. Der Name „College“ zeigt bereits, daß das keine „Organisation“ oder gar ein „Verein“ im üblichen Sinne ist. Mit wenigen Ausnahmen am Anfang des ACO können sowieso nur Promovierte Mitglied werden und das auch nur bleiben, solange sie aktiv mitarbeiten.

Die Struktur des ACO richtete sich stets nach dem Modell der USA aus: souveräne Staaten (nicht bloße „Bundesländer“ wie in Deutschland!) und doch eine starke Zentralregierung. Jeder Orgonom ist vollkommen frei auf seine eigene Weise die Orgonomie zur Entfaltung zu bringen (beispielsweise kann er eine „Organisation“ gründen), solange er einige wenige Kompetenzen (im Grunde aber nur eine) vollständig der Zentralregierung überläßt: in den USA ist das die Landesverteidigung, beim ACO die Ausbildung und „Lizensierung“ von Orgontherapeuten. Vielfalt in Einheit! Schaut man genauer hin, war das nicht nur zu Reichs Zeiten genauso (das Orgone Institute und drum herum die Wilhelm Reich Foundation, das AAMO, etc.), sondern es ist so durchweg bei allen akademischen und handwerklichen Verbänden weltweit.

Und woher nimmt das ACO seine Legitimation? Es ist unumstritten, daß Elsworth F. Baker, der Gründer des ACO, Ende der 1940er Jahre vom Orgone Institute (= Wilhelm Reich) den Auftrag erhalten hatte, zukünftige Orgonomen auszubilden, was er denn auch bis zu seinem Tode 1985 getan hat. Er war zu Reichs Lebzeiten der unumstrittene Führer der amerikanischen Orgontherapeuten im Großraum von New York City und wie selbstverständlich Herausgeber der Zeitschrift Medical Orgonomy, die zu Reichs Lebzeiten erschien und die der unmittelbare Vorläufer des Journal of Orgonomy war. Hätte Baker direkt nach Reichs Tod die Zügel in die Hand genommen, hätte es niemals irgendeinen Zweifel hinsichtlich „Legitimation“ gegeben!

Baker hat sich aber anders entschieden. Die Orgonomie war krachend gescheitert bzw. den Orgonomen war es nicht gelungen Reich zu schützen. Es wäre der helle Wahnsinn gewesen, einfach so weiterzumachen, als wäre nichts gewesen! Reich habe Baker persönlich bei ihrem letzten Treffen unmittelbar vor seinem Haftantritt erklärt, daß alle Organisationen eingestellt werden sollten, Baker sich von den restlichen Orgonomen distanzieren sollte, da diese ihn sonst „umbringen“, er solle stattdessen eine neue Generation von Orgonomen ausbilden und mit denen zusammen ein „College of Orgonomy“ gründen. 11 Jahre später hat Baker genau das getan.

Der Ödipus-Komplex und die Reichianer

8. März 2019

Elsworth F. Baker zufolge gibt es zwei Arten von Menschen: diejenigen, die frei sind vom Ödipus-Komplex, und diejenigen, deren gesamte Existenz von ihm geprägt ist. Zu den ersteren gehören jene, die die genitale (bzw. phallische) Phase nicht durchgemacht haben und die deshalb weitgehend lebensunfähig sind („orale Charaktere“), und jene, die unergründlicherweise die genitale Libidophase unter den heutigen gesellschaftlichen Bedingungen unbeschadet durchstanden haben und entsprechend gesunde genitale Charaktere sind. Zur zweiten Gruppe gehören effektiv fast 100% der Bevölkerung! Entsprechend beherrscht der Ödipus-Komplex wirklich alles.

Nach Baker gibt es zwei Möglichkeiten, wie der Neurotiker den Ödipus-Komplex bewältigt: entweder tritt er in offene Konkurrenz zum Vater bzw. zur „Vater-Imago“ (das konservative Syndrom) oder er rebelliert gegen ihn auf subversive Weise (das liberale, „linke“ Syndrom). Diese beiden Bewältigungsformen des Ödipus-Komplexes bzw. deren Widerstreit bestimmt unser gesamtes politisches und gesellschaftliches Leben. Das zeigt sich besonders schön am „Reichianismus“ selbst.

Beispiel Amerika: dort besteht, wie zuvor in der Psychoanalyse und im Marxismus, ein Gutteil der „Reich-Anhänger“ aus „Juden“. Davon leidet wiederum ein Großteil unter dem „liberalen“ Bewältigungsmodus des Ödipus-Komplexes. Obwohl sie ganz offensichtlich nichts mit dem Judentum verbindet, kehren sie dieses plakativ nach außen, weil sie, fast durchweg der Oberschicht entstammend oder zumindest aktuell dazugehörend, sich in der Rolle des „Opfers“ gefallen – des Opfers im ödipalen Drama, das gegen den Vater rebelliert. Entsprechend ist die „Israel-Kritik“ ihr großes Thema. Ganz offen betreiben sie Boykotthetze gegen Israel, solidarisieren sich mit den „Palästinensern“ (fast durchweg Hitler-Verehrer!) und stellen Israel als DIE Bedrohung des Weltfriedens hin. Unter keinen Umständen wollen sie angesichts des so „unjüdischen“ Judenstaates Israel ihres Opferstatus verlustig werden und vor allem leben sie die Rebellion gegen das Vater-Imago aus.

Das zeigt sich auch in ihrer Haltung zu Amerika: auf der einen Seite können sie sich gar nicht wieder einkriegen in ihrem Haß gegen Trump, weil der (warum auch immer) den amerikanischen Traum und die amerikanische Demokratie zerstöre – und auf der anderen Seite delegitimieren sie die Vereinigten Staaten erbarmungslos. Der aufgeblasene Militärhaushalt, die Erinnerung an Vietnam, die Sklaverei, die Indianerkriege, etc.pp. Selbst die Gründung der USA sei eine einzige Lüge, da die Engländer die Steuern nur erhoben, weil sie bei der Verteidigung der Kolonisten gegen die Franzosen und deren indianische Verbündete sich finanziell verausgabt haben und im Westen aufwendige Militärposten ausrechterhalten mußten, um die Indianer vor den nach Westen drängenden weißen Siedlern zu schützen. Sie lassen kein gutes Haar an ihrem eigenen Land. Das nennt man Subversion! IN IHREN AUGEN WÄRE ES BESSER, WENN ES DIE USA GAR NICHT GEBEN WÜRDE. Das gleiche gilt für Israel, das sie offensichtlich ausradiert sehen wollen. Der Ödipus-Komplex ist derartig wirksam, daß sie selbst einen zweiten Holocaust freudig beklatschen würden!

Diese Geistesart prägt weltweit (wenn natürlich auch jeweils unter anderen Vorzeichen!) den gesamten „Reichianismus“, dem so gut wie ausschließlich Linke angehören. Man vertue sich nicht: diese Leute werden erst Ruhe geben, wenn das Erbe Reichs endgültig vernichtet und die Orgonomie endgültig zerstört ist. Man mache doch bitte mal die Augen auf! Diese linken Charaktere haben es geschafft ein Land wie Schweden, ein Paradies auf Erden ohne wirklich tiefgehende Probleme, in eine veritable Hölle zu verwandeln und dem sicheren Untergang auszuliefern. DEN GESAMTEN WESTEN HABEN SIE ZERSTÖRT. Und genau das gleiche machen sie mit der Orgonomie in ihrer nunmehr viele Jahrzehnte andauernden Verschwörung gegen Wilhelm Reich und das American College of Orgonomy. Belege finden sich u.a. in meinen „Besprechungen Reichianischer Bücher“ hier, hier und hier.

David Holbrook, M.D.: EMOTIONEN UND POLITISCHE DISKUSSION (Teil 3)

3. März 2019

 

DAVID HOLBROOK, M.D.:

 

Emotionen und politische Diskussion (Teil 3)

 

Mehrwert und Zins

29. Januar 2019

In den 1950er Jahren war es so, daß in den USA der typische Facharbeiter („Proletarier“) ein Eigenheim besaß und in Aktien investierte. In Deutschland rutscht heute ein Facharbeiter mit seinem Einkommen in die Spitzensteuerklasse. Marxisten hat so etwas nie irritiert, denn der Kern des Marxismus ist nicht materialistisch-ökonomischer Art, sondern es geht um Moral. Der Kapitalist schöpft den „Mehrwert“ ab und das ist ungerecht. Punkt. Daß auch der Unternehmer einen Mehrwert schafft (schlicht und ergreifend, weil er etwas „unternimmt“) und daß das ganze ein Spiel um Macht ist (wie jede Tarifverhandlung zeigt), quittieren Marxisten mit einem verächtlichen Lächeln, da dies ja nur eine oberflächliche Betrachtungsweise sei.

Genau die gleiche Gedankenstruktur findet sich bei den Zinskritikern. Zinsen seien ungerecht, weil der Gläubiger ja nichts leistet. Aber soll ich dir etwa ohne jede Gegenleistung einen Kredit geben?! Es ist genau wie beim Mehrwert: Als Kapitalgeber („Kapitalist“) verzichte ich nicht nur über geraume Zeit auf die Verfügungsgewalt über mein Geld, sondern ich leiste sehr wohl etwas, denn ich bewerte die Erfolgschancen der Unternehmungen, für die du mein Geld haben willst und verhindere gegebenenfalls, daß du dich ruinierst. Und was den Zinssatz betrifft, ist das Verhandlungssache, also wieder ein Spiel um Macht.

Es geht hier jeweils um menschlichen Kontakt und ein Netz gegenseitiger Kontrolle, durch die das Optimum aus der menschlichen Arbeitsfunktion herausgeholt wird. Es geht schlichtweg um LEBEN. Etwas, was Marxisten und „Zinskritiker“ von ihrer Struktur her nicht ertragen können. Von daher auch ihr messianischer Eifer und ihre Verachtung.

Chronik der Orgonomie (Teil 2)

12. Januar 2019

ChronikderOrgonomie

Ich habe den zweiten Teil meiner 414seitigen Reich-Biographie überarbeitet:

CHRONIK DER ORGONOMIE 1940-1957

Blogeinträge September/Oktober 2015

26. Dezember 2018

Charles Konia über die pseudo-liberale Gesellschaft:

September/Oktober 2015

  • Der drohende Untergang des Zweiparteiensystems
  • Apropos Klimawandel
  • Was ist funktionelles Denken?
  • Der Zusammenbruch der Trennung zwischen Kirche und Staat
  • Die neue Moral
  • Die Entartung des genuin Liberalen zum Pseudo-Liberalen/Kommunismus

Peters Kommentar zum Wahlausgang in Amerika

8. November 2018

Wie in der antiautoritären Gesellschaft aus der parlamentarischen Demokratie eine Farce wird, läßt sich beispielsweise an den Wahlen in den USA ablesen. Entgegen den kryptofaschistischen Pseudodemokratien, etwa, in Japan oder Deutschland, herrscht in Amerika eine klassische Gewaltenteilung zwischen Legislative, Exekutive und Judikative und zwischen der Zentralregierung und den Bundesstaaten. Es wäre in Amerika beispielsweise schlichtweg undenkbar, wie in der Bananenrepublik Deutschland, daß ein Mitglied der Exekutive gleichzeitig in einem der beiden Parlamentskammern sitzt. Die Exekutive regiert im Rahmen der Gesetze, die vollkommen unabhängig von ihr durchgesetzt werden, und das Parlament hat die Hand auf den Steuereinnahmen. Das war ja auch der Grund, warum Amerika überhaupt gegründet wurde!

Um so absurder war die Ausweitung des Wahlrechts. Durften ursprünglich nur jene wählen, die ein Mindestmaß an Steuern abführten, brauchte man schließlich nur noch „Mann“, schließlich sogar nur „Mensch“ sein. Heute werden entsprechend nicht Leute gewählt, die den Staat knapp bei Kasse halten, sondern jene, die Sozialprogramme befürworten, die vor allem „Minderheiten“, d.h. unproduktiven Ballastexistenzen dienen und den Frauen, die biologisch darauf gepolt sind „versorgt zu werden“.

Die Demokratie wird dementsprechend auf den Kopf gestellt: die Legislative sorgt für die zunehmende Ausplünderung der Steuerkartoffeln und die Exekutive und Judikative sorgen gleichzeitig synergistisch dafür, daß die besagte Steuerkartoffel gefälligst pariert. Mir als weißen Mann kann man alles ins Gesicht sagen und mich sogar tätlich angreifen, doch kaum vergesse ich mich meinerseits, werde ich meines Lebens nicht mehr froh. Ich darf nicht mal mehr sagen, was Sache ist, ohne mich eines „Haßverbrechens“ schuldig zu machen!

Ursprünglich war die parlamentarische Demokratie die „Fassade“ des produktiven bio-sozialen Kerns der Gesellschaft, nämlich der Arbeitsdemokratie. Heute verwandelt sie sich zunehmend ins Gegenteil der Arbeitsdemokratie, nämlich in die destruktive organisierte Emotionelle Pest. Man schaue sich nur die Sozialdämonratten in Deutschland und die Demokraten in Amerika an: Roter Faschismus in Reinkultur.